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Auf dieser Seite werden diverse Kommentare gesammelt, die sich mit der Situation in Jenin vor, während und nach der "Operation Schutzwall" befassen:

 

 

Luftaufnahmen des "Flüchtlingslager"

 

Jenin (inkl. "Flüchtlingslager") vor Beginn der Operation "Schutzwall"

 

Jenin ("Flüchtlingslager") am 13. April 2002

 

 

 

 

Quelle (c): IDF, MFA

 

Diverse Hintergrundberichte zur Situation in Jenin

 

24.05.02

Israel und die UNO

Das Verhältnis UNO-Israel ist seit Jahrzehnten angespannt; einen Höhepunkt haben die Vorwürfe über die Geschehnisse erreicht. Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin Tachles hat den UNO-Botschafter Yaakov Levy in Genf interviewt:

Israel ist ein freies Land

13.05.02

Die Gerechten unter den Völkern der Welt

Ein Artikel von Aahorn Meged

Um die Lektion in Sachen „Grausamkeit“ der israelischen Soldaten in Dschenin beurteilen zu können, sollten einige der Nationen, die keine Ruhe geben werden bis sie die Täter des „Massakers“ vor ein Gericht gebracht haben, sich an deren eigene Vergangenheit erinnern.

Dschenin lässt Europa nicht zur Ruhe kommen. Jeden Abend widmen die Fernsehstationen in England, Frankreich, Italien, Griechenland, Holland und Belgien, ihre wertvolle Hauptsendezeit den Schrecken, welche die Israelis über Flüchtlingslager von Dschenin gebracht haben und die alle Propagandisten der Palästinenser zusammenrufen, um sie zu bezeugen.

LePen bedroht die Demokratie in Frankreich. Auf Sri Lanka morden Tausende von Tamilen und werden ermordet. Die Zahl der Opfer von Terror und Unruhen in England, den Philippinen, Indonesien geht ebenfalls in die Tausende. Doch die Moralapostel in Europa können sich immer noch nicht beruhigen, was das „Massaker“ von Dschenin betrifft. Sie werden keine Ruhe geben, bis die Verantwortlichen vor ein Gericht gestellt und bestraft werden.

Der Anblick einer besiegten Stadt, nachdem in ihr gekämpft und gebombt wurde, ist entsetzlich. Selbst das Herz eines Steines würde erbeben, bei dem Bild eines Alten, der in den Trümmerhaufen wühlt und die Leichen seiner Familie sucht, seine Hand gen Himmel streckt und ruft „es gibt keinen Gott“. In solchen Momenten vergisst du, dass von diesem Ort aus das Böse ausgebrochen ist, um Menschen zu massakrieren, nur weil sie Juden sind.

1945, als die Niederlage Deutschlands bereits besiegelt war, bombardierten Flugzeuge der Alliierten Dresden, zerstörten es fast vollständig. Bomben fielen auf ihre antiken Kirchen und ihre Lieblingsplätze und verurteilten 135.000 Männer, Frauen und Kinder zum Tod. Die „freie Welt“ war damals nicht entsetzt. Aber sie ist entsetzt von der Zerstörung des Flüchtlingslagers von Dschenin, als Ergebnis von Kämpfen, die von Haus zu Haus ausgetragen wurden, um Terroristen zu fassen, welche nicht aufhören wollten zu kämpfen.

Die nach Gerechtigkeit strebenden Studenten in Berkeley, Kalifornien, haben nicht gegen die Bombardierungen in Afghanistan durch die amerikanische Luftwaffe demonstriert, die ganze Dörfer zerstört, eine unbekannte Zahl (da die Presse eine Beobachtung untersagte) von Afghanen getötet und viele von ihnen zu Flüchtlingen gemacht hat. Aber sie demonstrierten gegen das Massaker, das Israel in Dschenin angerichtet hat.

Die Freunde der Freiheit in Rom demonstrierten niemals gegen den Massenmord von mehr als einer Million Tutsi durch die Hutu in Rwanda. Aber sie demonstrieren mit grösstem Zorn gegen die „Nazi-Schrecken“, die Israel an einigen Dutzend Palästinensern verübt hat. Die aufgebrachten Bürger von Paris und Lyon – die meisten Moslems, wie Augenzeugen berichteten – machten das Gewissen der Weltöffentlichkeit aufmerksam, als mehr als 9000 ihrer Brüder in Inhaftierungslagern der Serben in Bosnien ermordet, Tausende Frauen dort vergewaltigt wurden und dann ermordet wurden.

Und als 10.000 allein in Sebrenica getötet wurden.

Sie waren auch taub, als extreme Moslems ganze Dörfer in Algerien  abgebrannt haben. Aber sie gingen mit Zornesrufen gegen „den Mörder Sharon“ auf die Strasse, mit Hakenkreuzen auf israelischen Flaggen.

Um die Lektion in Sachen „Grausamkeit“, die die israelischen Soldaten in Dschenin ausgeteilt hat, beurteilen zu können, sollten sich die Franzosen an die 8,000 Moslems erinnern, die 1945 in der algerischen Stadt Satif kaltblütig ermordet wurden, als Strafe für die Tötung von 88 Franzosen (3 % von 250.000 Moslems in Algerien, die von französischen Soldaten und Zivilisten innerhalb weniger als 20 Jahre seit dem 2. Weltkrieg getötet wurden). Und die Engländer sollten sich daran erinnern, wie sie mit Kindern in Indien umgegangen waren, in Rhodesien, Kenia, sowie in ihren anderen Kolonien, in denen „die Sonne niemals unterging“ – und sie sollten sich fragen, ob sich jemals ihre Soldaten  mit moralischen Fragen herumgeschlagen haben, wie einer solchen, ob sie den gegenüberstehenden Feind töten oder verschonen sollten.

„Nehmen wir an, Israel ist ein Schreckensstaat ...“, sagt der Held von Philip Roth (in seinem Roman „Täuschung“), „aber es gibt viel schrecklichere Staaten. Warum also hasst man Israel so sehr? Der Grund liegt in dem Verhalten den Arabern gegenüber, sagt man mir. Das ist das schlimmste Verbrechen in der gesamten Menschheitsgeschichte! Ich glaube ihnen kein Wort... Die Feindlichkeit kommt von den ‚Intelektuellen’, dass ist die moderne Linke ... aber das war immer so: du kritisierst auf stärkste Weise jene, die sich am fairsten verhalten“.

© Botschaft des Staates Israel

08.05.02

Die Entscheidung des Israelischen Kabinetts über die UN-Kommission

 

  1. Der Kampf in Jenin:

    1. Israel hat bezüglich seines Kampfes gegen Terroristen in Jenin nichts zu verbergen, auch nicht bei der Versorgung der Zivilbevölkerung mit humanitärer Hilfe.

    2. Während des Kampfes hat Israel viele Opfer in seinen eigenen Reihen in Kauf genommen, um Leid bei der Palästinensischen Zivilbevölkerung zu vermeiden, Israel hat  entschieden sorgfältig von Haus zu Haus zu gehen an Stelle sich auf die Feuerkraft zu verlassen, wie es andere Armeen tun würden.

    3. Während den Kämpfen hat Israel der palästinensischen Bevölkerung so viel Hilfe wie nur möglich geleistet. Bedauernswerter Weise wurde ein großer Teil der Hilfe zurückgewiesen, das Angebot Ambulanzen zuzulassen wurde zurückgewiesen, Israelische Blutspenden wurden ebenfalls nicht angenommen.

    4. Israel hat diesen Kampf nicht gewählt hat und muß sich auch keine moralischen Vorwürfe über die Art und Weise des Kampfes machen. In Jenin hat Israel die Terroristen besiegt, hat die Verletzung von Unschuldigen minimiert und das Leben seiner Bürger verteidigt.

  1. Die Kampagne Israel absichtlich zu beschmutzen:

    1. Es ist mehr als deutlich, daß auf der Palästinensischen Seite der gute Willen fehlt die jüngsten Ereignisse im Flüchtlingslager Jenin präzise darzustellen.

    2. Der Vorwurf eines vorsätzlichen „Massakers“ an Hunderten von Zivilisten wurde von offiziellen Sprechern der Palästinensischen Autonomiebehörde propagiert, genau so wie Klagen, daß humanitäre Hilfe vorsätzlich verhindert wurde.

    3. Außerdem wurden die wesentlichen Fakten, wie die Zahl der getöteten Palästinensern und das Ausmaß der Zerstörungen in der Gegend manipuliert.

    4. Es scheint, daß neben den 50-60 bewaffneten Terroristen, 7 oder 8 Zivilisten getötet wurden, die Zahl ist weit entfernt von den Hunderten, die angeblich massakriert wurden. Außerdem gibt es absolut keine Anzeichen von Verhungern oder anderen menschlichen Grausamkeiten.

    5. Unter diesen Umständen muß Israel äußerst vorsichtig sein um seine Soldaten und Bürger gegen den überwältigenden Einfluß der Internationalen Gemeinschaft der Palästinensischen Propaganda zu schützen. Israel muß sich absichern, daß den blutigen Verleumdungen der Palästinenser nicht der kleinste Glauben geschenkt wird.

  1. Der doppelte Standard:

Israel bedauert zutiefst den Verlust von unschuldigen Leben durch den Kampf gegen die Terroristen, die sich hinter der Zivilbevölkerung versteckten. Dennoch muß man sich in Erinnerung rufen, daß alleine in einer terroristischen Greueltat, am 27.März am Pessach Abend-Massaker in Netanya (verübt von Terroristen, die vom Flüchtlingscamp in Jenin aus operierten), 28 unschuldige Israelis ermordet wurden und 140 verletzt wurden.  Die Israelis fragen sich warum die Internationale Gemeinschaft so darauf beharrt die boshafte Herstellung eines „Massakers“ an Palästinensern in Jenin, verübt von israelischen Soldaten, zu untersuchen während bisher noch niemand gefordert hat die wirklichen Massaker an  Israelischen Zivilisten, verübt von Palästinensischen Terroristen, zu untersuchen.

  1. Die Untersuchungskommission der UN

    1. Am 19.April hieß die UN-Resolution 1405 des Sicherheitsrates, die „Initiative des Generalsekretärs genaue Informationen bezüglich der letzten Ereignisse im Flüchtlingscamp durch ein fact-finding-team zu erarbeiten“, willkommen. Am selben Tag hat Israel angekündigt, daß es mit den Bemühungen des Generalsekretärs voll kooperieren wird, alle erforderlichen Informationen liefern und jedes Hindernis bei der Besichtigung der Stelle oder beim Treffen mit den Einwohnern während der fact-finding Mission beseitigen werden.

    2. Nach sorgfältigen Überlegungen, hat das Israelische Kabinett beschlossen, daß unglücklicherweise die Umstände noch nicht reif sind für die Ankunft des UN-Teams. Vor der Ankunft wollte Israel noch einige Punkte bezüglich der Methode des Teams klären, um die Unparteilichkeit der Arbeit zu schützen:

-                   Einhaltung von Grund und Wirkung:

Das Team wurde geschaffen um Informationen über die die letzten Ereignisse in Jenin zu sammeln. Dieses Mandat muß eindeutig auch den Palästinensischen Terror beinhalten, wegen dem Israel die militärische Aktion gestartet hat.

-                   Einhaltung der legalen Gleichheit:

 Das Team wurde angewiesen die Anwendung der Internationalen Menschenrechte nicht zu vergessen. Dabei dürfen zwei weitere internationale Gesetzesgrundlagen nicht vergessen werden, das Recht auf Selbstverteidigung und das Recht, eigentlich die Verpflichtung, Terror zu bekämpfen.

-                   Einhaltung der Definition des Sicherheitsrates:

Die Resolution 1405 hat die Initiative, die als „Fact-Finding“ Team beschrieben wurde willkommen geheißen. So ein Team sollte sich darauf konzentrieren die Fakten zu finden. „Beobachtungen“ vorzulegen oder „Schlüsse“ zu ziehen entsprechen nicht dem Mandat für das Team.

-                   Einhaltung der Bürgerrechte:

Die Regeln des Teams müssen so sein, daß die Identität und die Rechte der  Personen, die ihnen Informationen geben geschützt sind. Die Bürgerrechte dieser Personen müssen respektiert werden, genau so wie es bei anderen Fact-Finding Missionen der UN in der Vergangenheit gehandhabt wurde. Man kann nicht von Israel verlangen, daß es seine Bürger einer Verletzung ihrer Rechte aussetzt.

-         Vertraulichkeit von Geheimen Informationen:

Israel hat die Absicht Informationen mit dem Team zu teilen, das Team muß aber verstehen, daß einige Informationen vertraulich bleiben müssen. Es wäre unzumutbar von einem Land auf Geheiß zu verlangen, all seine Sicherheits, -und operativen Geheimnisse zu verraten. Dies würde eine Verletzung der israelischen Souveränität bedeuten.          

    1. Israel hat sich sofort bereit erklärt die Resolution 1405 zu respektieren wegen der hohen Achtung gegenüber des Un-Generalsekretärs. Unglücklicherweise ist es für Israel bald klar geworden, daß einige Parteien versuchen werden, der Resolution Elemente hinzuzufügen, die sie nicht enthält. Der Grund für die Gründung des Teams war die Frage des angeblichen „Massakers“ zu klären. Nach der Entscheidung über das Team wurde es mehr als klar, daß so ein „Massaker“ nicht stattgefunden hat. Die Umstände hatten sich wesentlich geändert, einige Elemente riefen dazu auf die Richtung der Bemühungen des Teams zu ändern, die in keinerlei Verbindung mit der Gründung des Teams standen.

Israel ist noch immer bereit mit dem Fact Finding Team zu kooperieren,  hinsichtlich der problematischen Erfahrungen Israels mit den UN in der Vergangenheit und angesichts der derzeitigen Probleme bei der Behandlung des Teams, gibt es einen berechtigten Grund zu erwarten, daß die Modalitäten des Teams mit Israel vereinbart werden, vor der Ankunft des Teams. (EmbAustr)   

© 2001 Botschaft des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland

07.05.02

Die Schlacht von Jenin 

Die arabischen Medien haben den Gefechten im Flüchtlingslager von Jenin große Aufmerksamkeit gewidmet - ihren Angaben zufolge, hat dort die israelische Armee ein Massaker angerichtet. Doch gleichzeitig veröffentlichen die arabischen Medien zahlreiche Berichte von Anführern palästinensischer Milizen in Jenin über den Verlauf der Kämpfe. Es folgen Auszüge. Quelle: MEMRI, 24/04/02 (www.memri.org) Der Kampf gegen die israelische Armee Scheich Jamal Abu Al-Hija, der Befehlshaber der Brigaden Izz Al-Din Al-Qassam der Hamas im Flüchtlingslager von Jenin, erzählte in einem Interview, welches auf der Website der Hamas veröffentlicht wird, dass Angehörige unterschiedlicher Gruppierungen sich „zusammen mit Freiwilligen der palästinensischen Sicherheitskräfte“ bereits vorher auf den israelischen Einmarsch vorbereitet hätten. Scheich Abu al-Hija berichtete telefonisch über die Kämpfe an den katarischen Sender Al-Jazeera und sagte: „Wir haben Minen auf den Straßen und in den Häusern angebracht, Überraschungen warten auf die Besatzungstruppen. An mehreren Stellen gibt es Kämpfe zwischen den Mujaheddin und den Besatzungstruppen. Die Besatzungstruppen fliehen in Panik aus dem Lager von Jenin. Aber sie weiten den Kampf aus, indem sie Bulldozer, Flugzeuge und Panzer gegen das Lager einsetzen. Die Wahrheit ist, dass die Kämpfe von Viertel zu Viertel geführt werden, wie ein Guerillakrieg. Die Mujaheddin benutzen Schnellfeuergewehre, Sprengstoff und Handgranaten.“ Die in London erscheinende arabische Zeitung „Al Sharq al-Awsat“ zitiert Scheich Abu al-Hija mit den Worten: „die kämpfenden Einheiten aller Gruppierungen im Lager wurden mit Sprengstoffgürteln und Handgranaten ausgerüstet.“ Der jordanischen Wochenzeitung „Al Sabil“ sagte er: „Den Mujaheddin gelang es neun zionistische Soldaten in einem Haus einzukesseln und sie mit Bomben und Handgranaten anzugreifen, bis das gesamte Haus in Flammen aufging. Zeugen sagten, dass die Besatzungstruppen die Soldaten verbrannt und verkohlt aus dem Haus geborgen hätten.“ Palästinensische Kinder mit Sprengstoff im Schulranzen. Der Befehlshaber des „Islamischen Jihad“ im Flüchtlingslager von Jenin, Abu Jandal, wurde von „Al-Jazeera“ mehrmals im Verlauf der Kämpfe interviewt. In einem Gespräch sagte Abu Jandal: „Dies ist der zweite Tage, an dem die israelischen Besatzungstruppen mit Hilfe von Panzern und Apache-Helikoptern versuchen in das Lager zu gelangen. Aber die Hartnäckigkeit der Kämpfer, die zu Beginn der Kämpfe geschworen haben, die israelische Armee nicht ins Lager zu lassen, verteidigt in den Gassen des Flüchtlingslagers von Jenin die Ehre des arabischen Volkes. Es gab mehrere Vorstöße, aber sie wurden alle abgewehrt. Die Wahrheit ist, dass unsere Kämpfer zur Offensive übergegangen sind; heute haben wir eine Offensive begonnen. Der Befehlshaber der israelischen Einheit wurde heute morgen getötet, 50 Meter von dem Ort, von dem ich zu Ihnen spreche. Ich, der Befehlshaber der Schlacht von Jenin, habe für mich selbst den Namen „der Märtyrer Abu Jandal“ gewählt, weil alle Kämpfer um mich herum Märtyrer sind.“ Abu Jandal führt weiter aus: „Glauben Sie mir, es sind Kinder mit Sprengstoffgürteln in den Häusern positioniert. Heute kam eines der Kinder mit seiner Schultasche zu mir. Ich fragte ihn, was er wollte und er antwortete, ‚Anstelle von Büchern, will ich einen Sprengsatz um anzugreifen. ’“ Auf die Frage, wie lange er und seine Männer dem israelischen Militär standhalten könnten, da sie nur leicht bewaffnet seien, antwortete Abu Jandal: „Nein, das stimmt nicht. Wie haben die Waffe der Überraschung. Wir haben die Waffe der Ehre. Wir haben die göttliche Waffe Allahs, der auf unserer Seite steht. Wir haben Waffen, die besser als die ihren sind. Ich bin derjenige, der die Wahrheit besitzt und setze meinen Glauben in Allah, sie setzen ihren Glauben in einen Panzer.“ Scheich Abu al Hija sagte weiter: „Einige der Jugendlichen waren standhaft und füllten ihre Schultaschen mit Sprengstoff.“ Bei einer anderen Gelegenheit tat Scheich Abu al Hija sich schwer, die Zahl der israelischen Opfer einzuschätzen: „Es ist schwer genaue Angaben zu machen und wir können die Schlacht nicht auswerten indem wir die Verluste des Feindes zählen. Doch das Eingeständnis des Feindes, dass 24 getötet und 130 verwundet wurden deuten darauf, dass es viele Verluste (des Feindes) gegeben hat. Die Liste der Besatzungsarmee zählt nur die Namen der Juden und lässt die Namen der Drusen und der Lahad-Soldaten (ehem. Südlibanesische Armee) aus, welche an allen früheren Angriffen teilgenommen haben und auch in Zukunft teilnehmen werden. Unsere Einschätzung st, dass der Feind weit größere Verluste erlitten hat. Die in London erscheinende „Al Sharq al-Awsat“ berichtet dass sich in Jenin eine palästinensische Frau namens Ilham Ali Dasouqi zwischen israelischen Soldaten selbst in die Luft gesprengt habe, wobei sie zwei von ihnen getötet und sechs verwundet habe. Die Zeitung beruft sich auf eine Quelle innerhalb der Al-Aksa-Brigaden (Flügel der Fatah – d. Übers.), welche sagte, dass sie „den Pfad von Nasser Uweis beschritten habe“, welcher – nach Angaben der Zeitung – sich in Nablus in der Nähe von Soldaten in die Luft gesprengt habe. Uweis, der Befehlshaber der Al-Aksa-Brigaden der Fatah, wurde mehrere Tage danach festgenommen. Der Bericht über seinen Märtyrertod scheint ein Versuch gewesen zu sein, seine Flucht zu ermöglichen. „Wir haben mehr als 50 Häuser im Lager vermint.“ Das von der ägyptischen Regierung unterstützte Wochenblatt „Al Ahram“ veröffentlichte ein Interview mit „Omar“, einem jungen, einarmigen Bombenbauer des „Islamischen Jihad“, der berichtete, wie die Palästinenser Jenin mit Sprengfallen versehen haben, wobei auch während der Kämpfe Frauen und Kinder zum Einsatz kamen: „Er ist ein Mitglied des Islamischen Jihad, aber sagt, dass in Jenin alle Gruppierungen loyal für das eine Ziel gekämpft hätten – Befreiung oder Tod. ‚Von allen Kämpfern im Westjordanland waren wir am besten vorbereitet’, sagt er. ‚Nachdem sich die israelischen Panzer im vergangenen Monat aus Jenin zurückgezogen haben, begannen wir mit der Arbeit an unserem Plan, die Soldaten des Feindes in die Falle zu locken und in die Luft zu sprengen.’“ Die Zeitung erklärt: „Omar und andere ‚Ingenieure’ stellten Hunderte von Sprengsätzen her und suchten ihre Plätze sorgfältig aus. ‚Wir haben mehr als 50 Häuser im Lager mit Sprengfallen versehen. Wir haben alte und leere Häuser ausgesucht, und die der von Israel gesuchten Männer weil wir wussten, dass die Soldaten nach ihnen suchen würden.’ (Omar) sagte: ‚Wir schnitten lange Stücke von den Wasserleitungen ab und füllten sie mit Sprengstoff und Nägeln. Dann versteckten wir sie in Abständen von vier Metern in den Häusern, in Schränken, unter Waschbecken und in Sofas.’ Die Kämpfer hofften, die israelischen Panzer mit stärkeren Sprengsätzen in Mülltonnen aufzuhalten. Noch mehr Sprengstoff wurde in den Fahrzeugen der von Israel Gesuchten versteckt. Die Bomben wurden dann mit Hilfe der Autobatterie ferngezündet.“ Die Zeitung berichtet, dass nach Angaben von Omar, alle Bewohner des Flüchtlingslagers – auch die Kinder – wussten, an welchen Stellen die Bomben platziert wurden, so dass keine Gefahr bestand, dass Zivilisten verwundet werden. Dies wäre der Schwachpunkt des Plans gewesen: „Wir wurden von den Spitzeln unter uns verraten“, sagte er. Die Drähte zu mehr als einem Drittel der Bomben wurden von Soldaten zerschnitten, die von Kollaborateuren begleitet wurden: „Wenn es die Spitzel nicht gegeben hätte, wären die Soldaten niemals in der Lage gewesen, das Lager zu betreten. Nachdem Sie sich im Lager befanden, war es sehr viel schwerer, es zu verteidigen.“ „Wir ließen sie näher kommen um die Männer zu holen - und dann haben wir das Feuer eröffnet.“ Was genau geschah beim Bombenanschlag am vergangenen Dienstag und dem Hinterhalt, in dem 13 (israelische) Soldaten getötet wurden? Sie wurden dorthin gelockt, sagt er: „Wir hörten alle zu feuern auf und die Frauen gingen zu den Soldaten und sagten ihnen, dass wir keine Munition mehr hätten und fliehen würden. Dann gaben die Frauen den Kämpfern Bescheid, als sich die Soldaten den Sprengfallen näherten. Als die leitenden Offiziere verstanden, was geschah, riefen sie durch die Megafone, dass sie eine sofortige Waffenruhe wollten. Wir ließen sie näher kommen um die Männer zu holen und dann haben wir das Feuer eröffnet. Einige der Soldaten waren so schockiert und verängstigt, dass sie aus Versehen in unsere Richtung rannten.“ Jamal Huweil, ein Befehlshaber der Al-Aksa-Brigaden im Flüchtlingslager von Jenin, sagte der in London erscheinenden „Al Hayat“, dass vier israelische Soldaten getötet und ihre Waffen von den Palästinensern erbeutet wurden. Jugendliche mit Sprengsätzen hätten vier israelische Panzer außer Gefecht gesetzt. Raed Abbas, ein Kämpfer der Demokratischen Front zur Befeiung Palästinas (DFLP) in Jenin sagte zu „Al Hayat“: „Alle Kämpfer wurden darauf eingeschworen, bis zu Ende zu kämpfen Wir haben keine andere Wahl als zu kämpfen und dies ist die Entscheidung aller Kämpfer. Das Gerede von Kämpfern, die kapitulieren, ist vollkommen falsch. Wenn dem so wäre, wie sind dann am Montagmorgen zwei israelische Soldaten getötet worden? Wir schätzen, dass ihre Verluste viel höher sind, als dass, was sie veröffentlichen. Gefechte zwischen ihnen und uns brechen auf sehr kurzen Entfernungen aus. Sie sind in allen Versuchen voranzukommen gescheitert. Unsere Kämpfer sprengen sich vor ihnen in die Luft und verminen die Wege mit Sprengsätzen. Die Situation ist sehr erschreckend. Die israelische Luftwaffe setzt ihre Bombenangriffe fort. Vor ein paar Augenblicken haben sie mehrere Raketen abgefeuert, die mehrere Häuser in Brand gesetzt haben“ Alle der interviewten Palästinenser betonten, auch in den letzten Tagen der Gefechte, ihren Willen, bis zum Tod zu kämpfen. Scheich Abu al Hija wird in der Tageszeitung „Al-Bayan“ mit den Worten zitiert: „Nach diesen Tagen der Hartnäckigkeit und einzigartigen Verteidigung wiederholen die Kämpfer von Jenin ihr Motto: Freiheit oder Märtyrertod. Unsere Kraft liegt darin, dass wir wahre Mujaheddin sind, die den neuen Nazis gegenüberstehen.“ Nicht namentlich genannte palästinensische Quellen fügten hinzu: „Die Munition der Kämpfer ist zu Ende gegangen und sie haben den Märtyrertod gewählt. Sie kämpfen mit Messern und Steinen und sprengen sich selbst vor den Soldaten der Besatzung in die Luft. Haj Ali, ein Befehlshaber der islamischen Al-Quds-Brigaden , dass sagte der palästinensische Widerstand in intensiven Kämpfen weitergeführt wird und es den Soldaten der Besatzung nicht gestatten wird, das Lager zu erobern. Zivilsten und Kämpfer Einige der interviewten Palästinenser sprachen offen über die Rolle der Zivilbevölkerung währen der Kämpfe. Die Aussagen, ob die Zivilisten das Flüchtlingslager verlassen haben oder nicht waren jedoch widersprüchlich.. Scheich Abu Al-Hija sagte: „Sogar die Jugendliche hatten eine wichtige Rolle im Aufstand. Sie weigerten sich, das Lager vor dem Einmarsch zu verlassen und die meisten von ihnen wurden von den Besatzungstruppen verhaftet. Niemand wurde gebeten zu gehen oder zu bleiben. Keine Anweisungen wurden von den Kämpfern an die Bewohner gerichtet und die Wahl blieb in ihren eigenen Händen. Es war notwendig, dass einige Frauen im Lager blieben um den Kämpfern Dienste zu leisten. Das Verhalten der Bewohner war ehrenhaft: sie waren entschlossen zu bleiben, alles durchzumachen, was die Mujaheddin durchmachen und ihnen zu dienen.“ Die Frauen blieben, um den Mujaheddin zu helfen. „Als einigen Mujaheddin die Munition ausging, sprangen sie auf die Panzer und versuchten, den Soldaten, die sich im Panzer versteckt hatten, ihre Waffen zu entreißen. Als Ergebnis, begannen sie die Soldaten im Nahkampf anzugreifen. Einige der Jugendlichen füllten standhaft ihre Schultaschen mit Sprengsätzen, einige der Jungen blieben für Tage ohne Essen oder Wasser. Obwohl die Frauen wussten, wie schwer die Lage war, zog es ein großer Teil vor zu bleiben um den Mujaheddin Essen zu bereiten, ihr Leben zu riskieren um ihnen Wasser zu bringen und sie aufzumuntern, etwas, was ihre Standhaftigkeit sehr vergrößerte.“ Andere Palästinenser berichteten jedoch in Interviews, dass der Großteil der zivilen Bevölkerung das Flüchtlingslager verließ. Der Befehlshaber der Hamas im Flüchtlingslager von Jenin, Jamal Abd al Salam sagte, dass die Frauen, die Kinder und die Älteren das Lager verlassen haben und dass die Kämpfer vorhatten bis zum letzten Tropfen Blut zu kämpfen. Ein anderer Mann, Abu Muhammad, berichtete Al Jazeera aus Jenin: „Jedes Mal, wenn die israelische Armee versucht vorzustoßen, wird sie mit einer Überraschung bedacht und ein Gebäude fliegt in die Luft. Dann rennen sie rein, holen die Leichen und die Verwundeten, ziehen sich zurück und versuchen mit Bulldozern voranzukommen, die die Häuser ohne Unterscheidung zerstören, ob die Besitzer sich nun im Haus befinden oder nicht. Sie haben die meisten Zivilisten aus dem Lager geschickt, aber es gibt noch eine große Anzahl von Zivilisten im Lager. In dieser Angelegenheit sagte Raed Abba, der Befehlshaber der DFLP, dass die Israelis „viele Häuser zerstörten. Sie versuchen sich an den Zivilisten zu rächen. Die (israelische) Armee zwingt die Zivilisten das Lager zu verlassen, um immer näher an die Kämpfer heranzukommen.“ Ein gegenteiliger Bericht kam vom „Islamischen Jihad“, welcher mitteilte, dass dessen Befehlshaber in Jenin, Muhammad Tawalbeh, Zivilisten daran gehindert habe, das Lager zu verlassen. Die islamische Website teilte mit, dass Tawalbeh in seinem Haus starb, als er selber die Sprengsätze zündete um israelische Soldaten zu töten. Die Bekanntmachung fuhr fort und sagte, dass Tawalbeh alle Versuche der Besatzer die Zivilbevölkerung zu evakuieren verhindert habe, welche das Ziel gehabt hätten, das Lager mit den Kämpfern darin zu zerstören. Die Zukunft des Kampfes Scheich Abu al Hija betonte, dass es notwendig sei, aus der Schlacht von Jenin zu lernen: „Wir sind stolz auf diese Schlacht und hoffen, dass sie als Modell für die anderen Städte dienen wird, damit auch dort die Bewohner moralisch und materiell für jede Auseinandersetzung gerüstet sind. Wir müssen die Lektionen dieser Schlacht lernen und ich hoffe, dass die paar Dutzende Kämpfer, welche die arroganteste Armee der Region niedergerungen haben als Modell für die arabischen Armeen dienen werden und nicht für immer Gefangene der Regimes bleiben werden, welche ihnen ihre Grundrechte verwehren.“ „Das Lager wurde hart getroffen aber auch wenn der Schlag uns getötet hätte, er hätte nicht den bewaffneten Widerstand getötet. Es wird nicht lange dauern, bis sich die Reihen wieder gefüllt haben und einen neue Generation die Flagge des Aufstandes aufs neue erhebt. Dies ist nicht die erste Schlacht und auch nicht die letzte Schlacht. Unser Volk wird nicht ruhen, bis es unser Land befreit und unabhängig sieht.“ „Abu Ahmad“, ein Anführer der Al-Aksa-Brigaden im Flüchtlingslager von Jenin, sagte in einem Telefoninterview mit der Wochenzeitung der Hisbollah, „Al Intiqad“: „Der palästinensische Widerstand wird weitere Operationen ausführen, wie jene Märtyrertodoperation in Haifa, um zu beweisen, dass er immer noch lebendig ist und seine Kraft und Fähigkeiten trotz des harten Schlages behalten hat. Die Märtyreroperation von Andalib Taqatah (Im Markt Mahane Yehuda) ist der Beweis, dass die Al-Aksa-Brigaden immer noch jederzeit und an jeden Ort das zionistische Gebilde angreifen können. Märtyreroperationen wurden erfunden, als die Zionisten das Westjordanland besetzt hielten und es spielt keine große Rolle, ob sie sich in den Städten befinden oder außerhalb.“ Ali Safouri, ein Befehlshaber der Al-Kuds-Brigaden des „Islamischen Jihad“ im Flüchtlingslager von Jenin, berichtete für die islamische Website über die frühen Tage des Kampfes: „Wir haben unerwartete Überraschungen für den Feind vorbereitet. Wir sind entschlossen, ihn doppelt zu bezahlen und ihm eine Lektion zu erteilen, die er nicht vergessen wird. Wir werden ihn an der Heimatfront angreifen, In Jerusalem, in Haifa, in Jaffa – überall. Wir heißen sie willkommen und wir haben einen besonderen Friedhof für sie im Flüchtlingslager vorbereitet. Wir haben bei den Märtyrern geschworen, dass wir den Belagerungszustand über die zionistischen Städte verhängen werden und jeden Tropfen Blut rächen werden, der in unserem heiligen Land vergossen wird. Wir rufen die Soldaten Sharons auf, den Befehl zu verweigern, denn das Betreten des Flüchtlingslagers von Jenin, der Hauptstadt der Märtyrer, wird das letzte sein, was sie in ihrem Leben tun werden.“ In einem Interview mit „Al Manar“, dem Fernsehsender der Hisbollah, sagte der Führer des „Islamischen Jihad“, Abdallah Shalah: „Die Kämpfer im Lager (von Jenin) sagten, dass dies eine ‚Hit and not run’-Schlacht ist und dass sie bis zur letzten Kugel und bis zum letzten Blutstropfen kämpfen werden und das haben sie getan. Der zionistische Feind denkt, dass er für uns ein palästinensisches Massada vorbereitet hat (letzte jüdische Bastion im Aufstand gegen das Römische Reich), das heißt, dass wir gewählt haben, Selbstmord zu begehen. Aber wir sagen ihm: dies ist kein palästinensisches Massada, sondern ein palästinensisch Karbalaa (Schlacht, in der Hussein, der Anführer der Schiiten heiliggesprochen wurde), welches das zweite jüdische Massada herbeiführen wird, bis das zionistische Gebilde aufhören wird, zu existieren. Heute wurde das Lager von Jenin nicht zerstört, sondern wiedergeboren.“ 

(c) Israel-news

06.05.02

Rede von Außenminister Shimon Peres vor der Knesset am 1.5.2002


Shimon Peres: Herr Vorsitzender, sehr geehrte Knessetabgeordnete. Ich danke dem Abgeordneten Zeev Baum, der dieses Thema, welches die Bürger Israels in hohem Maße beschäftigt, zur Sprache gebracht hat. Ich muss an dieser Stelle die Position der israelischen Regierung erklären. Ich stimme mit dem Abgeordneten Baum überein, dass unsere Position in der UNO nicht gut ist. Der Grund hierfür liegt darin, dass es mindestens drei Blöcke gibt, die gegen uns sind. Dagegen kann man nichts unternehmen. Da ist zuerst der Block der arabischen Staaten, 22 Mitglieder insgesamt. Fast alle sind bei jedem Thema, das in der UNO zur Sprache kommt, gegen uns. Es gibt einen zweiten Block von 55 islamischen Staaten, die, von ein oder zwei Ausnahmen abgesehen, gegen uns eingestellt sind. Und es gibt die Gruppe der blockfreien Länder. Das heißt, dass jedes Mal, wenn wir zur UNO kommen, es eine Mehrheit gegen uns gibt. Wenn ein Ungleichgewicht besteht, stimmt die Balance nie, da man kann gar nichts dagegen tun. Deswegen sind alle von uns vorgebrachten Argumente und alle unsere Handlungen völlig nutzlos, da unser Schicksal bereits im Vorfeld besiegelt ist.  

Es gibt eine Institution der UNO, in der wir bessere Karten haben als bei den anderen Institutionen der Weltorganisation, und das ist der Sicherheitsrat. Da sind erst einmal die fünf festen Mitglieder, die ein Vetorecht haben, unter diesen die Vereinigten Staaten von Amerika. Und die USA können weitreichende anti-israelische Beschlüsse verhindern, die immer wieder zur Diskussion gelangen. Deswegen besteht bei jedem Thema eine ganz enge Koordination zwischen uns und den Vereinigten Staaten. 

Dem Sicherheitsrat wurde ein Vorschlag unterbreitet, eine Kommission zu errichten, um die Vorgänge in Dschenin zu untersuchen. Wir haben von den USA einen freundschaftlichen Rat erhalten. Die USA haben uns gesagt, dass sie sich nicht verpflichten könnten, ihr Veto einzulegen. Wir wussten im Voraus, dass wir kein Stimmrecht haben. Die USA schlugen dem Premierminister vor, dass wir einen Gegenvorschlag machen sollten. Anstelle einer Untersuchungskommission mit juristischen Kompetenzen sollte eine Kommission zur Feststellung der Tatsachen („fact-finding-commission“) errichtet werden . Diese Kommission sollte nicht im Auftrag des Sicherheitsrates, sondern im Auftrag des Generalsekretärs handeln. Der Unterschied besteht darin, dass, wenn den Anweisungen einer solchen Kommission nicht Folge geleistet wird, die Mißachtung dem Generalsekretär und nicht dem Sicherheitsrat gilt. Wir waren sicher, so wie ich heute noch sicher bin, dass, hätten wir nicht die Errichtung einer „Kommission zur Feststellung der Tatsachen“ vorgeschlagen, wir eine im Auftrag des Sicherheitsrates handelnde Untersuchungskommission bekommen hätten. Wir waren der Ansicht und dies ist auch heute meine Meinung, dass eine „Kommission zur Feststellung der Tatsachen“ einer Kommission, die Schuldige bestimmt, vorzuziehen und ein vom Generalsekretär erteilter Auftrag besser als ein Auftrag des Sicherheitsrates ist.  

Im Gegensatz zu allen in der Presse geäußerten Gerüchten haben der Premierminister und ich unsere Schritte in dieser Angelegenheit in vollem Umfang miteinander abgestimmt. Ich wandte mich an den Generalsekretär der UNO, nachdem ich mich mit dem Premierminister beraten hatte, auch was den Stil unseres Vorschlages betrifft. Nichts wurde hier dem Zufall überlassen und diese Geschichten in der Presse sind das Ergebnis einer entsetzlichen Ignoranz. Der Generalsekretär hat unserem Vorschlag zugestimmt. 

Dann begannen Verhandlungen über die Arbeitsweise einer solchen Kommission. Nach unserem Willen sollte dies lediglich eine Kommision zur Feststellung von Tatsachen sein. Sie sollte keine Schlüsse ziehen. Und der Staat Israel sollte bestimmen können, wer in seinem Namen aussagen dürfe. Wir waren nicht bereit, die Protokolle unserer Kabinettssitzungen offen zu legen.  

Es begannen Verhandlungen mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen. Er sagte uns anfänglich, dass das Mandat, auf Grund dessen er die Kommission zusammenstellen werde, auf Artikel 3 des Sicherheitsratsbeschlusses 1405 beruhe. Darin war die Rede davon, dass die volle Wahrheit über die Vorgänge in Dschenin bestimmt werden müsse, das ist alles. Dieses Mandat hat uns im Allgemeinen zufrieden gestellt und auch heute finden wir es zufriedenstellend.   

In unseren Augen bot eine solche Kommission eine gute Gelegenheit, vier für Israel wichtige Tatsachen zu erklären, die aus irgendeinem Grund der Aufmerksamkeit des Sicherheitsrates oder der meisten seiner Mitglieder entgangen waren. Erstens: Es war nicht so, dass die israelische Armee eines Morgens aufgewacht ist, nicht wusste, was sie tun sollte und dann beschloss, einen Ausflug nach Dschenin zu unternehmen. Was für ein Unsinn! Wir waren in Dschenin und hatten beschlossen, Dschenin aus freiem Willen zu räumen, davon ausgehend, dass die palästinensischen Kräfte für Ordnung und Sicherheit verantwortlich sein würden. Warum sind wir wieder in Dschenin eingerückt? Es waren die Ereignisse des Monats März. Das war ein schwarzer Monat, in dem es zu 26 Zwischenfällen kam, darunter sechs Selbstmordanschlägen. 26 israelische Zivilisten wurden getötet. Darunter befanden sich Frauen, Kinder, Greise sowie Menschen, die das Pessachfest feierten. Der Höhepunkt war meiner Meinung nach der Anschlag im Parkhotel in Netanya, der alle erschüttert hat. Wir sahen, dass die Palästinenser nichts unternahmen. Wir hatten keine andere Wahl, als die Kraft unserer Armee einzusetzen. Übrigens haben wir Dokumente gefunden, in denen Dschenin als Hauptstadt des Terrors und der Selbstmordattentäter bezeichnet wird. 

Wir hatten Skrupel, in Dschenin einzurücken. Das Flüchtlingslager hat einen Sonderstatus. Es wird auch von der UNRRA , dem Flüchtlingshilfwerk der Vereinten Nationen, und von anderen Organisationen unterstützt. Das Gesetz verbietet die Präsenz von Terroristen und von Waffen im Flüchtlingslager. Das steht im Gegensatz zu allen Gesetzen. Wir wussten, dass die Häuser im Flüchtlingslager in einem elenden Zustand sind. Wir wussten, dass die Gassen eng sind und die Menschen in Armut leben. Wir waren überhaupt nicht geneigt, in das Lager einzurücken. Aber nachdem weder wir noch die palästinensischen Sicherheitskräfte einen Fuß in das Lager gesetzt hatten, ist dieses zu einem Zentrum der Gewalt  geworden, in dem sich terroristische Strukturen entwickeln konnten, ohne dass irgend jemand dagegen vorging. Die palästinensischen Sicherheitskräfte hätten auf Grund des Gesetzes, auf Grund der bestehenden Verträge, die illegalen Waffen einsammeln, die illegalen Organisationen verbieten und den von dort ausgehenden Terror unterbinden müssen. Wir wissen, dass viele von denen, die Terroranschläge verübten, aus Dschenin kamen.  

Es war nicht leicht, in das Flüchtlingslager einzurücken. Ich habe gesagt, dass die Gassen eng waren. Wir gingen mit Traktoren vor, mit denen Häuser zerstört wurden. Bevor dies erfolgte, wurden die Bewohner über Lautsprecher aufgefordert, die Häuser zu verlassen. Die Alternative wäre gewesen, die Häuser aus der Luft zu bombardieren. Wir waren jedoch der Meinung, dass Bombardierungen aus der Luft sehr viele Opfer zur Folge gehabt, ja ein Blutbad verursacht hätten. Wir haben nicht getan, was an anderen Orten in der Welt getan wird. 

Als die Armee in Dschenin einrückte, kam sie sich fast wie auf einem aus Menschen bestehenden Minenfeld vor. Menschen, die sich ergaben, trugen Sprengstoffgürtel an ihrem Körper. In sehr vielen Häusern fanden wir Minen. Die Armee musste mit größter Vorsicht vorgehen, einerseits, um keine Zivilisten zu treffen und anderseits, um nicht von „verminten Menschen“ getroffen zu werden. Das war überhaupt nicht einfach. 

Zum Hintergrund: Wenn man von den Ereignissen in Dschenin spricht, muss man festhalten, dass diese im Parkhotel in Netanya begonnen haben. Dort fing eigentlich der Einmarsch in Dschenin an. Wir hatten keine Wahl, da die Palästinenser nicht taten, was sie tun sollten.   

Nachdem wir in Dschenin eingerückt waren, begann man, Geschichten über ein Massaker zu verbreiten. Personen im Autonomiegebiet, die ich nicht nennen möchte, sprachen von Dreitausend toten palästinensischen Zivilisten in Dschenin. Ein Massaker sei verübt worden. Nach meinem besten Wissen sind tatsächlich sieben Zivilisten in Dschenin ums Leben gekommen. Glauben Sie mir, ich bedauere jeden unschuldigen Menschen, der umgekommen ist. Ein Unschuldiger bleibt ein Unschuldiger. Hinzu kommen 45 getötete Palästinenser, die bewaffnet waren. In einer blutigen Schlacht haben wir 23 Soldaten verloren, auf einem Gebiet, das, wie wir im Fernsehen gesehen haben, nicht größer als ein Fußballfeld ist, ein dicht bebautes, schwieriges Terrain, das zum Teil vermint war und auf welchem sich „verminte“ Menschen befanden. 

Ich möchte bemerken, dass es sich hier in den Augen Israels um eine Mordverleumdung handelt. Man spricht von 3000 zivilen Opfern, wo in Wirklichkeit sieben Zivilisten umgekommen sind. Was immer gesagt wird über humanitäre Hilfe, über Wasser, jede Behauptung muss geprüft werden. Doch das Ergebnis ist, dass lediglich sieben Zivilisten getötet wurden. Ich habe bereits mein Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht. Sie sind in dieser blutigen Schlacht gefallen, in diesen engen Gassen, auf einem Gebiet  so groß wie ein Fußballfeld. Diese Tatsache spricht für sich. Israel war aufrichtig daran interessiert, in der UNO in jeder erdenklichen Art zu beweisen, dass hier der Versuch unternommen wurde, eine Mordlegende zu verbreiten. 

Drittens: Wir wollten auch zeigen, dass Flüchtlingslager, die dafür bestimmt sind, Flüchtlingen eine Unterkunft zu bieten und dafür auch humanitäre Hilfe erhalten, zu Brennpunkten der Gewalt, des Terrors und des Selbstmordes geworden sind. 

Zu diesen drei Punkten wollten wir unsere Position darlegen.  

Jetzt hat eine Diskussion über den Aufgabenbereich („terms of reference“) der UNO-Kommission, d.h. über deren Vorgehen begonnen. Am Anfang hatte Kofi Anan gesagt, dass er sich mit der Umsetzung von Resolution 1405 des Sicherheitsrates begnügen würde. Dort war die Rede davon, dass die Vorgänge in Dschenin  festgestellt werden müssten und nicht mehr. Wir wollten hierfür Garantien erhalten. Es begannen Verhandlungen mit der UNO über den Aufgabenbereich, über die in dieser Sache anzuwendende Prozedur.  

Und wieder möchte ich entgegen allen Gerüchten betonen, dass wir eine Delegation aus drei Juristen nach New York geschickt haben, um mit der UNO Verhandlungen zu führen. Sie hielten sich während fünf oder sechs Tagen in New York auf. Die Delegation umfasste den Rechtsberater des Verteidigungsministerium, den stellvertretenden Direktor des Verteidigungsministerium und den Hauptankläger der Armee. Es fanden ordentliche und geregelte Verhandlungen statt, nicht am Telefon und nicht auf andere abenteuerliche Weise, wie phantasiert wurde. Zum Teil wurde eine Einigung erzielt, zum Teil nicht.  

Als die Kommission uns die Ergebnisse mitteilte, die später auch dem ständigen Vertreter Israels bei der UNO durch den Generalsekretär in Briefform dargelegt wurden, erkannten wir, dass ernsthafte Mängel bestanden. Welches waren diese Mängel? Sie betrafen die Zusammensetzung der Kommission. Diese bestand - so glaubten wir - aus drei namhaften Persönlichkeiten, die vor allem auf dem Gebiet der Menschenrechte erfahren waren. Der Kommission gehörten jedoch keine Spezialisten an, die etwas von Terrorbekämpfung verstanden. Was muss getan werden, um Artikel 51 der UN-Charta umzusetzen, in dem vom Recht auf Selbstverteidigung die Rede ist? Später erklärte mir der UNO-Generalsekretär, dass noch drei Berater zur Kommission gehörten, ein Militärberater, ein Polizeiberater und ein Rechtsberater und dass diese gleichberechtigte Mitglieder der Kommission seien. Er erklärte mir, dass die Kommission nicht aus drei, sondern aus sechs Mitgliedern bestehe.  

Welches waren nun die Probleme, die vor uns standen? In der UNO-Resolution stand „Feststellung von Tatsachen“. In der Aufgabenbeschreibung, die mir der Generalsekretär zukommen ließ, war von „Beobachtungen“ („observations“) die Rede. Dieser Begriff beinhaltet bereits eine Haltung oder die Feststellung von Eindrücken. Wir sagten, es tut uns leid, wir bestehen jedoch darauf, dass es um die „Feststellung der Tatsachen“ geht. In Gesprächen erklärte mir der Generalsekretär, dass er mit „Feststellung von Tatsachen“ anstelle von „Beobachtungen“ einverstanden sei. Wäre es bei „Beobachtungen“ geblieben, hätten wir uns nicht beteiligt. 

Der Generalsekretär war auch damit einverstanden, dass eine Zeugenaussage einer Person, die zu ihren Ungunsten aussagt, nicht im juristischen Sinne gegen diese verwendet werden könnte. Das heisst, dass keine Schlüsse daraus gezogen werden dürften und die Zeugenaussagen anonym bleiben müssten. Mit andern Worten, sie dürften nicht verwendet werden, um gegen jemanden von den Zeugen Anklage zu erheben. 

Außerdem haben wir dem Generalsekretär sechs Punkte mitgeteilt. Ich glaube, dass wir diese jetzt nennen können. Wir wollten bis jetzt keine öffentliche Auseinandersetzung darüber führen.  

In diesen Punkten haben wir zuerst dargelegt, dass es bei der Festlegung der Arbeitsbereiche nicht nur um Menschenrechtsverletzungen gehen dürfe, sondern zwei weitere Punkte Berücksichtigung finden müssten, nämlich das Recht auf Selbstverteidigung und der Kampf gegen den Terror.  

Außerdem wollten wir bestimmen, wer als Zeuge geladen werden könne und wer nicht. Ich spreche von Zeugen, die Vertreter der Öffentlichkeit sind. Wir haben eine unbefriedigende Antwort erhalten, in der es hieß, dass wir über den einen oder anderen Zeugen bestimmen könnten, jedoch nicht grundsätzlich. Wir erwiderten, dass dies grundsätzlich gelten müsse. 

Und jetzt möchte ich festhalten, dass wir zu keinem Zeitpunkt bereit waren, dass Soldaten als Zeugen geladen werden. So etwas kann es nicht geben. Die Soldaten befinden sich immer noch im Krieg. Sie gefährden ihr Leben tagtäglich, manchmal sogar stündlich. Wir möchten nicht, dass sie in eine Situation geraten, in der sie sich verteidigen oder, Gott behüte, einen Rechtsanwalt nehmen müssen. Es kommt nicht in Frage, dass eine Armee, die sich im Kriegszustand befindet, plötzlich einer Untersuchung einer fremden Institution ausgesetzt wird. 

Heute Nacht habe ich ein Telegramm vom Generalsekretär erhalten. Darin kommt zum Ausdruck, dass er diesen Punkt verstanden hat. Der Generalsekretär klang ruhig. Er sagte, dass er das große Dilemma versteht, in dem die israelische Gesellschaft steckt, einschließlich der Problematik hinsichtlich der Armee. Hier möchte ich ihn zitieren: „Eine kämpfende Armee kann sich eine solche Untersuchung mitten in einem Krieg nicht erlauben.“ Er hat diesen Punkt verstanden. Bei diesem Punkt haben wir keine Absicht, Zugeständnisse zu machen.  

Ein weiterer Punkt betrifft die Dokumente. Wir sagten, dass wir uns vorbehalten zu bestimmen, welche Dokumente wir der Kommission vorlegen können und welche nicht.  

In der UNO-Resolution war von „Vorfällen“ die Rede, „die sich in der letzten Zeit in Dschenin ereignet haben.“ Wir baten, dem Wort „Vorfälle“ den Begriff „Terror“ hinzuzufügen. Es sollte nicht nur von Vorfällen die Rede sein, sondern auch von terroristischen Handlungen. 

Ein weiterer Punkt betraf die Zeugenaussagen von israelischen Privatpersonen. Wir verlangten, dass, auch wenn ihre Identität uns nicht mitgeteilt werde, man die Aussage uns zur Verfügung stellen müsse, damit wir darauf erwidern könnten. Wir wollten nicht in eine Situation geraten, in der jemand eine private Zeugenaussage macht und der Staat Israel nichts darüber weiss. 

Wir baten auch darum, den Schlussbericht der Kommission vor seiner Veröffentlichung einsehen zu dürfen, um unsere Anmerkungen anbringen zu können. Der Generalsekretär sagte, dass wir und die Palästinenser dies 48 Stunden vor der Veröffentlichung des Berichts tun könnten und unsere Anmerkungen dem veröffentlichten Bericht beigefügt würden.  

Hier fand tatsächlich eine grundsätzliche Diskussion statt. Es gab einige Punkte, bei denen wir keine Zugeständnisse machen können und konnten. Ich habe dem Kabinett gesagt, und ich wiederhole das an dieser Stelle, dass die Verantwortung beim Kabinett liegt. Ich schlage vor, dass wir diese Verantwortung nicht der Armee aufbürden. Diejenigen, welche die Entscheidung getroffen haben, müssen diese zum Guten und zum Schlechten verteidigen. Es darf nicht zwei Staaten geben, einen für die Zivilisten und den anderen für die Armee, nein es gibt eine politische, zivile Gewalt, die beschließt und auch die Verantwortung für ihre Beschlüsse tragen muss. (...) 

(...) Der Generalsekretär war mit den von mir vorgebrachten Punkten einverstanden. Er war damit einverstanden, dass anstelle von „Beobachtungen“ von „Feststellung von Tatsachen“ die Rede sein sollte und das Wort „Terror“ hinzuzufügen sei. Er war auch einverstanden, dass wir bei der Auswahl unserer Zeugen eine Verweigerungsmöglichkeit haben sollten, jedoch keine umfassende. Dieser Punkt blieb kontrovers. 

Und jetzt möchte ich Folgendes bemerken: Wir sind ein Volk, dass auf sich gestellt ist. In sehr vielen Fällen ist das so. Es läuft eine große Hetzkampagne gegen Israel, die auch Mordlegenden umfasst. Wir haben eine Verbündete, die Vereinigten Staaten. Wir müssen den USA unsere Meinung darlegen und auch hören, was sie zu sagen haben. Die USA haben uns gesagt, dass sie in dieser Sache nicht ihr Veto einlegen würden. Deswegen mussten wir zwischen einer vom Sicherheitsrat ernannten Untersuchungskommission und einer vom Generalsekretär eingesetzten „Kommission zur Feststellung der Tatsachen“ wählen. Meiner Meinung nach haben wir eine richtige Entscheidung getroffen. Die Diskussion ist nicht abgeschlossen. Der Sicherheitsrat hat in der Zwischenzeit seine Kommission ernannt. Sie befand sich in Genf und es ist ein wenig Ungeduld entstanden. 

Ich habe dem Generalsekretär die von mir hier erwähnten sechs Punkte auf nicht formellem Weg mitgeteilt, da ein entsprechender offizieller Kabinettsbeschluss noch nicht vorliegt. Wir haben unser Vorgehen mit den USA in vollem Umfang abgestimmt. Die Vereinigten Staaten haben uns gesagt, dass sie uns in fünf der sechs Punkte unterstützen. Der einzige Punkt, zu welchem es keine Übereinstimmung gab, war das Thema Zeugenaussagen von Privatpersonen. Über alle anderen Punkte haben wir uns geeinigt. Ich glaube, dass wir uns vernünftig verhalten haben. 

Ich bedauere, dass Personen, die keine Ahnung haben, wovon sie sprechen, so tun, als ob wir uns in der Welt als alles bestimmende Herren aufführten. 

Ich denke, dass Israel die Wahrheit sagen muss. Es hat nichts zu verbergen. Ich weiss, dass es bei den Ereignissen in Dschenin auch nicht ordnungsgemäße Vorkommnisse gegeben hat. Es kam zu vereinzelten Fällen von Plünderungen und die Armee hat beschlossen, die daran beteiligten Soldaten vor Gericht zu stellen. In der Armee gilt, was auch in der zivilen Gesellschaft seine Gültigkeit hat: Wenn eine Einzelperson das Gesetz überschreitet, so ist diese Person - und nicht die Institution als ganzes - verantwortlich und wird vor Gericht gestellt.  

Wir haben keine Absicht, die Wahrheit zu vertuschen. Wir haben die Aktion in Dschenin nicht durchgeführt, um den Vereinten Nationen zu gefallen, sondern um unseren Grundsätzen gegenüber treu und ehrlich mit uns selbst zu sein. Wir sind eine Volksarmee mit ethischen Werten, die Respekt vor dem Leben von Zivilisten hat. Ein schlimmer Monat liegt hinter unserem Volk. Es war eine schlimme Zerreissprobe für unsere Nerven, ohne jede Notwendigkeit und Rechtfertigung. Wir haben diesen Krieg geführt, um das Leben unserer Zivilbevölkerung zu schützen. Dementsprechend sind wir vorgegangen, Herr Vorsitzender und sehr geehrte Knessetabgeordnete. Meiner Meinung nach haben wir uns ehrlich und vernünftig verhalten. Ich bedauere, dass die Sache nicht so endete, wie sie enden sollte. (Ü: NY)

© 2001 Botschaft des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland

 26. April 2002

Vor Besuch des UN-Tatsachen-Untersuchungsausschuss: Palästinenser füllen Gräber in Jenin mit zusätzlichen Leichen

(Mitteilung eines Sprechers des israelischen Inlandgeheimdienstes ISS)

 
Um den in Kürze in der Region eintreffenden UN Fact-Finding-Committee zu ihren Gunsten zu beeinflussen und das Ausmaß der Zerstörung größer erscheinen zu lassen, greift die palästinensische Seite zu Täuschungsmanövern und Manipulationen. Im Rahmen einer PR-Offensive hat die palästinensische Seite ein PR-Komitee eingerichtet, um das Flüchtlingslager von Jenin auf die Ankunft des UN Fact-Finding-Committeevorzubereiten. Dieses Komitee hat anscheinend keine Skrupel, hierfür Betrug zu gebrauchen.

 

Am erschreckensten ist in diesem Zusammenhang der Umgang mit den Leichen in dem Flüchtlingslager. Die palästinensische Seite hat damit begonnen, vor dem israelischen Militäreinsatz beerdigte Körper auszugraben und sie in das Grab zu transferieren, in dem sich die Leichen der bei den Kämpfen während der Operation Schutzwall getöteten Palästinenser befinden.

 

In diesem Grab befinden sich die Leichen von 26 Palästinensern. Es wurden zusätzliche Leichen von dem Friedhof des nahegelegenen Krankenhaus hinzugefügt, so dass sich jetzt schon 50 Leichen hier befinden. Damit soll die Zahl der angeblich bei den Kämpfen ums Leben gekommenen Palästinensern erhöht werden.

 

Von der Palästinensischen Autonomiebehörde wurde angeordnet, die Suche nach weiteren Opfern zu unterbrechen, damit solche in Anwesenheit des UN Fact-Finding-Committee bestattet werden könnten.

 

Im Rahmen des Versuchs, die Wahrnehmung von dem Leiden im Flüchtlingslager zu verstärken, hat das palästinensische PR-Komitee die Bewohner zerstörter Häuser aufgefordert, sich - mit finanzieller Unterstützung - zeitweilig in Jenin-Stadt einzumieten. Tagsüber sollen sie jedoch in das Flüchtlingslager zurückkehren (Die Arbeitszeit des UN-Tatsachen-Untersuchungsausschuss) und die Zeit bis zum Abend in der Zeltstadt zu verbringen, am Abend könnten sie dann wieder in ihre gemieteten Stadtwohnungen ziehen.  

 

Um das Bild der Zerstörung im Flüchtlingslager aufrecht zu erhalten, hat die Palästinensischen Autonomiebehörde ihre Bewohner dazu aufgerufen, ihre Wohnungen während der Anwesenheit des UN-Teams nicht zu sanieren. Die Bewohner sollen außerdem alle Anzeichen für terroristische Ausrüstung wie Uniformen und Waffen verstecken sowie davon Abstand nehmen, in dieser Zeit bewaffnete Aktionen durchzuführen.  

 

70 Palästinenser, die an den Kämpfen in dem Flüchtlingslager von Jenin teilgenommen hatten, teilten mit, dass sie keine bewaffneten Einsätze durchführen würden solange sich der UN Fact-Finding-Committeein der Umgebung aufhielte.

 

Nach dem Rückzug der IDF aus dem Flüchtlingslager von Jenin wurden bereits 21 Zivilisten von Sprengfallen und Sprengsätzen verwundet, die von Palästinensern in den Wohnhäusern verteilt worden waren.

 

 © 2001 Botschaft des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland

POWELL: KEINE HINWEISE FÜR MASSAKER 

Wie HA’ARETZ berichtet, erklärte der amerikanische Außenminister Colin Powell gestern vor dem US-Kongress, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass israelische Soldaten im Flüchtlingslager von Jenin ein Massaker durchgeführt hätten. Unter Berufung auf den Besuch eines US-Diplomaten in dem Lager vor einer Woche sagte Powell: “Ich habe bisher keine Anzeichen für Massengräber gesehen und ich sehe auch keine Anzeichen, die auf ein Massaker hindeuten würden. [...] Es ist klar, dass in Jenin Menschen ums Leben gekommen sind, in Jenin starben Terroristen und im Verlauf der Kämpfe starben wahrscheinlich auch Zivilisten.“ Um die Zahl der Opfer und die Tatsachen festzustellen, bedürfe es jedoch weiteren Untersuchungen.

(c) Botschaft Israels, Berlin 

Debatte über den Nahostgesandten Roed-Larsen 

Zu einer erhitzten Debatte über den norwegischen Nahostgesandten Terje  Roed-Larsen kam es in einer Kabinettssitzung am Sonntag in Jerusalem.  Der UN-Sonderbeauftragte Roed-Larsen hatte am Donnerstag bei einem  Rundgang durch das zerstörte Flüchtlingslager von Jenin die  Zustände vor laufenden Kameras als "schreckliche humanitäre  Katastrophe" bezeichnet. Es sehe aus, wie nach einem schweren Erdbeben,  an vielen Stellen liege ein Todesgeruch über dem Lager, so  Roed-Larsen, der in seinen Kommentaren die israelische Seite für die  Lage verantwortlich zu machen schien. Viele israelische Politiker  empfanden, dass die Äußerungen Roed-Larsens die palästinensischen  Vorwürfe eines "israelischen Massakers" in Jenin bestätigten,  wenngleich der UN-Beauftragte dieses Wort nicht gebraucht hatte. Einige israelische Politiker, darunter Verteidigungsminister Ben-Eliezer,  drückten zudem ihre Enttäuschung darüber aus, dass der  palästinensische Terror und Widerstand, aufgrund dessen es in Jenin zu schweren Kämpfen und Verlusten auf beiden Seiten kam, bei Roed-Larsen  keine Erwähnung fand. Aus dem Umfeld des Premierministers wurde bereits darüber nachgedacht,  Roed-Larsen zur "unerwünschten Person" (Persona non grata) in Israel  zu erklären. Dies würde die Aberkennung seines diplomatischen Status  und die Ausweisung Roed-Larsens zur Folge haben. Außenminister Peres, der im Zuge der Oslo-Abkommen von 1993 engen Kontakt mit dem  UN-Sonderbeauftragten pflegte, bezeichnete Larsen jedoch als "Freund"  und lehnte diesen Vorschlag ab. Der UN-Sicherheitsrat forderte am Freitag die Errichtung einer  Untersuchungskommission zu den Vorfällen im Flüchtlingslager von Jenin. Die USA unterstützten diesen Vorschlag, nachdem sich Israel einverstanden erklärte. Man habe "nichts zu verbergen", so die Äußerung von Seiten israelischer Diplomaten. Wie Generalsekretär= Kofi Annan am Montag bekannt gab, wird die Kommission aus dem früheren  finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari, dem ehemaliger Präsidenten  des Internationalen Roten Kreuzes Cornelio Somarruga und Sadako Ogata,  der ehemaligen Hochkommissarin der Vereinten Nationen für  Flüchtlinge bestehen. 

(c) Internationale christliche Botschaft

 

Ein Arzt berichtet aus Jenin 


Immer wieder gibt es Berichte über ein angebliches "Massaker" im  palästinensischen Flüchtlingslager von Jenin. Dr. David Zengan, Arzt  im Jerusalemer Hadassah Krankenhaus, war als israelischer Soldat vor Ort im Einsatz. Ende März wurde er zusammen mit anderen Reservisten am  Vorabend zum jüdischen Passahfest zum Dienst in der Armee einberufen. Dr. Zengan erzählt, dass Jenin kein "ziviler Ort" gewesen sei, sondern ein Zentrum des Terrors. Teile der Bevölkerung hätten die  Terroristen sogar unterstützt und ihre eigenen Kinder mit Bomben auf  die Straßen geschickt. "Wir reden hier von etwa 400 Terroristen. 30 %  aller Selbstmordattentäter kamen bisher aus diesem Lager", erklärte  er. Die israelische Armee habe die Zivilisten mehrmals aufgefordert,  ihre Häuser zu verlassen. "Diejenigen, die dennoch blieben, wurden  oftmals als lebende Schutzschilde von den Terroristen missbraucht," so  Dr. Zengan. "Von der militärischen Perspektive aus, wäre es einfach  gewesen, das Lager von der Luft aus mit Bomben zu zerstören, wie es  die USA im Terrorkrieg in Afghanistan tat. Aber die israelische Armee  ging von Haus zu Haus, um möglichst den Zivilisten nicht zu schaden."  Diese Entscheidung kostete letztendlich 23 israelischen Soldaten das  Leben, die durch palästinensische Scharfschützen und Sprengsätze  getötet wurden. "Zwei Soldaten gingen durch das Flüchtlingslager und  sahen ein Haus mit einer Frau und zwei Kinder", berichtete Zengan  weiter. "Und genau dort befand sich explosives Material. Eine weitere  Praxis von zynischem Kindesmissbrauch bekamen wir zu Gesicht, als wir einen sechsjährigen Jungen mit einem Rucksack im Lager sahen. Als die Soldaten näher kamen, warf er seinen Rucksack auf den Boden und rannte weg. Wir prüften den Inhalt des Rucksacks und fanden drei Ladungen Sprengstoff." Der Missbrauch von palästinensischen Kindern sei einfach  unglaublich, so der Arzt. "Ich persönlich erlebte einen Vorfall, bei  dem drei ältere Frauen und ein älterer Herr ihr Haus verliessen.,  während hinter ihnen ein Terrorist stand, um auf einen israelischen  Soldat zu schießen." Nach Einschätzung von Dr. Zengan stünden die Aussagen der Vereinten Nationen (UN), insbesondere die des UN-Beauftragten Tjiere Larson, in  keiner Relation zu den tatsächlichen Vorgängen in Jenin. Laut Zengan  habe es zum Beispiel keine Beschädigung oder Zerstörung des  Krankenhauses von Jenin gegeben: "Kein Soldat hat das Krankenhaus  betreten. Jeder Arzt weiß, dass es dort keinen einzigen Schuss gab."  Berichte darüber, dass Krankenwagen an der Durchfahrt gehindert worden  seien, wies er zurück: "Die Ambulanzen, die uns erreichten, wurden  kontrolliert, um zu verhindern, dass Selbstmordattentäter sie  benutzten - wie bereits häufig in der Vergangenheit geschehen." Allen  Krankenwagen, die durchsucht worden seien, wurde gestattet zu passieren.  "Ich persönlich kann berichten, dass Ärzte zum Teil selbst nicht zu  den Verwundeten wollten", so Dr. Zengan "Wir selbst haben  hauptsächlich Nacken- und Halsverletzungen, sowie Blindarmerkrankungen  behandelt, und zwar auch bei denjenigen, die gegen uns kämpften." Vier  Tage nach dem Einsatz sei noch kein Leichengeruch über dem Lager  gewesen. Außerdem habe es keine Situationen gegeben, in denen den  Palästinensern verboten worden sei, ihre Toten zu beerdigen. "Die  Anklage eines Massakers ist weit entfernt von der Realität", so Dr.  Zengan. 

(c) Internationale christliche Botschaft Jerusalem


Zur Lage in Jenin

Palästinenser sprechen von einem Massaker
Auch nachdem die israelische Armee am Sonntag die Sperren für
Ramallah, Bethlehem, Nablus und Jenin aufhob und Journalisten 
und Arbeitern wieder Zugang gewährte, sprachen palästinensische 
und arabische Medien weiter von einem "israelischen Massaker" im
Flüchtlingslager von Jenin. Während die israelische Armee davon
ausgeht, dass durch die heftigen kämpferischen 
Auseinandersetzungen in Jenin etwa 50 zumeist bewaffnete 
Palästinenser getötet worden sind, spricht die palästinensische 
Seite von mindestens 500 Toten und Massengräbern, die man dort 
entdecken werde. Die Suche nach weiteren Verletzten und 
möglicherweise mit Sprengstoff bestückten Leichen
sowie nach weiteren Terroristen und Waffen wird fortgesetzt.
Hinsichtlich der weiträumig sichtbaren Zerstörung in Jenin
erklärte Außenminister Schimon Peres, dass viele der Gebäude
vorsätzlich durch palästinensische Kämpfer gesprengt worden 
sind.
"Es gab kein Haus, das nicht mit Sprengkörpern versehen war", 
sagte Peres. Um die Bomben zu neutralisieren, habe es manchmal 
keine andere Möglichkeit gegeben, als weitere Gebäudekomplexe 
mit Bulldozern zu zerstören. "Wir stießen außerdem auf einige 
Palästinenser, die mit erhobenen Händen ihre Aufgabe 
signalisierten, während sie einen Sprengstoffgürtel am Leib 
trugen, den sie unter unseren Soldaten
sprengen wollten."

(c) Internationale christliche Botschaft Jerusalem

 

JENIN-BERICHT EINES ARZTES 


Bei der gestrigen Pressekonferenz im Nationalen Medien Zentrum in Jerusalem sprachen gestern Minister Ephraim Sneh, Lt.-Colonel Olivier Rafovitch sowie Major David Zangen, Leitender medizinischer Offizier in Jenin. Zangen, im zivilen Leben Kinderarzt im Hadassah Krankenhaus in Jerusalem, beschreibt sehr eindrucksvoll seine Sicht der Vorgänge in Jenin. Zangen beschreibt, dass der spezifische Bereich des Flüchtlingslager in Jenin kein ziviler Bereich sei. Hier lebten um die 200 Terroristen und rekrutierten Selbstmordattentäter. Bei den Kämpfen benutzten die Terroristen die wenigen Zivilisten als Schutzschilder oder als Unterstützer. Viele Häuser waren vermint. In einem Fall sollten zwei Soldaten einer Spezialeinheit die Frontseite eines solchen Hauses sprengen. Als sie sich näherten, sahen sie eine Frau und zwei Kinder, und entschieden sich, die Sprengung nicht durchzuführen. Als sie sich zurückzogen wurden sie zum Teil schwer verwundet. In einem anderen Fall lief ein 6 Jahre alter Junge mit einer Tasche auf einige Soldaten zu, auf die Frage nach dem Inhalt der Tasche, ließ der Junge die Tasche stehen und lief davon – in der Tasche befanden sich drei Sprengsätze. Die Zerstörung einiger Häuser wurde notwendig, da aufgrund der starken Verminung die Taktik von „Haus zu Haus“ zu gehen, undurchführbar wurde. Vor jedem betreffend! en! Haus wurden die Personen zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert. Zangen beschreibt einen Fall bei dem drei ältere Menschen hervortraten und hinter ihnen ein Terrorist das Feuer auf die Soldaten eröffnete und einen Sprengsatz detonierte. Für ihn als Kinderarzt waren die Alben mit Bildern zukünftiger jugendlicher Selbsmordattentäter besonders unverständlich. Bezüglich der Äußerungen des UN-Gesandten Terje Larsen sagt Zangen, dass das Krankenhaus in Jenin exterritoriales Gelände war – kein Soldat hätte es betreten und es wurde in keinster Weise beschädigt. Zu keiner Zeit wurden Krankenwagen von der Einfahrt abgehalten. Die Krankenwagen wurden gecheckt nachdem in einem Fall eine gesuchter Palästinenser alleine in einem Wagen in das Krankenhaus transportiert werden sollte – mit einer angeklebten Infusion am Arm. Unwahre Behauptungen wie die von Hunderten Toten würden nur Hass erzeugen. Für den vollen Text der Pressekonferenz, S. http://www.israel.org/mfa/go.asp?MFAH0llb0 

(C) Botschaft Israels, Berlin

 

IDF BEENDET RÜCKZUG AUS JENIN

 
Die israelische Verteidigungsarmee (IDF) hat gestern ihren Rückzug aus Jenin abgeschlossen und mit den Vorbereitungen für den Rückzug aus Nablus begonnen, der voraussichtlich am Samstag abgeschlossen wird. Wie HA’ARETZ berichtet, bereitet die IDF auch den teilweisen Rückzug aus Ramallah und Bethlehem vor; Truppen würden jedoch weiterhin rund um die Geburtskirche und rund um das Hauptquartier von Yasser Arafat in Ramallah verbleiben. In beiden Fällen wird Israel die Belagerung nicht aufheben, solange die Frage der an diesen beiden Orten verschanzten gesuchten Männer ungeklärt sei. Bis gestern Abend wurden, laut HA’ARETZ 18 Leichen von Palästinensern aus dem Flüchtlingslager von Jenin geborgen. An mindestens zwei Körpern wurden Sprengstoffgürtel gefunden. Unter den Trümmern sind noch weitere Leichen verschüttet, deren Zahl wird jedoch unter 100 geschätzt. Nach Angaben der IDF wurden 100 von 1,100 Häusern bei dem Einsatz zerstört. 

(c) Botschaft Israels, Berlin

 

 KOMMENTAR VON YOSSEF LEVY, 1. BOTSCHAFTSSEKRETÄR „JENIN – DIE GROSSE LÜGE“ 

Egal wie oft die palästinensische Seite ihre falschen Behauptungen wiederholt – die Fakten bleiben bestehen. Es gab kein Massaker in Jenin; es gab heftige Kämpfe gegen eine Bastion des Terrors. 23 israelische Soldaten kamen in Jenin ums Leben 64 weitere wurden verletzt, weil sie langsam vorgingen und die Durchsuchungen und Verhaftungen von Haus zu Haus durchführten, um unschuldige Zivilisten nicht zu schädigen. Israel wurde zur Operation Schutzwall gezwungen, nachdem die Palästinensische Behörde nichts gegen den Terror unternommen hatte. Die Weltgemeinschaft schickte – wenn überhaupt – Kondolenzbriefe nach Jerusalem. Wo war die internationale Gemeinschaft, als unsere Teenager brutal in Pizzerien und Diskotheken abgeschlachtet wurden? Wo waren die Friedensdemonstranten und die internationalen Medien als 28 Menschen bei dem Pessach-Massaker zerfetzt wurden? Wo war der UN-Gesandte Terje Larsen, der die Lage in Jenin als „Horror, der das Verstehen übersteigt“ beschreibt, als das Restaurant Matza in Haifa oder die Jerusalemer Fußgängerzone zu Todesfallen wurden – ist das kein „Horror, der das Verstehen übersteigt“? Bisher wurden in Jenin 26 Leichen geborgen, zumeist die bewaffneter Männer, teilweise Sprengstoffgürtel tragend. Die konzertierte Lügenkampagne über Jenin ist ein weiterer Beweis für den doppelten Standard gegenüber Israel. Die „Friedensaktivisten“, die nach Israel kommen, um ihre Solidarität mit den Palästinenser zu demonstrieren, sitzen nicht in unseren Cafes und fahren nicht mit unseren Bussen. Sie wissen, wie gefährlich es ist, heute Israeli zu sein - als Zivilist gezielt ermordet zu werden. Aber dagegen zu protestieren: Nein, Danke. Die Palästinenser sind die Einzigen, die Massaker systematisch ausüben. Seit September 2000 hat die palästinensische Seite den Weg des Terrors eingeschlagen und predigt in ihren Medien, Schulbüchern und öffentlichen Reden Blutvergiessen, Heiligen Krieg und Märtyrertum. Auch das Leben ihrer eigenen Bevölkerung kümmert sie wenig: Welcher Onkel will aus seiner 14jährigen Nichte eine lebendige Bombe machen? Welche Menschen sind fähig, ein Kind in Jenin mit einem Rucksack mit 4,5 Kg Sprengstoff israelischen Soldaten entgegen zu schicken? Was für eine Organisation schickt eine 26jährige Frau, die Mutter einer 8 Jahre alten Tochter, um als Schwangere verkleidet eine befahrene Straße in Kfar Saba zu sprengen? Welche Hilfsorganisation nutzt wissentlich Krankenwagen zum Schmuggel von Waffen und gesuchten Mördern? Weltweit zeigt Fernsehstationen wie ein israelischer Panzer in Nablus zwei Krankenwagen beschädigte. Niemand hat gefragte, wer die Ambulanzen dort als Barrikaden aufgestellt hat. Der palästinensischen Mordmaschinerie sind nicht nur Menschenleben egal, sondern auch Tiere werden für den Terror missbraucht, so wurde z.B. versucht, Esel als Bombenträger zu nutzen. Ich bin mir fast sicher, dass die Mehrheit unter ihnen, hiervon nichts in den Medien gelesen oder gesehen hat. Wahrscheinlich auch nicht davon, dass die palästinensische Seite Israels Angebot für Blutspenden mit dem Argument abgelehnt haben, dass „jüdisches Blut unakzeptabel“ sei. Was können wir von jemandem erwarten, der im April 2002 von seinem Traum erzählt, die Juden ins Meer zu schmeissen (Der ehemalige indonesische Präsident über sein Gespräch mit Arafat). Aber Herr Arafat ist als Friedensnobelpreisträger jeder Kritik erhaben. 

(c) Botschaft Israels, Berlin

 

KEIN MASSAKER IN JENIN 


Im Gegensatz zu allen Vorwürfen und falschen Informationen, finden die ersten Journalisten, die das Flüchtlingslager Jenin betreten, kein Anzeichen für ein „Massaker“. Nach Berichten der israelischen Tageszeitung YEDIOTH AHARONOTH ist die Zerstörung Jenins allerdings größer als angenommen, da die Häuser von palästinensischen Kämpfern mit mind 5 t Sprengstoff vermint wurden. Bis jetzt konnten 14 Leichen geborgen werden. Unterdessen wird die palästinensischen Desinformation gezielt fortgesetzt. Saeb Erekat sprach von 1 600 „vermissten“ Palästinensern, während ein anderer palästinensischer Sprecher, Muhamed Bashir von 5 000 „Vermissten“ sprach. Näheres dazu unter: www.idf.il/english/news/lies.stm In einer Pressekonferenz für Journalisten in Jerusalem sagte gestern der General Amos Gilad: „Wir müssen uns weiter mit basislosen Vorwürfen auseinandersetzen, deren Ziel klar ist: Den Eindruck in der Welt zu wecken, dass wir Mörder sind.“ Eine Erklärung von Oberst Gal Hirsch finden Sie unter www.idf.il/english/news/galhirsch.stm Zu den in Jenin gefundenen Dokumenten: www.idf.il/jenin/site/english/main_index.stm 

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 KOMMENTAR VON YOSSEF LEVY, 1. BOTSCHAFTSSEKRETÄR

Es gibt in diesen Tagen die ersten Anzeichen eines palästinensischen Versuchs, Israels Militäraktion in Jenin als „Massaker“ zu beschreiben. Um die Wirkung des Vorwurfs zu verstärken, wurde von palästinensischer Seite teilweise begonnen, die medizinische Hilfe in Jenin einzustellen. Seit Montag, dem 8.April weigern sich das palästinensische Gesundheitsministerium, Krankenhäuser und der Rote Halbmond, Tote und Verletzte aus Jenin zu evakuieren.

Nicht mit dem Ziel ein „Massaker“ unter der Zivilbevölkerung anzurichten, sondern die Terrorzellen und Labors zur Herstellung der tötlichen Sprengstoffgürtel und Raketen bei einer mühsamen Von-haus-zu-Haus-Durchsuchung aufzuspüren und unwirksam zu machen, riskieren israelische Soldaten ihr Leben. Erst gestern haben wieder 13 Soldaten ihr Leben in den Gassen von Jenin verloren. Der israelische Außenminister Shimon Peres berichtete gestern, einige Kämpfer hätten sich zunächst zwar ergeben, aber später sich und israelische Soldaten durch Sprengstoffgürtel in den Tod gerissen.

General Yoram Yair meinte unterdessen, „westliche Armeen, die an uns Kritik üben, hätten die 100 qm der Altstadt von Jenin, in der sich die Bewaffneten verschanzen längst aus der Luft bombardiert. In 3 min wäre dieses Gelände zu Trümmern geworden und das militärische Problem wäre gelöst.“

Wenn Israel ein tatsächlich ein „Massaker“ in Jenin verüben würde, gäbe es Tausende Tote. Doch die Terroristen haben ihre Zentralen, Labors und Munitionslager ausgerechnet im Herzen der engsten Flüchtlingslager gebaut. Sie könnten sich ergeben, bevorzugen aber, ihr Leben und das vieler Soldaten in den Tod zu nehmen.

 

Tachles - Israel will sich nicht über den Tisch ziehen lassen:

Jerusalem Misstrauen hat seine Gründe (bitte anklicken!)

Die Lüge von Jenin

IDF - die israelische Armee nennt Jenin die "Hauptstadt der palästinensischen Selbstmordterroristen. Lesen Sie die Stellungnahme der IDF (in Englisch):

The Suiciders capital (bitte anklicken!)

National Review Online nennt die Medienkampagne gegen Israel im Zusammenhang mit der Situation in Jenin "Fighting the media war" (in Englisch):

Jenin: The big Lie (bitte anklicken!)

Nahostfocus nimmt zum Thema Stellung:

Die Lehren von Jenin (bitte anklicken!)

Kein Massaker, sondern eine Kampf (bitte anklicken!)

Es gab kein Massaker in Jenin  (bitte anklicken!)

Der Verleumder aus Oslo (bitte anklicken!)

Schuldig bis zum Beweis des Gegenteils (bitte anklicken!)

Human Rights Watch: Keine Anzeichen für Massaker (bitte ankl.!)

Die Gerechten unter den Völkern (bitte anklicken!)

Wir haben unser Leben riskiert....(bitte anklicken!)

Keine 5 Meter ohne Rohrbombe oder Mine (bitte anklicken!)

Über das Dilemma der Nahostberichterstattung

Zurück nach Dschenin

Das Simon Wiesenthal Center nimmt zum Thema Stellung (in Englisch):

What happend in Jenin (bitte anklicken!)

Die Welt nimmt zu der Situation in Jenin Stellung:

Israels Armee korrigiert Opferzahlen (bitte anklicken!)

Peres: "Ein Massaker in Jenin fand niemals statt" (bitte anklicken!)

Israel in der Falle von Jenin (bitte anklicken!)

UN-Bericht über Vorfälle in Jenin

Israel ist über den UN-Bericht erleichtert

Israelnetz nimmt zum Thema Stellung:

Islamisten-Anführer: Nicht Dutzende Leichen in Jenin (bitte anklicken!)
Israels Regierung entscheidet sich gegen Jenin-Untersuchung durch UN (bitte anklicken!)
UN-Bericht bestätigt Israels Behauptungen: Kein "Massaker" in Jenin (bitte anklicken!)

Botschaft Israels in Berlin nimmt zum Thema Stellung:

Kinderarzt Dr. David Zangen: "Ich konnte die Lügen nicht aushalten" (bitte anklicken!)

HaGalil/ Jedioth Achronoth nimmt zum Thema Stellung:
In Jenin fand kein Massaker statt

UN-Bericht zu den Vorgängen in Jenin

Jenin
Jenin

Jenin und der Irakkrieg

Jenin: Platz nach erstem Selbstmordattentäter im Irak benannt

 

 

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