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Reform Judaism, Fall 2002 � Vol. 31/1

 

Israel und die Pal�stinenser

Warum die Pal�stinenser den Medienkrieg gewinnen



Ein Interview mit David Bedein/ Deutsche �bersetzung: Viola Oberrauch
David Bedein leitet seit 1987 die in Jerusalem ans�ssige Nachrichtenagentur �Israel Resource News Agency", die ausl�ndische Medien mit Agenturmeldungen beliefert. Er war au�erdem Sonderberichterstatter f�r die BBC, CNN-Radio, die Los Angeles Times und das w�chentlich erscheinende israelische Nachrichtenmagazin Makor Rischon. Das Interview mit ihm f�hrte Aron Hirt-Manheimer, Redakteur von Reform Judaism.

Vertreten Sie auch die Ansicht derer, die behaupten, �die Pal�stinenser haben an der Medienfront bessere Arbeit geleistet als die Israelis"?

 

Ja. In den letzten 20 Jahren haben die Pal�stinenser die Israelis durch ihre Strategie der Pr�sentation des Konflikts in den Weltmedien ausman�vriert. Der Wendepunkt kam 1982 im Libanon-Krieg. Die Pal�stinenser starteten damals eine Propaganda-Kampagne, in der sie sich selbst als Verfechter der Menschrechte darstellten und die Israelis als Menschenrechtsverletzer. Zur selben Zeit benutzte Jassir Arafats Bruder, Dr. Fatchi Arafat, seine Position als Direktor des pal�stinensischen Roten Halbmonds (�Roter Halbmond" hei�t das Rote Kreuz in der arabischen Welt, Anm. d. �bers.) dazu, um stark �bertriebene Opferzahlen in Umlauf zu bringen. Am 10. Juni 1982 zum Beispiel ver�ffentlichte Dr. Arafat eine Erkl�rung, in der es hie�: �In den ersten paar Tagen des Krieges sind 10.000 Pal�stinenser umgekommen und 600.000 wurden heimatlos" � eine L�ge, die darauf abzielte, die Pal�stinenser als Opfer eines V�lkermordes im Libanon hinzustellen. In Wirklichkeit betrug die Gesamtbev�lkerung im Kriegsgebiet weniger als 300.000. Doch das Internationale Rote Kreuz und das Aktionskomitee f�r den Nahen Osten des Amerikanischen Freundesdienst-Komitees verbreiteten diese Zahlen � 10.000 Tote und 600.000 Heimatlose � an alle Medien in der gesamten Welt, und selbst die gro�en amerikanischen Fernsehsender �bernahmen diese Darstellung. Jessica Savitch von NBC berichtete zum Beispiel: �Es wird gesch�tzt, dass 600.000 Fl�chtlinge sich im S�dlibanon befinden, ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten."

 

Pal�stinensische Medienprofis machen sich keinerlei Gewissensbisse dar�ber, die Medien um des politischen Vorteils willen zu t�uschen. F�r ihren Versuch, die Welt davon zu �berzeugen, dass die israelische Armee ein Massaker unter Hunderten von Zivilisten im Fl�chtlingslager von Jenin im Zuge der Operation �Schutzschild" angerichtet habe, benutzten sie Tierleichen, um die Luft mit Verwesungsgestank zu verpesten � genau dort, wo man damit rechnete, dass Reporter und UN-Repr�sentanten vorbeikommen w�rden. Die israelische Armee hat dieses Komplott auf Video festgehalten, ebenso wie sie auch ein inszeniertes Begr�bnis filmten, bei dem der �Leichnam" beim �berflug eines israelischen �berwachungsflugzeugs aus seinem Sarg heraussprang und Deckung suchte.

 

Sind Sie der Ansicht, dass derartige Methoden kontraproduktiv waren?

 

Keineswegs. Solche Patzer bilden die Ausnahme. Die Pal�stinenser konnten gro�e Erfolge verzeichnen bei der Manipulation der Bilder, die durch die Weltmedien gingen. Sie erzielten einen enormen Propaganda-Erfolg zu Beginn der zweiten Intifada, als ein pal�stinensisches Kamerateam, das f�r eine franz�sische Fernsehgesellschaft arbeitete, die Sch�sse auf den 11 Jahre alten Mohammed al-Dura filmte, den sein Vater w�hrend eines Gefechts an einer Stra�enkreuzung in der N�he von Gaza vergeblich zu sch�tzen versuchte. Das Video, das entsprechend bearbeitet war, um die israelische Armee als herzlose Kinderm�rder zu portr�tieren, passte perfekt in die pal�stinensische Darstellung des Konflikts. Die israelische Regierung tappte in die Falle und ver�ffentlichte eine Entschuldigung, noch bevor sie den Zwischenfall untersucht hatte. Mohammed al-Dura, das Wahrzeichen der zweiten Intifada, wird in die Geschichte eingehen als gefeierter M�rtyrer des pal�stinensischen Volkes. Und dennoch ist die pal�stinensische Version �ber al-Duras Tod eine L�ge, eine Erfindung pal�stinensischer Medienprofis. Eine gr�ndliche Untersuchung der israelischen Armee, die drei Wochen nach dem Zwischenfall ver�ffentlicht wurde und von einem deutschen Fernsehteam best�tigt wurde, belegte, dass die Kugeln, die auf den Jungen abgefeuert wurden, aus der Richtung gekommen waren, wo sich die Stellungen von pal�stinensischen Scharfsch�tzen befanden, die einen israelischen Posten angegriffen hatten. Aber die Welt hatte die Sch�sse auf al-Dura mitangesehen, eine � wie die Medien es nannten � Grausamkeit, begangen von israelischen Soldaten. Dieser Schaden konnte nicht wieder r�ckg�ngig gemacht werden - ebenso wie es unm�glich ist, Zahnpasta wieder zur�ck in die Tube zu dr�cken.

 

Wann traten diese pal�stinensischen Medienprofis zum ersten Mal in Aktion?

 

Im M�rz 1984 half Ramonda Tawill, eine Medien-Expertin (die sechs Jahre sp�ter Jassir Arafats Schwiegermutter wurde), der PLO den pal�stinensischen Pressedienst (PPS) aufzubauen. Ihr Ziel war es, Journalisten, die die Pal�stinensergebiete besuchten, zu betreuen, und Trainingseminare f�r den Umgang mit den Medien abzuhalten. Der PPS schloss sich dann mit dem pal�stinensischen Informationszentrum f�r Menschenrechte (PHRIC) zusammen mit dem Ziel, das Image der PLO zu ver�ndern. Statt des Images einer dieser Befreiungsbewegungen, wie sie in den 60er Jahren popul�r waren, erhielt die PLO jetzt das Image einer Organisation, die f�r die Rechte der Opfer israelischer Menschenrechtsverletzungen k�mpft. In PHRIC-Seminaren wurden die Teilnehmer darin geschult, jedes Medien-Interview auf die gleichen Themen hinzulenken: die israelische Besatzung, illegale Siedlungen, Menschenrechtsverletzungen und das R�ckkehrrecht der pal�stinensischen Fl�chtlinge.

 

Ganz gleich auf welche Frage sollten diese Themen immer wieder aufgegriffen werden. Ich wei� das aus erster Hand; unsere Agentur hat n�mlich regelm��ig, unsere Praktikanten als Teilnehmer bei Tawills Kursen angemeldet.

 

Einen ihrer gro�en "Erfolge" erzielte Tawill im Mai 1985, nachdem Israel mehr als tausend verurteilte PLO-Terroristen im Austausch gegen sieben israelische Soldaten freigelassen hatte. Um die Aufmerksamkeit der Medien von ihren Verbrechen abzulenken, drillte Tawill die freigelassenen Terroristen darauf zu betonen, sie seien in den israelischen Gef�ngnissen als "politische Aktivisten" und wegen ihrer "Unterst�tzung des pal�stinensischen Nationalismus" gefoltert worden.

 

Ich h�rte von dieser Taktik durch mehrere Sch�ler Tawills in einem Medienkurs, an dem ich im Mai 1986 teilnahm. Sie erkl�rten mir, dass durch diese Methode der Monopolisierung der Interviewzeit mit Foltergeschichten die Journalisten jedes Mal gezwungen waren, das Interview zu beenden, noch bevor sie Zeit hatten, die Terroristen danach zu fragen, aufgrund welcher Handlungen es denn zu ihrer Verhaftung und Gef�ngnisstrafe gekommen sei. Damals erlaubte es der israelische Geheimdienst Reportern nicht, die Gef�ngnisakten von Sicherheitsh�ftlingen einzusehen; und so kam es, dass �ber die Verbrechen dieser Terroristen in den Medien so gut wie gar nichts berichtet wurde.

 

Wurde das PHRIC generell als eine glaubw�rdige Menschenrechtsorganisation anerkannt?

 

Absolut. So etwa ab der zweiten H�lfte des Jahres 1989 gaben internationale Menschenrechtsorganisationen bereits routinem��ig die Informationen, die vom PHRIC hervorgebracht wurden, 1:1 wieder. Das PHRIC hatte sich seinerseits inzwischen sogar finanzielle Unterst�tzung der Ford-Stiftung gesichert und B�ros in Chicago und Washington eingerichtet. In einer Ansprache an die Medien in Jerusalem im November 1989 sagte Richard Reoch, Sprecher von Amnesty International, dass seine Organisation die PLO, vertreten durch die PHRIC, als objektive Informationsquelle betrachte. "Da die PLO nicht Teil irgendeiner Regierung ist," sagte er, "haben wir von Amnesty keine Probleme, sie als Informationsquelle zu benutzen." Und ein Sprecher der amerikanischen Botschaft teilte mir im Februar 1989 mit, die PHRIC habe �ber jeden Zweifel erhabene Belege ihrer Glaubw�rdigkeit geliefert.

 

Wie erhalten pal�stinensische PR-Profis heutzutage ihre Ausbildung und wer finanziert das?

 

Die Pal�stinensische Akademische Gesellschaft f�r Internationale Angelegenheiten (PASSIA) veranstaltet Kurse und stellt mehr als 30 Handb�cher �ber �ffentlichkeitsarbeit, Umgang mit den Medien, Spendenwerbung, Kommunikation, Einflussnahme auf die Politik und Rhetorik zur Verf�gung. PASSIA bildet pal�stinensische Akademiker, die im Ausland unterrichten, darin aus, wie sie die pal�stinensische Sache an Universit�ten f�rdern k�nnen. Zus�tzlich wird in den USA lebenden Pal�stinensern beigebracht, wie sie arabische Unterst�tzer in jedem Kongressbezirk finden k�nnen und wie sie Mitglieder des Kongresses daf�r gewinnen k�nnen, die pal�stinensischen Sache politisch und finanziell zu unterst�tzen.

 

Und wer finanziert PASSIA? Die US-Agentur f�r Internationale Entwicklung (USAID), eine Initiative des amerikanischen Au�enministeriums, unterst�tzt PASSIA und 18 weitere PR-Firmen in Jerusalem mit mehr als 1 Million US-Dollar pro Jahr. Erst im M�rz dieses Jahres wurden Kongressmitglieder auf diese Hilfsgelder aufmerksam, nachdem ein Mitglied des Komitees f�r internationale Beziehungen im US-Repr�sentantenhaus entdeckte, dass USAID Zahlungen f�r pal�stinensische PR-Arbeit zur Verf�gung stellte. Der Kongressabgeordnete Eliot Engel aus dem Bundesstaat New York las PASSIAs PR-Handbuch und meinte mit ungl�ubigem Staunen: �Wir, der amerikanische Kongress, bezahlen sie tats�chlich daf�r, dass sie uns gegen�ber ihre Interessen vertreten!"

 

Was haben die Israelis dieser pal�stinensischen Strategie entgegengesetzt, Israel als Verletzer der Menschenrechte hinzustellen?

 

Die Israelis befinden sich st�ndig in der Defensive. Es scheint, dass sie aus dieser Schublade, in die die Pal�stinenser sie gesteckt haben, nicht herauskommen k�nnen. Den Pal�stinensern ist es dadurch, dass sie den Konflikt als ein Menschenrechtsthema dargestellt haben, gelungen, viele Journalisten zu �berzeugen, dass zumindest zu einem gewissen Teil jeder Akt des Terrorismus gegen israelische Zivilisten kein Verbrechen darstellt, sondern eine legitime Reaktion auf Menschenrechtsverletzungen.

 

Wie sieht die organisatorische Struktur der pal�stinensischen �ffentlichkeitsarbeit aus und wie unterscheidet sie sich von der der Israelis?

 

Die gr��te pal�stinensische Medienorganisation, das Medien- und Kommunikationszentrum Jerusalem (JMCC), wird von der Europ�ischen Union und der Ford Stiftung finanziell stark unterst�tzt. Unter der Leitung von Dr. Ghassan Khatib, einem engen Vertrauten von Jassir Arafat, bietet JMCC ausl�ndischen Medien qualitativ hochwertigen professionellen Service - preisg�nstige Kamerateams, �bersetzer, Fotografen und auch Transportmittel, ebenso t�gliche Presseinformationen, Kurzberichte und Interviewpartner.

 

Die israelische Regierung stellt den ausl�ndischen Journalisten zwar stapelweise Presseinformationen zur Verf�gung, aber �berl�sst die Versorgung mit Kamerateams und �bersetzungsdiensten dem Privatsektor. Kein israelisches Fernsehteam kann mit dem stark subventionierten JMCC konkurrieren, das daher im Gro�en und Ganzen den Markt f�r Mediendienste f�r die ausl�ndische Presse erobert hat. Die ausl�ndische Presse ist vollst�ndig angewiesen auf das pal�stinensische technische Personal, das somit einen starken Einfluss hat auf die Darstellung und auf die Bilder, die in den westlichen Medien erscheinen.

 

Haben die Pal�stinenser auch eine �ffentlichkeitsarbeit in Washington?

 

Ihr Repr�sentant in Washington ist Edward Abington, der amerikanischer Konsul in Jerusalem war, als USAID in den 90er Jahren begann, PASSIA zu finanzieren, und der jetzt als bezahlter ausl�ndischer Abgesandter f�r die PLO in Washington arbeitet. Abington koordiniert die Information von JMCC, PASSIA und anderen pal�stinensischen Informationsagenturen und stellt den pal�stinensischen Kampf in ein moderateres Licht, was oft nichts anderes bedeutet als Schadenseind�mmung. Zum Beispiel schickt Abingtons B�ro jedes Mal, wenn Arafats Miliz f�r einen Terroranschlag die Verantwortung �bernimmt, schnell ein Statement an die Medien, in dem Arafats Beteiligung verneint wird.

 

Dies geschah zum Beispiel im November 2000, als die Fatah-Organisation der PLO �ffentlich in den amerikanischen Radio- und Fernsehsendern der PBC mit den Worten zitiert wurde, dass sie die Verantwortung f�r einen Anschlag auf einen Schulbus in der N�he von Kfar Darom �bernehme, bei dem zwei Lehrer ums Leben kamen und drei Geschwister so schwer verst�mmelt wurden, dass sie ihr Leben lang Invaliden sein werden. Doch CNN berichtete, dass die PLO diesen Anschlag verurteilt habe. Ich rief das B�ro f�r Auslandsberichterstattung in Atlanta an, um wegen dieser gegens�tzlichen Aussagen nachzufragen. Die Person im B�ro, eine 19j�hrige Praktikantin, sagte mir, dass sie einen Anruf von Abingtons B�ro in Washington erhalten habe, gefolgt von einem Fax, das eine Beteiligung der PLO verneinte.

 

Abington versorgt au�erdem die Presse und die amerikanische Regierung mit "�bersetzungen" von Arafats Reden. Am 15. Mai 2002 hielt Arafat eine Rede vor dem pal�stinensischen Legislativrat, in der er die Vertr�ge von Oslo mit dem zehn Jahre dauernden Friedensvertrag zwischen Mohammed und dem j�dischen Stamm von Koresch verglich, einem Vertrag, den der Gr�nder des Islam zwei Jahre sp�ter zerriss, als seine Truppen stark genug geworden waren, um den j�dischen Stamm abzuschlachten. Pr�sident Bush erkl�rte, Arafat habe in seiner Rede "die passenden Worte" gefunden.

 

Als unsere Nachrichtenagentur die amerikanische Botschaft in Israel fragte, ob bereits die gesamte Rede zu Bush geschickt worden sei, antworteten die Angestellten der Botschaft, dass Bush von der Rede bis jetzt noch gar nichts erhalten habe. Wir riefen daraufhin in Abingtons B�ro an, wo man uns sagte, dass man dem Pr�sidenten eine �bersetzung der Rede zur Verf�gung gestellt habe. Daraus ist ersichtlich, dass der Text, der von Abingtons B�ro zur Verf�gung gestellt wurde, eintraf, bevor irgendeine offizielle Aussendung vom Presseb�ro des Botschafters eintreffen konnte. Die "passenden Worte" waren deshalb passend, weil sie Arafats kriegsl�sterne Botschaft ganz einfach auslie�en.

 

Sind die medizinischen Organisationen und Hilfsorganisationen der Pal�stinenser an diesem Medienkrieg beteiligt?

 

Ebenso wie die sogenannten pal�stinensischen Menschenrechtsorganisationen koordiniert die Vereinigung pal�stinensischer medizinischer Hilfskomitees (UPMRC), die von Dr. Mustafa Al-Bargouti geleitet wird (dem Bruder des inhaftierten Fatah-Tanzim-F�hrers Marwan Al-Bargouti), ihre Strategien mit Dr. Fatchi Arafats pal�stinensischem Roten Halbmond in Bezug auf die Verbreitung frei erfundener Berichte �ber die Verweigerung von medizinischer Hilfe und Folterung von Pal�stinensern durch die Israelis.

 

Es gab auch zahlreiche F�lle, in denen falsche Informationen, die von Quellen des UPMRC stammten, von US-Medien aufgegriffen wurden. Am 11. Juli 2001 zum Beispiel berichtete Associated Press, dass eine schwangere pal�stinensische Frau an einer israelischen Stra�ensperre erschossen wurde. In Wirklichkeit starb die Frau nicht und der Arzt, der dem AP-Reporter gesagt hatte, dass sie erschossen worden sei, hatte sie nicht einmal gesehen. Er war zu dieser Zeit in einer anderen Stadt. AP korrigierte sich am folgenden Tag und berichtete: �Israelische Soldaten haben, entgegen den urspr�nglichen Aussagen von zwei pal�stinensischen �rzten, eine schwangere israelische Frau nicht daran gehindert, eine israelische Stra�ensperre zu passieren."

 

Ein weiterer Fall: Ende Mai sendete der amerikanische Rundfunksender National Public Radio eine Doppel-Reportage �ber ein pal�stinensisches Selbstmordattentat in einem Stra�enrestaurant in der N�he von Tel Aviv, bei dem ein Kleinkind und seine Gro�mutter ums Leben kamen und andererseits �ber eine pal�stinensische Gro�mutter und ein Kind, die erschossen wurden, weil die israelische Armee sie f�lschlicherweise f�r terroristische Eindringlinge hielt. Pal�stinensische �rzte sagten den NPR-Reportern, dass die Leichname der pal�stinensischen Opfer verbrannt, verst�mmelt und von einem israelischen Panzer zermalmt worden seien. NPR nahm diese unbest�tigten Anschuldigungen in seinen Bericht auf. Als ich den Sprecher der israelischen Armee wegen dieser Anschuldigungen befragte, lachte er ungl�ubig auf, weil er es nicht fassen konnte, dass ein Journalist einer angesehenen Rundfunkanstalt solchen ungeheuerlichen Behauptungen Glauben schenken k�nnte. Aber das war tats�chlich der Fall.

 

Wie finanziert sich UPMRC?

 

UPMRC erh�lt j�hrlich 300.000 Dollar von den USA f�r �ffentlichkeitsarbeit. Und Dr. Arafats pal�stinensischer Roter Halbmond erh�lt 215.000 Dollar pro Jahr an amerikanischen Hilfsgeldern. Beide Organisationen befinden sich auf der Liste jener 59 pal�stinensischen Nicht-Regierungsorganisationen, die alle zusammen seit 1997 100 Millionen Dollar an US-Hilfsgeldern erhalten haben.

 

Glauben Sie, dass die Vereinten Nationen dazu beitragen, dass die Anliegen der pal�stinensischen �ffentlichkeitsarbeit gef�rdert werden?

 

Auf alle F�lle. Die �Hilfs- und Arbeitsagentur der Vereinten Nationen" (UNRWA) betreibt eine professionelle Mediendienststelle und einen Nachrichtendienst, der sich UNRWA TV-Netz nennt; beide befinden sich in dem UNRWA-Fl�chtlingslager von Ain el-Helweh im Libanon. UNRWA kooperiert mit den Mediendiensten der PLO und der pal�stinensischen Rundfunkanstalt PBC, wenn es darum geht, die ausl�ndische Presse mit Informationen und Dienstleistungen zu versorgen. Die vom UNRWA herausgegebene Literatur besch�ftigt sich gro�teils mit den Anliegen von Fl�chtlingen, die in Fl�chtlingslagern untergebracht sind, bis sie �zur�ckkehren k�nnen in ihre Heimat"; diese �Heimat" umfasst nach ihrer Lesart nicht nur die Gebiete, die Israel 1967 einnahm, sondern auch all jene Gebiete, die Israel im Zuge des Unabh�ngigkeitskriegs von 1948 einnahm.

 

Die UNO hat sich darauf festgelegt, die pal�stinensischen Araber als Opfer darzustellen. In dem Buch �Zeugen der Geschichte: Die Notlage der pal�stinensischen Fl�chtlinge", einem von mehreren B�chern, die von UNRWA verbreitet werden, best�tigt die UNO auf Seite 13, dass alle Fl�chtlinge und deren Nachkommen ein Recht auf Kompensierung und Wiedererlangung ihrer eigenen H�user und ihres Landes haben. Herausgegeben wurde das Buch von der pal�stinensischen Medienagentur MIFTAH, die von der bekannten pal�stinensischen Sprecherin Hanan Aschrawi geleitet wird und im Auftrag der kanadischen Regierung operiert.

 

Wie unterscheiden sich Pal�stinenser und Israelis in ihrem Umgang mit den Medien?

 

Professionell ausgebildete pal�stinensische Sprecher pr�sentieren sich gew�hnlich als einfache Leute aus dem Volk und Amateure. Sie treffen sich mit westlichen Journalisten in �rmlichen Hotels in Jerusalem oder Ramallah oder vor einem Fl�chtlingscamp als Kulisse. Diese Taktik ist sehr erfolgreich gewesen, um das Image der Pal�stinenser als unterdr�cktes und geschundenes Volk zu verst�rken. Ein Interview mit einem Pal�stinenser in einer Gasse mit brennenden Reifen, wo die Kugeln �ber den Kopf hinwegpfeifen, nimmt die Vorstellungskraft der Redakteure gefangen, die das Hauptgewicht auf den Unterhaltungswert legen � hier entfaltet sich das menschliche Drama vor ihren Augen.

 

Wenn hingegen ausl�ndische Korrespondenten offiziellen Sprechern Israels begegnen, werden sie h�ufig von eleganten Regierungssprechern in luxuri�sen Hotels begr��t, in gut ausger�steten Medien-Zentren oder in modernen B�ros. Israelische Pressesprecher leiden unter drei falschen Vorstellungen: erstens dass formelle, professionell verpackte Ver�ffentlichungen �berzeugend wirken; zweitens dass ausf�hrliche Erkl�rungen der Geschichte des Konflikts effektiver seien als O-T�ne, um die �ffentlichkeit davon zu �berzeugen, dass es sich um eine gerechte Sache handelt; und drittens dass die moralische Korrektheit ihrer Handlungen und ihres Anliegens jedem vern�nftigen, klar denkenden Menschen v�llig einleuchten m�sste.

 

In diesem Sinne sagte der israelische Au�enminister Schimon Peres einmal: �Gute politische Ma�nahmen sind gute �ffentlichkeitsarbeit; sie sprechen f�r sich selbst." Leider lag Peres da falsch. Eine L�ge kann m�chtiger sein als die Wahrheit, wenn man die L�ge so gut vermarktet, dass die Leute sie glauben k�nnen.

 

Ein weiteres Problem der israelischen �ffentlichkeitsarbeit ist, dass sie in geradezu str�flicherweise unkoordiniert ist und sich teilweise selbst widerspricht. Nachrichten werden von mindestens vier verschiedenen Stellen herausgegeben - von der israelischen Armee, vom Au�enministerium, vom B�ro des israelischen Ministerpr�sidenten und vom Verteidigungsministerium � und manchmal vermittelt jede dieser Stellen eine andere Botschaft. Am 28. Oktober 2001 zum Beispiel gab der israelische Au�enminister Schimon Peres israelischen und ausl�ndischen Nachrichtenagenturen zahlreiche Interviews, worin er erkl�rte, dass Arafat f�r die derzeitige Welle der Gewalt nicht verantwortlich sei. Als Beweis pr�sentierte er die Tatsache, dass die pal�stinensische Autonomiebeh�rde erst vor kurzem mehrere Hamas-Terroristen verhaftet habe. Am selben Tag jedoch veranstaltete der Geheimdienst der israelischen Armee eine Pressekonferenz f�r mehr als hundert Journalisten, bei der Beweismaterial pr�sentiert wurde, dass Arafat und seine Fatah-Organisation mit den Terroraktivit�ten der Hamas in Verbindung stehen.

 

Ein israelischer Milit�rsprecher erkl�rte, wie die Hamas-Terrorgruppen direkt vor den Augen der Sicherheitskr�fte der pal�stinensischen Autonomiebeh�rde ihr Training und ihre Aktivit�ten durchf�hren, und er versorgte die Medien mit Dokumentationsmaterial, welches belegt, dass die Hamas als offizieller Bestandteil der Sicherheitskr�fte von Arafats pal�stinensischer Autonomiebeh�rde in Gaza operiert. Er zeigte auch auf, dass zwei gesuchte Hamas-Terroristen, die f�r den pal�stinensischen Sicherheitsdienst arbeiteten, am Morgen des 28. Oktober bei dem Anschlag auf die Bushaltestelle von Hadera vier Frauen get�tet und f�nfzig Zivilisten verwundet haben.

 

Im Gegensatz zu diesen offensichtlich unkoordinierten Botschaften von israelischer Seite richten sich die Sprecher der autokratisch gef�hrten pal�stinensischen Autonomie strikt und diszipliniert nach der Parteirichtlinie, indem sie ganz einfach die Standardlitanei der Klagen �ber Unterdr�ckung, Besatzung, Menschenrechtsverletzungen, Rassismus, usw. wiederholen.

 

Warum glauben Sie, hatte die israelische Regierung in den letzten Jahren solche Schwierigkeiten, ihre Sicht der Dinge den westlichen Medien zu vermitteln?

 

Meiner Ansicht nach beging Israel 1986 seinen gr��ten Fehler, als der israelische Au�enminister Schimon Peres und sein Stellvertreter Dr. Yossi Beilin die Richtlinie f�r den Umgang der Regierung mit der PLO revidierten. Sie baten das Au�enministerium, die Ver�ffentlichung der PLO-Charter einzustellen, aus der die Forderung nach der Zerst�rung des Staates Israel nie gestrichen wurde. Sie sorgten auch daf�r, dass das Ministerium aufh�rte, die PLO als Feind zu definieren. In zahlreichen Pressekonferenzen, die das Ministerium in den sp�ten 80er Jahren abhielt, erkl�rten Peres und Beilin, dass die Zeit gekommen sei, den Kampf gegen die PLO in die Vergangenheit zu verbannen. Dieser Politikwechsel von Peres und Beilin im Jahr 1986 hat der amerikanischen Regierung den Weg geebnet, zwei Jahre sp�ter die PLO anzuerkennen.

 

Die israelische Regierung gab den Pal�stinensern zwischen 1993 und 2000 w�hrend des sieben Jahre dauernden Oslo-Friedensprozesses eine Trumpfkarte in die Hand, indem sie die terroristischen Angriffe und die doppelz�ngigen Reden der pal�stinensischen F�hrung, die auf Englisch eine Friedensbotschaft pr�sentierte und auf Arabisch eine Botschaft des Krieges, herunterspielte. Um zu verhindern, dass der Oslo-Friedensprozess zusammenbrach, beschlossen sowohl die israelische als auch die amerikanische F�hrung im Jahr 1993, die t�glichen Aufrufe in den Radio- und Fernsehsendern der pal�stinensischen Autonomie zu einem neuen Krieg gegen Israel nicht zu beachten.

 

Das ging so weit, dass 1995, als das Institut f�r Friedenserziehung, das unsere Agentur aufzubauen half, Videoaufnahmen von Arafats Reden herausbrachte, in denen er zum Dschihad (Heiliger Krieg) aufrief, der israelische Premierminister Yitzak Rabin und Au�enminister Schimon Peres das israelische Fernsehen baten, keine der Reden von Arafat auf Arabisch auszustrahlen. Im September 1995 ging Peres so weit, dass er den Repr�sentanten Ben Gilman, den Vorsitzenden des Komitees f�r internationale Beziehungen im amerikanischen Repr�sentantenhaus bat, keine Sonderuntersuchung abzuhalten, in der die Videoaufzeichnungen von Arafats Reden gepr�ft werden sollten. Das Komitee ignorierte jedoch dieses Ansuchen.

 

Die "Sag's nicht weiter"-Politik ging unter der Regierung von Netanjahu von 1996 bis 1999 weiter. W�hrend Netanjahus B�ro w�chentlich Berichte �ber die Propaganda der pal�stinensischen Autonomiebeh�rde f�r die Mitglieder der eigenen Likud-Partei herausgab, best�tigte ein altgedienter Beamter der Netanjahu-Regierung, dass die Berichte absichtlich dem Au�enministerium und den israelischen Medien vorenthalten worden seien. Im Oktober 1998, als ich als Berichterstatter an der Konferenz von Wye teilnahm, fragte ich die israelische Botschaft, warum man dieses Material nicht ver�ffentliche. Die Antwort lautete: "Die israelische Regierung spielt die Realit�t von Arafats pal�stinensischer Autonomieregierung herunter, um nicht die amerikanische Regierung vor den Kopf zu sto�en." Die Regierung von Ehud Barak, die im Mai 1999 an die Macht kam, ging dann sogar so weit, dass sie heimlich, still und leise in den Friedensvertr�gen von Oslo die Klausel strich, die die pal�stinensische Autonomiebeh�rde verpflichtete, die Propaganda gegen Israel einzustellen.

 

In welcher Hinsicht unterscheiden sich Pal�stinenser und Israelis in ihrer Behandlung ausl�ndischer Journalisten?

 

Die israelische Armee erkl�rt oft ganze Gebiete zu Sperrzonen f�r die Medien, was in etwa die gleiche Wirkung hat, wie wenn man einem Stier eine rote Fahne vorh�lt. Ein Reporter vermutet dann logischerweise sofort, dass Israel etwas zu verbergen hat. Ein ausl�ndischer Reporter, der anonym bleiben m�chte, meinte mir gegen�ber, dass Israel einen �groben Fehler" gemacht habe, als �die israelische Armee das gesamte Westjordanland w�hrend der Operation Schutzschild f�r Journalisten sperrte und damit T�r und Tor �ffnete f�r wilde Ger�chte, die von pal�stinensischen Sprechern sehr geschickt unter die Leute gebracht wurden. Wir hatten keinerlei M�glichkeiten, die Ger�chte zu �berpr�fen, und vielen von uns blieb nichts anderes �brig, als in Form von �er sagte ..."- und �sie sagte ..."-S�tzen zu berichten. Wenn dann nat�rlich gro�e Fernsehsender Pal�stinenser-Sprecher in Live-Sendungen interviewen und ihnen erlauben, ihre Anschuldigungen zu machen, dann stehen diese Aussagen im Raum und uns bleibt nur noch, darauf zu reagieren."

Die pal�stinensische Autonomiebeh�rde hingegen ger�t nur selten in Konfrontation mit der ausl�ndischen Presse. Zu einer seltenen Ausnahme kam es im Oktober 2000 als zwei israelische Soldaten in der Polizeistation von Ramallah gelyncht wurden. Die grausame Szene wurde von einem italienischen Fernseh-Team gefilmt und ins Ausland geschickt, ohne zuvor durch die pal�stinensische Zensur zu gehen. Die pal�stinensische Autonomiebeh�rde verlangte eine Entschuldigung und das Versprechen, dass so etwas nicht noch einmal passieren d�rfe � oder der Sender w�rde seine Erm�chtigung verlieren, von pal�stinensischem Gebiet aus zu berichten. Die Italiener sagten �mea culpa" und versprachen, ihre Gastgeber nie wieder zu blamieren. Wir baten daraufhin einen unserer Mitarbeiter, nach Rom zu fliegen und dieses italienische Fernsehteam zu interviewen. Die Leute von dem Fernseh-Team erz�hlten uns ohne Umschweife, wie sie von Sicherheitsbeamten der pal�stinensischen Autonomiebeh�rde erpresst worden seien, einen Entschuldigungsbrief vorzulegen.

 

Welchen Rat w�rden Sie der israelischen Regierung geben, um ihr Image in den westlichen Medien zu verbessern?

 

Statt Reporter auszusperren aus �milit�rischen Sperrgebieten", sollten die israelische Armee und Regierung journalistische Berichterstattung �ber jedes Ereignis erm�glichen, unabh�ngig davon, wie unangenehm das Ereignis oder wie gef�hrlich die Situation auch sei. Journalisten an ihrer Arbeit zu hindern oder, wie in einigen wenigen F�llen geschehen, sogar in ihre Richtung zu schie�en, tr�gt nicht gerade zur Freundschaft mit den Medien bei.

 

Ich glaube, um die Beziehungen zur �ffentlichkeit zu verbessern, w�re es f�r Israel am besten, wenn es seine menschlichen Beziehungen verbessern w�rde. Positiv ist, dass Israel endlich begonnen hat, Korrespondenten mit genaueren und n�tzlichen Hintergrundinformationen zu versorgen wie zum Beispiel Medienpakete, CD-ROMS und genaue Beschreibungen der Pers�nlichkeitsprofile von Israels Feinden. Aber statt den Reportern die M�glichkeit zu geben, selbst zu den Kampfschaupl�tzen zu gelangen, zieht Israel es vor, sie fernzuhalten. Kurz gesagt muss Israel beginnen, Journalisten mit weniger Argwohn und mehr Respekt zu behandeln.

 

Glauben Sie, dass viele westliche Journalisten von vornherein ein anti-israelisches Vorurteil haben, oder gibt es andere Faktoren, die sich zugunsten der pal�stinensischen Darstellung auswirken?

 

Ich stimme mit der Einsch�tzung von Dr. Mike Cohen �berein, einem Analysten f�r strategische Kommunikation in Jerusalem und Reserveoffizier der israelischen Armee, der behauptet, dass die meisten ausl�ndischen Journalisten nicht von Anfang an anti-israelisch, anti-semitisch oder pro-pal�stinensisch eingestellt sind. Sie werden jedoch sehr leicht durch die pal�stinensische Manipulation �berzeugt, die vor allem auf dem Mangel an Vorwissen bei Reportern und Redakteuren aufbaut - in Kombination mit Zeitmangel und dermfehlenden Interesse, die Fakten gr�ndlich zu beleuchten.

 

Ein weiterer Faktor ist die Angst, Zugang zu den pal�stinensischen Quellen und den logistischen Hilfsmitteln zu verlieren, wenn ihre Berichte feindselig erscheinen. Dar�ber hinaus werden nicht-pal�stinensische Reporter absichtlich behindert und eingesch�chtert, wenn sie versuchen, �ber Ereignisse zu berichten, die f�r die pal�stinensische Autonomiebeh�rde peinlich sein k�nnten. Ich wei� von verschiedenen ausl�ndischen Journalisten, die �ber F�lle von Aufhetzung zur Gewalt unter den Pal�stinensern berichtet hatten und daraufhin keinen Zutritt mehr erhielten zu pal�stinensischen Pressekonferenzen.

 

Gibt es in den pal�stinensischen Medien selbst kritische pal�stinensische Stimmen?

 

Man h�rt selten eine kritische Meinungs�u�erung von pal�stinensischer Seite, weil jeder, der die pal�stinensische Autonomiebeh�rde �ffentlich kritisiert, damit rechnen muss, inhaftiert oder sogar hingerichtet zu werden. Den ausl�ndischen Medien wird gesagt � und sie berichten das auch pflichtschuldigst � dass die betreffende Person ein Kollaborateur gewesen sei. Zum Beispiel berichtete BBC Anfang M�rz 2002 von der Hinrichtung von zwei Pal�stinensern, die von der pal�stinensischen Autonomiebeh�rde der Kollaboration bezichtigt worden waren. Als das BBC-Team die Familien der beiden Opfer interviewte, entdeckte es, dass beide in der Vergangenheit in Opposition zur pal�stinensischen Autonomiebeh�rde gestanden hatten und dass sie beide ganz offen Arafat kritisiert hatten. Laut Aussagen des BBC-Korrespondenten waren diese M�nner Dissidenten, nicht Kollaborateure. Aber der weltweite Dienst von BBC beschloss, diese Story nicht zu bringen.

 

F�r wie wichtig halten Sie, zusammenfassend, den PR-Faktor im israelisch-pal�stinensischen Konflikt?

 

F�r absolut entscheidend. Solange westliche Journalisten von der pal�stinensischen Autonomiebeh�rde ein Bild zeichnen, das sie als Verteidiger der Menschenrechte darstellt und Israel als brutale Besatzungsmacht, werden weiterhin Entwicklungshilfegelder der Vereinigten Staaten und der Europ�ischen Union in die Kassen der pal�stinensischen Autonomiebeh�rde flie�en, ohne nennenswerten Protest der �ffentlichkeit dagegen, dass einige dieser Gelder zur Finanzierung der Intifada genutzt werden � einschlie�lich der Bezahlung von Selbstmordattent�tern, wie die Dokumente, die in Arafats B�ro w�hrend der Operation �Schutzwall" gefunden wurden, eindeutig beweisen. Solange pal�stinensische PR-Profis weiterhin diktieren, welche Story die Medien ausstrahlen, werden die Israelis weiterhin als B�sewichte und die Pal�stinenser als Opfer dargestellt werden. Es ist an der Zeit, das Drehbuch zu wechseln.

 

 

�bersetzung und Abdruck mit Genehmigung des Journals "Reform Judaism", herausgegeben von UAHC (Union of American Hebrew Congregations), http://uahc.org/rjmag

 

 

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