News Archiv 11

 

 

Home
Nach oben
News Archiv 1
News Archiv 2
News Archiv 3
News Archiv 4
News Archiv 5
News Archiv 6
News Archiv 7
News Archiv 8
News Archiv 9
News Archiv 10
News Archiv 11
News Archiv 12
News Archiv 13
News Archiv 14
News Archiv 15
News Archiv 16
News Archiv 17
News Archiv 18

 

 

 

Live aus Israel - aktuelle Nachrichten hören (bitte Logo anklicken)

 

Jerusalem Post Radio

18.11.02

Veranstaltungshinweis

Gesprächsrunde mit Eldad Beck (Auslandskorrespondent der israelischen Tageszeitung Yehidiot Ahronot) über das Leben eines israelischen Auslandskorrespondenten über seine Erfahrungen und Beobachtungen im Zusammenhang mit der deutschen Medienberichterstattung über den Nahostkonflikt.

Donnerstag, 5. 12.02
Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Westendstr. 43

Eintritt frei. Einlaß nur nach Voranmeldung per e-mail (info@honestly-concerned.org) oder Telefon (01726799944).

Link:

Honestly-concerned

(c) Honestly-concerned

17.11.02

Flugzeugentführer wollte Tel Aviv treffen

Der Versuch des israelischen Arabers Tawfiq Fuqara, die Crew einer El-Al-Maschine auf ihrem Weg von Tel Aviv nach Istanbul am späten Sonntag abend zu überwältigen, schlug fehl. Nach vorläufigen Angaben türkischer Berichterstatter wollte der junge Mann offensichtlich die Maschine auf Gebäude in Tel Aviv stürzen. Sicherheitsmänner hatten ihn überwältigt. Nach der Landung in Istanbul wurde er von der türkischen Polizei vernommen. In der Hoffnung, mehr über den Vorfall zu erfahren, beschlagnahmten israelische Polizisten in der Nacht den Computer des israelischen Staatsbürgers. Verwandte, die zu Verhören vorübergehend festgenommen wurden, wurden kurz darauf wieder freigelassen. El Al ist eine der best bewachten Fluggesellschaften weltweit. Alle Passagiere unterliegen beim Boarding strengen Sicherheitsvorkehrungen. (The Jerusalem Post) 

(c) Botschaft des Staates Israel,2002

17.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte

18. November 1648: Bogdan Chemielnicki startet Kosaken-Angriffe, unter anderem auf Polen. Daraufhin werden bei einem zehnjährigen Pogrom in Polen mehr als siebenhundert Jüdische Gemeinden zerstört und zwischen 100 000 und 500 000 Juden ermordet.

© Botschaft des Staates Israel, 2002 

17.11.02

Israel unter Druck -Eindrücke einer Reise ins Innenleben der israelischen Gesellschaft

Christian Vogg (WDR-Redakteuer) berichtet von einer Journalistenreise, die von der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet wurde. Seine Eindrücke hören Sie im nachfolgenden Link.

Link:

Israel unter Druck

Israel unter Druck (Audiofile)

17.11.02

Abba Edan gestorben

Der ehemalige israelische Außenminister Abba Edan ist im Alter von 87 Jahren in Tel Aviv verstorben. Er war in den Jahren 1966 - 1974 Israels Außenminister. Das nachfolgende Zitat ist bis heute bekannt - und bewahrheitet sich leider immer wieder:

"Die Palästinenser verpassen keine Gelegenheit, eine Gelegenheit zu verpassen"

Link:

Ehemaliger Außenminister gestorben

Vater der israelischen Diplomatie

Lebenslauf Abba Eban

(c)/ Quelle Photo: MfA

17.11.02

Linktips

Gefahr für deutsche Stiftungen in Nahost

Das Problem Saddam

16.11.02

Shabbat-Massaker in Hebron

In der Erzvaterstadt Hebron ist es heute zu einem schweren Terroranschlag durch palästinensische Heckenschützen gekommen. Die zur radikalislamischen Terrorgruppe Islamischer Dschihad gehörenden Terroristen eröffneten aus dem Hinterhalt das Feuer auf jüdische Pilger die auf dem Weg zum Patriarchengrab in Hebron waren. Bei dem Massaker kamen nach israelischen Medienberichten 12 Israelis ums Leben; mindestens 15 wurden z.T. schwer verletzt.

Israelische Soldaten, die den Opfern zu Hilfe kamen wurden von den Terroristen ebenso beschossen, wie auch Sanitäter des Roten Stern Davids, die versuchten die Verletzten zu bergen und ärztlich zu versorgen.

Im Gazastreifen feierten Dutzende von Anhängern des Islamischen Dschihad auf den Straßen das Massaker an den Israelis.

Link:

Attentat in Hebron

Mindestens 11 Tote bei Überfall auf Israelis

Haaretz

Jerusalem Post

Palästinenser in Gaza feiern das Massaker

Reuters Photos der feiernden Palästinenser in Gaza

IDF Bericht zu den feiernden Palästinenser in Gaza

Video n-tv

Video ARD

Stellungnahme Außenminister Fischer zum Terroranschlag

Stellungnahme Außenminister Benjamin Netanyahu

Website Hebron

(c)/ Archivbild feiernde Palästinenser: IDF

16.11.02

TV-Tipps

Saddam im Visier
Reportage. 
Mo, 18.11. 20.15 H Arte

Die SS - Hitlers Helfer
Dokumentation
Die, 19.11. 20.15 H ZDF

Schalom, Israel
Eine Reise durch die Jahrhunderte
Do, 21.11. 16.30 H 3 SAT

15.11.02

"Park der unsterblichen Kinder" 

Terror ist nicht blind, er weiß genau, wo er zuschlägt, und wen er dahinschlachtet. So muß man die erschütternde Publikation bezeichnen, die der KKL/ Jüdischer Nationalfonds in diesen Tagen veröffentlicht hat. Gezeigt werden die Bilder der Opfer palästinensischen Terrors - Kinder und  Jugendliche denen in dieser Sonderausgabe der hauseigenen KKL- Publikation "Neuland" gedacht wird.

Im Gedenken an die jungen Opfer des Terrors gegen unschuldige Kinder und Jugendliche wird westlich von Jerusalems Nachbarort Qiryat Nayovel ein Erholungsgebiet für Kinder und Jugendliche angelegt, der "Park der unsterblichen Kinder."

Ein kostenloses Probeexemplar der Sonderausgabe der "Neuland- Jiskor/ Im Gedenken" erhalten Sie unter der nachfolgenden Adresse:

Jüdischer Nationalfonds e.V.
Keren Kayemeth LeIsrael
Liebigstraße 24
60323 Frankfurt
Tel. 069-971402-0
Fax 069-971402-25
e-mail: Frankfurt@jnf-kkl.de

15.11.02

Wer will Scharon aus dem Sattel heben?

Was in Israel heute läuft, geschieht zumindest teilweise mit Blick auf die Wahlen vom 28. Januar. Das gilt sowohl für die massive Militäraktion in Nablus als auch für die diversen parteiinternen Rededuelle, die bis jetzt alle Wasser auf Sharons Mühlen bedeuteten. Tachles aus der Schweiz zur aktuellen Tagespolitik in Israel im nachfolgenden Link.

Link:

Wer will Scharon aus dem Sattel heben?

15.11.02

Scharon: Palästinensischer Staat bereits Tatsache 

Premierminister Ariel Scharon erklärte am Mittwoch, er sehe einen palästinensischen Staat bereits als Tatsache an. „Alle Regierungsstrukturen existieren bereits“, so Scharon in einem Fernsehinterview mit dem zweiten israelischen Fernsehen. „Die Palästinenser haben Minister, ein Kabinett und einen Präsidenten. Es gibt außerdem 104 Staaten, die ihr Recht auf einen eigenen Staat anerkennen, sogar bevor dieser selbst ausgerufen wird“. Scharon führte weiter aus, er sei überzeugt, eine Einigung mit den Palästinensern über die Beendigung des Konflikts könne erzielt werden, sobald der Terror aufhöre. Der israelische Regierungschef signalisierte seine Bereitschaft zu diplomatischen Konzessionen, jedoch nicht auf Kosten der nationalen Sicherheit. Eine Übereinkunft mit den Palästinensern sei die einzige Lösung für Israels leidende Wirtschaft, so Scharon. Hinsichtlich der von Außenminister Benjamin Netanjahu geforderten Abschiebung Arafats erklärte Scharon, diese Frage sei in der Vergangenheit mehrfach diskutiert worden. Sicherheitskreise hätten sich aber gegen diesen Schritt entschieden, da der zu erwartende Schaden größer sei als der Nutzen. Netanjahu lehnte einen Kommentar zu dieser Stellungnahme ab. Auf die Frage, ob er Netanjahus Angebot annehmen würde, im Fall seiner Niederlage um den Parteivorsitz zweiter Mann in „Bibis“ Mannschaft zu werden, sagte Scharon: „Die Frage ist irrelevant, weil ich vorhabe zu gewinnen.“ Auf einer Sitzung des Sicherheitskabinetts kam es zu weiteren Meinungsverschiedenheiten der beiden Rivalen. Netanjahu sprach sich für eine Beschleunigung der Errichtung des Sicherheitszaunes nach dem Attentat auf Kibbuz Metzer aus, außerdem plädierte er für eine Verlegung des Zaunverlaufes nach Osten. Scharon lehnte dies mit Hinweis auf finanzielle Engpässe und bereits stattgefundene Kabinettsdiskussionen ab. 

15.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

15. November 1879: (Deutschland) Der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke (1834-1896) beschreibt in einem Artikel in den "Preußischen Jahrbüchern" die Juden als "das Unglück" der Deutschen und entfacht damit den sogenannten "Antisemitismusstreit". Trotz der gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden durch das preußische Judenedikt von 1812 und die deutliche Kritik von Berliner Professoren an Treitschkes Thesen wird offener Antijudaismus in Deutschland wieder hoffähig. 

(c)/ Quelle: ICEJ

15.11.02

Arafat - Lügner!

Seit je pflegten die Mitglieder des 1951 gegründeten Kibbutz Metzer bewusst gut-freundschaftliche Beziehungen zu den umliegenden arabischen Dörfern. In der Nacht auf Montag drang ein Terrorist in den Kibbutz ein und erschoß fünf Menschen...

Das jüdische Wochenmagazin Tachles aus der Schweiz nimmt vor diesem Hintergrund zu der Rolle des Palästinenserführers Arafat Stellung.

Link:

Arafat - Lügner!

13.11.02

Metzer-Attentäter mit Kennedy-Mörder verwandt 

Bei dem Terroristen, der Sonntagnacht fünf Israelis im Kibbuz Metzer tötete, handelt es sich wahrscheinlich um den „Tanzim“-Terroristen Sirhan Sirhan aus dem Flüchtlingslager in Tulkarem. Nach palästinensischen Angaben wurde sein Onkel am Dienstag verhaftet, die Suche nach Sirhan geht unterdessen weiter. Sirhan soll ein entfernter Cousin von Sirhan B. Sirhan sein, der 1968 den US-Präsidentschaftskandidaten und Senator Robert Kennedy, den Bruder von John F. Kennedy ermordete. Dies berichteten sowohl israelische als auch palästinensische Nachrichtenagenturen. Das Motiv für die Tat damals war die ausdrücklich pro-israelische Haltung Robert Kennedys. Das Haus des Drahtziehers des Metzer-Attentats, Mohammed Naifeh, wurde am Dienstag vom israelischen Militär zerstört. Sicherheitskräfte sind überzeugt, dass das hohe Mitglied der „Al-Aksa-Märtyrer-Brigade“ aus Shweike, einer Stadt nördlich von Tulkarem, den Anschlag geplant hat. Er gilt als einer der meistgesuchten Terroristen in Judäa und Samaria und befindet sich auf der Flucht. Naifeh ist auch derjenige, der Jassir Arafat Probleme mit den Amerikanern bescherte. Im Juni diesen Jahres traf sich Arafat, einige Tage nach dem Selbstmordattentat an der French-Hill-Kreuzung in Jerusalem, mit Naifeh und überreichte ihm einen Scheck über 20.000 US-Dollar. Israelische Berichte über diesen „Deal“ sollen die Entscheidung des US-Präsidenten George W. Bush entscheidend beeinflusst haben, Arafat zu isolieren und seine Ablösung zu fordern. Vor zwei Monaten verteilte die israelische Armee Flugblätter in der Umgebung von Tulkarem mit der Aufforderung, Naifeh auszuliefern. Israelische Quellen berichteten am Dienstag, Naifeh hätte Kontakte mit Vertretern der EU, die versuchten, die „Fatah“-Terrororganisation zu einem Stopp von Selbstmordattentaten zu bewegen. 

13.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

13. November 1945: (England) Der britische Außenminister Ernest Bevin (1881-1951) erklärt, dass die jüdische Einwanderung in das Mandatsgebiet Palästina trotz des drängenden europäischen Flüchtlingsproblems beschränkt bleibt. Als Reaktion auf die Empfehlung der USA, 100.000 Holocaustüberlebenden die Einwanderung zu gestatten, wird das "Anglo-American Committee of Inquiry" gegründet, das sich in den nächsten Monaten mit der Problematik befasst. In Tel Aviv kommt es nach Bevins Erklärung zu antibritischen Demonstrationen. 

(c)/ Quelle: ICEJ

13.11.02

Hintergrund - Wahlen in Israel 2003: Der Likud-Block 

Der Likud (hebr. „Einheit“) entstand vor den Wahlen 1973 aus dem Zusammenschluss der Parteien Freies Zentrum (Cherut), La’am und Gahal (seit 1988). Seither ist der Likud die grösste konservative Partei Israels. Bei den Wahlen 1977 wurde der Likud-Block stärkste Fraktion und übernahm zum ersten mal die Regierungsverantwortung mit Menachem Begin (ursprünglich Cherut) als Ministerpräsident. 1983 trat Yitzhak Shamir an die Spitze der Partei. 1984 bildete der Likud erstmals eine Regierung der „Nationalen Einheit“ mit der Arbeiterpartei. Von 1990 bis 1992 regierte Schamir in einer Koalition aus rechtsgerichteten und religiösen Parteien. Von 1996 bis 1999 war Benjamin Netanjahu Ministerpräsident gewesen. Nach dem Scheitern der Gespräche in Camp David und Taba und dem Beginn der Zweiten palästinensischen Gewaltwelle im September 2000 wurde mit Ariel Sharon im Februar 2001 erneut ein Likud-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt. Der Likud-Block wurde traditionell von den weniger verdienenden Bevölkerungsgruppen gewählt, die die ärmeren Stadtteile der Grossstädte und die Entwicklungsstädte in den Randgebieten des Landes bewohnen. Da viele Politiker dieser Gruppierung die jüdischen Siedlungen als Teil des historischen Israel („Eretz Israel“) betrachten, wurde der Ausbau dieser Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen befürwortet. Dagegen war der Likud in Bezug auf die Rückgabe des Sinai ideologisch weniger festgelegt, wodurch er 1978 den Abschluss des Camp-David-Abkommens und 1979 den Friedensvertrag mit Ägypten und die darin vereinbarte Rückgabe dieser Halbinsel an Ägypten erreichte. Das Programm des Likud-Blocks ist von nationalkonservativen Grundsätzen getragen. So sieht er es als seine Pflicht an, die Einheit des jüdischen Volkes zu pflegen und zu bewahren, sowie die jüdische und zionistische Erziehung zu vertiefen und die Assimilation von jüdischen Jugendlichen in der Welt zu verhindern. Das Recht des jüdischen Volkes auf das Land Israel ist ein ewiges Recht, das nicht angefochten werden kann. Die Existenz Israels als selbstständiger jüdischer Staat im Nahen Osten steht an allererster Stelle der Sicherheit. Daher erhalten die verschiedenen Sicherheitsabwägungen oberste Priorität im Staat Israel. Der Frieden ist eines der zentralen Ziele des Staates Israel. Israel strebt weiter nach stabilen und dauerhaften Friedensverträgen und guten Nachbarschaftsbeziehungen mit den Palästinensern und allen arabischen Staaten, wobei die Sicherheit auf allen Ebenen als zwingende Bedingung betrachtet wird, ohne die ein dauerhafter Frieden im Nahen Osten nicht möglich  ist. 

Link:

Likud

© Botschaft des Staates Israel, 2002 

12.11.02

Empfehlenswerte Links

Der Antisemitismus eines syrischen Ministers

Fatah trägt den Krieg in die Kinderzimmer

12.11.02

Reise nach Israel mit dem Jüdischen Nationalfonds - JETZT anmelden!

JNF-KKL Pflanzreise 2003 nach Israel (Stand: 26.06.2002) 
Vom 9. März bis 23. März 2003 findet wieder eine KKL-Pflanzreise nach Israel statt. 

Programm 2003

Sonntag, 9. März 2003
Flug von Deutschland nach Tel Aviv, Begrüßung durch die Europaabteilung des KKL, Transfer nach Akko/ Naharia, Übernachtung Akko/ Naharia
Montag, 10. März 2003
Fahrt nach Akko, Rosh-Hanikra, Idmit, Besuch der "Micha-Shamir-Promenade", Übernachtung Akko/ Naharia
Dienstag, 11. März 2003
Oberes Galiläa, Pekl'in, Sefad, Übernachtung Tiberias
Mittwoch, 12. März 2003
Golan Höhen-Kazerim, militärische Einheit, Hula-Tal, Manara, Übernachtung Tiberias
Donnerstag, 13. März 2003
Pflanzung im Golani-Wald, Nazareth, Shuni-KKL-Jugendzentrum, Caesarea, Nachal-Alexander
Freitag, 14. März 2003
Stadtrundfahrt in Jerusalem, Yad Vashem, Aminadav Wald, Kennedy Denkmal, Übernachtung Jerusalem
Samstag, 15. März 2003
Steht zur freien Verfügung
Sonntag, 16. März 2003
Besuch beim KKL-Jerusalem, Wald der Deutschen Länder, Wasserreservoir, Pflanz-Aktion, Übernachtung Totes Meer
Montag, 17. März 2003
Ein Gedi, Safari, Übernachtung Totes Meer
Dienstag, 18. März 2003
Massada, 1/2 Tag frei, Übernachtung Totes Meer
Mittwoch, 19. März 2003
Arava-KKL-Forschungs- und Entwicklungszentrum, Moshaw (Dorf), Negev-Mashabei Sade (Fischzug), Besor Projekte, Ölbäume im Negev, Revivim, Übernachtung Aschkelon
Donnerstag, 20. März 2003
Yad Mordehai, Tel-Aviv-Jaffo-Stadtrundfahrt, Diaspora Museum, Transfer zum Flughafen, Rückflug nach Deutschland

Reisetermin: 9. - 23.3.2003 Preis pro Person im Doppelzimmer: ca. EUR 1.499,- Einzelzimmerzuschlag*: ca. EUR 419,- * (Sie können jedoch über das Reisebüro ein Doppelzimmer mit anderen Reisenden teilen, um den Zuschlag zu meiden) 

Leistungen: 
- Flug Deutschland - Tel Aviv - Deutschland
- Flughafen und Sicherheitssteuern
- Transfer zum Hotel bei Ankunft
- 11 Übernachtungen mit Halbpension in guten Mittelklassehotels evtl. 5-Sterne Häuser
- Rundreise mit modernen klimatisierten Touristenreisebus
- laut Programm Eintrittsgelder, Trinkgelder, Hotel-Reiseführer und Gepäckträgerkosten
- Safari Tour
- Vorträge
- KKL-Begleitung
- Transfer zum Flughafen

Vor-Anmeldung zur JNF-KKL-Pflanzreise 2003 nach Israel. Hinweis: Auf dem nachfolgenden Weblink haben Sie die Möglichkeit, sich online anzumelden.

Link:

JNF-KKL

© JNF-KKL JÜDISCHER NATIONALFONDS e.V. 

12.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte

12. November 1787: Unter Kaiser Joseph .II von Österreich-Ungarn müssen Juden im Kaiserreich christliche Familiennamen annehmen. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels, Berlin + Jerusalem Post/ Jewish History

12.11.02

Israel in die EU?

Nach einem Bericht der "Welt" plant der neue israelische Außenminister Benjamin Netanjahu Israel an die EU heranzuführen und wünscht sich einen EU-Beitritt seines Landes. Mehr dazu im nachfolgenden Link.

Link:

Jetzt meldet auch Israel seinen Wunsch auf den EU-Beitritt an

12.11.02

Linktip

Eine soeben neu eröffnete Website richtet sich gegen das Wiedererstehen antijudaistischen und antiisraelischen Gedankengutes in Deutschland und in Europa. Gezielt wird auch auf eine oft verzerrte Berichterstattung in deutschen Medien eingegangen. Prädikat für die Website: Empfehlenswert!

Link:

Nicht mit uns

11.11.02

EU will Missbrauch von Geldern in der PA nicht untersuchen

 EU-Kommissar für auswärtige Angelegenheiten Chris Patten erklärte am Wochenende, er sei an der Untersuchung des Missbrauchs von EU-Geldern in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) im selben Maße interessiert wie an einem Loch in seinem eigenen Kopf. Die Kugel ins Rollen gebracht hatte der konservative Europa-Parlamentarier Charles Tanner, der eine Untersuchung der Vorwürfe gefordert hatte, EU-Unterstützungszahlungen an die PA in Höhe von 10 Millionen Euro würden zur Finanzierung von Terrorismus missbraucht. In einem Brief an die britische Tageszeitung „Sunday Telegraph“ hatte Tanner ausgeführt, solche schwerwiegenden Anschuldigungen hinsichtlich der betrügerischen und missbräuchlichen Verwendung der Steuergelder von EU-Bürgern müssten zweifelsfrei geklärt werden, wolle man einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten überhaupt eine Chance geben. „Sonst werden geschädigte Israelis sich berechtigt fühlen, die EU zu verklagen. Patten sollte als erster einsehen, dass er alles zu gewinnen hat, wenn er diese Sache ein für alle mal klärt.“  

11.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

11. November 1903: Der jüdische Nationalfonds kauft im Jordantal die ersten Ländereien: die brachliegenden Felder von Umm Dschuni. Der jüdische Nationalfonds wurde im Dezember 1901 vom 5. Zionistischen Kongreß gegründet mit der Aufgabe "mit Spenden des jüdischen Volkes Land für das Volk zu erwerben". 

(c)/ Quelle: ICEJ

11.11.02

Hamas weigert sich Selbstmordattentate einzustellen

Die islamische Terrororganisation Hamas betonte am Sonntag bei einem Treffen mit Fatah Mitgliedern in Kairo, dass die Extremistengruppe keinen Stop der Selbstmordanschläge gegen Zivilisten in Israel in Betracht ziehe. In Kairo trafen sich Mitglieder der Hamas und der Fatah, um eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten, welche die terroristischen Aktivitäten auf das Westjordanland und den Gaza Streifen beschränken soll. Die Gespräche in Kairo, die ersten dieser Art seit 1995, werden unter der Schirmherrschaft der Europäischen Union und der ägyptischen Regierung abgehalten. EU Verantwortliche trafen in mehreren vorhergehenden Gesprächen Mitglieder der Hamas in Syrien und Libanon, um die Terrororganisation zu drängen, Anschläge auf Gaza und Westjordanland zu beschränken. Quellen in Jerusalem haben die Initiative der EU kritisiert, da diese indirekt eine Zustimmung zu Anschlägen gegen Israelis im Westjordanland und Gaza darstellt. Hamas Führer Abdel Aziz Rantisi erklärte, dass das Ziel der Kairo Gespräche ist, eine gemeinsame Basis der palästinensischen Gruppen, im Kampf gegen Israel zu finden und führte weiter aus, dass bewaffneter Widerstand den höchsten Interessen der palästinensischen Bevölkerung dient. (Quelle Jerusalem Post; Haaretz)

© Botschaft des Staates Israel, 2002

Ergänzender Link:

Fatah und Hamas treffen sich in Kairo

11.11.02

Termine

Interessante Israelvorträge mit Dr. Jürgen Bühler/ Internationale Christliche Botschaft Jerusalem, dt. Zweig e.V.

Thema: “Israel im Lichte biblischer Prophetie“ 

Mittwoch, den 13. November 2002 um 20.00 Uhr 
Gemeinde der Christen Ecclesia Bahnhofstraße 109 64823 Klein-Umstadt Kontakt: Stefan Grell, 06078-71522 

Donnerstag, den 14. November 2002 um 19.30 Uhr 
Freie Christengemeinde Ennepetal Schulstraße 18 58265 Ennepetal Kontakt: Magnus Hönke, 02336-17334 

Freitag, den 15. November 2002 um 19.30 Uhr 
Gemeinde der Christen Ecclesia Bonner Straße 33c 53721 Siegburg Kontakt: Uwe Peters, 02241-330633 

Samstag, den 16. November 2002 um 19.30 Uhr 
Glaubenszentrum Pirmasens (im Park-Kino) Gärtnerstraße 2 66953 Pirmasens Kontakt: Ulrich Schubert, 06331-78441 

Sonntag, den 17. November 2002 um 10.00 Uhr Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Carl-Maria-von-Weber-Straße 2 66955 Pirmasens Kontakt: Silvio Iacono, 06331-48669 

Sonntag, den 17. November 2002 um 16.30 Uhr 
Gemeinde der Christen Ecclesia Siemensstraße 6 (über Einkaufszentrum Fasanerie) 64289 Darmstadt-Kranichstein Kontakt: Helmut Vierheller, 06167-370 

Dienstag, 19. November 2002 um 19.30 Uhr 
Volksmission e.C. e.V. , Lessingstraße 25 89547 Gerstetten Kontaktperson: Pastor Claus Rapp, Infos unter 09072-2910 

Mittwoch, 20. November 2002 um 20.00 Uhr 
Christliches Zentrum Dillingen, Am Stadtberg 10 89407 Dillingen Kontaktperson: Pastor Claus Rapp, Infos unter 09072-2910 

Bitte nutzen Sie die Einladung!

11.11.02

Palästinensischer Mörder tötet 5 Israelis - darunter 2 Kleinkinder

Im Kibbutz Metzer im Norden Israels nahe Hadera hat ein palästinensischer Terrorist am späten Sonntag abend kurz vor Mitternacht 5 Menschen kaltblütig erschossen. Darunter sind auch eine Mutter (Revital Ohayon, 34 Jahre)  und ihre beiden Kinder (Noam, 4 Jahre, Matan, 5 Jahre). Der Attentäter erschoß zuerst die 3 Menschen in ihrem Haus; später drang er in den Speisesaal des Kibbutz ein und tötete dort 2 Menschen (Dori Yitzhak, 44 Jahre, Tirza Damari, 42 Jahre). Dem Attentäter gelang die Flucht. Die "Al-Aksa-Brigaden" von Arafats Fatach bekannte sich zu dem Anschlag.

Zuvor waren in der Nähe des Kibbutz bereits 2 Terroristen abgefangen worden, als ihr Auto - von der israelischen Grenzpolizei gestoppt - explodierte. Die Beiden kamen dabei ums Leben. Offensichtlich waren die beiden Insassen des mit Sprengstoff beladenen Autos auf dem Weg zu einem Anschlag gegen den Kibbutz. 

Link:

Bericht Haaretz

Nach Überfall auf Kibbutz

Fünf Tote bei Palästinenser-Angriff in Nordisrael

Fatah trägt den Krieg in die Kinderzimmer

Ein Hoffnungsschimmer aus dem Kibbutz Metzer

Arafat - Lügner!

Video Tagesschau

09.11.02

Kirche schwieg zum Brand - nur aus Angst?

Das Verantwortungsgefühl gegenüber Nichtchristen war zu wenig entwickelt in der Zeit der "Reichskristallnacht" - ein allzu schöner Name für eine grausame Geschichte. Warum schwieg die Kirche zu dem grausamen Verbrechen. Das Katholische Sonntagsblatt setzt sich mit der Thematik auseinander.

Link:

Die Kirche schwieg zum Brand

09.11.02

"Wer das getan hat, der ist zu allem fähig"

Der 9. November 1938 ist ein belastetes Datum: Reichspogromnacht in Deutschland. Bis heute bleibt die Würdigung dieses Tages aus. TACHLES, das jüdische Wochenmagazin aus der Schweiz bringt den Tag mit einem wichtigen Artikel neu in Erinnerung.

Link:

"Wer das getan hat, der ist zu allem fähig"

Ergänzende Links:

Meine Erinnerung an die "Kristallnacht"

"Reichskristallnacht"

Haltet für eine Weile den Atem an

Nie vergessen, um unserer Zukunft willen!

Kristallnacht

Linkliste zum Thema

Der Novemberpogromm in Österreich

"Reichskristallnacht" in Österreich

08.11.02

TV-Tipps

Sklaven in der Gaskammer

Dokumentation über das jüdische Sonderkommando in Auschwitz
Montag, 11.11.02/ 20.15 H  3SAT

Ein Spezialist

Dokumentation über den Prozeß gegen Adolf Eichmann in Jerusalem
Montag, 11.11.02/ 22.25 H ORB

Die SS - Der Machtkampf

Dokumentation
Dienstag, 12.11.02/ 20.15 H ZDF

Vor Ort

Podiumsdiskussion u.a. mit Michel Friedman
Dienstag, 12.11.02/ 10.00 H PHOENIX

Urteil von Nürnberg

Justizdrama mit B. Lancaster
Donnerstag, 14.11.02 21.00 H NDR

08.11.02 

Hintergrund: Wahlen in Israel - Januar 2003

Der Rahmen des israelischen Wahlsystems wird in Artikel 4 des Grundgesetzes „Die Knesset“ definiert. Dort heisst es: „Die Knesset wird gemäß dem Knessetwahlgesetz in allgemeinen, nationalen, direkten, gleichen und geheimen Verhältniswahlen gewählt.“ Mit den Wahlen zur 14. Knesset (1996) trat die Gesetzesänderung „Die Regierung 5752 – 1992“ in Kraft, die die Direktwahl des Ministerpräsidenten vorsah. Am 7. März 2001 beschloss die Knesset, die Direktwahl des Ministerpräsidenten abzuschaffen und das bis 1996 bestehende Wahlsystem, auf Grund dessen jeder Wähler eine einzige Stimme für die Partei seiner Wahl abgibt, wieder einzuführen, wobei eine revidierte Fassung des ursprünglichen Grundgesetzes „Die Regierung 1968“ verabschiedet wurde. Dieses neugefasste Gesetz wird mit den kommenden Knessetwahlen im Januar 2003 in Kraft treten. Die vielen Parteien, die um die Wählerstimmen ringen, spiegeln ein breites Spektrum von politischen Anschauungen und Überzeugungen wider. Laut Grundgesetz Art. 4 „Die Knesset“ kann der zentrale Wahlausschuss, dem ein Richter des Obersten Gerichtshofs vorsteht, eine Kandidatenliste daran hindern, an der Wahl teilzunehmen, wenn deren Ziele oder Aktionen unmittelbar oder mittelbar a) die Existenz des Staates Israel als Staat des jüdischen Volkes leugnen und/oder b) den demokratischen Charakter des Staates Israel negieren und/oder c) rassistische Hetze betreiben. Die einzige Partei, die in diesem Rahmen verboten wurde, war die jüdische Kach-Partei 1988. Vor der Wahl stellt jede Partei ihr Wahlprogramm und ihre hierarchisch geordnete Kandidatenliste für die Abgeordneten der Knesset auf. Die Parteien wählen ihre Kandidaten für die Knesset in parteiinternen Wahlen oder durch andere Verfahren. Parteien, die in einer auslaufenden Legislaturperiode in der Knesset vertreten waren, werden automatisch zur Wiederwahl aufgestellt; andere Parteien können ihre Kandidaten durch 2500 Unterschriften wahlberechtigter Bürger anmelden und hinterlegen eine Bürgschaft, die zurückerstattet wird, wenn die jeweilige Partei mindestens anderthalb Prozent der Gesamtwählerstimmen auf sich vereinigen kann und somit das Anrecht auf ein Mandat in der Knesset erhält. In den kommenden Wochen werden wir jeweils eine der zur Wahl im Januar 2003 antretenden Parteien kurz vorstellen und ihre Ziele erläutern. 

© Botschaft des Staates Israel, 2002 

08.11.02

Starke Polizeipräsenz in Jerusalem zum Beginn des Ramadan 

Die Jerusalemer Polizei befindet aufgrund des Beginns des moslemischen Fastenmonats Ramadan in erhöhter Alarmbereitschaft. Am heutigen ersten Freitag des für die Moslems heiligen Monats werden Zehntausende um die Mittagszeit auf dem Tempelberg erwartet. Die Polizeipräsenz in der Hauptstadt wurde auf 2000 Beamte verstärkt. Da es keine Warnungen hinsichtlich möglicher Störungen gegeben habe, werde es keine Altersbeschränkungen für den Zugang zur Al-Aksa-Moschee geben, erklärte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Ein Polizeihubschrauber und ein Aufklärungsballon werden die Lage aus der Luft beobachten und verstärkte Grenzpolizei-Kontingente kontrollieren das poröse Randgebiet zwischen Jerusalem und Judäa und Samaria. 

08.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

08.11.1949: Israel beginnt das geheime Unternehmen "Fliegender Teppich". Mit Hilfe britischer und amerikanischer Fluglinien werden in den nächsten Monaten 43.000 jemenitische Juden durch insgesamt 380 Flüge aus der Hafenstadt Aden, der Hauptstadt des damaligen Südjemen, nach Tel Aviv geflogen. Heute leben noch etwa 300 Juden im Jemen. 

(c)/ Quelle:  ICEJ

08.11.02

Israel und die Palästinenser - Warum die Palästinenser den Medienkrieg gewinnen

Reform Judaism Herbst 2002 - Vol. 31/1Interview mit David Bedein/ Deutsche Übersetzung: Viola Oberrauch

David Bedein leitet seit 1987 die in Jerusalem ansässige Nachrichtenagentur „Israel Resource News Agency", die ausländische Medien mit Agenturmeldungen beliefert. Er war außerdem Sonderberichterstatter für die BBC, CNN-Radio, die Los Angeles Times und das wöchentlich erscheinende israelische Nachrichtenmagazin Makor Rischon. Das Interview mit ihm führte Aron Hirt-Manheimer, Redakteur von Reform Judaism.

Vertreten Sie auch die Ansicht derer, die behaupten, „die Palästinenser haben an der Medienfront bessere Arbeit geleistet als die Israelis"?

Ja. In den letzten 20 Jahren haben die Palästinenser die Israelis durch ihre Strategie der Präsentation des Konflikts in den Weltmedien ausmanövriert. Der Wendepunkt kam 1982 im Libanon-Krieg. Die Palästinenser starteten damals eine Propaganda-Kampagne, in der sie sich selbst als Verfechter der Menschrechte darstellten und die Israelis als Menschenrechtsverletzer. Zur selben Zeit benutzte Jassir Arafats Bruder, Dr. Fatchi Arafat, seine Position als Direktor des palästinensischen Roten Halbmonds („Roter Halbmond" heißt das Rote Kreuz in der arabischen Welt, Anm. d. Übers.) dazu, um stark übertriebene Opferzahlen in Umlauf zu bringen. Am 10. Juni 1982 zum Beispiel veröffentlichte Dr. Arafat eine Erklärung, in der es hieß: „In den ersten paar Tagen des Krieges sind 10.000 Palästinenser umgekommen und 600.000 wurden heimatlos" – eine Lüge, die darauf abzielte, die Palästinenser als Opfer eines Völkermordes im Libanon hinzustellen. In Wirklichkeit betrug die Gesamtbevölkerung im Kriegsgebiet weniger als 300.000. Doch das Internationale Rote Kreuz und das Aktionskomitee für den Nahen Osten des Amerikanischen Freundesdienst-Komitees verbreiteten diese Zahlen – 10.000 Tote und 600.000 Heimatlose – an alle Medien in der gesamten Welt, und selbst die großen amerikanischen Fernsehsender übernahmen diese Darstellung. Jessica Savitch von NBC berichtete zum Beispiel: „Es wird geschätzt, dass 600.000 Flüchtlinge sich im Südlibanon befinden, ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten."

Palästinensische Medienprofis machen sich keinerlei Gewissensbisse darüber, die Medien um des politischen Vorteils willen zu täuschen. Für ihren Versuch, die Welt davon zu überzeugen, dass die israelische Armee ein Massaker unter Hunderten von Zivilisten im Flüchtlingslager von Jenin im Zuge der Operation „Schutzschild" angerichtet habe, benutzten sie Tierleichen, um die Luft mit Verwesungsgestank zu verpesten – genau dort, wo man damit rechnete, dass Reporter und UN-Repräsentanten vorbeikommen würden. Die israelische Armee hat dieses Komplott auf Video festgehalten, ebenso wie sie auch ein inszeniertes Begräbnis filmten, bei dem der „Leichnam" beim Überflug eines israelischen Überwachungsflugzeugs aus seinem Sarg heraussprang und Deckung suchte.

Sind Sie der Ansicht, dass derartige Methoden kontraproduktiv waren?

Keineswegs. Solche Patzer bilden die Ausnahme. Die Palästinenser konnten große Erfolge verzeichnen bei der Manipulation der Bilder, die durch die Weltmedien gingen. Sie erzielten einen enormen Propaganda-Erfolg zu Beginn der zweiten Intifada, als ein palästinensisches Kamerateam, das für eine französische Fernsehgesellschaft arbeitete, die Schüsse auf den 11 Jahre alten Mohammed al-Dura filmte, den sein Vater während eines Gefechts an einer Straßenkreuzung in der Nähe von Gaza vergeblich zu schützen versuchte. Das Video, das entsprechend bearbeitet war, um die israelische Armee als herzlose Kindermörder zu porträtieren, passte perfekt in die palästinensische Darstellung des Konflikts. Die israelische Regierung tappte in die Falle und veröffentlichte eine Entschuldigung, noch bevor sie den Zwischenfall untersucht hatte. Mohammed al-Dura, das Wahrzeichen der zweiten Intifada, wird in die Geschichte eingehen als gefeierter Märtyrer des palästinensischen Volkes. Und dennoch ist die palästinensische Version über al-Duras Tod eine Lüge, eine Erfindung palästinensischer Medienprofis. Eine gründliche Untersuchung der israelischen Armee, die drei Wochen nach dem Zwischenfall veröffentlicht wurde und von einem deutschen Fernsehteam bestätigt wurde, belegte, dass die Kugeln, die auf den Jungen abgefeuert wurden, aus der Richtung gekommen waren, wo sich die Stellungen von palästinensischen Scharfschützen befanden, die einen israelischen Posten angegriffen hatten. Aber die Welt hatte die Schüsse auf al-Dura mitangesehen, eine – wie die Medien es nannten – Grausamkeit, begangen von israelischen Soldaten. Dieser Schaden konnte nicht wieder rückgängig gemacht werden - ebenso wie es unmöglich ist, Zahnpasta wieder zurück in die Tube zu drücken.

Wann traten diese palästinensischen Medienprofis zum ersten Mal in Aktion?

Im März 1984 half Ramonda Tawill, eine Medien-Expertin (die sechs Jahre später Jassir Arafats Schwiegermutter wurde), der PLO den palästinensischen Pressedienst (PPS) aufzubauen. Ihr Ziel war es, Journalisten, die die Palästinensergebiete besuchten, zu betreuen, und Trainingseminare für den Umgang mit den Medien abzuhalten. Der PPS schloss sich dann mit dem palästinensischen Informationszentrum für Menschenrechte (PHRIC) zusammen mit dem Ziel, das Image der PLO zu verändern. Statt des Images einer dieser Befreiungsbewegungen, wie sie in den 60er Jahren populär waren, erhielt die PLO jetzt das Image einer Organisation, die für die Rechte der Opfer israelischer Menschenrechtsverletzungen kämpft. In PHRIC-Seminaren wurden die Teilnehmer darin geschult, jedes Medien-Interview auf die gleichen Themen hinzulenken: die israelische Besatzung, illegale Siedlungen, Menschenrechtsverletzungen und das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge.

Ganz gleich auf welche Frage sollten diese Themen immer wieder aufgegriffen werden. Ich weiß das aus erster Hand; unsere Agentur hat nämlich regelmäßig, unsere Praktikanten als Teilnehmer bei Tawills Kursen angemeldet.

Einen ihrer großen "Erfolge" erzielte Tawill im Mai 1985, nachdem Israel mehr als tausend verurteilte PLO-Terroristen im Austausch gegen sieben israelische Soldaten freigelassen hatte. Um die Aufmerksamkeit der Medien von ihren Verbrechen abzulenken, drillte Tawill die freigelassenen Terroristen darauf zu betonen, sie seien in den israelischen Gefängnissen als "politische Aktivisten" und wegen ihrer "Unterstützung des palästinensischen Nationalismus" gefoltert worden.

Ich hörte von dieser Taktik durch mehrere Schüler Tawills in einem Medienkurs, an dem ich im Mai 1986 teilnahm. Sie erklärten mir, dass durch diese Methode der Monopolisierung der Interviewzeit mit Foltergeschichten die Journalisten jedes Mal gezwungen waren, das Interview zu beenden, noch bevor sie Zeit hatten, die Terroristen danach zu fragen, aufgrund welcher Handlungen es denn zu ihrer Verhaftung und Gefängnisstrafe gekommen sei. Damals erlaubte es der israelische Geheimdienst Reportern nicht, die Gefängnisakten von Sicherheitshäftlingen einzusehen; und so kam es, dass über die Verbrechen dieser Terroristen in den Medien so gut wie gar nichts berichtet wurde.

Wurde das PHRIC generell als eine glaubwürdige Menschenrechtsorganisation anerkannt?

Absolut. So etwa ab der zweiten Hälfte des Jahres 1989 gaben internationale Menschenrechtsorganisationen bereits routinemäßig die Informationen, die vom PHRIC hervorgebracht wurden, 1:1 wieder. Das PHRIC hatte sich seinerseits inzwischen sogar finanzielle Unterstützung der Ford-Stiftung gesichert und Büros in Chicago und Washington eingerichtet. In einer Ansprache an die Medien in Jerusalem im November 1989 sagte Richard Reoch, Sprecher von Amnesty International, dass seine Organisation die PLO, vertreten durch die PHRIC, als objektive Informationsquelle betrachte. "Da die PLO nicht Teil irgendeiner Regierung ist," sagte er, "haben wir von Amnesty keine Probleme, sie als Informationsquelle zu benutzen." Und ein Sprecher der amerikanischen Botschaft teilte mir im Februar 1989 mit, die PHRIC habe über jeden Zweifel erhabene Belege ihrer Glaubwürdigkeit geliefert.

Wie erhalten palästinensische PR-Profis heutzutage ihre Ausbildung und wer finanziert das?

Die Palästinensische Akademische Gesellschaft für Internationale Angelegenheiten (PASSIA) veranstaltet Kurse und stellt mehr als 30 Handbücher über Öffentlichkeitsarbeit, Umgang mit den Medien, Spendenwerbung, Kommunikation, Einflussnahme auf die Politik und Rhetorik zur Verfügung. PASSIA bildet palästinensische Akademiker, die im Ausland unterrichten, darin aus, wie sie die palästinensische Sache an Universitäten fördern können. Zusätzlich wird in den USA lebenden Palästinensern beigebracht, wie sie arabische Unterstützer in jedem Kongressbezirk finden können und wie sie Mitglieder des Kongresses dafür gewinnen können, die palästinensischen Sache politisch und finanziell zu unterstützen.

Und wer finanziert PASSIA? Die US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID), eine Initiative des amerikanischen Außenministeriums, unterstützt PASSIA und 18 weitere PR-Firmen in Jerusalem mit mehr als 1 Million US-Dollar pro Jahr. Erst im März dieses Jahres wurden Kongressmitglieder auf diese Hilfsgelder aufmerksam, nachdem ein Mitglied des Komitees für internationale Beziehungen im US-Repräsentantenhaus entdeckte, dass USAID Zahlungen für palästinensische PR-Arbeit zur Verfügung stellte. Der Kongressabgeordnete Eliot Engel aus dem Bundesstaat New York las PASSIAs PR-Handbuch und meinte mit ungläubigem Staunen: „Wir, der amerikanische Kongress, bezahlen sie tatsächlich dafür, dass sie uns gegenüber ihre Interessen vertreten!"

Was haben die Israelis dieser palästinensischen Strategie entgegengesetzt, Israel als Verletzer der Menschenrechte hinzustellen?

Die Israelis befinden sich ständig in der Defensive. Es scheint, dass sie aus dieser Schublade, in die die Palästinenser sie gesteckt haben, nicht herauskommen können. Den Palästinensern ist es dadurch, dass sie den Konflikt als ein Menschenrechtsthema dargestellt haben, gelungen, viele Journalisten zu überzeugen, dass zumindest zu einem gewissen Teil jeder Akt des Terrorismus gegen israelische Zivilisten kein Verbrechen darstellt, sondern eine legitime Reaktion auf Menschenrechtsverletzungen.

Wie sieht die organisatorische Struktur der palästinensischen Öffentlichkeitsarbeit aus und wie unterscheidet sie sich von der der Israelis?

Die größte palästinensische Medienorganisation, das Medien- und Kommunikationszentrum Jerusalem (JMCC), wird von der Europäischen Union und der Ford Stiftung finanziell stark unterstützt. Unter der Leitung von Dr. Ghassan Khatib, einem engen Vertrauten von Jassir Arafat, bietet JMCC ausländischen Medien qualitativ hochwertigen professionellen Service - preisgünstige Kamerateams, Übersetzer, Fotografen und auch Transportmittel, ebenso tägliche Presseinformationen, Kurzberichte und Interviewpartner.

Die israelische Regierung stellt den ausländischen Journalisten zwar stapelweise Presseinformationen zur Verfügung, aber überlässt die Versorgung mit Kamerateams und Übersetzungsdiensten dem Privatsektor. Kein israelisches Fernsehteam kann mit dem stark subventionierten JMCC konkurrieren, das daher im Großen und Ganzen den Markt für Mediendienste für die ausländische Presse erobert hat. Die ausländische Presse ist vollständig angewiesen auf das palästinensische technische Personal, das somit einen starken Einfluss hat auf die Darstellung und auf die Bilder, die in den westlichen Medien erscheinen.

Haben die Palästinenser auch eine Öffentlichkeitsarbeit in Washington?

Ihr Repräsentant in Washington ist Edward Abington, der amerikanischer Konsul in Jerusalem war, als USAID in den 90er Jahren begann, PASSIA zu finanzieren, und der jetzt als bezahlter ausländischer Abgesandter für die PLO in Washington arbeitet. Abington koordiniert die Information von JMCC, PASSIA und anderen palästinensischen Informationsagenturen und stellt den palästinensischen Kampf in ein moderateres Licht, was oft nichts anderes bedeutet als Schadenseindämmung. Zum Beispiel schickt Abingtons Büro jedes Mal, wenn Arafats Miliz für einen Terroranschlag die Verantwortung übernimmt, schnell ein Statement an die Medien, in dem Arafats Beteiligung verneint wird.

Dies geschah zum Beispiel im November 2000, als die Fatah-Organisation der PLO öffentlich in den amerikanischen Radio- und Fernsehsendern der PBC mit den Worten zitiert wurde, dass sie die Verantwortung für einen Anschlag auf einen Schulbus in der Nähe von Kfar Darom übernehme, bei dem zwei Lehrer ums Leben kamen und drei Geschwister so schwer verstümmelt wurden, dass sie ihr Leben lang Invaliden sein werden. Doch CNN berichtete, dass die PLO diesen Anschlag verurteilt habe. Ich rief das Büro für Auslandsberichterstattung in Atlanta an, um wegen dieser gegensätzlichen Aussagen nachzufragen. Die Person im Büro, eine 19jährige Praktikantin, sagte mir, dass sie einen Anruf von Abingtons Büro in Washington erhalten habe, gefolgt von einem Fax, das eine Beteiligung der PLO verneinte.

Abington versorgt außerdem die Presse und die amerikanische Regierung mit "Übersetzungen" von Arafats Reden. Am 15. Mai 2002 hielt Arafat eine Rede vor dem palästinensischen Legislativrat, in der er die Verträge von Oslo mit dem zehn Jahre dauernden Friedensvertrag zwischen Mohammed und dem jüdischen Stamm von Koresch verglich, einem Vertrag, den der Gründer des Islam zwei Jahre später zerriss, als seine Truppen stark genug geworden waren, um den jüdischen Stamm abzuschlachten. Präsident Bush erklärte, Arafat habe in seiner Rede "die passenden Worte" gefunden.

Als unsere Nachrichtenagentur die amerikanische Botschaft in Israel fragte, ob bereits die gesamte Rede zu Bush geschickt worden sei, antworteten die Angestellten der Botschaft, dass Bush von der Rede bis jetzt noch gar nichts erhalten habe. Wir riefen daraufhin in Abingtons Büro an, wo man uns sagte, dass man dem Präsidenten eine Übersetzung der Rede zur Verfügung gestellt habe. Daraus ist ersichtlich, dass der Text, der von Abingtons Büro zur Verfügung gestellt wurde, eintraf, bevor irgendeine offizielle Aussendung vom Pressebüro des Botschafters eintreffen konnte. Die "passenden Worte" waren deshalb passend, weil sie Arafats kriegslüsterne Botschaft ganz einfach ausließen.

Sind die medizinischen Organisationen und Hilfsorganisationen der Palästinenser an diesem Medienkrieg beteiligt?

Ebenso wie die sogenannten palästinensischen Menschenrechtsorganisationen koordiniert die Vereinigung palästinensischer medizinischer Hilfskomitees (UPMRC), die von Dr. Mustafa Al-Bargouti geleitet wird (dem Bruder des inhaftierten Fatah-Tanzim-Führers Marwan Al-Bargouti), ihre Strategien mit Dr. Fatchi Arafats palästinensischem Roten Halbmond in Bezug auf die Verbreitung frei erfundener Berichte über die Verweigerung von medizinischer Hilfe und Folterung von Palästinensern durch die Israelis.

Es gab auch zahlreiche Fälle, in denen falsche Informationen, die von Quellen des UPMRC stammten, von US-Medien aufgegriffen wurden. Am 11. Juli 2001 zum Beispiel berichtete Associated Press, dass eine schwangere palästinensische Frau an einer israelischen Straßensperre erschossen wurde. In Wirklichkeit starb die Frau nicht und der Arzt, der dem AP-Reporter gesagt hatte, dass sie erschossen worden sei, hatte sie nicht einmal gesehen. Er war zu dieser Zeit in einer anderen Stadt. AP korrigierte sich am folgenden Tag und berichtete: „Israelische Soldaten haben, entgegen den ursprünglichen Aussagen von zwei palästinensischen Ärzten, eine schwangere israelische Frau nicht daran gehindert, eine israelische Straßensperre zu passieren."

Ein weiterer Fall: Ende Mai sendete der amerikanische Rundfunksender National Public Radio eine Doppel-Reportage über ein palästinensisches Selbstmordattentat in einem Straßenrestaurant in der Nähe von Tel Aviv, bei dem ein Kleinkind und seine Großmutter ums Leben kamen und andererseits über eine palästinensische Großmutter und ein Kind, die erschossen wurden, weil die israelische Armee sie fälschlicherweise für terroristische Eindringlinge hielt. Palästinensische Ärzte sagten den NPR-Reportern, dass die Leichname der palästinensischen Opfer verbrannt, verstümmelt und von einem israelischen Panzer zermalmt worden seien. NPR nahm diese unbestätigten Anschuldigungen in seinen Bericht auf. Als ich den Sprecher der israelischen Armee wegen dieser Anschuldigungen befragte, lachte er ungläubig auf, weil er es nicht fassen konnte, dass ein Journalist einer angesehenen Rundfunkanstalt solchen ungeheuerlichen Behauptungen Glauben schenken könnte. Aber das war tatsächlich der Fall.

Wie finanziert sich UPMRC?

UPMRC erhält jährlich 300.000 Dollar von den USA für Öffentlichkeitsarbeit. Und Dr. Arafats palästinensischer Roter Halbmond erhält 215.000 Dollar pro Jahr an amerikanischen Hilfsgeldern. Beide Organisationen befinden sich auf der Liste jener 59 palästinensischen Nicht-Regierungsorganisationen, die alle zusammen seit 1997 100 Millionen Dollar an US-Hilfsgeldern erhalten haben.

Glauben Sie, dass die Vereinten Nationen dazu beitragen, dass die Anliegen der palästinensischen Öffentlichkeitsarbeit gefördert werden?

Auf alle Fälle. Die „Hilfs- und Arbeitsagentur der Vereinten Nationen" (UNRWA) betreibt eine professionelle Mediendienststelle und einen Nachrichtendienst, der sich UNRWA TV-Netz nennt; beide befinden sich in dem UNRWA-Flüchtlingslager von Ain el-Helweh im Libanon. UNRWA kooperiert mit den Mediendiensten der PLO und der palästinensischen Rundfunkanstalt PBC, wenn es darum geht, die ausländische Presse mit Informationen und Dienstleistungen zu versorgen. Die vom UNRWA herausgegebene Literatur beschäftigt sich großteils mit den Anliegen von Flüchtlingen, die in Flüchtlingslagern untergebracht sind, bis sie „zurückkehren können in ihre Heimat"; diese „Heimat" umfasst nach ihrer Lesart nicht nur die Gebiete, die Israel 1967 einnahm, sondern auch all jene Gebiete, die Israel im Zuge des Unabhängigkeitskriegs von 1948 einnahm.

Die UNO hat sich darauf festgelegt, die palästinensischen Araber als Opfer darzustellen. In dem Buch „Zeugen der Geschichte: Die Notlage der palästinensischen Flüchtlinge", einem von mehreren Büchern, die von UNRWA verbreitet werden, bestätigt die UNO auf Seite 13, dass alle Flüchtlinge und deren Nachkommen ein Recht auf Kompensierung und Wiedererlangung ihrer eigenen Häuser und ihres Landes haben. Herausgegeben wurde das Buch von der palästinensischen Medienagentur MIFTAH, die von der bekannten palästinensischen Sprecherin Hanan Aschrawi geleitet wird und im Auftrag der kanadischen Regierung operiert.

Wie unterscheiden sich Palästinenser und Israelis in ihrem Umgang mit den Medien?

Professionell ausgebildete palästinensische Sprecher präsentieren sich gewöhnlich als einfache Leute aus dem Volk und Amateure. Sie treffen sich mit westlichen Journalisten in ärmlichen Hotels in Jerusalem oder Ramallah oder vor einem Flüchtlingscamp als Kulisse. Diese Taktik ist sehr erfolgreich gewesen, um das Image der Palästinenser als unterdrücktes und geschundenes Volk zu verstärken. Ein Interview mit einem Palästinenser in einer Gasse mit brennenden Reifen, wo die Kugeln über den Kopf hinwegpfeifen, nimmt die Vorstellungskraft der Redakteure gefangen, die das Hauptgewicht auf den Unterhaltungswert legen – hier entfaltet sich das menschliche Drama vor ihren Augen.

Wenn hingegen ausländische Korrespondenten offiziellen Sprechern Israels begegnen, werden sie häufig von eleganten Regierungssprechern in luxuriösen Hotels begrüßt, in gut ausgerüsteten Medien-Zentren oder in modernen Büros. Israelische Pressesprecher leiden unter drei falschen Vorstellungen: erstens dass formelle, professionell verpackte Veröffentlichungen überzeugend wirken; zweitens dass ausführliche Erklärungen der Geschichte des Konflikts effektiver seien als O-Töne, um die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass es sich um eine gerechte Sache handelt; und drittens dass die moralische Korrektheit ihrer Handlungen und ihres Anliegens jedem vernünftigen, klar denkenden Menschen völlig einleuchten müsste.

In diesem Sinne sagte der israelische Außenminister Schimon Peres einmal: „Gute politische Maßnahmen sind gute Öffentlichkeitsarbeit; sie sprechen für sich selbst." Leider lag Peres da falsch. Eine Lüge kann mächtiger sein als die Wahrheit, wenn man die Lüge so gut vermarktet, dass die Leute sie glauben können.

Ein weiteres Problem der israelischen Öffentlichkeitsarbeit ist, dass sie in geradezu sträflicherweise unkoordiniert ist und sich teilweise selbst widerspricht. Nachrichten werden von mindestens vier verschiedenen Stellen herausgegeben - von der israelischen Armee, vom Außenministerium, vom Büro des israelischen Ministerpräsidenten und vom Verteidigungsministerium – und manchmal vermittelt jede dieser Stellen eine andere Botschaft. Am 28. Oktober 2001 zum Beispiel gab der israelische Außenminister Schimon Peres israelischen und ausländischen Nachrichtenagenturen zahlreiche Interviews, worin er erklärte, dass Arafat für die derzeitige Welle der Gewalt nicht verantwortlich sei. Als Beweis präsentierte er die Tatsache, dass die palästinensische Autonomiebehörde erst vor kurzem mehrere Hamas-Terroristen verhaftet habe. Am selben Tag jedoch veranstaltete der Geheimdienst der israelischen Armee eine Pressekonferenz für mehr als hundert Journalisten, bei der Beweismaterial präsentiert wurde, dass Arafat und seine Fatah-Organisation mit den Terroraktivitäten der Hamas in Verbindung stehen.

Ein israelischer Militärsprecher erklärte, wie die Hamas-Terrorgruppen direkt vor den Augen der Sicherheitskräfte der palästinensischen Autonomiebehörde ihr Training und ihre Aktivitäten durchführen, und er versorgte die Medien mit Dokumentationsmaterial, welches belegt, dass die Hamas als offizieller Bestandteil der Sicherheitskräfte von Arafats palästinensischer Autonomiebehörde in Gaza operiert. Er zeigte auch auf, dass zwei gesuchte Hamas-Terroristen, die für den palästinensischen Sicherheitsdienst arbeiteten, am Morgen des 28. Oktober bei dem Anschlag auf die Bushaltestelle von Hadera vier Frauen getötet und fünfzig Zivilisten verwundet haben.

Im Gegensatz zu diesen offensichtlich unkoordinierten Botschaften von israelischer Seite richten sich die Sprecher der autokratisch geführten palästinensischen Autonomie strikt und diszipliniert nach der Parteirichtlinie, indem sie ganz einfach die Standardlitanei der Klagen über Unterdrückung, Besatzung, Menschenrechtsverletzungen, Rassismus, usw. wiederholen.

Warum glauben Sie, hatte die israelische Regierung in den letzten Jahren solche Schwierigkeiten, ihre Sicht der Dinge den westlichen Medien zu vermitteln?

Meiner Ansicht nach beging Israel 1986 seinen größten Fehler, als der israelische Außenminister Schimon Peres und sein Stellvertreter Dr. Yossi Beilin die Richtlinie für den Umgang der Regierung mit der PLO revidierten. Sie baten das Außenministerium, die Veröffentlichung der PLO-Charter einzustellen, aus der die Forderung nach der Zerstörung des Staates Israel nie gestrichen wurde. Sie sorgten auch dafür, dass das Ministerium aufhörte, die PLO als Feind zu definieren. In zahlreichen Pressekonferenzen, die das Ministerium in den späten 80er Jahren abhielt, erklärten Peres und Beilin, dass die Zeit gekommen sei, den Kampf gegen die PLO in die Vergangenheit zu verbannen. Dieser Politikwechsel von Peres und Beilin im Jahr 1986 hat der amerikanischen Regierung den Weg geebnet, zwei Jahre später die PLO anzuerkennen.

Die israelische Regierung gab den Palästinensern zwischen 1993 und 2000 während des sieben Jahre dauernden Oslo-Friedensprozesses eine Trumpfkarte in die Hand, indem sie die terroristischen Angriffe und die doppelzüngigen Reden der palästinensischen Führung, die auf Englisch eine Friedensbotschaft präsentierte und auf Arabisch eine Botschaft des Krieges, herunterspielte. Um zu verhindern, dass der Oslo-Friedensprozess zusammenbrach, beschlossen sowohl die israelische als auch die amerikanische Führung im Jahr 1993, die täglichen Aufrufe in den Radio- und Fernsehsendern der palästinensischen Autonomie zu einem neuen Krieg gegen Israel nicht zu beachten.

Das ging so weit, dass 1995, als das Institut für Friedenserziehung, das unsere Agentur aufzubauen half, Videoaufnahmen von Arafats Reden herausbrachte, in denen er zum Dschihad (Heiliger Krieg) aufrief, der israelische Premierminister Yitzak Rabin und Außenminister Schimon Peres das israelische Fernsehen baten, keine der Reden von Arafat auf Arabisch auszustrahlen. Im September 1995 ging Peres so weit, dass er den Repräsentanten Ben Gilman, den Vorsitzenden des Komitees für internationale Beziehungen im amerikanischen Repräsentantenhaus bat, keine Sonderuntersuchung abzuhalten, in der die Videoaufzeichnungen von Arafats Reden geprüft werden sollten. Das Komitee ignorierte jedoch dieses Ansuchen.

Die "Sag's nicht weiter"-Politik ging unter der Regierung von Netanjahu von 1996 bis 1999 weiter. Während Netanjahus Büro wöchentlich Berichte über die Propaganda der palästinensischen Autonomiebehörde für die Mitglieder der eigenen Likud-Partei herausgab, bestätigte ein altgedienter Beamter der Netanjahu-Regierung, dass die Berichte absichtlich dem Außenministerium und den israelischen Medien vorenthalten worden seien. Im Oktober 1998, als ich als Berichterstatter an der Konferenz von Wye teilnahm, fragte ich die israelische Botschaft, warum man dieses Material nicht veröffentliche. Die Antwort lautete: "Die israelische Regierung spielt die Realität von Arafats palästinensischer Autonomieregierung herunter, um nicht die amerikanische Regierung vor den Kopf zu stoßen." Die Regierung von Ehud Barak, die im Mai 1999 an die Macht kam, ging dann sogar so weit, dass sie heimlich, still und leise in den Friedensverträgen von Oslo die Klausel strich, die die palästinensische Autonomiebehörde verpflichtete, die Propaganda gegen Israel einzustellen.

In welcher Hinsicht unterscheiden sich Palästinenser und Israelis in ihrer Behandlung ausländischer Journalisten?

Die israelische Armee erklärt oft ganze Gebiete zu Sperrzonen für die Medien, was in etwa die gleiche Wirkung hat, wie wenn man einem Stier eine rote Fahne vorhält. Ein Reporter vermutet dann logischerweise sofort, dass Israel etwas zu verbergen hat. Ein ausländischer Reporter, der anonym bleiben möchte, meinte mir gegenüber, dass Israel einen „groben Fehler" gemacht habe, als „die israelische Armee das gesamte Westjordanland während der Operation Schutzschild für Journalisten sperrte und damit Tür und Tor öffnete für wilde Gerüchte, die von palästinensischen Sprechern sehr geschickt unter die Leute gebracht wurden. Wir hatten keinerlei Möglichkeiten, die Gerüchte zu überprüfen, und vielen von uns blieb nichts anderes übrig, als in Form von „er sagte ..."- und „sie sagte ..."-Sätzen zu berichten. Wenn dann natürlich große Fernsehsender Palästinenser-Sprecher in Live-Sendungen interviewen und ihnen erlauben, ihre Anschuldigungen zu machen, dann stehen diese Aussagen im Raum und uns bleibt nur noch, darauf zu reagieren."

Die palästinensische Autonomiebehörde hingegen gerät nur selten in Konfrontation mit der ausländischen Presse. Zu einer seltenen Ausnahme kam es im Oktober 2000 als zwei israelische Soldaten in der Polizeistation von Ramallah gelyncht wurden. Die grausame Szene wurde von einem italienischen Fernseh-Team gefilmt und ins Ausland geschickt, ohne zuvor durch die palästinensische Zensur zu gehen. Die palästinensische Autonomiebehörde verlangte eine Entschuldigung und das Versprechen, dass so etwas nicht noch einmal passieren dürfe – oder der Sender würde seine Ermächtigung verlieren, von palästinensischem Gebiet aus zu berichten. Die Italiener sagten „mea culpa" und versprachen, ihre Gastgeber nie wieder zu blamieren. Wir baten daraufhin einen unserer Mitarbeiter, nach Rom zu fliegen und dieses italienische Fernsehteam zu interviewen. Die Leute von dem Fernseh-Team erzählten uns ohne Umschweife, wie sie von Sicherheitsbeamten der palästinensischen Autonomiebehörde erpresst worden seien, einen Entschuldigungsbrief vorzulegen.

Welchen Rat würden Sie der israelischen Regierung geben, um ihr Image in den westlichen Medien zu verbessern?

Statt Reporter auszusperren aus „militärischen Sperrgebieten", sollten die israelische Armee und Regierung journalistische Berichterstattung über jedes Ereignis ermöglichen, unabhängig davon, wie unangenehm das Ereignis oder wie gefährlich die Situation auch sei. Journalisten an ihrer Arbeit zu hindern oder, wie in einigen wenigen Fällen geschehen, sogar in ihre Richtung zu schießen, trägt nicht gerade zur Freundschaft mit den Medien bei.

Ich glaube, um die Beziehungen zur Öffentlichkeit zu verbessern, wäre es für Israel am besten, wenn es seine menschlichen Beziehungen verbessern würde. Positiv ist, dass Israel endlich begonnen hat, Korrespondenten mit genaueren und nützlichen Hintergrundinformationen zu versorgen wie zum Beispiel Medienpakete, CD-ROMS und genaue Beschreibungen der Persönlichkeitsprofile von Israels Feinden. Aber statt den Reportern die Möglichkeit zu geben, selbst zu den Kampfschauplätzen zu gelangen, zieht Israel es vor, sie fernzuhalten. Kurz gesagt muss Israel beginnen, Journalisten mit weniger Argwohn und mehr Respekt zu behandeln.

Glauben Sie, dass viele westliche Journalisten von vornherein ein anti-israelisches Vorurteil haben, oder gibt es andere Faktoren, die sich zugunsten der palästinensischen Darstellung auswirken?

Ich stimme mit der Einschätzung von Dr. Mike Cohen überein, einem Analysten für strategische Kommunikation in Jerusalem und Reserveoffizier der israelischen Armee, der behauptet, dass die meisten ausländischen Journalisten nicht von Anfang an anti-israelisch, anti-semitisch oder pro-palästinensisch eingestellt sind. Sie werden jedoch sehr leicht durch die palästinensische Manipulation überzeugt, die vor allem auf dem Mangel an Vorwissen bei Reportern und Redakteuren aufbaut - in Kombination mit Zeitmangel und dem fehlenden Interesse, die Fakten gründlich zu beleuchten.

Ein weiterer Faktor ist die Angst, Zugang zu den palästinensischen Quellen und den logistischen Hilfsmitteln zu verlieren, wenn ihre Berichte feindselig erscheinen. Darüber hinaus werden nicht-palästinensische Reporter absichtlich behindert und eingeschüchtert, wenn sie versuchen, über Ereignisse zu berichten, die für die palästinensische Autonomiebehörde peinlich sein könnten. Ich weiß von verschiedenen ausländischen Journalisten, die über Fälle von Aufhetzung zur Gewalt unter den Palästinensern berichtet hatten und daraufhin keinen Zutritt mehr erhielten zu palästinensischen Pressekonferenzen.

Gibt es in den palästinensischen Medien selbst kritische palästinensische Stimmen?

Man hört selten eine kritische Meinungsäußerung von palästinensischer Seite, weil jeder, der die palästinensische Autonomiebehörde öffentlich kritisiert, damit rechnen muss, inhaftiert oder sogar hingerichtet zu werden. Den ausländischen Medien wird gesagt – und sie berichten das auch pflichtschuldigst – dass die betreffende Person ein Kollaborateur gewesen sei. Zum Beispiel berichtete BBC Anfang März 2002 von der Hinrichtung von zwei Palästinensern, die von der palästinensischen Autonomiebehörde der Kollaboration bezichtigt worden waren. Als das BBC-Team die Familien der beiden Opfer interviewte, entdeckte es, dass beide in der Vergangenheit in Opposition zur palästinensischen Autonomiebehörde gestanden hatten und dass sie beide ganz offen Arafat kritisiert hatten. Laut Aussagen des BBC-Korrespondenten waren diese Männer Dissidenten, nicht Kollaborateure. Aber der weltweite Dienst von BBC beschloss, diese Story nicht zu bringen.

Für wie wichtig halten Sie, zusammenfassend, den PR-Faktor im israelisch-palästinensischen Konflikt?

Für absolut entscheidend. Solange westliche Journalisten von der palästinensischen Autonomiebehörde ein Bild zeichnen, das sie als Verteidiger der Menschenrechte darstellt und Israel als brutale Besatzungsmacht, werden weiterhin Entwicklungshilfegelder der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union in die Kassen der palästinensischen Autonomiebehörde fließen, ohne nennenswerten Protest der Öffentlichkeit dagegen, dass einige dieser Gelder zur Finanzierung der Intifada genutzt werden – einschließlich der Bezahlung von Selbstmordattentätern, wie die Dokumente, die in Arafats Büro während der Operation „Schutzwall" gefunden wurden, eindeutig beweisen. Solange palästinensische PR-Profis weiterhin diktieren, welche Story die Medien ausstrahlen, werden die Israelis weiterhin als Bösewichte und die Palästinenser als Opfer dargestellt werden. Es ist an der Zeit, das Drehbuch zu wechseln.

Übersetzung und Abdruck mit Genehmigung des Journals "Reform Judaism", herausgegeben von UAHC (Union of American Hebrew Congregations), http://uahc.org/rjmag.

Link:

Journal Reform Judaism

08.11.02

Warum Europa die irakische Gefahr nicht sieht

Nach wochenlangen Beratungen über eine Irak-Resolution der UNO hat Frankreich nun einem neuen US-Entwurf weitgehend zugestimmt und die Hoffnung geäußert, "verbliebene Bedenken" bis Ende der Woche auszuräumen. Die Frage militärischer Gewaltanwendung zur Abrüstung des Irak müsse aber noch geklärt werden, sagte der französische Außenminister Dominique de Villepin am Donnerstag. Auch die Bundesregierung sträubt sich gegen eine Einsatz zur Entwaffnung des Irak. Nahostfocus geht der Frage nach: "Wieso eigentlich?"

Warum Europa die irakische Gefahr nicht sieht

08.11.02

Quadratur des Zirkels kläglich misslungen

Nachdem er noch letzte Woche die Abhaltung vorgezogener Wahlen als "verantwortungslos" gebrandmarkt hatte, musste Sharon nun, von den rechts Nationalen im Stich gelassen, diese selber proklamieren. Das jüdische Wochenmagazin TACHLES aus der Schweiz fasst zusammen.

Link:

Quadratur des Zirkels kläglich misslungen

Ergänzende Links zum Thema:

Das Richtige

Netanjahu düpiert Scharon

TV-Bericht zum Thema

07.11.02

Vortragstermine Johannes Gerloff

Der in Jerusalem lebende Journalist und Nahostexperte hält in den kommenden Tagen 5 Vorträge in Deutschland.

Thema : "Wo ist dein Bruder Abel? - Israel/ Palästina als Anfrage"

Terminübersicht:

7. November 2002 Freiburg
8. November 2002 Reutlingen
9. November 2002 Korntal
10. November 2002 Breitscheid
11. November 2002 Michelstadt

Details zu den Veranstaltungsorten erfahren Sie im nachfolgenden Link:

Termine Johannes Gerloff

07.11.02

Terminvorschau

Seit Mai diesen Jahres besteht die Initiative "Honestly-Concerned". Die Initiative richtet sich gegen die zunehmend israelfeindlichen und ressentimentgeladenen medialen Begleiterscheinungen des Nahostkonflikts, sowie gegen die wachsende Anzahl antijüdischer Äußerungen von Politikern und Teilen der Öffentlichkeit in Deutschland und Europa.

In den kommenden Wochen sind hierzu u.a. mehrere Informationsveranstaltungen geplant:

Montag, 25.11.02 Frankfurt 20.00 H
Vortrag und Diskussion mit Ulrich W. Sahm

Dienstag, 26.11.02 Köln/ 19.30 H 
Vortrag und Diskussion mit Ulrich W. Sahm 

Details können unter dem nachfolgenden Link erfragt werden:

Honestly-concerned

07.11.02

Vortragstermin "Hat Israel eine Zukunft?"

Harald Eckert, 1. Vorsitzender der Christlichen Freunde Israels e.V., Altensteig spricht über das Thema "Hat Israel eine Zukunft?". Der Autor diverser Publikationen und Bücher hat sich insbesondere in der Verständigung zwischen Juden und Christen einen Namen in Deutschland gemacht. Daneben sind Themen wie "Antisemitismus in der Kirchengeschichte" sowie die "Aufarbeitung historischer Schuld in unserem Land" Themenkreise des Sprechers.

Der Vortrag findet im Rahmen der Vereinigung "Christen im Beruf" statt.

Ort: München, Regent-Hotel, Seidelstr. 2
Datum: Freitag, 15. November 2002/ 19.00 H

Informationen unter dem nachfolgenden Link:

"Hat Israel eine Zukunft?"

07.11.02

Journalistin Hanna Zemer erhält deutsche Auszeichnung  

Eine besondere Auszeichnung überreichte Rudolf Dressler, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tel Aviv, der israelischen Journalistin Hanna Zemer. Die Preisvergabe erfolgte auf den Vorschlag des deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau. Hanna Zemer hatte sich während ihrer zwanzigjährigen Tätigkeit als Herausgeberin der Zeitung Davar für ihre herausragenden journalistischen Erfolge und ihre besonders ausgewogene Darstellung Deutschlands in Israel verdient gemacht. “Als Deutsche sind wir Hanna Zemer zu Dank verpflichtet“, so der Botschafter in seiner Rede bei der feierlichen Verleihung, „sie war bei allen ausserordentlich beliebt und ermöglichte den deutsch-israelischen Dialog nach 1945.“ Menschen wie Hanna Zemer haben durch ihre ehrliche und objektive Berichterstattung geholfen, Brücken zwischen Deutschland und Israel zu bauen, so fügte Dressler hinzu. „Wenn die israelische Presse Deutschland heute ausgewogen darstellt, dann war sie es, die den Weg zwanzig Jahre zuvor geebnet hat.“ Die politische Linke in Palästina verfügte bis 1925 über kein eigenes Tagesblatt. Dann wurde „Davar“ (frei übersetzt wohl „Ereignis“ oder „Wort“) von der Histadrut, der allgemeinen Arbeitergewerkschaft, gegründet. Die jeden Freitag erscheinende Literaturbeilage zog einige der wichtigsten zeitgenössischen Autoren und Dichter an. Später war die Zeitung v.a. für die Entwicklung der parteipolitischen Presse im jungen Staat Israel verantwortlich. Zu seinen Mitarbeitern gehörte anfangs auch Moshe Sharett (Shertok), Israels erster Aussenminister und zweiter Ministerpräsident. (Mitteilung der Informationsabteilung des Aussenministeriums) 

© Botschaft des Staates Israel, 2002 

06.11.02

Einer von fünf Israelis lebt unter der Armutsgrenze 

Nach einem Bericht des Israelischen Institutes für Sozialversicherung (IIS) und des Arbeits- und Sozialministeriums vom Montag lebte im Jahr 2001 einer von fünf Israelis unter der Armutsgrenze. Die Gesamtzahl armer Israelis beträgt rund 1,2 Millionen, was einen Anteil von 33,77 % der Bevölkerung entspricht. Mehr als eine halbe Million Kinder, d.h. 27% aller Kinder im Lande gehören zu dieser Gruppe. Zum Ende nächsten Jahres rechnen Experten des IIS aufgrund der geplanten Einschnitte im Haushalt mit einer weiteren Verschlechterung der Lage – eines von drei Kindern könnte dann von Armut betroffen sein. Der Bericht basiert auf Wirtschaftszahlen aus dem Jahr 2001, nach denen ein israelisches Paar als arm gilt, wenn sein monatliches Einkommen weniger als 2.768 NIS (587 Euro) beträgt. Die Armutsgrenze für ein Paar mit zwei Kindern liegt bei 4.428 NIS (940 Euro), mit vier Kindern bei 5.881 NIS (1.248 Euro). Die Prozentzahl armer Familien stieg von 32,37% im Jahr 2000 auf 33,77% in 2001. Auf einer Pressekonferenz erklärte Minister für Arbeit und Soziales Schlomo Benziri, Kürzungen bei Kindergeld, Einkommensergänzungen und Arbeitslosenunterstützung im letzten Jahr hätten zu einem bedeutenden Anstieg der Armut geführt. Die verschärfte Rezession, steigende Inflation, wachsende Arbeitslosigkeit und sinkende Durchschnittseinkommen gehörten ebenso zu den Gründen der Verarmung. 

06.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

6. November 1995: Der vor zwei Tagen ermordete Premierminister Jitzchak Rabin wird in Jerusalem beigesetzt. Zu seiner Beerdigung kommen 2500 Trauergäste aus aller Welt, darunter mehr als 30 Staats- und Regierungschefs; an ihrer Spitze US-Präsident Bill Clinton, Jordaniens König Hussein II. sowie der ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak. Letztere waren zu Lebzeiten Rabins nie nach Jerusalem gekommen, da sie den von Israel erhobenen Anspruch auf die gesamte Stadt ablehnten. Die Worte der 17-jährigen Enkelin Rabins gehen um die Welt: "Großvater, du warst mein Feuer vor dem Lager, jetzt sind wir das Lager ohne Feuer, ohne Fackel in der Finsternis..." 

 

(c)/ Quelle: ICEJ

06.11.02

Theologen in Rom üben katholisch-jüdischen Dialog 

Den 37. Jahrestag der Erklärung „Nostra Aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Verurteilung des Antisemitismus feierte am vergangenen Montag der Vatikan. Die Erklärung eröffnete 1965, zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, eine neue Ära des katholisch-jüdischen Dialogs. An der Gedenkfeier im Dionysia Center in der Villa des Renaissancepalastes Piccolomini in Rom nahmen Rabbiner, Theologen und Experten des Interreligiösen Dialogs teil. Die Feier beinhaltete Momente der Andacht mit jüdischer und christlicher Musik von Antonella Ruggiero und David De Or, der in diesem Jahr den Preis „Bester Sänger Israels“ erhalten hatte. In seiner Ansprache betonte Kardinal Walter Kasper, Präsident der Kommission für die Religiösen Beziehungen zum Judentum, „Nostra Aetate“ bedeute einen besonderen und irreversiblen Einschnitt im Verhältnis zwischen der Katholischen Kirche und dem Judentum. „In der katholischen Kirche gibt es keinen Platz für Antisemitismus“, so der Kardinal. Rabbi Adin Steinsaltz, Gründer des israelischen Instituts für Talmudische Schriften und bekannter zeitgenössischer jüdischer Theologe erinnerte daran, dass Jesus Christus, seine Zeit, Lehrer und Kontext nicht ohne seinen jüdischen Hintergrund verstanden werden können.“ Bezüglich der interreligiösen Beziehungen sagte er: „Eine monotheistisch Religion kann nicht tolerant sein: Wenn man glaubt, es gebe eine Wahrheit, wie kann man dann sagen, es gäbe eine weitere?“ Allerdings beinhalte Wahrheit auch die Bereitschaft zum Dialog und den Willen, den anderen zu verstehen. Bei dem Zusammenkommen wurde beschlossen, den Dialog zwischen Katholiken und Juden weiter zu stärken.

© Botschaft des Staates Israel

05.11.02

Neuwahlen in Israel

Nach einem Gespräch zwischen dem israelischen Ministerpräsident Ariel Scharon und Moshe Katsav gab der israelische Staatspräsident im Anschluß die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen innerhalb von 90 Tagen bekannt. Als Termin wurde der 4. Februar 2003 genannt.

Link:

Schachmatt der Likud-Könige

Bericht Haaretz

Hintergrund Wahlen in Israel

Neuwahlen in Israel Anfang Februar

Was die Neuwahlen für Israel bedeuten

Video n-tv

Video Tagesschau

04.11.02

Anschlag in Kfar Saba

Ein (Selbst)mordattentäter hat sich vor einem Einkaufszentrum in der ca. 20 km nördlich von Tel Aviv gelegenen Stadt Kfar Saba in die Luft gesprengt und dabei zwei Menschen getötet; über 60 wurden bei dem Terroranschlag verletzt  - mindestens 5 davon schwer.

Der Islamische Jihad übernahm die Verantwortung für den Anschlag; der Mörder Nabil Sawalhe kam aus dem Flüchtlingslager Balata bei Sichem (Nablus).

Link:

Ha'aretz

Video ansehen

04.11.02

Claudia Schiffer wirbt für das Holocaust Denkmal

Der "Förderkreis für die Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas e.V." hat für ihre Spendenkampagne eine prominentes Aushängeschild bekommen: Claudia Schiffer. Das Topmodell wird in einem TV-Spot Bürger und Bürgerinnen unseres Landes dazu auffordern, das Denkmal in Berlin zu unterstützen. Hintergrund der Aktion für dass finanziell gesicherte Projekt ist eine Identifikation von vielen Bürgern mit dem Projekt.

Der TV-Spot wird in Deutschland in nahezu allen großen Fernsehsendern gezeigt.

Link:

Claudia Schiffer wirbt für das Holocaust Denkmal Berlin

TV-Spot ansehen (Quicktime 6 erforderlich)

 

04.11.02

Human Rights Watch: Selbstmordattentäter begehen Verbrechen gegen die Menschlichkeit  

In ihrem umfassenden Bericht „Ausgelöscht in einem einzigen Augenblick: Selbstmordanschläge auf israelische Zivilisten“ untersucht die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erstmals ausgiebig die individuelle Verantwortung für Selbstmordanschläge gegen Zivilisten in Israel und in den Palästinensergebieten. Die 170 Seiten lange Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass sich Menschen, die für die Planung und Ausführung von absichtlich gegen Zivilisten gerichteten Selbstmordanschläge verantwortlich sind, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig machen und vor Gericht gestellt werden sollten. “Die Menschen, die Selbstmordanschläge ausüben, sind keine Märtyrer. Sie sind Kriegsverbrecher, genauso wie die Menschen, die bei der Planung solcher Anschläge helfen. Die umfangreiche und systematische Natur dieser Anschläge trennt sie von anderen Gewalttaten, die in Konfliktzeiten ausgeübt werden. Sie fallen klar und deutlich unter die Kategorie ‚Verbrechen gegen die Menschlichkeit‘", so resumierte Kenneth Roth, Vorsitzender der internationalen Organisation am Freitag. Seit Januar 2001 wurden bei 52 palästinensischen Selbstmordanschlägen 250 Zivilisten getötet und 2.000 weitere verletzt. Die obersten Führer von Hamas und Islamischem Jihad sind öffentlich für Selbstmordanschläge gegen israelische Zivilisten eingetreten, haben dazu ermutigt und sie unterstützt. Darüber hinaus hat die PA darin versagt hat, alle möglichen Massnahmen zur Verhinderung solcher Angriffe zu ergreifen oder die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Durch dieses Versagen trägt die PA zu einer Atmosphäre der Straflosigkeit bezüglich solcher Verbrechen bei. Zwar verstösst Arafat unter dem gegenwärtigen Status des internationalen Rechts nicht gegen die Kriterien befehlsführender Verantwortung, doch besteht das „grösste Versagen von Präsident Arafat und der PA-Führung ist deren Unwillen, die Strafgesetzordnung einzusetzen, um Selbstmordattentate zu verhindern, besonders im Jahr 2001, als die PA meistens in der Lage war, dies zu tun", so Roth. Gegen das Argument der PA, israelische Aktionen wie die Zerstörung des Polizei- und Sicherheitsapparates der PA, hätten die Fähigkeit zu handeln unmöglich gemacht, widerlegt der Bericht, indem er zeigt, dass auch als der Apparat der PA zum großen Teil intakt war, die PA keine effektiven Aktionen unternahm, um diejenigen, die zu Selbstmordanschlägen oder anderen Anschlägen gegen israelische Zivilisten aufhetzten, diese Anschläge planten oder bei der Planung halfen, vor Gericht zu bringen. Die PA versuchte, diese Entlassungen damit zu begründen, dass die Gefangenen bei Bombenabwürfen durch israelische Streitkräfte auf Gefängnisse, Gefahren ausgesetzt sind. Doch die PA hat nicht erklärt, warum Verdächtige niemals befragt oder angeklagt werden, warum sie also keine Schritte unternommen hat, die unabhängig von der Unterbringung Verdächtiger in Strafanstalten sind. Weiter argumentierten die für die Anschläge verantwortlichen bewaffneten Gruppen, Israels anhaltende militärische Besatzung und seine in hohem Masse überragenden Kriegsmittel hätten solche Anschläge zu ihrer einzigen Option gemacht. Doch erneut finden diese Argumente keinerlei Rechtfertigung im internationalen Recht, das bezüglich des Verbotes von absichtlichen Anschlägen auf Zivilisten unumschränkt und bedingungslos ist. Bezüglich des vorgetragenen palästinensischen Argumentes, ihre Ziele seien keine wirklichen Zivilisten, weil "alle Israelis Reservisten sind" oder weil, wie sie sagen, israelische Bewohner von Siedlungen ihren Status als Zivilisten eingebüsst haben, weist der Bericht darauf hin, dass das internationale Menschenrecht eindeutig ist: Reservisten militärischer Streitkräfte sind nur dann als Kämpfer zu betrachten, wenn sie in aktivem Dienst sind, ansonsten genießen sie den Schutz als Zivilisten. Und während zivile israelische Siedlungen in der Westbank und im Gazastreifen nach internationalem Menschenrecht illegal sind, sind doch die Menschen, die dort leben, berechtigt, Schutz als Zivilisten zu genießen, es sei denn, sie nehmen direkt an feindlichen Handlungen teil Aufgrund ihrer Untersuchungen ruft Human Rights Watch alle palästinensischen bewaffneten Gruppen auf, die Anschläge gegen Zivilisten sofort und bedingungslos zu stoppen und drängt die PA, sicher zu stellen, dass diejenigen, die für solche Anschläge verantwortlich sind, vor Gericht gestellt werden. Human Rights Watch drängt die PA ausserdem, eine öffentliche Kampagne durchzuführen, in der ein Ende der Selbstmordanschläge und anderer Anschläge gegen Zivilisten gefordert wird. Außerdem soll klar gestellt werden, dass die PA Menschen, die beim Ausführen eines Anschlages sterben, der absichtlich oder willkürlich Zivilisten tötet oder großes Leiden unter ihnen verursacht, nicht als "Märtyrer" betrachtet. Der Bericht ist in allen sieben UN-Sprachen einzusehen.

© Botschaft des Staates Israel

Link:

Human Rights Watch

Selbstmordattentäter begehen Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Menschenrechtler: "Selbstmordattentäter sind Kriegsverbrecher"

04.11.02

Israelis gedenken der Ermordung Rabins 

Sieben Jahre nach der Ermordung des damaligen Premierministers Jitzchak Rabin versammelten sich Samstagabend Tausende Israelis zu seinem Gedenken in Tel-Aviv. Ort der Veranstaltung war der Rabin-Platz vor der Stadtverwaltung – dort hatte ein Aktivist der extremen Rechten den Regierungschef im November 1995 erschossen (siehe Rückblick in die jüdische Geschichte). Ein Banner mit der Aufschrift „Gemeinsames Erinnern – Glauben an den Frieden“ und riesige Fernsehschirme waren installiert worden – drei Partner Rabins im Friedensprozess sprachen per Fernsehübertragung zu den Versammelten: der frühere US-Präsident Bill Clinton, der ägyptische Präsident Hosni Mubarak und der jordanische König Abdullah. „Wir müssen Jitzhak Rabin als einen Mann in Erinnerung behalten, der Krieg kannte und erlebte, der aber ein Mann des Friedens war“, sagte Clinton in seiner Ansprache. Er forderte Israelis und Palästinenser dazu auf, Rabins Weg zu folgen und für einer besseren Zukunft zu arbeiten. 

(c)/ Quelle: ICEJ

04.11.02

Netanjahu neuer Außenminister

Nach Informationen des israelischen Rundfunks hat der frühere Premierminister "Bibi" Netanjahu unter Bedingungen zugestimmt, im Kabinett Scharons Außenminister zu werden. Bedingung sei jedoch, daß umgehend vorgezogene Neuwahlen beschlossen würden.

Zwischenzeitlich hat auch der frühere Stabschef der israelischen Streitkräfte (IDF) zugesagt, neuer Verteidigungsminister zu werden.

Link:

Netanjahu will Außenministeramt übernehmen

Netanjahu: Ministeramt bei vorgezogenen Neuwahlen

Netanjahu knüpft Sharons Angebot an Bedingung

Scharon lehnt Netanjahus Forderung ab

Vorne Lächeln - hinten Messer im Rücken

Tagesschaubericht ansehen

02.11.02

Sind Neuwahlen eine gute Lösung?

Interview mit GAD LIOR, Leiter des Jerusalem-Büro der Zeitung "Jediot Acharonot", über die israelische Regierungskrise, den Terror und die Siedlungen. Zum Anhören des ARD-Interviews klicken Sie bitte auf den nachfolgenden Link:

Interview Gad Lior

02.11.02

Dramatische Stunden in Jerusalem

Israel betreibt keine Aussen-, sondern nur eine Innenpolitik. dieses geflügelte Wort Henry Kissingers fand diese Woche einmal mehr seine Bestätigung. Das jüdische Wochenmagazin TACHLES aus der Schweiz fasst die Ereignisse zusammen.

Link:

Dramatische Stunden in Jerusalem

02.11.02

Deutsche Botschaft sagt Gedenkfeier für gefallene Soldaten ab 

Die Deutsche Botschaft in Tel-Aviv verschob am Sonntag auf unbestimmte Zeit eine Gedenkfeier für gefallene deutsche Soldaten, nachdem es in Israel zu öffentlichen Protesten gekommen war. Zu der Gedenkfeier, die am 17. November in Nazareth stattfinden sollte, waren letzte Woche israelische Veteranen eingeladen worden, die im I. Weltkrieg auf deutscher Seite gekämpft hatten. Zu ihrer Überraschung und Verärgerung stellten sie fest, dass sie laut Einladungstext auf dem Friedhof für Soldaten des I. Weltkriegs, die „gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege“ ehren sollten, einschließlich solcher der Waffen-SS. Proteste der Eingeladenen selbst und des Simon Wiesenthal Centers sowie empörte Reaktionen auf einen Zeitungsartikel zum Thema führten schließlich zur Verschiebung der Veranstaltung. Reinhard Weimar, Sprecher der Botschaft in Tel-Aviv, erklärte, die Gedenkfeier sei verschoben worden, weil sie in diesem Kontext zu einer öffentlichen Debatte in Israel führe, die man vermeiden wolle. „Wir haben verstanden, dass der Text auf der Einladung über das Gedenken an gefallene oder vermisste Soldaten beider Weltkriege zu Verärgerung in Israel geführt hat. Vielleicht werden wir die Veranstaltung, so wie wir es in der Vergangenheit mehrmals getan haben, der Erinnerung der Soldaten des I. Weltkrieges widmen. Wir müssen aber Rahmen und Natur der Gedenkfeier noch diskutieren.“ 

(c)/ Quelle: ICEJ

02.11.02

Biermann-Interview

Interview mit dem Liedermacher und Schriftsteller Wolf Biermann zum Thema Irak-Krise und die Situation in Israel lesen Sie im nachfolgenden Link des jüdischen Wochenmagazins TACHLES aus der Schweiz.

Link:

Interview "Mit den Toten im Rücken"

02.11.02

Bundesaußenminister Fischer in den USA

Der deutsche Außenminister Joschka Fischer hat in New York anläßlich der Konferenz "Global Anti-Semitism" der Anti-Defamation League eine interessante Rede zu den Themen "Holocaust, Antisemitismus, Bekenntnis Deutschlands zu Israel, Nahostfriedensprozess" gehalten. Den gesamten Text der Rede lesen Sie im nachfolgenden Link:

Link:

Rede von J. Fischer bei der ADL-Konferenz

Fischer bekräftigt Solidarität und Freundschaft mit Israel

02.11.02

Massada und Akko Weltkulturerbe

Die Festung Massada über dem Toten Meer liegend und die alte Kreuzfahrerstadt Akko sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. Massada wurde im 1. Jahrhundert der neuen Zeitrechnung vom damaligen König Herodes gebaut. Von dieser Festung kämpften die jüdischen Freiheitskämpfer (vor Allem Essener und Zeloten) gegen die Römer. Nach 2 Jahren Belagerung eroberten die Römer die Festung. Nach der Überlieferung begingen dort rund 1.000 Juden kollektiven Selbstmord um sich so der barbarischen Sklaverei durch die Römer zu entziehen.

Link:

UNESCO

02.11.02

Linktips

Zum Thema der überraschenden, vorzeitigen Freilassung von 8 Juden, die im Iran der angeblichen Spionage für Israel angeklagt sind, lesen Sie die nachfolgenden Artikel.

Link:

Neue Hoffnungen und Ängste in Teheran

Eine Partnerschaft der besonderen Art

02.11.02

Filme des Spielberg Jewish Film Archivs sind jetzt online

Das Steven Spielberg Jewish Film Archive der Hebräischen Universität in Jerusalem startete vor kurzem ein virtuelles Film-Projekt, wodurch bereits 112 Kinofilme via Internet der weltweiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Im Laufe der kommenden vier Jahre sollen rund 100 weitere Filme hinzugefügt werden. Insgesamt stehen über 500 Filme auf der Warteliste. Das Spielberg Archiv ist das grösste Archiv des jüdischen Dokumentarfilms. Unter den Aufnahmen befinden sich einzigartige Streifen mit für die Historiker entscheidenden Quellen zu den Themen Jüdisches Leben, Shoa, vorstaatliches Israel, Israel seit der Staatsgründung und zur Hebräischen Universität in Jerusalem. Die Filme können mit Hilfe des Internet Explorer und Windows Media Player Version 6.5+ online aufgerufen werden. 

Link:

Spielberg Jewish Film Archiv

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

02.11.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1922: Benito Mussolini wird Premierminister von Italien. Obwohl er zunächst pro-zionistisch eingestellt ist und gute Beziehungen zur jüdischen Bevölkerung hat, wird er später von Hitler angestachelt, eine antisemitische Politik zu verfolgen. 

(c)/ Quelle: ICEJ

02.11.02

TV-Tips

Die SS
Dokumentation über den Chef des Sicherheitsdienstes der Gestapo
Dienstag, 05.11.02 20.15 H ZDF

Guten Abend Wallenberg
Schwedischer Pilotfilm
Donnerstag, 07.11.02 22.35 H ORB

26.10.02

Parallelen zwischen dem Nahostkonflikt und den Geschehnissen in Moskau

Nahostfocus zeigt einige beunruhigende Parallelen zwischen der Geiselnahme in Moskau durch tschetschenische Terroristen und dem Terrorismus, dem sich Israel ausgesetzt sieht. 

Link:

Lohnt der Terror?

Ergänzender Link:

Blutiger Export aus dem Nahen Osten

25.10.02

Interview mit dem Delegierten des IKRK 

In einem Interview mit dem jüdischen Wochenmagazin TACHLES aus der Schweiz versucht der Delegierte des Internationalen Roten Kreuzes die oft geäußerte Kritik an der Position des IKRK gegenüber Israel zu rechtfertigen.

Link:

Definitionsprobleme

25.10.02

Wie Israelis mit dem täglichen Terror umgehen

626 Israelis wurden seit dem palästinensischen Gewaltausbruch vor 2 Jahren ermordet, Tausende wurden verletzt. Wie meistert die israelische Bevölkerung ihr Leben angesichts täglicher Bedrohungen durch Terror. Nahostfocus  hat einen Artikel zu dem Thema aus der amerikanischen Tageszeitung USA TODAY übersetzt.

Link:

Wie Israelis mit dem täglichen Terror umgehen

25.10.02

Christliche Geistliche verweigern Flughafen-Sicherheitskontrolle 

Am Mittwoch lehnte es eine Gruppe hochrangiger christlicher Geistlicher am Ben-Gurion-Flughafen ab, sich den obligatorischen Sicherheitskontrollen zu unterziehen. Mit Hinweis auf ihre hohen geistliche Ämter erklärten sie, Immunität zu genießen und verlangten, wie “VIPs” behandelt zu werden. Die verärgerten Geistlichen kehrten unverrichteter Dinge nach Jerusalem zurück, wo sie eine Pressekonferenz abhielten. Gegenüber Reportern verurteilten sie Israels Vorgehen und erklärten, aufgrund ihres christlichen Glaubens falsch behandelt und diskriminiert worden zu sein. Sie erklärten weiterhin, den britischen Premierminister Tony Blair mit der Bitte kontaktiert zu haben, die israelische Regierung zu einer Änderung ihrer Verhaltensweise zu bewegen. Die Delegation unter Leitung des Bischofs der Anglikanischen Kirche in Jerusalem, Rijah Abu al Assal, erklärte sich nach Vermittlung des israelischen und britischen Außenministeriums später bereit, die Routinekontrolle zu durchlaufen. Die Würdenträger verließen Israel in Richtung Großbritannien, um an einer Friedenskonferenz in Canterbury teilzunehmen. Zu den hochrangigen Kirchenvertretern gehörten auch Butros Mualem von der griechisch-katholischen Kirche in Galiläa, Munib Junan, der lutherische Bischof Jerusalems und Elias Schakour, ein griechisch-katholischer Geistlicher aus Jerusalem. Schmuel Evjatar, Berater des Jerusalemer Bürgermeisters Ehud Olmert in christlichen Angelegenheiten, bedauerte den Vorfall. „Ich verstehe nicht, warum Leute, die in einer Situation leben, die uns alle gleichermaßen betrifft, und insbesondere nach dem 11. September sich weigern, sich einer Sicherheitskontrolle zu unterziehen - mit dem Argument, sie seien Geistliche und VIPs...Die Behauptung, sie wären aufgrund ihres christlichen Glaubens falsch behandelt und diskriminiert worden, ist völliger Unsinn“, so Evjatar. Er fügte hinzu, dass in den 70er Jahren der frühere Erzbischof der griechisch-katholischen Kirche in Jerusalem, Hilarion Capucci, beim Schmuggeln von Waffen und Gold über die Jordanbrücken festgenommen worden war. 

(c)/ Quelle: ICEJ

25.10.02

Nach 500 Jahren ziehen die Juden ab

Wachsender Antisemitismus und schlechte Wirtschaftsperspektiven bedrohen die Existenz zweier jüdischer Gemeinden an der Küste Nordafrikas. Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin TACHLES berichtet darüber.

Link:

Nach 500 Jahren ziehen die Juden ab

25.10.02 

Film über christlich-jüdische Versöhnung vorgestellt in Rom

Im Film von Rabbi Ron Kronish "I am Joseph your Brother" geht es um die neuralgischen Punkte im jüdisch-christlichen Dialog. Der Film lief am Dienstag in den römischen Kinos an. Es geht um die Wallfahrt dieses Papstes nach Israel und mit diesen Bildern des Papstes im Heiligen Land beginnt auch der Film. Unter die Lupe genommen werden die Veränderungen bei den Beziehungen zwischen den beiden Religionen. Zum ersten mal werden in einem Film Bilder aus dem vatikanischen Geheimarchiv und Bilder aus Yad Vashem, dem israelischen Nationaldenkmal zu Ehren der Holocaustopfer gezeigt. Unverhohlen und souverän behandelt der Film prekäre Themen wie die Shoah, den Vorwurf des blutigen jüdischen Opferkultes und das Schweigen Pius XII.. Auch katholische und jüdische Studenten kommen zu Wort. Angespielt wird auf die jüdische Delegation im Jahr 2000 und die neue epochale gegenseitige Anerkennung. Er Film orientiert sich an den Worten von Johannes XXIII. vor einer jüdischen Delegation im Vatikan, zu welcher der Papst sagte: "Ich bin Joseph, euer Bruder" - er hieß mit weltlichem Namen Giuseppe Roncalli. Dieser Ausspruch ist der Anfang einer neuen Epoche zwischen Juden und Christen. Auch kommt das Konzilsdokument "Nostra Aetate", die Anerkennung des israelischen Staates im Jahre 1994 seitens der Heiligen Stuhles und das Dokument der Päpstlichen Kommission für den interreligiösen Dialog zur Sprache, in dem es um Kirche und Holocaust geht. Rabbi Kronish erklärte bei der Vorstellung seines Films, er wolle einen jüdischen Standpunkt über die letzten 40 Jahre Beziehungen Kirche-Judentum liefern. Nach Kronish erleben wir "ein neues Zeitalter des Dialogs". Man ist von der Verfolgung zur Zusammenarbeit übergegangen. Der Film widmet auch einen Großteil seiner Zeit dem Zweiten Vatikanum. Auch der neue Sekretär des Päpstlichen Rates für die Beziehungen zum Judentum, der Salesianer Hoffman, gab nach der Filmvorstellung an, "wenn wir mit den anderen reden, entdecken wir unsere Identität". Deshalb müssten die Katholiken sich mit ihren größeren Brüdern treffen, in Bezug auf das jüdische Volk. Amos Luzzato, der Vorsitzende des Verbandes jüdischer Kommunitäten in Italien, erinnerte an seine Beziehungen zu Johannes XXIII. zurück. Der Dialog dürfe keine bloße Freundschaft bleiben. Deshalb müsse man brenzlige Themen anschneiden, sich kontrastieren und positionieren, um voranzuschreiten und zu wachsen. Schließlich hat der Historiker Alberto Melloni bemerkt, dass "Antisemitismus eine Sünde ist". Die Jahre vor "Nostra Aetate" seien doch auch sehr wichtig im Hinblick auf die christliche Sichtweise des jüdischen Volkes. Der Film lief anlässlich der kommenden Feier der Erklärung "Nostra Aetate" (28.X.1965) in Europa an und ist eine Koproduktion der Tal-El Productions aus Jerusalem in Kooperation mit der amerikanischen Bischofskonferenz. Er kann auch auf dem nächsten Festival "Religion Today" in Trient bewundert werden. Man kann ihn auch am Sitz des Interreligiösen Rates von Israel bestellen. Besonders herausgehoben sind die gemeinsamen Programme von Juden und Arabern in Israel über Themen wie Glauben, Frieden, Umwelt und Erziehung. Die Vorstellung des Films fand im Palazzo Barberini in Rom statt und gehört zu den gemeinsamen Aktivitäten der Ewigen Stadt mit der World Conference for Religion and Peace (WCRP) in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft von Sant'Egidio, der jüdisch-christlichen Freundschaft und des SIDIC (Informations- und Dokumentationsdienst über Juden und Christen). 

Link:

Zenit

25.10.02

Sarg von Jesus’ Bruder Jakobus entdeckt 

Nach einem Bericht der führenden archäologischen Zeitschrift “Biblical Archaeology Review”,  wurde in Israel ein leerer Steinsarg entdeckt, der mit großer Wahrscheinlichkeit die Gebeine von Jesus’ Bruder Jakobus enthalten hat. Auf dem sog. Ossuar (Beinhaus) aus Kalkstein ist in aramäischer Schrift „Jakobus, Sohn des Josef, Bruder von Jesus“ eingraviert. Der anerkannte Paläograph Andre Lemaire von der Sorbonne Universität in Paris hat die Echtheit der Inschrift bestätigt. Die kursive Schriftart wurde laut Lemaire nur in dem Zeitraum von 10 bis 70 n.Chr. verwendet. Der Wissenschaftler datiert den Steinbehälter auf 63 n. Chr. Im ersten Jahrhundert nach Christus gingen die Juden dazu über, die Gebeine ihrer Verstorbenen von Grabhöhlen in Ossuare umzubetten. Auf dem einen halben Meter langen Steinsarg findet sich laut Lemaire damit die bisher einzig nachgewiesene Erwähnung der Zentralfigur der Christenheit Jesus Christus in neutestamentlicher Ära. Gleichzeitig handelt es sich um den ersten archäologischen Fund, der biblische Hinweise auf Jesus bestätigt, vgl. Matth. 13, 55-56 und Galater 1, 18-19. Die gemeinsame Erwähnung der drei Namen Josef, Jesus und Jakobus ist ein weiteres Indiz dafür, dass es sich tatsächlich um den Bruder von Jesus handelte – zwar kamen die Namen zu Jesu Zeiten für sich recht häufig vor, die statistische Wahrscheinlichkeit ihres Erscheinens in dieser Kombination ist jedoch sehr gering. Zudem wurden gewöhnlich Brüder zur Identifikation von Personen nicht erwähnt – was dafür spricht, dass es sich bei diesem Jesus um eine bekannte Persönlichkeit handelte. Labortests in Israel bestätigen, dass der Kalkstein des Beinhauses aus der Umgebung von Jerusalem stammt. Dort gehörte Jakobus zu den Leitern der Urgemeinde. Der Kalksteinkasten befindet sich im Privatbesitz, vorherige Eigentümer und die Geschichte seines Erwerbes sind unbekannt. Der Sarg gehört zu den wenigen Funden, die Figuren des Neuen Testamentes erwähnen. Der Ossuar des Hohenpriesters Kaiphas wurde 1990 entdeckt. Vor ca. 40 Jahren fand man ein Monument, auf dem Pontius Pilatus erwähnt war. „Der Jakobus-Ossuar ist möglicherweise der wichtigste Fund in der Geschichte der Archäologie des Neuen Testaments“, so Herschel Schanks, Herausgeber der „Biblical Archaeology Review“. „Er hat nicht nur für die Lehre Bedeutung, sondern auch für das Verständnis der Welt über Bibel.“ 

Link:

Biblical Archaeology Review

(c)/ Quelle: ICEJ

22.10.02

Katholische Kirche als Judenretterin?

Als der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, im Frühjahr die Kirchen aufforderte, zur Antisemitismusdebatte Stellung zu nehmen, reagierten diese nur zögerlich und mit Zurückhaltung. Die evangelische Kirche sprach sich gegen die "Seuche Antisemitismus" aus und der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich warnte vor der Gefahr weiterer Tabubrüche. "Ich halte es für unerträglich, wenn Juden die Schuld an aufkommendem Antisemitismus gegeben wird." In einem Artikel in der Jüdischen Allgemeinen nimmt Ulrich W. Sahm nun zu dem Mythos Stellung, die katholische Kirche habe während der Schoah über 80 % der geretteten Juden während des Nazihorrors in Deutschland seien von der Katholischen Kirche gerettet worden....

Link:

Katholische Kirche als Judenretterin?

22.10.02 

Wiesenthal-Center: Britischen Botschafter abberufen 

Das Simon Wiesenthal Center hat in einem Brief den britischen Außenminister Jack Straw aufgefordert, Botschafter Sherard Cowper-Coles aus Tel Aviv abzuberufen. Dieser wurde in der israelischen Tageszeitung "Jediot Aharonot" mit den Worten zitiert: "Israel hat das Westjordanland und den Gaza-Streifen zu einem riesigen Konzentrationslager gemacht". Falls diese Aussagen tatsächlich so gefallen seien, so Shimon Samuels vom Wiesenthal Center, müsse Cowper-Coles abberufen werden wegen Banalisierung des Holocausts und dem Andenken seiner Opfer sowie der bereitwilligen Förderung von palästinensischem Antisemitismus. 

(c) ICEJ

Link:

Simon Wiesenthal Center

22.10.02

Empfehlenswerte Videopräsentation

Eine Videopräsentation die mit den Märchen aufräumt, das seit über 50 Jahren von seinen Nachbarn bedrängte Israel sei jemals der Aggressor im Nahen Osten gewesen.

Link:

History in a nutshell

22.10.02

Christliche Israelfreunde rücken näher zusammen

Vom 15.-17. Oktober 2002 trafen sich auf dem Gelände der Evangelischen Marienschwesternschaft in Darmstadt-Eberstadt elf Leiter von sieben national tätigen Israelwerken zu einer zweitägigen Klausur-Tagung. Ein Ergebnis dieser Tagung ist die Gründung eines Beziehungs- und Aktionsforums unter dem Namen „Christliches Forum für Israel – Deutschland an der Seite Israels".

 

Auf dem Hintergrund des offensichtlichen Anwachsens von Antisemitismus und Antiisraelismus in der deutschen Politik und Gesellschaft gab es im Frühjahr und Sommer 2002 eine Reihe von Aktivitäten christlicher Israelwerke und Gemeinden. Dazu zählen die Kundgebung „Israel, du bist nicht allein" in Frankfurt am 10. Mai 2002 mit ca. 2.500 bis 3.000 Teilnehmern, die Kundgebung „Deutschland an der Seite Israels" vom 24. August 2002 in Berlin mit ca. 4.000 Teilnehmern, die Veröffentlichung eines offenen Briefes in der „Jüdischen Allgemeinen Zeitung" (12.09.02) und „Die Welt" (17.09.02), sowie im Vorfeld der Bundestagswahlen die Aktion „Christen fragen Parlamentarier". Die sieben genannten Israelwerke zählen zu den Hauptinitiatoren der genannten sowie einer Reihe weiterer Aktivitäten in diesem Jahr gegen Antisemitismus und Antiisraelismus. Gleichzeitig galt ihr Engagement der Verbesserung der Beziehung von Christen sowie von Politik und Gesellschaft in Deutschland zu jüdischen Menschen, Organisationen und Repräsentanten innerhalb Deutschlands und in Israel.

Die bleibende sachliche Notwendigkeit vertiefter Zusammenarbeit und die positiven Erfahrungen der Kooperationen des vergangenen halben Jahres führten zur Gründung des oben erwähnten Forums in Verbindung mit folgenden drei Zielsetzungen:

1) Die Stärkung der Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen christlichen Leitern, die sich für eine Verbesserung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Israel einsetzen.

2) Die Formierung einer gemeinsamen christlichen Stimme in die deutsche Christenheit und Gesellschaft hinein sowie zu jüdischen Gemeinden und Organisationen in Deutschland und zu Israel.

3) Die Bildung einer Aktionsplattform zur Aufarbeitung von Vergangenheitsschuld am jüdischen Volk und zur Förderung einer positiven Beziehung zwischen Deutschland und Israel.

Dieses Netzwerk versteht sich im Sinne dieser Ziele als offenes Forum für Leiter von etablierten, national arbeitenden Israel-Werken in Deutschland.

Der vorläufige Leitungskreis von „Christliches Forum für Israel – Deutschland an der Seite Israels" besteht aus: Jürgen Bühler (Int. Christl. Botschaft, Deutschland), Harald Eckert (Christliche Freunde Israels), Hinrich und Elke Kaasmann (Ebenezer Hilfsfonds), Günter und Waltraud Keil (Die Brücke Berlin-Jerusalem).

Als nächste gemeinsame Initiativen sind eine zentrale Gedenkveranstaltung am Vorabend des 27. 01. 2003 (Nationaler Holocaustgedenktag) in Berlin sowie eine Reihe dezentraler Veranstaltungen anlässlich des 70. Jahrestages der „Machtergreifung" Hitlers (30. 01. 1933) geplant.

Nähere Informationen finden sich im Internet unter dem Link:

 Deutschland an der Seite Israels

Vertreten waren folgende Werke: Christliche Freunde Israels e.V.; Die Brücke Berlin-Jerusalem e.V.; Ebenezer Hilfsfonds e.V.; Internationale Christliche Botschaft, Deutscher Zweig e.V.; Israel heute – Christen an der Seite Israels e.V.; Jerusalem-Schalom; Ruf zur Versöhnung e.V.;

22.10.02

Gegen Terror-Finanzierung durch die EU

Auf Antrag der Europaparlamentsabgeordneten Ilka Schröder (GUE/NGL) ist ein Untersuchungsausschuss zu Terrorhilfen durch die EU geplant, der die illegale Verwendung von Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde für Terroristen untersuchen soll.

Die Hinweise auf eine rechtswidrige Verwendung von europäischen Steuergeldern durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben sich in den letzten Wochen und Monaten immer mehr verdichtet. Abgeordnete des Europäischen Parlaments aus sechs verschiedenen Fraktionen haben daher im September beim Europäischen Parlament in Straßburg einen Antrag zur Einrichtung eines Untersuchungsausschusses gestellt. 

Grundlage für einen Untersuchungsausschuss ist ein angenommener Bruch des Gemeinschaftsrechts. Im Mittelpunkt des Antrages steht die direkte Budgethilfe der EU an die PA, die seit Juni 2001 gezahlt wird, und die mögliche Verwendung dieser Gelder für andere als für die vorgesehenen Zwecke. Die PA hat sich möglicherweise verschiedener Verschleierungstechniken bedient, etwa der Weitergabe falscher Berichte an die Kontrollorgane, einer Zwangsabgabe für die Fatah auf alle PA-Gehälter, der Einrichtung eines Schattenhaushalts sowie der Manipulation der Währungsumtauschraten. 

Der beantragte Untersuchungsausschuss soll überprüfen, ob die PA mit Hilfe dieser Verschleierungstechniken EU-Gelder zweckentfremdet hat und ob sie diese zur Unterstützung terroristischer Organisationen verwendet hat. Dies würde den Bruch von verschiedenen EU-Gesetzen im Bereich der Menschenrechte und des Haushaltsrechts bedeuten. 

Die Europäische Kommission hat zwar mehrfach betont, wie wichtig ihr die Aufklärung dieser Sachverhalte ist. Das bisherige Vorgehen der Kommission schafft aber kein Vertrauen in Fähigkeit und Willen zu ergebnisoffenen Untersuchungen. Schon die letzte Amtszeit der Europäischen Kommission ist nach dem bekannt Werden von finanziellen Unregelmäßigkeiten abrupt zu Ende gegangen. Daraus die Konsequenz zu ziehen, bei den Finanztransfers nicht so genau hinzuschauen, wäre aus der Sicht der Kommission zwar folgerichtig, wird aber für das Vertrauen der europäischen Staatsbürger in die selbst von der Kommission in aller Welt geforderte gute Regierungstätigkeit (»good governance«) nicht förderlich sein. 

Der Antrag wird von Abgeordneten aus verschiedenen Fraktionen des Europäischen Parlaments unterstützt. 

(c)/ Quelle: Ilka Schröder

Link:

Ilka Schröder

take-a-pen

Hilfsgelder für den Terror?

21.10.02

Terroranschlag 

Im Norden Israels ist zwischen den Städten Hadera und Afula ein Bus explodiert kurz nach der Abfahrt von einem Busbahnhof explodiert. Der israelische Rundfunk spricht in einer Meldung von 13 Toten und mindestens 45 Verletzten, viele davon schwer. Zu der grausamen Tat haben sich die Hamas und der Islamische Dschihad bekannt. Der Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat - wie üblich - den Anschlag verbal verurteilt.

Link:

Dschihad sprengt in Nordisrael Bus in die Luft

Bericht von Ha'aretz

Stellungnahme Bundesaußenminister Fischer

Kommentar Ulrich Sahm

Video

Stellungnahme des mfa

21.10.02

Hamas Internet Magazin für Kinder glorifiziert Märtyrer

“Al`fatach“ (der Eroberer), eine neue Online Wochenzeitschrift für Kinder der radikalen Islamistenorganisation Hamas, ruft Kinder auf, für den „Dschihad“ (Heiliger Krieg) zu kämpfen und Selbstmordattentäter zu werden, deren Aktionen sich nicht nur gegen Juden sondern gegen alle „Ungläubigen“ richten sollen, entsprechend eines Berichtes der israelischen Tageszeitung Maáriv. Die Hamas benutzt die Online Ausgabe, um die Nachricht zu verbreiten, dass „die höchste Würde ist es ein Märtyrer zu werden“. Die aktuelle Wochenausgabe berichtet über die Bedeutung des Dschihads und vermittelt die Nachricht, dass ein umfassender Krieg zwischen „dem Guten gegen das Böse“ tobt. „Der Dschihad, mit Allahs Hilfe, wird ein Heiliger Krieg gegen die Ungläubigen sein. Mit Händen und Waffen werden wir gegen die Juden, Serben und Russen kämpfen“, wie auf der Internetseite berichtet wird. Zudem werden in der aktuellen Ausgabe palästinensische Shahedim (Märtyrer) glorifiziert, unter anderem durch Geschichten von ausgewählten Attentätern, die für den Tod von mehr als 50 Israelis verantwortlich sind. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

21.10.02

Zum Thema "Möllemann"

"Die Welt" spekuliert woher die 840.000 Euro zur Finanzierung des Anti-Israel-Pamphlets kamen; die Spekulation reicht vom libyschen Despot Gaddafi bis hin zur Deutsch-Arabischen Gesellschaft. Nachfolgend die Artikel aus der "Welt".

Link:

Woher kam das Geld?

Die Akte M

Die FDP sucht Möllemanns Helfer I

Was wusste Guido Westerwelle?

21.10.02

al-Hayat: Buch über Ritualmordvorwurf ist Bestseller auf Damaszener Buchmesse 

Die in London erscheinende arabischsprachige Tageszeitung al-Hayat berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über den Erfolg des Buches "Die Matzen von Zion" auf der 18. Internationalen Buchmesse in Damaskus, die vom 08.-18. Oktober 2002 stattfand. Das Buch des syrischen Verteidigungsministers Mustafa Tlass, das erstmals zu Beginn der 80er Jahre auf Arabisch veröffentlicht wurde, erzählt die Geschichte eines vermeintlichen Ritualmordes, der 1840 von Damaszener Juden an einem Pater und dessen Gehilfen begangen wurde, um mit dem Blut der Opfer das traditionelle Gebäck anlässlich des Pessah-Festes zuzubereiten.  
Trotz zahlreicher Proteste, die die Veröffentlichung des Buches in der Vergangenheit auslöste, berichtet al-Hayat von einer Neuauflage in mehreren Sprachen, die auf der Buchmesse zu einem Bestseller wurde. Verschiedene Versionen dieses Damaszener Ritualmordvorwurfes fanden sich in den letzten Jahren immer wieder in arabischen Zeitungen. Erst kürzlich entwickelte sich in ägyptischen Zeitungen eine Debatte um ähnliche Vorwürfe, nachdem ein Pariser Gericht ein Verfahren wegen Anstachelung zum Rassenhass gegen Ibrahim Nafie, dem Herausgeber der ägyptischen Tageszeitung al-Ahram wegen der Veröffentlichung einer solche Geschichte einleitete. 
Der folgende Artikel erschien am 21. Oktober 2002 auf der Titelseite der Zeitung unter der Überschrift "'Die Matzen von Zion' unter den am meisten verkauften Büchern auf der syrischen Buchmesse": "Auch zwanzig Jahre nach dem erstmaligen Erscheinen stößt das Buch ,Die Matzen von Zion' des syrischen Verteidigungsministers Mustafa Tlass bei den Besuchern der 18. Internationalen Buchmesse in Damaskus auf Interesse. Um der Nachfrage nach dem Buch gerecht zu werden, beschloss der Verlag ,Dar Tlass für Studien, Übersetzungen und Verlag' die Herausgabe einer achten Auflage in arabischer Sprache, die zusätzlich zu einer englischen, französischen und italienischen Ausgabe veröffentlicht wird. Eine Quelle im Verlag erklärte gegenüber al-Hayat, 20000 Exemplare von jeder Ausgabe von ,Die Matzen von Zion' seien gedruckt worden, womit das Buch das auflagenstärkste unter den 600 Titel des Verlages ist, bei 38000 Titeln auf der gesamten Messe. Der Mitarbeiter des Verlages wies darauf hin, dass ,der Zuspruch zu dem Buch auf den Wunsch der heranreifenden Generationen zurückgehe, etwas über die Verhältnisse der Juden, über ihr Mitwirken bei der Belästigung der Araber und anderer Menschen zu erfahren und die Grundlagen zu kennen, die sie zum Mord an anderen antreiben.' Seit seinem Erscheinen hat das Buch Diskussionen und Aufsehen ausgelöst, da es ,historische Dokumente' enthält, die die Geschichte des Mordes an Pater Tuma al-Kabushi und seines Dieners Ibrahim Imara durch einige Juden im Jahre 1840 erzählt. Nach dieser Erzählung geschah der Mord, der sich im Damaskus, ,das unter dem Einfluss der Konsule der europäischen Staaten stand', um aus dem Blut der beiden ,die Matzen Zions' zum Pessah-Fest herzustellen. ,Jeder der Konsule arbeitete unter dem Deckmantel des Schutzes der Minderheiten für seinen eigenen Erfolg, der französische Konsul berief sich auf die Protektion der Katholiken, der russische auf die Protektion der Orthodoxen, der österreichische zusammen mit dem preußischen (deutschen) und dem englischen auf den Schutz der Juden.' Gegen diese Erzählung erhob sich israelische Kritik, die es als ein weit verbreitetes Märchen über jüdische religiöse Riten bezeichnete. Das Neue an der achten Auflage ist ein Kapitel mit einer Übersetzung des Buches ,Der kleiner Prager Märtyrer', das die Geschichte vom Tod des jungen Burschen Simon Abeles im Jahre 1694 in Prag erzählt. Zusätzlich enthält es Details über das Aufsehen, welches das Buch seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe im Jahr 1985 erregte. Sie umfassen Informationen über die Bemühungen des Rabbiners Marvin Heir vom Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, der dem ehemaligen amerikanischen Außenminister George Shultz eine Kopie des Buches schickte, um ihn zum Handeln zu bewegen. Darauf folgten offizielle Proteste, die die amerikanische Botschaft und die Botschaften anderer europäischer Staaten beim syrischen Außenministerium einreichten. Andere Details beziehen sich auf Briefe des jüdischen Zentrums an den ehemaligen französischen Präsident François Mitterand, in dem er aufgefordert wurde, die Universität Sorbonne wegen des Vorwurfs des Antisemitismus gegen Tlass daran zu hindern, eine Diskussion seiner Doktorarbeit ,Die strategische Methode von Marshall Jokof' zuzulassen. Die offizielle syrische Antwort darauf war: ,Wir sind keine Rassisten und keine Feinde der semitischen Religionen, unter ihnen das Judentum. Wir sind gegen den Zionismus.' Tlass erklärte schließlich: ,Kennen sie die Bedeutung des Wortes ,Semitismus', gegen den ich ihrem Vorwurf nach Feindschaft hegen soll? Wissen sie, dass ich Araber bin, und dass die Araber Semiten sind? Wissen sie, dass die Feindschaft gegen Araber Antisemitismus bedeutet?' Im Vorwort des Buches macht Tlass daher dem Leser die Zusage, ,die Ausgaben zu überarbeiten und jeder Ausgabe ein neues Dokument oder ein neues Kapitel hinzuzufügen, das Licht auf die Entstellungen der Tora und auf die Verbrechen ihrer religiösen Riten wirft. Ausgehend von dem Glauben an das Wort: ,Was den Schaum betrifft, so vergeht er als Abfall. Was aber das betrifft, was für die Menschen von Nutzen ist, so bleibt es in der Erde. So prägt Gott die Gleichnisse.' (Sure Der Donner, 17)"

Link:

memri

© Copyright 2002 by The Middle East Media Research Institute (MEMRI) 

Ergänzender Link:

Der Antisemitismus eines syrischen Außenministers

18.10.02

Buchempfehlung

Benjamin Berger: Eine Herde - Ein Hirte

"Die Gemeinde auf dem Weg zur Vollendung"
1. Auflage, ISBN 3-980866-40-8
Paperback, 160 Seiten
Euro 12,80 Einführungspreis
Erscheinungsdatum: 9. November 2002

 

Das Buch "Eine Herde - ein Hirte" von Benjamin Berger ist ein Ruf aus dem Herzen Gottes. Ein Ruf an die Gemeinde Jesu, in den priesterlichen Auftrag der Endzeit einzutreten, um Wegbereiter und Geburtshelfer für Israel zu werden. Die größte Erweckung aller Zeiten steht uns noch bevor: Die Annahme Israels! Leben aus den Toten - für alle Völker - weltweit.

Benjamin Berger schreibt dazu: "Ich spüre etwas ganz Dringliches und bete, daß die Gemeinde den Ruf Gottes hört und ihren Platz einnimmt. Dann kann auch hier in diesem Land das Leben aus den Toten fließen und eine Erweckung geschehen, in der ihr erlebt, wie der Herr wirklich unter Euch wohnt." 

Zu beziehen über die nachfolgende Adresse:

Jerusalemgemeinde, Berlin 
e-mail: berlin@jerusalemgemeinde.de

oder über unsere Shoppingadresse:

Shopping

18.10.02

Israelisches Hightech Unternehmen entwickelt bahnbrechendes Produkt im IT-Security-Bereich

Das israelische Unternehmen Cobrador entwickelte ein bahnbrechendes Produkt im IT-Security-Bereich mit dem Namen Bouncer, was soviel wie Türsteher heisst. 

Nach intensiven Sicherheitstests wurde das System in Deutschland in Zusammenarbeit mit der netop AG bereits in der Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg und bei der Victory Media Group in München erfolgreich implementiert. Gegenüber den bisher bekannten Systemen zeichnet sich dieses Produkt dadurch aus, dass es aktiv Vorkehrungsmassnahmen gegen einen Angriff trifft und zudem den Angreifer mit falschen Informationen versorgt. Somit tappt der Jäger im Dunkeln und wird zum Gejagten, da er seine Tarnung verliert und so jede Bewegung auffällt. Bitte nehmen Sie bei Fragen zum deutschsprachigen Vertrieb den Kontakt mit der netop AG auf. 

Links:

Cobrador

netop

18.10.02

Mufti von Jerusalem nach Polizeiverhör wieder freigelassen 

Der am Dienstagmorgen auf Weisung des israelischen Generalstaatsanwaltes Eljakim Rubinstein von der Polizei fest genommene Mufti von Jerusalem wurde am Nachmittag desselben Tages wieder freigelassen. Die Verhaftung beruhte auf dem Verdacht der Anstiftung zu Terrorismus und Gewalt. Sabri wurde über ein Interview befragt, dass er einer palästinensischen Tageszeitung am 1. Juni diesen Jahres gegeben hatte, erklärte ein Polizeisprecher. Sabri soll darin seine Unterstützung für palästinensische Selbstmordattentate ausgedrückt und erklärt haben, diese stellten ein "legitimes palästinensisches Recht gegen zionistische Besetzung" dar. Er wird auch beschuldigt, gesagt zu haben, dass es kein religiöses Verbot für Selbstmordattentate gebe, die er als "legitime Selbstverteidigung" bezeichnet haben soll. Sabri verfügt über ein langes Register extremer Kommentare gegen Israel. Letztes Jahr beschrieb er den palästinensischen Aufstand als "Heiligen Krieg" und nannte Selbstmordattentäter und andere Moslems, die in dem Konflikt getötet wurden, "Märtyrer". Im Januar 2001 wurde er von der deutschen Zeitung "Die Welt" folgendermaßen zitiert: "In der ganzen Stadt gibt es keinen einzigen Stein, der auf jüdische Geschichte hinweist". Jüdische Einwanderer sollten "dahin zurückkehren, wo sie herkommen". Es war das zweite Mal, dass Sabri von der Polizei verhört wurde, seit er sein Amt angetreten hat. Nach Angaben seines Sohnes Obedah erschien die Polizei um 9.00 Uhr morgens vor dem Haus des Muftis im östlichen Jerusalem. Gegen Mittag wurde er wieder entlassen. Ob es zur Anklage gegen ihn kommt, wird sich zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

18.10.02

Wo liegt Ausschwitz?

Im Anfang war das Wort. Doch nach 1945 verloren so viele der wenigen, die überlebt haben, ihre Sprache. Und viele der wenigen, die ihre Sprache fanden, zerbrachen an ihr, an der Erinnerung, anderen Unmöglichkeit, für die anderen und sich selbst in den Worten fassbar zu machen, was unfassbar bleiben wird... Mehr dazu im nachfolgenden Link aus dem jüdischen Wochenmagazin TACHLES.

Link:

Wo liegt Auschwitz? 

Nicht für die Schule, für Auschwitz lernen wir

18.10.02

Palästinensische Extremisten benutzen Zivilisten als Schutzschild 

Am gestrigen Donnerstag wurden israelische Truppen bei Sucharbeiten nach unterirdischen Tunneln in Rafah (die den Gaza Streifen mit Ägypten verbinden und zum Schmuggeln von Waffen benutzt werden) mit Panzerabwehrraketen beschossen, dabei wurde ein Fahrzeug schwer beschädigten. Daraufhin schossen israelische Panzer drei Granaten auf das Haus, von welchem die Panzerabwehrraketen abgefeuert wurden. Ein Sprecher der IDF drückte sein Bedauern über zivile Opfer aus, betonte aber ausdrücklich, dass die Terroristen bewußt zivile Wohngebiete als Schutzschild mißbrauchen. Oberst Ofer Shifran erklärte gegenüber Reportern, dass „...die Palästinenser den Schusswechsel mit leichten Waffen, Panzerabwehrraketen und Granaten initierten. Die Soldaten erwiderten zielgerichtet das Feuer auf den Ursprung der Schüsse.“ Er führte weiterhin aus: „Die Palästinenser nutzen den Vorteil von Wohngebieten und nutzen dabei Zivilisten sowie Familien als Deckung. Die Soldaten tun das Möglichste, um nicht auf Häuser schießen zu müssen, doch wenn sie beschossen werden und ihr Leben in Gefahr ist, reagierten sie durch gezielte Schüsse auf die bewaffneten Palästinenser. Wenn die Palästinenser nicht das Feuer eröffnen würden, hätte die Soldaten keinen Grund zurückzuschießen.“ Ministerpräsident Scharon wies die Kritik am Vorgehen der Armee zurück und erklärte, dass die Armee alle denkbaren Bemühungen unternimmt, um zivile Opfer zu vermeiden. In den letzten Monaten entdeckte die Armee mehr als 30 Tunnel, welche zum Schmuggeln von Waffen benutzt wurden. Laut Oberst Shifran waren die Eingänge von einigen dieser Tunnel in Familienhäusern versteckt. 

18.10.02

Hizbollah versucht Langstreckenraketen zu erwerben  

Die radikal islamische Organisation Hizbollah (Libanon) versucht nach Angaben von israelischen Offiziellen Raketen zu erwerben, die eine Reichweite von 300 Kilometer haben und somit alle Bevölkerungszentren nördlich von Beer Sheva treffen können. Die Hizbollah besitzt gegenwärtig die Fajr 5 Rakete die eine Reichweite bis Haifa aufweist. Das Thema wurde von israelischen Delegationsteilnehmern, die Ministerpräsident Scharon in die USA begleiteten, gegenüber ihren amerikanischen Gesprächspartnern in Washington angesprochen. In den Gesprächen wurde die Situation an der nördlichen Grenze als sehr gefährlich beschrieben. Das Szenario eines möglichen Angriffes der Hizbollah auf Israel während einer Militärkampange der USA im Irak wurde von Premier Scharon in Gesprächen mit Außenminister Powel und CIA Chef George Tenet diskutiert. Während einer Pressekonferenz adressierte Präsident Bush eine Warnung an die Hizbollah, dass jeder Angriff auf unsere Freunde (Israel) als terroristischer Akt gewertet werden würde und die USA Terrorismus überall bekämpfen werde.

(c)/ Quelle: Botchaft Israels/ Berlin

18.10.02

Maccabi Tel Aviv besiegt Siena 

Bei ihrem ersten Heimauftritt in der diesjährigen Euroleague Saison besiegte das Basketballteam von Maccabi Tel Aviv den italienischen Vertreter Siena mit einem überzeugenden 107-81. Derrick Sharp führte die Punkteausbeute von Maccabi mit 16 Punkten an und sicherte mit einer überzeugenden Leistung in der Offensive und Verteidigung einen zu keiner Zeit gefährdeten Sieg. Nach den ersten wenig überzeugenden Auftritten in der Euroleague (Pendant zur UEFA Championsleague im Fußball) verbesserte sich der Vorjahresfinalist Maccabi vor allem in der Verteidigung und holte 35 Rebounds (Abpraller vom Korb) gegenüber 26 von Siena und ließ nur 47 Wurfversuche der Italiener zu (gegenüber 76 von Maccabi).

18.10.02

Der Kampf um die Wasser des Wazzani

Nach einer kurzen Ruhe an Israels Nordgrenze hört man dort wieder Kriegstrommeln. Grund sind nicht die Aktionen der Hizbollah gegen Israel, sondern die Absicht Beiruts, den in den Jordan mündenden Wazzanifluss anzuzapfen. 

Link:

Der Kampf um die Wasser des Wazzani

Israel hat ein historisches Recht auf den Hatzbani

17.10.02

Stellungnahmen von US-Präsident Bush und Israels Premier Sharon 

Gestern wurde PM Ariel Sharon in das Weisse Haus eingeladen, um ein Gespräch mit George Bush zu führen. Zu den einzelnen Gesprächspunkten sagte George Bush, dass es eine gute Diskussion über Frieden und Sicherheit gewesen sei. Auch schaue er mit Zuversicht auf Zukunft der israelischen Wirtschaft, da er auf das Potential der israelischen Bevölkerung vertraue. Er wertschätze auch sehr die Arbeit des Kabinetts, die finanzielle Unterstützung und die humanitären Bedingungen für die palästinensische Bevölkerung, sowie ein Kontrollsystem auszubauen, das sicherstellt, dass die Gelder nicht in terroristische Aktivitäten fliessen. Es wurde auch über den Rahmen der Friedensarbeit und einer friedlichen Coexistenz des israelischen und zukünftigen palästinensischen Staates gesprochen; Bush bedankte sich sehr für das Kommen Sharons. Zu den einzelnen Gesprächspunkten sagte Ariel Sharon, dass er den Kampf gegen den Terror, den George Bush weltweit in Angriff genommen hat tief schätze. Dass Israel sich seit 120 Jahren Terror gegenübersähe, jedoch fest daran glaube, dass bald der Tag käme, die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen und von israelischer Seite die ersten Schritte zu untenehmen. Er hob die besondere Beziehung zu dem derzeitigen Amerikanischen Präsidenten und seiner Regierung hervor, die ihn sehr zuversichtlich in eine friedliche Zukunft blicken lässt. 

Link:

Statement Georg Bush und Ariel Sharon lesen

Statement Georg Bush und Ariel Sharon lesen

Statement Georg Bush und Ariel Sharon hören

Scharon verläßt Washington zufrieden

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

17.10.02

Rom erinnert der Deportation von 1943

Roms Jüdische Gemeinde beging gestern den 59. Jahrestag der Deportation von tausenden Juden durch die Nazis in Vernichtungslager im Jahre 1943. Eine Kerzen-Mahnwache wurde seit Dienstag gehalten, während eine Lichterprozession und die Enthüllung einer Gedenkplatte weitere Bestandteile des Gedenkens der Tragödie waren. Mehr als 1200 Juden Roms, etwa 1 Zehntel der jüdischen Bevölkerung wurden am 16. Oktober 1943 zur Deportation versammelt. Darunter wurden 252 Nichtjuden nach einigen Stunden freigelassen. Die römische jüdische Gemeinschaft ist seit ihrer Gründung im 2. Jahrhundert vor Christus die älteste in der westlichen Welt. 

17.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte

Im Jahre 1808 fordert das neue Parlament Polens Rechtegleichheit, schliesst in diese Forderung jedoch nicht die Juden mit ein. Man verschiebe die Gleichberechtigung der Juden auf 10 Jahre, hoffend, bis dahin wären die unterscheidenden Aspekte augerottet. 

17.10.02

Immer weniger Christen in den PA-Gebieten

Während die Zahl der Christen in den Palästinenser-Gebieten unaufhörlich sinkt, erfährt die christliche Minderheit Israels einen kontinuierlichen Bevölkerungsanstieg. Gleichzeitig ändert sich das Gesicht der christlichen Minderheit in Israel: Die christlichen Araber bilden nicht mehr die Mehrheit der Gemeinschaft. Nahostfocus wirft einen Blick auf eine sich verändernde Bevölkerungsgemeinschaft.

Link:

Immer weniger Christen in den PA-Gebieten

17.10.02

Neue Vorwürfe gegen Möllemann

In seiner online-Ausgabe erhebt der "Stern" schwere Vorwürfe gegen den nordrhein-westfälischen FDP-Chef Jürgen Möllemann. Im Zusammenhang mit dem Pamphlet gegen Ariel Scharon und Michel Friedman sei es zu fragwürdigen Finanztransfers gekommen, so das Hamburger Blatt.

Klartext. Mut. Möllemann - so nennt sich das anti-israelische Pamphlet das Möllemann einige Tage vor der Bundestagswahl veröffentlicht hat. Im Bezug auf die offensichtlichen Ungereimtheiten in der Finanzierung dieser politisch inizierten Anti-Israel-Kampagne kann man Herrn Möllemann nur empfehlen:

"Herr Möllemann, jetzt können Sie Mut zeigen, reden Sie Klartext und nennen Sie Ross und Reiter und legen Sie offen, wer hinter der Finanzierung dieser Kampagne steht."

Link:

Möllemann verschleierte Herkunft der Wahlkampfgelder

Unklare Flugblatt-Finanzierung

Deutlich über 500.000 Euro auf Möllemann-Konto

FDP-Rebell versinkt im Spenden-Sumpf

"Zwischenlagerung" von Spenden ist nicht erlaubt

Putsch gegen Möllemann

Magret Mustermann spendet für Möllemann

Video I ansehen

Video II ansehen

15.10.02

Israel gedenkt Yitzhak Rabin

Am Donnerstag gedenkt Israel dem 7.Todestag der Ermordung des früheren israelischen Premierministers Yitzhak Rabin. Die Internetseite des israelischen Außenministerium fasst zusammen.

Link:

MFA - Israel remembers Yitzhak Rabin

Reden von Yitzhak Rabin

Quelle Bild: MFA

15.10.02

Tageslosung

Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. 
Psalm 18,31 

Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 
2. Thessalonicher 3,3

(c) Evangelische Brueder-Unitaet, Herrnhut und Bad Boll [http://www.ebu.de/] und Verlagsgemeinschaft Haenssler-Verlag/Friedrich Reinhardt Verlag http://www.haenssler.de/

14.10.02

Leserbrief eines Vater in al-Hayat: ‚Wer gibt ihnen das Recht, unsere Jugend in den Tod zu treiben?' 

Die in London erscheinende Tageszeitung al-Hayat veröffentlichte kürzlich den Leserbrief eines Vaters, dessen Sohn als Selbstmordattentäter einen Anschlag in einer israelischen Stadt ausführte. Abu Sabr M.G. wendet sich mit seinem Brief an die Verantwortlichen der verschiedenen palästinensischen Gruppierungen und bestreitet die Legitimation von Erklärungen, mit denen politische und religiöse Autoritäten Jugendliche zu Selbstmordanschlägen aufrufen. Der Brief erschien am 01. Oktober 2002: "Ich finde keine passenderen Worte als die Worte Gottes, um diesen Brief, den ich mit schmerzvollem Herzen und weinenden Augen schreibe, zu beginnen: ‚Gebt um Gottes Willen, und werft euch nicht mit euren eigenen Händen ins Verderben.' Diesen koranischen Vers, um Gottes Willen zu geben und von Taten abzusehen, die uns ins Verderben stürzen, müssen wir heute mehr als zu irgendeiner Zeit zuvor befolgen. Vor vier Monaten verlor ich meinen ältesten Sohn, nachdem ihn seine Freunde verführten und ihm den Weg des Todes schmackhaft machten. Sie überzeugten ihn, sich in einer Stadt in Israel in die Luft zu sprengen. Mit dem Zerschmettern des reinen Körpers meines Sohnes zerschmetterten die letzten Züge des Lebens, der Hoffung und des Wunsches zu leben. Seit jenem Tag wurde ich zu einem Schatten, der über den Boden wandert. Nach der Zerstörung des Hauses, in dem wir lebten, wurden meine Frau und ich, meine anderen Söhne und Töchter zu Obdachlosen. Der letzte Halm, der mein Rückgrat brach, war zu erfahren, dass die Freunde meines ältesten Sohnes, des Märtyrers, begannen, sich wie die Schlangen um meinen anderen Sohn, der nicht älter als 17 Jahre ist, zu wickeln, um ihn auf den selben Pfad zu lenken, den sein Bruder gegangen war - sich in die Luft zu sprengen, um seinen Bruder zu rächen, schließlich habe er ja nichts mehr zu verlieren. Mit dem verwundeten Herzens eines Vaters, der das Teuerste in seinem Leben verloren hat, wende ich mich hier an die Führer der palästinensischen Fraktionen, und an deren Spitzen an die Führer und Scheichs der Hamas und des Islamischen Djihads, die immer mehr Söhne Palästinas mit ihren religiösen Urteilen und Erklärungen in den Tod treiben. Sie tun dies, genau wissend, dass die Entsendung dieser Jugendlichen, um sich in Israel in die Luft zu sprengen, keinen Feind abschrecken und kein Land befreien wird. Im Gegenteil, gerade nach Operationen wie diesen, verstärken sich die Angriffe, die Tötungen von Zivilisten, die Zerstörung von Häusern, die Wiederbesetzung der palästinensischen Städte und Dörfer. Dann erscheinen diese Führer und deren Sprecher erneut [in der Öffentlichkeit] und versprechen dem Feind noch größere Vergeltung und Rache für ihre barbarischen Taten. Sie treiben noch mehr Jugendliche in den Tod. Ich frage, in meinem Namen und im Namen eines jeden Vaters und einer jeden Mutter, die von der Nachricht, ihr Sohn habe sich selbst gesprengt, heimgesucht wurden: Mit welchem Recht schicken diese Führer junge Menschen, selbst jugendliche Jungs in der Blüte ihrer Jugend, in den Tod? Wer gab die religiöse oder irgendeine andere Legitimation, unsere Kinder zu verführen und unsere Jugend in den Tod zu treiben? Ja, ich rede von Tod, und nicht von Märtyrertum. Es anders zu benennen und zu verschönern, oder der Familie des Sohnes, der gegangen ist und nie zurückkommen wird, ein paar Tausend Dollar zu bezahlen, ändert nicht am Schock und kann das Ergebnis nicht ungeschehen machen. Diese Gelder, die den Familien der Märtyrer gezahlt werden, verursachen mehr Schmerz als dass sie heilen würden. Diese Gelder lassen sie fühlen, als ob sie einen Preis für das Leben ihrer Kinder erhielten. Aber hat das Leben der Kinder einen Preis? Ist der Tod das einzige Mittel geworden, um Rechte zurück zu erhalten, um das Land zu befreien? Wäre dies so, warum hat nicht ein einziger von jenen Scheichs, die um die Veröffentlichung der schärfsten Verlautbarung streiten, seinen Sohn geschickt? Warum hat kein einziger jener Führer, die sich in den Sendungen der Satellitenprogramme nicht bremsen können, ihre Freude und Erregung zu zeigen, jedes Mal wenn ein palästinensischer Junge oder ein palästinensisches Mädchen aufbricht, sich selbst in die Luft zu sprengen, ihre Kinder geschickt? Ich sage: Warum haben wir bis zu diesem Moment nicht einen ihrer Söhne oder eine ihrer Töchter gesehen, einen Sprengstoffgürtel tragend und in Taten, und nicht in Worten, das erfüllend, was ihre Väter Tag und Nacht predigen? Ist das böse Spiel des ‚Djihads', des ‚zum Märtyrer Werdens' und des Todes auf eine bestimmte Gruppe beschränkt? Sind die Söhne und Töchter der Elite von dem ausgenommen, wozu die Söhne und Töchter der Allgemeinheit getrieben werden? Wie lange wird dieses geduldige Volk fortfahren, dass Blut ihrer Söhne für eine idiotische Politik zu bezahlen, deren verheerendes Scheitern bei der Befreiung auch nur eines kleinen Teiles der geraubten palästinensischen Rechte bewiesen ist? Was die Seele am tiefsten sticht, das Herz am meisten schmerzt, die Augen am stärksten weinen lässt, ist zu sehen, wie einige dieser Scheichs und Führer - Mahmud al-Zahar, Ismail Abu Shanab, Abd al-Aziz al-Rantisi - es umgingen, ihre Söhne ins Schlachtfeld zu schicken. Als die Intifada ausbrach, schickte al-Zahar seinen Sohn Khaled in die USA, Abu Shanab seinen Sohn Hassan nach Großbritannien. Und die Ehefrau al-Rantisis lehnte es ab, ihren Sohn Muhammad auszuschicken, sich selbst in die Luft zu sprengen. Stattdessen schickte sie ihn in den Irak, damit er dort sein Studium beenden könne." 

THE MIDDLE EAST MEDIA RESEARCH INSTITUTE (MEMRI) 
Linienstr. 115, 10115 Berlin Tel.: +49-30-97893872/-3968, 
Fax: +49 (030) 97893975 eMail: memri@memri.de, www.memri.de

© Copyright 2002 by The Middle East Media Research Institute (MEMRI)

Link:

Memri

14.10.02

Israel widersteht amerikanischem Druck, Beschränkungen aufzuheben

Israel ist nicht bereit, auf amerikanischen Druck Beschränkungen für Palästinenser aufzuheben. Dies wurde beim Kabinettstreffen am Sonntag deutlich. Hauptgrund für die Weigerung sind die Sicherheitsinteressen Israels. Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer erklärte gegenüber seinen Ministerkollegen, dass die teilweise gescheiterten Anschläge der letzten Tage das Dilemma verdeutlichten: „Jedes Mal, wenn wir Erleichterungen einführen, nutzen die Terroristen es aus, um Attentate zu verüben”. Generalmajor Amos Gilad, Koordinator der Regierungspolitik in Judäa, Samaria und Gaza machte deutlich, dass alle Versuche, Beschränkungen aufzuheben scheitern würden, wenn die Palästinensische Autonomiebehörde keine effektiven Maßnahmen gegen den Terrorismus ergreife. Die Forderung der USA, mehr für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Palästinenser zu tun, wird erwartungsgemäß einen der Hauptdiskussionspunkte des Washington-Besuches von Premierminister Ariel Scharon diese Woche darstellen. Scharon wird Montagabend in Richtung USA aufbrechen, nachdem er die neue Winter-Sitzungsperiode der Knesseth eröffnet hat. Am Mittwoch ist ein Treffen mit US-Präsident George W. Bush geplant, Freitagmorgen wird Scharon in Israel zurück erwartet. US-Vertreter werden auch Themen wie Israels Reaktion auf eine mögliche Mega-Terror-Attacke in Tel-Aviv und auf Raketenangriffe aus dem Irak ansprechen. Washingtons Ziel ist es, Israel von jeglichen Aktionen abzuhalten, die den Konflikt mit den Palästinensern vor einem US-Angriff auf den Irak eskalieren könnten. Genauere Details werden Gegenstand der Gespräche in den USA sein. Diplomatische Quellen in Jerusalem erklärten, die USA würden Israels Recht auf Selbstverteidigung anerkennen. In der Vorbereitung auf einen Militärschlag gegen den Irak wolle man aber sichergehen, dass die Israelis nichts unternehmen, was sie auf die Titelseite der „Washington Post” oder in die Hauptschlagzeilen von CNN bringen könnte. Nach Angaben von Amos Gilad ist selbst die relative Ruhe in Bethlehem ein Ergebnis israelischer Militäraktionen und nicht des Verhaltens des PA, Verantwortung für die Sicherheitslage zu übernehmen. Dennoch drängen die USA wie verlautet auf einen Abzug aus einer weiteren Stadt im Westjordanland, einschließlich der Übertragung der Verantwortung für die Sicherheit auf die PA. 

14.10.02

Mufti von Jerusalem: Der Tempelberg gehört allein den Moslems 

In seiner Freitagspredigt erklärte Scheich Ikrema Sabri, Mufti von Jerusalem, der Tempelberg gehöre allein den Moslems, die niemandem erlauben würden, sich in ihre inneren Angelegenheiten einzumischen. Dies gelte auch für die israelischen Behörden. Der Mufti hielt seine Predigt in der Al-Aksa-Moschee, in der sich Tausende Moslems zum Gebet versammelt hatten. „Die israelische Regierung und die Stadtverwaltung von Jerusalem haben seit Jahren versucht, neue Fakten auf dem Haram al Scharif (Tempelberg) zu schaffen, mit dem Ziel, die Kontrolle über ihn zu erlangen“, sagte der Scheich. „Der Wafk (die moslemische Verwaltungsbehörde) wird niemandem erlauben, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen“. Der 1995 von Palästinenserführer Jassir Arafat ernannte Sabri warnte Israel davor, die Moschee zu beschädigen oder sich mit ihr zu befassen. Er bezog sich auf Erklärungen von israelischen Regierungsvertretern über eine Ausbeulung, die in der südlichen Mauer des Tempelberges entdeckt worden war. Seit mehr als einem Jahr hatte Israel vergeblich versucht, mit dem Wafk eine Vereinbarung über dringend notwendige Reparaturarbeiten an der Heiligen Stätte zu erzielen. Bis Mitte August wurde von moslemischer Seite abgestritten, dass das Problem überhaupt bestehe. Ein Team von Spezialisten aus Jordanien hat nun seine Arbeit an der genannten Stelle begonnen und hofft, den möglichen Einsturz der Mauer zu verhindern. Der Mufti verurteilte durch die Polizei verhängte Zugangsbeschränkungen zum Tempelberg. Nur Gläubigen über 40 Jahren wurde am Freitag erlaubt, das Areal zu betreten. Zuvor hatte die Polizei Informationen über geplante Unruhen erhalten. Am vorhergehenden Freitag hatten Hunderte junger Männer Polizisten mit Steinen beworfen, bevor sie mit Tränengas zerstreut wurden. „Diese Maßnahmen werden die Moslems nicht davon abhalten, an ihrer Moschee festzuhalten und als ihre Verteidiger und Wächter zu dienen.“, erklärte der Mufti. Er verlangte ein Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen „Hamas“ und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) im Gazastreifen, da solche Ereignisse nur den Interessen der Feinde der Palästinenser dienten. 

(c)/ Quelle: ICEJ

14.10.02

TV-Tipps

Der Fotograf in der Hölle

Spanischer Dokumentationsfilm um einen Fotografen, der die Greuel von Mauthausen mit der Kamera festhielt.
Mo., 14.10.02/ 20.15 H 3 sat

Das letzte Versteck

TV-Spielfilm um einen polnisch-jüdischen Arzt, der 1942 seine beiden Töchter als Zwangsarbeiterinnen nach Deutschland schickt.
Do., 17.10.02/ 22.10 H arte

14.10.02

Vereitlung eines weiteren Anschlags am Freitag 

Dank eines schnell reagierenden Sicherheitsbeamten, der vor der US Amerikanischen Botschaft in Tel Aviv postiert war, konnte am Freitag ein weiterer Terroranschlag in einem benachbarten Cafe verhindert werden. Der Attentäter trug einen mit 10 kg Sprengstoff bestückten Gürtel mit sich und suchte auf der stark frequentierten Herbert Samuel Strandpromenade nach einem mit Fussgängern gefüllten Ort zwischen Cafes und Restaurants, um sich in der Menge mit den Umstehenden zu töten. Mit Hilfe eines Metalldetektors am Eingang des Tayelet Cafes gelang es einem jungen Sicherheitsbeamten, den Attentäter rechtzeitig zu entlarven. Israelische Sicherheitsbeamte, die vor der amerikanischen Botschaft stationiert waren, versuchten, den Fliehenden zu stoppen, was ihnen wegen der mit Passanten gefüllten Strasse aber misslang. Dies ist bereits der zweite Fall innerhalb weniger Tage, bei dem Zivilsten vor einem versuchten Anschlag verschont werden konnten. Bereits am Freitagmorgen verhalfen ein Busfahrer und ein weiterer Zivilist zahlreichen Fahrgästen und Passanten durch ihr mutiges Einschreiten zur Flucht. Eine ältere Frau wurde mit dem Selbstmordmörder in die Luft gerissen. 

Link:

Jerusalem Post

Quelle: The Jerusalem Post/ Botschaft Israels/ Berlin

14.10.02

Dalya Lavy feierte am Freitag ihren 60. Geburtstag  

“Über der Stadt lacht das Sonnenlicht, doch bei den Menschen find ich oft das Lachen nicht, denn es gibt andre Dinge, von denen man spricht – in Jerusalem...“ Dalyah Lavy feierte am Samstag ihren 60. Geburtstag. Die in Israel geborene Sängerin arbeitete nach einer Ballett Ausbildung in Schweden zunächst als Fotomodell und wurde dann v.a. mit Schlagern wie dem oben zitierten „Jerusalem“ oder „Ooh, wann kommst Du“ seit 1968 in Deutschland bekannt. Ausserdem spielte sie als Schauspielerin in mehreren Karl May Filmen mit, wie z.B. als Squaw bei „Old Shatterhand“. Dalyah Lavy lebt seit 25 Jahren glücklich verheiratet in den USA. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

14.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte

14. Oktober 1270: Heute vor 732 Jahren verstarb Moses Ben Nachman (Ramban), bekannt durch seine Bibelkommentare und Diskussionen mit dem zum Katholizismus konvertiertem Juden Pablo Christiani. Nach seiner Verbannung aus Spanien gründete er in Eretz Israel eine Synagoge und eine Talmudschule. 

14. Oktober 1943: Nach einer Revolte im Todeslager Sobibor sterben 130 Juden bei dem Versuch, durch ein Minenfeld zu entkommen, dreissig fanden ihren Weg in die Freiheit. 140 wurden von SS Männern eingeholt und hingerichtet. Das Lager wurde geschlossen. 

11.10.02

Wolfgang Clement erhält Josef Neuberger Medaille 2002  

Anlässlich des traditionellen Jahresempfangs der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf erhielt Wolfgang Clement, Ministerpräsident des Landes Nordrhein Westfalen, am Donnerstag die Josef Neuberger Medaille 2002. Prof. Dr. Dr. Josef Neuberger (1902-1977) war Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf sowie Justizminister des Landes Nordrhein Westfalen. Josef Neuberger trug entscheidend zu einer aktiven und erfolgreichen Gemeindearbeit bei setzte sich für einen humanen Strafvollzug und die Resozialisierung von Straftätern in Nordrhein Westfalen ein. In seiner Begrüßung ging Esra Cohn, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, ausführlich auf die Lage in Israel ein. Die Laudatio hielt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel. Bundespräsident Johannes Rau, der auch zu den Rednern des Festaktes gehörte, berichtete von seinen Erinnerungen an Josef Neuberger und betonte die Gefährdung der Sicherheit des israelischen Staates. In seiner Ansprache ging Wolfgang Clement unter anderem auf die jüngste Antisemitismusdebatte in Deutschland ein, und sagte, dabei gehe es „nicht um die Frage, ob Kritik an der Politik Israels möglich ist. Natürlich ist sie das. Nicht nur in persönlichen Briefen, sondern auch in der deutschen Politik. Nur, lassen Sie es mich noch einmal deutlich sagen: Die Verbindung von Kritik an der Politik der israelischen Regierung mit offenen antisemitischen Anklängen oder ebensolchen Zwischen- und Untertönen ist in keiner Weise tragbar. Wer das tut, der rüttelt am Grundkonsens der Demokratie in Deutschland, der verlässt die bürgerliche Anständigkeit, die das gemeinsame Fundament sein muss, das uns trägt. Darauf gilt es heute insbesondere hinzuweisen, damit sich nichts Anderes in den Köpfen der Gedanke festsetzen kann.“ In Bezug auf die Rede des Bundespräsidenten fügte der Preisträger eine klare Stellungnahme zur Wahrung der Sicherheit des Staates Israel bei. Den vollständigen Wortlaut finden Sie unter http://www.presseservice.nrw.de/ Der Festakt fand in den Räumen der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf statt. 

Link:

Presseservice NRW

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

11.10.02

Beginn des neuen akademischen Jahres an Israels Unis

 Am Sonntag, dem 13. Oktober, beginnt das neue akademische Jahr an acht israelischen Universitäten und 51 Schulen und Hochschulen, so berichtet Yedioth Aharonoth. Nach den diesjährigen Statistiken gibt es 227 250 Studenten in Israel. 180 550 streben einen B.A. Abschluss an. 37 500 befinden sich auf dem Weg zu ihrem Masters’. 

11.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte

11. Oktober 1973: Israelische Truppen starten unter General Rafael Eitan eine Gegenoffensive auf syrisches Territorium und leiten damit eine Wende im Yom Kippur Krieg ein, der wenige Tage zuvor mit einem Überraschungsangriff syrischer und ägyptischer Truppen am höchsten jüdischen Feiertag begonnen hatte. 

12. Oktober 1492: Louis de Torres, spanischer Marrane (unter Zwang christianisierte Juden in Kastiliens), erreicht mit Christoph Columbus die Neue Welt und benennt den ihm bis dato unbekannten Vogel missverständlicherweise nach dem biblischen „Tuki“ (hebr.: Pfau). Bei dem Vogel handelte es sich aber in Wirklichkeit um einen Truthahn, der auf diese Weise zu seinen englischen Namen „Turkey“ kam.

 http://info.jpost.com/1999/Supplements/JewishHistory/today.cgi 

11.10.02

Europas Aufgabe im Nahen Osten

"Europa schloß Jassir Arafat und die PLO in die Arme, lange bevor sie sich auch nur verbal zu einer Abkehr vom Terrorismus bekannt hatten. Mit dieser Entscheidung trug Europa viel dazu bei, den Terror als Taktik nahöstlicher Staatskunst zu etablieren. Als Arafat in den vergangenen beiden Jahren die zynische Entscheidung traf, zur Praxis des Terrors zurückzukehren, hat Europa dergestalt reagiert, dass es Israel die Schuld gab. Es hätte sich besser gefragt, inwieweit seine eigene Nachsicht mit Arafat den Strudel der Gewalt mit verursacht hat...."

Die brilliante Analyse der Verfehlungen der EU schreibt Joshua Muravchik, Wissenschaftler am "American Enterprise Institute for Public Research in Washington. Den gesamten Artikel lesen Sie im nachfolgenden Link.

Link:

Was die Amerikaner von uns erwarten

11.10.02 

EU nähert sich amerikanischer Auffassung über Arafat an 

Die Europäische Union nähert sich langsam der US-Auffassung über die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und Palästinenserführer Jassir Arafat an. Dies ergibt sich aus Berichten, die die israelische Regierung vor Ariel Scharons Besuch in Washington nächste Woche erreichten. Vor vier Tagen empfing Arafat den außenpolitischen Gesandten der EU, Javier Solana. Solana soll Arafat eine sehr ernste Warnung übermittelt und ihn gedrängt haben, seine Machtbefugnisse auf jemand anderen zu übertragen. Zusätzlich haben hohe EU- und UN-Beamte kürzlich in Privatgesprächen geäußert, dass Arafat ein Hindernis für Reformen darstelle und ersetzt werden müsste. Solanas Besuch bei Arafat hatte zunächst harsche Kritik aus Washington und Jerusalem hervorgerufen. Israels Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer hatte gegenüber Solana erklärt, dass sein Besuch bei Arafat Reformbemühungen der PA behindere. Als jedoch der Inhalt der Gespräche bekannt wurde, änderte die amerikanische Regierung ihren Ton und pries den Besuch. 

(c)/ Quelle: ICEJ

11.10.02

Israel kann den UN-Weltsicherheitsrat nicht ignorieren

Von der Organisation der Vereinten Nationen halten die meisten Israel wenig. Die von Amtsträgern und Gremien der UNO massenweise ausgesprochenen Verurteilungen des jüdischen Staates werden seit langem lediglich als weitere Beweise für die notorische Voreingenommenheit einer Weltorganisation gedeutet, die den Zionismus, als eine Form des Rassismus verunglimpft hat. Mehr dazu im nachfolgenden Bericht.

Link:

Kein Papiertiger

11.10.02

Postkarten die Mut machen

Worte können trösten und so hilfreich sein; eine gute Möglichkeit der praktischen Hilfe für Menschen in Israel ist die Aktion "Postkarten, die Mut machen".

Hierbei werden an Menschen in Israel, die durch palästinensische Terroranschläge schwer verletzt wurden und/ oder liebe Angehörige verloren haben persönliche Postkarten geschrieben und Worte der Ermutigung und des Trostes weitergegeben. Die Postkarten sollten in englischer Sprache abgefasst sein. Die deutsche Postadresse für diese lohnenswerte Aktion die zum Mitmachen einlädt, erhalten Sie im nachfolgenden Link.

Link:

Ahava-ausliebe


Ergänzender Link zum Thema:

"Der Schmerz ist immer der gleiche"

 

11.10.02

Ein Widerspruch, der keiner ist

Immer deutlicher zeigt sich, dass Israel in den Gebieten (und später vielleicht auch gegen den Irak) nur das machen darf, was den USA nicht missfällt. Alles andere hat zu unterbleiben.

Link:

Ein Widerspruch, der keiner ist

11.10.02

Europas nahöstliche Irrfahrt

Welche Ziele verfolgt Europas Nahostpolitik? In einem Augenblick der Geschichte, in dem gleich zwei akute Krisen die labile Region erschüttern, kommt man an dieser Frage nicht vorbei. Immerhin wirft der alte Kontinent im Nahen Osten dank historischer Bindungen und dank seiner ökonomischen Größe ein bedeutendes Gewicht in die Waagschale. Die Jüdische Allgemeine aus Berlin widmet sich dem Thema.

Link:

Die Nahostdiplomatie der EU wird von einer gefährlichen Blindheit bestimmt

11.10.02

Sind Israel-Kritiker Antisemiten?

Mit seiner Aussage, antiisraelische Bemerkungen hätten oft den Beigeschmack von Antisemitismus, hat der Präsident der Harvard-Universität in ein Wespennest gesprochen. Tachles fasst zusammen.

Sind Israel-Kritiker Antisemiten?

10.10.02

Interview mit Botschafter Shimon Stein im SWR2 

 

In einem Interview mit dem Botschafter des Staates Israel verteidigte Shimon Stein das israelische Vorgehen als Strategie der Abschreckung. Das Gespräch führte Rudolf Geissler: 

Die internationale Kritik an der Militäraktion vom vergangenen Montag im Gazastreifen hat Ihr Premierminister mit der Ankündigung quittiert, es werde durchaus weitere Operationen dieser Art im Gazastreifen geben. Ist der Eindruck richtig, dass Ihre Regierung von den Vorwürfen eigentlich ziemlich unbeeindruckt ist? 

Unsere Regierung ist ja nur von einer einzigen Sache beeindruckt - leider. Und das ist: von der Tatsache, dass israelische Bürger weiter Ziel von Terroranschlägen sind und deshalb glaube ich, wird diese Regierung, wie auch jede andere verantwortliche Regierung, alles tun, um die eigene Bevölkerung zu schützen. 

In Ihren Worten klingt das an, was Mitglieder Ihrer Regierung immer wieder sagen, dass nämlich die Ermahnungen und Ratschläge aus dem westlichen Ausland meist an der Wirklichkeit der Region vorbeigingen. Können Sie genauer sagen, was damit gemeint ist, auf welche Vorwürfe genau sich das bezieht? 

Ich glaube, das gilt auch in diesem Fall, den Sie angesprochen haben, Chan Junis. Wir wissen schon seit geraumer Zeit, und wir warnen auch: die Stadt Chan Junis ist ein Zentrum für die Tätigkeit von Terrororganisationen, einschließlich Fatah, aber insbesondere von Hamas. Tagtäglich werden aus dieser Stadt Versuche unternommen, die israelischen Siedler, die israelische Armee dort mit Terroranschlägen zu bedrohen, und in der Tat finden die auch statt. Deshalb haben wir gesagt, dass etwas im Gazastreifen unternommen werden muss, um einigermaßen den Terror drastisch zu reduzieren. 

Der Kommentator der israelischen Zeitung "Haaretz" hat nach der Gaza-Aktion mit den 14 Toten und 100 Verletzten die rhetorische Frage gestellt, ob die geplante Festnahme zweier Aktivisten "leichten bis mittelschweren Kalibers die Verwicklung einer Panzertruppe, den Beschuss aus einem Kampfhubschrauber und eine Massentötung rechtfertige"? Ich zitiere hier nur. Wenn diese Frage, die in Israel gestellt wird, mit dem zentralen Einwand sich deckt, der aus dem Ausland kommt, kann man dann noch behaupten, der internationale Protest sei auf den romantischen Abstand zu einer Region zurück zu führen? 

Ich möchte hier nicht Stellung nehmen zu einem Artikel oder zu einem Leitartikel in einer israelischen Zeitung, denn in der Tat: in Israel findet auch eine Diskussion darüber statt, was sind eigentlich die Mittel, mit denen man auch Terror bekämpfen muss? Aber ich glaube in dem Fall von Chan Junis, und zwar nicht zum ersten Mal, das ist ein Trend der sich schon seit Jahren fortsetzt und das ist, dass die Terroristen sich hinter der Bevölkerung zu verschanzen versuchen, und leider Gottes fallen manchmal auch unschuldige Zivilisten zum Opfer. Aber im großen Unterschied zu den Terroristen, die ja die Absicht haben, Juden zu töten, weil sie Juden sind, und da sind auch das Ziel die Zivilisten, versuchen wir eigentlich die Terroristen hier zu erfassen, gegen sie Maßnahmen zu ergreifen und manchmal fällt auch Bevölkerung zum Opfer. Das bedauern wir außerordentlich. 

Aber wenn es der Tod nicht ist, der Islamisten abschreckt, wie ja die Selbstmordattentate beweisen, was nützt es dann für die Zukunft, worin liegt die Generalprävention bei Ihrem harten Vorgehen? Muss nicht Ihre Regierung ein Interesse daran haben, oder ist das zu sehr europäisch, diese Fragestellung, dass die einfachen palästinensischen Menschen die Demokratie, die Israel im Nahen Osten ja so einzigartig macht, dass diese einfachen Menschen auch heute schon Israel als etwas erleben können, das ihren eigenen bisherigen politisch-gesellschaftlichen Strukturen überlegen ist? 

Da frage ich Sie, was ist die Alternative, was schlägt man vor in Europa, was wir tun sollen? Uns bedingungslos zurück ziehen, Zugeständnisse machen und dann was ...? Glauben Sie, dass das als ein Zeichen der Stärke in der Region wahrgenommen wird? Israel hat sich bedingungslos aus dem Libanon im Jahr 2000 zurückgezogen. Von Hisbollah war das eindeutig eine Anerkennung der Schwäche und seit dem gilt es für die Hisbollah Organisationen und für große Teile der palästinensischen Organisationen als Modell für die Zukunft. Wenn Israel nicht die Abschreckung aufrecht erhält in dieser Region, wo Demokratie als Schwäche gilt, dann haben wir langfristig keine Chance zu überleben. 

Aber ist nicht die Forderung von Premierminister Scharon, erst müssten alle Selbstmordattentate enden, dann könne wieder verhandelt werden, all zu leicht von nur wenigen Terroristen zu sabotieren? 

Lassen Sie zunächst Premierminister Scharon beiseite. Beziehen Sie sich auf den amerikanischen Präsidenten, der in einer Grundsatzrede am 24. Juni eben das gesagt hat, was Ministerpräsident Scharon heute auch sagt. Wir sind hinter der amerikanischen Regierung in der Aufforderung, dass der Terror eingestellt werden muss und zwar drastisch reduziert, man spricht ja auch nicht von 100 Prozent Erfolg ... 

...aber Amerika hat die Unverhältnismäßigkeit der Mittel gerade in dieser Aktion ausdrücklich gerügt... 

Aber es hat gleichzeitig Verständnis dafür geäußert, das Israel auch Maßnahmen treffen muss, sich zu verteidigen ... 

...das ist selbstverständlich... 

...für wen? 

Ich hoffe für alle Europäer. Aber es geht in dieser Frage um die Verhältnismäßigkeit der Mittel? 

Ja die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Wie ich eben sagte, ist für uns das Ziel die Terrororganisationen, die sich hinter Zivilisten und Kindern verschanzen, und da stellt sich die Frage, welche Maßnahmen können wir unternehmen, um die Terroristen zu fassen? Ich glaube jede Regierung tut sich damit schwer, insbesondere eine demokratische Regierung wie Israel, auch sie tut sich damit schwer. Aber man soll ja eben nicht so tun, als ob man glaubt, dass die Bekämpfung des Terrorismus ein Nachmittagsspaziergang ist. Das ist gar kein Spaziergang, und wir wissen und bedauern, dass Zivilisten auch ums Leben kommen. Genauso bedauern wir, dass in diesen zwei Jahren mehr als 600 israelische Zivilisten ums Leben kamen. 

Link: 

SWR Interview lesen

SWR Interview hören

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, SWR

10.10.02

Nobelpreis für den Israeli Daniel Kahneman

Daniel Kahneman wurde gestern der fünfte Israeli, der sich gemeinsam mit seinem amerikanischen Kollegen den Wirtschaftsnobelpreis teilt. Kahneman, 68 Jahre, gewann den Preis für seine Leistungen zur Einbeziehung psychologischer Fragen in den ökonomischen Bereich (Wirtschaftspsychologie). Ausserdem war Kahneman zusammen mit seinem bereits 1996 verstorbenen Kollegen Amos Tversky an der Entwicklung eines Alternativmodells, das als Prospekttheorie bekannt ist, beteiligt. Danach zeigte er, dass Menschen komplexe Situationen mit ungewissem Ausgang nicht vollständig analysieren und sich lieber auf Faustregeln oder ihr Gefühl verlassen. Seine Erkenntnisse wendete Kahneman auch auf den Wirtschaftbereich an. Ein besonderes Verdienst hat Kahneman durch seine Forschungen zur Entscheidungen unter Unsicherheit: Menschen entscheiden in wirtschaftlichen Fragen eher nach Eintelfällen und beachten eher selten die Gesamtbilanz ihrer Aktionen, so Kahneman. 

10.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1929: Ein Preissturz an der New Yorker Börse leitet die Weltwirtschaftskrise ein und führt zu einer verstärkten jüdischen Einwanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika. http://info.jpost.com/1999/Supplements/JewishHistory/today.cgi 

1952: Ein israelisches Flugzeug brachte hundert junge Schwalben von Wien nach Südeuropa, wo sie in einer warmen Gegend ausgesetzt wurden. Die Schwalben waren in Österreich von der unerwartet frühen Kälte überrascht worden, als sie noch nicht fähig waren, weite Strecken zu fliegen. Zusammen mit tausenden von anderen Schwalben wurden sie vom Tierschutzverein eingefangen und dem Piloten einer El Al Maschine anvertraut. (Allgemeine Wochenzeitung der Juden in Deutschland, 10. Oktober 1952, Jüdische Allgemeine 10.10.2002) 

(c)/ Quelle: Botschaft Israel/ Berlin

10.10.02

Terroranschlag Nähe Tel Aviv - 29 Verletzte, 1 Tote

Bei einem palästinensischen Terroranschlag auf einen Bus bei Ramat Gan Nähe der Bar Ilan Universität sind heute früh 16 Israelis verletzt worden. Eine Person erlag zwischenzeitlich den schweren Verletzungen. Der Attentäter hatte offensichtlich versucht den Bus an einer Haltestelle (Nähe der "Coca-Cola"-Brücke) zu besteigen, war aber vom Busfahrer Baruch Newman und einem Passagier daran gehindert worden, die durch ihre Gegenwehr das Ziel des Palästinensers sich im mit über 50 Passagieren besetzten Bus in die Luft zu sprengen - und damit möglichst viele Unschuldige in den Tod zu reissen -  vereitelten. Daraufhin zündete der Terrorist seine Bombe ca. 30 m vor dem Bus nachdem er zu einer Gruppe gerannt war, die an der Bushaltestelle wartete. Dabei wurden 29 Personen verletzt, eine ältere Frau erlitt tödliche Verletzungen. Der Attentäter starb bei dem Terroranschlag.

Link:

Tagesschau Video

Bericht Jerusalem Post

Bericht des Busfahrers Haaretz

Ergänzender Bericht Haaretz

Das ist wahrer Heldenmut, Herr Neuman!

09.10.02

Am Anfang war das Wort  

Der untenstehende Artikel der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ vom 7. Oktober berichtet über die Vorstellung des Buches „Die Sprache des Friedens“ auf der Frankfurter Buchmesse, verfasst von der Tochter des israelischen Aussenministers und Nobelpreisträgers Shimon Peres, Tsvia Walden. 

In diesem Buch beschreibt sie „die Sprache als Zement der Nation“ und erzählt auf 208 Seiten die Wiedergeburt der hebräischen Sprache nach 2000 Jahren. Erschienen bei Hugendubel; Preis Euro 17,95.

Link:

Die Sprache des Friedens

Hugendubel

09.10.02

Jerusalem Post: 15 Mio. US-$ aus dem Irak für die Familien palästinensischer Selbstmordattentäter

Nach einem Bericht der "Jerusalem Post" unterstützt der irakische Diktator Saddam Hussein die Familien palästinensischer Selbstmordattentäter. Das Verhör des vor einer Woche festgenommenen Mittelsmann Rafad Salim förderte diese Erkenntnisse zu Tage. Gemäß der Informationen des israelischen Inlandsgeheimdienstes war über die Zahlungen bzw. finanziellen Zuwendungen auch der palästinensische Präsident Jassir Arafat informiert.

10. September 2002: Palästinenser feiern Saddam Hussein nachdem die finanziellen Zuwendungen des irakischen Diktators verteilt werden.

Link:

15 Millionen Euro von Saddam Hussein für palästinensische Gewalt

Saddam gave $ 15 mio. to bombers' families

IDF: Geld aus dem Irak für die Familien von palästinensischen Selbstmordterroristen

Irakischer Vizepräsident sandte Schecks an palästinensische Attentäter-Familien

(c)/ Quelle Bild: IDF

09.10.02

Umfrage: Israel nach Irak zweitgrößte Bedrohung des Weltfriedens 

Nach einer von französischen Zeitungen durchgeführten Meinungsumfrage stellt Israel die zweitgrößte Bedrohung des Weltfriedens dar. Auf Platz eins rangiert der Irak. Syrien, Iran und der Libanon erscheinen ebenfalls auf der Liste, allerdings hinter Israel. Die Umfrage wurde von fünf nordfranzösischen Tageszeitungen durchgeführt, die eine Gesamtleserschaft von rund 175.000 Personen haben. Die Liste umfasst 15 Länder. Irak und Israel folgen Afghanistan, die USA, Palästina, Iran, Algerien und Libyen. Syrien steht auf Platz 12. Eine ähnliche Umfrage vom letzten Jahr zeigte Israel „erst“ auf Platz vier unter denjenigen Ländern, die den Weltfrieden bedrohen. „Es gibt keinen Zweifel, dass Verzerrungen in den französischen Medien die Umfrage beeinflussen“, kommentierte der stellvertretende Außenminister Rabbi Michael Melchior die Liste. „Selbst wenn es legitime Kritik an Israel gibt, sehen wir doch in vielen Fällen eine Verdrehung der Wahrheit in der französischen Presse, die die absurden Ergebnisse der Umfrage erklärt. In jedem Fall entschuldigen wir uns nicht für unsere Existenz.“ 

Quelle: ICEJ

09.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1354: Kasimir der Große in Polen erneuert die Charta von Boleslav, die Juden überall in seinem Königreich freies Niederlassungsrecht garantiert. Dieses Dokument fördert entscheidend die Flucht von Juden aus Deutschland in Richtung Osten. 

QUELLE: "Rückblick in die jüdische Geschichte" mit freundlicher Genehmigung aus "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il). 

08.10.02

IDF: Tote von Khan Yunis zumeist bewaffnet 

Nach Angaben der israelischen Armee handelte es sich bei der Operation in der Hochburg der Hamas El Amal in Khan Yunis um den Versuch, das Hamasmitglied Rafa Salah Salama zu verhaften. Bei dem Einmarsch nach Khan Yunis und der anschließenden Durchsuchung von Salamas Haus kamen die israelischen Truppen unter schweren Maschinengewehrbeschuß, wobei die Mutter von Salama, trotz Erster-Hilfe Bemühung von israelischen Sanitätern, getötet wurde. Bei dem anschließenden Rückzug formierte sich eine große Gruppe von bewaffneten Kämpfern in der Nähe der Katiba Moschee. Diese Gruppe eröffnete sofort das Feuer auf die israelischen Truppen und benutzte dabei Panzerabwehrraketen, Handgranaten und schwere Maschinengewehre. Als Reaktion darauf feuerte ein Hubschrauber eine Rakete auf die Angreifer und tötete dreizehn von ihnen. Verteidigungsminister Ben Eliezer wies Behauptungen der Palästinenser und des EU Sonderbeauftragten für Aussen- und Sicherheitspolitk zurück, dass es sich bei den 14 Getöteten um Zivilisten handelte. Ben Eliezer sagte, dass mit Ausnahme einer Zivilistin alle Getöteten bewaffnete Kämpfer waren, die in Gefechten mit der israelischen Armee ums Leben kamen. Gaza Kommandant Brigade-General Yisrael Ziv wies alle Behauptungen auf das Schärfste zurück, dass Betende in der Moschee Katiba beschossen wurden. Ziv erklärte in der Jerusalem Post, dass: „...die Moschee in einiger Entfernung zum Einschlag der Rakete lag und dass die dort versammelten Personen ohne Zweifel bewaffnet waren“. Ministerpräsident Scharon fügte hinzu, dass: „die Armee keine andere Wahl hatte, als schwere Waffen zu benutzen, da die Soldaten in schweres Maschinengewehrfeuer von palästinensischen Heckenschützen gerieten, während sie einen gesuchten Hamasterroristen verhaften wollten“. MP Scharon sagte aber auch, dass er den Verlust von unschuldigen Leben auf das Tiefste bedaure. 

Link:

IDF Bericht

08.10.02

Amerikanische Israelfreunde zeigen Solidarität

Unter dem Motto "Rally in Israel - showing the world and Israel that we are with them in their struggle of survival" marschierten 1.500 Juden und Christen aus sechs verschiedenen Kontinenten durch Jerusalem um ihre Solidarität mit Israel und der leidgeprüften Bevölkerung zu zeigen.

 Ausgerichtet wurde die Solidaritätsreise von einer Gruppe aus Englewood, New Jersey, USA. Motiviert von diesem Erfolg und dem bedeutenden Zeichen der Solidarität veranstaltet die Gruppe in der Zeit vom 24. - 27. November 2002 die "Rally in Israel II". 

Zur Nachahmung empfohlen!

Link:

Rally in Israel

08.10.02

Jahrestagsfeier zu Ehren entführter IDF-Angehöriger 

Zwei Jahre nachdem am Berg Dov die drei IDF-Soldaten Omar Suwayeed, Benny Avraham und Adi Avitan am 7. Oktober 2002 aus dem Hinterhalt von Hizbullahmilizen überfallen und entführt wurden, haben der Präsident Moshe Katsav und der Generalstabchef Moshe Ya’alon mit einigen hundert Trauernden die Erinnerungsfeier in Tiberias begangen.

 Teil der Gedenkfeier war die Benennung eines Beobachtungsstützpunktes bei Tiberias nach dem Offizier Avidan, dessen Familie in dem Ort lebt. Eine Woche nach der Entführung teilte Hizbullahchef Sheikh Hassan Nasrallah die Entführung des Geschäftsmannes Elhanan Tannenbaum mit. 

 

Es wird angenommen, dass er noch lebt, auch wenn die Hizbullah Verhandlungen über die Auslieferung mithilfe deutscher Mediatoren ablehnt und den Besuch des Gefangenen dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) versagt. Die Gedenkfeier zu Ehren Tannenbaums findet am Tag der Bekanntgabe seiner Entführung am 15. Oktober mit seiner Familie statt. Die Mitglieder der Familien der Entführten trafen sich am Sonntag mit dem Präsidenten des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes und äusserten Ihre Bestürzung darüber, daß es dem ICRC nicht möglich ist, seinen humanitären Verpflichtungen nachzukommen. 

Link:

Jerusalem Post

Stellungnahme der IDF

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

08.10.02

Auszüge der Bush-Rede zum Thema "Irak"

Link:

Bush: Saddams "heilige Krieger" bedrohen die Welt

Auszüge aus der Bush-Rede

Rede in voller Länge (in Englisch)

Rede hören (in Englisch/ volle Länge)

Rede ansehen (in Kurzform)

(c) Bild: Whitehouse

07.10.02

13 Palästinenser im Gazastreifen getötet 

13 Palästinenser wurden getötet und 110 verletzt, als es am Montagmorgen zu Feuergefechten zwischen der israelischen Armee und bewaffneten Palästinensern in Khan Junis im Gazastreifen kam. Nachdem in derselben Nacht wieder Kassam Raketen auf eine jüdische Ortschaft in Gusch Katif abgefeuert wurden, rückten israelische Truppen kurz nach Mitternacht in Khan Junis, einer „Hamas“-Hochburg nahe der jüdischen Ortschaft Ganei Tal ein. Nachdem eine Rakete auf ein Haus abgefeuert worden war, das als „Hamas“-Festung gilt, kam es zu Schusswechseln mit bewaffneten Palästinensern. Ein Mann, der eine Bombe bei sich führte, wurde festgenommen und ein Arsenal von Mörsergranaten detoniert. Als sich die israelischen Truppen in den frühen Morgenstunden wieder zurück zogen, versammelten sich „Hamas“-Aktivisten und Zivilisten auf den Straßen und beschossen die Soldaten, die das Feuer erwiderten. Ein israelischer Helikopter feuerte eine zweite Rakete auf eine Gruppe von Bewaffneten, dabei sollen acht Menschen getötet worden sein. Während palästinensischen Quellen berichteten, dass es sich bei allen Todesopfern um Zivilisten handelte, erklärte ein Sprecher des israelischen Militärs, viele der Getöteten wären Bewaffnete gewesen, räumte aber auch zivile Opfer ein. Später beschossen Soldaten das Nasser- Krankenhaus in Khan Junis mit Maschinengewehren. Dabei wurden acht Menschen verletzt. Hunderte hatten sich dort versammelt, um über das Schicksal ihrer verletzten Verwandten nachzuforschen. Nach Militärangaben feuerten Palästinenser Mörsergranaten aus dem Krankenhaus oder aus unmittelbarer Umgebung des Hospitals auf die israelischen Soldaten. Nach Armeeangaben wurde die Schlacht in Khan Junis von einem ferngesteuerten Flugzeug gefilmt. Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) beschuldigten Israel der Kriegsverbrechen und Massaker, um die neuste EU-Friedensinitiative zu vereiteln. Der Außenpolitische Gesandte der EU, Javier Solana, trifft heute mit Jassir Arafat in Ramallah zusammen. Ein Sprecher von Premierminister Ariel Scharon erklärte hingegen, die Verantwortung für die hohe Anzahl von Todesopfern liege bei den Palästinensern. „Wir bemühen uns, die Anzahl von zivilen Opfern zu minimieren, aber wir können nicht sagen, weil es Zivilisten vor Ort gibt, werden wir nicht gegen die Terroristen vorgehen“, so der Sprecher. 

Link:

Mindestens 13 Tote bei Angriff Israels in Gaza

Hamas: "Alle Israelis sind Mörder"

Scharon: "Gaza-Operation wird fortgesetzt"

07.10.02

Treffen zwischen Ben-Eliezer und Solana 

Bei einem Treffen zwischen dem außenpolitischen Gesandten der EU, Javier Solana, und dem israelischen Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer am Sonntag erklärte letzterer, Verhandlungen mit Palästinenserführer Jassir Arafat seien Zeitverschwendung und würden nicht die moderate Kräfte in der PA ermutigen. Ben-Eliezer schlug den Europäern vor, eine härtere und eindeutigere Haltung einzunehmen und von der PA konkrete Resultate im Kampf gegen den Terror zu verlangen. Er empfahl zusätzlich, Sanktionen in Betracht zu ziehen, wenn die PA nicht ihre Politik ändere. Solana, der am Sonntag angekommen war, um den Parteien des Nahostkonfliktes eine neue Friedensinitiative vorzustellen, widersprach Ben-Eliezer. Sein Treffen mit Arafat würde wie geplant stattfinden und diene allen zum Besten, so der EU-Gesandte. Die Präsentation eines diplomatischen Plans des sogenannten Quartetts, bestehend aus EU, US, Russland und der UN steht auf Solanas Programm: Er beinhaltet Reformen der PA, Israels Rückzug aus palästinensisch kontrolliertem Gebiet, Wahlen im nächsten Jahr und konkrete Terrorbekämpfungsmaßnahmen seitens der Palästinenser. Als zweite Stufe würden eine Verfassung und die Schaffung eines provisorischen palästinensischen Staates folgen und schließlich ein Abkommen über die endgültigen Grenzen und den Status Jerusalems im Jahr 2005. Mit Blick auf die Lage im Irak sagte Solana, er hoffe, die Vorstellung des Quartett-Friedensplanes ohne Rücksicht auf andere Ereignisse der Weltpolitik vornehmen zu können. Er machte deutlich, dass er nichts von einer Verschiebung der Friedensinitiative auf die Zeit nach einem Schlag gegen den Irak halte. Dies soll US-Präsident Busch dem britischen Premierminister Blair kürzlich vorgeschlagen haben. „Der israelisch-palästinensische Konflikt muss gelöst werden“, so Solana, „ Es darf keine Zeit verschwendet werden.“ 

(c)/ Quelle: ICEJ

07.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1272: Papst Gregory X (590-604) verurteilt die Verleumdung von Juden aufgrund angeblichen Ritualmordes. Da Juden nicht erlaubt ist, gegen Christen auszusagen, akzeptiert er keine Zeugenaussage eines Christen gegen einen Juden, ohne dass diese von einem anderen Juden erhärtet würde.  

"Beyond Time and History" von Eli Birnbaum ( www.jewishhistory.org.il )

07.10.02

Belgischer Ministerpräsident entschuldigt sich 

Der belgische Ministerpräsident, Guy Verhofstadt, veröffentlichte gestern Belgiens erste offizielle Entschuldigung für die Zusammenarbeit von belgischen Offiziellen bei der Deportation von tausenden Juden während des Holocaustes. Etwa die Hälfte der 70.000 in Belgien lebenden Juden wurde in deutsche Konzentrationslager gebracht. Verhofstadt sagte während der Zeremonie zum 60. Jahrestag der Deportation der ersten Juden aus Belgien, dass sein Land diese Taten anerkennen und die Verantwortung dafür übernehmen muß. Wörtlich äußerte er, dass „...zu viele Kollaborateure in Belgien waren. Wir müssen den Mut haben es auszusprechen, es anzuerkennen und die Verantwortung zu tragen“. Verhofstadt drückte weiterhin seinen Respekt denjenigen gegenüber aus, die sich der Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten verweigerten. So erwähnte er die Mitglieder der Stadtverwaltung von Brüssel, die den Anordnungen nicht Folge leisteten, die jüdischen Einwohner zum Tragen des gelben Sternes zu zwingen. Die offizielle Entschuldigung folgte zwei Monate, nachdem eine von der belgischen Regierung eingesetzte Historikerkommission einen Report veröffentlichte, welcher die belgische Kollaboration mit den Nazis enthüllte. Verhofstadts Entschuldigung folgte ähnlichen anderer europäischer Staaten wie Frankreich (1995), Österreich, Schweiz und Deutschland (in den 50iger Jahren). * 

07.10.02

Ägyptische Filmserie basierend auf "Die Protokolle der Weisen Zions" 

Der Antisemitismus in Ägypten bricht alle Rekorde: ein ägyptischer Regierungsausschuss genehmigte vor einigen Tagen die Produktion einer Fernsehserie, die auf den „Protokollen der Weisen Zions“ basiert. Das Buch „Die Protokolle der Weisen Zions“ wurde vor ca. 100 Jahren als Verschwörung gegen die Juden geschrieben, wahrscheinlich von einem Angehörigen des Nachrichtendienstes des russischen Zaren. Es handelt sich um ein gefälschtes Dokument, dass angeblich die Pläne der Juden zur Eroberung der Welt aufdeckt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erschien das Dokument in tausendfacher Auflage in mehreren Dutzend Sprachen und wurde als NS Propagandamaterial in Deutschland verbreitet. Nun soll über das ägyptische Fernsehen eine neue Version gezeigt werden. 200 Schauspieler sind an der Serie „Reiter ohne Pferd“ beteiligt, die auf den Protokollen basiert. Die Serie soll in etwa einem Monat, während des Ramadan, im ägyptischen Satellitenprogramm ausgestrahlt werden. Ein ägyptischer Ausschuss, der die Serie überprüft hatte, kam zum Entschluss, dass die Serie keinesfalls antisemitisch sei, sondern die „bösartigen, zionistischen Pläne Palästina an sich zu reißen“ darstellt. Die endgültige Entscheidung liegt beim ägyptischen Öffentlichkeitsminister. „Leider handelt es sich hier nicht um einen Einzelfall, sondern um die Spitze eines Eisbergs von Antisemitismus in der arabischen Presse“, äusserte sich der stellvertretende Aussenminister, der Rabbiner Michael Melchior. „Ich hoffe, dass die ägyptischen Behörden die Ausstrahlung der Serie nicht genehmigen werden, da dies die Zusammenarbeit im Nahen Osten beschädigen würde“. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

07.10.02

Linktips

Amerika diskutiert konkreter

Des Führers treue Katholiken

07.10.02

Tageslosung

 Ich will einen Bund des Friedens mit ihnen schließen. Hesekiel 34,25

 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk dass er Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bund. Lukas 1,68+72

(c) Evangelischen Brueder-Unitaet, Herrnhut und Bad Boll und der Verlagsgemeinschaft Haenssler-Verlag/Friedrich Reinhardt Verlag  http://www.losung.de/ 

03.10.02

Israelisches Militär übt Abschiebung Arafats 

Israelische Sicherheitsquellen bestätigten am Donnerstag einen Bericht der israelischen Zeitung "Maariv daily", wonach das Militär darauf vorbereitet sei, Palästinenserführer Jassir Arafat abzuschieben. Sollte eine entsprechende Weisung von der israelischen Regierung kurzfristig erteilt werden, könnte mit der Operation sofort begonnen werden. Einheiten hätten das Szenario schon mehrfach durchgespielt. Arafat würde aus seinem Hauptquartier in Ramallah geholt und per Hubschrauber an einen unbewohnten Ort im Ausland gebracht werden. Diesen sollen israelische Kommandos schon vorab besichtigt haben. Nach Fernsehberichten, die vor ein paar Wochen ausgestrahlt worden sind, befindet sich Arafats potentielles Exil in der libyschen Wüste. Weiter wurde bekannt, dass die entsprechenden israelischen Einheiten in den letzten Monaten schon dreimal in erhöhte Bereitschaft versetzt worden seien, um Arafat aus dem Land zu schaffen, u.a. nach dem Pessach-Attentat Ende März, bei dem 29 Israelis getötet wurden. Auch nach der letzten Attacke auf einen Bus am19. September in Tel Aviv soll Premierminister Ariel Scharon für die Abschiebung des Palästinenserführers plädiert haben, konnte sich damit jedoch nicht durchsetzen. Stattdessen wurde Arafats Hauptquartier in Ramallah belagert und teilweise zerstört, bis sich die Israelis auf amerikanischen Druck diese Woche wieder zurück zogen. 

(c)/ Quelle: ICEJ

03.10.02

Entscheidung über Reparatur der Tempelberg-Mauer steht bevor 

Premierminister Ariel Scharon wird in den nächsten Tagen entscheiden, welche Maßnahmen von israelischer Seite getroffen werden können und müssen, um den drohenden Einsturz einer Mauer am Tempelberg zu verhindern. Besorgnis ruft bei den Israelis insbesondere der Umstand hervor, dass Hunderttausende Araber den Tempelberg während des moslemischen Fastenmonats Ramadan besuchen werden, der am 06. November beginnt. Ein Mauereinsturz während dieser Zeit würde zu einem Desaster führen. In der Mauer, die die Südostecke des Moscheeplatzes auf dem Tempelberg stützt, hat sich eine ca. 10m breite Ausbuchtung gebildet. In der ersten Hälfte des Jahres 2000 (vor Ausbruch der Intifada) waren erstmals Untersuchungen der israelischen Altertumsbehörde an der Außenseite der Mauer durchgeführt worden, nachdem die Ausbeulung entdeckt worden war. Sie rührt wahrscheinlich von Bauarbeiten des Wafk, der moslemischen Verwaltungsbehörde der Stätte, auf dem Tempelplatz über der Mauer her. Im Untersuchungsbericht der israelischen Behörde im Jahr 2001 war ein drohender Einsturz, der an der gesamten Stätte irreparable Schäden anrichten könnte, mittelfristig prognostiziert worden. Versuche der Israelis, daraufhin zusammen mit der moslemischen Verwaltungsbehörde Wafk das Problem zu lösen, scheiterten. Israelischen Archäologen und Ingenieuren wurde immer wieder der Zutritt zum Tempelberg verwehrt. Noch Ende August diesen Jahres behaupteten Vertreter des Wafk, die Mauer sei stabil. Sie beschuldigten Israel, die Situation auszunutzen, um Kontrolle über den Platz zu erlangen. Bemühungen des israelischen Außenministers Schimon Peres, Jordanien und Ägypten daraufhin als Vermittler zur Behebung des Problems einzusetzen, scheiterten ebenfalls. Am Mittwoch gab Wafk-Direktor Adnan Husseini nun zum ersten Mal gegenüber dem Sender "The Voice of Palestine Radio" öffentlich zu, dass die Möglichkeit eines Mauereinsturzes bestehe. Gleichzeitig beschuldigte er Israel, dem Wafk die notwendigen Reparaturarbeiten nicht zu erlauben. Israel wäre für jeglichen Verlust von Menschenleben durch einen Mauereinsturz verantwortlich, so Husseini. Ein israelischer Sprecher erklärte, Israel befände sich in einer äußerst schwierigen Situation. Würden die Behörden hinsichtlich der Ausbeulung etwas ohne Wafk-Zustimmung unternehmen, könnte es zu palästinensischen Ausschreitungen kommen. Sollte die Mauer zusammenbrechen und Menschen töten oder verletzen, wäre das Szenario wahrscheinlich bei weitem schlimmer. 

03.10.02

Rede des israelischen Premierministers Ariel Scharon

Hören Sie die Rede des israelischen Premierministers Ariel Scharon die er zur Eröffnung der Konferenz der Internationalen christlichen Botschaft Jerusalem während des Laubhüttenfestes gehalten hat.

Link:

Rede Ariel Scharon

03.10.02

Ministerpräsident Scharon: Palästinenser beginnen zu verstehen, dass Terror keine politische Lösung fördert 

Bei einem Treffen mit Mitgliedern des Internationalen Jüdischen Kongresses erklärte Ministerpräsident Scharon, dass die Palästinenser beginnen zu verstehen, dass Israel nicht durch Terror besiegt werden kann. Die Palästinenser können nur eine politische Lösung herbeiführen, wenn dieses durch Verhandlung angestrebt wird. Er sagte, dass die Palästinenser enttäuscht von der Entschlossenheit der Israelis im Kampf gegen den Terrorismus sind. “Die Palästinenser realisieren, dass ihr Leiden ein Resultat von Arafats Strategie des Terrors sowie der Unterstützung von Terrornetzwerken ist.

Bei einer Umfrage der Smith Research und Consulting unter israelischen Bürgern im Auftrag der Jerusalem Post antworteten 60% der Befragten, dass Israel in der seit zwei Jahren andauernden Intifada um seine Existenz kämpft. 20% der Israelis glauben laut der Umfrage, dass die anhaltende Konfliktsituation ein Kampf zur Bestimmung der Grenzen zwischen dem Staat Israel und zukünftigen palästinensischen Staat ist sowie 11%, die den andauernden Krieg als Kampf um die Siedlungen im Westjordanland und Gaza wahrnehmen. Die Umfrage zeigt in der Beantwortung der Frage einen deutlichen Unterschied zwischen Wählern die 2001 Ariel Scharon oder Ehud Barak votiert haben. Scharons Anhänger glauben zu 75% das Israel um seine Existenz kämpft, im Gegensatz von nur 35% der Barak Wähler. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

03.10.02

Das geheime Camp bei Los Angeles

Nur einer von tausend Hunden schafft es, in einem geheimen Trainingslager bei Los Angeles zum Schnüffler ausgebildet zu werden, um später in Israel Sprengstoff aufzuspüren. Das jüdische Wochenmagazin TACHLES aus der Schweiz berichtet.

Link:

Das geheime Camp bei Los Angeles

03.10.02

Ägyptisches Gericht verbietet NGO 

Laut der ägyptischen Wochenzeitschrift „Al-Usbu“ hat kürzlich ein ägyptisches Verwaltungsgericht eine Organisation verboten, welche das Ziel der Stärkung des Friedensprozesses mit Israel in seinen Statuten festgeschrieben hatte. Laut des Berichtes wurde der Verbotsantrag schon 1998 durch den Botschafter Ibrahim Yusri, ehemaliger Leiter der Abteilung für internationale Abkommen im ägyptischen Außenministerium, bei Gericht eingereicht. Wie die Zeitung berichtet, wurde als Klagegrund die besondere Vorsicht gegenüber Israel und die staatliche Sicherheit angeführt. Die Klageschrift wirft der Organisation zudem vor, dass man Forschungen durchgeführt hat, Konferenzen und wissenschaftliche Treffen sowie der Austausch von israelischen und ägyptischen Gruppen veranstaltet wurden, um die Kultur des Friedens zu verbreiten, welche den Gründungsstatuten der Organisation im kulturellen und religiösen Bereich widerspricht. Wie die Wochenzeitschrift weiter berichtet, wurde die Organisation als politische Partei eingestuft. Der Kläger, Ibrahim Yuris, erklärte laut dem Report, dass Gründe wie „...die aktuellen politischen Umstände der Region, Israels Aggressionen, die Belagerung von Palästinenserpräsident Arafat, das Töten von unschuldigen ägyptischen Staatsbürgern auf besetztem Land, alle aufrufen soll, die Beziehungen zu jedem abzubrechen, der Kontakt zum „zionistischen Feind“ unterhält.“

03.10.02

Jahrestag des Sibirian Airline Absturzes 

Bei einer Gedenkveranstaltung für die Toten des Flugzeugabsturzes der Sibirian Airlines von Tel Aviv nach Nowosibirsk in Mizpe Modiin, legten mehrere Angehörige Steine an der Stelle nieder, an welcher ein Denkmal für die Getöteten geplant ist. Die Maschine der Sibirian Airlines wurde vor einem Jahr versehentlich von einer ukrainischen Boden-Luftrakete über dem Schwarzen Meer getroffen und stürzte mit 78 Passagieren und 12 Crewmitgliedern ab. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

02.10.02

Buchtip

Der Plan Gottes ist untrennbar mit dem Geschehen um das Land Israel und der Stadt Jerusalem verbunden. Dieses Büchlein bildet eine geraffte und auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung politischer Themen und aktueller Vorkommen im Nahen Osten. Im Licht der Bibel wird der Unterschied des Planes Gottes zu den tagespolitischen Aktionen deutlich aufgezeigt. Wegen der Beschreibung aktueller, politischer Ereignisse im Nahen Osten ist dieses Buch auch für Menschen geeignet, die zur Bibel bisher keinen besonderen Zugang hatten.
Preis: 2,60 Euro + Versandkosten.

Link:

Shopping- und Bestelladresse

02.10.02

Israel besorgt über Selbstmordattentate vor US-Angriff auf Irak

 Israelische Regierungsvertreter befürchten, dass palästinensische Terroristen versuchen werden, das Land vor einem US-Angriff auf den Irak „in Flammen zu setzen“, um eine israelische Gegenoffensive zu provozieren und die israelische Regierung in ihrer Handlungsfähigkeit zu beeinträchtigen. „Wir machen uns keine Sorgen um ein paar (irakische) Scud-Raketen, sondern um Selbstmordattentäter überall“, sagte ein Sprecher aus dem Umfeld von Premierminister Ariel Scharon. Es gebe auch Warnungen vor Einschleusungsversuchen aus dem Libanon und Jordanien. Die vielkritisierte Belagerung von Arafats Hauptquartier, der sog, Mukata, sei ein Signal an die Palästinenser gewesen, dass Israel nach Selbstmordattentaten nicht tatenlos bleiben werde, selbst bei einem drohenden Angriff der USA auf den Irak, fügt der Sprecher hinzu. Es werde sich auf längere Zeit zeigen, dass die Aktion in Ramallah einen abschreckenden Effekt hatte. Währenddessen wies Premierminister Ariel Scharon Berichte über steigende Spannungen zwischen ihm und Verteidigungsminister Benjamin-Ben Eliezer zurück. Die Beziehungen zwischen ihm und Ben-Eliezer seien „sehr gut“, so der Regierungschef. Damit antwortete er auf Behauptungen, er habe den Verteidigungsminister kritisiert, da das Militär die Flucht einiger gesuchter Terroristen aus der Mukata nicht habe verhindern können. Bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Igor Ivanow in Moskau erklärte Scharon, Israel sei an Gesprächen mit palästinensischen Führern interessiert, die den diplomatischen Prozess vorantreiben wollten und verstanden hätten, dass Arafat sie in die Katastrophe gebracht hätte. 

(c)/ Quelle: ICEJ

02.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1656: In Amsterdam werden zum ersten Mal Feierlichkeiten zu Jom Kippur abgehalten. Nachbarn halten die Juden für heimliche Anhänger des Papstes und zeigen sie bei den Behörden an, die sie unter dem Verdacht der Anzettelung eines Aufruhrs festnehmen lassen. Als sich herausstellt, dass die Festgenommenen Juden sind, werden sie wieder frei gelassen. Der Gemeinde wird erlaubt, in Frieden ihren Feiertag zu begehen. 

(c)/ Quelle:  "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il). 

02.10.02

77-jähriger patroulliert mit Rollerblades

Shmuel German (77) geht seit 19 Jahren einer ganz besonders erstaunlichen Nebentätigkeit nach. Als er 1975 nach Israel einwanderte, begründete er mit Freunden eine zivile Sicherheitseinheit, die der Polizei beim Patroullieren der Strassen hilft und sich die Bekämpfung der Kriminalität auf die Fahne geschrieben hat. German wurde in Lita, einer Stadt in der ehemaligen Sowjetunion geboren und kämpfte während des Zweiten Weltkriegs in der Roten Armee gegen das nationalsozialistische Regime Deutschlands. Das besondere an Shmuels Geschichte ist, dass er seine Patroulliendienste auf Rollschuhen absolviert und trotz seines hohen Alters nicht ans aufhören denkt, sondern seine Erfahrung und Entschlossenheit als wichtigen Beitrag für die Gesellschaft betrachtet. 

02.10.02

Bayer Leverkusen besiegt Maccabi Haifa 

Am 3.Spieltag der diesjährigen Champions League Saison verlor der israelische Fußballmeister Maccabi Haifa sein „Heimspiel“ in Nikosia mit 2:0 gegen den deutschen Vize Meister Bayer Leverkusen. Leverkusen siegte durch zwei Tore des jungen Kroaten Marko Babic (31; 64 Minute). Haifa hatte die große Möglichkeit, in der 44. Minute nach einem Foul vom brasilianischen Nationalspieler Lucio an Giovanni Rosso im Leverkusener Strafraum zum 1:1 auszugleichen. Avishai Zano traf bei der Ausführung des Strafstoßes nur den Pfosten und verfehlte das Tor um einige Meter bei der Nachschussmöglichkeit. Bayer Leverkusen beherrschte weite Teile des Spiels, besaß insgesamt mehr Spielanteile und vergab die größeren Chancen. Haifa konnte leider nicht an die grandiose Leistung gegen Olympiakos Piräus anknüpfen und hatte das ganze Spiel Probleme, den deutschen Nationalspieler Oliver Neuville unter Kontrolle zu bekommen. Yitzhak Shum, der Trainer von Maccabi Haifa, resümierte nach dem Spiel, dass er stolz auf die Leistung seiner Spieler ist und fügte hinzu, dass Bayer Leverkusen nicht umsonst das letztjährige Finale der Champions League erreichte. Trotz der Niederlage konnte sich Maccabi auf Platz 2 der Gruppe F verbessern, da im zweiten Spiel des Abends Manchester United Olympiakos Piräus mit 4:0 besiegte. Platz 2 würde Maccabi Haifa zur Qualifikation in die Zwischenrunde der Champions League reichen, das nächste Spiel in Leverkusen am 23.Oktober muß aber gewonnen werden, damit dieser Traum Realität wird. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

01.10.02

US- Musiker auf Solidaritätstour durch Israel  

Der für den Emmy nominierte Schwiegersohn von Bob Dylan, Peter Himmelmann, Akkustikgittarist Steve Hancoff und der Klezmer-Virtuose Andy Statman werden am Freitag zu einer Serie von Konzerten in Israel erwartet. Die Künstler wollen mit der Konzerttour ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck bringen. Die Veranstaltungen werden vorwiegend an Plätzen abgehalten, welche durch Terroranschläge traurige Berühmtheit erlangt haben. Unter anderem treten sie in Netanya, Hadera, Tel Aviv sowie bei einer speziellen Performance vor Rettungskräften und Sanitätern in Jerusalem auf.

01.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte

1898 erläßt der russische Zar Nicholas II ein Dekret, welches den Juden verbietet, in den großen russischen Städten zu leben. 

(c)/ Quelle: Jewishhistory, Jpost, Botschaft Israels/ Berlin

01.10.02

Die Zeit: USA ignorierten israelische Hinweise vor dem 11. September

Die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet in ihrer morgigen Ausgabe davon, daß mindestens 3 Täter des Terroranschlages auf das World Trade Center vom israelischen Geheimdienst Mossad überwacht wurde. Der Anführer der Attentäter, Mohammed Atta wurde von ihnen observiert. Die israelischen Dienste informierten die amerikanischen Behörden nach dem Bericht im Juni und August 2001 ohne daß die amerikanischen Behörden rechtzeitig entscheidende Schritte einleiteten.

Link:

Tödliche Fehler

Mossad-Agenten waren Atta auf der Spur

01.10.02

USA: Botschaft nach Jerusalem verlegen - Bush kneift

Nach langen Verzögerungen hat der amerikanische Präsident Georg W. Bush ein vom Kongress vorgelegtes Haushaltsgesetz unterzeichnet, das u.a. die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt akzeptiert und anerkennt. Künftig müssen alle offiziellen Dokumente diesen Status eindeutig benennen. Diese Anerkennung wurde bisher stets durch das amerikanische Aussenministerium verhindert. Auch gemachte Wahlversprechen der Präsidenten Bill Clinton und Georg Bush wurden nicht eingehalten; der Botschaftsumzug der US-Diplomaten wurde halb- jährlich hinausgeschoben. 

 

Der amerikanische Präsident Georg W. Bush hat bereits angekündigt, sich nicht an dieses Gesetz halten zu wollen, da für den Präsidenten im Rahmen seiner Richtlinienkompetenz keine Verpflichtung zur Erfüllung des Gesetzes besteht. 

Im Vorfeld eines möglichen Irak Konfliktes versucht Bush offensichtlich jede Maßnahme, die die arabische Seite verärgern könnte zu vermeiden.

(c) Bild: Whitehouse

Link:

Bush erkennt de facto Jerusalem als Israels Hauptstadt an

01.10.02

"Ess, ess, mein Kind"

Vor 2 Wochen schilderte die Jerusalem Post in einem sehr bewegenden Report am Beispiel des St.-Sgt. Ari Yehoshua Weiss, welchen Schwierigkeiten israelische Soldaten im Kampf gegen den täglichen Terror ausgesetzt sind. Seine Mutter Susie, hatte in diesen Tagen kurzerhand die Verpflegung für 35 Soldaten in Sichem (Nablus) organisiert. Eindrucksvoll werden in dem Bericht die Nöte der israelischen Mütter geschildert, die ihre Söhne und Töchter einer täglichen Gefahr ausgesetzt sehen.

Am 30. September wurde St.-Sgt. Ari Yehoshua Weiss von einem palästinensischen Schützen kaltblütig ermordet.

Link:

"Ess, ess, mein Kind"

Lebenslauf von Ari Yehoshua Weiss

01.10.02

Belagerung Arafats aufgehoben; einige Terroristen entkommen 

Unter starkem amerikanischen Druck ordneten die Israelis Sonntagnachmittag den Abzug ihrer Truppen aus Jassir Arafats Hauptquartier in Ramallah an. Der amerikanische Präsident George W. Bush begrüßte das Ende der zehntägigen Belagerung, die er als Hindernis für die arabische Unterstützung eines Angriffes gegen den Irak angesehen hatte. Die Belagerung war eine Reaktion auf die letzten Selbstmordattentate in Tel-Aviv und Umm el-Fahm, bei denen Mitte September sieben Israelis getötet worden waren. Es ist nicht sicher, wie viele der 50 von Israel gesuchten Terroristen sich noch in der sog. Mukata, Arafats Amtssitz, aufhalten. Nach Presseberichten soll einigen von ihnen die Flucht gelungen sein, als sich die israelischen Soldaten zurück zogen und die Lage auf dem Gelände unübersichtlich wurde. Noch vor Beendigung des Abzugs strömten Anwohner und Journalisten auf das Gelände, so dass es den an den Gebäuden stationierten Soldaten unmöglich war, die Lage zu kontrollieren. Filmaufnahmen zeigten, wie bewaffnete Palästinenser das Gebäude verließen, einschließlich gesuchter Terroristen. Einige der Männer tauschten schnell ihre palästinensischen Polizeiuniformen gegen Zivilkleidung ein und tauchten in der Menge unter. Israel wies Behauptungen zurück, dass die Mehrheit der Terroristen entkommen sei. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen sollen sich der Geheimdienstchef des Westjordanlandes Tawfik Tirawi und der Force-17-Kommandant Muhammad Damra noch immer im Hauptquartier aufhalten. Israelische Truppen werden das Gelände weiterhin beobachten. Jassir Arafat erklärte gegenüber Reportern, bei dem Abzug habe es sich nur um eine „kosmetische Maßnahme“ der Israelis gehandelt, die versuchten, den UN-Sicherheitsrat zu täuschen. Niemals werde er der Auslieferung von Palästinensern an die Israelis zustimmen. Er rief die Vereinten Nationen dazu auf sicherzustellen, dass Israel die Resolution 1435 vollständig befolge und sich vollständig aus Ramallah und anderen Städten des Westjordanlandes zurück ziehe. In der letzten Woche hatten israelische Sicherheitsbeamte immer wieder betont, es werde keine Änderungen auf dem Gelände geben, bis die flüchtigen Terroristen ausgeliefert würden. Gleichzeitig wurde erklärt, Arafat könne das Gebäude verlassen und im Westjordanland und Gazastreifen herumreisen, ebenso wie alle im Hauptquartier, die nicht in terroristische Aktivitäten verwickelt seien. 

(c) ICEJ

01.10.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1337: In Deggendorf, Bayern, wird Hostienschändung vorgetäuscht. Gewalttätige Ausschreitungen verbreiten sich in 51 Gemeinden, einschließlich Böhmen und Österreich. Bis heute kommen Pilger zu der Kirche, in der auf Bildern Juden in mittelalterlichen Gewändern dargestellt sind, die Hostien entweihen. 

1943: Freitagmorgen vor dem jüdischen Neujahrsfest „Rosch Haschana“ gibt Rabbi Marcus Melchior aus Kopenhagen bekannt, dass es keine Neujahrsfeierlichkeiten geben wird. Damit beginnt eine Heldengeschichte des Holocaust. Während der nächsten Wochen werden fast alle 7.000 dänischen Juden versteckt und nach Schweden geschmuggelt. Nach dem Krieg gibt die dänische Regierung alles jüdische Eigentum an die ursprünglichen Inhaber zurück. 

"Rückblick in die jüdische Geschichte" mit freundlicher Genehmigung aus "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il). 

01.10.02

Ministerpräsident Scharon in Moskau 

Ministerpräsident Scharon erreichte heute nacht Moskau, wo er während eines dreitägigen Aufenthaltes mit Präsident Putin, Aussenminister Ivanow und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinden Russlands zusammentreffen wird. Im Mittelpunkt werden Themen wie die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Russland, die Irakkrise sowie Lieferungen von Atomanlagen nach Iran bzw. Waffenverkäufe an Syrien stehen. Eine besondere Reise wird es für drei jugendliche Neueinwanderer, die Ariel Scharon nach Moskau begleiten. Alle drei sind von Russland nach Israel ausgewandert und wurden bei dem schweren Selbstmordanschlag vom 1.Juni 2001 auf die Diskothek „Dolphinarium“ verletzt oder verloren Geschwister. Faik Khuliew (20), Emma Skolidvsk (19) und Alex Nelimov (16) möchten der russischen Öffentlichkeit einen Eindruck vermitteln, wie Russen, die nach Israel kamen, täglich die schrecklichen Seiten des Terrors erleben. 

01.10.02

145 Selbstmordattentäter seit Beginn der Intifada 

Seit Beginn der Al-Aqsa-Intifada vor genau zwei Jahren haben die Palästinenser 145 Selbstmordattentäter ausgesandt, um Terrorangriffe innerhalb des israelischen Kernlandes sowie in der Westbank und Gaza durchzuführen. Daten, die vom israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet gesammelt wurden, zeigen, dass es seit 1993 mehr als 200 Selbstmordattentäter gegeben hat. Der letzte, der vor zehn Tagen einen Bus in Tel Avivs Allenby-Straße in die Luft gesprengt hatte, war der 206. Terrorist in weniger als einem Jahrzehnt. Die Statistiken vom israelischen Inlandsgeheimdienst beinhalten keine Schussangriffe, bei denen Angreifer das Feuer in einer Stadt oder einer Siedlung eröffnen und dabei nur eine geringe Chance haben, diesen Angriff zu überleben. Die Daten beziehen sich nur auf Selbstmordattentäter, die Bomben bei sich tragen oder die mit Bomben präparierte Autos benutzen. Die Summe von 206 beinhaltet auch solche Angreifer, die mit Bomben am Körper gefangen genommen wurden, bevor sie die geplanten Angriffe hatten ausführen können. Die Zahl beinhaltet jedoch nicht die sogenannten „would be suicide bomber“, die einen Anschlagen planen, aber vor der operativen Ausführung entdeckt werden. Die Shin-Bet-Statistik zeigt eine wesentliche Veränderung in der Identität der Selbstmordattentäter. Vor der gegenwärtigen Intifada gehörten alle Terroristen zu militanten islamischen Gruppen, hauptsächlich zu Hamas und Islamischem Jihad. Von den 145 Selbstmordattentätern der gegenwärtigen Intifada gehörten 52 zur Hamas und 35 zum Islamischen Jihad, während 40 Selbstmordattentäter der Fatah Organisation von Yasser Arafat angehörten. Seit dem Ausbruch der Intifada im September 2002 wurden 623 Israelis bei Terroranschlägen getötet. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Links:

Analyse: Rückblick auf zwei Jahre

Shin Bet: 145 Selbstmordattentäter seit Ausbruch der Intifada

Erfolg oder Mißerfolg?: Zwei Jahre Al-Aqsa-Intifada

26.09.02

Scharon: Keine militärische Lösung im Konflikt mit den Palästinensern 

In einem Interview mit der Jerusalem Post äußert sich Ministerpräsident Ariel Scharon über die Möglichkeiten, den andauernden Konflikt mit den Palästinensern friedlich beizulegen. Hier einige zusammengefaßte Aussagen. Scharon sagte: „Ich möchte nicht ewig in Nablus, Jenin oder Ramallah sitzen bleiben, doch habe ich Terror immer als strategische Bedrohung und nicht als taktische aufgefasst. Meine Regierung möchte einen diplomatischen Abschluß mit den Palästinensern erreichen. Eine Sache muß aber dabei klar sein, die Palästinenser müssen zukünftige Abkommen befolgen und sich an die Abmachungen halten.“ Betreffend der andauernden Operationen im Hauptquartier von Yasser Arafat führt er aus: „Ich habe Präsident Bush persönlich versprochen Arafat kein Leid zu zufügen. Deshalb haben wir das Hauptquartier nicht stürmen lassen, obwohl sich dort die schlimmsten Terroristen befinden. Die Möglichkeit, dass Arafat dabei verletzt würde ist zu groß. Trotzdem werden wir alles tun, um die mit Arafat in seinem Hauptquartier versammlten Terroristen vor Gericht zu stellen und ihnen einen fairen Prozeß machen.“ Das ausführliche Interview können Sie unter folgendem Link nachlesen:

Jerusalem Post

26.09.02

Rückblick in die jüdische Geschichte

September 1791: Zum ersten mal seit dem Römischen Reich wurden den Juden im revolutionären Frankreich die vollen Bürgerrechte zugestanden. 
September 1941: In ganz Kiev wurden 2000 Zettel ausgehängt, auf den die Bekanntmachung zu lesen war, dass sich alle Juden am Folgetag mit warmer Kleidung, Wertsachen und persönlichen Dokumenten einzufinden haben. Das „Massaker von Babi Yar“ ist das Ergebnis dieser Entwicklungen, bei dem laut deutschen Statistiken 33.771 Juden umgebracht wurden. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

26.09.02

Nach der Bundestagswahl

Wie fühlen sich die Juden in Deutschland nach der Bundestagswahl? Die Jüdische Allgemeine fasst zusammen:

Allein auf weiter Flur

Absage an rechte Parteien und Wahlkampfslogans

26.09.02

Interessante Links

Zurück zum aufrechten Gang

Zur Lage in Israel

26.09.02

Gegen die langen Schatten der Vergangenheit

Die jüdische Minderheit der USA, traditionell überwiegend demokratisch-liberal, steht wohl im Ernstfall mehrheitlich hinter den Irak-Plänen der republikanischen Bush-Regierung. Doch es gibt auch besorgte und skeptische Stimmen. Das jüdische Wochenmagazin aus der Schweiz TACHLES nimmt zu dem Thema Stellung:

Gegen die langen Schatten der Vergangenheit

26.09.02

Wie der Krieg begann 

In der internen monatlichen Zeitung, „Al-Shuhada“ ( Die Märtyrer ), des palästinensischen Sicherheitspersonals wurde am 25. Juli 2000, kurz nach dem Scheitern der Camp David Verhandlungen, ein Brief veröffentlicht, in dem ein enger und langjähriger Berater Yasser Arafats den offenen Kampf ankündigt. Unmittelbar nach der Ablehnung der Angebote Baraks und Clintons in Camp David bereitete Yasser Arafat seine Truppen auf eine alles erfordernde Konfrontation mit Israel vor. Schon am 30. August 2000 wurde in der offiziellen Zeitung „Al-Sabah“ ( Der Morgen ) eröffnet, dass die Stunde des Jihad geschlagen habe. Lesen Sie den gesamten Artikel in der Jerusalem Post unter

Link:

Jerusalem Post

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

26.09.02

Rückblick

1348:  Der Papst Clemens VI verabschiedete entgegen der landläufigen Anschuldigung, die Juden seien für die Verbreitung der Pest verantwortlich, eine Bulle, in der er statuierte, die Juden leideten unter der Pest genauso wie alle anderen Menschen in Europa. Mehr dazu in der Jerusalem Post.

Link:

Jerusalem Post

26.09.02

Videostream: Freitagspredigten im palästinensischen Fernsehen 

Memri (Middle East Media Research Institute) veröffentlicht eine Videopräsentation mit den Freitagspredigten im palästinensischen Fernsehen. Bitte klicken sie auf den nachfolgenden Link.

Link:

Freitagspredigten im palästinensischen Fernsehen

26.09.02

TV-Tipp

Das rote Quadrat 

Phoenix Do, 26.09.02, 20.15 Uhr Fr, 27.09.02, 07.30 Uhr 3-teilige Reihe 

Drei Kugeln und ein totes Kind 

Die Gier nach dem schnellen Bild, die Sucht nach der Sensation - die Medien setzen auf Schnellverdaulichkeit. Auf der Strecke bleiben die Menschen hinter den Schlagzeilen. Auch die drei neuen Folgen der mit dem Grimme-Preis 2001 ausgezeichneten Reihe "Das rote Quadrat" setzen einen Bremskeil in diese Bilderflut. Filmbilder werden angehalten, der flüchtige Moment eines Ereignisses eingefroren. Die erste Folge widmet sich der Aufklärung eines Schusswechsels zwischen Palästinensern und Israelis: Wer erschoss Mohammed al-Dura? Das Bild ging um die Welt: ein kleiner Junge in den Armen seines Vaters mitten in einem Kugelhagel. Der 12-Jährige stirbt vor laufender Kamera. Vater und Sohn waren in einen Schusswechsel zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten geraten. Sein Tod macht den Jungen zum Märtyrer. "Das Rote Quadrat" untersucht die spektakulären Bilder und stellt in Frage, was zunächst völlig eindeutig scheint. Waren es wirklich israelische Soldaten, die die tödlichen Kugeln abfeuerten? War es ein Unfall? War es Mord? Wer erschoss Mohammed Al-Dura? Minutiös rekonstruiert der Film die Tragödie, geht allen Spuren nach, befragt sämtliche Beteiligte und kommt zu aufsehenerregenden Ergebnissen. Ein Film über den Umgang mit der Wahrheit, über die Rolle der Medien, über die tödliche Logik der Besatzungspolitik und über den Propagandaeinsatz von Kindern, der den Tod mit einkalkuliert. Ein Film, der provoziert und beim Zuschauer eigene Bilder in Frage stellt. Film von Esther Schapira (2002) 

26.09.02

Tagebuch: Ein paar Minuten Zukunft

Mascha Rolnikaite wuchs im jüdischen Ghetto von Wilna auf, die Nazis töteten ihre Familie. Nun erscheinen die Tagebücher erstmals unzensiert auf Deutsch. Die Zeit fasst zusammen.

Link:

Ein paar Minuten Zukunft

25.09.02

Israel enttäuscht über UN-Resolution 

Die jüngste Resolution 1435 des UN-Sicherheitsrats vom vergangenen Dienstag stößt in Israel auf Verwunderung und Enttäuschung. In dieser heißt es unter anderem, der UN-Sicherheitsrat verlange „das sofortige Ende aller Maßnahmen in und um Ramallah [sowie] den prompten Rückzug der israelischen Besatzungskräfte aus palästinensischen Städten auf Positionen von vor September 2000.“ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) wurde lediglich dazu aufgefordert, „die für Terroranschläge Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“ Die US-Regierung hatte die Resolution geduldet, um ihre Missbilligung der israelischen Aktionen in Ramallah auszudrücken. Auch Papst Johannes Paul II. rief dazu auf, die Belagerung Ramallahs zu beenden. In einer Mitteilung hieß es, der Papst sei sehr besorgt über Israels „schweren Angriff“ auf Arafats Amtssitz, er fühle sich dem palästinensischen Volk und der Autonomiebehörde „in dieser schmerzhaften Zeit sehr nahe“. Aus israelischen Kreisen verlautete, dass Israel die UNO zwar respektiert, jedoch Israels Sicherheitsinteressen höher stellt, als Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Die Duldung der Resolution durch die USA müsse man vor dem Hintergrund der bevorstehenden US-Aktionen gegen den Irak verstehen und dürfte nicht als grundsätzliche Verurteilung der israelischen Politik angesehen werden. Dennoch, so Israels UN-Botschafter Yehuda Lancry, sei die Entscheidung Amerikas, kein Veto einzulegen, „definitiv eine Enttäuschung.“ Noch während der Sitzung des UN-Sicherheitsrats sind israelische Truppen am Dienstag in Gaza-Stadt einmarschiert. Nach offiziellen Angaben kamen während der Aktion neun Menschen ums Leben, etwa 30 Menschen wurden verletzt. 13 Bombenwerkstätten wurden zerstört, ebenso wie die Häuser der Terroristen, die im März dieses Jahres einen Anschlag auf ein Armeetrainingslager verübten. Damals wurden fünf Israelis getötet und zwanzig verletzt. Unterdessen haben französische Abgeordnete des Europaparlaments eine Initiative zur Einsetzung einer Untersuchungskommision gestartet. Laut Francois Zimeray von der französischen Sozialistischen Partei soll die die Verwendung von EU-Geldern durch die PA untersucht werden. Insbesondere geht es um die Frage, ob mit EU-Geldern Terroranschläge finanziert werden. „Wir haben Grund zur Sorge, dass die PA die Verwendung der Gelder absichtlich verschleiert und gefälschte Berichte vorlegt. Die PA verweigert einen wirklichen Überblick über die Verwendung von EU-Geldern.“ 

(c)/ Quelle: ICEJ

25.09.02

Polizei ehrt israelisch-arabischen Jungen und Polizisten  

Rami Mahmid (17) aus Umm el-Fahm sowie der Polizeioffizier Moshe Hizkiyahu (posthum) erhielten heute eine Ehrenurkunde der Polizei. Mahmid verhinderte am 18.September 2002 einen verheerenden Selbstmordanschlag in der Nähe von Umm el-Fahm, als er mit dem Handy des Selbstmordattentäters die Polizei anrief. Wie die Tageszeitung Yediot Arhonot berichtete, fiel dem Jugendlichen der Palästinenser durch sein nervöses Verhalten auf. Mahmid sprach den Verdächtigen an und bat ihn, einen Freund mit dem Mobiltelefon des Attentäters anrufen zu dürfen. Stattdessen informierte Machmid die Polizei und berichtete über den Verdächtigen. Kurz darauf erreichte eine Polizeistreife die Bushaltestelle. Der Attentäter zündete darauhin den Sprengkörper und tötete dabei den sich nähernden Polizeioffizier. Mahmid wurde bei der Explosion schwer verletzt und überlebte das Attentat durch eine Notoperation. Der israelische Inlandsgeheimdienst, Shin Bet, vermutete anfangs, dass Mahmid und der Attentäter zusammenarbeiteten. Jedoch förderten die ersten Untersuchungen die gegenteilige Tatsache. Nach Aussage der Sicherheitsbehörden verhinderte das beherzte Eingreifen des Jugendlichen aus Umm el-Fahm eine größere Katastrophe.

Link:

Israelischer Araber verhindert Terror-Tragödie

25.09.02

Hamas startet Website für die Rekrutierung von weiblichen Kämpfern 

 Die militante Islamisten Gruppe Hamas hat ein Rekrutierungsprogramm im Internet gestartet, welches palästinensische Frauen davon überzeugen soll Dschihad Kämpferinnen zu werden oder ihre Söhne anzuspornen an Selbstmordattentaten teilzunehmen. (Quelle Radio Israel) Palästinensische Quellen aus dem Gaza Streifen berichten, dass parallel die Hamas Rekrutierungsprogramme in den von der Organisation verwalteten Kindergärten durchführt. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

25.09.02

Maccabianer besiegen Griechen beim Wunder von Sukkot

In einem historischen Sieg – dem ersten einer israelischen Fußballmannschaft in der UEFA Championsleague – generierte Ayegbeni Yakoubu zum umjubelten Helden des Abends. Mit seinen drei Toren führte er Maccabi Haifa zum ersten Sieg in der Gruppe F. Der „Drei-Tore Streich“ des nigerianischen Nationalspielers brachte die 15000 Olympiakos Anhänger zum Schweigen, welche das Heimspiel Haifas auf Zypern in ein schweres Auswärtsspiel verwandelten. Mit jedem weiteren Tor von Maccabi steigerte sich jedoch der Enthusiasmus der 5000 mitgereisten Fans aus Israel. Der Spielverlauf entwickelte sich überaus postitv, nachdem Maccabi einen eher fragwürdigen Elfmeter vom italienschen Unparteiischen zugestanden bekommen hat und dieser sicher von Yakoubu verwandelt wurde. Das zweite Tor folgte nach einem kraftvollen Alleingang Yakoubus, welcher den Ball sicher gegen den herausstürmenden Olympiakos Torhüter versenkte. In den letzten Spielminuten setzte die Mannschaft vom griechischen Festland alles auf eine Karte und wurde prompt durch das dritte Tor des Maccabi Stürmers, nach einem Fehlpass von Olympiakos in der Vorwärtsbewegung, entzaubert. Maccabis Trainer Yitzhak Shum brachte seine Freude nach dem Spiel mit den Worten auf den Punkt: „Meine Spieler sind heute wie Löwen aufgetreten und ich bin sehr stolz auf sie.“ Wie die Zeitung „Globes“ berichtete, gab es nach dem Spiel einige unschöne Szenen, als Anhänger von Olympiakos Gegenstände auf israelische Fans warfen und „Heil Hitler“, „Auschwitz“ und „Arafat“ skandierten. 

24.09.02

Nachhilfe für Schröder und Co. in Sachen Irak

Links:

Dossier der britischen Regierung zum Thema "Irak"

Die wichtigsten Punkte des britischen Dossiers über den Irak

Das Irak Dossier

Iraq's Weapons of mass destruction

Irak: Nuklearwaffen bis 2005

24.09.02

Palästinensische Terroristen im Irak trainiert 

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat vor ca. einem Monat eine Gruppe von Terroristen festgenommen, welche Anschläge in Israel geplant hatten. Diese Anschläge sollten mit Hilfe von Panzerabwehrraketen israelische Fahrzeuge sowie Flugzeuge bei der Landung auf dem Internationalen Flughafen „Ben Gurion“ treffen. Die Gruppe soll der palästinensischen Terrororganisation „Arabische Befreiungsfront“ angehören, dessen Anführer, Abu al-Abas, aus der Achille Lauro Entführung bekannt, sich gegenwärtig in Bagdad aufhält. Die jetzt vom Shin Bet festgenommenen Terroristen wurden nach Erkenntnissen des Geheimdienstes in irakischen Militärcamps auf ihre Operationen vorbereitet. Nach ihrer erneuten Einreise in die palästinensischen Autonomiegebiete wurden sie von Shin Bet Agenten festgenommen. (Quelle Jerusalem Post) 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin + Jerusalem Post

Link:

Palästinensische Terroristen trainierten im Irak für Anschläge in Israel

19.09.02

Konzertsensation in Frankfurt

Die israelische Sängerin Sarit Hadad - Sängerin des Jahres der Jahre 2000, 2001 und 2002 in Israel und Teilnehmerin am Grand prix de Eurovision de la Chason in Tallin ist am 26.Oktober 2002 in der Jahrhunderthalle in Frankfurt live zu sehen und zu hören.

Links:

Website Sarit Hadad

Hörprobe "Light a candle"

 

 

Zum Seitenanfang

Window on the Wall ] Zitate ] Reisen ] Durban ] UNO ] Termine ] Israels Nachbarn ] Wetterbericht ] PA-Schulbuecher ] David's Schild ] Camp David 2000 ] Top News ] Solidaritaetsaufruf ] Ich klage an ] Kindermissbrauch ] Jiskor - Im Gedenken ] Sport ] Reden Arafat ] Siedlungen ] Medienfenster ] Jenin ] Medienberichterstattung ] Medienkrieg ] Roadmap ] Israeltag ]