Wer in Israel...

 

 

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«Wer in Israel nicht an Wunder glaubt,
der ist kein Realist!«
David Ben Gurion

 

Die Sammlung des Volkes Israel ist nach einer fast 2000jährigen Leidens- und Verfolgungszeit das größte Wunder im gegenwärtigen Zeitgeschehen. Kein anderes Volk auf Erden war zwei Jahrtausende in der weltweiten Zerstreuung unter den Völkern, überlebte alle Verfolgungen und kam in das ursprüngliche Heimatland zurück, um dort wieder einen eigenen Staat zu gründen. Es ist ein unbegreifliches Wunder, daß die ersten jüdischen Siedler ab 1870 überhaupt in dem von den Türken beherrschten Palästina Fuß fassen konnten. Es ist ein Wunder, daß die biblische Sprache wieder zum Leben erweckt wurde. Es ist ein Wunder, daß bis 1948 über 600000 Juden nach Palästina eingewandert waren, die den neuen Staat gründeten und verteidigten. Sie waren ebensoviel Israeliten, wie einst waffenfähige Männer unter Mose aus Ägypten zogen. Es ist ein Wunder, daß trotz des schrecklichen Holocaust in der Hitlerzeit doch noch Juden überlebten und drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges den Staat Israel gründeten. Es ist ein besonderes Wunder, daß die UNO-Vollversammlung am 29. November 1947 die Teilung Palästinas in einen jüdischen und in einen arabischen Teil beschloß, damit der Staat Israel entstehen konnte. In dieser UNO-Sitzung stimmten 33 Staaten für Israel, 13 Staaten stimmten gegen Israel, 10 Staaten enthielten sich der Stimme und ein Vertreter eines Staates war bei der Abstimmung abwesend. Dadurch erhielt die Gründung des Staates Israels im internationalen Völkerrecht eine juristische Grundlage. Das Weltforum der UNO bestätigte die Errichtung des Staates Israel. Der Weg zur Staatsgründung war frei. Auch legten die Engländer zum 15. Mai 1948 ihr Mandat über Palästina nieder und gaben es an den Völkerbund (UNO) zurück. Es blieb den über 600000 Juden in Palästina nichts anderes übrig, als einen eigenen Staat zu gründen.

Da alle arabischen Länder die Gründung eines jüdischen Staates mit allen Mitteln bekämpften, mußte David Ben Gurion als Vorsitzender des provisorischen Staatsrates schnell handeln. Der Abzug der Engländer fiel auf den 15. Mai 1948. Da dieser Tag aber ein Sabbath war und die Juden seit Jahrtausenden den Sabbath streng halten, mußte der Staat bereits am Freitag, den 14. Mai 1948, gegründet werden. Da aber der Sabbath schon am Freitag abend bei Sonnenuntergang beginnt, mußte der Staat vorher gegründet werden. Darum wurde die Zeit um 16.00 Uhr gewählt. Ganz Palästina zitterte vor Spannung. Juden wie Araber wußten, daß in der Nacht vom 14. zum 15. Mai um 00.00 Uhr das Mandat der Engländer abgelaufen war. Die Araber rüsteten zum Krieg und riefen aus fünf anderen Araberstaaten militärische Hilfe herbei. Große jüdische Menschenmassen sammelten sich in den Straßen von Tel Aviv und in den anderen Orten und Städten. Lautsprecher übertrugen die Nachrichten den wartenden Massen. Im Stadtmuseum in Tel Aviv hatte man einen Saal provisorisch hergerichtet. Zwischen den beiden blauweißen Fahnen mit dem Davidsstern hing das übergroße Bild von Theodor Herzl an der Stirnwand des Saales. Über 200 Ehrengäste und offizielle Vertreter der über 600000 Juden aus Palästina hatten Platz genommen. Das Auto von David Ben Gution fuhr vor, die jungen Kämpfer der Haganah standen Spalier. Der 62jährige Ben Gurion erschien in einer sandfarbenen Kakiuniform, über die er eine dunkle Jacke gezogen hatte, und grüßte kurz und ausdrucksvoll. Unter dem Arm trug er die Mappe mit der Gründungsurkunde. Inmitten der 37 Mitglieder des provisorischen Staatsrates nahm er Platz. Um 16.00 Uhr stand er am Rednerpult (s. Foto) und las mit lauter Stimme in der von Elieser Ben Yehuda geschaffenen neuhebräischen Sprache die Unabhängigkeitserklärung vor, die im Hebräischen Ha' Atzmauth heißt. Zigtausende hörten an den Radiogeräten, Zigtausende lauschten an den öffentlichen Lautsprechern an den Straßen und Plätzen. Die mächtige Stimme von David Ben Gurion hallte durch den Sitzungssaal in Tel Aviv und wurde durch den Rundfunk »Kol Israel«, die Stimme Israels, landesweit übertragen. Viele Israelis brachen in Tränen aus. Ein Traum wurde wahr, das Märchen wurde Wirklichkeit: »Mit Zuversicht auf den Fels Israels setzen wir unsere Namen zum Zeugnis unter diese Erklärung, gegeben in der Sitzung des provisorischen Staatsrates auf dem Boden unserer Heimat in der Stadt Tel Aviv. Heute am Vorabend des Sabbath, dem 5. Ijar 5708, dem 14. Mai 1948.

Die 37 anwesenden Vertreter unterschrieben, unter ihnen Golda Meir, Moshe Sharett und Yitzchak Ben Zwi. Ein Teil der Mitglieder des provisorischen Staatsrates konnten nicht erscheinen, da sie von den Arabern mit den anderen 100000 Juden in Jerusalem eingeschlossen waren. Dann erhoben sich alle Anwesenden und sangen die Nationalhymne, die »Hatikwa«, die Hoffnung. Es war 16.32 Uhr geworden. Kaum einer konnte das Wunder fassen, die Menschen tanzten auf den Straßen: »Nach 2000 Jahren haben wir wieder einen eigenen Staat, einen jüdischen Staat!« - »Der Staat Israel ist geboren«, so stand es in großen Schlagzeilen in den Zeitungen. »Der Staat Israel ist geboren!« verkündigte mit tränenerstickter Stimme die Radioansagerin in der Sondermeldung durch Kol Israel. Aber über Tel Aviv kreisten bereits die ägyptischen Flugzeuge. Nur noch 7 Stunden und 28 Minuten, dann lief das britische Mandat ab, um 00.00 Uhr würden die Araber zuschlagen. David Ben Gurion zog sein dunkles Jackett aus. Da konnten alle sehen, daß er eine sandfarbene Kakiuniform darunter trug. Dann sagt er: »Die Feier ist vorbei, der Krieg beginnt!«

Das Bild zeigt die handschriftliche Eintragung von Theodor Herzl, wie er sie am 3. September 1897 nach dem Ersten Zionistenkongreß in Basel niederschrieb:

handschrift_herzl2.jpg (17167 Byte)

Fasse ich den Basler Congress in ein Wort zusammen
- das ich mich hüten werde öffentlich auszusprechen -
so ist es dieses: in Basel habe ich den Judenstaat gegründet.
Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. Vielleicht in fünf Jahren, jedenfalls in fünfzig wird es jeder einsehen.

 

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