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Live aus Israel - aktuelle Nachrichten hören (bitte jeweils das Logo anklicken)

 

Jerusalem Post Radio

Kol Israel

Arutz Sheva

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IBA English News

26.08.02

Über 3.000 Teilnehmer der Kundgebung in Berlin wünschen sich:

Erste Bilder der Kundgebung in Berlin vom 24.08.02 (mehr im nachfolgenden Link!)

 

Unter dem Motto "Deutschland an der Seite Israels" brachten gestern Nachmittag in Berlin über 3.000 Israelfreunde aus ganz Deutschland ihre Unterstützung und Solidarität mit dem Staat Israel zum Ausdruck. Bei einem Marsch durch das Regierungsviertel und einer abschließenden Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude wurden die Politiker aufgerufen, sich uneingeschränkt für das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels auszusprechen und konsequent jede Form von Antisemitismus in Deutschland zu bekämpfen. Die Medien sollen zudem ihre Berichterstattung im Nahostkonflikt auf Tatsachen beschränken und Nachrichten von persönlichen Meinungen frei halten. Ludwig Schneider, Hauptredner der Kundgebung und Herausgeber der Zeitschrift "Nachrichten aus Israel", kritisierte das einseitige Bild Israels in deutschen Medien, das von "arabischer Propaganda" geprägt sei und mahnte zu mehr Wahrhaftigkeit und eine darauf gründende Solidarität mit Israel. Grußworte übermittelten unter anderem der Berliner CDU-Bundestagsabgeordneten Günther Nooke, Philip Prinz von Preußen, Urenkel von Kaiser Wilhelm, sowie Vertreter christlicher und messianisch-jüdischer Gemeinden aus Berlin. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Gebet der Demonstranten, das die Abgeordneten des deutschen Parlaments und Regierungsmitglieder unter den Segen Gottes stellte. Für die Demonstration waren Menschen aller Altersstufen aus ganz Deutschland angereist. Allein aus Sachsen kamen trotz des Hochwassers zehn Busse voller Menschen, die ihre Aufräumarbeiten für einen Tag unterbrochen hatten, um sich in aller Öffentlichkeit an die Seite Israels zu stellen. Die Initiative "Deutschland an der Seite Israels" ist ein Zusammenschluss von christlichen Israelorganisationen und Gemeinden unter der Führung der "Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem" (Stuttgart), der "Christlichen Freunde Israels" (Altensteig) und "Die Brücke Berlin-Jerusalem" (Berlin). Neben der Kundgebung plant die Initiative weitere Aktionen: In der Woche vor der Bundestagswahl wird ein offener Brief in deutschen Tageszeitungen veröffentlicht, der die Anliegen der Kundgebung noch einmal deutlich für Politiker und Öffentlichkeit formuliert. Außerdem werden Christen aller Wahlkreise ermutigt, ihre Wahlkandidaten aufzusuchen und sie über ihre Haltung gegenüber Israel, dem Nahostkonflikt und antisemitischen Tendenzen in Deutschland zu befragen. 

Link:

Deutschland an der Seite Israels

Bilder von der Kundgebung

26.08.02

TV-Tipp

1972 - Olympiade in München

 

30 Jahre Olympische Spiele in München 1972. Palästinensischer Überfall auf die israelische Mannschaft.

Montag, 26.08.02/ 22.45 H 
Bayerisches Fernsehen (B3)

26.08.02

Arafat-Berater im Interview: "Selbstmordattentate müssen weitergehen!"

Der palästinensische Minister und enger Arafat-Berater Nabil Sha'ath spricht sich in dem jordanischen Wochenmagazin "A-Sabil" (Ausgabe 449 für die Woche vom 20 - 29 August 2002) für die Fortsetzung palästinensischer Selbstmordattentate gegen Israel aus. Dies berichten die Israelischen Streitkräfte IDF unter Bezugnahme auf die arabische Zeitung.

Link:

IDF-Bericht/ Kopie des arabischen Artikels

(c)/ Quelle Bild: IDF

25.08.02

Durban-Genf-Johannesburg

Einen Rückblick - und einen besorgten Ausblick - auf die UNO Konferenzen Durban-Genf-Johannesburg macht die TACHLES aus der Schweiz und weißt darauf hin, daß die Konferenzen Durban und Genf zu gigantischen Antisemitismuskampagnen wurden. Mehr unter dem nachfolgenden Link.

Link:

Durban-Genf-Johannesburg

22.08.02

PMW: "Arafat fordert Kinder zum Märtyrertum auf" 

Palestinian Media Watch (PMW) berichtet von einem öffentlichen Auftritt vom Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Yasser Arafat, am vergangenen Wochenende, bei dem Arafat erneut Kinder zum Märtyrertum aufrief. Der Auftritt vor einem hauptsächlich aus Kindern zusammengesetzten Publikum wurde vom palästinensischen Fernsehen am 18. August 2002 übertragen. Arafat wandte sich an: „Freunde, Brüder und Schwester von Faris Ouda“ – Das 14 Jahre alte Kind starb in dem Konflikt und wurde zu einem Helden-Symbol der PA. Eines dieser Kinder, so Arafat weiter, werde die palästinensische Flagge über Jerusalem hissen. Die Kinder antworteten mit: „Millionen Shahiden [Märtyrer] marschieren gen Jerusalem!“ „Oh, Kinder Palästinas! Kollegen, Freunde, Brüder und Schwester von Faris Ouda. Die Kollegen dieses Helden repräsentieren die immense und fundamentale Kraft und sie soll siegreich sein, mit Allahs Wille! Einer von euch, ein Junge oder ein Mädchen, wird die Flagge auf den Mauern Jerusalems hissen, ihren Moscheen und Kirchen... “Zusammen vorwärts nach Jerusalem!“ Und die Kinder antworten mit dem Ruf: „Millionen Shahiden marschieren gen Jerusalem!“ (PA TV, 18. August 2002) Arafat hat in ähnlicher Form schon mehrfach palästinensische Kinder zum Märtyrertum animiert. In einem Interview im palästinensischen Fernsehen im Januar diesen Jahres drückte Arafat die Wichtigkeit aus, die er toten palästinensischen Kindern als „Botschaft für die Welt“ beimisst: Frage: „Herr Präsident, welche Botschaft möchten sie an das palästinensische Volk im allgemeinen und an die palästinensischen Kinder im besonderen richten?“ Arafat: “... Das Kind, das nach einem Stein greift und sich vor einen Panzer stellt; ist das nicht die beste Botschaft an die Welt, wenn dieses Kind zu einem Shahid wird? Wir sind stolz auf sie.“ 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels, Berlin

Link:

Palaestinian Media Watch

22.08.02

Israelische Entdeckung: Salz bringt Regen

Eine neue israelische Entdeckung könnte für Israel bahnbrechend sein: Eine breite Zerstäubung mit einer konzentrierten Salzlösung aus dem Toten Meer führt zu Regenfall und unterstützt den Kampf gegen die Verunreinigung der Luft. Die neue Untersuchung von israelischen Forschern unter Anleitung von Prof. Daniel Rosenfeld, Leiter der Meteorologie an der Hebräischen Universität Jerusalem, veröffentlichte am Wochenende seine Ergebnisse in dem Wissenschaftsmagazin „Science“. Die Forscher begannen schon mit der Anwendung ihrer Forschungsergebnisse in Israel. Sie zerstäuben Salzwasser aus dem Toten Meer in den Wolken und wollen damit den Regenfall über Israel beschleunigen. (YEDIOTH AHRONOTH) 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels, Berlin

22.08.02

Kundgebung "Deutschland an der Seite Israels" in Berlin

Die Initiatorengruppe (verschiedene Israelwerke in Deutschland) der Solidaritätskundgebung für Israel am kommenden Samstag in Berlin (Details siehe oben bzw. nachfolgender Link) berichtet auf ihrer Website von diversen Anrufen aus den Hochwassergebieten in Sachsen. Grundtenor der Kontakte: 

"Wir lassen uns von den dramatischen Ereignissen in unseren Städten nicht abhalten Israel unsere Solidarität zu zeigen und kommen zur Kundgebung am Samstag nach Berlin!"

Super Israelfreunde aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg!

Link:

Deutschland an der Seite Israels

22.08.02

Interview im Inforadio

Naomi Blumenthal(59), stellvertretende Ministerin für Infrastruktur in Israel aus dem Likud zur Lage in Israel, dem unbedingten Friedenswillen der israelischen Bevölkerung und dem Trugschluss ein palästinensischer Staat würde bestehende Probleme lösen.



Link:

Interview mit Naomi Blumenthal anhören

Naomi Blumenthal stellv. Ministerin für Infrastruktur

21.08.02

Israelischer Soldat in Gaza getötet/ Ben-Eliezer verwarnt PA 

Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer sagte am Dienstag, nachdem ein Soldat der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF) bei schweren Feuergefechten im Gazastreifen getötet worden war, dass wenn die Palästinenser die Gewalt in Gaza nicht unterbinden, es die Armee tun würde. „Ich sprach mit hohen palästinensischen Vertreter über die Geschehnisse (in Gaza) und sagte, Wenn ihr euch nicht darum kümmert, werden wir es tun,’“ „Wenn sie in Frieden leben, wenn sie in Wohlstand leben, wenn sie unsere Tore zur Arbeit in Israel öffnen wollen...liegt es an ihnen.“ Sergeant Kevin Cohen, 19, aus Petah Tikva, wurde bei schweren Feuergefechten zwischen israelischen Truppen und bewaffneten Palästinensern am Militärposten Yakinton bei Neveh Dekalim getötet. Er erlitt schwere Schusswunden, denen er später im Krankenhaus in Beer Sheva erlag. Der militärische Flügel der Hamas erklärte, dass ein Scharfschütze der Gruppe das Feuer von Khan Yunis aus eröffnet hat und „das Ziel getroffen hat,“ einen Soldaten an einem IDF-Posten nahe den Siedlungen Gadid und Neve Dekalim. Israelischerseits wurde von vereinzelten Schüssen auf den Posten in der Nacht berichtet, die von den Soldaten mit Schüssen erwidert worden. Der Soldat wurde getroffen, als der Beschuss aus Richtung Khan Yunis nach Tagesanbruch wieder aufgenommen wurde. (HA’ARETZ) Kevin Cohen kam vor 15 Jahren mit seiner Familie aus dem Iran. Im vergangenen Jahr hatte er sein Abitur mit Schwerpunkt Elektronik bestanden. Kevin hinterlässt seine Eltern und drei Geschwister. In Bethlehem nahmen unterdessen palästinensische Polizisten die ersten Patrouillen auf. Die israelische Armee war in der Nacht aus der Stadt und ihrer unmittelbaren Umgebung abgezogen. Nach palästinensischen Angaben Übernahmen etwa 200 palästinensische Sicherheitskräfte die Kontrolle. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels, Berlin

21.08.02

Neue beduinische Stadt im Negev

Zum ersten Mal nach 20 Jahren autorisierte die Planungskommission des Südlichen Distrikts am Montag die erste neue Stadt für die Beduinen des Negevs zu bauen. Die neue Stadt soll in Be’er Hayil im Negev errichtet werden und 8.000 Mitgliedern des Al-Azame-Clans Wohnraum bieten. Der Stamm lebt derzeit verstreut im Oberen Negev. Der Plan sieht vor, dass Be’er Hayil 6,000 Dunam (ca. 600 ha) umfasst und jede Familie einen Dunam zum Wohnungsbau beziehungsweise vier Dunam zur Landwirtschaft erhält. In dem Ort werden öffentliche Schulen, Sport- und medizinische Einrichtungen sowie öffentliche Räume angeboten werden. 

Link:

MfA: "Die Beduinen in Israel" (Englisch)

20.08.02

Kein Witz: Libyens Herrscher Gaddafi künftiger Vorsitzender einer UN-Kommission

Nach einem Bericht der "Welt" soll der Diktator aus Libyen im März kommenden Jahres den Vorsitz der UN-Menschenrechtskommission übernehmen....

Was "amnesty international" zum Thema Menschenrechte in Libyen schreibt, lesen sie im ai Jahresbericht 2002.

Link:

Die Welt: "Ein Diktator als Hüter der Menschenrechte"

Nahostfocus: "Menschenrechtsbericht"

amnesty international: "Jahresbericht 2002"

20.08.02

Abu Nidal offenbar tot  

Abu Nidal, dessen Name weltweit zum Synonym für internationalen Terror geworden war, wurde am Wochenende in einer Wohnung in Bagdad, nach palästinensischen Berichten, tot aufgefunden. Der abtrünnige Palästinenser hat neben Israelis und Juden auch das Leben zahlreicher Führer der Fatah auf dem Gewissen. Es ist bisher unklar, ob er durch einen Rivalen, oder seinen irakischen Schutzherren oder durch Freitod verstarb. Seine Leiche wurde vor drei Tagen mit Schusswunden, die auf einen Selbstmord hinweisen, aufgefunden. Abu Nidal kämpfte seit Jahren gegen den Krebs, er hatte Herzprobleme und war von Schmerzmitteln abhängig. Der ehemalige Lehrer war für Terroranschläge von Paris bis Pakistan verantwortlich. Seine Anhänger bombten Flugzeuge, mähten Reisende in Flughäfen, Cafebesucher und Synagogengänger mit Maschinengewehren nieder und sprengten Hotels. Am 27. Dezember 1985 wurden bei zwei gleichzeitigen Angriffen auf El Al- Schalter in Rom und Wien 18 Menschen getötet und 120 verletzt. 21 Menschen starben am 6. September 1986 während des Gottesdienstes, als zwei als Fotografen verkleidete Terroristen auf die Beter feuern. Seit den frühen 70er Jahren bekämpfte Abu Nidal parallel Yasser Arafat und die PLO, speziell die Fatah. Er warf diesen vor, im Kampf gegen Israel nachgelassen zu haben. Seine berühmtesten palästinensischen Opfer waren Abu Iyad, der in den ersten Tagen des Golfkriegs in Tunis ermordet wurde, sowie Issam Sartawi, der mit Arafats Genehmigung geheime Gespräche mit israelischen Linken Anfang der 80er geführt hatte. In der Vergangenheit gab es schon mehrfach Berichte über Abu Nidals Ableben durch Krebs oder Herzstillstand. Es gab bestätigte Meldungen über Krankenhausaufenthalte in Ost-Deutschland vor der Wende und Behandlungen in Kairo. Geboren 1937 als Sabri al-Banna in Jaffa, wuchs Abu Nidal als Sohn eines wohlhabenden Landwirts auf, der 1948 sein Anwesen verlor. Die Familie zog nach Nablus. Er ging zum Studium nach Kairo, wo er sich zusammen mit Arafat einschrieb. Später gehörte er zu den ersten Mitglieder der Fatah. (HA’ARETZ) Mitglieder des Fatah Revolutionsrats in Libanon haben die Berichte über den Tod ihres Anführers Abu Nidal unterdessen dementiert. Abu Nidal sei gesund und verfolge weiter seine Mission, sagte ein Sprecher der Organisation in Beirut. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Links:

International Policy Institute for Counter-Terrorism

n-tv: "Terrorchef wirklich tot?"

Die Welt: "Zweifel am Selbstmord von Abu Nidal"

Jerusalem Post: "Chronology of Abu Nidal's major attacks"

Ha'aretz: "Arch terrorist Abu Nidal reported dead in Baghdad"

20.08.02

Aktionen zum "Tag der Umwelt"

Am heutigen Dienstag ist in Israel anlässlich des „Umwelttages“ der Eintritt zu allen Nationalparks und Naturschutzgebieten frei. Nur im Nationalpark von Askelon, in Ma’ayan Harod und in Sahne, wo derzeit Festivals stattfinden, muss ein Entgelt bezahlt werden. Das israelische Umweltministerium und die Naturpark-Behörde veranstalten den Tag zur Anerkennung der Umwelt zum dritten Mal. Damit soll die Öffentlichkeit auf Natur- und Umweltthemen aufmerksam gemacht werden. In den Nationalparks werden Touren und Veranstaltungen angeboten, die Teilnahme ist ebenfalls kostenlos. Die Besucher können sich Vorträge zur Geschichte und Aufgabe der Nationalparks anhören und mehr über die Besonderheiten der jeweiligen Stätte erfahren. 

Link:

Website des Israelischen Umweltministeriums

19.08.02

Palästinenser bei Verkehrsunfall verletzt - israelische Soldaten helfen

In Hermash in der Nähe Jerusalems ist es heute zu einem Verkehrsunfall gekommen; ein Palästinenser wurde dabei schwer verletzt, als sich sein Auto überschlagen hatte. Soldaten der IDF waren in der Nähe und leisteten dem Verletzten erste Hilfe. Der Verletzte wurde anschließend mit einem israelischen Militärhubschrauber in ein Krankenhaus in Israels Hauptstadt zur medizinischen Versorgung geflogen. Dieser Rettungsflug dürfte dem Palästinenser wohl das Leben retten.

(Hubschrauber der israelischen Armee rettet den verletzten Palästinenser)

Diese Geschichte ist kein Einzellfall und passt nicht in das Bild des israelischen Soldaten - das gerade auch deutsche Medien - oft von dem IDF zeichnen....

Link:

Bilder zu dem Verkehrsunfall bzw. der ersten Hilfe

(c)/ Quelle Bild: IDF

19.08.02

 Israel und PA einigen sich auf "Gaza, Bethlehem zuerst"

 Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben sich am Sonntagabend zur Umsetzung eines „Gaza und Bethlehem zuerst“- Waffenstillstandsplan geeinigt. Das Büro von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer informierte über die Verständigung nach seinem Treffen mit dem palästinensischen Innenminister Abdel Razek Yehiyeh und dem Sicherheitsverantwortlichen Mohammed Dahlan. Die erste Phase des Plans sieht vor, dass die Palästinenser Sicherheitsverpflichtungen übernehmen und Israel wird Beschränkungen gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung erleichtern. Gemäß einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums, werden die israelischen Truppen schrittweise aus Teilen der palästinensisch kontrollierten Gebiete (Zone A) zurückgezogen, angefangen im Gazastreifen und in der Stadt Bethlehem im Westjordanland. “Die beiden Seiten stimmen darüber ein, mit der Umsetzung des Initiative morgen (Montag) in Gaza und Bethlehem zu beginnen,“ so die Mitteilung, die hinzufügt, dass dies zur Voraussetzung hat, dass „die Palästinenser die Verantwortung zur Beruhigung der Sicherheitssituation und für die Gewaltreduzierung übernehmen. 

Die radikal-islamische Hamas-Bewegung hat am Montag den am Vorabend von Vertretern Israels und der PA vereinbarten Plan scharf abgelehnt. Die Organisation kündigte in Gaza an, dass sie ihre tödlichen Angriffe auf Israelis fortsetzen werde.

(c)/ Quelle: Botschaft Israels, Berlin

Link:

Kommentar: Verzweiflung trifft auf Verzweiflung

19.08.02

Ehemaliger Schatzmeister der PLO belastet Arafat schwer

Dem schwer kranken früheren Schatzmeister der PLO Jaweed al-Ghussein gelang mit britischer und israelischer Hilfe die Flucht aus seinem Hausarrest, unter den ihn die palästinensische Autonomiebehörde gestellt hatte.  Im Januar diesen Jahres wurde er von der palästinensischen Eliteeinheit "Force 17" aus einem Krankenhaus in Kairo nach Gaza entführt. Nun konnte er - nach Station in einem Jerusalemer Krankenhaus - nach London fliehen wie der stellvertretende israelische Außenminister Michael Melchior gestern in Israels Hauptstadt bekannt gegeben hat.

In einem Interview mit der israelischen Tageszeitung Ha'aretz erhob al-Ghussein schwere Vorwürfe gegen die Palästinensische Autonomiebehörde und deren Präsidenten, dem er Korruption vorwarf. Brisant: Laut Aussagen des früheren Schatzmeisters der PLO wurden jahrelang monatlich ein Millionenbetrag von internationalen Hilfsgeldern für Arafats Privatkonto abgezweigt.

Link:

Spiegel: "Flucht aus Ostjerusalemer Krankenhaus nach London"

Die Welt: "Ex-Finanzchef der PLO beschuldigt Jassir Arafat der Korruption"

Ha'aretz: "Arafat foe calls him corrupt"

19.08.02

Israelische Busgesellschaft verklagt Jassir Arafat

Israels nationale Busgesellschaft "Egged" verklagt den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Jassir Arafat auf Schadenersatz. Seit Ausbruch der palästinensischen Gewalt im September 2000 sind mehr als 100 Passagiere bei Terroranschlägen auf Egged-Busse ermordet worden, über 600 sind durch Anschläge mit (Selbst)-mordanschläge, Bomben am Straßenrand und den Beschuss der Busse verletzt worden, wie die Company gestern erklärte.
Nach Aussage des Vizepräsidenten Ron Ratner, hat dies zu einem betriebswirtschaftlichen Verlust von rund 400 Mio. Schekel seit Ausbruch der palästinensischen Gewalt geführt.

Link:

Ha'aretz: "Egged to sue PA over bus bombings"

Egged Website (in Hebräisch)

19.08.02

Israel sendet Hochwasserhilfe nach Tschechien

Die israelische Regierung schickt Hilfe gegen das Hochwasser nach Tschechien. Vor Allem Desinfektionstabletten sowie 55 portable Wasserpumpen sind unter den angeforderten Hilfsgütern.

Israels Außenminister Schimon Peres sicherte dem tschechischen Präsidenten auch Hilfe bei der Sanierung des jüdischen Friedhofs in Prag und des historischen jüdischen Viertels zu. Beide wurden durch die Flutkatastrophe stark beschädigt.

Link:

Die Flut kennt keine Grenzen

Spendenaufruf für die Flutopfer in Tschechien

Synagogen unter Wasser

17.08.02

Der Spiegel: "Möllemanns Griff in die Portokasse"

In der aktuellen Ausgabe von SPIEGEL ONLINE erhebt das Magazin schwere Vorwürfe gegen den FDP-Politiker Jürgen Möllemann. Dieser habe so SPIEGEL ONLINE im Rahmen seiner Kampagne gegen Israel und seiner Kritik am Zentralrat der Juden sog. "Infobriefe" über die Parlaments-Poststelle in Düsseldorf geschickt. Besonders brisant: Die Briefe enthalten die Bitte, die FDP am 22. September zu wählen! Aber es ist offensichtlich alles nur eine Frage der Betrachtung der Angelegenheit: Möllemann spricht von "Mißverständnissen" , der Präsident des Düsseldorfer Landtags, Ulrich Schmidt (SPD) davon, daß Steuergelder unzulässigerweise für Wahlkampfzwecke genutzt wurden....

Link:

SPIEGEL ONLINE: "Möllemanns Griff in die Portokasse"

Die Welt: "Möllemann - Wahlwerbung mit Geldern der Landtagsfraktion?"

17.08.02

Schockierende Bilder von der Al-Najah Universität in Sichem (Nablus)

Die Al Najah Universität in Sichem (Nablus) ging 1977 aus der 1918 gegründeten Al-Najah Schule hervor. Studienschwerpunkte sind u.a. wissenschaftliche Forschungen über die Entwicklung des Gehirns. Weitere in den 90er Jahren eingeführte Schwerpunkte sind u.a. die Landwirtschaft, Arzneimittelkunde aber auch das islamische Recht.

Die Universität pflegt eine starke Verbindung zur UNO. So wurde im August vergangenen Jahres eine Vereinbarung mit der UNFPA (UN Population Fund) unterzeichnet, das der Universität vor Allem finanzielle Unterstützung zusichert. Internationale Beziehungen u.a. mit der Universität in Trier.

(Bilder der IDF zeigen Studenten mit Anti-Panzer-Raketen)

Die IDF veröffentlicht auf Ihrer Website Bilder der Universität, die diese als Hochburg der Hamas und des Islamischen Jihad zeigen - erschreckende Bilder junger Menschen die Selbstmordattentäter feiern.

Link:

IDF:Bilder aus der Universität in Nablus

Website der Universität in Nablus

17.08.02

TV-Tipp: Biographie Michel Friedman - Mein Leben

arte 19.00 H
Samstag 17.08.02

Der Sohn angesehener polnischer Juden aus Krakau, die Oskar Schindler vor den Gaskammern der Nazis gerettet hatte. In Paris wuchs er die ersten Jahre mitten unter den Überlebenden des Holocaust auf. Hier hörte er von der Ermordung der europäischen Juden und lernte den Mann kennen, dem seine Großeltern und Eltern ihr Leben verdankten. Oskar Schindler hatte sich unter Gefahr für sein eigenes Leben für seine verfolgten Mitbürger eingesetzt. Als Friedman neun Jahre alt war, zog die Familie nach Frankfurt am Main um. Schulsprecher am Goethe-Gymnasium, Mitarbeit im Jugendzentrum der Jüdischen Gemeinde, Mitglied im Bundesvorstand der jüdischen Studenten - Michel Friedman begann schon früh, sich einzumischen, nicht nur dabeizustehen und zuzuschauen. Nach dem Jurastudium ließ er sich in Frankfurt als Wirtschafts-Anwalt nieder. Sein Engagement in der Politik und in der jüdischen Gemeinschaft setzte er fort. Als Querdenker erregt er immer wieder Anstoß, auch in der eigenen Partei, der CDU. Bequem will er nicht sein. Sein Leitbild ist denn auch der Citoyen, der engagierte Bürger, der sich einmischt, ohne die Politik zum Beruf zu machen.

Link:

arte

Vorsicht! Friedman

(c)/ Quelle Bild: HR, ARD

17.08.02

Tageslosung

"Entsetzt euch nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen. Der Herr, euer Gott, zieht vor euch hin und wird für euch streiten."
5. Mose 1,29-30

"Jesus Christus spricht: "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden."
Johannes 16,33

(c)/ Quelle: Ev. Brueder-Unität, Herrenhut und Bad Boll, Haenssler-Verlag/ Friedrich Reinhardt Verlag

16.08.02

Wenn Saddam Hussein Raketen schickt

Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin "Tachles" aus der Schweiz bringt in der neuesten Ausgabe ein Interview mit Dore Gold dem Präsidenten des "Jerusalem Center for Public Affairs" zum Thema Irak bzw. einer militärischen Reaktion auf mögliche Raketen aus Bagdad.

Link:

Tachles: "Wenn Saddam Hussein Raketen schickt"

16.08.02

Jahrhunderthochwasser in Deutschland: Israels Präsident Katsav spricht mit Bundespräsident Rau   

Am Freitagmorgen wandte sich Israels Staatspräsident Moshe Katzav telephonisch an Bundespräsident Johannes Rau, um ihm die Betroffenheit und Solidarität der israelischen Bevölkerung auszusprechen. Er bot Deutschland ferner Israels Hilfe und Unterstützung an. 

Bundespräsident Rau bedankte sich für den Anruf und die Worte der Solidarität. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese Überflutungskatastrophe bald ein Ende hat. Bei dieser Gelegenheit sprach der Bundespräsident seinem israelischen Amtskollegen eine Einladung nach Deutschland aus. 

(C) Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Bild MfA

16.08.02

Die Flut kennt keine Grenzen

Die schlimmsten Überschwemmungen in Osteuropa seit über 100 Jahren bereiten der jüdischen Gemeinde von Prag große Sorgen. Viele jüdische Stätten in der Prager Innenstadt sind in Gefahr. Mehr dazu in Tachles:

Die Flut kennt keine Grenzen

16.08.02

Israelische Basketballmannschaft ausgeraubt

Am Mittwoch erlebte die israelische Basketballauswahl eine unangenehme Überraschung in ihrer Umkleidekabine: Nach dem Spiel gegen das tschechische Team in Prag mussten sie entdecken, dass in die Umkleide wahrscheinlich durch das Fenster eingebrochen und diese ihres Inhalts entleert worden war. Der Team-Coach, Eitan Chafer, sagte, dass die Einbrecher Bargeld, Pässe, Flugtickets und noch mehr mitgenommen haben. Der Leitung des Verbandes wurde informiert, um eine rasche Lösung für das Team zu finden, die in Frankreich zu mehreren Freundschaftsspielen erwartet wird. Das israelische Team gewann übrigens mit 103 – 73 gegen die tschechische Mannschaft und wurde damit Turniersieger. 

15.08.02

Palästinensische Demonstranten im Gazastreifen: "Lieber Saddam, bombardiere Tel Aviv!"

In Rafah, im Gazastreifen demonstrierten heute Hunderte Palästinenser für ihr Idol Saddam Hussein. "Lieber Saddam, bombardiere Tel Aviv" skandierten die Demonstranten und verbrannten israelische und amerikanisch Flaggen. "Wir marschieren in den Irak - Millionen sind bereit, als "Märtyrer zu sterben" so die bewaffneten Demonstranten unter denen sich auch viele bewaffnete Kinder befanden.
Die Demonstranten zogen mit Bildern des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat und dem irakischen Diktator Saddam Hussein durch die Straßen - in Wiederholung der Pro-Saddam Demo's von 1991. Damals feuerte der Irak über 40 Scud-Raketen auf Tel Aviv. Diese hatten seinerzeit  - u.a. auch durch den Einsatz der amerikanischen Patriot-Abwehrraketen - nur Sachschaden anrichten können. Auf Drängen der USA, die ihre damalige Koalition im Kampf gegen den Irak nicht gefährden wollten - hatte Israel auf Selbstverteidigung gegen die irakische Aggression verzichtet.

Der irakische Diktator unterstützt die palästinensischen Familien von (Selbst)-mordattentätern mit 25.000 US-$. Andere Familien, deren Mitglieder im bewaffneten Kampf mit Israel verletzt wurden erhalten 10.000 US-$. Palästinensische Kreise verfügen angeblich über 30 Mio. US-$ Cash zu dieser Unterstützung und Förderung des Terrors.

Link:

Israel rüstet sich

Israel bereitet sich auf irakischen Angriff vor

Haaretz: Pro-Iraq rally in Strip

Jerusalem Post: Palästinian rally calls on Saddam to bomb Tel Aviv

n-tv Video 

Wenn Saddam Hussein Raketen schickt

Palästinenser bejubeln Blutbad

Bilder von der IDF

15.08.02

Wirtschaft: Anzeichen für Besserung 

Trotz eine Rückgangs der israelischen Wirtschaft im ersten Halbjahr 2002 um 0,4 %, scheint es Anzeichen für eine Erholung zu geben. Dies geht aus einem Bericht des Statistischen Zentralbüros hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Den Zahlen zufolge verlangsamte sich der Rückgang des Bruttosozialprodukts zum ersten Mal seit Oktober 2000 wesentlich, im Vergleich zu 2001. Die industrielle Produktion sank um 2,3 % im Zeitraum Januar bis Juni, in der ersten Hälfte des Vorjahres waren es 8,4 %. Dies stellt den verringerten Ertrag in Baugewerbe, Industrie und im Einzelhandel dar. Der Export von Gütern und Dienstleistungen sank um 0,8 % aufs Jahr gerechnet. Der Rückgang ist weit weniger als die 15 % Senkung in den vorangegangenen sechs Monaten und 21 % in der ersten Jahreshälfte 2001. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israel/ Berlin

15.08.02

Verrücktes Klima: Regen in Tel Aviv 

Einem für diese Jahreszeiten ungewöhnlichen Phänomen sehen sich Israelis und Urlauber seit heute morgen (Donnerstag) gegenüber: In vielen Gegenden im Norden und Zentrum Israels setzte „tröpfelnder- bis leichter Regen“ ein. Wie der meteorologische Dienst mitteilte, handelt es sich um zu vernachlässigende Mengen von unter 0,1 Millimetern. In Tel Aviv, Rishon Lezion und an weiteren Orten entlang des Mittelmeerufers ist Regen im August jedoch unüblich – es regnet dann nie. 

Link:

Israels Wetter

14.08.02

Hilfsgelder für den Terror?

Tausende von Dokumente hat die israelische Armee in der militärischen Antwort auf die vielen Terroranschläge gegen Israel (Auslöser war dann wohl das "Pessach-Masaker" in Netanja Ende März) beschlagnahmt. Insbesondere aus Arafat's Amtssitz in Ramallah wurden die brisanten Papiere kistenweise abtransportiert. Nach und nach kommen hier Fakten ans Licht, die gemäß der israelischen Regierung nur einen Schluß zulassen: Die Palästinensische Autonomiebehörde habe einen Schattenhaushalt angelegt um den Terror gegen Israel zu finanzieren. Die EU - und hier vor Allem der EU-Außenkommissar Chris Patton - beharren dagegen stoisch und kategorisch darauf, die Mittel seinen zu keinem anderen Zweck zugeführt als zwischen dem Geldgeber EU und der PA vereinbart worden war. Die EU finanziert 10 % des Haushalts der PA und ihres aufgeblähten Beamtenapparates mit etwa 120.000 Angestellten.

Mehrfach hat das Hamburger Wochenmagazin "Die Zeit" über diese Thematik berichtet. In der morgen erscheinenden Printausgabe fasst die Zeitung nun die gesammelten Dokumente zusammen und publiziert diese.

Link:

Die Zeit: "Hilfsgelder für den Terror"?

Die Zeit: "Von unbeugsamer Gutgläubigkeit"?

14.08.02

Israelisches Start-up mit neuem Ansatz in der Bekämpfung von Krebs 

 Das junge israelische Unternehmen Can-Fite Biopharma dreht den üblichen Ansatz in der Krebsforschung zur Entwicklung neuer Wirkstoffe im Labor um: Anstatt nach den Ursachen für die Entstehung des Krebs zu forschen, soll herausgefunden werden, warum Krebs ich fast niemals in Muskelgewebe wächst, das 65 % des menschlichen Körpers ausmacht. Die Idee für diesen Ansatz und für das Start-up in Petah Tikwa entstand nachdem der Professor von Mitgründerin, Pnina Fishman, ihr eine herausfordernde Frage stellte. „Eines Tages kam er rein und sagte mir, „Muskeln machen 65 % der Körpermasse aus, aber krebsartige Tumore sind im Muskelgewebe selten. Warum?“ Fishman nahm die Herausforderung an. „Die ganze Welt fragt, warum Krebs entsteht. Wir fragen, warum es das nicht tut.“ Nach ersten Test schlussfolgerte Fishmann, dass bestimmte Substanzen, die von den Muskeln abgesondert werden, zwischen krebsartigen und normalen Zellen unterscheiden und die Entwicklung von Krebszellen behindern und normal Zellen unberührt lassen. Sie entdeckte außerdem, dass diese verteidigenden Substanzen weisse Blutkörper von Schäden durch Chemotherapie schützt. Eine der an diesem Prozess beteiligten Substanzen ist Adenosine, ein in allen Gewebezellen vorkommendes Molekül, das mit Rezeptorenverknüpfungen gegen Krebs wacht. „Kurz gesagt, wir haben ein Molekül gefunden, dass zwischen Krebszellen und normalen Zellen unterscheiden kann,“ so Fishman. CF-101, der von Can-Fite auf dieser Grundlage hergestellte Wirkstoff zur Krebsmedikation, geht im Februar 2003 in die erste klinische Testphase. Das Mittel verspricht keine 100 % Heilung, aber eine Langzeit-Behandlung zum Schutz vor weiterem Wachstum, indem es zu einer chronischen Krankheit wird, mit der über Jahre hinweg gelebt werden kann. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Link:

Can-Fite Biopharma Ltd.

pharmalicensing

14.08.02

Einladung nach Israel 

Ehemalige Kibbuz-Volontäre in Israel und Deutschland sind zu einem großen Ehemaligen-Treffen im Mai 2003 eingeladen. Die israelische Kibbutzvereinigung plant schon erste Treffen in Deutschland für den Herbst. Damit möchten sich die Kibbutzim sowie das Staatliche Israelische Verkehrsbüro für die große Unterstützung und den Einsatz der Freiwilligen bedanken. 

Für den Mai 2003 ist ein spezielles Programm in Arbeit. Bisher stehen Aktionen wie Baumpflanzungen in einem extra angelegten Wald, Ausflüge und Musik-Festivals in verschiedenen Kibbutzim. „Vor allem soll aber die persönliche Begegnung der Freiwilligen untereinander sowie mit den Kibbuzmitgliedern im Vordergrund stehen,“ so Yoram Gilady, Direktor des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros in Frankfurt am Main.

Link:

Staatliches Israelisches Verkehrsbüro

14.08.02

Juden und Christen Hand-in-Hand in Jerusalem

Über 1.000 Juden und Christen marschierten gestern Hand-in-Hand durch das jüdische Viertel der Altstadt Jerusalems um ihre Solidarität und Unterstützung für den jüdischen Staat zu demonstrieren. Die vom amerikanischen Rabbi Shmuel Goldin aus Englewood (New York) organisierte Solidaritätsreise brachte jüdische und christliche Freunde Israels aus Kanada, USA, Europa, Australien, Süd Afrika und Sri Lanka in  Israels ewige Hauptstadt. Begeistert über dieses besondere Zeichen der  Solidaritätsbekundung wurde die Gruppe von Jerusalemer Einwohner begleitet. 

60 aus Amerika angereiste Studenten aus verschiedenen amerikanischen Universitäten sangen jüdische Lieder und schwenkten ihre Banner und Fahnen. "Terrorismus muß besiegt werden" - so der Slogan auf den Bannern mit einem klaren Hinweis der Welt zu zeigen, daß die Studenten gerade ein Zeichen gegen den Terrorismus nach dem Anschlag auf die Universität am Skopusberg setzen wollte, der 9 Unschuldigen das Leben gekostet hatte.

14.08.02

Humanitäre Bemühungen Israels für die palästinensische Bevölkerung

Gestern Nachmittag begann die israelische Armee damit Hilfsgüter für die palästinensische Zivilbevölkerung zu verteilen.

(In Tarkumiya in der Nähe von Hebron werden Hilfsgüter von einem israelischen LKW abgeladen)

Die Güter auf den israelischen Lastwägen werden mit Gabelstaplern auf palästinensische Trucks umgeladen. Die Unterstützungsleistungen sollen bis auf Weiteres täglich verteilt werden.

Link:

Bilder zur Hilfsaktion


(c)/ Quelle Bild: IDF

14.08.02

IDF: Arafat Milliardär - die Bevölkerung verarmt

General Aaron See´vi (IDF), Vorsitzender des israelischen Militär-Geheimdienstes gab gestern vor der Knesset bekannt, daß das bekannte private Vermögen des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat 1, 3 Mrd. US-$ betrage. Das Geld sei hauptsächlich für die palästinensische Bevölkerung bestimmt gewesen - dort jedoch nie angekommen. Arafat kontrolliere weiterhin alle Finanzen der Palästinensischen Autonomiebehörde. 
Die persönlichen Finanzen des palästinensischen Präsidenten seien auf geheimen Konten in Israel und im Ausland deponiert.

Link:

Jerusalem Post: Arafat ist ein Milliardär

14.08.02

Alija rückläufig

Das zentrale Statistikbüro in Israel gab gestern bekannt, daß die Einwanderung nach Israel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 % rückläufig war. Nur 14.900 Einwanderer kamen im ersten Halbjahr 2002 zurück in ihre Heimat. Dies entspricht einem Rückgang um 27 % gegenüber 2001 und einem Rückgang um sogar 45 % gegenüber 2000.

Viele Einwanderungswillige scheinen durch die wirtschaftliche Situation und der fortwährenden Terrorgefahr gegen Israels Bürger abgeschreckt worden wie es in der Ausführung weiter heißt.

2.500 Olims kamen aus Argentinien dessen wirtschaftliche Depression viele zur Heimkehr nach Erez Israel bewegt hat. Insgesamt kamen über 2/3 der Einwanderer aus der Ukraine, Russland, Argentinien und Äthiopien. Steigerungsraten waren lediglich bei den Neuankommenden aus Frankreich und England zu verzeichnen, wo sich die Zahl um 33 % bzw. 12 % erhöhte. Gründe hierfür sind der dort neu erwachte und verstärkt auftretende Antisemitismus.

Das Durchschnittsalter der Einwanderer beträgt 29,9 Jahre.

Link:

Alija

14.08.02

Anklage gegen Tanzim-Führer Barghouti

Der im April von der israelischen Armee festgenommene Chef der Tanzim Marwan Barghouti (43) wird heute in Tel Aviv angeklagt. 

Nach dem Willen der Regierung Israels in Jerusalem soll er zu 5 mal lebenslänglicher Haft verurteilt werden. Ihm werden u.a. Mord, Anstiftung zum Mord, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Beteiligung an den Aktivitäten an einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt.

(c)/Quelle Bild: MfA

Link:

Stellungnahme der israelischen Regierung

Jerusalem Post: Wer ist Barghouti?

Nahostfocus: Wer ist Marwan Barghuti?

Bargouti: "Terror ist der einzige Weg"

Jerusalem Post: Regierung nennt Barghouti die zentrale Figur in der Planung des Terrors der Tanzim

14.08.02

Maccabi Haifa gewinnt

Erfolg für die Kicker aus Haifa; im Hinspiel zur Qualifikation zur Championliga gewann Maccabi Haifa gestern in dem in Sofia ausgetragenen Spiel mit 2:0 gegen die österreichische Mannschaft von Sturm Graz. In 2 Wochen findet das Rückspiel statt. Im Falle des Gesamtsieges steigen die israelischen Fussballer in den interessanten Wettbewerb der UEFA auf. Das Spiel musste gemäß der Entscheidung der UEFA auf neutralem Boden ausgetragen werden. Überschattet wurde der Sieg der israelischen Mannschaft von Ausschreitungen zwischen den Fans beider Mannschaften. Die israelischen Fans wurden mit antisemitischen Sprüchen wie "Heil Hitler" provoziert.

13.08.02

New York benennt Strasse nach Terroropfer

Am Sonntagabend reisten elf Mitglieder der New Yorker Stadtverwaltung nach Jerusalem. Die Gruppe, darunter der Pressesprecher New Yorks Gifford Miller, besuchten den Ort des Terroranschlags auf dem Universitätsgelände, wo fünf Amerikaner getötet worden sind. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung gaben sie bekannt, dass eine Straße in Manhattan nach Janis Ruth Coulter benannt werden wird. Die 36 Jahre alte Coulter lebte in New York. Miller sagte in seiner Ansprache, dass sie als Vertreter New Yorks „in dieser Zeit das starke Bedürfnis nach dem Ausdruck ihrer Solidarität“ verspürten. Die Bürger New Yorks empfänden eine besondere Beziehung zu Israel seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September. „Unsere Erfahrungen vom 11. September haben uns ein Gefühl dafür gegeben, was es bedeutet, im Schatten des Todes zu leben.“ 

Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Ha'aretz 

13.08.02

Saddam Hussein finanziert Jerusalemer Araber

Der fünffache Vater Ali Hijazi aus Beit Hanina bei Jerusalem ist am Wochenende von einer Reise nach Bagdad zurückgekehrt. Kurz darauf bezahlte er seine auf 10.000 NIS geschätzten Steuerschulden bei der Jerusalemer Stadtverwaltung. Von da aus ging er zur dem arabischen Elektrizitätslieferer in Ost-Jerusalem und zahlte nochmal 5.000 NIS für ausstehende Rechnungen. Hijazi, 53, arbeitet seit 30 Jahren an einer privaten arabischen Schule in der Stadt. Nach seinen Angaben, stellte er die Begleichung seiner Rechnungen ein, nachdem die Schulverwaltung ihm und seinen Kollegen das Gehalt nicht mehr rechtzeitig überwies. Zunächst beschwerten sich die Lehrer beim Erziehungsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Als sie von dort keine Antwort erhielten, schrieben sie einen Brief an der Vorsitzenden der PA, Yasser Arafat, persönlich. Sie warteten weitere zwei Monate vergeblich auf eine Antwort. Eines Tages hörte Hijazi in den Fernsehnachrichten von den israelischen Darstellungen, dass Iraks Präsident Saddam Hussein Tausend Dollar an palästinensische Opfer der Intifada und die Familien von Selbstmordattentätern zahlt. „Ich traf mich mit meinen Kollegen, und wir entschieden uns, einen Brief an Saddam mit der Bitte um Hilfe zu schicken,“ sagte Hijazi. „Einen Monat später erhielten wir eine Einladung nach Bagdad, wo ein hoher Regierungsvertreter jedem von uns einen Scheck über 7.000 $ aushändigte.“ Seit dem Beginn der Intifada ist Saddam Hussein finanziell sehr großzügig gegenüber den Palästinensern. Bis vor kurzem gingen die Geldströme nur an die Bewohner von Westjordanland und Gazastreifen. Hijazi hat als Bewohner innerhalb der Jerusalemer Stadtgrenzen einen israelischen Personalausweis und genießt damit alle sozialen und wirtschaftlichen Rechte von Israelis, abgesehen von den Wahlen zur Knesset. Laut palästinensischen Quellen, haben mindestens 500 arabische Familien in der Stadt finanzielle Unterstützung aus dem Irak erhalten. Die erklärte Politik des irakischen Führers ist es, die „Standhaftigkeit“ aller Palästinenser zu fördern, auch wenn sie einen israelischen Personalausweis oder Pass tragen.  

Link:

Jerusalem Post

13.08.02

Neue Briefmarkenmotive

Die israelische Postbehörde gibt am 27. August neue Briefmarken heraus. 

Die Marken gehören zu den Serien: Israelischer Wein, Historische Orte und Gebäude und Vögel in Israel. Ausserdem sind mit den Porträts von dem Philosophen Baruch Spinoza und dem ermordeten Politiker Rechavam Zeevi zwei Sondermarken dabei. 

Link:

Israel Postal Authority

© Botschaft des Staates Israel

13.08.02

Weiteres Terroropfer erlag seinen Verletzungen

Der Bombenanschlag auf die Universität auf dem Skopusberg in Israels Hauptstadt hat gestern ein weiteres Todesopfer gefordert. Gestern starb die 30-jährige Revital Barashi aus Jerusalem an den schweren Verletzungen, die sie durch den feigen Anschlag erlitten hatte. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 9 Unschuldige.

Traurige Statistik:

Seit Ende September 2000 verloren 609 Israelis ihr Leben; 4.204 Unschuldige wurden verletzt.

Link:

Liste der Opfer
Bilder der Opfer

12.08.02

BMW muss Nahost-Website korrigieren 

Nach einer Welle von Protesten hat sich BMW bereiterklärt, die Website seiner Nahost –Abteilung zu korrigieren; auf letzterer war anstelle von Israel „Palästina“ verzeichnet. Rob Mitchell, der Direktor der nordamerikanischen BMW-Gruppe erklärte am Freitag, die Firma hätte eine „beträchtliche Anzahl“ von Telefonanrufen von Leuten erhalten, die das Weglassen Israels kritisiert hätten. Die Karte zeigt alle BMW-Vertragshändler im Nahen Osten. „Sofort als wir die Anrufe erhielten, kontaktierten wir unsere Kollegen drüben“, sagte Mitchell, wobei er sich auf die Nahost-Abteilung bezog. „Sie entfernten den Link und arbeiten an der Korrektur der Seite“. BMW veröffentlichte auch eine Presseerklärung, in der die Firma die Abbildung der Karte auf ihrer Internetseite bedauerte. Offensichtlich habe es Fehler bei der Erstellung und Programmierung der Website gegeben, so die Stellungnahme. Als Autohersteller sei BMW nicht in der Nahost-Politik engagiert, unterstütze keine der vorhandenen politischen Strömungen und habe nicht beabsichtigt, irgendeine Art politischer Aussage zu machen, hieß es weiter. Es ist nicht das erste Mal, dass BMW von Israel und jüdischen Organisationen kritisiert wird. Im August 1998 war eine Sammelklage gegen die Firma in New-York wegen ihrer Beschäftigung jüdischer Zwangsarbeiter während des Holocausts angestrengt worden. BMW erklärte sich später bereit, an einem deutschen Kompensations-Fonds teilzunehmen, im Gegenzug für Schutz vor Rechtsverfolgung in den Vereinigten Staaten. 

Quelle: ICEJ

Link:

BMW-Website

12.08.02

Skandal: Israels stellvertretender Aussenminister Flug verweigert

Zu einem unglaublichen Skandal ist es am Donnerstag durch einen Piloten einer Delta Airlines Maschine gekommen. Unter den Passagieren befand sich der stellvertretende israelische Aussenminister Michael Melchior (48).

Der Pilot der Delta Airlines weigerte sich unter dem Vorwand fadenscheinigen Gründen den Israeli auf dem Flug von Cincinnati nach Tel Aviv mitzunehmen. Ähnliche Vorfälle und Gängelungen hatten sich bereits zwei mal in den vergangenen Wochen ereignet.

Das israelische Aussenministerium protestierte in scharfer Form gegen diese Behandlung und stellte zurecht die Frage, welchen Aufschrei es verursachen würde wenn ein amerikanischer VIP die gleiche Behandlung in Israel erfahren würde.

Link:

Jerusalem Post

MfA - Michael Melchior

Quelle Bild: MfA

12.08.02

Bombendrohung für Flug nach Tel Aviv

Bereits am vergangenen Dienstag gab es am Schweizer Flughafen in Zürich Kloten eine anonyme Bombendrohung. Die Drohung richtete sich gegen den Flug LX 254 der Swiss nach Tel Aviv. 253 Passagiere und die Besatzung kamen mit dem Schrecken davon.

Tachles blickt zurück, in das Jahr 1969, als es am 18. Januar 1969 zu einem Terroranschlag der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas) gegen eine EL-Al Maschine in Zürich kam.

Link:

Die Schweiz und Terrorismus

12.08.02

Zum Thema "Korruption" in der PA

Das Middle East Media Research Institute veröffentlicht ein Interview mit dem palästinensischen Abgeordneten Al-Masri zum Thema "Korruption" in der Palästinensischen Autonomiebehörde. Eine deutsche Übersetzung des am 2. August mit der jordanischen Zeitung "Al-Sabil" geführten hierzu gibt es von "Nahostfocus" und "Die Welt".

Link:

Englisches Interview in voller Länge
Die Welt: "Nur Arafat und Allah wissen, wohin die Mittel verschwinden"
Nahostfocus: Heftige Kritik an Arafat wegen Korruption und Bestechung

12.08.02

Terrorist schiesst auf Arbeiter am Sicherheitszaun 

Ein Terrorist der Hamas in IDF-Uniform und mit Kippa auf dem Kopf schoss am Sonntag auf einen Arbeiter, der an der Errichtung des Sicherheitszauns bei Dugit im Gazastreifen beteiligt ist. Der 24 Jahre alte Mann aus Javneh erlitt mittelschwere Verletzungen. Bassal Nagi, 22, aus Gabaliyah, lauerte den israelischen Arbeitern in einem verlassenen Gebäude auf. Der Terrorist war mit einer M-16, Handgranaten und Messern bewaffnet. Gegen 8:30 Uhr näherte sich der Terrorist seinem Opfer, der seinen Wagen verlangsamte, da er den Mann für einen israelischen Soldaten hielt. Der Terrorist warf daraufhin eine Handgranate auf den Wagen und eröffnete das Feuer. Der Arbeiter wurde von fünf Kugeln getroffen, trotz der Verletzungen gelang ihm, sich zu retten. Zwei Soldaten der Einheit Golani wurden gestern bei Feuergefechten mit Terroristen in Jenin verletzt.

12.08.02

Terroropfer zur Erholung nach Italien 

Am Wochenende fand für 50 israelische Jugendliche, deren Familien Opfer von Terror sind, ein aufregender Empfang in Rom statt. Die Jugendlichen wurden von der jüdischen Gemeinde, der Israelischen Botschaft und der Staatlichen Krankenversicherung zu einem zweiwöchigen Sommerlager nach Italien eingeladen. Die jüdische Gemeinschaft in Italien, die diese Aktion finanziert, erklärte, „Dies ist der Beweis für die enge Beziehung zwischen den Juden in der Diaspora und den Juden in Israel.“ Der israelische Botschafter in Rom, Ehud Gol, sagte zu den Jugendlichen: „Ich wünsche euch richtige Ferientage, in deren Verlauf ihr die alltäglichen Probleme, die Israel heimsuchen, vergessen könnt.“ 

Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Yedioth

12.08.02

Papst ruft zu internationaler Vermittlung im israelisch-palästinensischen Konflikt auf

In seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo hat Papst Johannes Paul II. seine wöchentliche Botschaft dem israelisch-palästinensischen Konflikt gewidmet. "Es gibt keine Rechtfertigung für diejenigen, die wehrlose Zivilisten töten" führte das oberste katholische Kirchenhaupt aus und verurteilte in klarer Form Terrorismus.

Der Papst rief nach einem Ende der Gewalt - weder Angriffe noch Vergeltung brächten eine Lösung des Konflikts. Er richtete einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft sich der Region weiterhin verstärkt zu widmen. Der Botschafter des Vatikans Papal Nuncio Pietro Sambi stellte klar, daß der Papst nicht als Aufruf für eine internationale Friedenstruppe verstanden werden dürfe.

Gestern traf sich der lateinische Patriarch Michel Sabbah mit dem geistlichen Hamas-Führer Scheich Ahmed Jassin. Offensichtlich stellt dieses Treffen den Versuch dar, daß der - gerade auch immer wieder durch mehrere israelfeindliche Aussagen aufgefallene Patriarch - in dem Konflikt vermitteln will. Sabbah traf im Nachgang auch unter Begleitung eines anglikanischen und lutheranischen Bischofs Jassir Arafat zu dem er ja eine sehr intensive Verbindung pflegt.

Derweilen haben die großen christlichen Kirchen in Israels Hauptstadt ein 14-tägiges "Friedensgebet" organisiert. Die Gebete sollen am kommenden Donnerstag in der armenischen St. James Kathedrale beginnen und jeden Tag in einer anderen Kirche abgehalten werden.

Link:

Papst zum Nahostkonflikt ansehen

12.08.02

Kinder des im Libanon entführten Geschäftsmannes schicken dem Vater ein Geburtstagsgeschenk

Seit dem 15. Oktober 2000 befindet sich der israelische Geschäftsmann und Oberst der Reserve Elhanan Tannenbaum in der Hand der Hisbollah, die ihn vor knapp 2 Jahren auf einer Auslandsreise gekidnappt haben.

Seine 2 Kinder Ori und Keren haben dem Roten Kreuz einen Brief für den Vater übergeben - neben einem kleinen nachgebildeten Haus aus Marzipan, das ihm zeigen solle, daß es - trotz des schrecklichen Platzes an dem er derzeit festgehalten wird ein warmes Haus gibt, das auf ihn wartet - auch über diesen 56. Geburtstag hinaus.

Ein früher weitergeleitetes Paket mit Medikamenten für den schwer asthmakranken ElhananTannenbaum wurde offensichtlich von der Hisbollah angenommen. 
Der Sohn Ori richtete im Zusammenhang mit der jetzigen Sendung schwere Vorwürfe an das UNO-Sicherheitsrat Mitglied Syrien das die Hisbollah im Libanon gewähren lasse bzw. selbst unterstütze.

Immer wieder gibt es Gerüchte, daß deutsche Vermittler versuchen den Entführten durch einen Gefangenenaustausch frei zu bekommen.

Quelle Photo: Botschaft Israels, Berlin

11.08.02

Mord an Israelin

Ein palästinensischer Terrorist ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag in die jüdische Gemeinde von Moshav Mechora in der Jordansenke eingedrungen. Er eröffnete gegen 22.00 H Ortszeit das Feuer auf das Auto eines Israelis und verletzte diesen mittelschwer. Yafit Herenstein (31) trat vor ihr Haus und wurde von dem Angreifer erschossen. Ihr Mann wurde verletzt. 2 Kinder im Alter von 3 Jahren bzw. 3 Monaten wurden so zu Halbweisen. Die israelische Armee erschoss den Terroristen. Die "Al-Aksa-Brigaden" aus Arafats Fatach Bewegung bekannte sich zu diesem Anschlag.

Die deutschen Medienagenturen sprechen geringschätzig von dem Tod einer "Siedlerin" - als wenn dadurch der feige Mord weniger verwerflich wäre.

Link:

Jerusalem Post: It's time that parents no longer have to bury their children

Quelle Bild: MfA

11.08.02

Israelische Goldmedaille bei der EM in München

Zur Überraschung vieler Experten gewann ein Israeli Gold bei der Leichtathletik-EM in München. Alex Averbukh (27) gewann den Titel im Stabhochsprung mit 5,85 m übersprungener Höhe.

"Die Medaille ist ein Geschenk für Israel und ein Fest in dieser schweren Zeit" sagte der Gewinner der ersten Goldmedaille für Israel während eines großen internationalen Wettbewerbs. Aussenminister Peres und Premierminister Scharon gratulierten dem Gewinner der in Sibirien geboren ist.

30 Jahre nach des Massakers während der Olympischen Spiele in München, als palästinensische Terroristen 11 israelische Athleten und Trainer ermordeten weht die Fahne Israels im Olympiastadion in München. Die EM geht heute zu Ende. 

 

Bereits heute morgen gab es am Gedenkstein an die Opfer des Massakers eine Gedenkfeier. 23 Angehörige der Terroropfer und die gesamte israelische Mannschaft der EM 2002 waren gekommen um unter Anwesenheit des israelischen Botschafters in Deutschland Schimon Stein der Opfer zu gedenken. Nach der Geiselnahme im Olympischen Dorf am 5. September 1972 durch palästinensische Terroristen und einer missglückten Befreiungsaktion auf dem Flughafen von Fürstenfeldbruck kamen alle neun israelische Geiseln und ein Polizist ums Leben. 5 Terroristen wurden damals getötet.

 

Link:

Gratulation des israelischen Premierministers

EM 2002

Rückblick  Olympia 1972

Rückblick Olympia Attentat 1972

Gedenkfeier erinnert an das Attentat von 1972

Gedenkfeier in München

Quelle Photo: Israel-today (Alex Averbukh), Rest MfA

11.08.02

Achtes Opfer des Terroranschlags auf die Universität in Jerusalem

Der Terroranschlag auf die Universität in Israels Hauptstadt in der vergangenen Woche hat ein achtes Todesopfer gefordert. Dafna Spruch (61) aus Jerusalem erlag ihren Verletzungen, die sie durch den Bombenanschlag erlitten hatte. Die Zahl der Toten steigt damit auf acht Menschen. Zwei Verletzte liegen nach wie vor mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

Link:

Palästinenser bejubeln Blutbad

10.08.02

Ephraim Kishon: "Wer Israel verurteilt, ist ein Antisemit"

"Welches Land der Welt würde es hinnehmen, dass täglich feige Morde an seinen Zivilisten verübt werden...Israel wird in den feindlichen Weltmedien derart diskriminiert, dass, wenn palästinensische Terroristen israelische Schulkinder ermorden, dies die gleiche Empörung hervorruft, als wenn wir einen der brutalsten Mörder, einen Hamas-Führer, töten...."

Ephraim Kishon ist Holocaust-Überlebender und der meistgelesene Satiriker der Gegenwart. "Die Welt am Sonntag" führte ein ernstes Gespräch mit ihm über Israel, Arafat und deutsche Schuld.

Link:

Ephraim Kishon: "Wer Israel verurteilt, ist ein Antisemit"

09.08.02

Welche Risiken bringt ein Militärschlag gegen den Irak für Israel?

Bereits 1991 musste sich Israel gegen irakische Scud-Raketen erwehren. Der irakische Diktator Saddam Hussein feuerte über 40 Scud-Raketen auf Tel Aviv. Die meisten davon wurden von amerikanischen Patriot -Abwehrraketen abgefangen, einige richteten - Gott sei Dank - nur Sachschaden an (ein Israeli verstarb durch einen Herzinfarkt). Die berechtigte Sorge vor Giftgas war glücklicherweise unbegründet. Heute sprechen hohe Offiziere der israelischen Streitkräfte von einer hohen Wahrscheinlichkeit eines irakischen Raketenangriffs auf Israel im Falle eines amerikanischen Militärschlags gegen Husseins Regime. Heute wie damals nimmt die Welt die Bedrohung Israels stillschweigend zur Kenntnis. 

Bereits vor einigen Wochen hatten Reporter der großen internationalen Nachrichtenorganisationen nach Plätzen auf den Dächern von Hochhäusern in Tel Aviv für ihre Berichterstattung gesucht. Neuerliche Berichte der israelischen Presse sprechen davon, daß das IDF Raketenabwehrstellungen in Tel Aviv errichten wird um für Attacken des Diktators aus Bagdad gerüstet zu sein.

Link:

Good morning Bagdad
Pocken und Viren aus Bagdad

Ergänzender Link:

Israelische Armee errichtet Raketenabwehrstellung bei Tel Aviv
Bericht: Irak will Palästinensern biologische Waffen geben
Bericht aus der Jerusalem Post zum Thema
Warnung vor Biowaffen lesen
Europa, der Irak und Israel lesen
Warnung vor Biowaffen ansehen

09.08.02

Dokumente der IDF 

Die internationale Gemeinschaft (allen voran die Europäische Union) unterstützt die Palästinensische Autonomiebehörde mit umfangreichen finanziellen Mitteln welche in erster Linie zur Aufrechterhaltung einer zivilen Verwaltung und zur Linderung der Not der palästinensischen Zivilbevölkerung verwandt werden sollen. 

Eine ordnungsgemäße Mittelüberprüfung wird von verschiedenen Seiten immer wieder bemängelt.

Die israelische Armee legt nun eine 64-Seiten starke Dokumentation vor und kommt darin zu dem Ergebnis, daß mindestens 4,5 Mio US-$ internationaler finanzieller Hilfe statt der notleidenden palästinensischen Bevölkerung terroristischen Zellen zugute gekommen sind.

Link:

Dokumentation der IDF (in Englisch)

09.08.02

Reden ohne den anderen ändern zu wollen

"Die Juden wissen ungefähr, was Christentum sein könnte, weil die Christen seit 2.000 Jahren alles unternommen haben, es die ganze Welt wissen zu lassen. Es ist vielleicht an der Zeit, dass auch die Christen wissen sollten, was die Juden sind." 
So schreibt das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin Tachles über den Sinn und Zweck des christlich-jüdischen Dialogs.

Link: 

Reden ohne den anderen ändern zu wollen

09.08.02

Deutschland an der Seite Israels

Kundgebung am 24. August 2002 vor dem Reichstag in Berlin 

Es gab bereits im Mai diesen Jahres von Christen organisierte Kundgebungen in Düsseldorf, Hannover, Frankfurt und Reutlingen, die vor allem bei der jüdischen Bevölkerung Deutschlands und in Israel stark begrüßt und wahrgenommen wurden. Mit derselben Zielsetzung soll nun in der Bundeshauptstadt Berlin eine Kundgebung stattfinden. Im Augenmerk sind vor allem die blutigen Ereignisse der vergangenen Monate in Israel aber auch der wiederaufflammende Antisemitismus in Deutschland. Im Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl wollen wir als Christen ein öffentliches und klares Bekenntnis zu Israel abgeben. Von Berlin ging in der Geschichte viel Unheil für das jüdische Volk aus. Darum wollen wir in unserer Bundeshauptstadt an unsere historische und christliche Verantwortung dem Staat Israel und dem jüdischen Volk gegenüber erinnern. Die Kundgebung soll in ihrer Botschaft die folgende Zielrichtung haben: 
Es soll eine Stimme von Christen sein, die ihre Liebe und christliche Verantwortung und Solidarität dem Staat Israel und dem jüdischen Volk gegenüber ausdrücken. 
Es soll zu einer wahrhaftigen und ausgewogenen Medienberichterstattung aufgefordert werden. 
Es soll eine Stimme sein, gegen den sich wieder bemerkbarmachenden Antisemitismus in Deutschland. 
Die Parteien sollen in Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahl zu einer eindeutig freundschaftlichen und historisch verantwortungsvollen Beziehung zu Israel aufgefordert werden. Diese soll sich insbesondere durch klare Stellungnahmen Deutschlands in den Gremien von EU und UNO bemerkbar machen. 

Zeit: 24. August 2002 um 15.00 Uhr 
Ort:  Berlin, Treffpunkt vor dem Auswärtigen Amt, Werderscher Markt, Bezirk Mitte Marsch vom Außenministerium zum Reichstag Abschlusskundgebung vor dem Reichstag 
Redner: Ludwig Schneider, NAI, Jerusalem 
Dr. Friedhelm Pflüger, MdB, Berlin (angefragt) 
sowie Kurzstatements von Vertretern aus dem Trägerkreis. 

Kontakt Kundgebung Berlin 
ICEJ Deutscher Zweig e.V. Postfach 31 13 37 70473 Stuttgart Tel: 0711 - 8388 9480 Fax: 0711 - 8388 9488 info@icej.de http://www.icej.de 
DIE BRÜCKE Berlin-Jerusalem Lepsiusstraße 83 12163 Berlin Tel: 030 - 792 4410 Fax: 030 - 793 1652 diebrueckeberlin-jerusalem@t-online.de 

Kontakt Offener Brief
und Christen fragen Parlamentarier 
Christliche Freunde Israels Postfach 12 54 72207 Altensteig Tel: 07453 - 50836 Fax: 07453 - 50837 info@cfri.de http://www.cfri.de 

Trägerkreis Die Brücke Berlin-Jerusalem, Christliche Freunde Israels, Dienste in Israel, Ebenezer Hilfsfonds (Operation Exodus), Ev. Marienschwestern, FCJG Lüdenscheid,  International Christian Chamber of Commerce,  Internationale Christliche Botschaft Jerusalem,  Israel heute,  Josua Dienst,  Ruf zur Versöhnung,  Sächsische Israelfreunde sowie viele Gemeinden und Pastoren aus Deutschland und über 20 christliche Gemeinden aus Berlin.

Link:

Deutschland an der Seite Israels

09.08.02

Archäologische Zerstörungen auf dem Tempelberg in Jerusalem

Die Berichte häufen sich über die Zerstörungen am Jerusalemer Tempelberg durch Bauarbeiten im Auftrag des von der israelischen Regierung zugelassen moslemischen Verwalters des Berges Waqf. Die nachfolgende Seite fast den moslemischen Versuch zusammen, archäologisches Beweismaterial aus Israels 2. Tempel zu vernichten.

Link:

Die Zerstörung der archäologischen Schätze des Tempelberges

Ergänzender Link:

 Tempelberg ist "judenrein"

09.08.02

Ausländer in Israel festgenommen 

Wie die israelische Polizei mitteilt, wurden 20 ausländische Staatsbürger festgenommen. Darunter befinden sich fünf Franzosen, ein Ire und der Rest sind US-Amerikaner. In den vergangenen Tagen wurde außerdem einer Anzahl amerikanischer und italienischer Bürger die Einreise nach Israel verweigert. Die Festgenommenen randalierten, blockierten den Straßenverkehr und hinderten Polizisten bei der Ausübung ihrer Arbeit in Shehem. Ein Teil von ihnen verschanzte sich in den Häusern von Selbstmordattentätern in Bethlehem, um deren Zerstörung zu verhindern. Die Festgenommenen befinden sich in unterschiedlichen Haftstadien. Die Konsulate der Herkunftsländer wurden von der israelischen Polizei benachrichtigt.

09.08.02

Kommen auch Sie – zum Laubhüttenfest 2002 nach Jerusalem!

 „Kommt in sein Tor ...!“ – unter diesem Motto aus Psalm 100 wird auch dieses Jahr wieder die christliche Feier des Laubhüttenfestes der ICEJ in Jerusalem stattfinden, vom 21.- 27. September. Durchschreiten Sie Jerusalems Tore und nehmen Sie, gerade in dieser Krisenzeit für Israel, an unserer Festwoche teil: Lobpreis, Gemeinschaft mit Israelfreunden aus aller Welt, spannende Seminare und die einzigartige Möglichkeit, Sein Volk zu trösten und zu segnen erwarten Sie. Es gibt kaum ein eindrücklicheres Zeugnis Ihrer Liebe zu Israel, als selbst zu kommen und an der Seite des Volkes Gottes zu stehen. Das diesjährige Fest hält einige Besonderheiten bereit: So wird der traditionelle Jerusalem-Marsch, eine Lieblingsveranstaltung vieler Festbesucher, vom Fernsehen aufgenommen und im ganzen Land ausgestrahlt- Ihre Botschaft der Liebe und des Trostes werden alle sehen. Das bewegende Musical, „The Covenant“ (Der Bund), wird sowohl vor christlichen Festteilnehmern als auch vor einigen Tausenden israelischer Gäste aufgeführt. Ganz zu schweigen von den interessanten Workshops und Seminaren, einem festlichen Abendmahl mit Christen aus aller Welt und Solidaritätsbesuchen in jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria, um nur einige Höhepunkte zu nennen. Seien sie sich Gottes Zusage versichert, dass Er diejenigen segnen wird, die Sein Volk segnen- die wenigen Touristengruppen und Einzelpersonen, die uns momentan in der Botschaft besuchen, geben immer wieder Zeugnis darüber, wie hautnah sie hier Gottes Frieden und Schutz erleben, inmitten aller Unruhe. Eine Erfahrung, die Botschaftsmitarbeiter nur bestätigen können. Um sich als Festbesucher oder als Volontär anzumelden oder nähere Informationen zu bekommen, wenden Sie sich bitte an das Büro der ICEJ in Stuttgart, E-mail: info@icej.de, Telefon: 0711/8388 9480 oder direkt an die Botschaft in Jerusalem, E-mail: feastreg@icej.org

Link:

Internationale Christliche Botschaft Jerusalem, dt. Zweig 

09.08.02

Ehemaliger Außenminister Ben-Ami tritt aus der Knesset aus

Gestern gab der Abgeordnete der Arbeiterpartei und ehemalige Aussenminister Shlomo Ben-Ami seinen Austritt aus der Knesset bekannt. Grund dafür seinen die Differenzen mit der Politik der israelischen Regierung um Ministerpräsident Ariel Scharon.

Ben-Ami war einer der Architekten der Friedenspläne von Oslo. Heute spricht die Mehrzahl der Israelis davon, daß der Osloprozess aufgrund des palästinensischen Terrors "tot" ist. 
Unvergessen ist auch der Versuch des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton im Juli 2000 in Camp David die Verhandlungsführer Ehud Barak und Jassir Arafat zu einer Einigung zu bewegen. Shlomo Ben-Ami war bei den Verhandlungen in Camp David maßgeblich beteiligt. Ausgangspunkt war damals ein Abzug Israels aus 88 % des Territoriums von Judäa und Samaria (sog. Westjordanland). Israel erhöhte dieses Angebot auf 92 % und zuletzt sogar auf 97 % der Fläche und zeigte seine Bereitschaft zur Teilung der Souveränität der Hauptstadt Israels, Jerusalem. Die palästinensische Seite bzw. Jassir Arafat lehnten in Camp David die Vorschläge ab. 3 Monate später wurde die Terrorintifada begonnen.

Gut ein Jahr nach Camp David, am 13.September 2001 gab Ben-Ami in der israelischen Zeitung Haaretz das Interview "Der Tag an dem der Frieden starb", das im nachfolgenden Link nachzulesen ist.

Link:

"Der Tag an dem der Frieden starb"

08.08.02

Israelische Araberin angeklagt - wegen unterlassener Terrorwarnung

Die 27 Jahre alte Studentin, Yassra Bakhri, aus Ba’ana in Galiläa wurde am Mittwoch angeklagt, den Terroranschlag vom Sonntag auf einen Bus bei Meron nicht verhindert zu haben. Neun Menschen waren an der Kreuzung Meron getötet und Dutzende verletzt worden. Nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft, hatte der Selbstmordattentäter Bahri im Bus angesprochen und angewiesen, den Bus zu verlassen, „etwas schlimmes würde passieren.“ Obwohl sie mit einer Freundin den Bus verließ, warnte Bakhri nicht den Fahrer, andere Passagiere oder die Sicherheitskräfte, so die Anklage. 

Quelle: Haaretz, Botschaft Israels/ Berlin

08.08.02

90 % mehr Terroranschläge in der ersten Hälfte 2002 

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden 238 Personen bei 1.071 Terroranschlägen getötet, das bedeutet einen Anstieg von 90 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem 68 Menschen getötet wurden. Das teilte der Polizei-Beauftragter, Shlomo Aharnoisky, am Mittwoch gegenüber Journalisten mit. In der ersten Hälfte 2002 wurden 1.935 Menschen bei Terroranschlägen verletzt, deren Mehrheit innerhalb der Grünen Linie verübt worden sind. Im ersten Halbjahr 2001 waren es 731 Verletzte. Seit Beginn der Gewaltwelle im September 2000 wurden 19 Polizisten getötet und 60 verletzt. Jerusalem war das häufigste Ziel der Terroristen – 49 Anschläge wurden in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt, in Tel Aviv waren es sieben. 

Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

08.08.02

Kasparov tritt gegen israelischen Computer an 

Bei einem Solidaritätsbesuch in Israel hat der ehemalige Schachweltmeister Gary Kasparov am Mittwoch angekündigt, dass er im Oktober gegen Junior antreten werde. Junior ist ein Schachcomputer-Programm made in Israel. Kasparov hatte 1997 mit dem Spielen gegen Computer aufgehört, nachdem er zum zweiten Mal gegen das IBM Schachprogramm „Deep Blue“ verloren hatte. Auf der Pressekonferenz mit Jerusalems Bürgermeister Ehud Olmert und dem „Vater“ von Junior, Shay Bushinsky, erklärte Kasparov, dass er die Herausforderung Juniors angenommen hat, um Unterstützung für Israel in schwerer Zeit zu demonstrieren. 

Link:

Kasparov spielt gegen israelisches Computerprogramm

08.08.02

Irak angreifen? - Interview mit Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour, Nahost-Experte und langjähriger Korrespondent nimmt in einem Interview mit dem Inforadio zum Them "Irak" auch vor dem Hintergrund des Terrors gegen Israel Stellung.

Link:

Interview mit Peter Scholl-Latour

Ergänzender Link:

Irak will Palästinensern biologische Waffen geben
Good morning Bagdad
Pocken Viren aus Bagdad
n-tv: Biowaffenfabrik in Irak

08.08.02

Interessante Flash-Präsentationen

Interessante Flash-Präsentationen zu den Grenzen Israels, zu Israel und seinen arabischen Nachbarn, zu den permanenten palästinensischen Terrorattacken liefert die Website von Israelinsider.

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Israelinsider

08.08.02

Griechisch-orthodoxer Kirchensprecher wegen Befürwortung von Selbstmordattentaten entlassen

Der Sprecher der griechisch-orthodoxen Kirche in Jerusalem, Pater 'Atalla Hanna, ein palästinensischer Araber, erklärte kürzlich in einem Vortrag seine Unterstützung für die Selbstmordattentate und alle anderen Formen des palästinensischen Widerstands gegen die israelische Besatzung. Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Patriarch Irineios I. , der sich von Hannas Äußerungen distanzierte, entschied daraufhin, Hanna von seinem Amt zu entbinden. Die Entscheidung wurde von verschiedenen Seiten kritisch kommentiert. Hannas Äußerungen Bei einem Vortrag am 19. Juli 2002 im Zayed Center for Coordination and Follow-Up in Abu Dhabi, einem Think Tank der Arabischen Liga, erklärte Hanna: "Das grundlegende Prinzip, das von allen palästinensischen politischen Gruppen geteilt wird, ist, die Intifada gegen die israelischen Gräueltaten fortzusetzen. Die Kirche unterstützt daher den Widerstand mit dem Ziel einer Befreiung von Israel rückhaltlos. Wie sie wissen, sind sich die politischen Parteien einig über die Fortführung der Intifada, die verschiedene Formen des Kampfes beinhaltet. Einige Freiheitskämpfer haben den Märtyrertod oder Selbstmordattentate gewählt, während sich andere für andere Maßnahmen entschieden haben. [.] Erwarten sie von uns nicht, dass wir unbeteiligt zusehen. Wir befinden uns im Kampf, ob es Märtyrertum ist oder etwas anderes. [.] Moslems und Christen gehören zusammen und lassen sich für den Kampf zur Befreiung Palästinas nicht trennen. Wir sind Palästinenser und Araber."(1) Hanna ergänzte: "Es gibt eine große Anzahl von Christen unter den verschiedenen Gruppen des palästinensischen Widerstands und den verschiedenen palästinensischen politischen Splitterparteien."(2) Ähnliche Äußerungen Hannas erschienen in der jordanischen Tageszeitung Al-Rai und der Tageszeitung der Vereinten Arabischen Emirate, Al-Watan. Hanna sagte darin, dass junge Christen der Hamasbewegung beigetreten seien, um Sprengstoffanschläge gegen Israel durchzuführen und dass er solche Einsätze unterstütze, da sie die einzigen Waffen der Palästinenser seien, um sich der Besetzung zu widersetzen. Anlässlich von Berichten über seine Äußerungen dementierte Hanna diese schließlich und sagte: "Als ich vom Widerstand sprach, meinte ich den gewaltlosen Widerstand, der ein legitimes Recht ist. Ich habe niemals Märtyreroperationen erwähnt, sondern vom Widerstand gesprochen. Ich habe Briefe zur Richtigstellung an die Zeitung Al-Watan aus den Vereinten Arabischen Emiraten und an die jordanische Zeitung Al-Rai geschickt."(3) Die Reaktion der griechisch-orthodoxen Kirche Pater Jibrail Naddaf, ein Mitarbeiter von Patriarch Irineios I., war der erste, der die Äußerungen von Hanna verurteilte: ,Selbst wenn ich kein Priester im Patriarchat wäre, bin ich als Mensch mit diesen Äußerungen nicht einverstanden. Wir haben kein Dementi der Äußerungen, über die die Zeitungen berichtet haben, von Pater 'Attala Hanna gesehen. Wir rufen niemals zum Töten und Blutvergießen auf. Das ist völlig inakzeptabel. Diese Einsätze schaden dem Frieden im Nahen Osten. Dies ist eine gefährliche und unverantwortliche Äußerung. Der Patriarch stimmt diesen Äußerungen nicht zu. Es ist unsere Verpflichtung, gegen diese Äußerungen anzugehen. Selbst die [palästinensischen] Behörden stehen diesen Einsätzen ablehnend gegenüber. [.] Hanna repräsentiert mit diesen Äußerungen nicht das Patriarchat."(4) Das griechisch-orthodoxe Patriarchat gab am 4. Juli 2002 ein offizielles Kommunique heraus, das von der griechisch-orthodoxen Synode verfasst wurde. Es beinhaltet folgende Erklärungen: ,1) Monsignor Theodosius ['Atalla Hanna] war nie der offizielle Sprecher des griechisch-orthodoxen Patriarchats in Jerusalem, Israel, Palästina oder Jordanien. 2) Seine Aussagen repräsentieren nicht den Standpunkt der Kirche. 3) Das griechisch-orthodoxe Patriarchat war nie politisch aktiv und wird es auch weiterhin nicht sein. Es verurteilt Formen der Gewalt und des Terrors, unterstützt den Friedensprozess und ruft zu Liebe, Brüderlichkeit und Koexistenz auf. 4) Von diesem Zeitpunkt an werden die offiziellen Erklärungen des griechisch-orthodoxen Patriarchats ausschließlich vom offiziellen Sprecher, der zum Büro des Informationsausschusses gehört, herausgegeben.'(5) Einige Tage später wurde Hanna von Patriarch Irineios I. entlassen. In einer Erklärung beschuldigte der Patriarch Hanna den palästinensischen Terror zu befürworten, da dieser sich weigere, ein Dokument zu unterschreiben, in dem die Anschläge verurteilt werden. Der Patriarch ernannte Pater Ophichius zum Sprecher und verkündetet, dass jede Erklärung, die Hanna von nun an abgeben werde, eine persönliche sei und nicht der Kirche, welche mit den Opfern des Terrors und der Gewalt mitfühle.(6) Die Reaktion von Pater Hanna und einigen orthodoxen Arabern Pater Hanna lehnte seine Entlassung ab und sagte gegenüber der in London erscheinenden arabischsprachigen Tageszeitung Al-Zaman: ,Die Entscheidung, mich zu entlassen, ist ungesetzlich, illegitim und grundlos. [...] Ich akzeptiere diese Entscheidung nicht und werde meine täglichen Aufgaben als Sprecher der Gemeinde weiter ausführen, ohne diese Entscheidung zu berücksichtigen.' Hanna fügte hinzu, dass seine Entlassung Teil einer Vereinbarung mit Israels Premierminister Sharon sei, der zufolge der Patriarch Irineios I. von Israel im Austausch gegen Konzessionen der Kirche auf Land, das diese in Jerusalem besitzt, als griechisch-orthodoxer Patriarch anerkannt würde.(7) In der arabisch-orthodoxen Gemeinde stieß die Entlassung auf Ablehnung. Die Gemeinde veröffentlichte ein Kommunique, in dem erklärt wurde, dass Hanna unabhängig von der Entscheidung des Patriarchen der Kirchensprecher sei. In der Erklärung wurde das griechische Außenministerium gebeten, in dieser Angelegenheit zu intervenieren. Auch die arabischen Staaten mit diplomatischen Beziehungen zu Griechenland wurden aufgefordert, der griechischen Regierung zu erklären, warum die Entscheidung des Patriarchen gefährlich sei. Das Kommunique wandte sich auch an christlich-arabische und orthodox-arabische Gemeinden in Palästina und Jordanien und bat diese den griechischen Patriarchen zu boykottieren. Zudem wurde angekündigt, dass es zu unerwarteten Maßnahmen kommen werde, falls der Patriarch seine Entscheidung nicht binnen 24 Stunden aufhebe.(8) 'Uday Bajali, Vorsitzender des orthodox-arabischen Community Council in Nazareth, erklärte, Hannas Entlassung ziele darauf ab, ihn von der Verwaltung des Jerusalemer Patriarchats fern zu halten, um es in Zukunft einfacher zu machen, Kirchenstiftungen zu verkaufen. Er fügte hinzu, dass Patriarch Irineios I. eine Vereinbarung mit Jordaniens Regierung ausgenutzt habe, um mehreren griechischen Priestern zur Staatsbürgerschaft zu verhelfen und ihnen den Beitritt zum Jerusalemer Patriarchat zu ermöglichen und damit die Mitgliederanzahl der Griechen in der Kirche zu erhöhen. Bajali sagte, dass die Entscheidung des Patriarchen Irineios I. seine negative Haltung als Grieche gegenüber der arabischen Gemeinde zeige. Diese kämpfe seit 1523 für die arabische Identität der Kirche gekämpft, bis der osmanische Sultan eingriff und den letzten arabischen Patriarchen, dessen Name auch 'Atalla gewesen sei, absetzte. Dr. Rauf Abu Jaber, Leiter der griechisch-orthodoxen Organisation in Jordanien, erklärte, die Entscheidung, Hanna aufgrund seiner politischen Ansichten zu entlassen, sei unangemessen und eine Kapitulation des Patriarchen Irineios I. vor der israelischen Regierung. Abu Jaber warnte zudem vor der tief verwurzelten Abneigung von Patriarch Irineios I. gegenüber den arabischen Mitgliedern der orthodoxen Gemeinde und seiner Parteilichkeit für Israel."(9) (1) http://www.gulf-news.com/articles/news.asp?ArticleID-55045, 20. Juni 2002 (2) www.zccf.org.ae/LECTURES/A2_lectures/231.htm (3) Al-Sennara (Israel), 05. Juli 2002 (4) Al-Sennara (Israel), 05. Juli 2002 (5) Al-Quds (palästinensische Gebiete), 11. Juli 2002 (6) Al-Safir (Libanon), 21. Juli 2002 (7) Al-Zaman (London), 13. Juli 2002 (8) Al-Safir (Libanon), 12. Juli 2002 (9) Al-Sharq Al-Awsat (London), 12. Juli 2002 

© The Middle East Media Research Institute (MEMRI) - 

Link:

Middle East Media Research Institute (MEMRI)

08.08.02

Simon Wiesenthal Center ruft Kirchenführer auf Stellung zum palästinensischen Terror zu beziehen

Die amerikanischen NGO (nichtstaatliche Organisation) Simon Wiesenthal Center aus Los Angeles fordert in einer Presseveröffentlichung vom 4. August die Kirchenführer in der Welt auf, aktiv Stellung gegen den Terrorismus zu beziehen.

Nach den palästinensischen Terrorattacken vom 4. August bei denen 9 Unschuldige in einem Bus in Safed und 2 Menschen in Jerusalem ermordet wurden schreibt das Institut: 
"Die Zeit ist reif, daß Papst Johannes II, der Erzbischof von Canterbury und andere Leiter religiöser Gruppierungen ihr Schweigen brechen und Terrorgruppen, die absichtlich unschuldige Zivilisten ermorden zu Geächteten wegen ihrer Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erklären. Solch eine direkte Verurteilung würde ihnen die gewünschte Legitimierung für ihre Taten entziehen und zeigen, was sie wirklich sind: Mörder ohne Gewissen, die den Tod dem Leben vorziehen und um - für sich selbst den Himmel zu erreichen ihre Familien in einer lebendigen Hölle zurücklassen"  so Rabbi Marvin Hier, der Gründer des Simon Wiesenthal Center.

Das 1977 gegründete Simon Wiesenthal Center in Los Angeles ist mit rund 400.000 Mitgliedern eine der größten jüdischen Organisationen in den USA. Die NGO ist u.a. bei der UNO, der UNESCO und der OSZE akkreditiert. 

Link:

Simon Wiesenthal Center

08.08.02

US-Verteidigungsminister: Israel kann kein Land an terroristisches Gebilde abgeben 

Unvermittelt und mit überraschender Deutlichkeit erklärte der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, er bezweifle, dass Israel Land an ein terroristisches „Gebilde“ abgeben könne. Damit bezog er sich auf die Palästinensische Autonomieverwaltung (PA), die nach seinen Worten ohne Frage in terroristische Aktivitäten verwickelt sei. Rumsfeld machte diese Bemerkungen in einer „Frage- und Antwortstunde“ mit Militärvertretern und zivilen Angestellten am Dienstag, als sich eine PA-Delegation auf dem Weg zu Gesprächen nach Washington befand. Zuvor war eine Einigung mit den Israelis über deren Abzugsplan aus palästinensisch verwalteten Gebieten gescheitert. Etwas anderes wäre (hinsichtlich einer Landabgabe) nur vertretbar, wenn die PA nachweisbar Terroristen dingfest machen würde, so der Verteidigungsminister. Rumsfeld bestritt auch die arabische Behauptung, das Westjordanland (Judäa und Samaria) sei „besetztes Gebiet“, und er lehnte es ebenfalls ab, Israel zu einer Aufgabe von Siedlungen aufzurufen. „Meine Auffassung über die sogenannten besetzten Gebiete ist, dass es einen Krieg gegeben hat. Israel forderte seine Nachbarstaaten dazu auf, nicht in diesen Krieg einzutreten, nachdem er begonnen hatte. Dennoch nahmen sie alle daran teil und verloren große Gebiete an Israel, weil Israel sich in dem Konflikt behauptete“, sagte Rumsfeld. Der Verteidigungsminister bezog sich damit auf den Sechstagekrieg 1967, in dem Israel durch einen präventiven Verteidigungsschlag den mobilisierten ägyptischen und syrischen Truppen zuvorkam. Gleichzeitig forderte der jüdische Staat Jordaniens König Hussein auf, sich aus den Streitigkeiten herauszuhalten. Damit wollte Israel Kämpfe insbesondere im jordanisch besetzten Teil Jerusalems und in Judäa und Samaria verhindern. Diese Gebiete waren von Jordanien im Unabhängigkeitskrieg 1948 widerrechtlich annektiert worden. Jordanien trat jedoch dennoch in den Sechstagekrieg an der Seite seiner arabischen Bruderstaaten ein- und verlor den Ostteil Jerusalems und Judäa und Samaria wieder an Israel. „Seitdem hat Israel immer wieder angeboten, sich zurückzuziehen, jedoch konnte darüber nie eine Einigkeit mit der anderen Seite erzielt werden“, fuhr Rumsfeld fort. Während US-Präsident George W. Bush versprochen hat, bei der Gründung eines palästinensischen Staates innerhalb der nächsten drei Jahre zu helfen, sagte sein Verteidigungsminister, es werde „eine Art von (Staats- ) Gebilde geben“, mit dem Israel unter Berücksichtigung seiner Sicherheitsinteressen zurechtkommen könne. 

(c): Haaretz, Washington Post,  ICEJ

Link:

Jerusalem Post
Haaretz
Israelinsider

07.08.02

Ben Eliezer bietet "Gaza-zuerst"  

Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer sagte, dass sich die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) aus ruhigen Gebieten, in denen die PA Infrastruktur funktioniert wie in Gaza und Jericho, zurückzieht. Wenn die Palästinenser die Verantwortung über die Sicherheit übernähmen, wären auch Bethlehem und Hebron möglich. Der Plan soll ein „Pilotprojekt“ sein und auf andere palästinensisch kontrollierte Gebiete ausgeweitet werden, wenn es den Palästinensern gelingt, Terror und Gewalt in den geräumten Städten verhindert. Am Montagabend waren Ben-Eliezer und der Innenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Abdel Razeq Yehiyeh, zusammengetroffen. Yehiye forderte, dass Israel mit dem Rückzug in Ramallah beginnen müsste – dem PA Nervenzentrum und dem Standort von Arafats Hauptquartier. Ben-Eliezer verwarf diese Forderung und erklärte dem PA Minister, dass Israel mit dem Rückzug aus Gaza beginnen würde, da der PA Sicherheitsapparat dort noch weitgehend intakt sei und das Handeln der PA abgewartet werden kann. Das Treffen endete ohne eine Vereinbarung, man wolle die Gespräche jedoch bald weiterführen. „Wir möchten humanitäre und wirtschaftliche Gesten geben und zu einem Waffenstillstand gelangen,“ sagte Außenminister Shimon Peres auf die Frage nach Gesprächen mit den Palästinensern nachdem er von einem Treffen mit Ägyptens Präsident Hosni Mubarak in Kairo zurückkehrte. 

Die militante Hamas Organisation lehnte den Plan von Ben-Eliezer am Dienstag ab. Ismail Abu Shenab, ein hochrangiger Vertreter der Hamas im Gazastreifen, sagte gegenüber der arabischen Presse, dass der Vorschlag nur die internationale Kritik an Israel abschwächen solle. Außerdem kritisierte er, dass sich ein palästinensischer Minister mit dem israelischen Verteidigungsminister träfe als Widerspruch zur palästinensischen Haltung und ihren Handlungen. Für den heutigen Mittwoch hat Premierminister Ariel Sharon eine Treffen von hochrangigen Regierungs- und Armeevertretern angesetzt, um über mögliche israelische Pläne im Falle eines „Mega“-Terroranschlags mit vielen Opfern zu sprechen. Das Treffen gehört zu einer Serie von Beratungen, die Sharon unternimmt, um eine nationale Sicherheitspolitik zu formulieren. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Link:

Angebot Ben-Eliezer ansehen ARD Tagesschau
Interview mit Dr. Shlomo Shpiro Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte an der Bar Illan Universität Tel Aviv hören
Gesucht wird politische Kühnheit

07.08.02

Israel kauft Wasser von der Türkei

Am Dienstag ist Premierminister Ariel Sharon in seinem Jerusalemer Büro mit dem türkischen Energieminister, Zeki Cakan, zusammengekommen. Die beiden Seiten stimmten zu, dass Israel in den kommenden 20 Jahren pro Jahr 50 Millionen Kubikmeter Wasser von der Türkei kauft. Eine gemeinsame Kommission unter Anleitung von dem Generaldirektor vom Büro des Premierministers, Avigdor Yitzhaki, und dem Generaldirektor des Ministeriums Cakans, wurde einberufen, um die Modalitäten zu besprechen und zu beschließen. Das erste Treffen der Kommission wird in Ankara stattfinden- Beide Seiten stimmten außerdem überein, dass es wichtig sei, die gemeinsamen - schon existierenden oder geplanten - Projekte im Südosten der Türkei weiter zu fördern. 

07.08.02

Junge marokkanische Juden vier Tage bei IDF  

Eine Gruppe von 54 jüdischen Jugendlichen zwischen 17-18 aus Marokko ist in der vergangenen Woche angereist, um in unterschiedlichen Bereichen der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF) als Freiwillige zu arbeiten. Die Organisation der marokkanischen Einwanderer in Israel und die IDF haben die Reise organisiert, die Reise vom Königreich Marokko genehmigt wurde. Die Jugendlichen wurden vom Kommandeur eines Nahal-Stützpunktes begrüßt, der mit ihnen über die IDF und den israelisch-palästinensischen Konflikt sprach. Vier Tage lang haben die Jugendlichen Sandsäcke gefüllt, die zum Schutz der Soldaten im Gazastreifen dienen, machten Küchen- und Wäschereidienst und luden Gewehrmagazine nach. Einer der Jugendlichen sagte, dass er im kommenden Jahr wiederkommen möchte, um in der Armee zu dienen. Das Feedback war durchweg sehr positiv. „Wir lieben Israel sehr. Wegen der Situation mit den Palästinensern haben wir uns für diese große Delegationsreise entschieden,“ so der junge Mann. Ein Militärsprecher nannte den Besuch eine sehr wichtige Geste, auch aufgrund der Tatsache, dass Marokko ein islamisches Land mit vielen Verbindungen zur arabischen Welt ist. Die Zustimmung der marokkanischen Führung zu der Freiwilligenarbeit in Israel einer großen Gruppe jüdischer Jugendlicher zeige eine „große Offenheit“.

06.08.02

Mehr Israel-Volontäre aus der Diaspora  

2.800 Anfragen von Juden aus der Diaspora nach Freiwilligenarbeit in Israel sind bei der Jewish Agency eingegangen. 500 der Interessierten haben schon an Programmen von Magen David Adom, dem Zivilschutz, und anderen Wohltätigkeitsorganisationen teilgenommen. 22 jüdische Ärzte aus den USA und Südafrika sind zu einer einwöchigen Tour der Intensivstationen nach Israel gereist. Sie meldeten sich als Bereitschaftsärzte für den Notfall.

Wie bereits gemeldet reisten am vergangenen Sonntag französische Studenten nach Jerusalem, um an einem vierwöchigen Studienprogramm an der Rothberg International School teilzunehmen. „Ich bin froh, dass die französischen Studenten zu uns kommen. Ihre Ankunft in Israel demonstriert ihre Zustimmung zu unserer Entscheidung, den Terror nicht siegen zu lassen, indem wir den Lehrbetrieb an der Hebräischen Universität Jerusalem nicht unterbrechen, sagte der Direktor Menachem Magidor. Am Montag wanderten 500 Personen nach Israel ein, darunter 380 Einwanderer aus der Ukraine und 120 aus Frankreich. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israel/ Berlin, Jerusalem Post

06.08.02

"Das ist doch unser Land"

Die Berliner Zeitung beschreibt anhand eines (Selbst)mordanschlags auf einen Spielsalon in Rischon-Le-Zion vor einigen Wochen wie der palästinensische Terror das Leben der israelischen Bevölkerung verändert.

Link:

Das ist doch unser Land

06.08.02

"Dem Verbot von 'Al-Aqsa' müssen weitere folgen"

In einem Interview mit SPIEGEL ONLINE nimmt der israelische Botschafter in Deutschland, Schimon Stein zu dem Verbot des Spendensammelvereins Al-Aqsa e.V. durch den  deutschen Innenminister Otto Schily Stellung:

Link:

"Dem Verbot von 'Al-Aqsa' müssen weitere folgen"

06.08.02

Israelische Sportler im Olympiadorf in München 

Vom 6.-11.8. finden in München die Leichtathletik Europameisterschaften statt. Heute sind – unter massiven Sicherheitsvorkehrungen – die 2.121 Sportler in das Olympische Dorf eingezogen. Unter ihnen sind auch 17 Sportler aus Israel. 1.000 bestens ausgerüstete bayrische Polizisten, ein Sicherheitszaun um das Olympische Dorf sowie eigene Sicherheitskräfte für die israelischen Sportler sollen für einen reibungslosen Verlauf der EM sorgen.

Erinnerungen werden wach an die Olympischen Spiele 1972; freundliche Spiele sollten aus der Weltstadt mit Herz München gezeigt werden – bis sie von einem brutalen Überfall palästinensischer Terroristen jäh unterbrochen wurden. Acht Mitglieder der palästinensischen Terrorgruppe „Schwarzer September" überwanden im Morgengrauen einen unzureichenden Sicherheitszaun; das Sicherheitspersonal wähnte sie als Sportler die von einer durchzechten Nacht heimkehrten und so konnten die Mörder ungehindert zu den Wohnungen im Olympischen Dorf vordringen. Die Terroristen drangen in die Wohnungen der israelischen Sportler ein, töten zwei von ihnen und nahmen die restlichen israelischen Sportler als Geiseln. Die palästinensischen Geiselnehmer forderten die sofortige Freilassung von 200 arabischen Straftätern und ein Flugzeug. Der Versuch die Geiseln auf einem kleinen Militärflugplatz in Fürstenfeldbruck endete in einem Blutbad.: Neun Israelis und ein Polizist kamen dabei ums Leben – ebenso wie fünf Terroristen.

„The games must go on" – war die Antwort der Welt nach 34 Stunden der Trauer und des Entsetzens über die grausame Bluttat.. Die Show musste weitergehen.....

Link:

Olympiade 1972
Leichtathletik EM in München
Israelische Sportler im Olympiadorf
TV-Tip am 5.8.02 - Goldas Rache
Gedenkfeier in München

06.08.02

Die Moral der Diktaturen und die Mär vom Massaker

Diktaturen, USA, Irak-Krieg, Massaker-Mär in Jenin, deutsche Außenpolitik.... "Die Zeit" kommt mit einer interessanten Kolumne.

Link:

Die Moral der Diktaturen und die Mär vom Massaker

Ergänzender Link:

Die Lüge von Jenin

06.08.02

Vollversammlung der UNO verabschiedet Resolution 

Gestern Abend diskutierte die UN-Vollversammlung über den Jenin-Bericht. "Die Zeit" nennt die Vorgänge in Jenin vom April treffend die "Massaker-Mär". Im Anschluß an die Diskussion verabschiedete die Weltgemeinschaft eine Resolution die Israel zum sofortigen Rückzug auf die Grenzen vor dem Ausbruch der Terrorintifada im September 2000 aufforderte. Daneben wurde der Terror gegen Zivilisten verurteilt.

114 Stimmen Länder stimmten für die Resolution die sich im Wesentlichen wieder als eine "Anti-Israel-Resolution" einreiht, wie üblich auch mit allen Stimmen der EU - Deutschland inklusive. Die vier Gegenstimmen kamen von den USA, Mikronesien und den Marshall-Inseln.

Link:

UN

Presseerklärung der UN

Deutschland an der Seite Israels

Die Mär vom Massaker

Informationen über das israelfreundliche Land Mikronesien

Informationen über das israelfreundliche Land Marshall Inseln

Israels Freunde vom Atoll

06.08.02

TV-Tipp

"Todesspiel"

Teil II Entführt die Landshut

Der zweite Teil ("Entführt die Landshut") erzählt vom Inferno in der entführten Maschine, mit den Terroristen (überwiegend aus dem Libanon) die die Lufthansa-Maschine mit dem Flug LH 181 nach Palma de Mallorca am 13.Oktober 1977 entführt hatten. Die Entführer solidarisierten sich mit den Entführern von Hans-Martin Schleyer, der am 5. September 1977 gekidnappt wurde und forderten zudem noch die Freilassung von zwei in der Türkei festgehaltenen Palästinenser sowie 15 Mio US-$.

Die Maschine wurde am morgen des 17.Oktobers in Mogadischu gestürmt.

ARD Mittwoch, 07.08.02 20.15 H

Link:

"Todesspiel"

Schleyer und Landshut

06.08.02

Israelische Armee zerstört Waffenfabrik in Gaza

Israelische Kampfhubschrauber haben am Montag Abend 3 Raketen auf eine Fabrik in Gaza, Ortsteil Seituni geschossen. Der Ortsteil ist eine traditionelle Hochburg der Hamas. Die israelische Armee teilte mit, daß es sich bei der Fabrik um eine Waffenfabrik gehandelt hat.

Video Tagesschau

05.08.02

Für Terroranschlag präpariertes Auto vorzeitig explodiert

Im Norden Israels in der Region Umm al-Fahm ist heute um ca. 18.00 H Ortszeit eine Autobombe explodiert. Offensichtlich ist der Beifahrer des gestohlenen Autos dabei ums Leben gekommen. Der Fahrer ist verletzt. Die Wadi Ara Road zwischen Afula und Hadera wurde umgehend von der israelischen Polizei gesperrt. Die israelische Polizei geht von einem "Arbeitsunfall" aus, sprich die Bombe des Palästinenser explodierte offenbar zu früh und konnte - Gott sei Dank - keinen Schaden mehr anrichten.

Inzwischen wurde für die Sharon Ebene Terroralarm ausgelöst, nachdem es Informationen über einen bevorstehenden palästinensischen Terroranschlag gegeben hat.

05.08.02

Israel stellt drei Guinness-Weltrekorde auf

Ein Team der Bäckerei Engel in Jerusalem hat am vergangenen Donnerstag eine Parade der besonderen Art durch die Straßen der Stadt durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Rekord-Objekte: Die 20 Meter lange Challah (Hefezopf für den Shabbat) wurde zur Eröffnung der Lebensmittel-Messe auf der Ben-Jehuda-Straße getragen. Außerdem wurde auf der Messe die mit 130 cm größte Kubeh (Fleischspezialität) der Welt sowie die mit 250 kg größte Kugel (süße Nudelspezialität) der Welt ausgestellt. Dutzende Polizisten und Wachleute waren an den Eingängen der Fußgängerzone abgestellt, um Tausenden Jerusalemern und Besuchern das vorgeführte Programm zu ermöglichen. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israel/ Berlin

05.08.02

Hitzewelle in Israel

Das meteorologische Institut in Tel Aviv hat bekannt gegeben, dass der Juli 2002 heißer als sonst in Israel üblich war. Seit Juli 1995 seien die Temperaturen stetig angestiegen. In Nordisrael wurden Temperaturen gemessen, die 1-2 Grad über den Normalwerten für Tag und Nacht waren. An der Küste waren die nächtlichen Temperaturen 2-3 Grad wärmer als früher. In der zweiten Julihälfte gab es eine ungewöhnlich drückende Hitzewelle. Die höchsten Temperaturen wurden im Jordantal und in der Arava gemessen: 47-48 Grad im Schatten, ein Rekordhoch seit Juni 1961. Unterdessen stieg der Verkauf von Klimaanlagen in diesem Sommer um 30%. Im Juli wurden allein 50.000 neue Anlagen verkauft. 

05.08.02

Ihr Engagement für Israel

Sind Sie von der manchmal einseitigen Berichterstattung der Medien über Israel frustriert? Sind Sie die Heuchele von einigen Reportern leid, die Israel angreifen, während zur selben Zeit, Mitgefühl für Terroristen gezeigt wird?

Es gibt etwas, das Sie tun können!

Schreiben Sie Ihrer Zeitung! Schreiben Sie an Ihre Regierung und Ihre Politiker! Richten Sie ihre Briefe an die Bundestagsabgeordneten in Ihrem Wahlkreis - gerade vor dem Hintergrund der Wahl des 22. Septembers.

Die Website "Take-a-pen" liefert Ihnen auf effektive Weise Anleitungen, Hintergrundinformationen und Adressen zur Umsetzung Ihres Engagements für Israel.

Link:

Nahostfocus: Die Online-Intifada bekämpfen

The Jewish federation of Southern Illinois/ USA

Take a pen

Deutschland an der Seite Israels

05.08.02

Innenminister Otto Schily greift durch

"Bundesinnenminister Otto Schily hat den in Aachen ansässigen Spendensammelverein Al-Aqsa e.V. verboten. Das Verbot wurde heute vollzogen. Im Rahmen des Vollzugs wurden das Vereinslokal und Wohnungen von Vorstandsmitgliedern des Vereins durchsucht und das Vereinsvermögen beschlagnahmt.... Unter dem Deckmantel angeblicher humanitärer Vereinsziele unterstützt der Al-Aqsa e.V. mit den von ihm gesammelten Spenden Gewalt und Terror im Nahen Osten. Er hat sogenannten "Märtyrerfamilien" in Palästina, insbesondere Angehörigen von Selbstmordattentätern, finanzielle Unterstützung zugesagt.... 'Wir sind alle entsetzt über die Serie von Anschlägen und Selbstmordattentaten, die unermessliches Leid über die Opfer, ihre Angehörigen und die gesamte israelische Bevölkerung bringen. Vereinen, die solche verabscheuungswürdigen Attentate unterstützen, muss das Handwerk gelegt werden. Wir dulden weder terroristische Aktivitäten in Deutschland noch Vereinigungen, die solche Aktivitäten im Ausland unterstützen'."

(c)/ Quelle: Bundesinnenministerium/ Berlin

Link:

Video Presseerklärung Otto Schily n-tv

Video zum Vereinsverbot Tagesschau

Erklärung des Deutschen Innenministers Otto Schily

Ungekürzter Pressetext

Schily verbietet Hamas-Spendensammlerverein

Al-Aksa kann nur der Anfang sein

05.08.02

TV-Tipp

Goldas Rache - Wie Israel die Attentäter der Olympischen Spiele in München bestrafte

Golda Meir schwor es am Tag danach: Dieses Attentat bleibt nicht ungestraft. Palästinensische Terroristen hatten 1972 die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen als Geiseln genommen. Elf von ihnen kamen bei einem Befreiungsversuch durch eine deutsche Spezialeinheit ums Leben. 

(die frühere israelische Ministerpräsidentin Golda Meir)

Der israelische Sicherheitsrat unter Leitung von Ministerpräsidentin Golda Meir beauftragte den Geheimdienst Mossad und Sonderkommandos, die Terroristen aufzuspüren und zu töten. Dem Gremium gehörten auch die späteren Regierungschefs Schamir und Peres an. Auch der vorletzte Ministerpräsident Barak, der noch vor kurzem Friedensverhandlungen mit Arafat geführt hat, beteiligte sich in seiner aktiven Militärzeit an einem Vergeltungsschlag in Beirut, getarnt in Frauenkleidern. 13 Palästinenser, die als verantwortlich galten, wurden ohne Gerichtsverfahren getötet.

WDR, 05.08.02 22.30 H (Wiederholung am 07.08.02 15.15 H)

Link:

Olympiade in München

05.08.02

Heute bei der UNO: Diskussion über den UNO-Bericht zu Jenin

Nach dem in der vergangenen Woche veröffentlichten UN-Report zu den Vorgängen in Jenin im April diesen Jahres findet heute in der Vollversammlung der UN eine Diskussion über den Report bzw. die damaligen Vorgänge statt. Damals hatte die palästinensische Seite in einer unglaublichen Medienkampagne gegen Israel jedes Tabu ehrlicher Berichterstattung und Information gesprochen. Der palästinensische Unterhändler sprach von 500 getöteten Palästinensern; andere Quellen schraubten die Zahl kurzerhand auf über 2.000 Opfer. Tatsächlich waren es 52 Opfer - etwa die Hälfte waren bewaffnete Kämpfer, die sich oft hinter den Zivilisten versteckten und somit als "menschliche Schutzschilder" benutzten. Häuser von Zivilisten wurden mit Sprengfallen versehen - ein klarer Verstoß gegen die 4. Genfer Konvention.

Einen traurigen Höhepunkt in der unfairen Rolle der UNO im israelisch-palästinensischen Konflikt lieferte damals der UN-Gesandte Terje Larsen, der sich - wider besseren Wissens - vorbehaltlos der palästinensischen Propaganda nach einem "Massaker" anschloss.

Israel zahlte für den Häuserkampf einen hohen Preis und verlor 23 Soldaten.

Einer der Höhepunkte der Propaganda war ein inszeniertes Begräbnis, bei dem im Gedränge der aufgebrachten Menschenmenge der "Tote" von der Trage gefallen war, um dann aufzustehen und sich selbst wieder auf die Liege zu legen - was bei den Trauernden zu blankem Entsetzen und zu einer schnellen Beendigung der "Beerdigung" führte.

Heute nun werden die Vorgänge in Jenin diskutiert. Es bleibt die Frage, warum Israels vorgehen gegen die "Hauptstadt der Selbstmordattentäter" diskutiert wird, und weshalb man nicht über das "Pessach-Massaker" in Netanja, die zigfachen Terroranschläge gegen israelische Busse oder über den feigen Bombenmord an der Hebräischen Universität in Jerusalem diskutiert. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen nannte die palästinensischen Terroranschläge vom Sonntag "unmoralisch, illegal und politisch kontraproduktiv." 
Solange die Weltgemeinschaft die Anschläge nicht als das bezeichnet was sie wirklich  sind - nämlich nichts anderes als kaltblütiger MORD - und exakte und eindeutige Konsequenzen zieht wird der Terror gegen Israel kein Ende finden.

Link:

UN-Report

Israel ist über den UN-Bericht zu Jenin erleichtert

Die Lüge von Jenin

Linkliste zu Jenin

Die Opfer derTerrorintifada

05.08.02

"Terror-Petition"

"When it's Terror, call it 'Terror' " - so formuliert sich einen Medienaufruf, den "honestreporting" formuliert hat. Gefordert werden in dem Medienaufruf im Zusammenhang mit der journalistischen Berichterstattung in den Medien unter Anderem:

* Journalistische Seriösität und Ehrlichkeit
* Die klare Bezeichnung der palästinensischen (Selbst)mordbomber als  
   "Terroristen"
* Die Beendigung der Verharmlosung der grausamen Morde

Knapp 60.000 Unterschriften wurden für den Aufruf bisher gesammelt. Nachdem 100.000 Unterschriften erreicht sind wird die Petition an nahezu alle wichtigen Zeitungen und Nachrichtenagenturen weitergereicht (z.B. ABC News, CNN, BBC, Reuters etc.).

Link:

TerrorPetition

Honestreporting

05.08.02

Bilanz des palästinensischen Terrors

606 unschuldige Menschen, überwiegend Israels wurden seit Beginn der Terrorintifada im September 2000 ermordet; Über 4.400 Menschen wurden verletzt. Autobomben, Bombengürtel die sich Mörder umgeschnallt hatten oder Schüsse aus dem Hinterhalt haben unglaubliches Leid unter Israels Bevölkerung verursacht. Frauen, verloren ihre Männer, Männer ihre Frauen, Kinder verloren ihre Eltern und wurden zu Waisenkindern.

Diese traurigen Zahlen gab der israelischen Rundfunk "Kol Israel" gestern bekannt.

Alleine seit März diesen Jahres seit dem "Pessach-Massaker" in Netanja sind durch den palästinensischen Terror weit über 100 Menschen gestorben und über 1.000 verletzt worden.

Link:

Über 100 Tote seit März 2002 durch Terror

Opfer der Terrorintifada

Traurige Statistik

05.08.02

Weiterer palästinensischer Terror gegen israelische Familien - auch eine schwangere Frau unter den Opfern

Vergangene Nacht wurde auf Israelis ein weiterer Terroranschlag verübt. Auf der Strecke zwischen Ramallah und Sichem (Nablus) wurde das Auto der jungen Familie Volansky aus dem Hinterhalt beschossen. Das Auto wurde mit 10 Einschüssen durchlöchert.

(die Familie Volansky vor dem Attentat - eine glückliche Familie)

Avital (29), die hochschwangere Lehrerin und ihr Mann Avi (29) überlebten die Terrorattacke nicht. Die zwei kleinen Kinder des Ehepaars Yigael (2 Jahre) und  Nadav (9 Monate) wurden mittel bzw. leicht verwundet.

Verantwortlich für den Terroranschlag ist die "Märtyrer der palästinensischen Volksarmee" eine weniger bekannte Gruppe aus Arafat's Fatach, die sich zu dem Anschlag bekannt hat.

04.08.02

Tageslosung

"Ich will auch fernerhin mit diesem Volk wunderbar verfahren, wunderbar und wundersam, und die Weisheit seiner Weisen wird zunichte werden."
Jesaja 29,14

"Jesus Christus spricht zu der samaritischen Frau: "Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden."
Johannes 4,22

(c)/ Quelle: Ev. Brueder-Unität, Herrenhut und Bad Boll, Verlagsgem. Haenssler/ F. Reinhardt-Verlag

04.08.02

Trotz Terror gegen Israel - die Alija geht weiter

Nach Mitteilungen der Jewish Agency sind in der vergangenen Woche 656 Olims nach Israel heimgekehrt. 342 von Ihnen kamen aus Osteuropa bzw. den GUS Staaten, 135 aus Frankreich, 61 aus Argentinien, die restlichen Heimkehrer aus Belgien, Schweiz, Deutschland, Indien, Brasilien, Kolumbien, USA, Kanada, Süd Afrika und Äthiopien.

Link:

Jewish Agency

Alija

04.08.02

30 neue Studenten in Jerusalem's Universität angekommen

Trotz des grausamen Terroranschlags in der Cafeteria der Hebräischen Universität am Scopusberg in Israels Hauptstadt sind heute 30 Studenten aus Frankreich für ein Studienprogramm an der angrenzenden Rothberg International School angekommen. 2 Studenten, die nach der Terrorattacke ihre Reisepläne nach Jerusalem revidierten wurden sofort durch 2 andere Studenten ersetzt, die deren Platz einnahmen. Man wolle dem Terrorismus keinen Triumph dadurch ermöglichen, indem man die Aktivitäten der Hebräischen Universität in Jerusalem zurückfahre wie Professor Menachem Magidor von der Universität mitteilte.

04.08.02

3 Verletzte bei palästinensischem Überfall

In der vierten Attacke gegen Israelis an diesem Sonntag wurden 3 Personen verwundet, eine davon schwer als neben ihrem Auto eine Bombe gezündet wurde. Anschließend wurde das Auto von den Attentätern mit Schnellfeuergewehren beschossen. Die Al-Aksa-Brigaden aus Arafat's Fatach-Bewegung bekannten sich zu dem Anschlag.

04.08.02

4 Verletzte bei palästinensischem Überfall

Ein Bus mit Israelis, der zwischen den jüdischen Gemeinden Avnei Hefetz und Einav in Samaria unterwegs war, wurde von palästinensischen Terroristen angegriffen. Dabei wurden 4 Personen verletzt, eine davon schwer. Die Täter, die wahrscheinlich aus Tulkarem kamen und von einem Auto aus beschossen wurde ("drive-by shooting") sind flüchtig..

04.08.02

Palästinenser tötet in Jerusalem zwei Menschen

Nur wenige Stunden nach dem grausamen Anschlag auf den Bus in der Nähe von Safed hat ein Palästinenser in Jerusalem ein Blutbad angerichtet. In der Nähe des Damaskustors in der Altstadt Jerusalems schoss der Mann auf ein Auto der israelischen Telefonfirma Bezeq und tötete einen Mann. Der 19-jährige Palästinenser tötete einen weiteren Mann und verletzte 14 Passanten. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen Palästinenser (Nizal Awasat, 51 aus Jabel Mukaber) der bei dem Schusswechsel mit der Polizei und dem Terroristen getroffen wurde und einen Israeli (Yekutiel Amitay, 32 aus Jerusalem).

Die israelische Polizei sprach von einem Terroranschlag. Zwischenzeitlich haben sich die Al -Aksa-Brigaden aus Arafat's Fatach Bewegung zu dem Anschlag bekannt.

04.08.02

Terroranschlag auf Bus in Israel

Palästinensische Terroristen haben am Sonntag morgen um 8.45 H ein Blutbad angerichtet. In der Nähe der nordisraelischen Stadt Safed sprengte sich offensichtlich ein palästinensischer (Selbst)mörder in die Luft. Bei der Explosion des Egged bus no 361 an der Meron Kreuzung starben bisher 9 unschuldige Israelis, über 50 Menschen wurden verletzt, neun davon schwer.

Nach Berichten von Augenzeugen wurde durch die Wucht der Explosion eine Seite des Busses aufgerissen und das Dach zum Teil weggesprengt. In dem Bus waren viele junge Soldaten, die zurück zu ihrem Einsatzort fuhren. 2 arabische Israelis aus einem nahegelegenen Restaurant waren die Ersten, die Hilfe leisteten und blutüberströmte junge Menschen versorgten. Der Einsatzleiter des Magen David sagte, daß er "noch nie solch schreckliche Szenen gesehen habe."

"Der Terror gegen unser Land geht weiter und wir werden mit jeder Möglichkeit gegen den Terror vorgehen" sagte Premierminister Ariel Scharon in einer ersten Stellungnahme. Der amerikanische Präsident Georg W. Bush forderte die internationale Gemeinschaft auf, gemeinsam gegen den anti-israelischen Terrorismus einzutreten.

Nach einem Bericht des Fernsehsenders Al Jazzera bekannte sich die Hamas zu dem Terroranschlag und kündigte gleichzeitig weitere Anschläge an.

Die Opfer sind junge Menschen:
Mordechai Friedman (24) aus Ramat Beit Shemesh
Sari Goldstein (20) aus Carmiel
Maysoun Amin Hassan (23) aus Sajur
Marlene Menachem (20) aus Moshav Safsufa
Sgt.-Maj. Roni Ghanem (28) aus Maghar
Sgt. Yifat Gavrieli (19) aus Mitzpe Adi
Sgt. Omri Goldin (20) aus Mitzpe Aviv
Adlina Kononen (37) aus den Philippinen
Rebecca Roga (40) aus den Philippinen

Link: 

Video zum Terroranschlag in Safed n-tv

Video zum Terroranschlag in Safed Tagesschau

Video zum Terroranschlag in Safed Tagesschau II

Verurteilung des Anschlags durch den Deutschen Aussenminister

Die "schwarze Liste" seit März 2002 - über 100 Tote und mehr als 1.000 Verletzte durch den palästinensischen Terror

Quelle (Bild): IDF

04.08.02

Palästinensischer Terrorist erschossen

Ein Terrorist plante heute morgen vom Meer aus einen Überfall auf die jüdische Gemeinde Dugit im Gush Katif-Block im Gaza Streifen. Der Mann war mit einer Kalaschnikov und Handgranaten schwer bewaffnet. Die israelische Armee konnte den Mann vor seinem Überfall abfangen.

03.08.02

Interview-Tip

Avi Primor, ehemaliger Botschafter des Staates Israel in Deutschland im Berliner infoRADIO zur wirtschaftlichen Situation in Israel nach über 22 Monaten Terror gegen Israel und fragt: Bahnt sich eine wirtschaftliche und soziale Krise in Israel an?

Link:

Interview Avi Primor hören

03.08.02

Bill Clinton: "Ich würde für Israel mein Leben geben"

Starke Unterstützung bekundete der frühere US-Präsident Bill Clinton in dieser Woche während einer Vortragsreihe in Toronto.

"Die Israelis wissen, daß ich im Falle eines irakischen oder iranischen Angriffs und dem Überschreiten des Jordans der Armeen dieser Länder ein Gewehr nehmen würde und kämpfen würde und bereit wäre zu sterben" sagte Clinton während einer Wohltätigkeitsveranstaltung. 

Clinton - der im Jahr 2000 vor Allem in Camp David versuchte als ehrlicher Vermittler ein Angebot zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und dem palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat - nannte die Ablehnung der israelischen Friedensangebote durch Jassir Arafat einen "desaströsen Fehler".  

Link: 

Camp David 2000

(c)/ Quelle Bild: White House, Washington

03.08.02

Sunday Times: Irak plant palästinensische Terroristen mit biologischen Waffen auszurüsten

Nach einem Bericht der britischen Sunday Times vom Samstag plant der irakische Diktator Saddam Hussein palästinensische Terrorgruppen mit biologischen Waffen zum Einsatz gegen Israel zu versorgen. Die Kampfstoffe sollen angabegemäß in Spraydosen verbreitet werden und leicht in palästinensische Gebiete geschmuggelt werden können. Ziel sei eine Unterstützung palästinensischer Terrorgruppen im Stil des Iran für die Hisbollah im Libanon.

Link:

Sunday Times

Linkliste "Kampf gegen Saddam Hussein"

Quelle: Sunday Times, Haaretz

02.08.02

SPD "entdeckt" den Nahen Osten als Wahlkampfthema

Vor dem Hintergrund der weiter sinkenden Chancen für die rot-grüne Regierung in Berlin scheint die SPD nun auf das Thema "Außenpolitik" wieder entdeckt zu werden. Da lobt der SPD-Generalsekretär Franz Müntefering das Regierungsduo "Schröder/ Fischer" das Vertrauen im Inland aber auch International genieße. Dem stünde ein "außenpolitisches Risiko" mit Stoiber/ Möllemann gegenüber. Richtigerweise war der Kanzlerkandidat der Union Edmund Stoiber der erste deutsche Politiker, der - gerade zur Person des Palästinenserführers Jassir Arafat - bei seinem Besuch in den USA beim amerikanischen Präsidenten Klartext gesprochen hat.  Auch seine Rede im Deutschen Bundestag Ende April diesen Jahres zum Thema zeugte von enormer aussenpolitischer Kompetenz und Sachkenntnis.

Die SPD sieht das Thema "Aussenpolitik/ Naher Osten" offensichtlich als letztes Feld, auf dem sie noch punkten kann. Da sollen nun offensichtlich Ängste im Zusammenhang mit einem möglichen bewaffneten Konflikt der USA mit Saddam Hussein geschürt werden. Den Amerikanern unterstellt man indirekt ein Abenteurertum. Der Nahe Osten ausgeschlachtet als Wahlkampfthema - der Fallschirmspringer aus NRW hatte es bereits einmal versucht - und sich richtigerweise die Finger verbrannt. Die SPD sollte daraus lernen...

Der außen- und sicherheitspolitische Experte der Union, Wolfgang Schäuble bekundete unterdessen in der Bild am Sonntag, daß sich Deutschland bei einer Militäraktion gegen den Irak unter einer Unionsregierung in Deutschland beteiligen werde, wenn es eine klare Beschlußlage durch die UNO kommen würde. 

Dagegen gibt es vom CDU Abgeordneten Karl Lamers wieder diverse aussenpolitische (Ver)-sprecher zu hören der die Gefahr von Massenvernichtungswaffen unter der Kontrolle des irakischen Diktators herunterspielt ("das ist ganz unwahrscheinlich") so Lamers im Berliner infoRadio und verwendet seine letzten Wochen vor seinem Ausscheiden aus dem Bundestag wie bereits vor einigen Wochen damit die arabische "Heldenfigur" Saddam Hussein damit zu begründen, daß dieser den "USA und Israel widerstehe". Lamers ist offensichtlich nicht bekannt, daß der Hass des irakischen Diktators gegen die USA und Israel auch im Rahmen einer Friedenslösung zwischen den Palästinenser und Israel erhalten bliebe. 
Die Zeit in der aussenpolitschen (Ver)-sprecher a lá Lamers und Blüm gehört wurden läuft am 22. September diesen Jahres ab..... Dann werden hoffentlich Abgeordnete wie der CDU-Mann Friedbert Pflueger mehr die Nahost-Politik in der CDU prägen.

Link:

spd.de

Rede des Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber im Bundestag zum Nahostkonflikt

Wann beginnt die deutsche Debatte über einen Krieg gegen den Irak?

Video zum Thema "Irak"

Website des CDU-Abgeordneten Friedbert Pflueger

Interview mit Wolfgang Schäuble

Empörung in Saudi-Arabien über Terrorvorwürfe aus USA

Europas Außenpolitik ist verlogen - nicht die der Amerikaner

02.08.02

Ehefrau eines Hamas Führers verbietet ihrem Sohn Selbstmordanschlag 

 Die Gattin des hohen Hamas-Aktivisten, Abdel Aziz Rantissi, weigerte sich, ihrem Sohn die Durchführung eines Selbstmordanschlags gegen Israel zu erlauben und damit ein Shahid (Märtyrer) zu werden. Dies geht nach Angaben der Jerusalem Post aus der Mitschrift eines Telefonat hervor, das der israelische Inlandsgeheimdienst veröffentlicht hat. Die Aufnahme wurde auf dem neuen israelischen Satellitensender ausgestrahlt, das in Arabisch und Englisch sendet. Das Band mit dem Anruf wurde in den Büros vom Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Yasser Arafat, beschlagnahmt. Das Telefonat wurde vor einigen Monaten geführt. Rantissis Ehefrau, Umm Muhammad, wird darauf von einem Aktivisten des militärischen Arms der Hamas angesprochen, um nach ihrem Sohn zu fragen, der am Tag zuvor nicht in der Moschee erschienen war. Der Niederschrift zufolge, antwortete sie, dass es ihm ihren Sohn gut gehe und er wegen einer Prüfungsvorbereitung nicht zur Moschee konnte. Der Aktivist sagte, dass ihr Sohn mit einer Gruppe hätte zusammentreffen sollen und für eine Mission ausgewählt worden sei. Darauf antwortete Umm Muhammad, dass sie zwar die Aktionen der Aktivisten unterstütze, ihr Sohn jedoch „nicht an solchen Dingen beteiligt sei und mit Lernen beschäftigt sei.“ Kommunikationsminister Reuven Rivlin sagte, dass er über die Entscheidung des Fernsehsenders zur Ausstrahlung des Telefonats informiert war. Der Inhalt sei wichtig genug, um den Datenschutz in diesem Fall außer Kraft zu setzen. Er hoffe, dass der Inhalt des Gesprächs zur Beendigung des Phänomens der palästinensischen Selbstmordanschläge beitragen könne. (Jerusalem Post)

Quelle: Jerusalem Post, Botschaft Israels/ Berlin 

02.08.02

Selbstmordattentäter im Falafel-Stand war Schüler von Talitha Kumi 

Der 17 Jahre alte Selbstmordattentäter der sich am Dienstag vor einem Falafel-Stand in der Jerusalemer Innenstadt gesprengt und fünf Menschen verletzte, war seit einem Jahr Schüler an der vom Berliner Missionswerk finanzierten Talitha Kumi Schule in Beit Jallah. Die Schule bestätigte mittlerweile in einer Presserklärung, dass Attah Hasem ihr Schüler war. 

Link:

Bericht zum Thema von Ulrich W. Sahm/ n-tv Korrespondent

Bilder zum Thema von Ulrich W. Sahm

Homepage von Talitha Kumi

02.08.02

Shin Bet: Drohende Hauszerstörung hält Terroristen ab 

Aus den letzten Wochen sind mindestens zwei Fälle bekannt, bei denen Terroristen aus Angst vor den Folgen für ihre Familie ihre Mission abbrachen. Dies verlautet aus Kreisen des israelischen Inlandsgeheimdienst. Vergangenen Samstag übergab sich eine 24 Jahre alte Palästinenserin einem israelischen Militärposten bei Salem, nördlich von Jenin. Im April hätte sie im Auftrag des Islamischen Jihad eine Selbstmordanschlag verüben sollen. Durch Operation Schutzwall musste dieser verschoben werden. Als nun ein neuer Termin festgelegt war, fürchtete sie die Zerstörung des Wohnhauses ihrer Eltern und ergab sich. Ähnlich äußerte sich ein 17 Jahre alter Junge aus Jenin, der vor einem Monat festgenommen worden war. Der Islamische Jihad hatte ihn ebenfalls für den Terroranschlag bei Meggido vorgesehen. Er lehnte, nach eigenen Angaben, aus Angst vor den Folgen für seine Familie ab. 

(c)/ Quelle: Haaretz, Botschaft Israels/ Berlin

Link:

Tagesschau

02.08.02

Israelmonat in Norderstedt

die Stadt Norderstedt, der Verein Chaverim e.V. - Freundschaft mit Israel und die Botschaft des Staates Israel veranstalten vom 1.September - 30.Septebmer 2002 einen Israelmonat unter dem Motto

"Israel kulturell - Leben Zwischen Gestern und Morgen"

in Norderstedt. Das Veranstaltungsprogramm reicht von Theater-, Folklore-, Konzert- und Filmvorführungen, Lesungen, Vorträgen, Ausstellungen, politischen Diskussionsrunden, Sport- und Jugendbegegnung, bis hin zu Disko und Produktpräsentationen. 
Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am 1. September durch den Botschafter des Staates Israel, Shimon Stein, sowie die Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein, Heide Moser.

Norderstedt und Chaverim e.V. - bereits jetzt herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen und wichtigen Programm!

Link:

Norderstedt

Botschaft Israels Berlin

Chaverim e.V. (Website im Aufbau)

02.08.02

Gewissensbisse im Geschäft

Finanzskandale erschüttern die Welt. Das Vertrauen der Kunden und Anleger ist in Mitleidenschaft gezogen. Viele überlassen ihre Geschäfte nicht einmal mehr den ehrwürdigsten Firmen. All dies trägt dazu bei, die Wirtschaftssituation zu verschlechtern. JABE, die in London ansässige Jewish Association for Business Ethics, meint, dass jüdisch-ethische Geschäftspraktiken aufrichtige Transaktionen garantieren. Vorausgesetzt natürlich, dass man sich an deren Grundsätze hält. "Tachles" fasst die Thematik zusammen....

Link:

"Gewissensbisse im Geschäft"

Jewish Association for Business Ethics

01.08.02

UN-Bericht: Kein Massaker in Jenin 

Ein Bericht des UN-Generalsekretärs Kofi Annan, der am heutigen Donnerstag veröffentlicht wird, weist palästinensische Behauptungen zurück, die Israelis hätten während ihrer Militäroffensive „Operation Schutzwall“ im Flüchtlingslager in Jenin ein Massaker verübt. Israelis und Palästinenser werden beide kritisiert, das Leben von Zivilisten gefährdet zu haben. Der Bericht war von der UN-Generalversammlung in Auftrag gegeben worden, nachdem Israel die Untersuchung der Vorfälle durch ein UN-Team abgelehnt bzw. Änderungen in dessen Zusammensetzung gefordert hatte. Auf diese Forderungen war die UN nicht eingegangen. Das Jenin-Flüchtlingslager war Schauplatz der heftigsten Kämpfe während der Militäroperation Anfang April. Mitte April hatte Saeb Erekat, Minister in Arafats Kabinett erklärt, 500 Menschen wären getötet worden. Immer wieder wurden Vorwürfe erhoben, Israel hätte Kriegsverbrechen begangen und jegliche moralische Standards verlassen, nicht nur von Palästinensern, auch von dem UN-Gesandten Terje Larsen. Nach dem UN-Bericht, der auf Informationen von UN-Mitarbeitern, Palästinensern, fünf UN-Mitgliedstaaten, Privaten Hilfsorganisationen und öffentlich zugänglichen Dokumenten beruht, wurden 52 Palästinenser getötet, die Hälfte von ihnen Zivilisten. Die UN-Ergebnisse sind ein Spiegelbild der Erkenntnisse der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“. Experten dieser Organisation hatten erklärt, keinerlei Hinweise auf ein Massaker der Israelis in Jenin gefunden zu haben. Israel hatte Massakervorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Bei den Kämpfen waren 23 israelische Soldaten getötet worden. Der Report wirft Israel vor, die Leiden der palästinensischen Bevölkerung durch die Verhängung von Ausgangssperren, Abriegelung von Städten und Verzögerung humanitärer und medizinischer Hilfe verstärkt zu haben. Er beschuldigt palästinensische Milizen, vorsätzlich ihre Kämpfer und ihre Ausrüstung in zivilen Gegenden zu stationieren und damit internationales Recht zu verletzen. Israel hatte nach den Kämpfen in Jenin erklärt, alles unternommen zu haben, um Zivilisten nicht zu schaden, was von Palästinensern und einigen Menschenrechtsorganisationen bestritten wurde. Vor der Veröffentlichung des Berichts enthielten sich Israelis und Palästinenser, denen Kopien am Mittwoch zugeleitet worden waren, jeglichen Kommentars. 

(C): ICEJ

Link:

UN-Report (in Englisch)

UN-Report (in Englisch)

Israel ist über den UN-Bericht zu Jenin erleichtert

Stellungnahme der Regierung Israels in Jerusalem (in Englisch)

Linksammlung zum Thema "Jenin"

01.08.02

Interview mit Salman Shoval

Salman Shoval, einer der aussenpolitischer Berater von Ariel Scharon nimmt in einem Interview mit dem Deutschlandradio zu dem Massaker auf dem Campus der Universität in Jerusalem Stellung und beurteilt die Chancen für Frieden im Nahen Osten vor dem Hintergrund des permanenten palästinensischen Terrors.

Link:

Interview lesen

Interview hören

01.08.02

Kommentar aus der israelischen Botschaft: "Massaker auf dem Campus" 

 Wieder ein Inferno. Dieses Mal traf es die Cafeteria der Hebräischen Universität Jerusalem. Szenen des Grauens. Sieben Tote und mehr als 80 zum Teil schwer verletzte Studenten. Junge unschuldige Menschen, viele aus dem Ausland. Dieses Mal befindet sich der Name eines Kollegen in der Statistik: David (Diego) Ladowski. Dieser Tage sollte er als II. Sekretär an unserer Botschaft in Lima beginnen. Ich kannte Diego. Er hatte unsere Botschaft in Berlin besucht: Ein gutherziger, humorvoller junger Mann mit einer vielversprechenden Zukunft. Jeder, der „Verständnis“ gegenüber dem Massaker zeigt, sollte sich vorstellen, er selbst oder ein Familienangehöriger hätte in der Cafeteria gesessen. Die „Antwort“ auf die Tötung Shehades? Die Hamas Terrororganisation braucht keine Gründe, um Juden zu töten. Schon vor Dienstag letzter Woche haben sie Hunderte Israelis ermordet. Ich nenne nur das Pessach-Massaker im Park Hotel von Nethanya oder das Massaker unter den jugendlichen Disko-Besuchern im Tel Aviver Dolphinarium. Man kann es schon fast erwarten: Der palästinensische Terror nimmt jedesmal zu, wenn internationale Vermittler in der Region sind. Der Anschlag an der Universität war die Begrüßung für den Geistlichen Jesse Jackson. Gerade hatte Israel humanitäre Maßnahmen angekündigt und Gelder an die Palästinensische Autonomiebehörde überwiesen. Nichts kann Terror gegen Zivilisten rechtfertigen. Terror bringt die Palästinenser nicht näher zu ihren nationalen Zielen, sondern umgekehrt: in Not und Elend. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Link:

Die Bilder der Terroropfer

US-Präsident Georg W.Bush zum Terroranschlag lesen

US-Präsident Georg W. Bush zum Terroranschlag hören

US-Präsident Georg W. Bush zum Terroranschlag sehen

01.08.02

Mit 20 in Jerusalem - Fotographien 

Der Fotograf Dinu Mendrea hat zwei Jahre lang das Leben junger Jerusalemer aus allen Ecken der Stadt im Schatten der Gewalt seit September 2000 mit der Kamera dokumentiert. Seine eindrucksvollen Bilder sind jetzt in einer Online-Sammlung zu sehen, die von der israelischen Tageszeitung JERUSALEM POST angeboten wird. Die 45 Bilder werden später auch in Fotoausstellung in Deutschland, Holland, Frankreich und der Schweiz zu sehen sein. 

Link: 

Jerusalem Post

01.08.02

Reaktionen einer kranken Gesellschaft

In Gaza City ist es nach dem Terroranschlag auf die Universität in Israels Hauptstadt zu spontanen Freudenfeiern gekommen - ganz nach dem Muster der Feiern nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001. Tausende von Männern, Frauen und Kindern feierten den Bombenanschlag in Jerusalem, zogen singend durch die Straßen Gaza's und verteilten Süßigkeiten. In Sprechchören riefen sie nach weiteren Attacken. "Wir bringen dieses Geschenk (die Attacke) der Seele von Salah Shehadeh und wir sagen den Kassim-Brigaden, daß wir weitere Attacken erwarten", rief ein Sprecher in die Lautsprecheranlagen.

Im Flüchtlingslager Balata in der Nähe von Sichem (Nablus) in Samaria feierten Palästinenser die Terrorattacke, skandierten anti-israelische Parolen und verbrannten Bilder von Israel Premierminister Ariel Scharon.

Das Massaker auf junge Studenten aus der Universität hat Bestürzung und Trauer in vielen teilen der Welt ausgelöst. Wie beim Anschlag in Djerba handelt es sich hier auch um einen Anschlag auf die freie Welt - auf Studenten, die aus aller Welt nach Jerusalem kamen. Allein am Mittwoch kamen 80 Gaststudenten aus aller Welt in der Rothberg International School an. Die Schule befindet sich in unmittelbarer Nähe zur zerstörten Cafeteria der Universität.
Von den rund 23.000 Studenten der Universität kommen rund 1.500 aus dem Ausland, rund 5.000 sind arabische Israelis. Der Pressesprecher der Universität nannte die Hochschule "ein Symbol für Toleranz und Zusammenleben in Jerusalem und in Israel." Viele Palästinenser werden dort im medizinischen und landwirtschaftlichen Bereich ausgebildet.

Quelle: Haaretz, JerusalemPost

01.08.02

TV-Tipp: "Todesspiel"

Nur wenige Ereignisse in der westdeutschen Nachkriegsgeschichte haben einen so nachhaltigen Eindruck in der Gesellschaft hinterlassen wie die dramatischen Wochen des "Deutschen Herbst 1977". Die RAF-Geiselnahme des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer am 5. September und die Entführung der Lufthansamaschine "Landshut" am 13. Oktober durch ein palästinensisches Terrorkommando hielten die Republik sechs Wochen in Atem. Dieses wichtige, längst nicht vollständig aufgearbeitete Kapitel jüngster Geschichte wird jetzt zum ersten Mal zum Thema einer dokumentarischen Filmerzählung. Mit der Entführung von Hanns Martin Schleyer wollte das Kommando der zweiten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF) die zu lebenslangen Haftstrafen verurteilten Mitglieder der ersten Generation wie Baader, Ensslin und Raspe freizupressen. doch die Rechnung ging nicht auf. Bundeskanzler Helmut Schmidt gab nicht nach. Nach wochenlangen, erfolglosen Verhandlungen zwischen Regierung und Geiselnehmern entführten palästinensische Terroristen die Lufthansamaschine "Landshut" mit 86 Urlaubern an Bord - zur Unterstützung der RAF. Fünf Tage dauerte der Irrflug von Palma über Rom, Dubai, Aden nach Mogadischu. am Ende der sechs Wochen befreite die GSG 9 alle Flugzeuggeiseln und die Besatzung unversehrt in Mogadischu.  

ARD Donnerstag 01.08.02/ 23.00 H

Link:

Todesspiel

01.08.02

Sprengstofflabor in Jenin 

Die israelische Armee IDF fand in Jenin in einem Gebäude der Palästinensischen Autonomiebehörde ein Sprengstofflabor in dem rund 300 kg fertiger Sprengstoff und 30 Kanister mit Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff gelagert wurde.

Die israelische Armee zerstörte das Labor.

Link:

Jenin "Hauptstadt der Selbstmordattentäter"

Linkzusammenfassung "Jenin"

(c)/ Quelle Bild: IDF

01.08.02

Avi Primor zur Lage in Israel nach dem Terroranschlag auf die Studenten in Israels Hauptstadt

Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland und heutiger Vizepräsident der Universität in Tel Aviv schreibt - vor dem Hintergrund des Massakers auf Studenten in Jerusalem - in der "Welt" über die Stimmung der israelischen Bevölkerung nach 20 Monaten palästinensischen Terror.

Link: 

Eine Friedensinitiative kann nur von den Palästinensern kommen

01.08.02

EU-Zahlungen an die PA

Linktip:

EU droht Arafat, den Geldhahn zuzudrehen

EU-Gelder für PA: Zahlung ohne Kontrolle

01.08.02

Dennis Ross: "Iran und Syrien, die Brandstifter"

"Iran und Syrien wollen ersichtlich, dass de Nahostkonflikt weiter brodelt. Vielleicht glauben sie, daß Israel zermürbt und zum Kollaps gebracht werden kann. Jedenfalls scheinen sie bereit zu sein, zu diesem Zweck auch noch den letzten Palästinenser aufzubieten."

Dennis Ross, früherer Nahostbeauftragter der Clinton-Regierung nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Rolle Syriens und des Iran im Nahostkonflikt beschreibt. Der Artikel - erschienen im Wall Street Journal - wurde von der "Zeit" in der aktuellen Ausgabe in Deutsch abgedruckt.

Link:

D

31.07.02

Verteidigungsminister Ben Eliezer: "Bisher 133 Attentäter festgenommen"

Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer teilte am Mittwoch abend in Tel Aviv  mit, daß die israelischen Sicherheitskräfte bisher 133 Terroristen abfangen konnten, bevor diese Mörder ihre Taten ausführen konnten. 

(Israels Verteidigungsminister Ben-Eliezer)

Vier Attentäter - darunter eine Frau - konnten am Dienstag abend festgenommen werden.

David Baker, ein leitender Mitarbeiter aus dem Büro Ariel Scharon's sagte "Israels Kampf gegen den Terrorismus ist auch ein Kampf für das Recht sicher in den Straßen zu sein, mit einem Bus zu fahren oder in einer Cafeteria zu sitzen - ohne Angst vor palästinensischen Terror."

Unter den Toten des Terroranschlages befinden sich fünf Ausländer - vier Amerikaner und eine Person aus Frankreich. Ein Terroropfer wurde als Janis Ruth Coulter (37) aus den USA identifiziert, einer der Opfer ist David Diego Ladowski (29), aus Jerusalem, der 1992 nach Israel heimgekehrt ist.

Eine militärische Antwort der IDF auf den grausamen Terroranschlag in der Universität in Israels Hauptstadt, der bisher 7 Unschuldigen das Leben gekostet hat und 86 junge Menschen zum Teil schwer verletzt hat wird für Donnerstag erwartet.

Israelische Soldaten zerstörten am Donnerstag morgen in Beit Jallah das Haus von Majid Ata (17) der am Dienstag eine Bombe vor einem Falafelstand in Jerusalem zündete und dabei 5 Unschuldige verletzte.  Der 17-jährige war übrigens Schüler der Lutheranischen Talitha Kumi-Schule in Beit Jallah.

In Ramallah zog die IDF mit 2 Panzern und Bulldozern ein; Explosionen in der Nähe des Amtssitzes von Jassir Arafat waren zu hören; Details sind derzeit nicht bekannt.

Am Donnerstag morgen ist nach Angaben des israelischen Rundfunks nahe der jüdischen Gemeinde Morag im Gush Kativ Block im Gaza Streifen eine Bombe neben einem gepanzerten Bus explodiert. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Wie das israelische Sicherheitskabinett bekannt gab sollen heute  erstmals zwei Familienangehörige von (Selbst)mordattentätern aus Samaria in den Gazstreifen ausgewiesen werden. Diese Abschreckungsmethode soll künftig für jeden Familienangehörigen  angewandt werden, dem eine Unterstützung bzw. Mitwisserschaft  bei Terroranschlägen nachgewiesen werden kann.

31.07.02

Wieder Terroranschlag in Jerusalem

In Jerusalem ist es heute um 13.40 H Ortszeit zu einer Explosion in der Cafeteria der Universität auf dem Scopus Berg gekommen. Die Cafeteria im Frank Sinatra Pavillion auf dem Campus ist zu dieser Tageszeit stark frequentiert. Die Studenten schreiben in diesen Tagen Examen. Der israelische Armeerundfunk bzw. die Rettungskräfte sprechen von sieben toten Studenten und mindestens 86 Verletzten, 14 davon schwer. Nach Auskunft des behandelnden Arztes Dr. Ovadia Schemesh aus dem Shaare Zedek Medical Center sind die meisten Opfer zwischen 18 und 30 Jahre. Viele der Verwundeten sind arabische Israelis.

In unmittelbarer Nähe haben sich auch 80 gerade erst in Jerusalem angekommene Studenten aus dem westlichen Ausland (insbesondere aus den USA) befunden, die sich in Ruhe auf das kommende Semester vorbereiten wollten.

Inzwischen hat sich bei dem Fernsehsender Al Jazeera die Hamas als Urheber des Anschlags zu erkennen gegeben. Entgegen früherer Attentate bei dem sich - meist junge Palästinenser - in die luft sprengten wurde bei diesem Anschlag offensichtlich eine Bombe in einer Tasche in der Cafeteria versteckt. Der Sprecher der Hamas, Abdel Aziz Rantisi sagte, daß diese Terrorattacken solange nicht aufhören werden, bis alle Juden Israel verlassen hätten. 
 Die übliche Verurteilung des Anschlags aus dem Büro Jassir Arafats scheint in Israel kaum mehr jemand zu registrieren bzw. ernst zu nehmen.

Bereits gestern hat es fast zur gleichen Zeit einen palästinensischen Terroranschlag in der Hauptstadt Israels gegeben der sieben Personen verletzte. Als der Attentäter von der Polizei angesprochen wurde zündete dieser seine Bombe offensichtlich vorzeitig wodurch noch größerer Schaden verhindert wurde.

Link:

Video n-tv

Video n-tv

Video Tagesschau I

Video Tagesschau II

Video Westdeutscher Rundfunk

Aussenminister Fischer zum Terroranschlag

US-Präsident Georg W. Bush zum Terroranschlag

UN-Generalsekretär Annan zum Terroranschlag

Stichwort: Hebräische Universität

Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels zum Terroranschlag

Der Campus auf dem Scopus-Berg ist gefallen

Die Gesichter der Terroropfer

(c)/ Quelle Bild: IDF

31.07.02

Augenzeugenberichte zum Terroranschlag in Jerusalem

Dienstagnachmittag. Eli Polek ist mit seinen Kindern auf der HaNeviim Straße unterwegs; die Kinder sitzen auf den Rücksitzen seines Wagens und singen. Shimon Biton, der in der Jerusalemer Innenstadt arbeitet, bummelt die Straße entlang, vorbei an dem bekannten Jeminitischen Falafel-Center. Eyal Mabari ist zehn Minuten zu früh in dem kleinen Restaurant, wo er mit seiner Schwester und seinem Vater, dem Besitzer, verabredet ist. Nachdem er einen Besucher bedient hat, geht er in die Küche, um seinem Vater zu helfen. Seine Schwester räumt im Lagerraum herum. Ein älterer Mann sitzt allein mit seiner Portion Falafel an einem Tisch, als eine Handvoll Besuch das Restaurant betrat. Vor dem Restaurant sieht ein Polizist einen normal aussehenden Teenager mit einer schwarzen Tasche über der Schulter. Der Junge lächelt, sein Haar ist mit Gel zurückgekämmt. Später spekuliert der Polizist, dass der 17 Jahre alte Palästinenser, Muhasin Atta aus Beit Jalla, gedacht haben muss, dass er den Verdacht des Polizisten erweckt hat, und dass er daher in das Restaurant ging, um sich und seine mit Nägeln gefüllte Sprengladung früher als geplant zu detonieren. Die Bombe explodierte, als Biton die Straße überquerte und Polek mit seinen Kindern vorbeifuhr. „Es gab eine große Explosion mit Rauch und Blut überall,“ sagte Mabari kurz nach der Explosion, sein T-Shirt voller Blut. Biton, mit dem Rücken zu dem Restaurant, hatte nichts gesehen, die Explosion hatte ihn auf die andere Straßenseite gesprengt. Polek, ein Freiwilliger des Roten Davidsterns, hielt seinen Wagen sofort an und ging ans Werk. Als der Rauch sich legte, entdeckten die Helfer, dass der Terrorist das einzige Todesopfer war. Ein Zivilist erlitt mittelschwere Verletzungen am Kopf, zwei weitere wurden leicht verletzt und vier stehen unter Schock. Für Mabari ist das Ende noch ein gutes: „Normalerweise sind um diese Zeit bis zu 15 Personen in dem Laden.“ Für Biton war das schon der dritte Anschlag. Etwas weiter die Straße runter geht das Geschäft für einen anderen Ladenbesitzer normal weiter: „Wir haben hier schon viele Terroranschläge erlebt. Wir leben hier von einem Moment zum nächsten.“ In den vergangen 22 Monaten fanden in dieser Umgebung mehr als acht Anschläge statt. Dies ist der erste Terroranschlag in Jerusalem seit rund sechs Wochen. Am 18. und 19. Juni wurde bei zwei Selbstmordanschlägen in der israelischen Hauptstadt 26 Menschen getötet. Daraufhin war die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) in Autonomiestädte in Judäa und Samaria vorgedrungen. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Jerusalem Post

31.07.02

Israel bleibt vorne - Einschätzung des weltweiten R & D Leistungspotential 2002 

Ein Bericht zur Einschätzung des weltweiten Leistungspotential im Bereich Forschung und Entwicklung (Research and Development, R & D) wurde im Jahresbuch des Internationalen Managementsinstitut (IMD Development) veröffentlicht. Die veröffentlichten Zahlen weisen auf Israels stabilen Stand in diesem Bereich. Hier einige Beispiele: In der Kategorie „Qualität der universitären Ausbildung“ führt Israel an erster Stelle vor Finnland und Irland. In der Kategorie „Zusammenarbeit von Universität und Industrie“ ist Israel auf Platz zwei, vor Finnland und hinter den USA, positioniert. In der Kategorei „Rechtliches Umfeld für technologische Entwicklung und Anwendung“ steht Israel an zweiter Stelle, hinter Finnland und vor Singapur. In den folgenden Kategorien hält Israel den dritten Platz: Qualität der Grundlagenforschung (nach den USA, vor Finnland); Anzahl hochspezialisierter Ingenieure (nach Indien, vor der Slowakei); Technologische Zusammenarbeit von Unternehmen (nach Finnland, vor Schweden). 

31.07.02

Katsav: "Arafat ist Hindernis für den Frieden"

In einem Pressegespräch mit ausländischen Journalisten in seiner Residenz in Israels Hauptstadt bezeichnete der israelische Ministerpräsident Moshe Katsav den palästinensischen Führer Jassir Arafat als "das größte Hindernis für Friedensgespräche", und erklärte gleichzeitig Israels Bereitschaft Zugeständnisse zu machen, wenn die Gewalt von Seiten der Palästinenser beendet werde.

Moshe Katsav forderte die Europäische Union auf, klar Stellung zu beziehen. Nur wenn sich die Palästinenser gegen die Gewalt entscheiden, dürften die Europäer weiter Hilfe bieten. Mit einer solchen Haltung könne die EU eine Schlüsselrolle im Friedensprozess im Nahen Osten spielen.

Der Ministerpräsident sprach von den "bitteren Erfahrungen", die Israel mit dem Palästinensischen Präsidenten Arafat gemacht habe und stellte sich hinter den Aufruf des amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush, der erst kürzlich in seiner Rede am 24. Juni in Washington ("The Rose Garden") nach einer neuen palästinensischen Leiterschaft rief.  Katsav erneuerte die israelische Position, daß das Land und die Menschen in ihrer Friedenssehnsucht zu "schmerzlichen Kompromissen" bereit seien - Voraussetzung dafür sei aber die Beendigung der palästinensischen Gewalt.

Link zum Thema "EU-Zahlungen an die PA":

Zahlung ohne Kontrolle

31.07.02

Kommentar: Bewahrung in Itamar in großer Not

Erst im Nachhinein wird deutlich, welche Bewahrung die Familie Mimran heute letztlich erfahren hat. Heute Nacht um 3.00 H drang ein Palästinenser in ihr Haus ein; mit 2 Messern bewaffnet ging er von Zimmer zu Zimmer mit nur einem Ziel: Ein Massaker an der Familie mit den 8 Kindern anzurichten. Das grausame Massaker an der Familie Shabo knapp eineinhalb Monate vorher hatte ihn offensichtlich zu dieser geisteskranken Tat inspiriert. 

Später - nachdem Orna Mimran den Täter überwinden konnte und ihr die israelischen Sicherheitskräfte zu Hilfe kamen - wurde erst deutlich, welche Bewahrung die Familie letztlich in ihrer Not erfahren hatte: Am Sonntag, also 2 Tage vor dem Anschlag und dem Versuch des Attentäter ein grausames Massaker an der Familie anzurichten - verließen die 8 Kinder Itamar um einige Tage bei ihren Großeltern im Norden Israels zu verbringen.....

31.07.02

Hitzewelle bringt Elektrizitätswerk ins Schwitzen 

Seit Beginn dieses Monats steigen die Temperaturen und damit der Elektrizitätsverbrauch in Israel kontinuierlich an, was nach Angaben von „Israel Electric“ (IE) zu einer Energiekrise führen kann. Das Bemühen der Israelis, durch Ventilatoren und Klimaanlagen „cool zu bleiben“ ließ den Elektrizitätsverbrauch am Sonntag auf den Sommerrekord von 8450 Megawatt ansteigen, 200 MW weniger als die Maximalauslastung. „Wir haben keine Energiereserve, was eine ernsthafte Bedrohung unserer Fähigkeit darstellt, die Elektrizitätsversorgung zu gewährleisten“, sagte der Direktor des Elektrizitätswerkes IE, Jakob Rosen. Der Wetterdienst sagte am Montag voraus, dass eine Hitzewelle, begleitet von einem trockenen Wind, dem sog, Sharav, das Land vom Norden her überziehen und bis Donnerstag nicht nachlassen wird. Normalerweise sorgt ein Hochdrucksystem im Nordwesten des Landes im Sommer für Erfrischung – bleibt es aus, wie im Moment, wehen Winde mehr von Norden her und der Abkühlungseffekt von der See bleibt aus. Die Temperaturen in der Bergregion um Jerusalem erreichten am Dienstag 35 C und liegen damit um fünf C höher als der Saisondurchschnitt. Das trockene Wetter erhöht die Waldbrandgefahr, Rettungsdienste und Feuerwehren befinde sich in erhöhter Alarmbereitschaft, nachdem es am Montag in der Scharon-Gegend zu einem Brand kam. Der israelische Rettungsdienst „Roter Davidsstern“ fordert die Bevölkerung auf, viel Wasser zu trinken, mindestens einen Liter pro Stunde Aktivität. Physische Anstrengungen sollten vermieden und kühle schattige Plätze aufgesucht werden. 

Quelle: Icej

31.07.02

Terroranschlag

In der Stadtmitte von Jerusalem hat heute um 13. 10 H Ortszeit in der Hanevi'im Straße ein palästinensischer Terrorist eine Bombe neben einem Falafelstand ("Yemenite Falafel") gezündet. Der israelische Rundfunk spricht bisher von 7 mittelschwer verwundeten Personen. Der Jerusalemer Polizeichef Mickey Levy sprach davon, daß Schlimmeres offensichtlich deshalb verhindert werden konnte, weil der Sprengstoff zu früh explodierte. Der Attentäter wollte die Bombe offensichtlich in dem Gebäude zünden; diese explodierte jedoch bereits am Eingang. Der 17-jährige Terrorist aus Beit Jallah kam bei dem Anschlag ums Leben. Nach einer Zeit relativer Ruhe in Israels Hauptstadt ist dieser Terroranschlag in Jerusalem der Erste seit Mitte Juni nachdem dort 26 Unschuldige durch Anschläge ums Leben kamen. Die israelische Armee war daraufhin wieder in die unter palästinensischer Kontrolle stehenden Städte in Judäa und Samaria einmarschiert.
Der 17-jährige Terrorist war übrigens Schüler einer christlichen Schule in Beit Jallah. Er ging in die lutheranische Talitha Kumi-Schule.

Inzwischen hat der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin-Bet Avi Dichter vor einer Welle palästinensischer Anschläge gewarnt. Er sprach von über 60 konkreten Terrorwarnungen und führte aus, daß es in den letzten Tagen 12 versuchte Anschläge gegeben habe, bzw. die israelische Armee Terroristen noch rechtzeitig abfangen konnte, bevor diese ihre teuflischen Taten ausführen konnten.

Link:

ADR- Tagesschau zum Terroranschlag in Jerusalem

Chronologie der schlimmsten Terroranschläge gegen Israel seit Oktober 2000

Erlebnisbericht eines Selbstmordanschlags

31.07.02

Feiger Mord an 2 Israelis

In Jama'in (Nähe Ariel) in Samaria ist es heute morgen um 11.00 H Ortszeit zu einem Mord an 2 Israelis gekommen. Shlomo (60) und Mordechai (52) Odesser aus dem in der Nähe gelegenen Tapuach (Samaria) waren mit ihrem Lastwagen unterwegs und wollten in der unter palästinensischer Kontrolle stehenden Stadt Diesel an eine palästinensische Fabrik verkaufen, als sie von maskierten Männern die sich hinter Olivenbäumen versteckten erschossen wurden. 

(Shlomo und Mordechai Odesser)

Die Täter sind flüchtig.

Jama'in gehört zur Zone "B" in denen die Palästinenser Verantwortung für die Zivilverwaltung und die öffentliche Sicherheit der arabischen Bevölkerung tragen, Israel die Verantwortung für die Sicherheit der israelischen Bevölkerung trägt.

Die Al Aksa Brigaden aus Arafat's Fatach bekannten sich zu dem Anschlag. 

Dieser neue Anschlag zeigt - wie die vorangehenden der letzten Tage - daß sich palästinensische Terroristen - ermutigt durch die internationale Stimmung gegen die sog. "Siedler" - offensichtlich wieder mehr darauf konzentrieren ihre Anschläge auf die sog. "Siedler" auszuführen. 
Traurige Statistik: Obwohl Sie nur 3 % der Gesamtbevölkerung Israels ausmachen, waren sie seit Beginn der Terrorintifada im September 2000 über 20 % der Terroranschläge ausgesetzt.

(C)/ Quelle der Bilder: MfA

31.07.02

Kommentar über die Berichterstattung und Terroropfer (von Yossef Levy, Botschaft Israels in Berlin)  

Wer hat nicht die allgemeine Verurteilung über Israels Beschuss in Gaza gehört, bei dem neun Kinder tragisch ihr Leben verloren haben? „Entsetzen“, „verheerend“, „blutig“ sind einige der Adjektive, mit denen die Aktion gegen den Terroristen Shehade beschrieben wird. Die Tatsache, dass Israel die Operation aufgrund der getöteten Zivilisten als Fehler eingesteht dass der Hamas-Führer Shehade sechs Terroranschläge gleichzeitig in sechs Städten geplant hat, wie Verteidigungsminister Ben Eliezer enthüllte, schwächen die internationale Empörungswelle nicht. Vor vier Tagen, am 26.7. aber wurden vier israelische Zivilisten ermordet. Rabbiner Josef Dirkstein (45), seine Frau Hannah (42) und ihr 9 jähriger Sohn Shuv El Zion. Zwei weitere ihrer Kinder wurden schwer verletzt. Die Familie wurde gezielt angegriffen. Als der Familienvater seine Frau und seinen Sohn tot in ihrem Wagen entdeckte, wandte er sich weinend von dem Auto ab. In diesem Moment näherte sich ihm einer der Terroristen und schoss ihm in den Kopf. Die Mörder waren Fatah Mitglieder, Yasser Arafats Leute. In den hiesigen Medien wird kaum davon berichtet. Es gab keinen allgemeinen Aufschrei. Keine Schlagzeilen. Die Banalität des Alltags.

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

31.07.02

Hilfe für die Yiddisch-Lernenden weltweit 

Für die Tausenden Studenten und Freunde der yiddischen Sprache auf der ganzen Welt gibt es dank Dr. Yosef Guri von der Slawistik der Hebräischen Universität Jerusalem ein neues Hilfsmittel. Nach drei Jahren harter Arbeit hat Guri ein Wörterbuch von 2000 yiddischen Redewendungen vollendet. Die Idiome werden in englischer, hebräischer, russischer und semantischer Übersetzung angeboten. Für Akademiker und professionelle Übersetzer sind die Indexe hilfreich, aber auch für jeden Interessenten der jüdischen Kultur sind hier mit Hilfe der Sprache Einblicke in den Alltag des osteuropäischen Judentums möglich. Darunter auch Beispiele für den tragikomischen Humor des Yiddischen: Esn kadoche in a klein tepele: „einen Teller voller Probleme“ oder wörtlich „Malaria aus einer kleinen Tasse essen.“ 

31.07.02

Nazi-Schmierereien in Frankreich

Fluggäste der französischen Fluglinie Aires mussten am vergangenen Samstag bei ihrem Charterflug nach Israel feststellen, daß der über- wiegende Teil ihrer Gepäckstücke mit Nazisymbolen (Hakenkreuze) beschmiert wurden. Die Fluglinie konnte sich den Vorfall nicht erklären und verwies auf Fremdarbeiter bzw. Subunternehmen, die das Gepäck nach Israel kontrollieren würden.

Bereits vor einigen Wochen war es im Flugverkehr zwischen Frankreich und Israel zu einer massiven Verärgerung der Fluggäste gekommen, als ein Pilot der Air France die ankommenden Israeltouristen beim Anflug auf Tel Aviv in "Palästina" begrüßte. Israelische Organisationen erwogen daraufhin, künftig nicht mehr mit der Air France zu fliegen. 

30.07.02

Chirac: "Hisbollah erfüllt soziale Aufgaben"

Der französische Präsident Jacques Chirac macht aus seiner extrem israel-kritischen Haltung kein Geheimnis. Jüngstes Beispiel ist das Gespräch, das Chirac mit dem israelischen Aussenminister Peres am Montag in Paris geführt hat. Im Zusammenhang mit Israels Terrorbekämpfung wies er auf die "soziale Aufgabe im Libanon" hin, welche die Hisbollah erfülle. Deshalb blockiere Frankreich auch weiterhin in der EU den Versuch einiger Länder die Hisbollah auf die Liste der internationalen Terrorgruppen zu setzen. In einem überraschenden Schritt im Juni hatte sich die EU dem bereits lange vorher vollzogenem amerikanischen Schritt angeschlossen, und einige Gruppen auf die Terrorliste gesetzt - darunter die Al-Aksa-Brigaden und die PFLP. Die Aufnahme der Hisbollah auf die Liste scheiterte wie genannt am Widerstand Frankreichs.

Vor einigen Wochen berichtete die französische Zeitung "Le Monde", daß man im Beraterkreis Chirac's der Überzeugung sei, Israel sei eine "historische Randbemerkung", die ebenso verschwinden werde wie die Kreuzritter.

Ob der französische Präsident den "sozialen" Charakter der Hisbollah auch noch so in den Vordergrund stellen würde, wenn z.B. die im Oktober 2000 von der Hisbollah entführten Elhanan Tennenboim, Adi Avitan, Benyamin Avraham und Omar Sawaid nicht israelische sondern französische Staatsbürger wären darf indes bezweifelt werden....

Linktip:

"Israel als "historische Randbemerkung"

30.07.02

Palästinensischer Überfall in Itamar

Ein mit einem Messer bewaffneter Palästinenser ist gestern abend in die jüdische Gemeinde Itamar in der Nähe von Sichem (Nablus) in Samaria  eingedrungen und hat auf das Ehepaar Mimran eingestochen. Der Mann wurde schwer verletzt in das Rabin Medical Enter nach Petach Tikva gebracht. Orna Mimran kam mit leichten Verletzungen ebenfalls ins Krankenhaus. Orna hatte gegen den mit 2 Messern bewaffneten Palästinenser gekämpft; ihr gelang es schließlich ihn zu überwinden.
Die zu Hilfe kommenden israelischen Soldaten haben den Terroristen erschossen.

Erst später wurde deutlich, welches Massaker der Palästinenser hätte anrichten können. Der Attentäter ging von Zimmer zu Zimmer - ganz im Stil des Massakers von Itamar gegen die Familie Shabo - um die Kinder der Familie umzubringen. Am Sonntag, also 2 Tage vor dem Anschlag  verließen die acht Kinder Itamar um einige Tage bei ihren Großeltern im Norden Israel zu verbringen....

Erst am 20. Juni diesen Jahres waren zwei palästinensische Terroristen in Itamar eingedrungen und hatten vier Familienmitglieder der Familie Shabo grausam ermordet - neben der Mutter Rachel die drei Kinder Nerya (16), Zirka (12), Aviska (5) . Auch der zu Hilfe eilende Yosef Twito wurde von den Terroristen erschossen. 

29.07.02

319 antisemitische Straftaten im 2. Quartal

Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden 319 antisemitische Straftaten gemeldet. Dies teilte die Regierung auf eine Anfrage der PDS mit. Darunter seien 60 Propagandadelikte und drei Gewaltdelikte mit Körperverletzung gewesen. Im gesamten Zeitraum ist laut Antwort gegen 148 Tatverdächtige wegen antisemitischer Straftaten ermittelt worden, woraus neun Festnahmen resultierten.

Link:

Deutscher Bundestag

Antisemitismus-Info

29.07.02

TV-Tipp Discovery: Jerusalem- Tor zum Himmel

"....Jerusalem liegt im Bergland von Judäa und ist seit 1950 die Hauptstadt des Staates Israel. Über 700.000 Einwohner zählt die Metropole bislang. Die heutige Altstadt trägt mittelalterlich-orientalische Züge und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die bekanntesten Bauten befinden sich auf dem Tempelberg und bilden das Kraftzentrum der ewigen Stadt. Die gewaltigen Steine der Klagemauer - Reste des unter Salomon errichteten Tempels der Juden - nehmen die Fürbitten Gläubiger entgegen....
Der Film präsentiert das multikulturelle Spektrum Jerusalems. In bewegenden Bildern widmet er sich der Entstehungsgeschichte und Baukunst der Stadt, vor allem aber den Menschen, die dort leben."

So beschreibt das ZDF den Film über die Stadt Davids, Yeruschalajim - der "Stadt des Friedens."

ZDF Montag 29.07.02/ 14.15 H - 15.00 H

Link:

Jerusalem - Tor zum Himmel

29.07.02

Erleichterungen für die palästinensische Bevölkerung

Aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten wurde mitgeteilt, daß sich der israelische Verteidigungsminister Ben-Eliezer mit dem palästinensischen Innenminister Abdel Razeak Yehiyeh treffen wird. Gesprächsgegenstand sind vorgesehene Maßnahmen, die die Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerung erleichtern sollen. Künftig will Israel mindestens 12.000 palästinensische Arbeiter nach Israel einreisen lassen um die finanzielle und humanitäre Notlage vieler Palästinenser zu verbessern. Daneben ist eine Lockerung der Ausgangssperren, und eine teilweise Aufhebung der Straßenblockaden geplant, wie auch eine Erweiterung der Fischfangzonen an den Küsten des Gaza-Streifens sowie der Zugang internationaler HiIfsorganisationen vorgesehen. In der Erklärung heißt es weiter, daß die Maßnahmen künftig vom Aussenministerium durch Schimon Peres überwacht und koordiniert werden sollen. Vor Ausbruch des palästinensischen Terrors im September 2000 waren täglich bis zu 120.000 Palästinenser in Israel beschäftigt.

Voraussetzung sei aber weiterhin, daß durch diese Erleichterungen nicht die Gefahr von terroristischen Anschlägen gegen Israels Bevölkerung erhöht werde.

Erklärung des israelischen Premierminister Ariel Scharon (Engl.)

28.07.02

Peres: "Arafat hat seine Glaubwürdigkeit verloren"

Der israelische Aussenminister Schimon Peres nimmt in einem Interview mit dem "Spiegel" Stellung zu den Chancen auf einen Frieden im Nahen Osten und zu den Ereignissen in Gaza. 

Auch für ihn ist der Palästinenserführer Jassir Arafat kein Gesprächspartner mehr ("ich habe schon lange nicht mehr mit ihm gesprochen und ich spüre auch kein Bedürfnis danach"). 

Link: 

Interview Schimon Peres

Ergänzender Hinweis: Nach der Kritik in Israel über die gemachten Äußerungen zum israelischen Premierminister Ariel Scharon teilte Schimon Peres mit, er sei in diesem Zusammenhang falsch wiedergegeben worden. Im Verlauf des Interviews war Peres gefragt worden, ob Scharon Frieden erreichen könne. Er hatte darauf geantwortet, dass Scharon nicht "allmächtig" sei und der "Frieden nicht allein von ihm abhänge". Das Nachrichtenmagazin habe diese Aussagen verdreht bzw. fälschlich übersetzt.

28.07.02

Zwischenfall in Hebron: Mitglieder der jüdischen Gemeinde bei Beerdigung in Hebron angegriffen

In Hebron ist es am Sonntag Nachmittag zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Hebron und Palästinensern gekommen. 
Nach Meldungen von Radio Israel wurde der Trauerzug für den am 26. Juli von palästinensischen Terroristen erschossenen 21-jährigen Sergant Elazar Liebowitz (Bericht siehe unten) von Palästinensern angegriffen, die Steine auf die Trauergemeinde warfen als dieser die Machpela-Höhle in Richtung Friedhof verliess, worauf sich die aufgebrachten Israelis wehrten. Bei dem Zusammenstoß ist ein palästinensisches Mädchen zu Tode gekommen. Der israelische Justizminister ermittelt in der Angelegenheit.

Link:

Jüdische Gemeinde in Hebron

Linksammlung zum Thema "Siedlungen"

27.07.02

"Tageslosung 27. Juli"

"Singet dem Herrn, rühmt den Herrn, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet."
Jeremia 20,13

"Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen."
Jakobus 5,13

(c)/ Quelle: Evang. Brueder-Unität, Herrenhut und Bad Boll, Verlagsgem.  Hänssler/ Friedrich Reinhardt

27.07.02

Missbrauch des UNO-Sicherheitsrates hält an - USA hui, EU pfui

Am Freitag unternahmen die arabischen Staaten einen neuen Versuch, Israel durch eine weitere Resolution an den Pranger zu stellen. Über den von Syrien (eines der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats der UNO!) Antrag ist deshalb noch nicht entschieden worden, da sich die USA gegen den Entwurf stellte. Der amerikanische UN-Botschafter John Negroponte verlangte, daß Resolutionen zum Nahen Osten in Zukunft eine "ausdrückliche Verurteilung" von Terroranschlägen, die gegen Israel ausgeführt werden enthalten müssen. Andernfalls werde die USA ihr Vetorecht einlegen. Namentlich nannte der amerikanische Diplomat die Al-Aksa-Brigaden, Hamas und den Islamischen Jihad. Über die Resolution soll nun am Montag entschieden werden.

Es ist schon seit Jahrzehnten traurige Realität, daß der arabische Block die UNO für seine Zwecke missbraucht; auch verwundert es nicht, daß Syrien jede auch noch so absurde israelfeindliche Resolution unterstützt und fördert.  Daß aber die EU dieser traditionellen Anti-Israel-Prozedur tatenlos zusieht, und diese meist noch unterstützt, ist eines der schwärzesten Kapitel im von vielen Fehlern gekennzeichneten aussenpolitischem Verhalten der europäischen Staaten.

Wo waren die Stimmen europäischer wie anderer Staaten, die eine Verurteilung des palästinensischen Terrors in der UNO auf die Agenda brachten, als Hunderte von unschuldigen Zivilisten von (Selbstmord)terroristen grausam in den Tod gerissen wurden. Wo war die Resolution  als der Terror z.B. im Pessach-Massaker Dutzenden von Menschen das Leben kostete. Die Liste der Beispiele ist lang. 

Nur die USA erweisen sich in vielen Fällen als eine Nation, die nach Gerechtigkeit sucht, und das kleine Land Israel vor der weltweiten Dauerbedrängnis durch den Staatenbund zu schützen sucht.

Link:

Streit um Nahost-Resolution zwischen USA und Arabern

27.07.02

Interview mit Ariel Scharon

Vergangenen Montag gab der israelische Premierminister Ariel Scharon dem Hessischen Fernsehen ein Interview das in der Sendung "Friedman" ausgestrahlt wurde. 

Lesen Sie im nachfolgenden Link, die Ansichten Ariel Scharon's zu den Aussichten für einen Frieden im Nahen Osten und weshalb Arafat für Israel kein Partner für den Frieden (mehr) sein kann.

Link:

Interview mit Ariel Scharon

26.07.02

"Fatah" droht Attentate auf israelische Regierungsvertreter an 

Eine Abteilung von Jassir Arafats "Fatah"-Bewegung drohte Attentate auf Premierminister Ariel Scharon, weitere Regierungsvertreter und Offiziere der israelischen Armee als Vergeltung für den israelischen Luftschlag in Gaza-Stadt an. Die Gruppe, bekannt als "The Return Brigade" (wörtlich "Wiederkehr Brigade"), veröffentlichte Donnerstagnacht über die Fernsehstation der Terrororganisation "Hisbollah" eine Liste mit Namen potentieller Terroropfer - neben Scharon sind auch der frühere Premier Ehud Barak, Israels Oberbefehlshaber Mosche Jaalon, sein Vorgänger Schaul Mofaz, Geheimdienstchef Avi Dichter und andere ranghohe israelische Persönlichkeiten aufgeführt. Seit dem Luftschlag am frühen Dienstagmorgen befinden sich Israels Sicherheitskräfte in höchster Alarmbereitschaft, Einheiten entland der sogenannten "Grünen Linie" und in größeren Städten und Ortschaften wurden aufgestockt.

(c)/ Quelle: ICEJ

26.07.02

Link zum Thema

Die Zeit: Sprachlos am Zaun

Tachles: AI - Missachtungen der Menschenrechte

26.07.02

PA-Fernsehen

In einem Artikel vom 20. Juli berichtet die Los Angeles Times über die Aufmunterung von Kindern zu Selbstmordanschlägen durch das palästinensische Autonomiefernsehen. Nahostfocus (sehr empfehlenswert!) hat den Artikel ins Deutsche übersetzt. Übrigens erinnern Sie sich an den Aufschrei, als die israelische Armee vor einigen Monaten genau diese Hetze gegen Israel stoppte und Sendemasten zerstörte. Die EU-Kritik (die wesentlich am Aufbau dieser Strukturen beteiligt war) reichte bis hin zu Regressforderungen. Eine Prüfung der israelischen Vorwürfe, daß durch das Fernsehen und Radio immer wieder zur Hetze gegen Israel aufgerufen wird hat die EU ignoriert.

Empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang auch die Recherchen von "Palestinian Media Watch".

Link:

LA-Times: PA-Fernsehen ermuntert Kinder zu Selbstmordanschlägen

Palestinian Media Watch

26.07.02

Trotz Terror: D

Trotz der permanenten Bedrohung durch Terroranschläge geht die Alija unvermindert weiter. Wie die Jewish Agency mitteilte, erwartet man in Israel weitere 700 Juden, die nach Israel heimkehren und Alija machen. Unter den Ankommenden Olim befinden sich 157 aus Frankreich, 111 aus Argentinien, 47 aus den USA, 14 aus England.

Ergänzender Link:

Alija

Quelle: Arutz 7, Jewish Agency

26.07.02

Palästinensischer Terror gegen israelische Zivilisten

Wieder kam es heute zu palästinensischen Terroranschlägen gegen unschuldige israelische Zivilisten der 4 Menschen das Leben kostete, darunter ein Kind. In der Nähe von Hebron an der Zif Kreuzung wurde das Auto der israelischen Familie  Dikstein beschossen, das von Psagot kam.

(Das blutverschmierte Auto nach dem Beschuss durch die Terroristen)

Die Familie wollte Verwandte besuchen um mit ihnen zusammen den Schabbat zu feiern. Die Mörder erschossen drei Insassen des Autos, Rabbi Yosef Dikstein (45), seine Frau Hannah (42) und den 9-Jahre alten Shuva'el Zion und verletzten zwei weitere Kinder im Alter von 2 und 12 Jahren vorsätzlich. 

(Die Familie Dikstein - eine glückliche Familie vor dem palästinensischen Terroranschlag)

Anschließend schossen die Attentäter nahe der 3 km entfernten israelischen Stadt Carmel auf ein weiteres Auto und töteten einen Insassen. Das Opfer stammt aus dem jüdischen Teil Hebron's. Die Mörder flohen in die nahegelegene palästinensische Ortschaft Yatta.

Zu dem Anschlag bekannten sich die "Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden" die zu Arafat's Fatach-Bewegung gehören.

David Baker, Mitarbeiter des israelischen Premierministers Ariel Scharon erklärte unmittelbar nach dem Anschlag "von niemand kann erwartet werden, daß ein Staat diesen Terror toleriert - auch Israel wird diesen Terror nicht akzeptieren."

(c)/ Quelle Bilder: IDF, MfA

26.07.02

Palästinenserin erhält Organspende von einem Israeli 

Eine blinde palästinensische Teenagerin aus Jenin hat ihr Augenlicht dank der Transplantation der Hornhaut eines israelischen Spender wieder. Die erfolgreiche Operation wurde im Westgaliläa Krankenhaus in Nahariya durchgeführt. A’atzaz Amor, die 16 Jahre junge Frau aus Jenin, war vor vier Jahren auf dem linken Auge erblindet. „Sie hat mehrere unerfolgreiche Operationen zur Wiederherstellung ihres Augenlichts hinter sich gehabt,“ so Dr. Uri Rehani, der Direktor der Augenklinik des Krankenhauses. Amor wurde in der vergangenen Woche operiert, nachdem sie die Spende eines israelischen Mannes, der am Tag zuvor verstorben war, zugesagt bekam. Schon einen Tag danach konnte Amor wieder 100% sehen. Der stellvertretende Krankenhausdirektor, Dr. Moshe Daniel, begründete die Operation vor humanitärem Hintergrund. Sie wurde fast vollständig vom Krankenhaus zusammen mit Vertretern der örtlichen Gewerkschaft und dem Dorf Yassif finanziert. 

Quelle: Ma'ariv 

26.07.02

Suche am Toten Meer nach weiteren Schriftrollen 

In dieser Woche haben Archäologen begonnen, nach Höhlen zu suchen, die weitere „Rollen vom Toten Meer“ enthalten könnten. Diese Suche unterscheidet sich von den vorherigen durch die neueste Hi Tech Ausrüstung, die zur Erkundung des Untergrunds der Judäischen Wüste eingesetzt wird. Dr. Magen Broshi, Direktor des Shrein des Buches im Israel Museum in Jerusalem, wo die Qumran Rollen aufbewahrt werden, sprach am Donnerstag über das von ihm angeleitete Wissenschaftler Team und ihre Methoden. Zur Suche nach unentdeckten Höhlen werden sie am nordwestlichen Ende des Toten Meeres Bodendurchdringenden Radar nutzen. Die Wissenschaftler haben schon eine Karte des antiken Friedhofs von Qumran angefertigt, wo sie 1.200 Gräber ausgemacht haben. Darunter die Skelette von zwei jüdischen Frauen. Die aktuelle Untersuchung ist auf zehn Tage angelegt. Sie muss zu diesem Zeitpunkt durchgeführt werden – am toten Meer ist oft über 40° heiß, da die Ausrüstung einer US-Einrichtung nur zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung steht. 

Quelle: Jerusalem Post 

26.07.02

Ermittlungen zum polnischen Pogrom gegen Juden am 10. Juli 1941

NIcht die Nazi's, sondern polnische Bürger haben am 10. Juli 1941 in der ostpolnischen Stadt Jedwabne Hunderte von Juden - darunter viele Frauen und Kinder - erschlagen und in einer Scheune bei lebendigem Leib verbrannt. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) in Polen - um die Täter und deren Anklage schweigt man sich aus....
Das empfehlenswerte jüdische schweizer Wochenmagazin "Tachles" nimmt dazu Stellung:

"Die Mörder waren die Nachbarn"

26.07.02

Salah Shehade - Kommentar der israelischen Armee/ IDF

Das israelische Militär nimmt zu den Vorgängen in Gaza Stadt Stellung bei dem der Kommandeur des militärischen Armes der Hamas getötet wurde. Israel macht ihn für Hunderte von Terrorattacken gegen Israel verantwortlich, die Hunderte von Israelis das Leben gekostet haben und für eine Vielzahl von Verletzten gesorgt haben.

(Salah Shehade verabschiedet seinen Neffen, der sich dann auf den Weg zu einem (Selbstmord)- attentat machte. Quelle des Bildes: IDF)

Link:

IDF: Portrait 

IDF: Bericht aus einem TV-Interview mit MBC network

Die Botschaft Israels in Berlin schreibt zu diesem Thema:

Shehadeh plante Mega-Anschlag 

Der militärische Führer der Hamas, Salah Shehadeh, plante einen Mega-Terroranschlag mit einem Lastwagen mit einer Ladung von einer Tonne Sprengstoff, der Hunderte Israelis töten sollte, sagte gestern Israels Verteidigungsminister Binyamin Ben-Eliezer. Ben-Eliezer sagte zu Mitgliedern des Hauptauschuss der Arbeitspartei, dass Shehade der größte der terroristischen Führer war „Seite Beginn der Intifada bis heute, gab es keinen größeren, stärkeren oder brutaleren als ihn. Hunderte Personen starben und wurden [durch ihn] verletzt.“ Der Minister teilte weiter mit, dass Israel in den vergangenen sechs Monaten aktiv hinter Shehadeh her war, aber acht Mal die präventive Tötung von Kabinett und IDF ausgesetzt wurde, weil er keine „eindeutige Antwort erhalten hatte, ob er alleine oder zusammen mit seiner Frau und Tochter war.“ Es lagen Informationen vor, dass Shehadeh einen Mega-Anschlag plante. Trotzdem wurde die Operation in der vergangenen Woche mindestens zwei Mal - zu einer Gelegenheit befanden sich die Flugzeuge schon in der Luft - verschoben, weil sich seine Tochter bei ihm befand. Ben-Eliezer sagte außerdem, dass das Sicherheitskabinett am Montag die Versicherung erhalten hatte, dass Shehade mit zwei seiner Gefolgsmänner alleine war, daher wurde die Genehmigung für den Schlag gegeben. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin und Jerusalem Post

25.07.02

Wo bleibt der Aufschrei der Welt?

Die Regierungen der meisten Länder lassen keine Gelegenheit aus, um Israels Selbstverteidigung und Terrorismusbekämpfung zu verurteilen. Jüngstes Beispiel sind die Vorgänge in Gaza; der amerikanische Botschafter John Negroponte bei der UNO hat richtigerweise bemerkt, er hätte sich gewünscht, solche UNO-Debatten hätten stattgefunden, als immer wieder unschuldige Israelis durch palästinensische (Selbstmord)attentäter sterben mussten. Nein, da hat Staat der Welt aus dem großen Quartett (UNO, EU, USA oder Rußland) den Weltsicherheitsrat angerufen, um eine Resolution gegen den palästinensischen Terror einzubringen. Die Welt schweigt....

Heute wurden 10 arabische Zivilisten in der Nähe von Jenin verletzt. Terroristen platzierten eine Bombe um sie unter einem vorbeifahrenden Panzer der israelischen Armee zu zünden. Die Bombe explodierte jedoch, als ein Bus der UNRWA mit arabischen Zivilisten vorbeifuhr. Die Bombe (in Verbindung mit einem mit Gas gefüllten Kanister) verletzte 10 Zivilisten. Die Welt schweigt.......

Quelle zum Anschlag von Jenin: Arutz 7

Linktip:

Tachles: Vorwärts Heuchler

25.07.02

Weiteres Opfer des Anschlags vom 17. Juli in Tel Aviv

Der palästinensische (Selbst)mordanschlag vom 17. Juli in Tel Aviv hat nunmehr ein viertes Opfer gefordert. Der 33 Li Been, Gastarbeiter aus China erlag gestern den Verletzungen die er durch den Anschlag erlitten hatte. Damit sind inzwischen 4 unschuldige Menschen durch den Terroranschlag ums Leben gekommen.

25.07.02

Interview-Tips

Der aussenpolitische Berater des israelischen Ministerpräsidenten, Salman Shoval nimmt in einem Interview mit dem Deutschlandradio zu den Geschehnissen der letzten Tage in Israel und den Gebieten Stellung.
Insbesondere geht er auch auf die Situation in Gaza bzw. die Bombardierung des Hauses von Salach Schehade ein.

Linktip:

Interview mit Salman Shoval

Der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, Avi Primor nimmt in einem Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk zu den Geschehnissen der letzten Tage in Israel und den Gebieten Stellung. Insbesondere geht er auch auf die Situation in Gaza bzw. die Bombardierung des Hauses von Salach Schehade ein.

Linktip:

Interview mit Avi Primor

25.07.02

Die UNO in bekannter Manier: Einseitige Verurteilung Israels

In der gestrigen Sitzung des UNO-Sicherheitsrates (nicht vergessen: Eines der Mitglieder des Sicherheitsrats ist Syrien!) wurde Israel aufgrund des Raketenangriffs - der neben zwei Hamas-Terroristen auch 12 Zivilisten das Leben kostete - scharf verurteilt. Die Sitzung war von Ländern der arabischen Liga gefordert worden. 
Der palästinensische UN-Vertreter bei der UNO, Nasser el Kidwa, nutze die Situation um weitere anti-israelische Propaganda zu verbreiten und sprach von "Kriegsverbrechen", mit denen sich der neu gegründete Internationale Strafgerichtshof in Den Haag beschäftigen müsse.
Israels Botschafter bei der UNO Aaron Jacob erklärte, daß sein Land die Folgen des Angriffs nicht richtig eingeschätzt habe: "Hätten wir das Ergebnis geahnt, wären wir anders vorgegangen" und bedauerte ausdrücklich nochmals die zivilen Opfer des Angriffs.
Den USA ist es zu verdanken, daß Israel nicht wieder in einer Resolution verurteilt wurde. Der Vertreter der USA John Negroponte äußerte sein deutliches Mißfallen, daß die UNO für die anti-israelische Politik der arabischen Staaten missbraucht werde und stellte die berechtigte Frage, warum man denn nicht auch die (Selbst)mordattentate von Palästinensern auf israelische Zivilisten als Anlass zu Debatten im UNO-Sicherheitsrat genommen habe.
Ein weiteres trauriges Kapitel der europäischen Haltung gegenüber Israel gab die Vertretung Dänemarks ab, die die europäische Haltung (mit der deutschen Position abgestimmt!) im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft darlegte; die europäische Argumentation deckte sich weitgehend mit der anti-israelischen Haltung der arabischen Staaten.

Wohl kaum ein anderes demokratisches Land (von vielen Diktaturen und insbesondere Israels Nachbarn im Nahen Osten ganz zu schweigen) bringt den Mut und die Konsequenz auf, im Rahmen ihrer erforderlichen Terrorismusbekämpfung auch Fehler zuzugeben, wie es die Israelische Regierung unmittelbar nach dem Bombenangriff in Gaza getan hat. Aussenminister Peres entschuldigte sich inzwischen öffentlich für den versehentlichen und schlimmen Tod der Zivilisten. Den Hamas-Kommandanten Saleh Shehadeh bezeichnete er als den "lokalen Bin-Laden" und machte ihn für den Tod von mindestens 200 Israelis verantwortlich. Auch andere israelische Politiker bedauerten den Tod der Zivilisten. Die israelische Regierung sprach aber auch von Beweisen, daß Shehadeh in der nahen Zukunft eine Reihe von terroristischen Anschlägen plante, so unter Anderem eine Sprengung der Gush-Katif-Brücke mit einer 600 kg-Bombe. Es wäre nicht auszudenken gewesen, welche Konsequenzen dieser Anschlag auf den einzigen Zugang zu den jüdischen Bewohnern im Gush-Katif-Block gehabt hätte. Offensichtlich haben die Kenntnisse der israelischen Geheimdienste über geplante bevorstehende Anschläge die israelische Regierung zu dem Einsatzbefehl veranlasst.
Eine Entschuldigung in der Art und Weise der israelischen Regierung hat man weder von der NATO für Bombenabwürfe auf Zivilisten im Jugoslawien-Krieg gehört, noch ist die USA im Terrorismus-Krieg gegen Afghanistan zu Entschuldigungen bereit gewesen, wenn ihre Daisy-Cutter-Bomben unschuldiges Leben getroffen haben - von der Kriegführung des neuen EU-Darling Russland in Tschetschenien (die Bilder des restlos zerbombten Grosny gingen um die Welt) ganz zu schweigen......

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sprach bereits vor zwei Tagen von der leider unvermeidlichen Situation, daß jeder Krieg immer unschuldige Opfer zur Folge habe.

Vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang nicht, daß eine Ursache der gezielten israelischen Selbstverteidigungspolitik gegen palästinensische Terroristen darin liegt, daß die Palästinensische Autonomiebehörde ihren vertraglichen Vereinbarungen in - für Israel aber auch für die palästinensische Zivilbevölkerung - schädlicher Weise nicht nachkommt. 

Im Oslo Abkommen hatte sich die Autonomiebehörde unter Jassir Arafat unter Anderem dazu verpflichtet,

- zur Anstiftung zur Gewalt zu verzichten (Artikel XII)
- dafür zu sorgen, daß die palästinensische Polizei Gewalt verhindert und mit den israelischen Sicherheitskräften zusammenarbeitet (Anlage I, Artikel II)
- alle in den autonomen Gebieten operierende Milizen zu entwaffnen und aufzulösen und alle illegalen Waffen zu beschlagnahmen (Artikel XIV und Anlage I, Artikel II Absatz 1 und XI)
- alle mutmaßlichen Terroristen an Israel auszuliefern. Die PA ist verpflichtet, alle Verdächtigen, um deren Auslieferung Israel ersucht für ein Gerichtsverfahren zu überstellen (Anlage IV, Artikel II, Absatz 7)
- die Gesamtzahl der Sicherheitskräfte auf 9.000 Polizisten zu begrenzen (Anlage I, Artikel III Absatz 3). Diese Anzahl wurde um mindestens das Doppelte überschritten
- die Menschenrechte und Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit zu beachten (Artikel XIX). Tatsächlich gibt es in den von der PA kontrollierten Gebiete willkürliche Festnahmen, Verhaftungen und Folterungen. Kollaborateure wurden in Schnellverfahren hingerichtet bzw. ohne Gerichtsverfahren hingerichtet und zur öffentlichen Zurschaustellung durch die Straßen geschleift.
- keine auswärtigen Beziehungen zu unterhalten bzw. diese auf Wirtschafts- und Kulturabkommen zu begrenzen (Artikel IX). Die PA verletzt diese Bestimmung laufend durch Beziehungen auf multilateraler Ebene (Arabische Liga) und unternationaler Ebene (Vereinte Nationen).

Erwähnt werden muß in diesem Zusammenhang auch, daß der getötete Kommandeur der Hamas Salah Shehade sich bewußt in dicht bevölkerten Gebieten in Gaza bewegt hatte bzw. in einem Haus aufhielt das von vielen Menschen bewohnt war, um diese Zivilbevölkerung quasi als menschliche Schutzschilder zu benutzen.

"Die Welt" nannte den getöteten Palästinenser den "mörderischsten aller Terroristen, die in den letzten zwei Intifada-Jahren von der israelischen Armee durch gezielte Attentate getötet wurde."

Link:

UN News Centre

Israel streitet über die Liquidierung

Israels UN-Botschafter äußert Bedauern nach Angriff

Sie schießen und weinen

Liquidierung einer tickenden Bombe?

Vorwärts Heuchler

Interview mit Salman Shoval, außenpolitischer Berater Sharons (hören)

Interview mit Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland (hören)

Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, UNO, Die Welt, Haaretz, Jerusalem Post

25.07.02

Feiger Mord an Israeli

Heute Nacht um 4.00 H morgens haben palästinensische Heckenschützen aus dem Hinterhalt einen Israeli erschossen und einen weiteren schwer verletzt. Die Beiden waren mit dem Auto nahe der jüdischen Gemeinde Alei Zahav (Nähe Ariel) in Samaria unterwegs, als die Palästinenser aus dem Hinterhalt das Feuer auf das Auto eröffneten. Rabbi Elimelech Shapira (43) wurde von den Attentätern erschossen. Der 40-jährige Beifahrer wurde schwer verletzt in das Beilinson-Krankenhaus nach Petach Tikva gebracht. 

Die israelische Armee vermutet die Mörder in der nahen palästinensischen Stadt Burkin. Die Al-Aksa-Brigaden aus Arafat's Fatach-Bewegung übernahmen die Verantwortung für das feige Attentat.
Rabbi Shapira hinterläßt eine Frau und acht Kinder.

25.07.02

Jahresbericht des UN-Entwicklungsprogramms

Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) hat seinen Jahresbericht für 2002 in New York vorgestellt. In Sachen Beurteilung der Lebensumstände liegt Deutschland an 13. Stelle, Israel folgt an 16. Stelle.

Daneben wurde auch ein umfangreicher Bericht über die arabischen Länder veröffentlicht.

Link:

UNDP

25.07.02

Sharon: Ich bin zu schmerzlichen Kompromissen bereit, Abkommen in drei Phasen möglich  

Israels Premierminister Ariel Sharon hat sich in einem am Mittwoch von der ARD ausgestrahltem Interview gegenüber Michel Friedman zu schmerzlichen Kompromissen für einen echten und dauerhaften Frieden mit den Palästinensern bereit erklärt. Kompromisse in Sicherheitsfragen schloss er jedoch kategorisch aus. In dem am Montag aufgezeichneten Gespräch sagte Sharon bezüglich der Opfer auch unter palästinensischen Kindern und Frauen, dass jedes Opfer eine Tragödie sei und er das bedauere. Diese Opfer auf palästinensischer Seite seien jedoch nie ausgewählte Ziele. „Es gibt Opfer auf beiden Seiten,“ so Sharon, „deshalb glaube ich persönlich, dass die Antwort nicht nur eine militärische Antwort sein kann und wir haben mehrmals Angebote gemacht... Aber der Terror hörte nicht auf und ich denke, dass unser verstorbener Premierminister Rabin, den ich viele Jahre gut kannte und in Freundschaft verbunden war – als er zur Unterzeichnung des Oslo-Abkommens bereit war, seine erste Bedingung war, dass die Palästinenser den Terror stoppen. Dies ist nie geschehen.“ Sharon betonte, dass er alle Dienstgrade der IDF durchlaufen hat und die Bedeutung von Krieg erlebt hat und daher die Notwendigkeit von Frieden besser kennt, als viele die nicht die Erfahrungen des Krieges machen mussten. „Aber Sie müssen eines wissen: für mich bedeutet Frieden Sicherheit. Obwohl ich bereit bin, schmerzliche Kompromisse einzugehen, um Frieden zu erreichen,“ so Sharon zu Friedman weiter. Bezüglich einer neuen Verhandlungsrunde sagte Sharon, dass er ein Vorgehen in drei Phasen befürworte. Die erste Phase wäre demzufolge die vollständige Beendigung des Terror, der Feindseligkeiten und Hetze. Der zweite Schritte wäre eine längere Zwischenphase, in der beide Seiten „Dinge tun müssten“. In der dritten Phase würden dann die endgültigen Grenzen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt. Sharon: „Ich bin der Auffassung, dass nach diesen 120 Jahren schwerlich anzunehmen ist, dass man es in einer einzigen Phase schaffen kann.“ 

© Botschaft des Staates Israel/ Berlin

Linktip:

Das Interview im Hessischen Fernsehen lesen

25.07.02

Verbesserte diplomatische Kontakte zwischen Israel und Österreich?

Seit Bildung der österreichischen Regierung unter Einbeziehung der rechtsextremen Haider-Partei FPÖ hatte Israel seien Botschafter aus Wien abberufen. Seither ist Israel beim deutschen Nachbarn nur noch auf der (tieferen) Ebene eines Geschäftsträgers vertreten.
Im Interview, das Michel Friedman mit dem israelischen Premierminister Ariel Scharon geführt hatte, hat dieser auch von den Überlegungen gesprochen, die Beziehungen mit Österreich wieder zu verbessern bzw. zu erneuern. Scharon wandte sich gegen einen Boykott europäischer Staaten die in ihren Regierungskoalitionen mit rechtsextremen Parteien koalieren bzw. in deren Ländern ein "starker Zuwachs für rechtsradikale Parteien zu verzeichnen sei". Scharon wies im Interview auf die Gefahr eines sich deutlich verfestigenden Antisemitismus in Europa hin.

In Österreich wurde die Ankündigung bzw. das Angebot zur Erneuerung der Beziehungen beider Länder begrüßt. Der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) nannte Scharons Erklärung einen "sehr positiven Schritt."

Österreich hatte in den vergangenen 2 Jahren vorsichtige, erste Schritte zur Aufarbeitung der Geschichte des Landes gemacht und auch einer Entschädigungsregelung für die Opfer des Nazi-Terrors zugestimmt.

Linktip:

Das Interview im Hessischen Fernsehen lesen

Der Boykott gegen Österreich wird beendet

24.07.02

TV-Tip: Michel Friedman spricht mit Ariel Scharon

Ein vor 2 Tagen in Jerusalem aufgenommenes Interview mit Ariel Scharon strahlt die ARD heute Abend in der Reihe "Friedman" aus. In dem 30-minütigen Gespräch spricht Friedman mit dem israelischen Premierminister über die Situation im Nahen Osten, über Sharons Führungsweise, über Deutschlands Rolle im Nahostkonflikt sowie über den Antisemitismus in Deutschland und Europa.

Weiterer Programmhinweis: 17.08.2002 Arte/ 19.00 H: "Michel Friedman: Mein Leben"

Linktip:

Friedman im Ersten

Das Interview lesen

24.07.02

Israel: "Hätten wir von den Zivilisten gewusst, der Schlag gegen die Hamas wäre ausgesetzt worden"  

Am Mittwochabend sagten hohe Regierungsbeamte bezüglich des international kritisierten Luftanschlags in Gaza, wenn Premierminister Ariel Sharon und Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer gewusst hätten, dass Unschuldige in der Nähe waren, die Aktion zur Tötung des Mannes, der die Liste der gesuchten Terroristen anführte, verschoben worden wäre. Durch den gezielten Angriff wurde der Kommandeur des militärischen Flügels der Hamas, Salah Shehade, aber auch 13 Zivilisten getötet. Laut HA’ARETZ hat die IDF und der Inlandsgeheimdienst Shin Bet am Dienstagabend eine Untersuchung des Luftanschlags eingeleitet. Aus militärischen Kreise verlautete, dass der zentrale Fehler der Operation die Entscheidung zum Einsatz eines F-16 Kampfjets gewesen sei. Dieser hatte eine ein-Tonnen-Bombe auf das Haus von Shehade in einem Wohngebiet abgeworfen. Vier der getöteten Personen befanden sich in dem Haus, die anderen Opfer waren in den angrenzenden Gebäuden. Shehades Stellvertreter wurde ebenfalls getötet. „Israel wußte nicht, dass sich Zivilisten in Shehades Haus aufhielten“, zitiert Radio Israel den Premierminister aus einem Gespräch mit Beratern am Dienstagabend. „Hätten wir das gewusst, hätten wir einen anderen Weg gefunden, ihn zu treffen.“ Der stellvertretende Premierminister sagte über den gestrigen Einsatz, der mehrfach wegen der Gefährdung von Zivilisten verschoben worden war: „Jeder, der glaubt, dass der Premierminister, der Verteidigungsminister oder der Generalstabschef den Angriff an diesem Ort bestätigt hätte - wissend dass dies unschuldige Personen treffen könne - weiß einfach nicht wovon er spricht.“ Generalmajor Giora Eiland äußerte sich ähnlich gegenüber der Associated Press. Die Operation zur Tötung Shehades sei einige Male abgebrochen worden, weil sich der Hamas-Kommandeur unter Zivilisten bewegte. „Wenn wir das Resultat gekannt hätten, wäre die Operation natürlich nicht durchgeführt worden.“ Salah Shehade war für den Tod von Hunderten Israelis verantwortlich, sagte gestern General Dan Harel, Leiter des operativen Stabes in der IDF. Shehade, der Chef des militärischen Flügels der Hamas, war beteiligt an den Terroranschlägen im Dolphinarium in Tel Aviv, Restaurant Sbarro in Jerusalem, Cafe Moment in Jerusalem, Park Hotel in Netanya und viele andere. Wie MA’ARIV berichtet, wurde aus Sicherheitskreisen bekannt, dass Shehades Tod eine weitere Serie von Terroranschlägen der Hamas verhindert hat. Demzufolge plante Shehade einen Lastwagen mit 600 kg Sprengstoff loszuschicken, um die Brücke in Gush Katif zu sprengen, Bomben-Boote mit Selbstmordattentätern der Hamas einzusetzen und Soldaten zu entführen. 

Angeführt vom geistlichen Führer der Hamas, Sheikh Ahmed Yassin, haben zwischen 100 und 300 Tausend Palästinenser am Dienstagnachmittag an der Beisetzung von Hamas-Führer Shehadeh und den 14 weiteren Todesopfern teilgenommen. Maskierte Palästinenser feuerten mit Maschinengewehren und Handfeuerwaffen in die Luft. In Sprechchören schworen die Teilnehmer Rache an Israel. „Wir werden ihre Kinder ohne Erbarmen töten“, „Das Blut der Märtyrer ist nicht umsonst geflossen, das palästinensische Volk wird sich rächen.“(JERUSALEM POST) 

MA’ARIV berichtet von den Drohungen der Hamas: „Wir werden unsere Augen nicht eher schließen bevor die Zionisten mit ihren eigenen Augen ihre Körper in jedem Cafe, Restaurant, jeder Bushaltestelle oder Straßenecke rollen sehen werden. Wir versprechen und schwören, dass es keine Existenz des Staates Israel auf der Landkarte geben wird, wir werden die Kinder Israel ohne Erbarmen töten.“ Die Mitteilung wurde am Dienstag von der Izz a-Din el-Kassam veröffentlicht.  

Aus dem Gazastreifen wurden in der Nacht drei Raketen vom Typ Kassam auf Israel abgefeuert. Die Raketen schlugen außerhalb der israelischen Stadt Sderot ein und verursachten keine größeren Schäden. Kurz zuvor hatten Palästinenser vier Mörsergranaten auf eine israelische Ortschaft im nördlichen Gazastreifen gefeuert. Zwei israelische Zivilisten wurden leicht verletzt. Nach dem Luftangriff gab es merklichen Anstieg bei Versuchen von Palästinensern, tagsüber Angriffe gegen israelische Ziele im Westjordanland und im Gazastreifen durchzuführen. In mehreren Fällen konnten IDF Kräfte erfolgreich Terroranschläge sowohl im Gazastreifen wie auch in Judäa und Samaria vereiteln. Bei ihren anhaltenden Bemühungen zur Niederschlagung des Terrors, haben israelische Sicherheitskräfte mehrere Palästinenser festgenommen, die der Beteiligung an Terrorakten im Westjordanland verdächtigt werden. In Ein Zidan bei Nablus wurde ein Terrorist gefasst, der einen Terroranschlag im israelischen Kernland plante. Zusammen mit ihm wurde eine Frau festgenommen, die den Mann nach Israel schmuggeln sollte, sowie zwei weitere Männer. Am Nachmittag hatten israelische Soldaten nahe des Dorfes Tel im Westjordanland drei Palästinenser getötet, die an dem kombinierten Terroranschlag auf einen Bus bei Emmanuel beteiligt waren, bei dem neun Israelis getötet und Dutzende verletzt worden sind. (HA’ARETZ) 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Ergänzende Links:

Letztes Interview mit Salah Schehada

Schehade plante weitere Terroranschläge

Sie schießen und weinen

Liquidierung einer tickenden Bombe?

Interview mit Salman Shoval, aussenpolitischer Berater Sharons (hören)

Interview mit Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland (hören)

24.07.02

Sicherheitskreise: "Androhung von Bestrafung der Familie hält Selbstmordattentäter ab"

Vertreter des Sicherheitssektors berichteten am Dienstag dem Regierungsausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und Sicherheit. Demzufolge ist das Phänomen der Selbstmord-Terroristen eine „gesellschaftliche Norm“ geworden, das von der palästinensischen Bevölkerung nicht angeprangert wird. In den vergangenen zwei Jahren wurden 120 Selbstmordattentate durchgeführt, von denen 85 erfolgreich waren, an denen 95 Terroristen zumeist von der Hamas beteiligt waren. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass der Attentäter sich sehr um die Zukunft seiner Familie sorgt. Er glaubt, dass er mit seiner Handlung die wirtschaftliche Zukunft seiner Familie sichert und zu ihrem gesellschaftlichen Aufstieg führt. Daher erhalten die Selbstmord-Attentäter die Unterstützung ihrer Familien. Das Wissen, dass die Familie unter seiner Tat leiden könne, hat eine abschreckende Wirkung. (YEDIOTH AHRONOTH) 

24.07.02

Kundgebung in München

"Aufstehen gegen Antisemitismus und Antizionismus"  - unter diesem Motto rufen die Initiatoren (Bund jüdischer Studenten, Israelitische Kultusgemeinde und diverser politischer Gruppierungen) auf, am kommenden Freitag in München Präsenz gegen den aufkommenden Antisemitismus und Antizionismus in unserem Land zu zeigen. "Der Antisemitismus ist im Aufwind. Oder besser gesagt: Er manifestiert sich immer offener. Dieses Phänomen hat in den letzten Jahren eine neue Qualität erhalten....Es ist höchste Zeit, öffentlich zu zeigen, daß es sich hierbei um eine gefährliche Entwicklung handelt, die es zu bekämpfen gilt" schreiben die Initiatoren der Kundgebung in dem Aufruf. Nach der wichtigen und erfolgreichen Kundgebung vom 12. Juli diesen Jahres ist dies ein weiteres wichtiges Zeichen der Solidarität mit Israel.

Am Platz der des künftigen jüdischen Zentrums in München (St.-Jakobs-Platz) findet die Auftaktkundgebung um 17.00 H statt. Die Abschlußkundgebung ist für 18.30 H an der Münchner Fußgängerzone (Stachus) geplant.

Link:

Weitere Info's zur Kundgebung

23.07.02

Israelischer Raketenangriff auf Hamas-Führer 

Nach dem israelischen Luftangriff am frühen Dienstagmorgen auf das Wohnhaus des Hamas-Führers im Gazastreifen, Salah Shehada, hat die Hamas mit massiver Vergeltung gedroht. Nach Angaben des Shifa Krankenhauses wurden bei dem Einsatz mehr als 100 Personen verletzt und 11 Palästinenser getötet, darunter Shehadas Ehefrau und drei ihrer Kinder. Der Führer des militärischen Flügels der Hamas wurde getötet. Salah Shehada stand in den vergangenen zwei Jahren an erster Stelle auf der Liste mit den von der israelischen Verteidigungsarmee (IDF) gesuchten Terroristen. Der 40 Jahre alte Shehada war der Kommandeur der Izz a-Din el-Kassam, der militärische Flügel der Hamas. Er war ein enger Vertrauter des geistlichen Führers der Bewegung, Sheikh Ahmed Yassin. Neben seiner extensiven Beteiligung an Terrorakten hat er sich stufenweise seinen Ruf als Führer mit geistlicher Autorität erarbeitet und galt als möglicher Nachfolger Yassins. Shehadas Unterstützung der Hamas reicht zurück bis zum Beginn der ersten Intifada, die Ende 1987 ausbrach. Er verbrachte einige Zeit in israelischen Gefängnissen. Nach Informationen des israelischen Inlandsgeheimdienstes organisierte Shehada den Angriff auf die jüdische Siedlung Atzmona, bei dem fünf Schüler ermordet worden sind und den Angriff auf den „Africa“ Wachposten nahe Kibbutz Kerem-Shalom, bei dem vier Soldaten getötet worden sind. Außerdem war Shehada an der Produktion der „Kassam“ Rakete beteiligt, die schon mehrfach auf Siedlungen im Gazastreifen und auf Ziele im israelischen Kernland abgefeuert worden sind. Shehada arbeitete eng mit zwei anderen Männern im Gazastreifen zusammen, die oben auf Israels Gesuchten-Liste stehen – Mohammed Deif und Adnan el Roul. In den vergangenen Monaten gab es Anzeichen, dass Shehada Beziehungen zu Hamas-Mitgliedern im Westjordanland knüpfte und dass Hamas-Aktivisten in Nablus von ihm Befehle erhielten. Laut Beamten des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, war Shehada einer der extremsten Mitglieder der Hamas, der jegliche Gespräche zur Beendigung des Terrors durch Selbstmordattentate abwies. Er stand in Kontakt mit Hamas-Leuten im Ausland. Die IDF haben schon mehrfach versucht, Shehada habhaft zu werden. (HA’ARETZ)

Zu Beginn der heutigen Kabinettssitzung machte Israels Premierminister Ariel Sharon folgende Mitteilung: „Wir haben das ranghöchste Mitglied des militärischen Flügels der Hamas geschlagen, einen Mann, der – unter anderem – die Kräfte der Hamas in Samaria reorganisiert und wiederaufgebaut hat, neben seinen Handlungen in Gaza. Natürlich ist es nicht die Absicht Israels, Zivilisten zu schaden und es ist immer bedauerlich, wenn Zivilisten getroffen werden. Diese Aktion ist meines Wissens einer unserer größten Erfolge und erfordert von uns größte Wachsamkeit. Ich wiederhole, was ich schon früher sagte, es ist unmöglich jedweden Kompromiss unter Terror zu erzielen; Terror muss bekämpft werden.“ 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Ergänzender Link:

Statement Premierminister Ariel Scharon (Englisch)

"Armee wollte keine palästinensischen Zivilisten treffen"

Hamas Charta

Hamas will Juden vertreiben und einen islamischen Staat

Mörderische Hamas-Rhetorik auf Hochtouren

Schehade plante weitere Terroranschläge

Letztes Interview mit Sala Schehada

23.07.02

Wiedereröffnung der Al-Quds Universität/ Mitteilung des Sicherheitsministeriums vom 22.7. 

Am Montag hat Israels Minister für Öffentliche Sicherheit, Uzi Landau, dem Antrag von Dr. Sari Nusseibeh entsprochen und die Öffnung der Büros der Al-Quds Universität beschlossen. Grundlage der Vereinbarung ist eine Verpflichtung, die Dr. Nusseibeh in Anwesenheit der Rechtsberaterin des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit, Polizei-Generalmajorin Hanna Keller, unterzeichnet hat: 
a. Die Einrichtung und/oder die Personen, die ihre Funktionen ausführen und/oder in ihrem Namen arbeiten, werden ohne jegliche Verbindung zur Palästinensischen Autonomiebehörde arbeiten und dementsprechend keine Finanzmittel von der PA erhalten sowie keine PA Aktivitäten oder jegliche Aktionen in ihrem Namen oder Finanzierung durchführen. 
b. Weder die Einrichtung, noch ihre Funktionäre, oder andere für diese arbeitende Personen, werden jegliche PA Aktivitäten oder jegliche Aktivitäten zu deren Gunsten oder von der PA finanziert auf den Geländen der Einrichtung zulassen. 
c. Ich werde mich nicht für irgendwelche Aktionen bezüglich meines Amtes als „Inhaber des Jerusalem Portfolios“ im Rahmen der Einrichtung engagieren. 
d. Ich bin mir bewußt, dass auf der Grundlage dieser Verpflichtung und ihrer Einhaltung die Anweisung vom 7. Juli 2002, auf meinen Antrag hin, rückgängig gemacht wird. Und dass, wenn diese Verpflichtung, oder Teile von ihr gebrochen werden, der Minister für Öffentliche Sicherheit die Einrichtung unverzüglich kraft seines Amtes schließen wird. Uzi Landau, Israels Minister für Öffentliche Sicherheit, hatte am 7. Juli 2002 die Schließung der „Al-Quds“ Universität in Ost-Jerusalem beschlossen, nachdem ihm geheimdienstliche Informationen von der Jerusalemer Polizei und dem Inlandsgeheimdienst vorgelegt worden waren. Diesen Informationen zufolge pflegte die Universität enge und aktive Beziehungen zur Palästinensischen Autonomiebehörde. 

23.07.02

Iran verantwortlich für Terroranschlag in Buenos Aires

Der Iran steht hinter dem Terroranschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires im Jahre 1994, bei dem 84 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt wurden, dies berichtete am Montag die New York Times. Der Bericht stellt ausdrücklich fest, dass der Terroranschlag vom iranischen Geheimdienst in enger Zusammenarbeit mit Diplomaten der iranischen Botschaft in Buenos Aires durchgeführt wurde. Die Zeitung berichtet außerdem über unverständliche Vorgänge bei der Untersuchung durch die argentinische Polizei. Beweise wären „verloren gegangen“, Augenzeugen eingeschüchtert und Kronzeugen bestochen worden. Dem ehemaligen Präsidenten Argentiniens, Carlos Menem, wären zudem $ 10 Millionen gezahlt worden, um bei der Verdeckung der iranischen Beteiligung zu helfen. (MA’ARIV) 

(c)/ Quelle Botschaft Israels/ Berlin

Ergänzender Link:

NY Times: Iran zahlte 10 Mio. $ Bestechungsgeld

22.07.02

Arabische Haltung zu Jassir Arafat

"...eine arabische Koalition, die sich langsam bildet, um Arafat aus dem Sessel zu heben.....Letztlich aber ist nicht von Bedeutung was Ägypten und Saudi-Arabien sagen, sondern nur das was sie tun. Und sie scheinen die ersten Schritte getan zu haben, um Arafat und seinen gescheiterten Quasi-Staat zu ersetzen - und die Palästinenser damit vor ihren Führen zu schützen...."

Schlomo Avineri, Professor an der Hebrew University in Jerusalem schreibt in "Die Welt":

Arabische Staaten beginnen, ohne Jassir Arafat zu planen

(c)/ Quelle: Deutschland an der Seite Israels

22.07.02

Terrorbilanz vom Wochenende

* Terroranschlag auf Personenzug 
Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Personenzug auf der Strecke zwischen Binjamina und Ashdod mit ca. 130 Passagieren, darunter vorwiegend israelische Soldaten, wurden zwei Personen leicht verletzt. Die Bombe, die unter den Bahngeleisen deponiert war, enthielt 6 kg Sprengstoff und wurde vom Attentäter mit einer Fernsteuerung aus dem Hinterhalt zur Detonation gebracht. 

* In der Nähe des Dorfes Tel Katifa, nahe Gush Katif, gelang es IDF Soldaten am Montag Morgen, einen Überfall bewaffneter Palästinenser zu verhindern. Die Soldaten erkannten die zwei Männer, als sie versuchten, sich dem IDF Posten in der Nähe Tel Katifa heimlich zu nähern. Bei einem Schußwechsel wurden zwei Soldaten leicht verletzt. Die zwei eindringenden palästinensischen Extremisten wurden getötet. 

* Bei weiteren Schusswechseln zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen gewalttätigen Extremisten in verschiedenen Bereichen des Gazastreifens gab es keine Verletzten 

Quelle: Israelischer Rundfunk

22.07.02

Antisemitische Anschläge in Minsk und Rom 

Auf einen jüdischen Friedhof in Borisov bei Minsk, Weißrussland, verübten Unbekannte am Wochenende einen Anschlag, bei dem 19 Grabsteine geschändet wurden. Juri Doran, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Weißrussland, sagte, antisemitische Gewalt werde durch fehlendes Einschreiten von Seiten der Regierung begünstigt. „In diesem Land fühlen sich Antisemiten, als seien sie vor einer jeglichen Strafe sicher.“ In der Nacht des 9. Aw, dem jüdischen Gedenktag an die Schändung und Zerstörung des Jerusalemer Tempels, wurden mehr als 15 Gräber in Rom geschändet. Die Aktion wurde von italienischen Politikern verurteilt. Der Bürgermeister Roms, Walter Valroni, sagte, nachdem er den Friedhof besuchte: „Dies ist eine sehr ernsthafte Aktion. Rom ist keine antisemitische Stadt.“ 

22.07.02

Nahost Synchrotron als neue Chance für die Forschung 

Trotz des gewaltsamen Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern trafen sich letzte Woche Wissenschafter verschiedener Staaten, inklusive Israels, der palästinensischen Gebiete und des Irans in Paris, um ein Synchrotron zur besseren Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern in der Region zu gründen. Das System soll die Zusammenarbeit in verschiedenen Aspekten, wie z.B. der Entwicklung neuer Medikamente oder im Umweltschutz fördern. Das neu gegründete Synchrotron soll Sumsum („Sesam“) heissen. Die Idee dieses Nahost-Synchrotons geht auf eine Initiative aus dem Jahr 1997 zurück. Dort hatten sich bei einem Treffen von Physikern in Torino, Italien, deutsche Wissenschaftler dafür ausgesprochen, das europäische Synchroton Bessy-1 zu stoppen und zu einem Wissenschaftsprojekt für den Nahen Osten zu entwickeln, das auf dieser Ebene seinen eigenen Beitrag zum Frieden bringen soll. 

Linktip:

Nature

© Botschaft des Staates Israel/ Berlin

20.07.02

Interview mit Israels Staatspräsident Moshe Katsav

Israels Staatspräsident Moshe Katsav beklagt in einem Interview mit der Welt am Sonntag, das Leid, das die Terrorintifada gebracht hat und vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht alle wirtschaftlichen Verbesserungen für das palästinensische Volk zerstört hat. 

WamS Interview mit Moshe Katsav

20.07.02

Die Zurückweisung des Angebots in Camp David

Unvergessen sind die heute historischen Versuche des ehemaligen Präsidenten der USA Clinton in Camp David die Verhandlungsführer Ehud Barak und Jassir Arafat zu einer Einigung zu bewegen. 
Oft schon hat man sich gefragt, warum Arafat diese historische Chance abgelehnt hat und 4 Monate später die Tür des Terrors gegen Israels geöffnet hat. 
Die Terrorintifada - gleich ob mit Arafats Wissen, Duldung oder Anordnung - war die mittelbare Folge seines politischen Kalküls. Weit über 500 israelische Tote, und Tausende von verletzten Israelis und sind die traurige Bilanz auf der Seite Israels - und die Bilanz auf der palästinensischen Seite sieht gleichfalls schrecklich aus.

Bruce Riedel, seinerzeit persönlicher Berater des US-Präsidenten Clinton berichtet von den damaligen Geschehnissen in Camp David und zeigen auf, daß mit der Ablehnung von Camp David von Arafat eine historische Chance für Frieden in der Region abgelehnt worden ist...

Barak und Clinton boten den Palästinensern ein historisches Abkommen (Deutsche Übersetzung von Nahostfocus)

Camp David: two years later (Englisches Original)

Zusammenfassung zu Camp David 2000

19.07.02

Aussenminister von Jordanien und Ägypten: Arafat muss übergangen werden  

Die US-Regierung ist trotz einiger Differenzen davon überzeugt, dass das internationale Quartett – aus USA, EU, UN und Rußland – hinter den Plänen von US-Präsident George Bush für palästinensische Reformen und das weitere politische Vorgehen steht. Das Nahost-Quartett traf diese Woche in den USA zusammen. Amerikanische Beamte sagten, wie HA’ARETZ berichtet, hinter verschlossenen Türen, dass die Berichte von Meinungsverschiedenheiten zwischen Washington und den anderen Mitgliedern übertrieben gewesen wären, tatsächlich gab es in den Treffen eine breite Zustimmung bezüglich des weiteren Vorgehens. Alle Teilnehmer der Quartetts-Treffen, an denen auch Powell und die Außenminister Ägyptens und Jordaniens teilnahmen, stimmten überein, dass der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde, Yasser Arafat, übergangen werden muss. Die institutionellen Reformen in der PA sollten Arafat irrelevant machen. Powell identifizierte den palästinensischen Finanzminister, Salam Fayad, und den Innenminister, Abdel Razek Yehiyeh, als Partner für die USA. Mit den beiden palästinensischen Politikern war auch schon Israels Außenminister Shimon Peres zusammengekommen. Unterschiedliche Meinungen bestanden bezüglich der Art und Weise wie mit Arafat zu verfahren sei. Den Amerikanern wurde gesagt, dass es ein Fehler gewesen sei, öffentlich Arafats Ablösung zu forder, da dies sein Position verfestigen würde und anderen palästinensischen Führern das Hervortreten erschwere. ****** Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, hat in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat in ungewohnt scharfem Ton die Hisbollah für die schwere Eskalation an Israels Nordgrenze vor drei Monaten verantwortlich gemacht. Die israelische Verteidigungsarmee hätte sehr zurückhaltend reagiert. 

(C)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Linktip:

Arabische Staaten beginnen, ohne Jassir Arafat zu planen

19.07.02

IDF nimmt erstmals Familienangehörige von Terroristen fest 

Die israelische Armee hat in der Nacht zum Freitag im Westjordanland 21 Familienangehörige der Selbstmordattentäter von Emanuel festgenommen. Wie HA’ARETZ berichtet, handelt es sich bei den Festgenommenen um die Väter, Brüder und Söhne der drei Männer, die am vergangenen Dienstag bei einem Terroranschlag auf einen israelischen Linienbus nahe der jüdischen Siedlung Emmanuel 8 israelische Zivilisten getötet und mehr als 20 verletzt hatten. Laut Quellen der IDF plane man die Abschiebung der Männer in den Gazastreifen. Mit gezielten Maßnahmen gegen das direkte Umfeld der Terroristen sollen Nachahmer abgeschreckt werden. Dies ist das erste Mal seit Beginn der anhaltenden palästinensischen Gewaltwelle, das Israel die Familien von Terroristen in dieser Weise behandelt. Wie der israelische Rundfunksender GALEI ZAHAL meldet, sind die gesuchten Täter Nasser A-Din Mustafa Asiga, das Hamas-Mitglied organisierte die beiden Terroranschläge auf Busse bei Emmanuel am vergangenen Dienstag und im Dezember 2001, und Ali Mohammed Achmed Esuri, der Fatah-Aktivist steht hinter dem Anschlag von Tel Aviv. Die Suche nach den beiden Männern geht weiter. In Nablus zerstörte die Armee in der Nacht außerdem die Häuser von zwei Terroristen, die an Anschlägen gegen Israelis beteiligt waren. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Ergänzende Links:

Israel will Familien militanter Palästinenser ausweisen

Internationale Kritik an geplanter Abschiebung

19.07.02

"Keinen Cent mehr für Arafats Clan-Wirtschaft"

Der Europaparlamentarier Armin Laschet (CDU) aus NRW setzt sich in der deutschen Wochenzeitschrift "Rheinischer Merkur" mit den EU-Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde kritisch auseinander.
"Millionen Euro werden in eine korrupte Clan-Wirtschaft gesteckt, ohne Prüfung, ohne Bedingungen, inzwischen gar pauschal ohne Projektbindung. Heute fließt mehr Geld an Arafat als zu einer Zeit, da der vielversprechende Friedensprozess von Oslo 1993 begann...."

Link:

Rheinischer Merkur: Keinen Cent mehr für Arafats Clan-Wirtschaft

Armin Laschet

19.07.02

Israels Geschichte

Nachhilfeunterricht in Geschichte gibt eine professionelle 3D-Annimation die die Geschichte des damaligen britischen Mandatsgebiets Palästina von 1922, über die Staatsgründung Israels bis hin zu den Ereignissen des 6-Tage-Krieges und des Jom-Kippur-Krieges schildert. Prädikat sehr empfehlenswert!

History in a nutshell

19.07.02

Die schlimmste Welle seit dem Weltkrieg

In Toronto wird ein Jude vor einer Pizzeria erstochen. In Swansea (Wales) attackieren Vandalen eine Synagoge und beschädigen unter anderem eine über 300 Jahre alte Thorarolle. Die antisemitischen Vorfälle greifen weltweit um sich. Israels Vizeaussenminister Michael Melchior spricht von der "schlimmsten Welle seit dem Weltkrieg."

Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin "Tachles" nimmt zu der Giftblase des Antisemitismus in zwei wichtigen Artikel Stellung:

Tachles: "Die schlimmste Welle seit dem Weltkrieg"

Tachles: "Nachbetrachtungen zu Antisemitismusdebatten"

19.07.02

Israelische Jugendliche in Deutschland - ohne Shai Avi-Zedek

Jugendliche aus Israel besuchen im Rahmen eines deutsch-israelischen Schüleraustauschprojektes Deutschland. Mit dabei gewesen wäre eigentlich auch Shani Avi-Zedek. Im Juli wäre Shani 16 Jahre alt geworden. Aber ein palästinensischer Attentäter hat ihrem Leben bei dem Anschlag am 18. Juni auf den Egged Bus Nr. 32a auf der Fahrt vom südlichen Jerusalemer Stadtteil Gilo in die Stadtmitte ein grausames Ende bereitet und Shani mit 18 anderen Unschuldigen in den Tod gerissen. 

Shani konnte nicht mehr mitfahren

Shani, Opfer eines Attentats

18.07.02

Nachspiel - Anschlag in Emanuel 

Mittlerweile scheinen sich die Kontrahenten geeinigt zu haben, welche der palästinensischen Terrororganisationen für den kombinierten Terroranschlag am Dienstag, der acht Israelis den Tod brachte, verantwortlich zeichnen darf: Nach dem Anschlag hatten sich zunächst fünf Gruppen zu dem Terroranschlag bekannt. Die Tatsache, dass viele Kinder getötet oder verletzt wurden, scheint die Gruppen geradezu zu einem Wettstreit angespornt zu haben. Die Hamas konnte sich am Ende erfolgreich durchsetzen, nicht zuletzt weil ihr militärischer Arm schon im Dezember an gleicher Stelle einen Anschlag nach dem gleichen Verfahren verübt hatte. Bei der Durchsuchung der Umgebung von Emmanuel gab es einen weiteren israelischen Toten in einem Feuergefecht. 
Der 21 Jahre alte Leutnant Elad Grandir aus Haifa starb in dem Hinterhalt der Terroristen östlich von Emmanuel. 

Drei Soldaten wurden in dem Kampf verletzt, bei dem einer der Terroristen ebenfalls getötet wurde. (IDF.il) Eine der interessantesten Reaktionen auf den Anschlag in Emmanuel stammt vom Generalsekretär des palästinensischen Kabinetts, Achmed Abdel Rahman, wie der israelische Rundfunk GALEI ZAHAL am Mittwoch berichtete, sagte Rahman: „Wenn die Zivilisten sich am falschen Ort zur falschen Zeit aufhalten, wenn israelische Zivilisten dort bleiben, verurteilen wir Terroranschläge im Westjordanland und im Gazastreifen nicht. Unsere Position ist dann die Unterstützung und sogar Förderung solcher Anschläge.“ 

Link:

Die Opfer des Terroranschlags

(c)/ Quelle: Botschaft Israel/ Berlin

18.07.02

Demonstration in Gaza

Vor drei Tagen demonstrierten in Gaza-Stadt Tausende arbeitslose Arbeiter gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die schlechte Wirtschaftslage. Sie riefen unter anderem: „Wo ist Arafat, wo unsere Minister, die tolle Schlitten fahren und in Luxusvillen wohnen, wieso haben sie uns im Stich gelassen?“ In den palästinensischen Autonomiegebieten wächst die Kritik an der eigenen Regierung. Die Demonstranten übergaben einen Brief an die Vertretung der Vereinten Nationen und appellierten an Israels Premierminister, ihnen die Arbeit in Israel zu ermöglichen: „Wir sind nicht schuldig, wir sind keine Selbstmörder und Terroristen.“ 

Zum gleichen Thema passt auch der Artikel von "Nahostfocus", der sich mit der Korruption innerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde auseinandersetzt:

Arafats Korruption

18.07.02

Evangelikale amerikanische Christen an der Seite Israels

Worthynews ist eine bekannte evangelikale christliche Organisation aus Landson/ South Carolina. Einer der Direktoren - Earl Cox - der u.a. durch sein Eintreten für den Wahlkampf von Colin Powell bekannt wurde hat nun bekannt gegeben, daß im 2. Israelischen Fernsehen 30-Sekunden Spots gezeigt werden sollen, die Israels Bevölkerung in dieser schweren Zeit ermutigen sollen und ihr die amerikanische Solidarität und Unterstützung versichern sollen. 

 

Cox wies bei der Bekanntgabe der Aktion auf dem Friedhof am Herzlberg in Israels Hauptstadt darauf hin, daß der Terrorismus gegen Israel zu einer breiten Solidarisierung der Amerikaner mit Israel führe. Scharf kritisierte er das Konzept "Land für Frieden" und wandte sich scharf gegen Verhandlungen mit den Palästinensern vor dem Hintergrund des fortwährenden Terrors: "Friede muss zwischen 2 Parteien gefunden werden, die Frieden durch Verhandlungen suchen. Israel hat gezeigt, daß es bereit ist, nach Lösungen zu suchen und Kompromisse zu schließen."

Der evangelikale Christ wandte sich in seiner Ansprache gegen einen eigenen Palästinenserstaat: "Niemals sollte in der Erwartung der Beendigung des Terrors den Palästinensern ein Staat offeriert werden " der sich damit für die Position des früheren Premierministers Benjamin Netanyahu stark machte. 

Cox machte sich auch für finanzielle Unterstützung Israels stark und wies auf die 35.000 US-$ hin, die Saddam Hussein jeder Familie eines Selbstmordattentäters zukommen lassen wolle und sagte Amerikaner sollen mit ihrer finanziellen Unterstützung für eine zivilisierte Nation, die Demokratie und Freiheit achtet ihre Solidarität und Großzügigkeit zeigen.

Link:

Worthynews

17.07.02

Terroranschlag in Tel Aviv

Nach dem Massaker in der Ortschaft Emanuel ist es heute abend - am 9. Aw, dem Trauertag in Israel - zu einem weiteren palästinensischen Terroranschlag gekommen. Offensichtlich haben sich um 22.20 H im Süden Tel Aviv's in der Nähe des alten Busbahnhofs zwei palästinensische Attentäter in etwa 20 Meter Entfernung voneinander in die Luft gesprengt und dabei mindestens 3 Unschuldige in den Tod gerissen. Über 40 Menschen wurden verletzt, 6 davon schwer. Bei den Toten handelt es sich um einen Israeli und zwei Ausländer. In der Region leben viele ausländische Arbeitnehmer. Zu dem Terroranschlag bekannte sich der Islamische Jihad. 

David Baker, ein Sprecher aus dem Büro Ariel Scharons machte die Palästinensische Autonomiebehörde Jassir Arafats für den Anschlag verantwortlich: "Die Palästinensische Autonomiebehörde unternimmt weiterhin nichts gegen die mörderischen Attacken, die von dem von ihr kontrollierten Gebiet aus unternommen werden."

Am 25. Januar war es in einem Cafe in der Gegend ebenfalls zu einem Terroranschlag gekommen, als sich ein Palästinenser in die Luft sprengte. Damals wurden 32 Menschen verletzt.

Inzwischen hat die israelische Regierung die geplanten Arbeitserleichterungen für Palästinenser in Israel wieder revidiert.

Der deutsche Aussenminister Joschka Fischer nannte den Terroranschlag einen "gezielten und menschenverachtenden Versuch, diese Bemühungen (Anm.: der internationalen Staatengemeinschaft) zu torpedieren."

Link:

Terror in Tel Aviv lesen

Terror in Tel Aviv sehen/ n-tv

Terror in Tel Aviv sehen/ ARD I

Terror in Tel Aviv sehen/ ARD II

Stellungnahme zum Anschlag von Bundesaussenminister Fischer

Nach 26 Tagen Ruhe

Noch drei Jahre Terror?

17.07.02

Trauertag in Israel - der 9. Aw

Heute Abend gedenkt man in Israel in Trauer der Zerstörung des Tempels. Bis morgen Abend fasten und trauern Juden in aller Welt.

70 n. Chr. durchbrachen die römischen Armeen die Jerusalemer Mauern das in der Zerstörung des 2. Tempels endete - am 9. Aw nach jüdischer Zeitrechnung. Gut 500 Jahre zuvor wurde - ebenfalls am 9. Aw - der 1. Tempel zerstört. 

Der 9. Aw ist ein besonderer historischer Tag für viele Schreckensereignisse in der Vergangenheit:

9. Aw 1099  Massaker der Kreuzritter an der Bevölkerung Jerusalems
9. Aw 1492 Bekanntgabe der Vertreibung der Juden in Spanien
9. Aw 1914 Beginn des 1. Weltkriegs

Heute Abend  findet - unter Anwesenheit von Ehud Olmert, dem Bürgermeister Jerusalems - ein Trauermarsch um die Mauern der Hauptstadt Israels statt.

"Nicht nicht für immer verwirft der Herr. Hat er betrübt, erbarmt er sich auch wieder nach seiner großen Huld" (Klagelieder 3, Vers 31 - 32).

Nach jüdischem Glauben wird am 9. Aw der Messias kommen - Amen, möge er bald kommen!

Linktip:

Jerusalem wird zertreten

Jerusalem ist verloren

Zusammenfassung der Ereignisse/ Hagalil

17.07.02

Die Zeit: "Arafats endlose Agonie"

"Auf der Suche nach den Schuldigen für ihre Not schauen viele Palästinenser in diesen Tagen nicht mehr nur nach Israel.....Sie klagen so laut wie noch nie über ihre eigene Führung, über Korruption, Schlamperei, Wirtschaftsmonopole und sie reden von Wahlen, Reformen, Demokratie. Die Unzufriedenheit der Palästinenser mit ihrer Führung wächst mit jedem Tag....."

Linktip:

Die Zeit: "Arafats endlose Agonie"

Zu diesem Thema passt auch der Artikel, den Nahostfocus veröffentlicht hat:

Arafats Korruption

17.07.02

Die Todesopfer des Massakers von Emanuel

Die acht Todesopfer vom 16. Juli 2002 waren: 

Yonatan Gamliel, 15 – Auf dem Heimweg nach einem Schuljahr in Bnei Brak, rief er nach der Explosion seine Mutter auf dem Handy an: „Es gab einen Anschlag; Ich bin ok“, kurz darauf wurde er von den Kugeln tödlich getroffen. 
Karen Kashni, 30 – Die Mutter eines Sohnes aus Emanuel rief ihre beste Freundin an „Sie schießen auf uns“, kurz darauf starb auch sie. Ilana Siton, 40 – Die Kosmetikerin war auf dem Heimweg zusammen mit ihrer 14 Jahre alten Tochter Tehila. In Bnei Brak hatten sie Tehila in einer Schule eingeschrieben. Tehila wird noch im Krankenhaus behandelt. 
In wenigen Minuten verlor Ayellet Shilon aus Emanuel ihre Mutter - Zelpa Kashi, 65 Sarah Shilon, 8 Monate – Ihre Tochter, und ihren Ehemann, Gal Shilon, 30 – Der Vater von Sarah war hysterisch nach dem Anruf seiner Frau zu dem Bus gerannt, nachdem er die Explosionen gehört hatte. Er wurde ebenfalls durch die Schüsse der Terroristen ermordet. Die zwei anderen Kinder der Familie – darunter die Zwillingsschwester von Sarah - überlebten. 
Yehudit Weinbergs wurde gestern künstlich entbunden, um das Leben der Mutter zu retten und auch dem Fötus eine Chance zu geben. Das Kind konnte musste nach der Geburt reanimiert werden, was nach 40 Minuten gelang. In der Nacht starb das Frühgeborene. 
Galilah Ades starb im Alter von 46 Jahren. 

Am Mittwochmorgen wurde einer der verantwortlichen Terroristen von israelischen Soldaten erschossen. Der bewaffnete Mann wurde bei einem Schusswechsel nahe Emmanuel zwischen den palästinensischen Städten Sichem (Nablus) und Kalkilya getötet. 

Link: 

Die Opfer des Terroranschlags

Wer für Arafat ist, der ist gegen den Frieden

17.07.02

Diplomatie: Nahost-Quartett trifft sich im Schatten des jüngsten Terroranschlags

Das Quartett – die Hauptvermittler im israelisch-palästinensischen Konflikt – trafen am Dienstag in New York zusammen, um ihre Strategie zu koordinieren. Das Treffen von US-Außenminister Colin Powell, dem Beauftragten der EU für eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitk, Javier Solana, und der russische Außenminister Igor Ivanov, und der UN-Generalsekretär Kofi Anan ist das erste Gespräch auf diesem Niveau seit der Rede von US-Präsident George Bush zu seiner Sicht eines regionalen Friedens. Israels Premierminister Ariel Sharon hat ein Hilfsprogramm für die palästinensische Bevölkerung angeregt. Kurz vor dem Treffen des Quartetts hatte Sharon diesen Vorschlag Annan unterbreitet. Außenminister Shimon Peres stimmte am Dienstag nach dem Anschlag in Emmanuel zu, das für heute geplante Treffen mit einem palästinensischen Verhandlungsteam abzusagen. Nach einer langen Kommunikationspause hat Ägyptens Präsident Hosni Mubarak am Dienstagmorgen Sharon angerufen. Der Anruf folgte zwei Tage nach einer gleichlautenden Aufforderung von Verteidigungsminister Ben-Eliezer an Mubarak. Ben-Eliezer war anlässlich einer diplomatischen Mission nach Alexandria gereist. Das gestrige Gespräch dauert knapp eine halbe Stunde. In dem Verlauf des Gesprächs sprach Sharon über die Idee von „Gaza zuerst“ und ägyptischer Hilfe bei der Reform der palästinensischen Sicherheitskräfte im Gazastreifen. Bezüglich der Person Arafats sagte Sharon: „Solange Arafat die Kontrolle über die Finanzen behält und seine Sicherheitskräfte in Terrorakte verwickelt sind, kann kein Fortschritt erreicht werden. Solange werden auch keine wirklichen Reformen möglich sein.“ (HA’ARETZ)

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Link:

Europa passt sich der Linie der amerikanischen Nahostpolitik an

Nach 26 Tagen Ruhe

Noch 3 Jahre Terror?

EU - nahöstliche Nebenrolle

16.07.02

Palästinensische Terroristen töten Busreisende

In der Region  der jüdischen Ortschaft Emanuel Nähe dem biblischem Sichem (Nablus) in Samaria haben heute Nachmittag um etwa 15.00 H Ortszeit drei palästinensische Terroristen neben einem Bus eine Bombe gezündet und anschließend das Feuer auf den umgekippten Bus bzw. die Menschen eröffnet. Wahllos wurde auf die wehrlosen Menschen geschossen, durch die zerborstenen Fenster Handgranaten geworfen.

Der israelische Rundfunk spricht dzt. von inzwischen 8 getöteten Israelis und 20 Verletzten, 7 davon schwer. Unter den Toten befindet sich auch eine Mutter mit ihrem Sohn und ihrem 8-Monate altem Baby.

Inzwischen haben sich sowohl Arafat's Fatach-Bewegung, die Al-Aksa-Brigaden- Hamas und die DFLP - offensichtlich detailliert geplanten - Anschlag bekannt. Die Täter sind flüchtig.

Die israelische Regierung machte den Präsidenten der Autonomiebehörde Jassir Arafat persönlich für den Anschlag verantwortlich.

Fast täglich hat die israelische Armee mehrere Terroristen abgefangen und so geplante Anschläge verhindert seitdem die IDF im Juni wieder Stellung in den Gebieten bezogen hat. Diesen Mördern in Emanuel ist nun ihre grausame Tat gelungen.

Die jetzige Tat scheint - wie schon so oft bei dem Versuch neue Verhandlungen in Gang zu bringen - eine Antwort auf die gestern begonnen Gespräche in New York zu sein. So sieht es auch der deutsche Aussenminister Joschka Fischer, der von einem "gezielten Versuch, die Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft in den letzten Wochen für eine politische Lösung des Nahostkonflikts zu torpedieren."

Während die UNO, die EU und Russland in New York weiter stoisch am Palästinenserführer festhalten und die US-Haltung torpedieren finden an diesem Tag 8 Menschen einen grausamen Tod durch Terroristen, die aus einem Gebiet kommen, das unter der Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde steht, für die deren Präsident die Verantwortung trägt.

Bereits im Dezember 2001 hatte es einen vergleichbaren Terroranschlag auf einen Bus der Linie 189 bei Emanuel gegeben. Damals mussten 10 Unschuldige ihr Leben lassen, 30 Israelis wurden verletzt.

Ergänzender Link:

Bomben auf den Linienbus

Bundesaussenminister Joschka Fischer zum Anschlag 

Der Anschlag von Emanuel ähnelt Hisbollah-Aktionen

Video n-tv

Die Opfer des Terroranschlags

Wer für Arafat ist, der ist gegen den Frieden

16.07.02

Erschütternde Bilder

Das israelische Aussenministerium in Jerusalem hat in einer flash- Präsentation Bilder zusammengefasst, die zeigen, welchem entsetzlichem  Terror Israel in den letzten 22 Monaten ausgesetzt ist. 

Link:

MFA (bitte anklicken!)

16.07.02

 „Hoher Prozentsatz der Selbstmordattentäter krank" 

Der Inlandsgeheimdienst und der militärische Nachrichtendienst haben im Juli eine Untersuchung abgeschlossen, die nach Gemeinsamkeiten unter den Selbstmordattentäter fragte. Wie HA’ARETZ berichtet wurde kein eindeutiger allen gemeinsamer Faktor gefunden. Zwei Zahlen fielen jedoch auf: 
1. „Mehrere zehn Prozent“ – eine genaue Zahl wurde nicht veröffentlicht – der Selbstmordattentäter (Darunter auch solche deren Taten vereitelt werden konnten) seien als unheilbar krank diagnostiziert worden oder hatten erkannte psychische Störungen; 
2. Die Hauptmotivation der gesunden Täter waren der Glaube, dass ihre Tat der palästinensischen Unabhängigkeit helfen würde und der erwartete gesellschaftliche und finanzielle Aufstieg der Familie des Attentäters nach der Tat. Nach Einschätzung des Inlandsgeheimdienstes und des militärischen Nachrichtendienstes, hat der Terror im Allgemeinen und der Selbstmord-Terrorismus im Besonderen den politischen Errungenschaften der Palästinenser geschadet anstatt sie zu erweitern, wie erhofft. Daher sei zu erwarten, dass die Unterstützung des Terrors unter den Palästinensern abnehmen werde.  

Unter Vorsitz von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer wird sich ein Komitee aus ranghohen Beamten der unterschiedlichen israelischen Sicherheitskräfte zusammensetzen, um Maßnahmen bezüglich des Phänomens der Selbstmordanschläge zu formulieren. Die Hauptideen und eine Übersetzung des gesamten Artikel aus der israelischen Tageszeitung HA’ARETZ finden Sie unter:

Nahostfocus

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

16.07.02

Lichtblick aus dem EU-Parlament in Brüssel

Ilka Schröder ist Mitglied der "Vereinte Europäische Linke/ Nordische Grüne Linke (GUE/ NGL) des Europäischen Parlaments in Brüssel. 8 mal jährlich bringt die Europapolitikerin das Infomagazin "Denkpause" heraus - fast immer mit aktuellen Berichten rund um das Thema Israel. Daß sie auch sonst kein Blatt vor den Mund nimmt, beweisen solche knackige und couragierte Statements wie Diese: "....die Reaktion der Europäischen Union auf weitere Beweise für die finanzielle Förderung von palästinensischen Terroristen mit EU-Mitteln ist dürftig. Keine Untersuchung, keine Konsequenzen, kein politisches Problembewusstsein heißt die Schlussfolgerung des EU-Aussenkommisssars Patten.....Wenn der Kommissar alle Verantwortung der Europäischen Union abstreitet und sie allein bei der Palästinensischen Autonomiebehörde sucht, dann hat er die Regelung: 'Eltern haften für ihre Kinder' nicht richtig verstanden...."

Linktip:

Ilka Schröder/ Denkpause

 

Ergänzender Linktip zum Thema: 

"Keinen Cent mehr für Arafats Clan-Wirtschaft"

16.07.02

Fischer-Plan wird heute vom "Nahost-Quartett" diskutiert 

Nach einem Bericht des Wochenmagazins "Der Spiegel" diskutiert das sogenannte Nahost-Quartett (USA, Russland, EU und UN) am heutigen Montag in New York ein deutsches Diskussionspapier zum Friedensprozess im Nahen Osten. Die Initiative des deutschen Außenministers Joschka Fischer sieht die Einsetzung eines Repräsentanten des UNO-Sicherheitsrates vor, der die Reformen der palästinensischen Autonomiebehörde überwachen soll. Der Plan beinhaltet laut "Der Spiegel" außerdem einen politischen Prozess in drei Phasen: In einer ersten Phase soll Palästinenserführer Jassir Arafat bis zu den Wahlen Anfang nächsten Jahres einen international anerkannten Ministerpräsidenten einsetzen. Dieser soll einen effektiven Sicherheitsmechanismus schaffen und Reformen vorschlagen, so das Wochenmagazin. In einem zweiten Schritt solle nach Wahlen bis Ende 2003 ein provisorischer palästinensischer Staat errichtet werden, sog. Endstatusverhandlungen, beispielsweise über Jerusalem oder die Flüchtlingsfrage, sollen bis Ende 2005 abgeschlossen werden. An den Beratungen nehmen der US-Außenminister Colin Powell, UNO-Generalsekretär Kofi Annan, der russische Außenminister Igor Iwanow, der außenpolitische EU-Beauftragte Javier Solana und aufgrund der derzeitigen dänischen EU-Ratsherrschaft der dänische Außenminister Per Stig Möller. Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer befindet sich unterdessen auf Ägypten-Visite. Der ägyptischen Präsident Hosni Mubarak hatte Ben-Eliezer nach Kairo eingeladen und erklärt, er werde Israel nicht besuchen, solange die Besetzung palästinensischen Territoriums anhalte. Bei den Gesprächen wird es um die Zurückdrängung Arafats und arabische Unterstützung für Reformen innerhalb der Palästinensischen Autonomieverwaltung (PA) gehen. In einem Interview mit einer arabischen Zeitung erklärte Mubarak ausdrücklich, Ägypten werde keine Truppen in die von der PA kontrollierte Gebiete senden, um die Ordnung aufrecht zu erhalten und Arafats Regime zu stützen. Nach arabischen Pressemeldungen waren solche Möglichkeiten beim Besuch des ägyptischen Geheimdienstchefs General Omar Suleiman in Israel und bei PA-Vertretern letzte Woche diskutiert worden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

Ergänzender Link:

Europa passt sich der Linie der amerikanischen Nahostpolitik an

Europa: Nahöstliche Nebenrolle

16.07.02

Melchior: "Höchste Antisemitismuswelle seit dem 2. Weltkrieg"

 „Die weltweite Antisemitismuswelle der letzten vier Monate ist die größte seit dem Ende des 2. Weltkriegs,“ so äußerte sich am Sonntag der stellvertretende israelische Außenminister, verantwortlich für die Beziehungen zu den jüdischen Gemeinden in der Welt, Rabbiner Michael Melchior, YEDIOTH AHRONOTH berichtete. In einigen Ländern sei ein Anstieg um einige hundert Prozent bei Straftaten mit antisemitischen Hintergrund zu verzeichnen. Israel versuche, so Melchior weiter, derzeit eine „Koalition“ von Persönlichkeiten – Juden, Nicht-Juden und Christen –zusammenzubringen, die sich mit ihrem Namen gegen den Antisemitismus stellen. In Großbritannien wurde am vergangenen Wochenende, nur zwei Monate nach der Schändung einer Synagoge im Norden Londons, die antike Synagoge in Wales geschändet. Als die Beter am Freitagabend die Synagoge in der Stadt Swansey betraten, entdeckten sie ein großes Hakenkreuz und neo-nazistische Sprüche an den Wänden. Außerdem hatten Gewalttäter in der Nacht zum Freitag Glasscheiben eingeschlagen sowie eine 300 Jahre alte Torahschrift und mehrere Gebetbücher zerfleddert. Die Polizei von Wales nahm die Ermittlung auf.

Linktips:

Tachles: "Nachbetrachtungen zu Antisemitismus-Debatten

Tachles: "Die schlimmste Welle seit dem Weltkrieg"

16.07.02

Amerikanische Solidarität mit Israel

Amerikaner zeigen Solidarität mit Israel. In vielen Großstädten in den USA haben in den vergangenen Wochen Solidaritätskundgebungen für Israel stattgefunden und klare Zeichen gegen Antisemitismus, Antijudaismus und Antiisraelismus gesetzt. Teilweise wurden die Kundgebungen von mehr als 100.000 Menschen besucht, die ihre Solidarität mit Israel kundgetan haben.
Eine Gruppe aus Englewood (New Jersey) plant nun eine große Kundgebung in Jerusalem: "Wir haben in Boston, London, Los Angeles, New York, Paris und Washington demonstriert....nun ist es Zeit in Jerusalem auf die Straßen zu gehen!" Für die Zeit der Kundgebung wird ein 3-Tages-Ticket für 550 US-$ angeboten, das nahezu alle Kosten beinhalten soll. Dieser günstige Preis soll helfen, möglichst viele Teilnehmer in die Hauptstadt Israels zu bringen. Die Kundgebung ist in der Zeit vom 11.-14. August geplant und wird - mit großer Beteiligung israelischer Politiker - auch in einem Marsch durch das Herz Jerusalems - der Altstadt - führen.

15.07.02

Die antiisraelische Kampagne geht weiter

Die anti-israelische Politik - insbesondere in Norwegen, Frankreich, Holland und England geht weiter. Klagen gegen Scharon und andere israelische Politiker, wirtschaftliche Boykottaufrufe, Embargo's - es ist alles vertreten im alten Kontinent. 
Ein Überblick über die Berichte israelischer Zeitungen, von Nahostfocus zusammengefasst:

Die antiisraelische Kampagne in Europa geht weiter

15.07.02

Arafats Geisteszustand verschlechtert sich 

Bei seinem Paris-Besuch in der letzten Woche erklärte der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes "Schin Bet", Avi Dichter, Arafats Geisteszustand habe sich in der letzten Zeit massiv verschlechtert. Dichter sagte in einem Gespräch mit dem französischen Innenminister Nicolas Sarkozy, das Verhalten des Palästinenserführers sei durch Fehlurteile gekennzeichnet. Gleichzeitig betonte er, der "Schin Bet" empfehle weiterhin, Arafat nicht auszuweisen. Laut Dichter kopple der Palästinenserführer sich immer mehr von der Realität um ihn herum ab. Seine Umgebung sei immer häufiger Arafats Wutausbrüchen ausgesetzt, und Arafat interpretiere entscheidende Prozesse auf internationaler Ebene falsch, insbesondere die Rede des US-Präsidenten Bush zur Lage im Nahen Osten und die gemeinsame europäisch-amerikanische Initiative zu Reformen in der PA. Arafat müsse die Bedeutung dieses Trends noch verinnerlichen - er glaube immer noch, dass er den "Kopf intakt lassen könne und nur den Körper darunter austauschen müsse", statt umgekehrt, so Dichter.

(c)/ Quelle: ICEJ

Linktips:

Optimismus bei Israels Geheimdiensten

Für Ben-Eliezer ist Arafat ein Mann der Vergangenheit

15.07.02

Mubarak: “Ich werde Israel nicht besuchen, nicht einmal für den Friedensnobelpreis“ 

In einem Interview mit der kuweitischen Zeitung Al Siasah berichtet der ägyptische Staatschef Hosni Mubaraq, er habe den Vorschlag der amerikanischen Regierung, Israel zu besuchen, abgewiesen. Die amerikanischen Kongressmitglieder hätten ihm durch den Besuch des Nachbarlandes den Erhalt des Friedensnobelpreises in Aussicht gestellt. (Yedioth Aharonoth)   

Linktip: 

Ben-Eliezer in Ägypten

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Yedioth Aharonoth

15.07.02

Rätsel um "weinende Klagemauer" gelöst 

Die Flüssigkeit, die eine 10x40 cm große Fläche der als Klagemauer bekannten Westmauer befeuchtet, stammt nicht aus einer undichten Rohrleitung, vielmehr handelt es sich um Harz aus einer zwischen den Steinen wachsenden Pflanze. Dies stellten Experten der Altertumsverwaltung und ein Geologe am Sonntag fest. Das Harz, das aus der abgebrochenen Wurzel eines Busches austritt, hatte seit zwei Wochen für Spekulationen gesorgt, jüdische Mystiker sahen darin ein Zeichen nahe bevorstehender Erlösung. Der für die Westmauer zuständige Rabbi Samuel Rabinovich wird nun mit den Oberrabbinern beraten, ob es das jüdische Recht erlaubt, den Busch von der heiligsten Stätte des Judentums zu entfernen und die Befeuchtung zu trocknen. 

15.07.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

15. Juli 1099: Herzog Godfrey von Bouillon, einer der Anführer des ersten Kreuzzuges, rückt in Jerusalem ein. Er treibt alle Juden in die Synagoge und steckt diese in Brand, während er um das Gebäude marschiert und "Christus, wir beten Dich an" singt. Dieses Geschehen markiert das Ende Jerusalems als jüdisches Zentrum für Jahrhunderte, obwohl nach der Wiedereroberung durch die Moslems im Jahre 1187 Juden in begrenzter Zahl zurückkehren.   

(c)/ Quelle: aus "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il).

15.07.02

Autobombe in Kalkiliya entdeckt

Am Samstag entdeckten israelische Soldaten ein Auto mit mehreren Palästinensern das durch israelische Kennzeichen aufgefallen war am Ortsrand von Kalkiliya. Nach einigen Warnschüssen wurde das Auto angehalten, die Insassen flohen zu Fuß zurück in die Stadt.
Bei der Durchsuchung des Autos fanden die israelischen Soldaten 4 große Bomben, 3 Behälter gefüllt mit brennbarem Gas und 3 weitere Behälter die mit Nägel, Schrauben und anderen spitzen Metallgegenständen gefüllt waren. Die Wucht dieser Detonation hätte zu einem der schwersten Terroranschläge gegen Israel führen können. Die israelische Armee sprengte das Auto:

(c)/ Quelle: IDF

15.07.02

Neues Bild eines 

Am Samstag haben die israelischen Streitkräfte bei Hausdurchsuchungen im palästinensischen Teil Hebron's in Abu Senina ein weiteres Bild eines Baby's gefunden das mit Waffen fotografiert wurde. Neben einem Plastikgewehr wurde dem Kind ein echter Revolver auf den Bauch gelegt.

(c)/ Quelle: IDF

Link:

"PA-Fernsehen ermuntert Kinder zu Selbstmordanschlägen"

 

15.07.02

Sag' mir wo die $ sind, wo sind sie geblieben?

Immer wieder wird in den Medien darüber berichtet, daß Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde zweckentfremdet eingesetzt werden; zuletzt lieferte die IDF eindeutige Beweise nachdem man genehmigte Zahlungsanweisungen an Selbstmordattentäter bzw. deren Familien fand.

Nun hat die Welt am Sonntag unter Berufung auf "Jediot Achronot" in einem Artikel den Vorwurf konkretisiert: 

Millionen Dollar auf privaten Palästinenserkonten?
Liegen Arafats Millionen auf Konten in Zürich, Paris und London?

Ergänzender Link zum Thema "Finanzen in der PA":

Arafats Korruption

15.07.02

Gekidnappte Israelis schon bald in Freiheit?

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" soll es im August zu einem Gefangenenaustausch von 4 Israelis gegen rund 100 Libanesen und Palästinenser kommen. Die 3 IDF-Soldaten Adi Avitan (23 Jahre), Benyamin Avraham (22 Jahre), Omar Sawaid (28 Jahre) wurden im Oktober 2000 vor den Augen von UNIFIL-Soldaten entführt. Ein dabei gemachtes Video wurde der israelischen Regierung von der UNO über 7 Monate verschwiegen und später zensiert gezeigt.

Adi                   Benyamin          Omar
Avitan              Avraham            Sawald

In Israel geht man heute davon aus, daß die 3 Soldaten tot sind.

Bis heute gibt es auch keine Informationen über den Zustand oder den Aufenthaltsort von Elhanan Tennenboim, der am 15. Oktober 2000 von der Hisbollah entführt wurde.

Elhanan
Tennenboim

Ungewiss ist auch weiter das Schicksal des vor 18 Jahren im Libanon gefangen genommenen Ron Arad, den man in einem iranischen Gefängnis vermutet.

Linktip:

Kommen vermisste Israelis bald frei?
Zu den von der Hisbollah entführten IDF-Soldaten

 

 

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