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Live aus Israel - aktuelle Nachrichten hören (bitte jeweils das Logo anklicken)

Jerusalem Post Radio

Kol Israel

Arutz Sheva

Live aus Israel - aktuelle Nachrichten sehen (bitte Logo anklicken)

IBA English News

18.07.02

Evangelikale amerikanische Christen an der Seite Israels

Worthynews ist eine bekannte evangelikale christliche Organisation aus Landson/ South Carolina. Einer der Direktoren - Earl Cox - der u.a. durch sein Eintreten für den Wahlkampf von Colin Powell bekannt wurde hat nun bekannt gegeben, daß im 2. Israelischen Fernsehen 30-Sekunden Spots gezeigt werden sollen, die Israels Bevölkerung in dieser schweren Zeit ermutigen sollen und ihr die amerikanische Solidarität und Unterstützung versichern sollen. 

 

Cox wies bei der Bekanntgabe der Aktion auf dem Friedhof am Herzlberg in Israels Hauptstadt darauf hin, daß der Terrorismus gegen Israel zu einer breiten Solidarisierung der Amerikaner mit Israel führe. Scharf kritisierte er das Konzept "Land für Frieden" und wandte sich scharf gegen Verhandlungen mit den Palästinensern vor dem Hintergrund des fortwährenden Terrors: "Friede muss zwischen 2 Parteien gefunden werden, die Frieden durch Verhandlungen suchen. Israel hat gezeigt, daß es bereit ist, nach Lösungen zu suchen und Kompromisse zu schließen."

Der evangelikale Christ wandte sich in seiner Ansprache gegen einen eigenen Palästinenserstaat: "Niemals sollte in der Erwartung der Beendigung des Terrors den Palästinensern ein Staat offeriert werden " der sich damit für die Position des früheren Premierministers Benjamin Netanyahu stark machte. 

Cox machte sich auch für finanzielle Unterstützung Israels stark und wies auf die 35.000 US-$ hin, die Saddam Hussein jeder Familie eines Selbstmordattentäters zukommen lassen wolle und sagte Amerikaner sollen mit ihrer finanziellen Unterstützung für eine zivilisierte Nation, die Demokratie und Freiheit achtet ihre Solidarität und Großzügigkeit zeigen.

Link:

Worthynews

17.07.02

Terroranschlag in Tel Aviv

Nach dem Massaker in der Ortschaft Emanuel ist es heute abend - am 9. Aw, dem Trauertag in Israel - zu einem weiteren palästinensischen Terroranschlag gekommen. Offensichtlich haben sich um 22.20 H im Süden Tel Aviv's in der Nähe des alten Busbahnhofs zwei palästinensische Attentäter in etwa 20 Meter Entfernung voneinander in die Luft gesprengt und dabei mindestens 3 Unschuldige in den Tod gerissen. Über 40 Menschen wurden verletzt, 6 davon schwer. Bei den Toten handelt es sich um einen Israeli und zwei Ausländer. In der Region leben viele ausländische Arbeitnehmer. Zu dem Terroranschlag bekannte sich der Islamische Jihad. 

David Baker, ein Sprecher aus dem Büro Ariel Scharons machte die Palästinensische Autonomiebehörde Jassir Arafats für den Anschlag verantwortlich: "Die Palästinensische Autonomiebehörde unternimmt weiterhin nichts gegen die mörderischen Attacken, die von dem von ihr kontrollierten Gebiet aus unternommen werden."

Am 25. Januar war es in einem Cafe in der Gegend ebenfalls zu einem Terroranschlag gekommen, als sich ein Palästinenser in die Luft sprengte. Damals wurden 32 Menschen verletzt.

Inzwischen hat die israelische Regierung die geplanten Arbeitserleichterungen für Palästinenser in Israel wieder revidiert.

Link:

Terror in Tel Aviv lesen

Terror in Tel Aviv sehen

17.07.02

Trauertag in Israel - der 9. Aw

Heute Abend gedenkt man in Israel in Trauer der Zerstörung des Tempels. Bis morgen Abend fasten und trauern Juden in aller Welt.

70 n. Chr. durchbrachen die römischen Armeen die Jerusalemer Mauern das in der Zerstörung des 2. Tempels endete - am 9. Aw nach jüdischer Zeitrechnung. Gut 500 Jahre zuvor wurde - ebenfalls am 9. Aw - der 1. Tempel zerstört. 

Der 9. Aw ist ein besonderer historischer Tag für viele Schreckensereignisse in der Vergangenheit:

9. Aw 1099  Massaker der Kreuzritter an der Bevölkerung Jerusalems
9. Aw 1492 Bekanntgabe der Vertreibung der Juden in Spanien
9. Aw 1914 Beginn des 1. Weltkriegs

Heute Abend  findet - unter Anwesenheit von Ehud Olmert, dem Bürgermeister Jerusalems - ein Trauermarsch um die Mauern der Hauptstadt Israels statt.

Linktip:

Jerusalem wird zertreten

Jerusalem ist verloren

17.07.02

Die Zeit: "Arafats endlose Agonie"

"Auf der Suche nach den Schuldigen für ihre Not schauen viele Palästinenser in diesen Tagen nicht mehr nur nach Israel.....Sie klagen so laut wie noch nie über ihre eigene Führung, über Korruption, Schlamperei, Wirtschaftsmonopole und sie reden von Wahlen, Reformen, Demokratie. Die Unzufriedenheit der Palästinenser mit ihrer Führung wächst mit jedem Tag....."

Linktip:

Die Zeit: "Arafats endlose Agonie"

17.07.02

Die Todesopfer des Massakers von Emanuel

Die acht Todesopfer vom 16. Juli 2002 waren: 

Yonatan Gamliel, 15 – Auf dem Heimweg nach einem Schuljahr in Bnei Brak, rief er nach der Explosion seine Mutter auf dem Handy an: „Es gab einen Anschlag; Ich bin ok“, kurz darauf wurde er von den Kugeln tödlich getroffen. 
Karen Kashni, 30 – Die Mutter eines Sohnes aus Emanuel rief ihre beste Freundin an „Sie schießen auf uns“, kurz darauf starb auch sie. Ilana Siton, 40 – Die Kosmetikerin war auf dem Heimweg zusammen mit ihrer 14 Jahre alten Tochter Tehila. In Bnei Brak hatten sie Tehila in einer Schule eingeschrieben. Tehila wird noch im Krankenhaus behandelt. 
In wenigen Minuten verlor Ayellet Shilon aus Emanuel ihre Mutter - Zelpa Kashi, 65 Sarah Shilon, 8 Monate – Ihre Tochter, und ihren Ehemann, Gal Shilon, 30 – Der Vater von Sarah war hysterisch nach dem Anruf seiner Frau zu dem Bus gerannt, nachdem er die Explosionen gehört hatte. Er wurde ebenfalls durch die Schüsse der Terroristen ermordet. Die zwei anderen Kinder der Familie – darunter die Zwillingsschwester von Sarah - überlebten. 
Yehudit Weinbergs wurde gestern künstlich entbunden, um das Leben der Mutter zu retten und auch dem Fötus eine Chance zu geben. Das Kind konnte musste nach der Geburt reanimiert werden, was nach 40 Minuten gelang. In der Nacht starb das Frühgeborene. 
Galilah Ades starb im Alter von 46 Jahren. 

Am Mittwochmorgen wurde einer der verantwortlichen Terroristen von israelischen Soldaten erschossen. Der bewaffnete Mann wurde bei einem Schusswechsel nahe Emmanuel zwischen den palästinensischen Städten Sichem (Nablus) und Kalkilya getötet. 

17.07.02

Diplomatie: Nahost-Quartett trifft sich im Schatten des jüngsten Terroranschlags

Das Quartett – die Hauptvermittler im israelisch-palästinensischen Konflikt – trafen am Dienstag in New York zusammen, um ihre Strategie zu koordinieren. Das Treffen von US-Außenminister Colin Powell, dem Beauftragten der EU für eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitk, Javier Solana, und der russische Außenminister Igor Ivanov, und der UN-Generalsekretär Kofi Anan ist das erste Gespräch auf diesem Niveau seit der Rede von US-Präsident George Bush zu seiner Sicht eines regionalen Friedens. Israels Premierminister Ariel Sharon hat ein Hilfsprogramm für die palästinensische Bevölkerung angeregt. Kurz vor dem Treffen des Quartetts hatte Sharon diesen Vorschlag Annan unterbreitet. Außenminister Shimon Peres stimmte am Dienstag nach dem Anschlag in Emmanuel zu, das für heute geplante Treffen mit einem palästinensischen Verhandlungsteam abzusagen. Nach einer langen Kommunikationspause hat Ägyptens Präsident Hosni Mubarak am Dienstagmorgen Sharon angerufen. Der Anruf folgte zwei Tage nach einer gleichlautenden Aufforderung von Verteidigungsminister Ben-Eliezer an Mubarak. Ben-Eliezer war anlässlich einer diplomatischen Mission nach Alexandria gereist. Das gestrige Gespräch dauert knapp eine halbe Stunde. In dem Verlauf des Gesprächs sprach Sharon über die Idee von „Gaza zuerst“ und ägyptischer Hilfe bei der Reform der palästinensischen Sicherheitskräfte im Gazastreifen. Bezüglich der Person Arafats sagte Sharon: „Solange Arafat die Kontrolle über die Finanzen behält und seine Sicherheitskräfte in Terrorakte verwickelt sind, kann kein Fortschritt erreicht werden. Solange werden auch keine wirklichen Reformen möglich sein.“ (HA’ARETZ)

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

Link:

Europa passt sich der Linie der amerikanischen Nahostpolitik an

16.07.02

Palästinensische Terroristen töten Busreisende

In der Region  der jüdischen Ortschaft Emanuel Nähe dem biblischem Sichem (Nablus) in Samaria haben heute Nachmittag um etwa 15.00 H Ortszeit drei palästinensische Terroristen neben einem Bus eine Bombe gezündet und anschließend das Feuer auf den umgekippten Bus bzw. die Menschen eröffnet. Wahllos wurde auf die wehrlosen Menschen geschossen, durch die zerborstenen Fenster Handgranaten geworfen.

Der israelische Rundfunk spricht dzt. von inzwischen 8 getöteten Israelis und 20 Verletzten, 7 davon schwer. Unter den Toten befindet sich auch eine Mutter mit ihrem Sohn und ihrem 8-Monate altem Baby.

Inzwischen haben sich sowohl Arafat's Fatach-Bewegung, die Al-Aksa-Brigaden- Hamas und die DFLP - offensichtlich detailliert geplanten - Anschlag bekannt. Die Täter sind flüchtig.

Die israelische Regierung machte den Präsidenten der Autonomiebehörde Jassir Arafat persönlich für den Anschlag verantwortlich.

Fast täglich hat die israelische Armee mehrere Terroristen abgefangen und so geplante Anschläge verhindert seitdem die IDF im Juni wieder Stellung in den Gebieten bezogen hat. Diesen Mördern in Emanuel ist nun ihre grausame Tat gelungen.

Die jetzige Tat scheint - wie schon so oft bei dem Versuch neue Verhandlungen in Gang zu bringen - eine Antwort auf die gestern begonnen Gespräche in New York zu sein. So sieht es auch der deutsche Aussenminister Joschka Fischer, der von einem "gezielten Versuch, die Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft in den letzten Wochen für eine politische Lösung des Nahostkonflikts zu torpedieren."

Während die UNO, die EU und Russland in New York weiter stoisch am Palästinenserführer festhalten und die US-Haltung torpedieren finden an diesem Tag 8 Menschen einen grausamen Tod durch Terroristen, die aus einem Gebiet kommen, das unter der Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde steht, für die deren Präsident die Verantwortung trägt.

Bereits im Dezember 2001 hatte es einen vergleichbaren Terroranschlag auf einen Bus der Linie 189 bei Emanuel gegeben. Damals mussten 10 Unschuldige ihr Leben lassen, 30 Israelis wurden verletzt.

Ergänzender Link:

Bomben auf den Linienbus

Bundesaussenminister Joschka Fischer zum Anschlag 

Der Anschlag von Emanuel ähnelt Hisbollah-Aktionen

Video n-tv

16.07.02

Erschütternde Bilder

Das israelische Aussenministerium in Jerusalem hat in einer flash- Präsentation Bilder zusammengefasst, die zeigen, welchem entsetzlichem  Terror Israel in den letzten 22 Monaten ausgesetzt ist. 

Link:

MFA (bitte anklicken!)

16.07.02

Deutschland an der Seite Israels

Kundgebung am 24. August 2002 vor dem Reichstag in Berlin 

Es gab bereits im Mai diesen Jahres von Christen organisierte Kundgebungen in Düsseldorf, Hannover, Frankfurt und Reutlingen, die vor allem bei der jüdischen Bevölkerung Deutschlands und in Israel stark begrüßt und wahrgenommen wurden. Mit derselben Zielsetzung soll nun in der Bundeshauptstadt Berlin eine Kundgebung stattfinden. Im Augenmerk sind vor allem die blutigen Ereignisse der vergangenen Monate in Israel aber auch der wiederaufflammende Antisemitismus in Deutschland. Im Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl wollen wir als Christen ein öffentliches und klares Bekenntnis zu Israel abgeben. Von Berlin ging in der Geschichte viel Unheil für das jüdische Volk aus. Darum wollen wir in unserer Bundeshauptstadt an unsere historische und christliche Verantwortung dem Staat Israel und dem jüdischen Volk gegenüber erinnern. Die Kundgebung soll in ihrer Botschaft die folgende Zielrichtung haben: 
Es soll eine Stimme von Christen sein, die ihre Liebe und christliche Verantwortung und Solidarität dem Staat Israel und dem jüdischen Volk gegenüber ausdrücken. 
Es soll zu einer wahrhaftigen und ausgewogenen Medienbericht- erstattung aufgefordert werden. 
Es soll eine Stimme sein, gegen den sich wieder bemerkbarmachenden Antisemitismus in Deutschland. 
Die Parteien sollen in Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahl zu einer eindeutig freundschaftlichen und historisch verantwortungsvollen Beziehung zu Israel aufgefordert werden. Diese soll sich insbesondere durch klare Stellungnahmen Deutschlands in den Gremien von EU und UNO bemerkbar machen. 

Zeit: 24. August 2002 um 15.00 Uhr 
Ort:  Berlin, Treffpunkt vor dem Auswärtigen Amt, Werderscher Markt, Bezirk Mitte Marsch vom Außenministerium zum Reichstag Abschlusskundgebung vor dem Reichstag 
Redner: Ludwig Schneider, NAI, Jerusalem 
Dr. Friedhelm Pflüger, MdB, Berlin (angefragt) 
sowie Kurzstatements von Vertretern aus dem Trägerkreis. 

Kontakt Kundgebung Berlin 
ICEJ Deutscher Zweig e.V. Postfach 31 13 37 70473 Stuttgart Tel: 0711 - 8388 9480 Fax: 0711 - 8388 9488 info@icej.de http://www.icej.de 
DIE BRÜCKE Berlin-Jerusalem Lepsiusstraße 83 12163 Berlin Tel: 030 - 792 4410 Fax: 030 - 793 1652 diebrueckeberlin-jerusalem@t-online.de 

Kontakt Offener Brief
und Christen fragen Parlamentarier 
Christliche Freunde Israels Postfach 12 54 72207 Altensteig Tel: 07453 - 50836 Fax: 07453 - 50837 info@cfri.de http://www.cfri.de 

Trägerkreis Die Brücke Berlin-Jerusalem, Christliche Freunde Israels, Dienste in Israel, Ebenezer Hilfsfonds (Operation Exodus), Ev. Marienschwestern, FCJG Lüdenscheid,  International Christian Chamber of Commerce,  Internationale Christliche Botschaft Jerusalem,  Israel heute,  Josua Dienst,  Ruf zur Versöhnung,  Sächsische Israelfreunde sowie viele Gemeinden und Pastoren aus Deutschland und über 20 christliche Gemeinden aus Berlin.

Link:

Deutschland an der Seite Israels

(c)/ Quelle: Deutschland an der Seite Israels

16.07.02

 „Hoher Prozentsatz der Selbstmordattentäter krank" 

Der Inlandsgeheimdienst und der militärische Nachrichtendienst haben im Juli eine Untersuchung abgeschlossen, die nach Gemeinsamkeiten unter den Selbstmordattentäter fragte. Wie HA’ARETZ berichtet wurde kein eindeutiger allen gemeinsamer Faktor gefunden. Zwei Zahlen fielen jedoch auf: 
1. „Mehrere zehn Prozent“ – eine genaue Zahl wurde nicht veröffentlicht – der Selbstmordattentäter (Darunter auch solche deren Taten vereitelt werden konnten) seien als unheilbar krank diagnostiziert worden oder hatten erkannte psychische Störungen; 
2. Die Hauptmotivation der gesunden Täter waren der Glaube, dass ihre Tat der palästinensischen Unabhängigkeit helfen würde und der erwartete gesellschaftliche und finanzielle Aufstieg der Familie des Attentäters nach der Tat. Nach Einschätzung des Inlandsgeheimdienstes und des militärischen Nachrichtendienstes, hat der Terror im Allgemeinen und der Selbstmord-Terrorismus im Besonderen den politischen Errungenschaften der Palästinenser geschadet anstatt sie zu erweitern, wie erhofft. Daher sei zu erwarten, dass die Unterstützung des Terrors unter den Palästinensern abnehmen werde.  

Unter Vorsitz von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer wird sich ein Komitee aus ranghohen Beamten der unterschiedlichen israelischen Sicherheitskräfte zusammensetzen, um Maßnahmen bezüglich des Phänomens der Selbstmordanschläge zu formulieren. Die Hauptideen und eine Übersetzung des gesamten Artikel aus der israelischen Tageszeitung HA’ARETZ finden Sie unter:

Nahostfocus

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

16.07.02

Lichtblick aus dem EU-Parlament in Brüssel

Ilka Schröder ist Mitglied der "Vereinte Europäische Linke/ Nordische Grüne Linke (GUE/ NGL) des Europäischen Parlaments in Brüssel. 8 mal jährlich bringt die Europapolitikerin das Infomagazin "Denkpause" heraus - fast immer mit aktuellen Berichten rund um das Thema Israel. Daß sie auch sonst kein Blatt vor den Mund nimmt, beweisen solche knackige und couragierte Statements wie Diese: "....die Reaktion der Europäischen Union auf weitere Beweise für die finanzielle Förderung von palästinensischen Terroristen mit EU-Mitteln ist dürftig. Keine Untersuchung, keine Konsequenzen, kein politisches Problembewusstsein heißt die Schlussfolgerung des EU-Aussenkommisssars Patten.....Wenn der Kommissar alle Verantwortung der Europäischen Union abstreitet und sie allein bei der Palästinensischen Autonomiebehörde sucht, dann hat er die Regelung: 'Eltern haften für ihre Kinder' nicht richtig verstanden...."

Linktip:

Ilka Schröder/ Denkpause

16.07.02

Fischer-Plan wird heute vom "Nahost-Quartett" diskutiert 

Nach einem Bericht des Wochenmagazins "Der Spiegel" diskutiert das sogenannte Nahost-Quartett (USA, Russland, EU und UN) am heutigen Montag in New York ein deutsches Diskussionspapier zum Friedensprozess im Nahen Osten. Die Initiative des deutschen Außenministers Joschka Fischer sieht die Einsetzung eines Repräsentanten des UNO-Sicherheitsrates vor, der die Reformen der palästinensischen Autonomiebehörde überwachen soll. Der Plan beinhaltet laut "Der Spiegel" außerdem einen politischen Prozess in drei Phasen: In einer ersten Phase soll Palästinenserführer Jassir Arafat bis zu den Wahlen Anfang nächsten Jahres einen international anerkannten Ministerpräsidenten einsetzen. Dieser soll einen effektiven Sicherheitsmechanismus schaffen und Reformen vorschlagen, so das Wochenmagazin. In einem zweiten Schritt solle nach Wahlen bis Ende 2003 ein provisorischer palästinensischer Staat errichtet werden, sog. Endstatusverhandlungen, beispielsweise über Jerusalem oder die Flüchtlingsfrage, sollen bis Ende 2005 abgeschlossen werden. An den Beratungen nehmen der US-Außenminister Colin Powell, UNO-Generalsekretär Kofi Annan, der russische Außenminister Igor Iwanow, der außenpolitische EU-Beauftragte Javier Solana und aufgrund der derzeitigen dänischen EU-Ratsherrschaft der dänische Außenminister Per Stig Möller. Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer befindet sich unterdessen auf Ägypten-Visite. Der ägyptischen Präsident Hosni Mubarak hatte Ben-Eliezer nach Kairo eingeladen und erklärt, er werde Israel nicht besuchen, solange die Besetzung palästinensischen Territoriums anhalte. Bei den Gesprächen wird es um die Zurückdrängung Arafats und arabische Unterstützung für Reformen innerhalb der Palästinensischen Autonomieverwaltung (PA) gehen. In einem Interview mit einer arabischen Zeitung erklärte Mubarak ausdrücklich, Ägypten werde keine Truppen in die von der PA kontrollierte Gebiete senden, um die Ordnung aufrecht zu erhalten und Arafats Regime zu stützen. Nach arabischen Pressemeldungen waren solche Möglichkeiten beim Besuch des ägyptischen Geheimdienstchefs General Omar Suleiman in Israel und bei PA-Vertretern letzte Woche diskutiert worden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

Ergänzender Link:

Europa passt sich der Linie der amerikanischen Nahostpolitik an

16.07.02

Melchior: "Höchste Antisemitismuswelle seit dem 2. Weltkrieg"

 „Die weltweite Antisemitismuswelle der letzten vier Monate ist die größte seit dem Ende des 2. Weltkriegs,“ so äußerte sich am Sonntag der stellvertretende israelische Außenminister, verantwortlich für die Beziehungen zu den jüdischen Gemeinden in der Welt, Rabbiner Michael Melchior, YEDIOTH AHRONOTH berichtete. In einigen Ländern sei ein Anstieg um einige hundert Prozent bei Straftaten mit antisemitischen Hintergrund zu verzeichnen. Israel versuche, so Melchior weiter, derzeit eine „Koalition“ von Persönlichkeiten – Juden, Nicht-Juden und Christen –zusammenzubringen, die sich mit ihrem Namen gegen den Antisemitismus stellen. In Großbritannien wurde am vergangenen Wochenende, nur zwei Monate nach der Schändung einer Synagoge im Norden Londons, die antike Synagoge in Wales geschändet. Als die Beter am Freitagabend die Synagoge in der Stadt Swansey betraten, entdeckten sie ein großes Hakenkreuz und neo-nazistische Sprüche an den Wänden. Außerdem hatten Gewalttäter in der Nacht zum Freitag Glasscheiben eingeschlagen sowie eine 300 Jahre alte Torahschrift und mehrere Gebetbücher zerfleddert. Die Polizei von Wales nahm die Ermittlung auf.

16.07.02

Amerikanische Solidarität mit Israel

Amerikaner zeigen Solidarität mit Israel. In vielen Großstädten in den USA haben in den vergangenen Wochen Solidaritätskundgebungen für Israel stattgefunden und klare Zeichen gegen Antisemitismus, Antijudaismus und Antiisraelismus gesetzt. Teilweise wurden die Kundgebungen von mehr als 100.000 Menschen besucht, die ihre Solidarität mit Israel kundgetan haben.
Eine Gruppe aus Englewood (New Jersey) plant nun eine große Kundgebung in Jerusalem: "Wir haben in Boston, London, Los Angeles, New York, Paris und Washington demonstriert....nun ist es Zeit in Jerusalem auf die Straßen zu gehen!" Für die Zeit der Kundgebung wird ein 3-Tages-Ticket für 550 US-$ angeboten, das nahezu alle Kosten beinhalten soll. Dieser günstige Preis soll helfen, möglichst viele Teilnehmer in die Hauptstadt Israels zu bringen. Die Kundgebung ist in der Zeit vom 11.-14. August geplant und wird - mit großer Beteiligung israelischer Politiker - auch in einem Marsch durch das Herz Jerusalems - der Altstadt - führen.

15.07.02

Die antiisraelische Kampagne geht weiter

Die anti-israelische Politik - insbesondere in Norwegen, Frankreich, Holland und England geht weiter. Klagen gegen Scharon und andere israelische Politiker, wirtschaftliche Boykottaufrufe, Embargo's - es ist alles vertreten im alten Kontinent. 
Ein Überblick über die Berichte israelischer Zeitungen, von Nahostfocus zusammengefasst:

Die antiisraelische Kampagne in Europa geht weiter

15.07.02

Arafats Geisteszustand verschlechtert sich 

Bei seinem Paris-Besuch in der letzten Woche erklärte der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes "Schin Bet", Avi Dichter, Arafats Geisteszustand habe sich in der letzten Zeit massiv verschlechtert. Dichter sagte in einem Gespräch mit dem französischen Innenminister Nicolas Sarkozy, das Verhalten des Palästinenserführers sei durch Fehlurteile gekennzeichnet. Gleichzeitig betonte er, der "Schin Bet" empfehle weiterhin, Arafat nicht auszuweisen. Laut Dichter kopple der Palästinenserführer sich immer mehr von der Realität um ihn herum ab. Seine Umgebung sei immer häufiger Arafats Wutausbrüchen ausgesetzt, und Arafat interpretiere entscheidende Prozesse auf internationaler Ebene falsch, insbesondere die Rede des US-Präsidenten Bush zur Lage im Nahen Osten und die gemeinsame europäisch-amerikanische Initiative zu Reformen in der PA. Arafat müsse die Bedeutung dieses Trends noch verinnerlichen - er glaube immer noch, dass er den "Kopf intakt lassen könne und nur den Körper darunter austauschen müsse", statt umgekehrt, so Dichter.

(c)/ Quelle: ICEJ

Linktips:

Optimismus bei Israels Geheimdiensten

Für Ben-Eliezer ist Arafat ein Mann der Vergangenheit

15.07.02

Mubarak: “Ich werde Israel nicht besuchen, nicht einmal für den Friedensnobelpreis“ 

In einem Interview mit der kuweitischen Zeitung Al Siasah berichtet der ägyptische Staatschef Hosni Mubaraq, er habe den Vorschlag der amerikanischen Regierung, Israel zu besuchen, abgewiesen. Die amerikanischen Kongressmitglieder hätten ihm durch den Besuch des Nachbarlandes den Erhalt des Friedensnobelpreises in Aussicht gestellt. (Yedioth Aharonoth)   

Linktip: 

Ben-Eliezer in Ägypten

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Yedioth Aharonoth

15.07.02

Rätsel um "weinende Klagemauer" gelöst 

Die Flüssigkeit, die eine 10x40 cm große Fläche der als Klagemauer bekannten Westmauer befeuchtet, stammt nicht aus einer undichten Rohrleitung, vielmehr handelt es sich um Harz aus einer zwischen den Steinen wachsenden Pflanze. Dies stellten Experten der Altertumsverwaltung und ein Geologe am Sonntag fest. Das Harz, das aus der abgebrochenen Wurzel eines Busches austritt, hatte seit zwei Wochen für Spekulationen gesorgt, jüdische Mystiker sahen darin ein Zeichen nahe bevorstehender Erlösung. Der für die Westmauer zuständige Rabbi Samuel Rabinovich wird nun mit den Oberrabbinern beraten, ob es das jüdische Recht erlaubt, den Busch von der heiligsten Stätte des Judentums zu entfernen und die Befeuchtung zu trocknen. 

15.07.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

15. Juli 1099: Herzog Godfrey von Bouillon, einer der Anführer des ersten Kreuzzuges, rückt in Jerusalem ein. Er treibt alle Juden in die Synagoge und steckt diese in Brand, während er um das Gebäude marschiert und "Christus, wir beten Dich an" singt. Dieses Geschehen markiert das Ende Jerusalems als jüdisches Zentrum für Jahrhunderte, obwohl nach der Wiedereroberung durch die Moslems im Jahre 1187 Juden in begrenzter Zahl zurückkehren.   

(c)/ Quelle: aus "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il).

15.07.02

Autobombe in Kalkiliya entdeckt

Am Samstag entdeckten israelische Soldaten ein Auto mit mehreren Palästinensern das durch israelische Kennzeichen aufgefallen war am Ortsrand von Kalkiliya. Nach einigen Warnschüssen wurde das Auto angehalten, die Insassen flohen zu Fuß zurück in die Stadt.
Bei der Durchsuchung des Autos fanden die israelischen Soldaten 4 große Bomben, 3 Behälter gefüllt mit brennbarem Gas und 3 weitere Behälter die mit Nägel, Schrauben und anderen spitzen Metallgegenständen gefüllt waren. Die Wucht dieser Detonation hätte zu einem der schwersten Terroranschläge gegen Israel führen können. Die israelische Armee sprengte das Auto:

(c)/ Quelle: IDF

15.07.02

Neues Bild eines 

Am Samstag haben die israelischen Streitkräfte bei Hausdurchsuchungen im palästinensischen Teil Hebron's in Abu Senina ein weiteres Bild eines Baby's gefunden das mit Waffen fotografiert wurde. Neben einem Plastikgewehr wurde dem Kind ein echter Revolver auf den Bauch gelegt.

(c)/ Quelle: IDF

15.07.02

"Alarmierender Antisemitismus in den OSZE-Staaten"

Die Parlamentarische Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die Zunahme antisemitischer Gewalttaten als "alarmierend" bezeichnet. In einer Resolution fordert die Organisation die betroffenen Staaten auf, juristisch gegen antisemitische Straftaten vorzugehen und bestehendes Recht konsequent umzusetzen.

OSZE: Antisemitismus ist alarmierend
OSZE: Berlin Declaration (Kurzfassung)
OSZE: Berlin Declaration (voller Text)

15.07.02

Sag' mir wo die $ sind, wo sind sie geblieben?

Immer wieder wird in den Medien darüber berichtet, daß Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde zweckentfremdet eingesetzt werden; zuletzt lieferte die IDF eindeutige Beweise nachdem man genehmigte Zahlungsanweisungen an Selbstmordattentäter bzw. deren Familien fand.

Nun hat die Welt am Sonntag unter Berufung auf "Jediot Achronot" in einem Artikel den Vorwurf konkretisiert: 

Millionen Dollar auf privaten Palästinenserkonten?
Liegen Arafats Millionen auf Konten in Zürich, Paris und London?

15.07.02

"Ich bin erfüllt von Trauer und Angst um dieses Land, dessen Bürger ich bin"

Der Ehrendoktor der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki sorgt sich um die politischen Strömungen in Deutschland. Mehr unter nachfolgendem Link:

Reich-Ranicki holt zum Rundumschlag aus

15.07.02

Gekidnappte Israelis schon bald in Freiheit?

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" soll es im August zu einem Gefangenenaustausch von 4 Israelis gegen rund 100 Libanesen und Palästinenser kommen. Die 3 IDF-Soldaten Adi Avitan (23 Jahre), Benyamin Avraham (22 Jahre), Omar Sawaid (28 Jahre) wurden im Oktober 2000 vor den Augen von UNIFIL-Soldaten entführt. Ein dabei gemachtes Video wurde der israelischen Regierung von der UNO über 7 Monate verschwiegen und später zensiert gezeigt.

Adi                   Benyamin          Omar
Avitan              Avraham            Sawald

In Israel geht man heute davon aus, daß die 3 Soldaten tot sind.

Bis heute gibt es auch keine Informationen über den Zustand oder den Aufenthaltsort von Elhanan Tennenboim, der am 15. Oktober 2000 von der Hisbollah entführt wurde.

Elhanan
Tennenboim

Ungewiss ist auch weiter das Schicksal des vor 18 Jahren im Libanon gefangen genommenen Ron Arad, den man in einem iranischen Gefängnis vermutet.

Linktip:

Kommen vermisste Israelis bald frei?
Zu den von der Hisbollah entführten IDF-Soldaten

12.07.02

Wichtige Solidaritätskundgebung

 

Bis zu 2.500 Teilnehmer waren gekommen um in München ein klares Zeichen gegen Terror und Antisemitismus zu setzen. Kirchen, Parteien und Verbände beteiligten sich an der Kundgebung die ganz im Zeichen eines klaren "NEIN" gegen den Terror  und eines klaren "NEIN" gegen Antisemitismus stand. 450 Portraits der über 560 getöteten israelischen Opfer des palästinensischen Terrors zeigten, warum unter der israelischen Bevölkerung ein Klima des Schreckens herrscht. Im Grußwort des Erzbischofs von München und Freising wurde nochmals eindrücklich darauf hingewiesen, daß Christen den Terror ausnahmslos verurteilen müssen; wer den Weg des Terrors gehe, könne sich nicht auf Gott berufen, nicht im Christentum, nicht im Judentum, nicht im Islam.

Frau Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden schlug eine Brücke der Solidarität  von den israelischen Opfern des Terrors hin zu allen Opfern von Terror und Gewalt in der Welt. "Leid und Trauer kennen keine Hautfarbe, Religion oder Staatsangehörigkeit. Leid und Trauer treffen alle Menschen gleich, auf der ganzen Welt." Die Zuhörer ermutigte sie gemeinsam den Antisemitismus dorthin zu befördern wo er hingehöre "auf die Abraumhalde, auf den Abfallhaufen der Geschichte."

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude wies in seiner couragierten Rede vor dem Hintergrund einiger palästinensischer Fahnen in dem deutsch-israelischen Fahnenmeer darauf hin, daß diese Toleranz wohl kaum in einem umgekehrten Fall zu erwarten sei und israelische Fahnen wohl nicht auf einer palästinensischen Kundgebung geschwenkt werden könnten.

Bereits im Vorfeld der Kundgebung hatten sich spontan mehr als 600 Personen des öffentlichen Lebens solidarisch mit den Zielen der Kundgebung erklärt. Darunter waren so bekannte Namen wie Franz Beckenbauer, Iris Berben, Dr. Johannes Friedrich (Landesbischhof der Ev.-Luth. Kirche), Dr. Peter Gauweiler, Dr. Hildegard Hamm-Brücher FDP), Otto Schily u.v.m.

Ergänzende Informationen unter dem nachfolgenden Link:

muenchenshalom
Muenchner Merkur
Süddeutsche Zeitung
Süddeutsche Zeitung
CSU

13.07.02

Die israelische Gesellschaft vor dem Hintergrund des Terrors

Israels Gesellschaft vor dem Hintergrund des Terrors; die Person des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Jassir Arafat ("...dabei ist Arafat noch nicht ein Wort der Trauer und Reue über den Tod unschuldiger Zivilisten über die Lippen gekommen....."). Die Welt fasst die Situation treffend zusammen:

Warten auf den nächsten tödlichen Schlag

13.07.02

Economic News

Rückgang des Handels zwischen Israel und der EU
In der Schweiz: Kein Boykott
In der Schweiz: Boykottaufruf
Boykott einmal anders: Israelis boykottieren Air France

12.07.02

Scharon gegen Ausweisung Arafats 

Premierminister Ariel Scharon, der in der Vergangenheit mehrfach versucht hatte, sein Kabinett zur Ausweisung von Palästinenserführer Jassir Arafat zu bewegen, akzeptiere nun den Konsens israelischer und amerikanischer Diplomaten und Militärs, Arafat als "irrelevant" zu betrachten und zu isolieren, aber nicht des Landes zu verweisen. Dies erklärten am Donnerstag Vertraute des Premiers gegenüber der Presse. Damit hat sich Scharon insbesondere der Meinung des neuen Oberkommandierenden der israelischen Streitkräfte, General Mosche Jaalon angeschlossen, der empfiehlt Arafat "auszuhungern", aber nicht zu vertreiben. Der Vorgänger Jaalons, General Schaul Mofaz, der Anfang dieser Woche in den Ruhestand ging, hatte während seiner Amtszeit noch den gegenteiligen Standpunkt vertreten, sich aber damit nicht durchsetzen können. Scharons neue Linie stimmt auch mit der Haltung von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer, dem Chef des Außengeheimdienstes "Mossad" und dem Leiter des Inlandsgeheimdienstes "Schin Bet" überein. Letztere vertreten die Auffassung, dass die Ausweisung Arafats einen "Rückstoßeffekt" auf die Region ausüben und den Palästinenserführer als Mittelpunkt des Nahost-Konfliktes stärken würde. US-Sicherheitsberaterin Condoleeza Rice erklärte in einem Interview, dass die Palästinenser eine neue Führung bräuchten. Auch sie verzichtete auf einen Aufruf, Arafat ins Exil zu schicken, es gehe nicht um eine einzige Person, so Rice, sondern um die Änderung des gesamten politischen Systems. Die einzige "Gegenstimme" zur neuen "Arafat-Politik" im israelischen Lager kam vom früheren Premierminister Benjamin Netanjahu. Arafat nicht auszuweisen wäre einer Situation vergleichbar, in der die USA Al-Kaida-Terrorzellen in Afghanistan aushöben, aber das Taliban-Regime unangetastet ließen. Arafat kommentierte trotzig, niemand könne seine Wahl zum Führer des palästinensischen Volkes aufheben. Er betonte zudem, US-Präsident Bush habe ihn in seiner Nahost-Rede niemals namentlich erwähnt. 

(c)/ Quelle: ICEJ

12.07.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

12. Juli 1555: Papst Paul IV. (1555-1559) erneuert mit seiner Bulle "Cum nimis absurdum" die gesamte frühere antijüdische Gesetzgebung und lässt in Rom ein Ghetto errichten. Juden werden gezwungen, eine bestimmte Kappe zu tragen, ihnen ist es verboten, Grundeigentum zu besitzen oder medizinische Handlungen an Christen vorzunehmen. Gemeinden dürfen nicht mehr als eine Synagoge haben und Juden in allen römisch-katholischen Staaten müssen sich jede Nacht in den Ghettos einschließen. 

(c)/ Quelle Eli Birnbaum/ jewishhistory

12.07.02

Weitere Kundgebungen 

"Aufstehen gegen Antisemitismus und Antizionismus"

26. Juli 2002, 17.00 H München/ Marienplatz

"Deutschland an der Seite Israels"

24. August 2002 Berlin (weitere Infos folgen oder unter ICEJ)
Veranstalter: Diverse Israel-Werke in Deutschland

12.07.02

Boykott?

Das Wochenmagazin "Tachles" aus der Schweiz nimmt zum Thema "wirtschaftlicher Boykott gegen Israel" Stellung:

Migros und Coop - kein Boykott
Israel-Boykottaufruf

12.07.02

Kinder als Opfer der Intifada

Posttraumatische Erscheinungen sind eine traurige Begleiterscheinung der Terrorintifada. Symptome, die sowohl israelische als auch palästinensische Kinder betreffen. Die Schlussfolgerungen, die eine Untersuchung der Tel-Aviv-Universität ergeben hat fast "Tachles" zusammen:

Kinder leiden besonders

11.07.02

IDF Soldat in Rafiah getötet; Erleichterungen für Palästinensische Zivilisten  

Der 24 Jahre alte IDF Offizier Haggai Lev aus Jerusalem wurde am Mittwochmorgen von einem palästinensischen Heckenschützen in Rafiah im südlichen Gazastreifen getötet. Lev suchte mit weiteren Soldaten seiner Givati Einheit nach Tunneln, die zum Waffenschmuggel über die ägyptische Grenze benutzt werden. Nach dem Angriff unternahmen die Soldaten Haus-zu-Haus Durchsuchungen in Grenznähe, um den Täter zu ergreifen. Nach Angaben der JERUSALEM POST ist Lev das erste IDF Opfer seit dem 19. Juni – seit Beginn der Operation „Entschlossener Pfad“, die Reaktion auf eine Serie von Terroranschlägen, die im Juni für 52 Israelis den Tod bedeuteten. Mit Durchsagen in mehreren Moscheen in Rafiah bekannten sich die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden zu dem gestrigen Anschlag. Bei Nablus nahm die israelische Armee am Mittwoch zehn verdächtige Palästinenser fest. Wie der israelische Rundfunk heute berichtet sind darunter zwei Männer, die Selbstmordanschläge planten. Unterdessen lockerte die israelische Armee die Ausgangssperre in den Städten Jenin, Ramallah und Tulkarem für einige Stunde, um den Bewohnern die Besorgung von Lebensmitteln und Medikamenten zu ermöglichen. Zur Erleichterung der Lebensbedingungen der palästinensischen Zivilbevölkerung, entschieden sich Premierminister Ariel Sharon, Außenminister Shimon Peres, Verteidigungsminster Binyamin Ben-Eliezer und Finanzminister Silvan Shalom bei einem Treffen am Montag in jerusalem, von Israel eingefrorene Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Dies jedoch unter der Bedingung, dass diese Mittel nicht zur Finanzierung des Terrors missbraucht würden... “Dieses Geld gehört dem palästinensischen Volk, nicht der PA,“ so eine Sharon-nahe Quelle. „Wir wollen sicherstellen, dass das Geld den Weg zu den Bedürftigen und nicht zu den Schmierigen findet.“ 

(c)/Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

11.07.02

Israel und PA gemeinsam gegen BSE 

Israel und die Palästinensischen Autonomiebehörde werden ihre Zusammenarbeit bei der Verhinderung der Verbreitung des Rinderwahnsinns in Israel und den palästinensisch kontrollierten Gebieten fortsetzen. Wie die JERUSALEM POST berichtete, hat der Generaldirektor des Landwirtschaftsministeriums, Itche Lidor, am Montag seinen palästinensischen Amtskollegen, Mahmoud Abu Samra, am Grenzübergang Erez getroffen, um die Aktionen gegen die Ausbreitung der Krankheit zu koordinieren. Die PA stimmte Maßnahmen ähnlich den in Israel geltenden bezüglich des zum Verzehr bestimmten Fleisches zu. Proben aus dem Gehirn im Gazastreifen geschlachteter Rinder wird zum Veterinärischen Dienst zur Untersuchung nach Beit Dagan gebracht. Erst nach dem Erhalt einer Bestätigung über die Gesundheit wird das Fleisch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das Landwirtschaftsministerium wird die Kosten für die Tests und die Labormitarbeiter übernehmen. Zwei palästinensische Veterinäre werden in Beit Dagan weitergebildet. Das Programm umfasst zunächst nur Rinder aus dem Gazastreifen, der Einschluss auch der Rinder im Westjordanland wird erhofft. 

11.07.02

Amnesty International zu den palästinensischen Attacken auf Zivilisten

"Zivilisten dürfen niemals zum Ziel von angriffen werden. Wir fordern alle palästinensischen Gruppen auf, sämtliche Anschläge auf Zivilisten sofort und bedingungslos einzustellen"  heißt es in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung von Amnesty International in Bonn.

Den gesamten Text der Pressemitteilung lesen Sie unter:

Ai - Zivilisten im Fadenkreuz

11.07.02

Israel gewinnt Goldmedaille bei den World Sailing Games

Am Mittwoch gewannen die israelischen Segler Yogef Yosef und Shahaf Amir die Goldmedaille bei den World Sailing Games in Marseille. Wie der israelische Rundfunk berichtete, endete das israelische Team knapp vor dem französischen Duo Benjamin und Romain Benau auf dem ersten Platz in der 470er Kategorie. Gidi Kliger und Udi Gal, ein weiteres israelisches Team am Start, machten den sechsten Platz. Bei den Frauen erreichten, Linor Kliger und Anat Fabrikant, in der gleichen Katgorie den fünften Platz, gefolgt von Nika Kornitzky und Vered Buskila auf dem siebten. In Marseille waren vom 29. Juni bis zum 10. Juli 1500 Seglerinnen und Segler aus 100 Nationen am Start. Die Sailing Games finden wie die olympischen Spiele nur alle vier Jahre statt und bieten Segelsport auf höchstem Niveau. Gesegelt wird in den fünf Klassen Laser, 470er, J-80 (Kielbootklasse), Hobie Cat 16, und Bic Formula (Windsurfing). 

10.07.02 

Ehepartner zweier Terroropfer werden heiraten 

Hagar Zar und Eliezer Amitai verloren beide ihre Ehepartner durch Terroranschläge. Nun beschlossen sie, zu heiraten und ihre insgesamt zwölf Kinder gemeinsam großzuziehen. Zars Ehemann Gilead, Sicherheitschef der Regionalverwaltung von Samaria, starb durch Schüsse von Terroristen im Mai 2001 und hinterließ neben seiner Frau acht Kinder. Amitais Frau Miriam kam bei dem Angriff auf einen Schulbus in Kfar Darom im November 2000 ums Leben. Das Paar hatte vier Kinder. Zar blieb in Itamar, wo sie ihre Kinder betreute, Amitai in Kfar Darom. Zars Schwiegervater Mosche, ein bekannter Landbesitzer in Samaria und früherer Offizier einer berühmten Eliteeinheit, lernte Amitai kennen, als dieser als Soldat in der Gegend von Nablus (Sichem) diente. Er machte Amitai mit seiner Schwiegertochter bekannt. Vor kurzem verlobte sich das Paar. Sie werden zukünftig in Kfar Darom wohnen. "Ich freue mich so sehr für die beiden, besonders für Hagar. Sie ist eine wunderbare Frau und hat in der letzten Zeit den Wunsch geäußert, wieder zu heiraten, wenn sie den Richtigen träfe. Ich bete, dass es klappt und dass die beiden zusammen glücklich sind. Sie haben so viel Schmerzen erlitten, sie verdienen einen Neubeginn", sagte eine Freundin Hagars gegenüber der "Jerusalem Post". 

(c) ICEJ/ Jerusalem Post

10.07.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

10. Juli 1391: Als Nachrichten über Unruhen in Spanien Mallorca erreichen, brechen Tumulte auf der gesamten Insel aus. Trotz der Bemühungen von Francisco Sa Garriga, dem örtlichen Vizekönig, werden in vielen Städten die jüdischen Gemeinden vollständig zerstört und ihre Mitglieder konvertieren oder werden ermordet. Über 110 Familien treten zum Christentum über, die übrigen fliehen nach Nordafrika. Obwohl im folgenden Jahr einige Juden wieder zur Besiedelung aufgefordert werden, machen Pogrome, die durch Gerüchte über Hostienschändungen ausgelöst wurden, vierzig Jahre später der 800jährigen Jüdischen Gemeinde ein Ende.  

ICEJ/ "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il). 

10.07.02

Linktip

Bahamas: "Wir sind alle Palästinenser" - der kalte Krieg Europas gegen Israel

10.07.02

Billy Graham's Aufruf

Rund 47.000 Besucher kamen nach Cincinnati/Ohio um den wohl bekanntesten Evangelisten der USA Billy Graham vom 27. - 30. Juni zu hören. Graham nahm dabei insbesondere auch zu dem Thema des Rassismus und des Antisemitismus im Besonderen Stellung:

"In vielen Ländern der Welt gibt es ein Problem mit Rassismus und Antisemitismus. In diesen Tagen erhebt der Antisemitismus in Europa sein hässliches Gesicht.... wie auch in diesem Land (USA). Wir müssen alles menschenmögliche tun, Freunde und gute Nachbarn zu den Menschen zu sein, die Gott auserwählt hat, sein auserwähltes Volk zu sein - und sind die Juden."

Bereits eine Woche zuvor hatte sich "Mr. Evangelist" bei jüdischen Persönlichkeiten für eine Tonbandaufnahme von 1972 entschuldigt, in der Graham dem damaligen US-Präsident Nixon gegenüber antisemitische Äußerungen gemacht hatte.

Link:

Billy Graham

10.07.02

Interne Kritik an Arafat wächst

„Wo auch immer Arafat hingeht, folgen ihm Rechtslosigkeit, Korruption und Instabilität“, sagte Abbas Zaki, einer der Gründungsmitglieder der Fatah und ein langjähriger Mitarbeiter des PLO-Chefs gegenüber dem US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“. Der 60 Jahre alte Zaki hat, laut JERUSALEM POST nach dem Sechs-Tage-Krieg an terroristischen Überfällen auf Israel von Jordanien aus teilgenommen. Bevor er 1994 ins Westjordanland zurückkehrte, lebte er 27 Jahre im Exil. „Im Kampf sollte es Ehre geben. Wenn Du verloren hast, musst Du gehen“, so Zaki in der aktuellen Ausgabe der „Newsweek“. Dem Bericht zufolge, machen immer mehr Palästinenser für ihr Leiden verantwortlich. „Vor acht Jahren kam (Arafat) nach Gaza und Jericho und sagte:’Ich mache die Region zu einem neuen Hong Kong’. Stattdessen hat er Somalia daraus gemacht,“ so wird ein Lehrer aus Bethlehem zitiert, dessen militanter Bruder im Juni ins Exil gezwungen wurde. Hussam Khader, ein Mitglied des Palästinensischen Legislativrats und ein wichtiger Führer der Fatah in dem Flüchtlingslager Balata bei Nablus, sagte, „Ich glaube nicht, dass Arafat sich für irgendetwas anderes als für seine Macht interessiert.“ Obwohl alle Arafat für die Zerstörung des palästinensischen Lebens und für die Diebe in der Regierung verantwortlich machen, würde er voraussichtlich die Wahlen gewinnen. „Wir sind wie Beduinen, wir folgen unseren Sheikhs. Es ist nicht einfach diese traditionelle Kultur zu verlassen. Wir müssen warten bis Gott diesen Sheikh zu sich nimmt,“ so Khader. 

(c)/Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Newsweek, Jerusalem Post

10.07.02

Erster Tag der Woche bald Ruhetag?

Das israelische Parlament hat am Dienstag in erster Lesung einen Gesetzesvorschlag gebilligt, der Israel ein Zwei-Tage-Wochenende verschaffen könnte. Dem von privater Seite eingegebenem Vorschlag zufolge würde in Israel von Montag bis Donnerstag neun Stunden und am Freitag verkürzt gearbeitet werden. Die Befürworter sagen, dass die Änderung eine Annäherung an die Arbeitsroutine in den westlichen Ländern bedeute, und dass ein Wochenende von zwei Tagen die Spannungen zwischen religiösen und säkularen Gruppen im Land bezüglich des Shabbats als alleinigen Ruhetag abbauen könne. Der Knessetabgeordnete Ophir Pines-Paz sagte, dass eine solche Änderung den Staat 3.8 Milliarden Shekel kosten könne „in einer Zeit der schlimmsten Stagnation seiner Geschichte.“ 

10.7.02

Veranstaltungshinweis: "Medienintifada"

 Die „Initiative Solidarität mit Israel“, eine Gruppe Hamburger Studenten, veranstaltet am Donnerstag, den 11. Juli zwei Vorträge mit Esther Shapira und dem freien Journalist Thomas von der Osten-Sacken. Esther Shapira ist die Autorin der TV-Dokumentation „Drei Kugeln und ein totes Kind“, die sich mit den Hintergründen für den Tod von Mohammed Al-Dura befasste. 
Wann und Wo? 11.7. 2002, 19:00 Uhr, Hamburg, Trostbrücke 4-6 

10.07.02

Gottes Pläne erfüllen sich weiter: Über 400 Neueinwanderer machen Alija

Gestern landete in Tel Aviv eine ELAL-Maschine mit über 400 Neueinwanderer aus den USA und Kanada. Unter den Ankommenden waren 152 Kinder - 99 von ihnen unter 5 Jahre. Sie werden künftig in Israel leben. Die Initiative ging von der jüdischen Organisation Nefesh B'Nefesh aus, die ihren Sitz in Florida hat. Rabbi Joshua Fass - verantwortlich für diese Alija - möchte künftig bis zu 4 Flugzeuge voll mit Rückkehrer in das Heilige Land bringen. Bisher sind rund 1.000 Juden aus den USA nach Erez Israel zurückgekehrt.

Viele Christen in den USA, die Israel unterstützen, machten diese Alija möglich.

Buchstäblich erfüllten sich die Verheißungen aus der Bibel wie z.B. Jeremia 31,10: "Hört das Wort des Herrn ihr Nationen, und meldet es auf den fernen Inseln und sagt: Der Israel zerstreut hat, wird es wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde."

Linktip:

Alija

10.07.02

Tageslosung

"Der Herr hat mich gesandt, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden."
Jesaja 61,3

"Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden."
Matthäus 5,4

(c)/ Quelle: Hänssler Verlag/ Friedrich Reinhardt Verlag, Evang. Brueder-Unität Herrenhut und Bad Boll

10.07.02

Gilo - zerrissen zwischen Furcht und Hoffnung

Sie erinnern sich: Gleich zu Beginn der Terrorintifada haben Mitglieder der Tanzim begonnen in dem gegenüberliegenden Beit Jala in Häuser von Christen einzudringen um von dort aus den gegenüberliegenden Jerusalemer Stadtteil Gilo zu beschießen. Ziel war es, die israelische Armee zu einer Reaktion zu provozieren, um die christliche Welt mit in den Konflikt zu ziehen. Erst vor wenigen Wochen ist es um die Attacken der Tanzim ruhiger geworden in Gilo - nicht zuletzt durch den Einbau von kugelsicherem Glas (in einem angrenzenden Kindergarten) und dem Einziehen eines Betonzaunes, der Schutz vor den Kugeln der Terroristen aus dem tieferliegenden Beit Jala bot.

Neues Leid kam dann über die Bewohner Gilo's, als sich am Dienstag, 18. Juni ein palästinensischer Selbstmordterrorist in dem Egged Bus der Linie 32 in die Luft sprengte und 19 Menschen getötet wurden - 14 davon kamen aus Gilo.

Keren-Hayessod schildert die Situation der Menschen in dem südlichen Stadtteil Jerusalems:

Gilo: Zerrissen zwischen Furcht und Hoffnung
 

09.07.02

Schusswechsel in Jerusalem

In der Altstadt von Jerusalem hat heute ein Palästinenser einen israelischen Araber erschossen und einen Polizisten verletzt. Der Zwischenfall ereignete sich um 14.10 H Ortszeit am Damaskustor, als ein Polizist den Palästinenser nach seinen Ausweispapieren fragte. Daraufhin eröffnete der Palästinenser das Feuer auf den Polizisten und verletzte ihn. Anschließend tötete er einen vorbeikommenden Araber.

09.07.02

Neuer Generalstabchef eingeschworen

Am Dienstagmorgen wurde der bisherige Generalmajor Moshe Ya’alon als 17. Generalstabschef bei einer Zeremonie im Büro des Premierministers eingeschworen. Shaul Mofaz beendet nach 36 Jahren und vier Jahren als Generalstabschef seinen Dienst in der israelischen Armee. Als Mofaz vor vier Jahren das Amt übernahm war der Südlibanon seine wichtigste Aufgabe. Wie die israelische Tageszeitung HA’ARETZ weiter berichtet, war die IDF zwei Jahre später zwar raus aus dem Libanon, aber Libanon jetzt drinnen - in den Gebieten der PA. Die schwelende Hauptaufgabe für den 52 Jahre alten Ya’alon, der das Amt heute übernommen hat. 

Den Lebenslauf von Generalleutnant Ya'alon finden Sie unter:

Moshe Ya'alon

09.07.02

Kurzmeldungen 

- An der Kreuzung A-Ram im Norden Jerusalems haben Grenzpolizisten am Montag einen Hamas-Aktivisten festgenommen. 
Er wurde verdächtigt, einen Selbstmordanschlag in Jerusalem ausführen zu wollen. Bei der routinemäßigen Untersuchung wurden unter seinen Sachen Bilder von „Shahiden“, IDF-Uniformen sowie eine gebundene Anleitung zur Durchführung von Terrorakten gefunden 

- Zum wiederholten Mal wurden in Russland antijüdische Anschläge verübt
Der Ingenieur Alexander Konichov war auf dem Weg zu Reparaturarbeiten an einer Straße unweit vom Tomsk, als er am Straßenrand ein Kartonschild mit der Aufschrift „Tod den Jidden“ entdeckte. Er und sein Fahrer hielten, um das Schild zu entfernen. In diesem Augenblick explodierte die an dem Schild angebrachte Handgranate. Die beiden Männer wurden leicht verletzt. Der Sprecher der örtlichen Staatsanwaltschaft sagte, dass es sich „zweifellos um einen Terrorakt“ handelt. Die Jüdische Gemeinschaft in Russland hat für Hinweise auf die Täter und ihre Hintermänner eine Belohnung ausgesetzt. 

- Wiesenthal-Zentrum veröffentlicht Bericht „Hass digital 2002“. Untersucht wurden die Verbindungen zwischen extremistischen Islamisten und Neo-Nazis im Internet, deren Grundlage der gemeinsame Hass gegen Israel und Juden ist. Avraham Kuper vom Simon-Wiesenthal-Zentrum sagte gestern in Berlin bei der Vorstellung des Berichts, dass zudem die Zahl der Internetseiten, die zu Selbstmordanschlägen aufrufen, in den islamischen Staaten stark angewachsen sei und bei ca. 100 liege. (HA’ARETZ) 

- Ein Szenario - Fanatischer Terror im Herzen Europas  
Der israelische Kommentator Doron Rosenblum hat am 27. Juni in der israelischen Tageszeitung HA’ARETZ ein Szenario entworfen, das mit der Vorstellung spielt, wie die Reaktionen Großbritannien und Frankreichs aussehen könnten, wenn der fanatische Terror - wie er in seit Jahren Israel exekutiert wird - in ihren Ländern stattfinden würde: Eine Übersetzung des Textes finden Sie unter:

Nahost-Politik

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

 

09.07.02

Bara'a Ab Turki - Das Bild eines Kindes das die Welt erschüttert

Der Versuch, das Bild als israelische Fälschung und Propagandatrick zu bezeichnen ist gescheitert. Am Sonntag brachte die renommierte englische Zeitung "Mail on Sunday" ein Interview mit einem Studenten der den kleinen 18 Monate alten Jungen - angezogen wie ein Selbstmordattentäter - als seinen Vetter Bara'a Ab Turki wiedererkannte. 
Der Vater des Kleinen ist einer der meistgesuchten Hamas-Terroristen.
Nach Aussage des Studenten ist das Fotographieren des kleinen Jungen in Selbstmordattentäter Montur kein Einzelfall.

Linktip:

Hass-Propaganda mit unschuldigem Baby

09.07.02

Tageslosung

"Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein."
5. Mose 6,4

09.07.02

Aussenpolitik des Herrn Lamers - NEIN DANKE!

Nach Möllemann und Blüm muss sich nun der Herr Lamers aus NRW wieder dem Motto annehmen "man dürfe doch Israel kritisieren". Blüm wie Lamers verbindet ja - neben ihrem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag - wohl auch das Ziel nochmals so richtig vom Stapel lassen zu können wie sie zur israelischen Politik stehen. In einem Interview mit der Berliner TAZ schafft es Dieser wieder einmal Israel die Schuld am palästinensischen Terrorismus zu geben (!) - ganz nach dem in den vergangenen Wochen von anderer Seite gezielt inizierten Motto, die Juden seien ja auch selbst am Antisemitismus schuld . Man müsse sehen, daß die israelische Regierung mit ihren Methoden den Terrorismus fördere, so Lamers der es dann auch noch fertigbringt, Israels Kampf gegen den Terrorismus mit dem Vorgehen Russlands in Tschetschenien zu vergleichen. 

E-mail des aussenpolitischen Sprechers der CDU/ CSU:
Karl.Lamers@bundestag.de

Gott sei Dank gibt es in der CDU ganz andere Stimmen; hier sei nur als positives Beispiel der Abgeordnete Dr. Friedbert Pflüger (Mitglied im Bundesvorstand der CDU und Vorsitzender des Bundesfachaus- schusses für Außen- und Sicherheitspolitik der CDU) erwähnt, der in seiner Rede zur Debatte über die Lage im Nahen Osten folgende wichtige Rede hielt:

"Rachel Lewi war 17 Jahre alt und Israelin. Ajat al-Achras war 18 Jahre alt und Palästinenserin. Sie sahen sich sehr ähnlich. Sie haben ein paar Kilometer voneinander entfernt gelebt. Wenn sie sich unter anderen Umständen, in anderen Zeiten, begegnet wären, wären sie vielleicht Freunde geworden.
Sie haben sich einmal kurz gesehen, zufällig, vor einem Supermarkt in Jerusalem. Dann zündete Ajat den Sprengstoffgürtel. Beide sind dabei umgekommen....."

Die ganze Rede lesen Sie unter dem nachfolgenden Link:

Dr. Friedbert Pflüger zur Lage im Nahen Osten

08.07.02

Neue Topangebote für Solidaritätsreisen nach Israel - da ist für Jeden etwas dabei!

Im Herbst diesen Jahres bieten zahlreiche Reiseveranstalter und Israel-Spezialisten preisgünstige Solidaritätsreisen nach Israel an. Während der meist 5-tägigen Reisen besuchen Sie nicht nur bedeutende Orte in Israel, Sie werden auch die Möglichkeit haben, als Zeichen Ihrer Solidarität einen Baum in Israel zu pflanzen. Selbstverständlich wird während der Reise auch genug Zeit eingeplant, in der Sie Freunde und Familie besuchen können. Eine 5-tägige Solidaritätsreise inkl. Flug, Hotel, Transfers und aller Begegnungen vor Ort kostet rund € 600.-. Die Mindestteilnehmerzahl pro Termin beträgt 10 Personen. Individuelle Verlängerungen können auf Wunsch zusätzlich gebucht werden. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über verschiedene Termine, die zur Auswahl stehen. Weitere Auskünfte über die Inhalte der Reisen gibt Ihnen das Staatliche Israelische Verkehrsbüro. (Termine jeweils von verschiedenen Veranstaltern angeboten).
Termine: 03.-07. November 2002 17.-21. November 2002 08.-12. Dezember 2002   
Termine: 06.-11. September 2002 14.-19. September 2002 23.-28. November 2002 07.-12. Dezember 2002 14.-19. Dezember 2002 Termine: 06-11. September 2002 14-19. September 2002 23-28. November 2002, 07-12. Dezember 2002 14-19. Dezember 2002  
Termine: 03.-11. November 2002 17.-21. November 2002 08.-12. Dezember 2002  
Termine: 17.-22. November 2002 22.-27. November 2002 06.-11. Dezember 2002 13.-18. Dezember 2002 

08.07.02

Magazin-Tip

Focus Nr. 28 mit der Reportage "Todeslinie: In Jerusalems Bussen fährt die Angst mit". Ab heute im Zeitschriftenhandel.

08.07.02

Bequem - aber nur zur Einstimmung auf den nächsten Israelurlaub: Israel vom Sofa aus besuchen !

Unter www.goisrael.de können Interessierte Israel jetzt vom Sofa aus kennen lernen: Auf seiner Homepage lädt das Staatliche Israelische Verkehrsbüro zu einer Kurzreise durchs Land am heimischen Computer. Die virtuelle Computer-Tour führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Galiläa bis Eilat. Von jedem Ort stehen Panoramabilder zur Verfügung, die dem Betrachter einen Blick im 360-Grad-Winkel ermöglichen. So braucht der „Urlauber“ nur wenige Minuten vom Besuch im biblischen Kapernaum im nördlichen Galiläa bis zum Nachtleben in Eilat am Roten Meer. Historisch Interessierte werfen einen Blick auf das Fischerboot aus Jesu Zeiten am See Genezareth, um dann zum Beispiel in der Wüste die alte Handelsstadt Avdat zu besichtigen. Eine Landkarte zeigt an, wo der Betrachter sich befindet, in Jersualem, Tel Aviv, Herzliya und Eilat bekommt der User auch einen Stadtplan zur besseren Orientierung zur Hand. Eine Kurzinformation gibt die wichtigsten Fakten zum jeweils betrachteten Ort. Wer nach dem Vorgeschmack das Land nicht nur sehen, sondern auch erleben möchte, findet unter der gleichen Internetadresse auch viele Reiseangebote ins Heilige Land. Weitere Informationen: Staatliches Israelisches Verkehrsbüro, Bettinastr. 62, 60325 Frankfurt/Main, Tel.: 069 / 75 61 92 - 0, Fax: 069 / 75 61 92 - 22, e-mail: Israel@igtofrankfurt.de. Website:

goisrael

08.07.02

OSZE-Vorschlag: Jerusalem unter internationaler Kontrolle 

Israelische, US-amerikanische und deutsche Abgeordnete wandten sich am Sonntag auf dem fünftägigen Treffen der "Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" (OSZE) in Berlin gegen den überraschenden Vorschlag eines italienischen Politikers, Jerusalem unter internationale Kontrolle zu stellen. Die israelische Knesset-Abgeordnete Colette Avital erklärte, man habe den ganzen Abend versucht, den Italiener zur Rücknahme des Vorschlags zu bewegen, jedoch ohne Erfolg. Der Dekan des amerikanischen "Simon-Wiesenthal-Zentrums" Rabbi Abraham Cooper, der sich ebenfalls in Berlin aufhält, äußerte die Befürchtung, der Vorschlag werde am heutigen Montag im OSZE-Plenum angenommen, da er am Sonntag auf breite Zustimmung stieß. Die OSZE setzt sich aus Parlamentariern aus 55 Ländern zusammen. Der Leiter der italienischen Delegation gab als Grund für die Initiative Befürchtungen an, christliche heilige Stätten könnten in der Zukunft unter palästinensische Kontrolle gestellt werden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

08.07.02

Britische Professorin feuert 2 Israelis als "Beitrag zum Boykott gegen Israel"  

Die Entlassung zweier israelischer Wissenschaftler durch eine Professorin einer führende britischen universitären Einrichtung mit Hinweis auf den akademischen Anti-Israel Boykott hat weltweite Empörung unter Akademikern und von der israelischen Regierung ausgelöst. Wie die israelische Tageszeitung JERUSALEM POST berichtet, wurden Prof. Gideon Tury von der Universität Tel Aviv und Dr. Miriam Schlesinger von der Bar-Ilan Universität aus den Wissenschaftlichen Beiräten zweier Übersetzungsfachblätter gefeuert, die von Prof. Mona Baker vom Institut für Wissenschaft und Technologie in Manchester herausgegeben werden. Schlesinger, die früher die israelische Sektion von Amnesty International leitete, arbeitete für das „Translator Magazine“, während Toury für „Translation Studies Abstracts“ arbeitete. Beide Wissenschaftler waren seit drei Jahren bei den Magazinen beschäftigt. Als sie der Aufforderung zum Rücktritt nicht nachkamen, wurden sie gekündigt. Die aus Ägypten stammende Baker, Direktorin des Zentrums für Übersetzung und Interkulturelle Studien der Universität, sagte gegenüber dem SUNDAY TELEGRAPH: „Ich missbillige den Staat Israel.“ Wenn die beiden Israel in Richtung England verlassen und die Brücken zu ihrer Heimat gekappt hätten, hätten sie ihre Jobs behalten können, so die Professorin weiter. Ihre Entscheidung reflektiere „ihr Verständnis eines Boykotts gegen Israel“. Der Sprecher der Israelischen Botschaft in London äußerte sich am Sonntag entsetzt über den Vorgang. „Diese Delegitimierung Israels ist typisch für die Ablehnung die dem arabisch-israelischen Konflikt zugrunde liegt.“ 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

08.07.02

Haaretz: Politisches Aus für Arafat in 6 Monaten?

Nach einem Bericht von Haaretz rechnet die israelische Armee damit, daß der palästinensische Präsident Jassir Arafat in den kommenden 6 Monaten seine Macht - ohne israelische Einwirkung - verlieren wird. Als einer der Hauptgründe wird angeführt, daß die Nahostrede des amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush das Image von Arafat so beschädigt worden sei, daß dieser eine neue Führung nicht mehr abwenden könne.

Am Wochenende war es in Hebron zu Straßenprotesten mehrerer hundert Palästinenser gekommen. 

In Israel wurde unterdessen eine Terrorwarnung ausgesprochen. Der israelische Rundfunk hatte gemeldet, daß in Israel zwei palästinensische Selbstmordattentäter unterwegs seien.

07.07.02

Starke Unterstützung für Israel von US-Evangelikalen

Im Jahr 2000 war er bei den Primärwahlen der Republikaner zu den US-Präsidentschaftswahlen gescheitert: Gary Bauer, Präsident von "American Values" einer evangelikalen Gruppe. In einem offenen Brief an Israels Premierminister Ariel Scharon ruft Bauer zur Unterstützung Israels auf: "Wir verurteilen den moralischen Relativismus, der diejenigen, die ermordet wurden mit denen gleichsetzt, die die Morde begehen."  Von der UNO fordert er ein "Ende des Schweigens zu den Grausamkeiten die gegen Zivilisten in Israel begangen werden." Bauer weist auf die starke Bereitschaft amerikanischer Christen hin, sich klar zu Israel zu stellen.

Der Aufruf wurde von so bedeutenden Personen/ Organisationen wie Dr. James C. Dobson (Focus on the Family), Charles W. Colson (Prison Fellowship Ministries), Pastor John Hagee (Cornerstone Church) unterschrieben.

Der Brief an Premierminister Ariel Scharon ist nachzulesen unter dem nachfolgenden Link:

American Values

06.07.02

20 Fakten über Israel und den Nahen Osten

"Die Aufmerksamkeit der Welt ist auf den Nahen Osten gerichtet. Jeden Tag sind wir mit Szenen von Blutbad und Zerstörung konfrontiert. Können wir so eine Gewalt verstehen? Ja, aber nur wenn wir eine solide Grundlage der Fakten in dieser Angelegenheit erreicht haben - Fakten die allzuoft vergessen werden...." Mehr:

Nahostfocus: 20 Fakten über Israel und den Nahen Osten

06.07.02

Linktip

Die internationale, überkonfessionelle Bewegung "Christians for Israel International" mit Hauptsitz in Nijkerk/ Niederlande die sich hauptsächlich durch die Zeitung "Israel heute" einen Namen macht hat jetzt eine eigene Website. Aktueller e-mail Newsletter und die Möglichkeit die Zeitung kostenlos zu bestellen über:

Israelheute

06.07.02

"Am 11. September begann der 3. Weltkrieg"

"Die Geschehnisse des 11. September könnten, so meinte Ephraim Halevy, Chef des Mossad-Geheimdienstes als 'öffentliche und brutale Erklärung des 3. Weltkrieges' interpretiert werden....Dieser Krieg kennt keine klaren Kampflinien mehr; er wird gegen die freie Gesellschaft geführt....dieser Krieg ignoriert alle Kriegsgesetzte und Normen des internationalen Rechts....

Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin "Tachles" bringt die wichtigsten Schlussfolgerungen des Mossad Chefs die dieser vor der Nato weitergegeben hat:

Tachles: "Am 11. September begann der 3. Weltkrieg"

 

 

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