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08.07.02

Wichtige Solidaritätskundgebung

Redner auf dieser Kundgebung werden Dr. Günther Beckstein (Bayr. Innenminister), Christian Ude (Oberbürgermeister in München), Schimon Stein (Botschafter Israels in Deutschland) und Charlotte Knobloch (Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland) sein.

Ergänzende Informationen unter dem nachfolgenden Link:

muenchenshalom

08.07.02

Neue Topangebote für Solidaritätsreisen nach Israel - da ist für Jeden etwas dabei!

Im Herbst diesen Jahres bieten zahlreiche Reiseveranstalter und Israel-Spezialisten preisgünstige Solidaritätsreisen nach Israel an. Während der meist 5-tägigen Reisen besuchen Sie nicht nur bedeutende Orte in Israel, Sie werden auch die Möglichkeit haben, als Zeichen Ihrer Solidarität einen Baum in Israel zu pflanzen. Selbstverständlich wird während der Reise auch genug Zeit eingeplant, in der Sie Freunde und Familie besuchen können. Eine 5-tägige Solidaritätsreise inkl. Flug, Hotel, Transfers und aller Begegnungen vor Ort kostet rund € 600.-. Die Mindestteilnehmerzahl pro Termin beträgt 10 Personen. Individuelle Verlängerungen können auf Wunsch zusätzlich gebucht werden. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über verschiedene Termine, die zur Auswahl stehen. Weitere Auskünfte über die Inhalte der Reisen gibt Ihnen das Staatliche Israelische Verkehrsbüro. (Termine jeweils von verschiedenen Veranstaltern angeboten).
Termine: 03.-07. November 2002 17.-21. November 2002 08.-12. Dezember 2002   
Termine: 06.-11. September 2002 14.-19. September 2002 23.-28. November 2002 07.-12. Dezember 2002 14.-19. Dezember 2002 Termine: 06-11. September 2002 14-19. September 2002 23-28. November 2002, 07-12. Dezember 2002 14-19. Dezember 2002  
Termine: 03.-11. November 2002 17.-21. November 2002 08.-12. Dezember 2002  
Termine: 17.-22. November 2002 22.-27. November 2002 06.-11. Dezember 2002 13.-18. Dezember 2002 

08.07.02

Magazin-Tip

Focus Nr. 28 mit der Reportage "Todeslinie: In Jerusalems Bussen fährt die Angst mit". Ab heute im Zeitschriftenhandel.

08.07.02

Bequem - aber nur zur Einstimmung auf den nächsten Israelurlaub: Israel vom Sofa aus besuchen !

Unter http://www.goisrael.de/können Interessierte Israel jetzt vom Sofa aus kennen lernen: Auf seiner Homepage lädt das Staatliche Israelische Verkehrsbüro zu einer Kurzreise durchs Land am heimischen Computer. Die virtuelle Computer-Tour führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Galiläa bis Eilat. Von jedem Ort stehen Panoramabilder zur Verfügung, die dem Betrachter einen Blick im 360-Grad-Winkel ermöglichen. So braucht der „Urlauber“ nur wenige Minuten vom Besuch im biblischen Kapernaum im nördlichen Galiläa bis zum Nachtleben in Eilat am Roten Meer. Historisch Interessierte werfen einen Blick auf das Fischerboot aus Jesu Zeiten am See Genezareth, um dann zum Beispiel in der Wüste die alte Handelsstadt Avdat zu besichtigen. Eine Landkarte zeigt an, wo der Betrachter sich befindet, in Jersualem, Tel Aviv, Herzliya und Eilat bekommt der User auch einen Stadtplan zur besseren Orientierung zur Hand. Eine Kurzinformation gibt die wichtigsten Fakten zum jeweils betrachteten Ort. Wer nach dem Vorgeschmack das Land nicht nur sehen, sondern auch erleben möchte, findet unter der gleichen Internetadresse auch viele Reiseangebote ins Heilige Land. Weitere Informationen: Staatliches Israelisches Verkehrsbüro, Bettinastr. 62, 60325 Frankfurt/Main, Tel.: 069 / 75 61 92 - 0, Fax: 069 / 75 61 92 - 22, e-mail: Israel@igtofrankfurt.de. Website:

goisrael

08.07.02

OSZE-Vorschlag: Jerusalem unter internationaler Kontrolle 

Israelische, US-amerikanische und deutsche Abgeordnete wandten sich am Sonntag auf dem fünftägigen Treffen der "Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" (OSZE) in Berlin gegen den überraschenden Vorschlag eines italienischen Politikers, Jerusalem unter internationale Kontrolle zu stellen. Die israelische Knesset-Abgeordnete Colette Avital erklärte, man habe den ganzen Abend versucht, den Italiener zur Rücknahme des Vorschlags zu bewegen, jedoch ohne Erfolg. Der Dekan des amerikanischen "Simon-Wiesenthal-Zentrums" Rabbi Abraham Cooper, der sich ebenfalls in Berlin aufhält, äußerte die Befürchtung, der Vorschlag werde am heutigen Montag im OSZE-Plenum angenommen, da er am Sonntag auf breite Zustimmung stieß. Die OSZE setzt sich aus Parlamentariern aus 55 Ländern zusammen. Der Leiter der italienischen Delegation gab als Grund für die Initiative Befürchtungen an, christliche heilige Stätten könnten in der Zukunft unter palästinensische Kontrolle gestellt werden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

08.07.02

Britische Professorin feuert 2 Israelis als "Beitrag zum Boykott gegen Israel"  

Die Entlassung zweier israelischer Wissenschaftler durch eine Professorin einer führende britischen universitären Einrichtung mit Hinweis auf den akademischen Anti-Israel Boykott hat weltweite Empörung unter Akademikern und von der israelischen Regierung ausgelöst. Wie die israelische Tageszeitung JERUSALEM POST berichtet, wurden Prof. Gideon Tury von der Universität Tel Aviv und Dr. Miriam Schlesinger von der Bar-Ilan Universität aus den Wissenschaftlichen Beiräten zweier Übersetzungsfachblätter gefeuert, die von Prof. Mona Baker vom Institut für Wissenschaft und Technologie in Manchester herausgegeben werden. Schlesinger, die früher die israelische Sektion von Amnesty International leitete, arbeitete für das „Translator Magazine“, während Toury für „Translation Studies Abstracts“ arbeitete. Beide Wissenschaftler waren seit drei Jahren bei den Magazinen beschäftigt. Als sie der Aufforderung zum Rücktritt nicht nachkamen, wurden sie gekündigt. Die aus Ägypten stammende Baker, Direktorin des Zentrums für Übersetzung und Interkulturelle Studien der Universität, sagte gegenüber dem SUNDAY TELEGRAPH: „Ich missbillige den Staat Israel.“ Wenn die beiden Israel in Richtung England verlassen und die Brücken zu ihrer Heimat gekappt hätten, hätten sie ihre Jobs behalten können, so die Professorin weiter. Ihre Entscheidung reflektiere „ihr Verständnis eines Boykotts gegen Israel“. Der Sprecher der Israelischen Botschaft in London äußerte sich am Sonntag entsetzt über den Vorgang. „Diese Delegitimierung Israels ist typisch für die Ablehnung die dem arabisch-israelischen Konflikt zugrunde liegt.“ 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

08.07.02

Haaretz: Politisches Aus für Arafat in 6 Monaten?

Nach einem Bericht von Haaretz rechnet die israelische Armee damit, daß der palästinensische Präsident Jassir Arafat in den kommenden 6 Monaten seine Macht - ohne israelische Einwirkung - verlieren wird. Als einer der Hauptgründe wird angeführt, daß die Nahostrede des amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush das Image von Arafat so beschädigt worden sei, daß dieser eine neue Führung nicht mehr abwenden könne.

Am Wochenende war es in Hebron zu Straßenprotesten mehrerer hundert Palästinenser gekommen. 

In Israel wurde unterdessen eine Terrorwarnung ausgesprochen. Der israelische Rundfunk hatte gemeldet, daß in Israel zwei palästinensische Selbstmordattentäter unterwegs seien.

07.07.02

Starke Unterstützung für Israel von US-Evangelikalen

Im Jahr 2000 war er bei den Primärwahlen der Republikaner zu den US-Präsidentschaftswahlen gescheitert: Gary Bauer, Präsident von "American Values" einer evangelikalen Gruppe. In einem offenen Brief an Israels Premierminister Ariel Scharon ruft Bauer zur Unterstützung Israels auf: "Wir verurteilen den moralischen Relativismus, der diejenigen, die ermordet wurden mit denen gleichsetzt, die die Morde begehen."  Von der UNO fordert er ein "Ende des Schweigens zu den Grausamkeiten die gegen Zivilisten in Israel begangen werden." Bauer weist auf die starke Bereitschaft amerikanischer Christen hin, sich klar zu Israel zu stellen.

Der Aufruf wurde von so bedeutenden Personen/ Organisationen wie Dr. James C. Dobson (Focus on the Family), Charles W. Colson (Prison Fellowship Ministries), Pastor John Hagee (Cornerstone Church) unterschrieben.

Der Brief an Premierminister Ariel Scharon ist nachzulesen unter dem nachfolgenden Link:

American Values

06.07.02

20 Fakten über Israel und den Nahen Osten

"Die Aufmerksamkeit der Welt ist auf den Nahen Osten gerichtet. Jeden Tag sind wir mit Szenen von Blutbad und Zerstörung konfrontiert. Können wir so eine Gewalt verstehen? Ja, aber nur wenn wir eine solide Grundlage der Fakten in dieser Angelegenheit erreicht haben - Fakten die allzuoft vergessen werden...." Mehr:

Nahostfocus: 20 Fakten über Israel und den Nahen Osten

06.07.02

Linktip

Die internationale, überkonfessionelle Bewegung "Christians for Israel International" mit Hauptsitz in Nijkerk/ Niederlande die sich hauptsächlich durch die Zeitung "Israel heute" einen Namen macht hat jetzt eine eigene Website. Aktueller e-mail Newsletter und die Möglichkeit die Zeitung kostenlos zu bestellen über:

Israelheute

06.07.02

"Am 11. September begann der 3. Weltkrieg"

"Die Geschehnisse des 11. September könnten, so meinte Ephraim Halevy, Chef des Mossad-Geheimdienstes als 'öffentliche und brutale Erklärung des 3. Weltkrieges' interpretiert werden....Dieser Krieg kennt keine klaren Kampflinien mehr; er wird gegen die freie Gesellschaft geführt....dieser Krieg ignoriert alle Kriegsgesetzte und Normen des internationalen Rechts....

Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin "Tachles" bringt die wichtigsten Schlussfolgerungen des Mossad Chefs die dieser vor der Nato weitergegeben hat:

Tachles: "Am 11. September begann der 3. Weltkrieg"

06.07.02

Drei Tote bei Angriff auf El-Al-Ticketschalter in Los Angeles 

Bei einem bewaffneten Angriff auf den Ticketschalter der israelischen Fluglinie "El Al" im Internationalen Flughafen von Los Angeles (USA) wurden am Donnerstag zwei Israelis getötet, bevor ein El-Al-Sicherheitsmann den Attentäter niederstreckte. Die beiden Opfer, der 47jährige Jakob Aminov und die El-Al-Stewardess Vicky Chen, waren Bürger von Los Angeles. Sieben weitere Personen wurden verletzt, darunter zwei El-Al-Angestellte und fünf Passagiere. Nach Polizeiangaben näherte sich der 41jährige Ägypter Hascham Mohamed Hadajet dem Ticketschalter und eröffnete das Feuer auf wartende Passagiere. Er war mit mindestens einer Handfeuerwaffe und einem Messer ausgerüstet. Im Vorfeld der Feiern zum amerikanischen Unabhängigkeitstag, der am Donnerstag begangen wurde, hatte es massive Warnungen vor Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten gegeben. Während die US-Kriminalpolizei FBI erklärte, dass es bisher keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe, gehen israelische Regierungsvertreter von einer Terrorattacke aus. "Organisationen, insbesondere extremistische islamische Organisationen, planen Angriffe auf israelische Ziele außerhalb Israels. Und ein Flughafen ist ein bevorzugtes Ziel", sagte der israelische Transportminister Ephraim Sneh in einem Interview. Der Attentäter war nach FBI-Angaben 1992 in die Vereinigten Staaten eingewandert und war im Besitz einer Arbeitserlaubnis. Angestellte am Ticketschalter der mexikanischen Fluglinie "Mexican Airline" berichteten, dass es sich bei dem Attentäter um einen früheren El-Al-Angestellten handelte, der bei der Schießerei das El-Al-Abzeichen trug. Die israelische Fluggesellschaft El-Al gilt als die weltweit sicherste und gleichzeitig die am meisten bedrohte Fluglinie. 1968 wurde zum einzigen Mal in der über 30jährigen Geschichte der Gesellschaft eines ihrer Flugzeuge entführt und von Mitgliedern der "Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PFLP) zur Landung in Algier gezwungen. Spätere Entführungsversuche wurden durch El-Al-Personal verhindert, palästinensische Gruppen wählten deshalb für weitere Attentate Flugzeuge anderer Gesellschaften, so auch bei der Entführung einer Air-France-Maschine nach Entebbe/Uganda im Jahre 1976 (siehe "Rückblick in die Jüdische Geschichte").

Ergänzende Links:

n-tv: Video zum Anschlag sehen
Die Welt: "El Al ist seit Jahrzehnten Ziel von Anschlägen
Die Welt: "Lest den Koran"
Die Welt: "Warum die USA den Vorfall klein reden"

06.07.02

"Palästinenser haben Hunger"

"Die Not der palästinensischen Bevölkerung in den Autonomiegebieten ist eine traurige Tatsache, und da nutzt die mehr als rhetorische Feststellung wenig, daß dafür in erster Linie Arafat verantwortlich gemacht werden muss...."

Linktips:

Hunger und Humanismus
Eine gefährliche sozio-ökonomische Zeitbombe

05.07.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

4. Juli 1976: Bei der sog. "Entebbe-Entführung" wird ein Flugzeug der französischen Fluglinie "Air France" mit 256 Passagieren, viele von ihnen Israelis, von palästinensischen Terroristen zur Landung in Uganda gezwungen. Die Passagiere werden dort von den Terroristen und ugandischen Soldaten festgehalten. Nach acht Tagen werden die Geiseln in einer spektakulären Rettungsaktion von einem israelischen Kommando unter Leitung von Jonathan Netanjahu befreit. Netanjahu, Bruder des früheren Premierministers Benjamin Netanjahu, wird bei der Aktion durch einen Schuss in der Rücken getötet. Die Vereinten Nationen verurteilen Israel nach der Rettungsaktion wegen Verletzung der ugandischen Souveränität. 

(C) "Rückblick in die jüdische Geschichte"Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il) u. ICEJ

03.07.02

Weint die Klagemauer? 

An der als "Klagemauer" bekannten Westmauer des zweiten Tempels in Jerusalem wurde ein äußerst ungewöhnliches Phänomen festgestellt: Wasser tropft seit vier Tagen aus der Mitte eines Steins nahe des Trennungszauns zwischen dem Männer- und dem Frauenabschnitt der Mauer. Eine Sprecherin der Altertumsverwaltung erklärte am Dienstag, man werde noch ein paar Tage warten und sehen, ob das Problem sich verschlimmere, bevor Vertreter des "Waqf", der palästinensischen Verwaltung des Tempelberges, kontaktiert würden. Informierte Quellen berichteten jedoch, der "Waqf" wäre bereits auf das Wasser aufmerksam geworden, das seit 96 Stunden tropfe und von einem Schlauch oder einer Rohrleitung herrühren könnte. Aus Angst vor erneuter palästinensischer Gewalt hatte die Polizei alle Nicht-Moslems, einschließlich der Archäologen, am Betreten des Tempelberges gehindert, seit der damalige Oppositionsführer Ariel Scharon im September 2000 den Ort betreten hatte. Damit blieb die heiligste Stätte des Judentums für 22 Monate ohne archäologische Überwachung. Die Wassertropfen sind auch bei jüdischen Mystikern auf großes Interesse gestoßen, die sie als Vorzeichen der kommenden Erlösung ansehen. Der Rabbi der Westmauer, Samuel Rabinovitch, kommentierte, seine Priorität sei es, den Wasserfluss, den er als "höchst ungewöhnlich" bezeichnete, zu stoppen. Mit Blick auf den Namen "Klagemauer", den europäische Beobachter der Mauer gegeben hatten, weil Juden für Jahrhunderte dort den Verlust der beiden Tempel beklagten, sagte er: "Vielleicht weint die Mauer tatsächlich, aufgrund der aktuellen Situation in unserem Land."

(c)/ Quelle: ICEJ

03.07.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1869: In Deutschland (Preußen) werden alle Beschränkungen für Juden aufgehoben und der Norddeutsche Bund wird ins Leben gerufen. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 hatte Preußen sein Territorium auf alle deutschen Staaten nördlich des Mains (Hannover, Hessen-Kassel, Sachsen etc.) ausgedehnt. Auf Initiative der Liberalen Partei erhalten die Juden volles Bürgerrecht einschließlich der Möglichkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden. Am 16. April 1871 wird diese Regelung Reichsgesetz und erstreckte sich auf das gesamte Deutsche Reich. Obwohl spätere reaktionäre Kräfte die meisten der neuen Freiheiten wieder rückgängig machen, erreicht die Diskriminierung der Juden nie wieder das Ausmaß, das sie im Mittelalter hatte - bis zu Hitlers Aufstieg.

(c)/ Quelle: Icej,  Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il).

03.07.02

Yassir Arafat entläßt drei Sicherheitsbeamte 

Laut Hörfunkberichten hat PLO Chef Yassir Arafat drei seiner Sicherheitsbeamten entlassen. Zum neuen Chef der Präventiven Sicherheit wurde anstelle Jibril Radjoubs der ehemalige Gouverneur von Jenin ernannt. Kurz zuvor wurde der Chef der Palästinensischen Polizei in Gaza, Ghazi Djibali, entlassen. Statt seiner wurde sein Stellvertreter Saleem Al Burdana zum Nachfolger ernannt. Anstelle Abu Marbouks wird das Amt des Chefs der Zivilverwaltung der bisherige Chef der Kooperationsabteilung in Ghaza, Omar Ashur, übernehmen. Während dessen wird der von Israel gesuchte Chef der allgemeinen Sicherheit in der West Bank, Col. Tafik Tirawi, entgegen einiger Meldungen im Amt bleiben, so Yedioth Aharonoth. 

03.07.02

Antisemitismus ohne Antisemiten?

"Unter dem Vorwand der Israelkritik, die als befreiender Tabubruch dargestellt wird, sind die Stereotypen der Judenfeindschaft in die öffentliche Auseinandersetzung zurückgekehrt. Juden die sich schuldig machen, verlieren den Opferstatus und werden angreifbar. Israelkritik wird als Tabubruch inszeniert und instrumentalisiert, als Vehikel zum Transport von Judenfeindschaft....."

Die Jüdische Allgemeine aus Berlin nimmt zu dem Thema Stellung:

Antisemitismus ohne Antisemiten?

Zum Thema "Antisemitismus" nimmt Nahostfocus zur verkehrten Logik des Herrn J. Möllemann Stellung:

Spagat der Semantik

02.07.02

Dänischer EU-Vorsitz für Arafats Auswechslung 

Der dänische Premierminister Andres Fogh Rasmussen, dessen Land heute für sechs Monate den Vorsitz der EU übernommen hat, erklärte am Sonntag, er stimme mit der Aufforderung der Vereinigten Staaten überein, Jassir Arafat gegen eine neue palästinensische Führung auszuwechseln. In einem Interview mit einer dänischen Zeitung sagte Rasmussen, da Arafat die Selbstmordattentate nicht beenden könne oder wolle, werde eine neue Führung gebraucht, die dem Terror ein Ende mache. Rasmussens Aussagen wurden in Jerusalem begrüßt, israelische Diplomaten äußerten die Hoffnung, sie leiteten den Beginn einer israelfreundlichen EU-Präsidentschaft ein. Nach Angaben eines Diplomaten hat es in der dänischen Politik eine bemerkenswerte Wende seit den Wahlen im letzten November gegeben, bei denen der damalige dänische Außenminister Mogen Lykketoft abgelöst wurde. Lykketoft gilt als einer der israelkritischsten Politiker in Europa . 

02.07.02

Sharon sucht nach neuen Verhandlungswegen  

Nach Angaben von Yedioth Aharonoth und Hazofeh erklärte Ministerpräsident Ariel Scharon, er suche nach neuen Wegen, um mit den Palästinensern wieder ins Gespräch zu kommen. Nur Arafat lehne er als Verhandlungspartner ab. Scharon ordnete an, dass die Lebensbedingungen der Palästinenser, die nicht terroristisch aktiv waren, verbessert werden sollen, denn die palästinensische Bevölkerung leide nicht nur unter ihrem eigenen Terror und den daraus folgenden Militäroperationen Israels, sondern auch unter der Korruption ihrer Führer, die ihr Volk ausbeuten. Sharon bekräftigte ausserdem die Entscheidung des Verteidigungsministers M. Ben Eliezer, illegale Aussenstellen jüdischer Siedlungen zu räumen. 

(c) Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Yedioth Aharonoth

02.07.02

Palästinensische Schulbücher entfachen Flammen des Hasses 

In den ersten Jahren nach den Oslo-Vereinbarungen wurden Diskussionen über die Hetze der Palästinenser gegen Israel als lästige Randerscheinungen betrachtet und die Presse zeigte an diesem Thema nicht viel Interesse. Man hatte Shimon Peres‘ Prophezeiung eines "neuen Nahen Ostens" im Kopf und so schien das Durchstöbern palästinensischer Schulbücher und das Hören auf Verlautbarungen palästinensischer hoher Beamter ein erschöpfender Akt, wenn nicht sogar ein total unwichtiger, zu sein. Die Welle der Gewalt, die seit den letzten zwei Jahren zu sehen ist, beweist offensichtlich etwas anderes: Eine Analyse vom Ha´aretz Korrespondenten Amos Harel -

Linktip:

Botschaft Israels

28.06.02

Kinder werden zum Hass erzogen

Israelische Soldaten fanden in Hebron bei Hausdurchsuchungen dieses Bild eines palästinensischen Kleinkindes. Mit einer Attrappe eines Sprengstoffgürtels und 2 Patronengürtel – ganz nach den idealisierten Mördern, die als „Märtyrer“ verehrt werden. Wo bleibt der Aufschrei der Welt, der UNO, der EU angesichts eines solchen Hasses gegen Israel und gegenüber den Juden? Ein Hass, dessen gezielte Verbreitung offensichtlich keine (Alters)-grenzen kennt.....

28.06.02

„Arafat leidet an Vergesslichkeit, Verwirrung und Wutausbrüchen“

YEDIOTH berichtet heute unter Berufung auf die italienische Wochenzeitung „Panorama“, dass der schwere Niedergang des medizinischen Zustands von Yasser Arafat einer der Gründe für die US-amerikanische Regierung war, dessen Verlassen der politischen Arena zu fordern. Die italienische Zeitung veröffentlichte unter „Ein geheimer Bericht des amerikanischen Geheimdienstes, auf dessen Grundlage Präsident George Bush seine letzte Rede verfasste.“ Diesem Bericht zufolge, „leide Arafat an längeren Anfällen, die von Vergesslichkeit und geistiger Verwirrung begleitet werden und dazu führen, dass er selbst seine engen Berater nicht erkennt. Er wird manchmal von Wutanfällen gepackt, die seine Vertrauten dazu bringen, die Magazine aus seinen Waffen zu nehmen, damit er sich nicht selbst etwas antut.

28.06.02

Abu Mazen: Die Intifada ist gescheitert – die PA ist am Ende

Ein neues Denken in der palästinensischen Führung über den Kampf gegen Israel in den letzten zwei Jahren. Machmud Abbas, Arafats Stellvertreter genannt Abu Mazen, sagte jüngst, dass die Intifada der palästinensischen Bevölkerung nichts gebracht hat. In einem Interview mit der kuwaitischen Zeitung „Al Saman“, das in der jordanischen Zeitung „Al Rai“ am 20. Juni zitiert wurde, sagte Abu Mazen: „Was kann die Intifada erreichen? Hat sie die Unabhängigkeit gebracht?“ Ein „Gleichgewicht des Schreckens oder des Bluts“ ist mir nicht wichtig. Nach zwanzig Monaten sind die Erfolge zuende. Die Palästinensischen Autonomiebehörde ist am Ende ihres Weges angelangt und vielleicht auch in Gaza. Die Intifada kann schießen, aber nicht den Sieg bringen.“ (HAZOFEH)

© Quelle Botschaft Israels/ Berlin, HAZOFEH

28.06.02

BARGHOUTI EMPFAHL ARAFAT BELOHNUNG DER LYNCH-MÖRDE

Wie YEDIOTH berichtet, geht aus Dokumenten, die im Rahmen von Operation „Schutzwall“ in dessen Büro beschlagnahmt wurden, das Marwan Barghouti die Beteiligten an dem Lynchmord an zwei Israelis in Ramallah und andere „erfolgreiche“ Terroristen „Bonus“-Zahlungen vermittelte. Marwan Barghouti ist der Chef der Tanzim im Westjordanland und augenblicklich befindet er sich in israelischer Untersuchungshaft. Barghouti hat unter anderem einen Brief an Arafat geschickt bezüglich eines Palästinensers dessen Sohn an dem Lynch im Gebäude der Polizei in Ramallah teilgenommen hat. Auf offiziellem Briefpapier der Fatah beantragte er von Arafat, $ 6.000 and den Vater zu zahlen, um damit dessen Rechtsbeistand zu bezahlen. Aus anderen Dokumenten geht das Terrror-Finanzierungssystem hervor: Örtliche Führer wandten sich mit „Empfehler-Listen“ and Barghouti, mit den Namen von Terror-Aktivisten, mit der Bitte um finanzielle Unterstützung oder einen „Bonus“ für die „Durchführung einer erfolgreichen Aktion gegen die andere Seite“. Barghouti sandte die Bitten mit seiner Unterschrift und handschriftlich vermerkten Summen an Arafat weiter.

In einem weiteren Dokument findet sich eine Auflistung von neun Namen von Terroristen, die an der Legung von Bomben beteiligt waren. Barghouti versorgte sie mit einem offiziellen Brief „to whom it may concern“ mit der Bitte „Ihnen zu helfen und die Ausführung ihrer Missionen zu erleichtern.“

28.06.02

ADL veröffentlicht Studie über Antisemitismus in Europa

Die in Washington ansässige Anti Defamation League hat am Donnerstag, den 27. Juni, die Ergebnisse ihrer Studie „Europäische Haltungen gegenüber Juden, Israel und der Palästinensisch-Israelische Konflikt“ veröffentlicht. 2.500 Personen – jeweils 500 in Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland und Großbritannien - wurden im Mai und Juni 2002 per Telefon in ihrer Landessprache befragt. Der Befragung zufolge geistern bei 30% der Befragten anti-semitische Stereotype.

Die Ergebnisse der Studien/ Linktip:

ADL

28.06.02

G-8 Treffen

Während des G-8 Treffens ging der amerikanische Präsident Georg W. Bush nochmals klar auf Distanz zum palästinensischen Präsidenten Arafat. Aber auch der Deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder schwenkt zunehmend auf die Linie der US-Administration ein: „Es gibt nicht nur Zweifel, ob unter den obwaltenden Bedingungen Herr Arafat dem Terrorismus wirklich Einhalt gebieten konnte.“  Und – fügte er hinzu – man müsse sich wirklich die Frage stellen „ob er immer wollte.“

Bush droht inzwischen den Stopp der PA-Hilfsfonds an. Er erklärte am Mittwoch auf dem G8-Gipfel in Kanada, er werde Hilfszahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) einstellen, wenn diese nicht reformiert werde. Damit erhöhte Bush den Druck auf die Palästinenser, sich Jassir Arafats zu entledigen. Die Vereinigten Staaten unterstützen die PA mit ca. 80 Mio. US-Dollar humanitärer Hilfe jährlich, zusätzliche 15 Mio. US-Dollar gab es in diesem Frühjahr als Katastrophenhilfe.

Die Farce des Tages lieferte wohl der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi der der konkreten und dringend nötigen Empfehlung „wäre ich Arafat, ich würde zurücktreten“ noch hinzufügen musste: „Er würde ein Ehrenplatz in der Geschichte bekommen als der Mann, der alles für sein Volk getan hat.“ Ob – Israelis und Palästinenser gleichsam – die viele tausend Tote in ihren Familien zu beklagen haben den bewaffneten Kampf des PLO Führers und Palästinenserpräsident auch so beurteilen und diese Ehrerbietung teilen würden? Herrn Berlusconi kann man nur empfehlen die letzten 30,40  Jahre Geschichtsunterricht zur Entwicklung des Nahen Ostens nehmen – dann wird er seine Ehrenplätze vielleicht etwas vorsichtiger verteilen.

Linktip:

n-tv: Video ansehen

28.06.02

EU-Gelder an die Palästinenser-Führung

Wie erdrückend die Beweise für eine zweckentfremde Mittelverwendung von EU-Zahlungen auch sein mögen - Chris Patten und Romano Prodi beharren auf dem weitgehend unveränderten EU-Standpunkt der vergangenen Jahre. Und der garantiert weitgehend Zahlungen an die Autonomiebehörde ohne exakten und klaren Nachweis der Mittelverwendung.
Das Simon Wiesenthal Center ruft dazu auf, diese EU-Zahlungen zu stoppen:

Petition des Simon Wiesenthal Centers

Tragen Sie sich in die Liste ein!
Die europäische Haltung steht im krassen Gegensatz zur Handlungsweise der Bush-Regierung. Dort hat man genug Beweise gesammelt und handelt jetzt offensichtlich; die Devise lautet: Keine Zahlungen mehr an die von Jassir Arafat geführte Autonomiebehörde.

28.06.02

Fastentag

Anlässlich des Gedenkens an die Zerstörung des Tempels durch die Römer beginnt in Israel eine 3-wöchige-Fastenperiode. 70. n. Chr. durchbrachen die römischen Armeen die Jerusalemer Mauern das in der Katastrophe der Zerstörung des 2. Tempels endete – am 9. Av nach jüdischer Zeitrechnung. Gut 500 Jahre zuvor wurde ebenfalls am 9.Av der 1. Tempel zerstört.
Rabbi Dov Begun, vom Machon Meir Institute for Jewish Studies warnte davor, dass die Ziele der Feinde Israels von damals und heute identisch seien: Israel zu zerstören und zu schwächen. „Dies wird nicht geschehen; Jerusalem ist das Herz unserer Nation und wir werden uns mit Allem entgegenstellen und unsere Hauptstadt aufopferungsvoll schützen.“

27.06.02

Ferien für die 13 Besetzer der Geburtskirche in Bethlehem

Von Israel des mehrfachen Mordes beschuldigt, von der EU als gepriesene Friedenslösung über Zypern in verschiedene europäische Länder ausgeflogen – heute machen die 13 Palästinenser in europäischen Städten Urlaub.
“Die Welt“ ist der fraglichen Friedenslogik der EU nachgegangen – eine Entscheidung, die den betroffenen Ländern künftig einen 2-stelligen Millionenbetrag kostet.

Linktips:

Italien: Wie reuige Mafiosi

Belgien: Es gibt keinen Plan

Griechenland: Ein bisschen wie Popstars

Portugal: Ferien vom Terror

27.06.02

Bundestag verabschiedet Antrag „Antisemitismus ächten – Zusammenhalt in Deutschland stärken“

Am späten Donnerstag Abend hat sich der Deutsche Bundestag klar für die Bekämpfung des Antisemitismus ausgesprochen. Die Fraktionen der SPD und der Grünen hatten einen gemeinsamen Antrag zum Thema zusammen mit der FDP nach den Möllemann-Äußerungen in den vergangenen Wochen abgelehnt. Zurecht werden Westerwelle und Co. Offensichtlich immer wieder für das Festhalten an Möllemann nach dessen unakzeptablen Äußerungen abgestraft. Daß damit kein gemeinsamer Antrag aller demokratischen Parteien im Deutschen Bundestag möglich war ist bedauerlich und schädlich für unser Land.

„Der Abgrund, in den dieser Wahn geführt hat, war zu tief und zu erschreckend, um nach der so genannten Normalität zu rufen“ sagte die Schlussrednerin Cornelie Sonntag-Wolgast (SPD) zu später Stunde.

Kritik musste sich auch der Redner der CDU/CSU-Fraktion Norbert Lammert gefallen lassen („unsere jüdischen ‚Mit’-bürger“), der bewusst – oder unbewusst ein Klischee angewandt hat, das über Hunderte von Jahren vorherrscht, Juden seinen ‚Mit’-bürger. Auch der Hinweis darauf, „Israel müsse mit den gleichen Maßstäben gemessen werden, wie jedes andere Land“ sollte durchaus kritisch hinterfragt werden. Würde man gegenüber Israel die gleichen Maßstäbe ansetzen wie z.B. gegenüber den USA (z.B. die schrecklichen Daisy-Cutter-Bomben in Afghanistan) oder vieler unrühmlicher Maßnahmen der EU-Länder kann man nur sagen: Ja, messen sie Israel mit den gleichen Maßstäben, mit denen sie andere westliche Länder beurteilen – und die grösstenteils undifferenzierte Israelkritik in unserem Land müsste schnell verstummen.

Berechtigte Kritik darf man auch an der Tagesordnung des Deutschen Bundestags üben, der eine solch elementare Debatte eine Stunde vor Mitternacht zwischen den Beschlüssen zu den „Sperrzeiten für Gaststätten“ und dem „Energiebericht des BMWI“ verpackt.

Linktips:

Die Beratungen „Antisemitismus ächten – Zusammenhalt in Deutschland stärken“ im Deutschen Bundestag ansehen:

Antje Vollmer (B90/ Grüne)/ Eröffnung

Edathy Sebastian (SPD)

Norbert Lammert (CDU/ CSU)

Cem Özdemir (B90/ Grüne)

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)

Cornelie Sonntag-Wolgast (SPD)

Antje Vollmer (B90/ Grüne)/ Beschluß

Bei Fehlermeldung geben sie bitte in der URL statt „Modem“ „ISDN“ ein.

Die Anträge der jeweiligen Parteien lesen:

Antrag der Fraktionen SPD und B90/ Grüne: „Antisemitismus ächten – Zusammenhalt in Deutschland stärken“

Antrag der Fraktion der CDU/ CSU: „Jüdisches Leben in Deutschland“

Antrag der Fraktion der FDP „Antisemitismus ächten – Zusammenhalt in Deutschland stärken“

27.06.02

Die Dummheit des Antisemitismus

Zu einer größeren Achtung gegenüber Juden in Deutschland hat der katholische Bischof Joachim Wanke aus Erfurt aufgerufen und vor der „Dummheit“ des Antisemitismus gewarnt und nannte Antisemitismus für einen „gläubigen Christen auch eine Sünde.“
In Anlehnung an die Kapitel 9 –11 des Römerbriefes im Neuen Testament bezeichnete er die Juden als „die älteren Geschwister“ der Christen.

Linktip:

epd: Bischof Wanke warnt vor der „Dummheit“ des Antisemitismus

27.06.02

Gerechte Quittung für die FDP?

Nach den neuesten Angaben des ZDF-Politbarometers verliert die FDP weiter in den Umfragen auf deutlich unter 10 % was die FDP-Frontfrau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gegenüber der „Welt“ zu der Aussage veranlasste: „Das ist eindeutig die Quittung für Möllemanns Eskapaden und Stillosigkeiten. Das hat die Menschen in der bürgerlichen Mitte abgestoßen.“

n-tv: Stoiber trifft Zentralrat-Spitze

Tagesspiegel: „Möllemann argumentiert wie in NS-Zeit“

HaGalil: Der Feind steht rechts

27.06.02

„Die PA ist ein Verein korrupter Politiker

Dr. Friedbert Pflüger (CDU), Vorsitzender des Europa-Ausschusses im Bundestag nimmt in einem Interview mit dem Inforadio zur Situation der Autonomiebehörde Stellung:

Dr. Friedbert Pflüger anhören

27.06.02

Hebrons Regierungsgebäude weiter im Belagerungszustand

Das israelische Militär setzte die Belagerung des palästinensischen Regierungsgebäudes in Hebron, bekannt als die "Imara", am Donnerstag fort. In der Festung aus der britischen Mandatszeit halten sich noch ca. zehn bis 15 gesuchte Palästinenser auf. Nach Angaben eines Militärsprechers haben sich bisher 150 Palästinenser aus dem Komplex den Israelis gestellt, 40 von ihnen waren gesuchte Terroristen. Die Armee setzte Helikopter, Heckenschützen und Familienangehörige ein, um die letzten Eingeschlossenen zur Aufgabe zu bewegen. Die Väter von vier Palästinensern wurden zum Gebäudekomplex gebracht, um ihre Söhne per Megafon zur Aufgabe zu bewegen. Ein Vater betrat die Festung und verließ sie zusammen mit seinem Sohn. Die Armee übt deshalb so viel Druck auf die Eingeschlossenen aus, um einen langen Belagerungszustand wie bei der Geburtskirche in Bethlehem zu vermeiden. Die "Imara" gilt als palästinensisches Symbol, sie wurde von Premierminister Benjamin Netanjahu 1997 der PA überlassen, als die israelische Armee 80% Hebrons räumte. Bei der "Operation Schutzwall" im Mai diesen Jahres wurde die Festung vom israelischen Militär verschont. Seit der Einnahme Hebrons am Dienstag wurden große Mengen an Waffen und Hunderte von Bomben beschlagnahmt, darunter hochentwickelte Sprengkörper, wie sie von der Terrororganisation "Hisbollah" im Libanon benutzt werden, so ein Militärsprecher.

©/ Quelle: ICEJ

27.06.02

CNN bemüht sich um ausgewogenere Berichterstattung

Nachdem sich CNN-Gründer Ted Turner letzte Woche für seine Gleichsetzung von palästinensischem Terror mit der Politik Israels entschuldigte hatte, unternahm der amerikanische Nachrichtensender nun konkrete Schritte, um sein angeschlagenes Image aufzubessern. Diese Woche wurde eine fünfteilige Serie des CNN-Korrespondenten Wolf Blitzer mit dem Titel "Opfer des Terrors" ausgestrahlt, in der es darum ging, wie israelische Zivilisten mit der tagtäglichen Bedrohung durch Selbstmordattentäter fertig werden. CNN-Nachrichtenchef Eason Jordan hatte zuvor gegenüber der "Jerusalem Post" erklärt, Familien palästinensischer Selbstmordattentäter würde nur noch in Ausnahmesituationen Sendezeit eingeräumt.

Ein Hauptkritikpunkt von israelischer Seite war bisher, dass das Leiden palästinensischer Zivilisten betont würde, während CNN das Trauma israelischer Opfer herunterspielte. Vor drei Wochen hatte der Sender beispielsweise einen Ausschnitt aus einem Interview mit einer verletzten Israelin gezeigt, deren Mutter und Tochter bei demselben Anschlag in Petah Tikva ums Leben gekommen waren. Während die Israelin weniger als eine Minute auf Sendung war, widmete CNN der Mutter des Selbstmordattentäters mehrere Minuten, was den Zorn vieler Zuschauer erregte. Der israelische Satellitensender YES nahm kürzlich den CNN-Konkurrenten "Fox News" in sein Programm auf, um seinen Kunden eine Alternative zu bieten. Die Anbieter von Kabelfernsehen in Israel erwägen, dieser Entscheidung zu folgen.

27.06.02

Rückblick in die jüdische Geschicht

27. Juni 1096: In Xanten und Eller (Nordrhein Westfalen) werden Massaker an der jüdischen Bevölkerung verübt. Es ist das zweite Blutbad in Xanten innerhalb eines Monats. 50 Juden sterben. In Eller werden fünf Leiter der jüdischen Gemeinde von der Gemeinde selbst dazu bestimmt, alle Mitglieder und danach sich selbst zu töten, statt in die Hände der Kreuzfahrer zu fallen. Von 300 Mitgliedern überleben vier mit schweren Verletzungen

"Rückblick in die jüdische Geschichte" mit freundlicher Genehmigung aus "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (http://www.jewishhistory.org.il/)“ + ICEJ

26.06.02

G-8 Gipfel in Kanada

Der Nahostkonflikt nimmt beim G-8 Gipfel auf Wunsch des US-Präsidenten Georg W. Bush einen breiten Raum ein. Der amerikanische Präsident erklärte daß die USA sämtliche finanzielle Hilfen für die Palästinensische Autonomiebehörde stoppen werde, wenn nicht umgehend mit einem demokratischen Reformprozess begonnen werde. "Ich kann ihnen zusichern, die USA werden kein Geld in eine Gesellschaft stecken, die korrupt und nicht transparent ist. Ich glaube, andere Länder würden das auch nicht tun" sagte der US-Präsident im kanadischen Kananaskis.

Die New York Times berichtet unterdessen, daß Arafat - während er einen Terroranschlag gegen unschuldige Israelis in Jerusalem im Ortsteil French Hill (am 19. Juni) öffentlich verurteilte - gleichzeitig den Al-Aksa-Brigaden einen Scheck mit 20.000 US-$ zukommen lies. Diese Erkenntnis in der US-Regierung scheint nun auch endgültig der Grund zu sein mit Arafat zu brechen und erklärt die konsequente Haltung des US-Präsidenten.

Die Al-Aksa-Brigaden sind seit einigen Monaten auf der amerikanischen schwarzen Liste für Terrororganisationen zu finden. Die EU hatte die Organisationen am 17. Juni auf ihre Liste neu aufgenommen.

Linktips:

n-tv: Warum Bush Arafat fallen ließ

Berliner Zeitung

Die Zeit

26.06.02

Shani, Opfer des Bombenanschlages in Jerusalem

Am 18. Juni kam es im Süden Jerusalems zu einem schrecklichen Terroranschlag; 19 - grösstenteils junge Israelis - wurden in einem Moment getötet, über 70 wurden zum Teil schwer verletzt. Ein palästinensischer Attentäter hatte sich mit einer mit Nägeln und Schrauben gefüllten Bombe in die Luft gesprengt und.

In dem Bus befand sich auch Shani Avi- Zadek, eine 15-jährige Schülerin aus Jerusalem. Nächstes Monat hätte Sie ihren 16. Geburtstag gefeiert. Zusammen mit einer Gruppe weiterer Schülerinnen und Schüler wollte sie im Rahmen einer Partnerschaft für einige Tage nach Berlin kommen....

Shani, Opfer eines Attentats

26.06.02

Deutsch-Israelisches Sommerlager

Israelische und deutsche SchriftstellerInnen für Frieden 
und Verständigung   Begegnen – Lernen – Handeln
Nes Amim – Jerusalem - Berlin
21.7. bis 11.8.2002

Mehr Informationen unter:
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Israelreferat Auguststraße 80 - 10117 Berlin
Tel: 030-28395-215  Fax:030-28395-135
Email: balke@asf-ev.de

26.06.02

Schockierende Bilder 

Man mag' die Texte in arabisch lesen können order nicht - die Bilder reichen, die auf der Website "jislamia" zu sehen sind:

Bilder aus einer Schule in Gaza die zeigen, wie Israel-Flaggen verbrannt werden, Kinder in Uniform marschieren mit Spielzeugwaffen in Hisbollah-Uniform, in Anlehnung an den Lynchmord an zwei jungen Israelis im Herbst 2000 in Ramallah halten Kinder ihre in Blut der toten Körper getränkten Hände hoch.

Diese schrecklichen Bilder des Hasses auf Israel sagen mehr als 1000 Worte:

jislamia

26.06.02

Klage gegen Sharon abgewiesen

Der Versuch von 28 Palästinensern Ariel Scharon in Brüssel wegen der Ereignisse in Sabra und Schatila 1982 zu verklagen ist gescheitert. Das Berufungsgericht in Brüssel entschied heute die Klage wegen angeblicher "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" abzulehnen.

Ariel Scharon war 1982 israelischer Verteidigungsminster. Christliche Milizen aus dem Libanon waren damals in die beiden Beiruter Stadtteile eingedrungen. Eine Untersuchungskommission die Israel später einsetzte kam zu dem Ergebnis, daß Ariel Scharon die Schuld für die Geschehnisse in Sabra und Schatila nicht zuzurechnen sei.

Link zum Thema:

Belgien-Scharon
Die Welt

26.06.02

Israels Selbstverteidigung

Eindeutige Worte fand der US-Präsident Georg W. Bush in den Bergen der Rocky Mountains im kanadischen Kananaskis anläßlich des G-8 Gipfels. 

Mit den Worten: "Jeder hat das Recht, sich selbst zu verteidigen" lies der Bush keinen Zweifel daran, daß er Verständnis für Israels Selbstverteidigung im derzeitigen israelisch-palästinensischen Konflikt habe. 

Der US-Aussenminister Colin Powell sagte gegenüber CNN es gebe "keine Möglichkeit, die gestrige Rede des Präsidenten misszuverstehen" und kündigte eine baldige Reise in den Nahen Osten an.

25.06.02

 „Nochmal Arafat" - Analyse von Dennis Ross  

Dennis Ross, der führende US-Vermittler zweier Präsidenten im Nahost-Friedensprozess, spricht in der Juli-Ausgabe des Magazins FOREIGN POLICY über Arafats wahre Motive, als er Clintons Vorschlag im Camp David ablehnte: „Gut. Es ist wahr, dass Arafat die Pläne der Clinton-Regierung, die diese im Dezember 2000 vorgelegt hatte, nicht "zurückwies". Stattdessen mimte er den klassischen Arafat: Er sagte weder "Ja" noch "Nein". Er wollte beides. Er wollte weiterreden als wäre der Clinton-Vorschlag der erste Schachzug der Verhandlungen. Doch er wusste, dass dem nicht so war. Arafat wusste, dass Clintons Plan der Höhepunkt der amerikanischen Bemühungen war. Er wusste auch, dass diese Ideen den besten Schiedsspruch darstellten, einen Schiedsspruch, mit dem beide Seiten leben konnten, und dass der Vorschlag zurückgezogen werden würde, falls er nicht akzeptiert werden sollte.“ Den vollen Text finden Sie unter: 

Botschaft Israels
Foreignpolicy

25.06.02

Fussball-WM: "Halbmond über Tel Aviv"

Charles Landmann beschreibt im TAGESSPIEGEL wie ein großer Teil der israelischen Fussballfans die Fußball-Weltmeisterschaft begehen. Denn: „Auch die israelischen Fußballfans fiebern mit bei der WM. Immerhin hat es ihr Team bis ins Halbfinale geschafft. Nein, nicht die israelische Nationalmannschaft, die ist wie üblich in der Qualifikation gescheitert. Brasilien bewundert man, über Südkorea wundert man sich, Deutschland mag man nicht, aber die Türkei . . . „ Zum vollen Artikel: 

Tagesspiegel

25.06.02

Palästinenserstaat in Aussicht gestellt - aber ohne Arafat!

Der amerikanische Präsident Georg W. Bush hat gestern in seiner lang erwarteten und mehrmals verschobenen Rede zur Situation im Nahen Osten die Palästinenser aufgefordert ihren Präsidenten Jassir Arafat abzulösen. Eine  "praktizierenden Demokratie" können den Weg ebnen, daß nach einer Phase eines "Übergangsstaates"  in 3 Jahren ein endgültig unabhängiger Palästinenserstaat entstehen könne. 
"Der Frieden braucht eine andere palästinensische Führung"
sagte Bush. 
Die derzeitige Führung der Palästinenser ermutige den Terrorismus gegen Israel. 
Israel solle sich auf die Positionen vor 2 Jahren (vor Ausbruch der Terrorintifada) zurückziehen und den Bau von weiteren Siedlungen einstellen.

Israels Premierminister Ariel Scharon forderte als Antwort auf Bush's Rede ebenfalls eine neue Führung der Palästinenser. Arafat begrüßte die amerikanische Initiative - ohne ein Wort über die vernichtende Kritik des amerikanischen Präsidenten über ihn persönlich und die Palästinensische Autonomiebehörde zu verlieren. Auch der UN-Generalsekretär Kofi Annan versteht offensichtlich nicht, daß Frieden und Vertrauen nur mit einer anderen Führung als der jetzigen Autonomiebehörde und vor Allem nur ohne Arafat erwachsen kann und betonte die Legitimität des Palästinenserpräsidenten als der rechtmäßig gewählte Führer des palästinensischen Volkes.....

Hamas - die für die Mehrzahl der Terroranschläge gegen Israel verantwortlich ist - kündigte in Reaktion auf die Reden des amerikanischen Präsidenten neue Anschläge gegen Israel an. 

Die ganze Rede des amerikanischen Präsidenten:

Georg W. Bush - Rede vom 25.06.02 -  in Deutsch lesen
Georg W. Bush - Rede vom 25.06.02 - im Original in Englisch lesen
Georg W. Bush - Rede vom 25.06.02 - im Original hören

Die Reaktion des deutschen Aussenministers Joschka Fischer:

Joschka Fischer begrüßt die Nahostrede von Georg W. Bush

Zusammenfassung der Fakten:

Nahostfocus

25.06.02

Tageslosung

"Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken! Denn der Herr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland."
Zefanja 3,16-17

"Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie, und macht sichere Schritte mit euren Füßen."
Hebräer 12,12-13

(C) Ev. Brueder-Unitaet, Herrenhut, Verlagsgem. Hänssler/ Friedrich Reinhardt

25.06.02

Rückblick in die jüdische Geschichte 

24. Juni 1322: Der französische Monarch Charles IV. vertreibt alle Juden aus Frankreich, ohne die vorher versprochene einjährige Warnfrist. 
24. Juni 1648: In Tulczyn, Polen bewahrt die Vereinbarung zwischen den dort lebenden 2000 Juden und 600 Christen, die Stadt mit allen Mitteln gegen die Kossacken zu verteidigen, die Stadt anfangs vor der Eroberung. Die Kossacken bieten den Christen jedoch an, sie frei zu lassen - sollten sie bereit sein, die Juden auszuliefern. Die darüber aufgebrachten Juden werden von ihrem Rabbi überzeugt, dass Rache an den Polen nur dazu führen werde, dass weitere Juden litten. Schließlich werden die Tore der Stadt geöffnet und die meisten Juden getötet. Danach wenden sich die Kossacken auch gegen die Christen und töten die meisten von ihnen. 
24. Juni 1922: Walter Rathenau, der jüdische Außenminister Deutschlands, wird von antisemitischen Nationalisten umgebracht.

(c) "Beyond Time and History" von Eli Birnbaum (www.jewishhistory.org.il) + ICEJ

24.06.02

"Entschlossener Pfad"

Die Militäraktion „Entschlossener Pfad“ geht heute in den sechsten Tag. Das Hauptquartier von Yasser Arafat in Ramallah wurde erneut von IDF-Einheiten und Panzern umstellt. Am Montagmorgen haben, nach Angaben von HA’ARETZ, IDF-Hubschrauber zwei Taxis bei Rafah im südlichen Gazastreifen beschossen und dabei zwei ranghohe Hamas-Aktivisten und vier weitere Personen getötet. Laut israelischem Rundfunk hat Israel die gezielte Aktion bestätigt. Einer der Toten war Yasser Rizak, der den militärischen Arm der Hamas im südlichen Gazastreifen anführt. Der zweite Mann, Amr Kouffa, ist ebenfalls eine zentrale Figur des militärischen Arms der Hamas. Rizak hat mehrfach versucht, Selbstmord-Terroristen nach Israel einzuschleusen, der Inlandsgeheimdienst beschreibt ihn als eine „tickende Zeitbombe“. Bei dem Anschlag wurden desweiteren zwei Brüder Rizaks, einer der Taxi-Fahrer und ein Beifahrer, getötet. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

24.06.02

Neu: Nachrichten aus Israel auf Englisch und Arabisch per Satellit          

Israels lang erwartetes Arabisch-Englisches internationales Satelliten-Netzwerk der Israelischen Rundfunk/TV Anstalt (IBA) hat am heutigen Montag mit den 20 Uhr-Nachrichten (israelischer Zeit) seine Premiere. Das Programm wird im gesamten Mittleren Osten und in Europa über den gleichen französischen Satelliten zu empfangen sein, der auch Al-Jazeera und andere arabische Netzwerke überträgt. Interessierte internationale Zuschauer sollten ihre Satellitenschüsseln an Hotbird 3, 13 Grad Ost, ausrichten. Der Kanal liegt auf 12220 Megahertz. Horizontale Polarisation, mit einer 6161 Symbolrate an 3 / 4 FEC. Der Kanal trägt den Namen „Kanal 3, Arabisches IBA TV“. In Israel ist das Programm lokal über Arutzei Zahav und Matavs Channel 100 und Tevels Channel 810 zu empfangen. 

Link:

Jerusalem Post

24.06.02

Was kam zuerst – Terrorismus oder "Besetzung"?

Ein Blick über die Terrorattacken gegen Israel vor dem 6-Tage Krieg widerlegt die Behauptung, daß die "Besetzung" der Gebiete für den palästinensischen Terror verantwortlich sei.

Von palästinensischer bzw. arabischer Seite wird die derzeitige Terrorswelle immer wieder als Folge der israelischen "Besetzung" der Gebiete in Samaria, Judäa und des Gazastreifens genannt und betonen immer wieder, daß die Gewalt erst enden würde, wenn die "Besetzung" der Gebiete beendet sei.

Daneben gibt es die Aussagen der sog. Ablehnungsfront (Hamas, Hisbollah u.a.), die immer wieder ihre Absicht betonen, Israel auch bei einem vollständigen Rückzug aus den Gebieten weiter zu attackieren und dem jüdischen Staat das Existenzrecht absprechen.

Ein Blick in die Geschichte entlarvt das Argument, daß die "Besetzung" der Gebiete für den Ausbruch des Terrors verantwortlich sei, schnell als nicht haltbar. Terror gegen Israel hat es schon vor der Übernahme von Judäa, Samaria und des Gazastreifens durch israelische Truppen im Zusammenhang mit dem Sechstagekrieg gegeben und sogar schon vor der Staatsgründung Israels 1948 gab es Terror gegen Israel. Arabischen Terrorismus gab es im Zusammenhang mit den antijüdischen Unruhen in den Jahren 1920 – 1921, während der Zusammenstöße im Jahr 1929 (dabei fand auch das Massaker an der jüdischen Gemeinde in Hebron statt), während der arabischen Revolte in den Jahren 1936 – 1939 und bei einer Menge weiterer arabischer Gewalt gegen Juden.

Der palästinensische Terrorismus erhielt eine neue Dimension am Vorabend des UNO-Teilungsplanes vom November 1947 der in die Invasion der arabischen Nachbarländer in den Jahren 1948 – 1949 mündete. In dieser Auseinandersetzung konnte sich der junge Staat Israel behaupten.

Die Gewalt gegen die in das Land zurückkehrenden Juden begann bereits vor über 100 Jahren.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg hat sich der arabische Terrorismus ausgeweitet. 1952 als der Terrorismus seinen Höhepunkt erreicht hatte (die damaligen Terroristen wurden ‘Fedayin’ genannt), zählte man ca. 3.000 Vorfälle von grenzüberschreitender Gewalt, die sich ebenso in der sinnlosen Sachzerstörung wie auch in der brutalen Ermordung von Zivilisten äußerte. In den Jahren 1951 – 1955 wurden 503 Israelis von arabischen Terroristen ermordet, die aus Jordanien kamen; 358 Menschen wurden durch Terrorattacken aus Ägypten ermordet; 61 Unschuldige fielen dem Terror aus dem Norden (Syrien/ Libanon) zum Opfer.

Quelle: Mfa Israel, Botschaft Israels/ Berlin

24.06.02

Linktip

In einer professionell aufbereiteten 3-D-Animation wird auf der nachfolgenden Seite sehr eindrücklich und gut dargestellt, wie Israel von seinen Nachbarn die Nahostkriege aufgezwungen wurden; empfehlenswerte Seite:

Conceptwizard

24.06.02

TV-Tips

24.06 23:55 (ZDF) 
Ein anderes Land (Another Land) 
Dokumentarfilm, Israel 1997 
Regie: Amit Goren Buch: Amit Goren Musik: Yoav Goren 
Von persönlichen Erfahrungen ausgehend zieht Autor und Regisseur Amit Goren einen Vergleich zwischen privatem und öffentlichem Wohlergehen, zwischen "Heim" und "Heimat". 

Di 25.06 20:45 (arte) 
Themenabend: Lebende Bomben - Das Phänomen Selbstmordattentäter 
Autor: Serge Gordey 
Selbstmordattentäter: zwischen Fanatismus und Verzweiflung, politischen Einsatz und blinden Hass. Seit dem 11. September sind sie in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Für die einen die perfekte Waffe, für die anderen die Vollendung des Terrors, der Angst und Schrecken verbreitet. Selbstmordattentäter gab es schon früher, doch die Anschläge in New York und in Israel haben dem Terrorismus eine neue, bisher unbekannte Dimension verliehen. Der Themenabend untersucht die Ursprünge und die Hintergründe dieses Phänomens.

Lebende Bomben Dokumentation, Frankreich 2002 
Von Ilan Ziv und Serge Gordey, 
Frankreich 2002 Am 18. April 1983 raste ein mit Sprengstoff beladener LKW in die amerikanische Botschaft in Beirut. Unter den 63 Toten war auch der Lastwagenfahrer selbst. Auf das Beiruter Attentat folgten Hunderte weitere. Sie wurden aus anderen Gründen, an anderen Orten und auf allen Kontinenten begangen. Mit dem Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 wurde die schreckliche Wirksamkeit der neuen Waffe vor den Augen der Weltöffentlichkeit unter Beweis gestellt. Sind die Selbstmordanschläge eine unbesiegbare Waffe? Warum sind Männer und Frauen bereit, ihr Leben für eine politische oder religiöse Sache zu opfern? Wie können fanatische Gruppen die Verwirrung und den Zorn dieser Menschen sozusagen als psychischen Sprengstoff nutzen? Ilan Ziv und Serge Gordey haben monatelang vom Iran bis zum Libanon, von Sri Lanka bis nach Palästina und Israel recherchiert und versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. Die von ihnen und ihrem Team ausfindig gemachten Zeitzeugen sprechen zum ersten Mal vor der Kamera. Der Film enthält auch Material, das bisher im Fernsehen noch nie gezeigt wurde. Die Selbstmordanschläge haben sich weiterentwickelt und vervollkommnet. Am Anfang wurden sie als "Waffe" gegen militärische Objekte eingesetzt. Heute richten sie sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung. Sie sind zu einer psychologischen Kriegswaffe ohne Gleichen geworden. Im Nahost-Konflikt haben die Selbstmordanschläge eine bisher nicht gekanntes Ausmaß erreicht. Ist diese Entwicklung unumkehrbar? Werden in dieser Region die neuen Waffen für weltweite Kriege ausprobiert? 

Di 25.06 21:35 (arte) 
Das Attentat Angehörige von Opfern und Tätern im Westjordanland 
Dokumentation, Frankreich 1999 Autor: Simone Bitton Am 4. September 1997 verübten drei junge Palästinenser in der Ben-Yehuda-Strasse einen Selbstmordanschlag. Bei dem Attentat kamen 20 Israelis ums Leben, darunter drei junge Mädchen. Die Selbstmordanschläge sind zu einer unerträglichen Realität geworden, zum Zeichen für die Ausweglosigkeit, in der sich der Friedensprozess im Nahen Osten befindet. Die Dokumentation greift die Ereignisse auf und beleuchtet das Schicksal der jungen Israelis und Palästinenser, deren Blut sich am Ort des Schreckens vermischte. Sie entstand mit Beteiligung der Familien, die sich, um den Schmerz ihrer Leidensgenossen zu verstehen, über die ungeschriebenen Gesetze des Konfliktes hinwegsetzten. Die Gesichter und Stimmen der Eltern beider Seiten, die der Film zusammenbringt, lässt einen unwiderstehlichen Friedenswillen entstehen. 

Di 25.06 22:25 (arte) 
Die Todespiloten Die Attentäter vom 11. September 
Dokumentation, Deutschland 2001 Autor: Thomas Berndt Die Dokumentation rekonstruiert das Leben von drei Attentätern, die am 11. September 2001 an den Steuerknüppeln der Todesmaschinen saßen: Wie waren, wie wirkten Mohammed Atta, Marwan Al-Shehhi und Ziad Jarrah auf ihre Umwelt? Eltern, Schulkameraden, Kommilitonen, Lehrer und Freunde kommen zu Wort, sind Teil eines biografischen Mosaiks mit erstaunlichen Details. Die Dokumentation "Die Todespiloten" wurde 2002 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. 

21.06.02

Solidaritätsaufruf

Bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur und Wirtschaft in der Region München haben heute in der Süddeutschen Zeitung folgenden Aufruf veröffentlicht:

"In den letzten Wochen werden in politischen und literarischen Debatten in Deutschland zunehmend Anschauungen veröffentlicht, die sich erneut antisemitischer Vorurteile bedienen.
In dieser Situation erklären wir unsere Solidarität mit den jüdischen Bürgern unseres Landes. Wir verstehen ihre große Besorgnis. Jedem Ressentiment gegenüber Juden und anderen gesellschaftlichen Minderheiten erteilen wir eine deutliche Absage.
Wir bleiben damit bei dem politischen und moralischen Konsens unserer demokratischen deutschen Gesellschaft, der aus der Verantwortung für die nationalsozialistische Vergangenheit erwachsen ist."

Den Aufruf haben u.a. so bekannte Persönlichkeiten wie Wolfgang Beck (Verlag C.H.Beck), Dr. Günter Beckstein, Dr. Hildegard Hamm-Brücher, Dr. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Engelbert Siebler (Weihbischof in München), Christian Ude u.v.a. unterschrieben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

21.06.02 

Busexplosion kann jüdisch-arabische Beziehungen in Beit Safafa nicht trüben 

Der Selbstmordattentäter, der sich am Dienstag im Linienbus 32 in die Luft sprengte, bestieg den Bus am Rande des arabischen Dorfes Beit Safafa, das zum Stadtgebiet Jerusalems gehört. Der Ort ist seit der Staatsgründung Israels bekannt für seine guten Beziehungen zu den Bewohnern der angrenzenden jüdischen Stadtteile Gilo, Pat und Katamon. Spekulationen, der Attentäter könnte vor dem Anschlag über Nacht Zuflucht in Beit Safafa gefunden haben, wurden von zwei Dutzend Bewohnern am Mittwoch entschieden zurückgewiesen. Einige von ihnen betonten, dass unter den Toten und Verwundeten auch Bewohner Beit Safafas waren. "Nein, nicht hier. Niemals. Beit Safafa, Pat, Gilo, Katamon, wir sind alle wie eine Familie", sagte Hamdi Aliyan, der Mitinhaber des Supermarktes, der von mehr Juden als israelischen Arabern besucht wird. Jacqueline Joussof, die einen Friseursalon führt, dessen Kundenstamm zu 70 % aus jüdischen Frauen besteht, sagte, nach einem Terroranschlag gebe es für einen oder zwei Tage einen Rückgang an jüdischen Kunden, dann wäre alles wieder normal. Mitarbeiter eines anderen Salons berichteten, am Mittwoch nach dem Attentat wäre der Betrieb trotz allem wie gewöhnlich weitergegangen. Stammkundin Dina Soffer aus dem jüdischen Stadtteil Neveh Ja`acov, die vor sieben Jahren selbst in ein Selbstmordattentat geriet, sagte gegenüber Reportern: "Wenn immer ich Zeit habe, schaue ich herein. Die Leute sind nett und sie machen ihre Arbeit ausgezeichnet." Ora Jitzhaki aus Pat fügte hinzu: "Ich wurde in diesem Stadtteil geboren und habe mit diesen Arabern mein ganzes Leben lang gelebt. Sie sind gute Leute." Der Saloninhaber Robert Skafey, ein christlicher Araber, beschäftigt Moslems, Christen und Juden.  

Quelle: ICEJ 

21.06.02

Stacheldraht der Freiheit

Jerusalem am Dienstag, Jerusalem am Mittwoch. Mit jedem Anschlag macht Israels Zaun vordergründig mehr Sinn. Mit jedem Toten wird die faktische Trennung zwischen Palästinensern und Israeli unvermeidlicher, entrückt die Lösung einer friedlichen und nicht aufgezwungenen Koexistenz weiter in die Ferne.....

Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin Tachles nimmt zum Thema der "Mauern in den Köpfen" Stellung:

Stacheldraht der Freiheit

21.06.02

Auswertung der Opferstatistik bringt überraschende Ergebnisse  

Ulrich Sahm berichtete auf n-tv über eine Studie des Instituts für Terrorforschung in Herzliya (ICT), die am Mittwoch von Don Radlauer vorgestellt wurde. Die Zahl der getöteten Zivilisten sei auf beiden Seiten fast identisch: 568 Palästinenser und 452 Israelis, wobei die 29 Terroropfer der vergangenen zwei Tage in Jerusalem noch nicht mitgezählt wurden. Mehr als die Hälfte der rund 1.450 toten Palästinenser seien als "Kämpfer" mit der "Waffe in der Hand" bei Gefechten gefallen. "Um nicht in den Verdacht zu geraten, die Statistiken zu Gunsten Israels schön zu färben, betrachten wir palästinensische Steinewerfer als Zivilisten ", sagt Radlauer. Israelische Soldaten, bei einem Selbstmordanschlag im Café oder im Bus ums Leben gekommen, gelten ebenfalls als "zivile Opfer ". 

n-tv: Überraschende Ergebnisse
Institut für Terrorforschung (ICT)

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, n-tv, ICT

21.06.02

Nach dem Terroranschlag in Itamar

Gestern Abend nach dem Ermordung der Kinder Neria (15), Zvika (12), Avischai (5) und ihrer Mutter Rachel Schabo (40) sucht man vergeblich nach einer Verurteilung der grausigen Tat.

"Siedler" sind Opfer einer Auseinandersetzung, die in der Weltmeinung billigend in Kauf genommen werden. Opfer ihrer eigenen Entscheidung, sich in einem von Israel unrechtmäßig besetzten fremden Land niedergelassen zu haben. 
"Siedler" sind Opfer 2. Klasse in der Weltmeinung - und deshalb schweigen auch die westlichen Politiker. 
Verurteilung palästinensischer Terroranschläge in den Grenzen Israels vor 1967 ist ein fast schon trauriges Ritual nach jedem Bombenanschlag, nach jedem Überfall auf Israelis. 
Verurteilung palästinensischer Terroranschläge in den Gebieten - Fehlanzeige.

Die Welt macht's dem Palästinenserführer Arafat nach, dessen erzwungene Verurteilung von Terroranschlägen sich ausschließlich auf Vorfälle in Israels Grenzen von 1967 beschränkt.

Kommentar der Botschaft Israels, Berlin: 

Die vier Mitglieder der Familie Shabo sind gestern nicht „umgekommen“ wie es in einigen Medien zu hören ist – Sie sind brutal ermordet worden. Rachel und ihre drei Kinder Nerya (15), Zvika (12) und Avishai (5) sind in ihrem Haus in Itamar von zwei palästinensischen Terroristen von Zimmer zu Zimmer gejagt und erschossen worden. Nur kurz zuvor hatte die Mutter, Rachel, bei ihrer Nachbarin um Zucker für den Shabbat-Kuchen gebeten. Minuten später hörte die Nachbarin Schüsse und Schreie. Der Vater der Familie, Boaz, war zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause. Als er nach Hause kam, blieb ihm nur noch die Leichen seiner Lieben zu umarmen. Das war die Greueltat von Itamar – einer Siedlung ohne Zaun – kurz nach 21 Uhr. In den vergangenen drei Tagen wurden in Israel 33 Zivilisten ermordet. 
Jeden Morgen stehen Israels Bürger zu einer Art „Russisches Roulette“ auf: 
Wer erlebt den morgigen Tag nicht mehr? 
Wie viele? 
Wo? 
Diese Mordjagd muss gestoppt werden. 
Sofort! 

Linktip:

Johannes Gerloff aus Jerusalem schreibt dazu:

"Das Massaker von Itamar"

21.06.02

Schluss mit den Entschuldigungen für 1967

Michael Freund,  Kommentator der Jerusalem Post und frühere Berater von Benjamin Netanjahu nimmt in einem Artikel Stellung zum Thema "besetzte Gebiete" eine Art Geschichtsunterricht für die modernen Nahostexperten:


Schluss mit den Entschuldigungen für 1967Israel hat das Westjordanland 
und Gaza nicht besetzt - es hat 
sie fair und ehrlich in einem Akt 
der Selbstverteidigung 
gewonnen. Der Krieg von 1967 
wurde von Israel weder 
gewünscht, noch initiiert.




Ein Kommentar von Michael 
Freund, Jerusalem Post, 
12. Juni 2002 - Übersetzung 
aus dem Englischen von Daniel 
Soudry




In den 35 Jahren, die seit dem 
Ende des Sechs-Tage-Krieges 
von 1967 vergangen sind, hat 
Israel zahlreiche Fehler gemacht.

Militärische Überheblichkeit führte im Yom-Kippur-Krieg 1973 zu 
einem alarmierenden Signal, als die Armeen der Araber die 
Landesverteidigung beinahe überrannten. Politische Überheblichkeit 
führte 1982 zur Invasion in den Libanon, als Israel versuchte, die 
innenpolitischen Verhältnisse seines Nachbarn im Norden aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Und schließlich war es strategische Überheblichkeit, die 1993 zu dem Abkommen von Oslo beitrug, welches das Land nunmehr an den Rand 
des Abgrunds gebracht haben.

Aber bei all den Irrtümern, Kalkulationsfehlern und Versäumnissen in 
den vergangenen drei Jahrzehnten war der größte Fehler von allen 
vermutlich nicht ein zu hohes Maß an Selbstsicherheit, sondern das 
genaue Gegenteil. Nämlich fehlende Überzeugung und Glaube an die Rechtmäßigkeit unserer Sache.

In unterschiedlichen israelischen Zeitungen erst kürzlich erschienene 
Anzeigen bedauern den Ausbruch des Sechs-Tage-Krieges, sowie die „Besetzung“ von Judäa, Samaria (Westjordanland, A.d.R.) und Gaza. 
Eine Vielzahl von Kommentatoren sprechen offen aus, sie wünschten, 
Israel hätte niemals Kontrolle über die Gebiete erlangt und 
phantasieren darüber, wie das Leben dann sein würde.
Was sie aber passend hierzu außer Acht lassen, sind sämtliche 
Tatsachen, die diesem Krieg vorausgingen: der zunehmende 
palästinensische Terror, das massive militärische Aufgebot der Araber 
und die öffentlichen Bedrohungen arabischer Führer, den jüdischen 
Staat auszulöschen.
Linksgerichtete israelische Befürworter des Rückzugs haben einen 
Nebel über die Geschichte gelegt und den Fokus weg vom „Warum?“ 
des Krieges von 1967, hin zum „Warum wir?“ verschoben.


Auf den israelischen Friedensplan folgte ein arabischer Schwur, 
Israel zu vernichten


Die meisten Menschen haben vergessen, dass Premierminister Levi 
Eshkol zwei Jahre vor 1967, als Israel noch winzig klein war und noch 
niemandes Land „besetzte“, einen Friedensplan vorstellte, der die Arabisch-Israelischen Probleme ein für allemal hätte lösen können.

Als er am 17. Mai 1965 vor der Knesset sprach, bot Eshkol die 
Aufnahme direkter Verhandlungen mit den arabischen Staaten an, mit 
dem Ziel, die Waffenstillstandsabkommen von 1949 zu vollwertigen Friedensverträgen zu machen.
Unter dem Hinweis darauf, dass die vier arabischen Nachbarn Israels, 
Ägypten, Jordanien, Syrien und Libanon zusammen die sechzigfache 
Fläche von Israel ausmachten, deutete Eshkol an, dass das 
Kriegsstreben der Araber ein unnötiges Verschwenden von Material 
und Vernichten von Menschenleben sei. Stattdessen entwickelte er die 
Vision eines Friedens, der offene Grenzen, Durchgangs- und Kommunikationsfreiheit, bilateralen Handel und wirtschaftliche 
Beziehungen sowie den Zugang zu den heiligen Stätten aller 
Religionen vorsah.
Alles was er von den Arabern einforderte, war, so Eshkol „die 
uneingeschränkte Anerkennung der Unabhängigkeit, der Staatshoheit 
und der Unverletzlichkeit der Grenzen seitens der Staaten der Region“.

Israels Friedensangebot wurde zwei Jahre später klare und 
unzweideutig von den Arabern beantwortet. Ägypten und Syrien 
mobilisierten ihre Armeen und schworen, den jüdischen Staat zu 
vernichten.
Am 20. Mai 1967 sagte Hafez Assad, seinerzeit syrischer 
Verteidigungsminister, „Unsere Streitkräfte sind nun voll bereit...
dem Akt der Befreiung den Anstoß zu geben und die zionistische 
Anwesenheit im arabischen Heimatland in die Luft zu jagen. Ich als 
Militär glaube, dass die Zeit gekommen ist, den Vernichtungskrieg 
zu führen.“

Am 26. Mai erklärte der ägyptische Präsident Nasser in einer Rede
zur Nation: „Unser fundamentales Ziel wird es sein, Israel zu zerstören.“ 
Auf einer Pressekonferenz am darauffolgenden Tag sagte der 
PLO-Gründer Ahmad Shukeiry, „Der Tag der Entscheidung rückt 
näher. Die Araber haben neunzehn Jahre darauf gewartet und werden 
nicht vor dem Befreiungskrieg zurückschrecken.“

Am 30. Mai wurde Radio Kairo noch deutlicher: „Israel hat zwei 
Möglichkeiten, wobei beide mit dem Blut Israels getränkt sind: 
entweder es wird vom arabischen Militär und von wirtschaftlicher 
Belagerung erstickt werden, oder es wird von den Kugeln der 
arabischen Armeen getötet, die es vom Süden, vom Norden und vom 
Osten her umzingeln werden.“
Eine Woche später brach der Krieg aus. Noch eine Woche später 
endete er mit der Kontrolle Israels über Judäa, Samaria und Gaza 
sowie anderer Gebiete.

Statt sich über das Ergebnis zu beklagen sollten wir uns darüber 
freuen. Konfrontiert mit der Bedrohung der Vernichtung, hat der Staat 
Israel seine Feinde abgewehrt und die Wiege der alten jüdischen 
Zivilisation befreit, sowie Jerusalem wiedervereint und unseren 
Feinden die Grundlage entzogen, von der aus sie versuchten, uns zu 
zerstören.
Israel hat Judäa, Samaria und Gaza nicht besetzt- wir haben sie fair 
und ehrlich in einem Akt der Selbstverteidigung gewonnen. Der Krieg 
von 1967 wurde von Israel weder gewünscht, noch initiiert. Und die Zeit 
für uns ist gekommen, da wir aufhören sollten, uns dafür zu 
entschuldigen, dass wir ihn gewonnen haben.

©2001 nahostfocus.de

Quelle : Jerusalem Post, Israelinsider, Nahostfocus

21.06.02

"Die Palästinensische Autonomiebehörde ist ein Verein korrupter Politiker"

Schnörkellos und ohne ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, übt der Vorsitzende des Europa-Ausschusses der CDU, Dr. Friedbert Pflüger, Kritik an der Autonomieregierung um Jassir Arafat. Entgegen der EU Erklärung, die eine Zweckentfremdung der Hilfszahlungen der EU an die PA ausschließt sieht Pflüger noch deutlichen Prüfungsbedarf.

Interview mit dem infoRADIO lesen
Interview mit dem infoRADIO hören

21.06.02

Selbstmord-Attentate als gesellschaftlicher Wahn

"Ruhmsucht, Liebeskummer, Nachahmung, Heldentum ... waren die Beweggründe, sich freiwillig zu melden. Verzweiflung über die Siedlungspolitik oder mangelnder "politischer Horizont", wie sich das zum Beispiel Tony Blairs Frau als romantische Legitimierung für diese "Freiheitskämpfer" zugrechtgelegt hat, ist es gewiss nicht...."

Der Nahostexperte und n-tv Kommentator Ulrich W. Sahm zeigt in einem Bericht sehr deutlich auf, daß hier eine ganze Gesellschaft "getrieben von ihrer eigenen Führung einen kollektiven Selbstmord begeht...."

Ulrich W. Sahm: Selbstmord-Attentate als gesellschaftlicher Wahn

21.06.02

Interview mit Avi Primor

Der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, Avi Primor, nimmt in einem Interview zur aktuellen Lage in Israel Stellung:

Avi Primor anhören

21.06.02

Verheißung des Ewigen

"Ich will, spricht der Herrn eine feurige Mauer rings um Jerusalem her sein."

Sacharja 2,9

20.06.02

PFLP-Terrorist ermordet 5 Menschen, davon 3 Kinder

In der jüdischen Gemeinde in Itamar/ Samaria nähe Nablus ist es heute abend zu einem grausamen Mord gekommen. Ein Terrorist drang in ein Haus der jüdischen Familie Schabo ein und töteten die Mutter Rachel (40) und die drei Kinder Neria (15), Zvika (12) und Avischai (5); zwei weitere Kinder aus der neunköpfigen Familie wurden verletzt. Ein zu Hilfe kommender israelischer Soldat wurde ebenfalls erschossen.

Die Familie Schabo - noch vor der schrecklichen Tat

Innerhalb von 2 Tagen wurden bei drei palästinensischen Anschlägen in Jerusalem und Itamar 5 Kinder ermordet.

20.06.02

Arabische Vertreter planen $ 20 Millionen PR-Kampagne gegen Israel 

 Minister und hochrangige Vertreter von zwölf arabischen Staaten trafen am Mittwoch in Kairo zusammen, um über den Einsatz einer Public Relations Kampagne gegen Israel mit einem Etat von $ 20 Millionen zu beraten, wie HA’ARETZ berichtete. Die Kampagne hat „die internationale Gemeinschaft“ zur Zielgruppe mit dem Ziel, „israelische und US-amerikanische dahingehend zu bearbeiten, dass diese israelische und US-amerikanische Versuche zu widerlegen, die den palästinensischen Nationalkampf als eine ungerechtfertige Terror-Kampagne porträtieren.“ Arabischen Fernsehen wird nicht mehr gestattet sein, israelische Politiker zu interviewen, damit diese nicht das arabische Publikum erreichen, um „die israelische Aggression zu rechtfertigen.“ Die arabischen Informations-Minister sprachen auch über die Beschleunigung des Einsatzes einer arabischen Satelliten TV-Station, die sich an die internationale Gemeinschaft richtet. 

Der US-Sender FOX NEWS veröffentlichte heute einen Bericht eines von Saudi-Arabien unterstützten arabischen TV-Senders (ART). In einem Interview mit einem 3-jährigen Mädchen werden Juden als "Affen und Schweine" bezeichnet und Selbstmordattentate als "Märtyrertum" verherrlicht. Nahostfocus liefert die deutsche Übersetzung zu der ungeheuerlichen Fernsehproduktion:

FOX NEWS: Saudi Broadcasts promote Anti-Semitism

Nahostfocus: Wirbel um saudisches Satellitenprogramm

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Nahostfocus, FOX NEWS

20.06.02

Kuwaitische Zeitung "Al-Watan" berichtet über Korruption in der PA

Am 7. Juni erschien in der kuwaitischen Tageszeitung Al-Watan ein Artikel, der schwere Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der Palästinensischen Behörde, Yasser Arafat, erhebt. In dem Artikel werden Quellen zitiert, die Arafat die Einzahlung von US$ 5,1 Millionen aus dem Ausland auf sein Privatkonto vorhalten. Auszüge aus dem Artikel finden Sie, von MEMRI ins Deutsche übersetzt, unter:

Memri  

(c)/ Quelle: MEMRI, Botschaft Israels/ Berlin

19.06.02

"Verharmloser des Terrors"

An einem Tag, an dem Israel 19 unschuldige Menschen zu Grabe tragen muß, an dem ein weiterer palästinensischer Attentäter weitere Menschen umbringt, da findet der Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft Jürgen Möllemann kein Wort des Bedauerns über den Tod unschuldiger Menschen und verurteilt palästinensische Terroranschläge. Nein, statt dessen rechtfertigt er weiter den Terror gegen Israel: "Wer anderer Leute Länder besetzt, darf sich nicht wundern, wenn die sich wehren" (Veranstaltung in Hamburg beim Deutsch-Syrischen Verein).

Vor einigen Monaten hatte Jürgen Möllemann ja bereits klargemacht, wo sein Standpunkt im Zusammenhang mit dem palästinensischen Terrors ist: "Ich würde mich auch wehren, und zwar mit Gewalt. Und ich würde das nicht nur im eigenen Land tun, sondern auch im Land des Aggressors."  

5 Jahre alt ist die kleine Gal Eisenmann aus Ma'ale Adumim geworden. Den Terroranschlag in Jerusalem an einer Bushaltestelle in French Hill hat sie nicht überlebt - ein kleines Kind das sterben musste, weil sich ein Terrorist "im Land des 'Aggressors' " gewehrt hat.....

Die kleine Gal Eisenmann (5 Jahre)

11 Jahre alt ist die kleine Galila Bugala aus Jerusalem geworden. Den Terroranschlag in Jerusalem an der Patt-Kreuzung hat sie nicht überlebt - ein kleines Kind, das sterben musste, weil sich ein Terrorist "im Lande des 'Aggressors' " gewehrt hat....

Die kleine Galila Bugala (11 Jahre)

 Die BILD-Zeitung bringt es auf den Punkt: "Leichtfertig haben Politiker wie Jürgen Möllemann oder Norbert Blüm den Terror der Palästinenser gegen Israel als eine Art gerechten Krieg abgetan. Was haben diese Möllemänner der Politik, Verharmloser des Terrors, bloß gestern Morgen gedacht, als die ersten Bilder des neuen Attentats in Jerusalem über die Bildschirme liefen?"

Die "Jüdische Allgemeine", Wochenzeitung in Deutschland veröffentlicht zwei interessante Artikel zum Thema warum die Debatte um die Äußerungen von Jürgen W. Möllemann nicht beendet ist, nicht beendet sein darf.

Rexroth, Westerwelle und Möllemann
Das Doppelspiel der FDP wird nicht funktionieren
BILD Dir Deine Meinung, Jürgen
Möllemann bekräftigt seine Kritik an Israels Regierung

Der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor nimmt in einem Interview zu den Ausfällen Blüm's Stellung:

Interview mit Avi Primor anhören

19.06.02

Wieder Terroranschlag in Jerusalem

Nur einen Tag nach dem grausamen Terroranschlag in Jerusalem bei dem 19 unschuldige Israels starben wurde die Stadt wiederum Ziel einer blutigen Attacke. Kurz nach 7.00 H Ortszeit sprengte sich im Ortsteil French Hill ein palästinensischer Attentäter neben wartenden Passanten an einer Bushaltestelle in die Luft. Mindestens sechs Menschen fielen dem Terroranschlag zum Opfer, über 50 Personen wurden verletzt, 4 davon schwer.

Zu dem Anschlag bekannten sich die Al-Aksa-Brigaden von Arafat's Fatach-Bewegung.

Video n-tv ansehen
Video mdr ansehen

Arafat hat am Abend öffentlich dazu aufgerufen, keine Anschläge mehr auf Israelis auszuführen - Worte, die offensichtlich kein Attentäter der diversen Terrorgruppen mehr ernst nimmt.

19.06.02

Palästinensisches Radio rechtfertigt Attentat 

Während der palästinensische Minister Saeb Erakat gegenüber dem Nachrichtensender CNN das Selbstmordattentat auf einen Bus am Dienstagmorgen in Jerusalem verurteilte, gab es keine Verurteilung in den arabischen Medien. Vielmehr rechtfertigte der Arafat unterstehende Radiosender "Voice of Palestine" (Stimme Palästinas) den Anschlag. "Es scheint, dass es sich bei den meisten Leuten im Bus um Siedler aus der Siedlung Gilo handelte, die auf Land errichtet wurde, das unserem Volk in Bethlehem weggenommen wurde", so der Sender. Gilo wurde nach dem Sechstagekrieg 1967 in das Stadtgebiet Jerusalems eingemeindet. Während der aktuellen Intifada ist es immer wieder zum Beschuss Gilos aus dem benachbarten arabischen Ort Beit-Jalla gekommen. 

(c)/ Quelle: IceJ

19.06.02

19 unschuldige Opfer

17 Namen der Opfer des gestrigen Terroranschlages in Jerusalem sind inzwischen veröffentlicht; Bilder von unschuldigen Menschen, die nur deshalb getötet wurden, weil sie Israelis waren - Juden und Araber. Sehen sie sich die Bilder der Getöteten an - von der fröhlichen 11-jährigen Galila Bugala, über den 25-jährigen Iman Kabha bis zum 72-jährigen Mendel Bereson.

Die Opfer des Terrors

19.06.02

Israels Reaktion auf den Terror

In der Nacht ist die israelische Armee als Reaktion auf den grausamen Bombenanschlag in Jerusalem in die Städte Kalkilja, Sichem (Nablus) und Jenin eingedrungen. Israel bezeichnet Jenin als "die Hochburg von Selbstmordattentätern." Offensichtlich gibt es Pläne, daß die israelische Armee in diesen Städten länger blieben wird, um so weitere Selbstmordattentate gegen Israel zu verhindern.

Der amerikanische Präsident Georg W. Bush hat inzwischen seine angekündigte Rede zur Situation im Nahen Osten verschoben. Es wird damit gerechnet, daß er sich am Donnerstag zu dem Plan eines palästinensischen Übergangsstaates äußert - einen Staat den Israels Premierminister Ariel Scharon beim Eintreffen an dem Tatort des zerbombten Busses mit den Worten hinterfragt hatte: "Über welche Art von Palästinenserstaat reden sie? Das Schreckliche, das wir heute sehen ist eine Fortsetzung des palästinensischen Terrorismus und dieser Terrorismus muß bekämpft werden."

Israels UN-Botschafter Yaakov Levy hat zwischenzeitlich die UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinsons in einem in Genf bekannt gewordenen Brief aufgerufen, sich persönlich um den Schutz israelischer Kinder vor den palästinensischen Selbstmordattentaten zu kümmern. Levy führt in dem Schreiben an, daß seit dem Beginn der Intifada im September 2000 78 israelische Kinder und Jugendliche Opfer von palästinensischen Anschlägen geworden seien.

Seit September 2000 wurden 545 Israelis getötet und 4.180 verletzt.

Linktip:

Israel übt Vergeltung für den Anschlag
Namen und Bilder der ermordeten Israelis

18.06.02

Blüm's Entgleisungen

Nachdem der CDU Abgeordnete Norbert Blüm bereits vor Wochen Israel und Israels Premierminister Ariel Scharon zum Ziel seiner Kritik gemacht hatte, legt der 67-jährige jetzt in einem Stern- Interview nach. Der "hemmungslose Vernichtungskrieg" den Israel gegen die Palästinenser führe macht wieder die Runde - Blüm packt wieder seine ungeheuerlichen Knüppel aus.

Vielleicht sollte Herr Blüm sich die Zeit nehmen, sich mit den  Tagesnachrichten auseinandersetzen - 19 tote Israelis, 70 Verletzte, Kinder, Jugendliche, unschuldige Menschen auf dem Weg zu Schule und Arbeit sterben am Tag der Veröffentlichung seines Interviews.
Fast jeden Tag eine terroristische Attacke aus dem scheinbar unendlichen Reservoir palästinensischer Attentäter.  
Über 200 ermordete Israelis in den letzten 3 Monaten - Folgen des Versuchs einen gezielten Vernichtungskrieg mit Terroranschlägen gegen Israel zu führen. Terror gegen Israel - seit mehr als 20 Monaten. Das sind die Fakten - und die ändern sich nicht, indem ein Herr Blüm Ursache und Wirkung des Konflikts verdreht.

Lamers, Blüm, Karsli, Möllemann, jetzt wieder Blüm - wer kommt als Nächster und sorgt wohl oder übel dafür, daß "die Ressentiments, die über Jahrhunderte gewuchert sind" weiter gepflegt werden?

Protestbriefe:
CDU-Bundestagsfraktion: fraktion@cducsu.bundestag.de
CDU-Bundesgeschäftsstelle: post@cdu.de
Parteichefin Angela Merkel: angela.merkel@bundestag.de
Fraktionschef Friedrich Merz: friedrich.merz@bundestag.de
Abgeordneter Norbert Blüm: norbert.bluem@bundestag.de

Der CDU/ CSU-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber hat die Vorstellung, daß Jürgen W. Möllemann möglicherweise nach erfolgreicher Bundestagswahl für die CDU/ CSU ein Ministeramt bekleiden könnte in der ARD-Sendung "Boulevard Bio" mit den Worten kommentiert: "Alles ist mir nicht zumutbar." Er hoffe, daß von der FDP noch "andere Vorschläge" kommen würden.

Linktip:

Blüm wirft Israel "Vernichtungsaktionen" vor

18.06.02

Grausamer Terroranschlag in Jerusalem

In Jerusalem ist es heute um 8.00 H Ortszeit wieder zu einem schweren palästinensischen Sprengstoffanschlag gekommen. Im Süden der Stadt hat sich ein Selbstmordterrorist in einem vollbesetzten Bus an einer belebten Kreuzung in die Luft gesprengt. Der israelische Rundfunk spricht von 19 toten Israelis und über 70 Verletzten, davon viele Schwerverletzte. Wieder einmal ein trauriger Höhepunkt in dem Terror gegen Israel: In dem völlig ausgebrannten Bus befanden sich viele Schüler auf dem Weg zu ihrer Schule.

Kurz vor der für die nächsten Tage erwarteten Rede des amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush zum Thema eines vom amerikanischen Aussenminister Powell (der wohl nächste Woche wieder im Nahen Osten präsent sein wird) ins Gespräch gebrachten palästinensischen "Übergangsstaates" scheint Mord und Terror wie schon so oft die Antwort der Terrorgruppen zu sein. Die Hamas bekannte sich zu dem Attentat - wie üblich verurteilte Arafat den Anschlag.

Das Kopfschütteln und das blanke Entsetzen im Gesicht des israelischen Premierministers Ariel Scharon, der umgehend an den Ort des Terroranschlages geeilt war, schienen zu fragen, wie man einen Staat anbieten könne, wenn statt Verhandlungen die Terrorbomben sprechen...."Über welche Art von Palästinenserstaat reden sie? Das Schreckliche, das wir heute sehen, ist eine Fortsetzung des palästinensischen Terrorismus, und dieser Terrorismus muß bekämpft werden."

Video von n-tv zum Terroranschlag
Video von ARD zum Terroranschlag
Aussenminister Fischer verurteilt den Anschlag
Lebt du noch? - Ich liebe dich
Mord auf dem Schulweg

18.06.02

CDU - Grundsätze zur außenpolitischen Beziehung zwischen Deutschland und Israel

"Die Shoa und die im deutschen Namen an den Juden begangenen Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft prägen die deutsch-israelischen Beziehungen bis heute und gestalteten die Aufnahme bilateraler Kontakte zwischen der Bundesrepublik und Israel überaus schwierig und kompliziert. Die Basis für eine deutsch-israelische Verständigung schuf Konrad Adenauer mit seinem Schuldbekenntnis am 27. September 1951. Es folgte eine Reihe offizieller bilateraler Gespräche über eine materielle Wiedergutmachung, über die am 10. September 1952 im Luxemburger „Wiedergutmachungsabkommen“ Übereinkunft erzielt wurde. Im Rahmen des „Wiedergutmachungsabkommens“ und vieler anderer Entschädigungsregelungen, wie dem Bundesentschädigungsgesetz, dem Bundesrückerstattungsgesetz und dem Entschädigungsrentengesetz, sowie vieler multilateraler Abkommen, zahlte die Bundesrepublik Deutschland bis zum 1. Januar 1999 rund 53 Milliarden Euro an „Wiedergutmachung“. Die voraussichtliche Gesamtleistung wird bis zum Jahr 2030 rund 64 Milliarden Euro betragen. Die Regelung der „Wiedergutmachungsfrage“ schuf die Grundlage für eine Intensivierung des deutsch-israelischen Verhältnisses und so nahmen Deutschland und Israel am 12. Mai 1965 diplomatische Beziehungen auf. Seitdem haben sich die deutsch-israelischen Beziehungen stetig entwickelt und sind heute außerordentlich intensiv. Besonderer Wert wird auch auf den kulturellen Austausch gelegt. Zahlreiche Städtepartnerschaften, Schüleraustauschprogramme und eine Vielzahl öffentlicher und privater Organisationen haben ein Netzwerk von Beziehungen geknüpft, das das gegenseitige menschliche Verständnis und die Aussöhnung zwischen Deutschland und Israel fördert und festigt. Nach Frankreich ist es das zweit engste, das Deutschland unterhält. Auch die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel entwickelte sich gut. Deutschland ist seit Jahren der zweitwichtigste Handelspartner Israels nach den USA. Im Gegenzug ist Israel der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Produkte in Nah- und Mittel Ost. Die Exporte nach Israel betrugen im Jahr 2000 über 2,8 Milliarden Euro, die Importe aus Israel lagen bei 1,53 Milliarden Euro. Mehrere Joint Ventures zwischen deutschen und israelischen Unternehmen runden diesen intensiven Austausch ab. Im Jahr 1999 waren über 60 israelische Firmen in Deutschland direkt vertreten. Die CDU setzt sich für eine Fortführung des intensiven und freundschaftlichen deutsch-israelischen Dialogs ein. Im Bewusstsein der historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel ist für die CDU der kulturelle Austausch zwischen Deutschland und Israel von besonderer Bedeutung. Besonders ein intensiver Schüler-, Studenten- und Jugendaustausch hilft dabei Vorurteile abzubauen und die freundschaftliche Versöhnung zu fördern. Im Gespräch mit dem israelischen Außenminister Shimon Peres im Mai 2001 unterstrich die CDU-Vorsitzende Angela Merkel die Bedeutung der deutsch-israelischen Beziehungen. Bei dem Treffen betonte Außenminister Peres den „historischen und freundschaftlichen“ Charakter der Partnerschaft zwischen Israel und der CDU. Im Hinblick auf die Friedensbemühungen im Nahen Osten bekräftigten Merkel und Peres gemeinsam, dass „auf der Grundlage von Terror und Gewalt niemals Frieden entstehen kann“. Die Beziehungen zwischen der CDU und Israel wurden durch den Israelbesuch der CDU-Vorsitzenden Dr. Angela Merkel im Oktober 2001 weiter vertieft."

©/ Quelle: CDU-Bundesgeschäftsstelle/ CDU

18.06.02

Sammelkarten

Wie Kinder in aller Welt Karten mit den Fotos von Fußballspielern oder Pokemon sammeln, so sammeln palästinensische Kinder Spielkarten mit den Fotos von Märtyrern, die als Selbstmordterroristen bei Terroranschlägen umkamen. Damit wird in ihnen der Traum geweckt, selbst Juden zu töten, um einmal auf solch einer Karte zu sehen zu sein. Diese Abbildungen gibt es auch als Schlüsselanhänger.

(c)/ Quelle: NAI

17.06.02

Zionistischer Kongress eröffnet mit Solidaritätskundgebung 

Der 34. Zionistische Kongress, der heute in Jerusalem eröffnet wird, ist nach Aussage des Vorsitzenden der Jewish Agency, Sallai Meridor, „der bedeutsamste Ausdruck jüdischer Solidarität mit Israel“ seit Ausbruch der Gewalt im September 2000. Um die 1.200 Delegierte aus Israel und 33 Ländern der Diaspora sowie weitere 300 Aktivisten aus der ganzen Welt werden zu dem Kongress erwartet, der das höchste richtungsweisende Organ der World Zionist Organisation ist und alle vier Jahre in Jerusalem stattfindet. Es ist das erste Mal seit dem ersten Zionistischen Kongress im schweizerischen Basel im Jahr 1897, dass ein Viertel der Delegierten unter 30 Jahren alt ist. Zu den diskutierten Themen gehören: Die Wichtigkeit „Israels als ein jüdischer demokratischer Staat,“ die Bemühungen gegen Antisemitismus und die Delegitimierung Israels, die Besiedlung des Negevs und Galiläas sowie das Thema Einwanderung.

Israels Staatspräsident Katsav richtet sich in seiner Rede an die Palästinensische Autonomiebehörde: "Wenn ihr eure palästinensischen Kinder liebt, dann lehrt sie nicht mehr den Hass auf Juden. Wenn ihr Mitgefühl mit ihrem Leiden habt, dann beendet den Terror."

(c)/ Quelle: Jerusalem Post, Botschaft Israels/ Berlin

17.06.02

Größte Kundgebung von Antisemitismus seit 1945 in Holland

Am 13. April 2002 nahmen schätzungsweise 15.000 Menschen an der anti-israelischen Kundgebung in Amsterdam teil. Die Demonstration hatte einen äußerst antisemitischen Charakter. Der Antisemitismus nimmt übrigens überall in West-Europa stark zu. Als die Demonstration auf dem Dam (dem zentralen Platz der Stadt) ankam, schrieen einige Demonstranten plötzlich: "Ein Jude, da ist ein Jude!". Massenhaft rannte man zu einem Mann mit einer jüdischen Kappe, der zufällig vorbei kam. Er wurde auf den Boden geworfen. "Ich verbarg meinen Kopf zwischen meinen Armen und konnte nichts mehr", erzählte er später. "Sie schlugen immer weiter auf meine Seite, meinen Rücken, meinen Bauch, und sie traten von allen Seiten gegen meine Beine. Und sie schrieen. Hysterisch. Ich dachte: "Sie schlagen mich tot". Viele Umstehende müssen es gesehen haben, aber niemand unternahm etwas. Auch nicht die ME". Er wurde von zwei jüdischen Jungs aus seiner Lage befreit: sie zerrten ihn durch einen Hagel aus Steinen, Flaschen und gar Fahrrädern ins Hotel Krasnapolsky. Danach versuchten Demonstranten massenhaft das Hotel zu stürmen und es flogen Steine durch die Scheiben. Das war der Schluss der größten Demonstration in den Niederlanden seit dem Eurogipfel von 1997. Die Linke konnte seitdem bei Demonstrationen meistens höchstens einige Hundert Menschen auf die Beine bringen. Jetzt aber, wo es um eine Demonstration gegen Israel ging, kamen plötzlich Tausende von Demonstranten, und nicht mehr nur von der linken Seite. Aktivisten von Organisationen die sich normalerweise sofort an die Gurgel gehen, demonstrierten jetzt Schulter an Schulter, wie etwa die Grauen Wölfe, die PKK und die DHKP-C aus der Türkei. Der Hass gegen die Juden konnte, wie immer, die Äußersten des politischen Spektrums vereinigen und verbrüdern. Antisemitische Helden Es gab einige Hundert antisemitische Äußerungen, durch die gesamte Demonstration hínweg. Antisemitische Parolen wurden von Tausenden von Kehlen begeistert mit gebrüllt. "Sieg Heil" wurde beispielsweise skandiert, und "Hitler, Hitler". Auch andere antisemitische Helden wurden umjubelt, wie Bin Laden und Saddam Hussein. Manche Demonstranten liefen in Bin Laden T-Shirts mit. Antisemitische Organisationen waren auch beliebt. "Hamas, Hezbollah, Jihad", wurde vielfach gerufen, und "Hamas, Hamas, alle Juden ins Gas". Es gab auch ein Schild mit "Hitler hat einen vergessen: Sharon". Und ganz entsprechend der antisemitischen Tradition schimpfte man Sharon vielfach Kinder- und Babymörder. Unzählig waren die Vergleiche von Israel mit Nazi-Deutschland. Einige Beispiele waren Hitler, der Sharon auf die Schulter klopft, Sharon mit Hitlerbart, "Hitler hat einen Sohn: SSharon", "Stop Adolf Sharon", "Boycott ISSrael, Boycott SSharon", und "Israel Nazi-Staat". Alle möglichen Kombinationen von Hakenkreuzen und Davidsternen waren anwesend, mit "=" oder sogar ">" dazwischen. Insgesamt wurden mehr als 75 Hakenkreuze gezählt. "Juden sind Nazis", wurde auch gerufen. Andauernd wurde Israel eine neue Shoah in die Schuhe geschoben: "Stoppt den palästinensischen Holocaust", "Jenin 2002 = Warschau 1943", "Auschwitz, Srebrenica, Gaza" und "Anne Frank wohnt jetzt in Gaza". Juden raus Nicht nur Israel, sondern alle Juden mussten Prügel einstecken. "Juden ins Meer", "Juden sind Hunde", "Juden raus", "Sharon Terrorist, weg mit den Juden" und "Ich werde Antisemit, Sie auch?". Massenhaft wurde ein arabischer Text mitgesungen der eine Wiederholung des Massakers auf Juden durch den Propheten Mohammed versprach. Ein eigener Staat wurde den Juden auch versagt, wie die Schilder bewiesen mit Karten des Nahost, von denen Israel verschwunden war. "Juden raus", wurde gerufen, und "Palästina für die Palästinenser, Sharon zurück nach Polen". Vielfach wurde auch Allah angerufen und es wurden die US und Israel mit dem Teufel in Zusammenhang gebracht. "Israel = Reich des Bösen", so stand auf einem Schild. Bewunderung gab es für die Täter der blutigen Selbstmordanschläge auf beliebige Menschen, wie aus der vielfach wiederholten Parole hervorging: "Mit Blut und Seele opfern wir uns für unser Land". Es gab Demonstranten mit Spielzeuggewehren und einer trug sogar einen Gürtel mit Neppbomben. Nicht antisemitisch, aber wohl üblich bei Anhängern von fundamentalistischen Gruppen war die Brandbombe, die auf die Diskothek iT geworfen wurde, unter lauten Rufen "Schwule, Schwule". Auch eine einige Schwulenkneipen wurden angegriffen. Brandanschläge Seit Anfang April haben Juden auf der Straße wieder häufiger mit Antisemitismus zu tun. Aus Berichten geht hervor, dass sie geschlagen werden, oder im Vorübergehen ausgeschimpft werden. Ein Mann bekam z.B. einfach nur so zu hören: "Juden muss man töten". Einem anderen wurde der Hitlergruß gezeigt mit dem Ruf: "Sharon Hamas". Ein Mann in einem Park wurde gefragt: "Sind Sie Jude? Ich bin ein Freund von Hitler". Jemandem, der an einem Zaun entlang ging, wurde gesagt: "Alle Juden gehören hinter Stacheldraht", und ein kleine jüdischer Junge, der nach seinem Bruder fragte, bekam von Passanten zu hören: "Dein Bruder ist in der Gaskammer". Schimpfkanonnaden wie "Scheißjuden" und "Hamas, Hamas, alle Juden ins Gas" sind inzwischen fast allgemein üblich. Eine Amsterdamer Fußballmanschaft wurde neulich gesperrt wegen ständiger Beleidigungen und dem bringen des Hitlergrußes. Schon seit dem 11. September 2001 hatte die Zahl der antisemitischen Übergriffe überall in Europa stark zugenommen. Ab Anfang April 2002 wurde alles noch schlimmer. In Frankreich wurden nur schon in der ersten Hälfte von April 360 antisemitische Aktionen verzeichnet. Aber auch in England, Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden schwelt es offenbar. Eine kleine Rundfrage bei den niederländischen Tageszeitungen erbrachte folgendes Ergebnis. In Westeuropa wurden seit Anfang April Brandanschläge und andere Übergriffe auf mindestens 15 Synagogen, etwa zehn jüdische Friedhöfe und Denkmäler, zwei jüdische Schulen, eine jüdische Metzgerei, einen Sportklub, eine Buchhandlung, eine Begegnungsstätte und einen Schulbus voller Kinder verübt. Einige Gebäude brannten völlig aus. Autos von Juden werden angezündet, jüdische Menschen auf der Straße zusammen geschlagen und an vielen Stellen erschienen antisemitische Parolen. 

(c)/ Quelle: http://www.israel-news.de// http://www.defabel.nl/

17.06.02

“Israels kleiner Sieg gegenüber Syrien"  

Herb Keinon berichtete am 12. Juni 2002 in der JERUSALEM POST, dass Israel am Dienstag, den 11. Juni 2002 Syrien dazu gebracht hat, sich selbst ins Gesicht zu schlagen: In der Vorwoche hatte Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Yehuda Lancry, einen Brief an den den Präsidenten des UN-Sicherheitsrat übermittelt, der Syrien heftig bezüglich seiner Beteiligung am Terror angreift. Präsident des Sicherheitsrat ist derzeit der syrische Botschafter Mikhail Wehbe. Lankry bat Wehbe den Brief als ein Dokument des Sicherheitsrats zirkulieren zu lassen. Syrien hatte, in seiner Eigenschaft als Ratspräsidentschaft, keine Wahl, als einzuwilligen, oder sich Beschwerden zu stellen, seine Rolle nicht objektiv zu gestalten. Wehbe brachte daher am Dienstag den Brief in Umlauf. „Israel ist entsetzt, dass ein Mitglied des Sicherheitsrats weiterhin Organisationen seine Unterstützung anbietet, die gezielt Zivilsten ermorden,“ so eine Passage aus dem Brief. „Die internationale Gemeinschaft muss dazu drängen, dass die syrische Regierung mit sofortiger Wirkung seine Unterstützung der terroristischen Gruppen zu unterbinden, denen sie auf ihrem Territorium einen sicheren Hafen anbietet, und gewissenhaft seinen internationalen Verpflichtungen und den Resolutionen des Sicherheitsrates nachkommt.“ Ein israelischer Diplomat sagte, dass dieser kleine Sieg im diplomatischen Protokoll - obwohl er nicht unbedingt „ein großer Schritt für die Menschheit“ sei – Israel doch helfe, die Aufmerksamkeit der Welt auf die Absurdität zu lenken, dass Syrien den Vorsitz des Sicherheitsrates inne hat. Seit dem Selbstmordanschlag in Megiddo, am 5. Juni 2002, haben die Beamte ihre verbalen Angriffe gegenüber Syrien verstärkt. Die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die sich zu dem Anschlag bekannte, hat ihren Sitz in Damaskus. Das israelische Außenministerium hat zu diesem Thema einige Argumentationspunkte herausgegeben, darunter die folgende: - Terror ist weiterhin ein Hauptelement der syrischen Außenpolitik. Die anhaltende Krise und die US-Kampagne gegen Terror hat in Damaskus zu keiner Einstellungs-Änderung geführt. - Präsident Bashar Assad betrachtet Terror als „dritte Option“, eine Alternative zu einem regionalen Krieg, den er aufgrund der militärischen und technologischen Unterlegenheit Syriens vermeiden will, und eine Alternative zu Frieden, den er für unrealistisch hält. - Assad spürt, dass Terror ihm hilft, sein Regime und sein Image als resoluter und anspruchsvoller arabischer Führer seinem Vater ähnlich zu festigen. Damit spielt er eine führende Rolle in der Region. - Syrien finanziert verschiedene Terror-Organisationen, stellt ihnen die notwendigen Einrichtungen in Damaskus zur Verfügung und ermöglicht ihnen, die Einrichtung von Ausbildungsstrukturen auf ihrem Territorium. - Syrien unterstützt die shiitischen Organisationen im Libanon, speziell die Hisbollah. Assad führt eine besondere Beziehung mit dem Führer der Hisbollah, Sheikh Hassan Nasrallah, zwischen ihren Interessen bestehenden große Übereinstimmungen. Syrien ermutigt die Hisbollah zu Terroranschlägen und hält die libanesische Armee davon ab, ihre Kräfte im südlichen Libanon einzusetzen. - Syrien unterstützt sowohl islamische und linksradikale palästinensische Organisationen, so wie Hamas, Islamischer Jihad, die PFLP und die Fatah. Syrien und die Flüchtlingslager im Libanon dienen als Transit-Punkte für extreme islamistische Elemente, darunter auch für solche, die mit der al-Qaida in Verbindung stehen. - Damaskus nimmt an, das die US-Regierung nicht „ausreichend“ Entschlossenheit gezeigt hätte, strafende Maßnahmen gegen Syrien zu beschließen, und Syrien keine attraktiven Anreize präsentiert hätte, die eine Abkehr vom Terror rechtfertigen würden.

(C)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin

17.06.02

Terrorliste der EU erweitert

Die EU hat 2 weitere Organisationen auf ihre Terrorliste aufgenommen. Dies gab der israelische Premierminister Scharon gestern in der regelmäßigen Kabinettssitzung bekannt. Neu auf die "schwarzen Liste" wurden die Al Aksa Brgiaden und die PFLP  aufgenommen. Der israelische Premierminister kritisierte in diesem Zusammenhang, daß - offensichtlich auf französischem Druck hin - die Hisbollah auf dieser erweiterten Liste fehlt.

Die offizielle Erklärung der EU hierzu wird nach dem heutigen Treffen der EU-Außenminister erwartet.

Ergänzende Links:

EU erzwingt Einstellungsstopp bei Arafats Behörde
Hisbollah bald auf EU-Terrorliste?
Hisbollah plant Niederlassung in Berlin

17.06.02

Vereitelter Terroranschlag

In der Nähe des arabischen Dorfes Mardza im Norden Israels nahe der "Grünen Grenze" hat sich heute morgen ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Die Explosion - die den Palästinenser tötete - richtete Schäden an einem Polizeijeep an; die Polizisten blieben unverletzt.

Der Tatort befindet sich nahe der Kibbuzim Magal und Bachan.

16.06.02

EU-Zahlungen

Am Montag muß der EU Kommissar Chris Patton zu den Vorwürfen Stellung nehmen, die Gelder der EU würden zweckentfremdet verwandt werden. Konkret geht es um den Vorwurf, daß EU-Zahlungen zur Terror- finanzierung verwandt würden.

Die Welt rechnete in diesen Tagen vor, daß die Palästinensische Autonomiebehörde 122.000 Beamte hat - 75 % des Monatsetats der PA.

Arafat hat 122.000 Beamte

16.06.02

Linktip

Hetze gegen Israel, Belohnung für Attentate - was der PLO-Chef mit den Fördergeldern der EU macht, ignorieren die Politiker in Brüssel. Finanziert haben sie auch Arafats Sicherheitsapparat, der vom Bundesnachrichtendienst ausgebildet wurde und jetzt unter Terrorverdacht steht...... 

"Die Zeit" nimmt zum Thema Stellung:

Arafat bombt, Europa zahlt (bitte anklicken)

16.06.02

Grenzzaun

Israel hat mit dem angekündigten Bau eines 110 km langen Sicherheitszaunes begonnen, mit dem die palästinensischen Autonomiegebiete abgetrennt werden sollen. Mit diesem 110 km langen Zaun soll - nach dem Vorbild des Zauns im Gazastreifen - das Eindringen weiterer Selbstmordterroristen verhindert werden. Die Bauarbeiten sollen ca. 1 Jahr dauern und rund 110 Mio. US-$ kosten.

Ergänzende Links zum Thema:

400 Millionen schwere Barriere
Israel baut "Käfig um den Terror"
"Wir können jetzt nur eines tun: Uns anschnallen"
Stacheldraht der Freiheit

Salman Shoval, Außenpolitischer Berater von Israels Premierminister Ariel Scharon zum Thema "Schutzzaun" hören:

Interview mit Salman Shoal

16.06.02

Terroranschlag

Hamas Terroristen haben vergangene Nacht in der Nähe von Dugit (im nördlichen Teil des Gazastreifens) die zwei israelischen Soldaten Chaim Yechezkel Gutmann (22) und Alexei Gladkov (20)  erschossen und vier verletzt; einer der Soldaten wurde schwer verletzt.

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat - nach gewohnter Praxis - den Anschlag weder kommentiert noch verurteilt.

Die israelische Armee hat in der Region einen Wagen mit  einer 180 Kilogramm Bombe gesprengt - dies wäre die größte Bombe gewesen, die in den vergangenen Jahren für einen Terroranschlag gegen Israel verwandt worden wäre.

Erst am Freitag hatten israelische Soldaten in der Nähe von Dugit eine 40 Kilogramm schwere Bombe gefunden die offensichtlich für einen Anschlag vorgesehen war.  

16.06.02

Fussball-WM in Japan und Korea

Im Viertelfinalspiel zwischen den USA und Deutschland spielt mit dem Abwehrspieler Jeff Agoos ein jüdischer Top-Spieler in der WM-Runde in Japan und Südkorea mit. Bisher stand der Abwehrchef in jedem Spiel im Rampenlicht - und sei es auch nur durch ein Eigentor.

Die "Israel-Legionäre" Milan Osterc (Slowenien) der bei Hapoel Tel Aviv spielt und Yakuba Ayeg-Beni (Nigeria) von Maccabi Haifa haben nach dem ausscheiden ihrer Teams dagegen schon die Heimreise antreten müssen.

15.06.02

Buchtipp "Verflucht und von Christus getrennt"

Johannes Gerloff "Verflucht und von Christus getrennt"
Israel und die Heidenvölker - Eine Studie zu Römer 9 -11

"Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder", schreibt Paulus über sein Verhältnis zum Volk Israel in Römer 9. Heute wird die Diskussion der Christen um ihr Verhältnis zum jüdischen Volk von der Tatsache geprägt, dass im Namen Deutschlands Millionen Juden grausam ermordet wurden. Anhand von Römer 9-11 gibt Johannes Gerloff Hilfestellungen zur Beantwortung von Fragen nach der Haltung der christlichen Gemeinde zu Israel, dem Stand Israels als auserwähltes Volk und dem Plan und Inhalt von Gottes Handeln mit Israel und den nichtjüdischen Völkern.

Prädikat: Sehr wichtig - gerade in der heutigen Zeit! 
6,95 Euro die sich lohnen!

Zu beziehen unter unserer nachfolgenden Shoppingadresse:

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15.06.02

Linktips zum Thema Antisemitismus

Die Welt: Es redet aus ihnen heraus
Universität Leipzig: Politische Einstellungen in Deutschland
ARD: Spiegel mahnt Konsequenzen für Möllemann an

Interessantes Zitat aus dem empfehlenswerten jüdischen Wochenmagazin TACHLES:
Frage an FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Gerhardt: Was wissen sie über Möllemanns berufliche Verflechtungen in arabische Staaten?
Wolfgang Gerhardt: Nichts. Das ist seine private Angelegenheit wie auch seine private wirtschaftliche Tätigkeit.
Das gesamte Interview unter:

Tachles: Möllemann ist kein Antisemit

15.06.02

Spurensuche

"Vom Grossvater vertrieben, vom Enkel erforscht?" - unter diesem Titel initiierte das New Yorker Leo Baeck Institute ein mutiges Projekt. Junge Österreicher, die keinen Armeedienst leisten wollen, arbeiten als "Gedenkdienstleistende" in New York. Sie begegnen Emigranten aus der Generation ihrer Grosseltern. Die Enkel der Tätergeneration treffen auf die damaligen Opfer - eine schwierige, aber lohnende Auseinander- setzung, die dem Zuschauer bis zum 13. Oktober 2002 offen steht.

Mehr Info unter dem nachfolgenden Link:

Jüdisches Museum Wien

Quelle: Jüdisches Museeum Wien, Tachles

14.06.02

Rotes Kreuz warnt Palästinenser vor eigenen Minen und Bomben 

Das "Internationale Komitee des Roten Kreuzes" (ICRC) warnt Einwohner palästinensischer Städte vor Minen und nicht detonierten Bomben, die von Palästinensern installiert wurden, um der israelischen Armee zu schaden. Seit dem 18. April diesen Jahres verunglückten insgesamt 18 Personen durch Explosionen solcher Sprengkörper, davon acht Kinder im Flüchtlingslager von Jenin. Am 1. Mai wurden in Bethlehem zwei Kinder getötet und drei weitere verletzt. Das ICRC erklärte am Dienstag, dass es kommunale Bildungsprogramme durchführe, um vor der Gefahr zu warnen. Zusätzlich zu den Informationsveranstaltungen wird das ICRC Schilder mit Bildern von Sprengkörpern in und um das Flüchtlingslager von Jenin aufstellen, die in diesem Gebiet zu erwarten sind. Das Rote Kreuz baut außerdem zwei Spielplätze in Jenin, um für sichere Spielflächen zu sorgen. 

Quelle: Icej

14.06.02

Neues Hilfsprogramm für Mütter und Witwen von Terroropfern 

„Ich fühlte mich jeden Tag, als ob ich sterben würde,“ so beschreibt Sherri Mandell ihre Gefühle, nachdem ihr 13 Jahre alter Sohn Koby einer von zwei Jungen war, die bei einem Wanderausflug unweit ihres Wohorts Tekoa im Mai 2001 ermordet wurden. „Es war, als ob mein Körper in Stücke gerissen würde. Ich wusste nicht, wie ich das überleben sollte,“ sagte Mandell. Damals wusste sie es noch nicht, erzählte Mandell vor Journalisten auf einer Pressekonferenz vergangene Woche, aber sie hätte Glück gehabt. „Ich hatte das Glück, von Menschen umgeben zu sein, die mir helfen konnten.“ Vergangene Woche starteten Sherri und ihr Ehemann Seth ein neues Programm, um Müttern und Witwen von Terroropfern das gleiche Gefühl von Gemeinschaft und Unterstützung zu ermöglichen. Dies ist die jüngste Initiative der Koby Mandell Foundation, die zu Ehren ihres Sohnes zur Unterstützung von Familien und einzelnen Terrorgeschädigten eingerichtet wurde. Während der siebentägigen Trauerzeit hätten ihr die Kontakte und Worte von Frauen, die ihre Kinder ebenfalls bei ähnlichen Anschlägen verloren haben, sehr geholfen. „Diese Frauen sehen so aus, als ob sie es gelernt hätten, damit umzugehen und ihr Leben weiterzuleben. Ich fühlte mich im Gespräch mit ihnen nicht allein. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich verstehen würden, und das half mir, mit meinem Schmerz umzugehen und in positives Handeln zu wandeln,“ so Mandell. Mandells sind Einwanderer aus den USA, daher konzentrierte sich die erste Gruppe auf englischsprachige Betroffene. Demnächst sollen auch monatliche Treffen auf Hebräisch und Russisch eingerichtet werden. Das Ehepaar Mandell möchte in Zukunft, ähnliche Programme auch für Männer anbieten. Sie hatten sich zum Beginn mit Frauen entschieden, weil diese „in der Familie hinsichtlich der Heilung die führende Rolle inne haben. Frauen gehen mit Stress um, indem sie mit anderen Frauen reden.“ „Diese Art des Schmerzes kann eine Familie und eine Ehe total zerstören“, so Mandell weiter. Studien hierüber zeigen, dass in 75 % der Fälle, der Verlust eines Kindes die Ehe zerstört. Aviva Raziel hat ihre Tochter Michal, 16, bei dem Terroranschlag im Restaurant Sbarro in Jerusalem verloren. Aviva glaubte, die Trauer zu kennen, da sie vorher schon Ehemann und Mutter verloren hatte. „Mit dem Tod einer ermordeten Tochter umzugehen ist das allerschlimmste. Manche Menschen haben die Einstellung, dass nach einem Jahr das Trauern zu Ende sein muss. Aber es ist nicht das Ende. Der Schmerz hört nicht eine Minute lang auf,“ so Raziel. Sie sagt weiter, dass die Treffen mit anderen Müttern ihr sehr geholfen hätten. Den Schmerz hätten sie nicht gestillt, aber sie lernte, mit dem Schmerz umzugehen. Die Organisatorin Mandell sagt, dass sich der Schmerz heute genauso anfühle, wie am Tag nach der Ermordung Kobys. „Bei einem solchen Verlust sind elf Jahr wie elf Tage. Wir wollen anderen Frauen helfen, damit sie sagen können, es ist entsetzlich, aber ich lebe damit.“ Wenn diese Frauen zusammenkommen, wird nicht Ärger, Rache oder Hass diskutiert. Es geht um geteilten Schmerz um gegenseitige Unterstützung. Es soll ein Ort angeboten werden, wo Trauer und Schmerz erlaubt ist, so Mandell. „Wir betrachten unsere Kinder nicht als Opfer, der Tod hat nichts positives an sich. Wir trauern.“ Zur Frage, was sie gegenüber den Mütter von Selbstmord-Attentätern fühle, antwortete Mandell, „Ich persönlich trauere für die palästinensischen Mütter, wenn sie den Tod ihrer Kinder zelebrieren. Ich sorge mich um ihren Schmerz. Ich sorge mich um eine Gesellschaft, die ihren Müttern den Schmerz nicht erlaubt.“ 

Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Jerusalem Post

14.06.02

Tageslosung

"Anstatt dass man zu ihnen sagt: 'Ihr seid nicht mein Volk', wird man sagen: 'o ihr Kinder des lebendigen Gottes!' "
Hosea 2,1

"Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder sollen - und wir sind es auch!"
1.Johannes 3,1

Quelle/(c): Haenssler-Verlag, Verlag Friedrich Reinhardt Verlag, Evang. Brueder-Unitaet. Herrenhut

13.06.02

Innerpalästinensische Umfrage: 68 % für Selbstmordanschläge 

Um ihre nationalen Ziele zu erreichen halten 32,5% der befragten Palästinenser ausschließlich den bewaffneten Kampf gegen Israel für erfolgreich. 10,4% glauben an eine Verhandlungslösung und 51,4% halten eine Kombination von Gewalt durch „Intifada“ und Verhandlungen für den Lösungsweg. Bezüglich der Unterstützung Selbstmordattentätern, die israelische Zivilisten in den Tod reißen, sprachen sich 68,1% dafür und 26% dagegen aus. Die Umfrage wurde vom „Jerusalemer Medien- und Kommunikationszentrum (JMCC) durchgeführt. In der Zeit vom 29. Mai bis 2. Juni wurden 1.179 Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen befragt. (HA’ARETZ) 

(C)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Haaretz

13.06.02

Wiedereröffnung des Internetcafes nach Bombenanschlag

Drei Monate nach dem Bombenanschlag in Jerusalem, durch den 11 Menschen getötet wurden, hat das Jerusalemer Cafe Moment seit Mittwoch wieder geöffnet. Wie YEDIOT AHARONOTH meldete, ist das neue Cafe dem alten fast identisch. Der Besitzer, Yoram Cohen, verzichtete jedoch auf eine große Eröffnungsfeier des „In“-Cafes. Dies empfinde er als nicht angebracht, er hoffe vielmehr, das es wie früher würde. 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Yediot Aharonoth

13.06.02

Protest gegen J. Möllemann

Nach einer Meldung von "Bild" weitet sich der Protest gegen den Präsidenten der Deutsch-Arabischen Gesellschaft Jürgen Möllemann aus. Nach den Angaben des deutschen Massenblattes Nr. 1 sind aus der D-A-G drei prominente SPD-Politiker ausgetreten, unter ihnen auch der Abgeordnete Christoph Moosbauer. 
Moosbauer (einer der früheren Vizepräsidenten) stand in den letzten Monaten in einem offenen Disput mit dem Präsidenten Jürgen Möllemann. Der SPD-Abgeordnete hatte am 26. April diesen Jahres beschlossen sein Amt als Vizepräsident der D-A-G ruhen zu lassen (Zitat aus der Pressemitteilung vom 26. April: "Ich bin nicht der Meinung, dass die Förderung der deutsch-arabischen Freundschaft darin besteht, gemeinsam auf Israel einzudreschen)."

Im Detail nicht bekannt ist, wie sich die weiteren Vizepräsidenten Joachim Hörster, MdB (CDU) und Rudolf Kraus, MdB (CSU) weiter verhalten. Diese hatten sich in der Vergangenheit von Möllemanns Aussagen mehrfach distanziert.

Berliner Zeitung
Die Welt
Pressemitteilung 
Bild-News

13.06.02

Zuerst im Judentum

"Der Antisemitismus-Streit funktioniert auch ohne Gott...Die Kirchen müssen aus ihrer Mitschuld am Antisemitismus und ihrer Vorschuld am Antijudaismus wissen, wo sie zu stehen haben. Nämlich dort wo Gott ist. Bei seinem Volk. Und das ist, jedenfalls für Christen, nicht ohne Juden zu denken. Wo immer Christen Antisemitismus oder Antijudaismus dulden oder auch nur zu ihm schweigen, sind sie nicht mehr bei Gott...."

Robert Leicht, "Zeit"-Redakteur und Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin nimmt in einer Kolumne im Tagesspiegel zum Antisemitismus Stellung:

Zuerst im Judentum

13.06.02

FDP-Fraktionschef Gerhardt nach Israel

Auf Einladung des ehemaligen israelischen Botschafters in Deutschland Avi Primor aus Tel Aviv wird der FDP-Fraktionschef heute nach Israel reisen. Er wird dort einen Vortrag über die Eckdaten der deutschen Außenpolitik halten. Außerdem wird er einen Kranz am Grab des ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis niederlegen, der ein langjähriges FDP-Mitglied war.

13.06.02

Ein Jude macht sich Sorgen

Robert B. Goldmann (81) konnte 1939 noch rechtzeitig aus Deutschland fliehen. In einem Artikel des Rheinischen Merkurs macht er sich Gedanken über die heutige Situation in Deutschland und wirft einen Blick zurück in die Zeit nach 1945 als sich "Deutsche Politiker, Intellektuelle, Geistliche, aber auch einfache Bürger der nahezu unerträglichen Wahrheit stellten".

Verratenes Erbe 

13.06.02

Antisemitismusstreit

123 Jahre ist es her, da löste ein liberaler Berliner Geschichtsprofessor den 1. Antisemitismusstreit in Deutschland aus. Der Tabubrecher stößt mit seinem Frontalangriff auf Juden in Deutschland auf ein großes Echo in Deutschlands Bürgertum. Schon damals mussten sich Juden in Deutschland alleine gegen die schamlosen Vorwürfe verteidigen. "Die Zeit" nimmt in einem interessanten Artikel zu diesem historischen Wegbereiter Stellung:

Die Zeit "Die Juden sind unser Unglück"
 

13.06.02

"Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen"

Interview im WDR mit Wolfgang Wippermann, Professor für neuere Geschichte an der FU Berlin

Interview hören (Real Player nötig)

12.06.02

Internationaler Strafgerichtshof in den Haag

Nach einem Bericht von "Yediot Aharonoth" droht Israel aufgrund seiner Siedlungspolitik eine Anklage vor dem erst kürzlich ins Leben gerufenen Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Israels Chefankläger Eliakim Rubinstein geht fest von einer Anklage aus. 

Die Begründung der internationalen Gemeinschaft beruht auf die 4. Genfer Konvention. Diese ist jedoch auf die israelische Siedlungspolitik nicht anwendbar.

Israel hat wie die USA und mehrere arabische Staaten die Unterzeichnung des  internationalen Abkommens zur Einführung des Gerichtshofs verweigert.

Link zum Thema:

Siedlungen

Buch zum Thema:

Jüdische Siedlungen - Kriegsverbrechen oder Erfüllung biblischer Propethie?


Kurzbeschreibung:
Bald nach dem 6-Tage Krieg 1967 begannen sich Juden in den von Israel eroberten Gebieten anzusiedeln. Die Bibel bezeichnet diese heute so heiß umstrittenen Gebiete als Judäa und Samaria. National-religiöse Juden, betrachten die Rückkehr in ihre alte Heimat als biblisches Gebot, dass dies überhaupt möglich ist, als Erfüllung uralter Prophetien.
Kriegsverbrechen oder Erfüllung biblischer Prophetie - die Diskussion um die Rechtmäßigkeit der jüdischen Siedlungen bewegt sich innerhalb dieses Spektrums.
Johannes Gerloff läßt Beteiligte an der Auseinandersetzung selbst zu Wort kommen: Palästinenservertreter und israelische Politiker, jüdische Siedler und säkulare Israelis der Friedensbewegung, politische Führungspersönlichkeiten ebenso wie den "kleinen Mann vor Ort".

Das Buch können Sie hier beziehen:

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5,95 Euro die sich lohnen!

12.06.02

" No favorite Color" - Kunst gegen Gewalt  

Nur für die Aktion „Kunst gegen Gewalt“, die vom 4.6. – 18.9.2002 in Kassel stattfindet, hat der israelische Künstler David Gerstein die Figuren unter dem Motto „no favorite color“ geschaffen. Es handelt sich um ca. 180 cm hohe, beidseitig bemalte und signierte Unikate. Die Kunstobjekte werden auf einer Auktion verkauft bzw. Verschenkt. Die volle Spendensumme wird den Projekten zur gewaltfreien Kommunikation der Universität Haifa zur Verfügung gestellt. Linktip:

no-favorite-color

12.06.02

Zitate

Zu dem von Herrn Möllemann ausgelösten Antisemitismus-Streit in Deutschland:

"Wir werden nicht mehr schweigen, wenn man uns beleidigt. Wir schreiben das Jahr 2002 und nicht das Jahr 1938."

Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden am 05.06.02

"Man kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und den, der das verursacht hat, behandeln, als wäre dies eine Jugendsünde."

Michel Friedman, Vizepräsident des Zentralrats der Juden am 12.06.02

"Was mich zutiefst getroffen hat, war nicht nur die Äußerung eines einzelnen Politikers. Was mich verletzt und irritiert hat, war auch die prompte zustimmende Reaktion in der Bevölkerung. Es zeigt sich doch, welch furchtbares Potenzial da noch schlummert."

Michel Friedman, Vizepräsident des Zentralrats der Juden am 11.06.02

"Wir müssen immer wieder deutlich machen, dass an unseren Grundüberzeugungen zu Israel, zum Verhältnis von Deutschen und Deutschen jüdischen Glaubens nicht zu rütteln ist."

Sabine Leutheusser, Schnarrenberger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im deutschen Bundestag am 11.06.02

"Aus Vergebung erwächst der Geist der Versöhnung...Vergebung und schließlich Versöhnung sind nötig, um in Deutschland diese unseligen Diskussionen über den Antisemitismus zu beenden."

Ernst Cramer, Aufsichtsratsmitglied im Axel Springer Verlag am 03.06.02

Linktips:

Michel Friedman: "Um mich geht es nicht"
Sabine Leutheusser: "Miteinander reden"
Ernst Cramer: "Um Verzeihung bitten, zur Vergebung bereit sein" (Prädikat: sehr wertvoll!)

12.06.02

15 -20 % Antisemiten in der deutschen Bevölkerung

Interview mit Werner Bergmann, Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin:

Interview anhören (Real Player erforderlich)

12.06.02

Zum Thema der EU-Zahlungen an die PA

Ausschnitte aus einem Interview in "Die Zeit" mit dem Deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder:

Zeit: Wir bezahlen ein Viertel des Haushalts der EU. Die Zeit hat berichtet, dass die EU indirekt den palästinensischen Terror finanziert und direkt Schuldbücher, in denen das Verschwinden Israels vorweggenommen ist, weil Israel erst gar nicht vorkommt. Was machen wir da mit unseren 25 Prozent, knapsen wir ein bisschen davon ab?

Schröder: Wenn das ginge, wäre ich der Meinung, dass man da deutlich werden müsste. Das ist völlig gegen die Politik, die Deutschland, insbesondere der deutsche Außenminister dort betreibt. Wenn es Finanzströme gibt, die zu dem, was Sie skizziert haben, führen, muß man sie unterbinden. Denn wir haben kein Interesse daran, ideell dazu beizutragen, auf diesem Gebiet dazu beizutragen, dass die Auseinandersetzungen eskalieren oder weitergehen. Wir haben das gegenteilige Interesse. Deswegen würde ich schon meinen, dass die, die das Geld verteilen - das ist die Kommission -, dafür sorgen müssen, dass erstens keine dunklen Kanäle entstehen und zweitens solche Dinge nicht bezahlt werden. Das widerspricht der Politik, das widerspricht auch der erklärten Politik von Solana, und dem müssen wir entgegentreten. Das ist eine blanke Selbstverständlichkeit.

Das gesamte Interview:

4. Hamburger Zeit-Matinee

Quelle/ (c): Die Zeit

12.06.02

Scharon als Nazi dargestellt

Ein neuer Videoclip des Fernsehens der Autonomiebehörde wird seit Beginn der Woche vom palästinensischen Fernsehen ausgestrahlt. Es stellt Ministerpräsident Scharon als einen Nazi dar, der eine Axt schwingend einen palästinensischen Jungen angreift. Der fünfminütige Videoclip soll Autonomiechef Arafat verherrlichen und ihn als Sieger gegenüber Israel darstellen. In dem Kurzfilm werden auch Bilder von im Kampf verletzten israelischen Soldaten gezeigt. Der Direktor der "Palestinian Media Watch" (http://www.pmw.org.il/) Itamar Marcus, dessen Organisation täglich alle Sendungen des palästinensischen Rundfunks und Fernsehens aufzeichnet, erläuterte, dass dieser Clip ein Zeichen für Arafats Schwäche sei. Die steigende Zahl der Pro-Arafat-Clips sollen den Unmut und den Widerstand unter den Palästinensern gegenüber Arafat und der Autonomiebehörde mindern.

Quelle: NAI

11.06.02

Wieder Terroranschläge in Israel

Bei einem palästinensischen Terroranschlag in der im Norden Israels gelegenen Stadt Herzlia um 19.50 H Ortszeit sind nach Angaben des israelischen Rundfunks mindestens 15 Menschen z.T. schwer verletzt worden.  Die Bombe explodierte in einem Restaurant in einer belebten Einkaufsstraße. Ein 15-jähriges Mädchen erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Offensichtlich ist nur ein Teil des Sprengstoffs explodiert, was eine noch größere Katastrophe verhindert hat. Die Palästinensische Autonomiebehörde verurteilte den Anschlag und führte den bisherigen Weg weiter: Schnelle Verurteilung von Anschlägen die im israelischen Kernland ausgeführt werden, schweigen bei Anschlägen auf Israelis die in den sog. Siedlungen ausgeführt werden.
Herzlia liegt 12 km von Tel Aviv entfernt. Das heutige Attentat ist das Erste seit Ausbruch der Terrorintifada im September 2000.

Hadar Hershkowitz (15 Jahre) - bis gestern ein fröhlicher, lebenslustiger junger Teenager, bis der Anschlag eines palästinensischen Terroristen ihrem Leben ein schlimmes Ende setzte.

Erst am Nachmittag wurden 3 Jugendliche in der Nähe von Hebron z.T. schwer verletzt als neben einem Bus eine Bombe gezündet wurde.

Abends versuchten 3 bewaffnete Palästinenser in die jüdische Gemeinde Nezarim im Gazastreifen einzudringen, was die israelische Armee verhindern konnte.

11.06.02

Christliche Spender unterstützen Einwanderung von 400 amerikanischen Juden

Christliche Spender unterstützen in Zusammenarbeit mit einer
jüdischen Organisation eine der größten Einwanderungswellen
nordamerikanischer Juden nach Israel. 400 Juden aus Nordamerika werden am 9. Juli ein Charterflugzeug besteigen, um in das Land ihrer
Vorväter zurückzukehren. Die Reise wird von der jüdischen
Organisation Nefesh b'Nefesh (von Mensch zu Mensch) gesponsert, die
Einwanderung durch private Spender unterstützt. Die Spenden für
diese Gruppe Immigranten kommen im Umfang von 2 Mio. US-Dollar
hauptsächlich von der "Internationalen Gemeinschaft von Christen und
Juden" (International Fellowship of Christians and Jews).
Der Präsident der Gemeinschaft Rabbi Jechiel Eckstein erklärte, es
sei das erste Mal, dass amerikanische Christen die Einwanderung
nordamerikanischer Juden nach Israel unterstützten. Die Beteiligung an
diesem Projekt sei dank der Spenden der 250 000 meist christlichen
Mitglieder seiner Gemeinschaft ermöglicht worden, die jährlich
Millionen von Dollar geben, um Hilfsprojekte für Israel mitzutragen.
"In den vergangenen Jahren haben wir Hunderttausenden Juden aus der
ehemaligen Sowjetunion, Äthiopien und zuletzt Argentinien
ermöglicht, ihre Träume zu verwirklichen und nach Israel
heimzukehren. Jetzt haben wir das Privileg, diese neue
Einwanderungswelle aus Nordamerika zu realisieren."
Nach Angaben der "Jewish Agency", die von israelischer Seite für
jüdische Einwanderung zuständig ist, ist es das erste Mal seit 25
Jahren, dass eine so große Anzahl nordamerikanischer Juden auf einmal
einwandert. Im letzten Jahr kamen 1378 nach Israel, so die "Jewish
Agency". In Nordamerika leben derzeit mehr als 6 Millionen von insgesamt weltweit etwa 14,4 Millionen Juden. Nordamerikanische Juden haben bisher noch nie einen großen Anteil der Immigranten nach Israel ausgemacht.

11.06.02

Zentralrat fordert indirekt Möllemanns Rücktritt

Paul Spiegel und Michel Friedman im Interview nach dem Gespräch mit der FDP-Führung

n-tv Interview

11.06.02

"Was gesagt ist ist gesagt"

Mit dieser Aussage hatte Jürgen Möllemann am Freitag die "Antisemitismus-Debatte" am Freitag, 8.Juni von sich aus "für beendet" erklärt. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung wird Möllemann in der Montagsausgabe vom 10. Juni im Zusammenhang mit Michel Friedman und dessen Sendung "Vorsicht Friedman" mit einem Zitat vom Wochenende zitiert: "Kein Christ und kein Moslem in einer Position wie Friedman würde eine solche Sendung im Fernsehen bekommen" . 
Der Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft Möllemann hat das Zitat inzwischen dementiert, die Berliner Zeitung bleibt bei ihrer Darstellung.

Quelle: Berliner Zeitung, n-tv

11.06.02

Japan stärkt seine Rolle in der Konfliktbeendigung  

Außenminister Shimon Peres ist am Sonntag mit Japans Außenminister Yoriko Kawaguchi in Jerusalem zusammengetroffen. Die beiden Amtskollegen sprachen über Japans Rolle bei den Bemühungen zur Beendigung des Nahost-Konflikts und über die Möglichkeiten einer Erweiterung der japanischen Rolle bei der Unterstützung eines palästinensischen Staates nach Beendigung des Terrors, das berichtete JERUSALEM POST. Peres und Kawaguchi sprachen außerdem über Japans Part bei der anstehenden internationalen Friedenskonferenz. Kawaguchi sagte zu, dass Japan seine humanitäre Hilfe für die Palästinenser sofort ausdehnen, Seminare zu Demokratie und Reform in naher Zukunft für Palästinenser abhalten, sowie bei dem Aufbau der Infrastruktur eines palästinensischen Staates helfen werde. In der Vergangenheit hatte Japan für spezielle Projekte $ 600 Millionen Hilfsgelder der Palästinensischen Autonomiebehörde zur Verfügung gestellt. Am Samstagabend kam der japanische Politiker mit Premierminister Ariel Sharon und Verteidigungsminister Ben-Eliezer zusammen. Sharon und Ben-Eliezer betonten gegenüber Kawaguchi, dass der wichtigste Beitrag der internationalen Gemeinschaft derzeit sei, eine gemeinsame Front zu bilden, die Arafat vor die einstimmige Forderung nach dem Ende des Terror stellt. Nach dem Treffen war Premierminister Sharon zu Gesprächen mit US-Präsident George Bush nach Washington aufgebrochen. Die israelische Delegation äußerte sich zufrieden über die Reise. Auszüge aus der Pressekonferenz mit Bush und Sharon: http://www.israel.org/mfa/go.asp?MFAH0ltc0

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Jerusalem Post

11.06.02

„Gegen Terror; Für Frieden" -  Aktion des Forums für Israel  

Am Freitag, den 14. Juni 2002, veranstaltet das Forum für Israel (FFI) einen Israel-Informationsstand am Kurfürstendamm/Joachimstaler Straße in Berlin. Die Veranstalter möchten damit die Passanten für die Lage in Israel sensibilisieren sowie das Land allgemein vorstellen. Für Interessierte stehen neben den gesprächsbereiten FFI-Aktiven Flyer und Orangen bereit. Das Forum für Israel ist eine erst wenige Wochen alte Initiative des Bundesverbandes Jüdischer Stundenten in Deutschland (BJSD), an dem sich auch Nicht-Studenten beteiligen können. 

11.06.02

Terroranschlag auf Schulbus nahe Hebron

3 israelische Jugendliche wurden verletzt, als heute in der Nähe von Hebron ein Bombenanschlag auf einen israelischen Bus verübt wurde. Die Studenten aus Kiryat Arba und Hebron standen neben dem Bus, als dieser explodierte. 

11.06.02

Besuch englischer Polizisten in England abgesagt

Der geplante Besuch von 4 israelischen Polizisten in England und Irland wurde abgesagt, da die englischen Gastgeber forderten, dass Polizisten, die in der sogenannten Westbank tätig seien, nicht an dem Besuch teilnehmen dürften. Daraufhin lehnte die israelische Polizei den einwöchigen Besuch in England ab. Der Polizeisprecher für Judäa und Samaria war unter den 4 Polizisten, die nach England fahren sollten.

Quelle: NAI

10.06.02

Linktip

Die "Welt am Sonntag" nimmt zu dem Verdacht Stellung, daß deutsche Spenden für den Terror gegen Israel genutzt werden:

Deutsche Spenden für den Terror gegen Israel
  

In einer Diskussionsveranstaltung in Hamburg hat der Deutsche Bundeskanzler, Gerhard Schröder am Wochenende dazu erklärt: "Wenn es Finanzströme gibt, die zu dem, was Sie nennen, führen, muss man das unterbinden."  

Man kann offensichtlich nur hoffen, daß die (gewollte?) Ahnungslosigkeit europäischer Politiker zu diesem Thema dem Ende zugeht...

Der FDP-Politiker Burkhard Hirsch (einer der "Altliberalen" denen Herr Möllemann den Parteiaustritt nahegelegt) sagte zu diesem Thema: "Wir möchten wissen, was da läuft. " Und an die Adresse von Möllemann gerichtet (der ja Vorsitzender der Deutsch-Arabischen Gesellschaft ist): "Da Herr Möllemann ja ein hervorragender Kenner der arabischen Seite in diesem Konflikt ist, werde ich ihn auch direkt fragen, was er davon weiß. Wenn die Vorwürfe gegen Arafat zutreffen, dann hat Möllemann Recht: Die Diskussion darüber, wie sich die Europäer im Nahost-Konflikt verhalten sollen, ist noch nicht beendet."

Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" steht das Thema am kommenden Montag auf der Agenda der EU-Außenminister. Die frappierende Ahnungslosigkeit des verantwortlichen Außenkommissars Chris Patten dürfte angesichts der erdrückenden Beweise zu diesen Vorwürfen wohl dem Ende zugehen.

Mehr Informationen zum Thema:

Yahoo News

Berliner Zeitung

Die Welt

PA-Schulbücher

Grüne: Möllemann zündelt weiter!

11.06.02

"Der Bau der Krematorien begann mit Worten"

"Der Bau der Krematorien in Auschwitz begann nicht mit Ziegeln, sondern mit Worten. Weil die angemessene Reaktion auf sich warten liess, wurden aus den Worten schließlich Ziegel, und das Unheil nahm seinen Lauf." Ein recht düsteres Bild über den sich in Europa ausweitenden Antisemitismus zeichnet sich gemäß Abe Foxman ab. Der Direktor der Anti-Defamation League hat sich dieser Tage in Europa umgesehen und umgehört. 

Das empfehlenswerte jüdische Wochenmagazin Tachles berichtet darüber:

Tachles: "Der Bau der Krematorien begann mit Worten"

Weitere Artikel zum Thema "Antisemitismus"

1000 Jahre Antisemitismus
Historischer Kalender
Wir sagen Nein
Antisemitismus in der Kirche

10.06.02

Den Haag: Christliche Gruppen demonstrieren für Israel  

Eine Koalition christlicher Gruppen hat am vergangenen Donnerstag in Den Haag zur Unterstützung Israels demonstriert. Die Kundgebung war eine Reaktion auf mehrere pro-arabische Veranstaltungen, die vor Ort in jüngster Zeit durchgeführt wurden. Nach Angaben des holländischen Pfarrers Cornelius Sonnevelt, der derzeit in Israel lebt, hat die Jugend-Gruppe der Staatkundig Gereformeerde Partij die Demonstration initiiert. Die christliche politische Partei im niederländischen Parlament, repräsentiert, laut Sonnevelt, tausende bibeltreue Christen. Die Demonstration war absichtlich auf den 6. Juni gelegt worden, der 35. Jahrestag des Sechs-Tage-Krieges. In diesem Krieg war Israels nackte Existenz bedroht, die Bedrohung konnte jedoch abgewendet werden, so Sonnevelt weiter. Außerdem sollte einer pro-palästinensischen Demonstration, die unlängst in Amsterdam stattfand, widersprochen werden – hier hatten die Teilnehmer Premierminister Ariel Sharon mit Adolf Hitler gleichgestellt. 

(c) Quelle: JERUSALEM POST, Botschaft Israels/ Berlin

10.06.02

Veranstaltungshinweis: Freilichtausstellung "Coexistence" in Berlin 

Vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2002 wird die internationale Posterwanderausstellung ´coexistence´ des Jerusalemer Museum on the Seam for Dialogue, Understanding and Coexistence auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag in Berlin zu sehen sein. Das Museum initiierte die Ausstellung vor einem Jahr mit einem Gestaltungswettbewerb zum Thema "Koexistenz", an dem renommierte Grafikkünstler aus aller Welt teilgenommen haben. Eine internationale Jury wählte anschliessend aus den zahlreichen Arbeiten 26 aus. Die Bilder wurden für eine nahezu 500 Meter lange Freiluftausstellung auf ein Format von 3 mal 5 Meter digital vergrössert und gehen seit ihrer ersten Präsentation, im Mai 2001 entlang der alten Jerusalemer Stadtmauer, unter dem internationalen Patronat des UNESCO-Präsidenten um die Welt. Finanziert wurde das Projekt über die Jerusalem Foundation, die sich für die soziale und kulturelle Entfaltung Jerusalems einsetzt, von der deutschen Verlegerfamilie von Holtzbrinck, die auf eine Initiative von Teddy Kollek hin das Museum on the Seam seit 1979 unterstützt. Berlin wird sich, parallel zur Freilichtausstellung und von ihr inspiriert, intensiv mit dem Thema Koexistenz beschäftigen: Das Kino-Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz zeigt in der Zeit vom 10. Juni bis zum 10. Juli eine internationale Auswahl an Filmen unter dem Titel Toleranz und Verständigung. In Zusammenarbeit mit dem Berliner Kultursenat organisiert das Museum on the Seam einen Tag der Koexistenz, der am 20. Juni über 2000 Berliner Schulkinder auf den Platz der Republik vor dem Bundestag bringen wird. Geführt von 25 Studenten der Berliner Kunstakademie sollen sich die 8 bis 12-Jährigen im Rahmen von kleinen Arbeitsgruppen die Posterwanderausstellung ansehen, sich dabei intensiv mit dem Thema der Verständigung auseinandersetzen und anschliessend zeichnerisch ihre Gedanken zu Papier bringen. Die Berliner Kunstakademie hat nach der Durchführung eines eigenen Gestaltungswettbewerbs, den die Ausstellung in jede ihrer Gastgeberstädte trägt, vier neue Poster zu ´coexistence´ beigesteuert. Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel, Herr Rudolf Dreßler, besuchte Ende Mai das Museum on the Seam und erhofft sich von der Ausstellung in Berlin einen grossen Erfolg und eine positive Ausstrahlung. (Jerusalem Foundation).

Quelle: Jerusalem Foundation, Botschaft Israels/ Berlin

10.06.02

Interessanter Linktip

"Statt Möllemann dazu zu nötigen, Läuterung zu heucheln, sollte man ihn zu der von ihm selbst geforderten Diskussion über Israel, den Nahostkonflikt, die Politik Scharons, den Zentralrat der Juden in Deutschland und über den Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland zwingen.  Man sollte ihn auffordern, zu sagen, was er mit seinen Andeutungen eigentlich genau meint und worauf sich diese Meinung stützt. Dann wird sich schnell herausstellen, dass er sich nicht nur im Ton vergreift, sondern in der Sache Unrecht beziehungsweise zu diesen Fragen gar nichts zu sagen hat....."

Die Zeit

10.06.02

Waldbrände in Israel

Anhaltende Trockenheit und die Hitzewelle in Israel bedrohen weiterhin viele Hektar kostbaren und mühsam gepflanzten Waldes in Israel. Es lodern mehrere Feuer in Israels Wäldern. 
Vor allem am Berg Karmel ist ein gefährlicher Brand in der Nähe eines drusischen Dorfes ausgebrochen. 
Leider kommt es immer wieder zu Brandstiftungen in den vom KKL mit viel Engagement gepflanzten Wäldern. 

08.06.02

Arafats Schuld, Scharons Verantwortung

Arafats Schuld, Scharons VerantwortungDie Terrorwarnungen, die Selbstmordanschläge, der Terror in Bevölkerungszentren. Es gibt Schrecken, an die man sich nicht gewöhnt. Es gibt Dinge, die kein 
Staat lange tolerieren kann. Es 
spielt keine Rolle, wer die 
Verantwortung für diesen oder 
jenen Anschlag übernimmt, ob 
es nun Islamischer Dschihad 
oder Tansim ist - dieses 
Blutvergießen ist Arafats Schuld.



Kommentar von Yoel Marcus, aus der israelischen Tageszeitung 
Ha’aretz, Übersetzung: Daniela Marcus



Im Nachhinein muss man zugeben, dass Scharon mit seiner Analyse 
von Arafats Charakter recht hatte (immerhin sind die beiden alte 
Bekannte). Er hatte recht, als er sagte, dass Arafats Wort nichts gilt und 
dass er kein Partner für ein Abkommen sein kann. Es stimmt, dass 
Arafat hier und da einen besonders mörderischen Anschlag verurteilt 
hat. Er tat dies wohl, um sich selbst vor Israels Vergeltungsschlägen 
oder vor internationaler Kritik, die im schaden könnte, zu schützen. 
Doch bis jetzt hat er nichts getan, was man vom Führer eines werdenden
Staates erwartet, nicht einmal, als er auf der Höhe seiner Macht in den 
Gebieten der PA stand. Er hat keine eindeutigen Anweisungen gegeben
- mit Unterstützung all der Kräfte, die er aufbieten kann-, um die 
Anschläge zu stoppen. Wenn Arafat den Terror den Verhandlungen 
vorzieht, so sind dies schlechte Nachrichten. Und wenn er den Terror 
beenden will, es ihm jedoch nicht länger möglich ist, dies zu tun, dann 
sind das auch schlechte Nachrichten. Wie man es auch betrachtet: 
Scharon lag mit seiner Aussage über Arafats Irrelevanz richtig. Der 
ranghohe Führer kann nicht einmal eine kümmerliche Auszeit nutzen, 
um zu prüfen, ob Scharons Versprechen hinsichtlich eines Friedens mit "schmerzhaften Konzessionen" ernst gemeint ist. Stattdessen bietet er 
Scharon die beste Entschuldigung der Welt, nicht einmal eine halbe 
Siedlung räumen zu müssen. All die Reden über "Reformen" sind 
"Schwachsinn", um einen ranghohen Offizier zu zitieren, wenn Arafat 
den Terror nicht unter Kontrolle bringen will oder kann.

Scharon, der auch kein Heiliger ist, begann die Idee zu verkaufen, 
Reformen in der PA müssten mit der Beseitigung Arafats beginnen. 
Doch auch wenn Arafat eine Plage ist, von der nichts im Koran 
geschrieben steht, zögert man doch damit, ihn zu entfernen. Israel 
möchte ganz sicher nicht in seine Liquidierung verwickelt werden. Und 
so stecken die arabischen Länder der Region im Schraubstock fest, 
weil Scharon eine Situation geschaffen hat, in der Israel auf alle Fälle 
der Mord an Arafat angehängt werden wird, selbst wenn dieser aufgrund 
eines Herzstillstandes in seinem eigenen Bett stirbt. Dies erklärt den 
gestrigen eiligen Rückzug aus Arafats Hauptquartier, nachdem die 
Armee dort aufgrund des Terroranschlages am Mittwoch eingedrungen 
war.

Seit den Tagen des Golfkrieges mögen Präsident Bush und seine 
Mitarbeiter Arafat nicht. Doch freundlich gesinnte arabische Länder und 
die EU bestehen darauf, dass Arafat in jedes Übereinkommen involviert 
werden muss, selbst als symbolische Gestalt oder als Führer eines 
Staates auf Rädern. Es ist ja nicht Arafat, der an oberster Stelle von 
Bushs nationaler Agenda steht, sondern der Irak. Was unser Thema 
betrifft, ist die US-Regierung in zwei Seiten gespalten: da ist Powells 
Seite, die auf eine Prinzipienerklärung drängt, die einem auf den 
Grenzen von 1967 basierenden Abkommen folgen soll. Und da ist die 
Einstellung der Garde von Papa Bush, Cheney und Rumsfeld, die sagt: 
Zur Hölle mit den Arabern und Europäern, wir schaffen den Irak auch 
ohne sie. Der US-Kongress steht bezüglich des Kampfes gegen den 
Terror vollkommen hinter Israel. Im November werden Kongresswahlen 
stattfinden und die Stimmen der Juden sind wichtiger denn je. Diese Prinzipienerklärung, die dazu dienen soll, den Konflikt in unserer Region beizulegen, ist also offensichtlich etwas, in das Bush - strampelnd und 
schreiend- hineingezogen wird.

Scharon reist nicht nach Washington, um ein Ultimatum vorgesetzt zu 
bekommen, sondern er reist als jemand, dessen Meinung wichtig ist, 
um nach den Konsultationen der arabischen Partner aus der Region, 
den endgültigen Standpunkt des Präsidenten zu formen. Wenn man das gemeinsame Interesse an der Terrorbekämpfung betrachtet, ist es keine
 gute Zeit für die Bush-Regierung, Druck auf Israel auszuüben. Doch weil 
Arafat in Washington derzeit ein Tabu ist, ist es für Scharon besonders 
wichtig, an seine Verantwortung, die er als Premierminister und als problematischer Freund trägt, zu denken und mit einer Menge 
Zuckerbrot zu diesem Treffen ins Weiße Haus zu gehen, damit Bush das 
Gefühl bekommt, Scharon hat noch etwas anderes zu bieten als das 
Mantra der Beseitigung Arafats. Scharon wird eine Speisekarte - 
eigentlich eine Preisliste - präsentieren müssen, die alles auflistet, was 
er bereit ist aufzugeben und was er dafür haben möchte, angefangen 
vom Räumen von Siedlungen bis zur Markierung der Grenze, wie er sie 
sich vorstellt. Bush muss das Gefühl bekommen, dass Scharon ihm 
etwas bieten kann, das das Eis bricht. Scharon kann es sich nicht 
leisten, als Schwarzmaler oder als Golda Meir in Hosen betitelt zu 
werden. Sicherheitszäune, Operation Schutzwall Nr. 2, 3 und 4, erneute Besetzung von Gaza? Dies sind nicht die Wege, die zu unserem Heil 
führen.

©2001 nahostfocus.de

08.06.02

Schützenhilfe für Möllemann

In Hamburg demonstrierten Rechtsextreme mit Plakaten die die Aufschrift trugen "Solidarität mit Möllemann". Die Geister die ich rief...

08.06.02

Der Terror hört nicht auf

Palästinensische Terroristen haben in der Nacht in der nördlich von Hebron gelegenen Ortschaft Karmeh Zur 3 Menschen getötet. Die Attentäter erschossen Ejal und Jael Sorek und ihren Mann in deren Wohnwagen. Jael war im 9 Monat schwanger; dieses ungeborene Leben wurde durch den Terroranschlag ebenfalls ausgelöscht. Mindestens 5 weitere Israelis wurden zum Teil schwer verletzt. Dieses grausame Verbrechen zeigt welch' verheerende Auswirkung die permanente internationale Kritik an dem von der israelischen Regierung genehmigten Bau von Wohnungen in den sog. "Siedlungen" hat. Ein Haus mit festen Mauern bietet  möglicherweise Schutz vor den Schüssen der Mörder - die Wände von Wohncontainern und provisorischen Bauten nicht wie sich an diesem Tag wieder unter Beweis gestellt hat.

In der Nähe von Rafah im Gazastreifen wurden Opfer verhindert, als zwei Hamas Mitglieder beim Anbringen einer Bombe starben; die Bombe war offensichtlich zu früh explodiert.

Ein weiterer Anschlag konnte verhindert werden, als ein mit Handgranaten und Gewehren bewaffneter Palästinenser versuchte über das Meer die jüdische Ortschaft  Dogit im Gazastreifen zu erreichen. Er wurde von der israelischen Marine rechtzeitig entdeckt und abgefangen.

In Samaria in der Ortschaft Jitzhar verletzte ein Terrorist vier Bewohner.

07.06.02

Beerdigung nach Terroranschlag   

Eine düstere Stimmung herrschte am Donnerstag in Hadera, wo neun der 17 Opfer des Terroranschlags vom Vortag beerdigt wurden. Im sonst so beschäftigten Stadtinneren waren viel weniger Menschen unterwegs als an anderen Tagen. „Hadera ist heute wie eine Geisterstadt“, sagte ein Falafelverkäufer aus dem nahen Dorf Jisr a-Zarka. Und fügte hinzu: „Nach einem Terroranschlag ist es immer etwas ruhiger, aber dieses Mal scheint die ganze Stadt auf dem Friedhof zu sein. Mein Boss ist auf der Beerdigung einer getöteten entfernten Verwandten. Er hat mich hier allein gelasse, mit kaum etwas zu tun.“ „Guck in die Gesichter der Menschen, die hier rumlaufen – keiner lächelt. Hadera ist nicht mehr die selbe Stadt. Das letze Jahr war schwer für uns. Es gibt kaum noch kulturelle Aktivitäten, jeder bleibt zu Hause, wenn er kann. Ich gehe mit meinen Kindern aus Angst vor Terroranschlägen nicht mehr auf den Hauptstraßen“ so Pazit Amit, die Mutter von zwei Kindern. Amit Reisel ist auch aus Hadera. Im Juli wollte er heiraten und überlegte sich schon seine Worte über seine Familie, darunter Bruder Dotan, für die Hochzeitsrede. Auf der Beerdigung seines 22 Jahre alten Bruders sagte er nun die liebevollen Worte unter Schock: „Wer hätte geglaubt, dass ich Deine Trauerrede halten würde. Ich wollte auf einer anderen Bühne über Dich reden, auf meiner Hochzeit.“ Auf dem Militärfriedhof von Hadera hatten sich Hunderte Trauergäste versammelt. „Photographen sind auch hier, sie nehmen Deine Beerdigung anstelle meiner Hochzeit auf. Ich werde dich nie vergessen...I love you,“ so Amit zu seinem Bruder, der unter den 17 Opfern vom Mittwoch war. In Hadera wurde außerdem der 50 Jahre alte Rechtsanwalt, Tzion Agmon, beerdigt. Am Mittwoch hatten er und sein Sohn Yuval gemeinsam den Bus 830 bestiegen. Weil der Bus voll war, saßen sie getrennt. Tzion saß vorne und Yuval im hinteren Teil des Busses. „Als ich im Krankenhaus lag“, so der leichtverletzte Yuval, „fragte ich, wo meine Mutter sei, man sagte mir, dass sie im Stau stecke. Aber ich wußte sofort, wo sie in Wirklichkeit war: in der Leichenschauhalle, um meinen Vater zu identifizieren.“ Tzion Agmon arbeitete als Staatsanwalt und war in mehreren Wohlfahrtsorganisationen aktiv. (Quelle: mehrere Berichte der JERUSALEM POST) 

(c)/ Quelle: Botschaft Israels/ Berlin, Jerusalem Post

07.06.02

Terrorintifada, High-Tech-Krise und Krise im Tourismus: Die Arbeitslosigkeit steigt

Das Zentralbüro für Statistik hat am Mittwoch verlautbart, dass in Israel derzeit 270.000 Personen ohne Arbeit sind. Das ist ein Rekord-Hoch, wie HA’ARETZ berichtete. Nach den vorliegenden Zahlen betrug die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2002 bei Männer 10.6 % und 10.7 % unter Frauen.  

07.06.02

Interessante Studie zur Nahostberichterstattung

Das Israel-Bild in der Berichterstattung deutscher Printmedien zum Nahost-Konflikt – Eine Studie des Duisburger Instituts für Sprach und Sozialforschung (DISS) im Auftrag des American Jewish Committees kommt zu interessanten Analysen. Eine Kurzfassung lesen Sie unter dem nachfolgenden Link:

Die Nahostberichterstattung deutscher Medien

07.06.02

Busfahrer überlebt vierten Anschlag

Für den 60-jährigen Busfahrer Michael Ar´el, der beim jüngsten Busattentat nahe Megiddo mittelschwer verletzt wurde, war dies der vierte Terroranschlag, den er überlebte. "Die jungen Soldaten, die ich täglich fahre, lagen auf einmal verstreut um mich, und schrieen um Hilfe", erzählt Michael mit Tränen in den Augen von seinem Krankenbett aus. "Ich habe in drei Kriegen Israels mitgekämpft, aber so etwas Schreckliches habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Ich versuchte, wie auch andere, die verletzten Soldaten aus dem brennenden Bus herauszuziehen." Gestern und heute (Freitag) wurden die 17 Israelis beerdigt, 13 davon waren junge israelische Soldaten. Die israelische Tageszeitung Jediot Achronot zeigte Bilder von jubelnden Palästinensern, die im 100 Meter entfernten Megiddo-Gefängnis in Haft sitzen und durch den Zaun den brennenden Bus beobachten konnten.

Im Gazastreifen gab die Mutter des palästinensischen Selbstmordterroristen, Um Nidal, der saudischen Zeitung "A-Sharq al Awssat" ein Interview, in dem sie ihren 17-jährigen Sohn Mohammed für seine Tat bei Megiddo lobte. "Ich bin auf meine vier Söhne stolz, die ich alle erzogen habe, um gegen Israel Terroranschläge zu verüben", so Um Nidal aus Gaza.

(c)/ Quelle: NAI

06.06.02

Solidaritätsreise nach Israel "Komm mit"

Israel braucht Solidarität gerade in dieser schwierigen Zeit. Wer jetzt nach Israel kommt, beweist dadurch seine Freundschaft mit dem jüdischen Staat, wie es Pinny Millo, stellvertretender Staatssekretär aus dem Tourismusministerium in Jerusalem benannte.

Die Herausgeber der empfehlenswerten "Israel Heute" bieten in der Zeit vom 1. bis 9. September 2002 eine attraktive und interessante Solidaritätsreise zu einem attraktiven Reisepreis an. Nähere Informationen unter: 

Israel Heute - Christen an der Seite Israels e.V.
Berliner Str. 12, 34289 Zierenberg
Tel. 05606/3759, Fax 05606/1000
e-mail: Israel-Heute@t-online.de

06.06.06

 

"Eine historische Bewusstlosigkeit"  
Jürgen Möllemann hätte die unrühmliche Vergangenheit seines FDP-Landesverbandes studieren sollen, sagt der Historiker Norbert Frei

WELT am SONNTAG: Jürgen Möllemann ist mit seinen Äußerungen gegen Israel und gegen Michel Friedman nach rechts außen gedriftet. Überrascht das den Zeithistoriker?

Norbert Frei: Wenn man die Geschichte der FDP kennt, dann hatte man in den letzten Tagen durchaus Déjà-vu-Erlebnisse.

WamS: Sie spielen darauf an, dass die FDP in ihren Anfangsjahren nach dem Krieg weit rechts stand?

Frei: Das galt besonders für die FDP an Rhein und Ruhr, also für Möllemanns heutigen Landesverband. Dessen stramm rechte Führung machte Anfang der 50er Jahre dem so genannten Gauleiter-Kreis, einer Gruppe harter, hochrangiger Nationalsozialisten, ein regelrechtes Unterwanderungsangebot. Seinen Ausdruck fand dieses Projekt im nationalistischen "Deutschen Programm" der FDP, das eine große Sammlungsbewegung rechts von den Unionsparteien anstrebte. Dieses Vorhaben scheiterte erst, als die britische Besatzungsmacht die Häuptlinge des Gauleiter-Kreises 1953 verhaftete.

WamS: In diesem Wunsch nach Größe sind gewisse Parallelen zum heutigen 18-Prozent-Anspruch erkennbar. Trotzdem kann man Möllemann nicht für die Vorgänge in der FDP von 1952 verantwortlich machen.

Frei: Natürlich nicht. Aber was auffällt, ist seine demonstrative historische Bewusstlosigkeit. Ich habe den Eindruck, dass in der FDP das Wissen über die Vergangenheit der Partei ziemlich unterentwickelt ist. In der liberalen Selbstbespiegelung kommen die trüben 50er Jahre kaum vor. Aber ein nordrhein-westfälischer Parteivorsitzender sollte die Geschichte seines eigenen Landesverbandes kennen - und eine entsprechende Sensibilität an den Tag legen.

WamS: Der eigene Landesverband scheint das Möllemann bislang nicht übel zu nehmen. Aber in anderen Landesverbänden wird nach und nach Unmut und Kritik laut.

Frei: Es ist schon sehr interessant zu sehen, dass man die unterschiedlichen regionalen Traditionen der Liberalen auch noch in dieser aktuellen Diskussion wiedererkennen kann. So sind ja Möllemanns heftigste Widersacher in der südwestdeutschen FDP zu finden. Und die erste, die sich ihm in dieser Affäre entgegen stellte, war Hildegard Hamm-Brücher, eine der großen Figuren des sozialliberalen Freiburger Aufbruchs.

WamS: Worin genau besteht der politische Fehltritt Jürgen Möllemanns?

Frei: Es gehört zu den wichtigen Leistungen unserer politischen Kultur nach 1945, dass es gelang, den Antisemitismus politisch zu stigmatisieren. Das hat bis in die Gegenwart hinein funktioniert: Wenn Amtsträger demokratischer Parteien sich antisemitisch geäußert haben, dann endete das mit dem Hinauswurf aus der Partei oder wenigstens mit dem Rücktritt von allen Funktionen. Das war eine Art politisch-moralisches Grundgesetz der alten Bundesrepublik, das von den demokratischen Lizenzparteien der ersten Stunde entwickelt worden ist und sozusagen als normative Grenzmarkierung gegenüber dem Nationalsozialismus funktioniert hat.

WamS: Von einem Hinauswurf Möllemanns oder ähnlich drastischen Sanktionen war aber bislang nicht die Rede.

Frei: Was mich am meisten irritiert, sind die verhaltenen Reaktionen der politischen Klasse überhaupt - sieht man einmal ab von den Kalkulationen der Wahlkämpfer. Und dieses Ausbleiben eindeutiger Reaktionen wird nun von manchen sogar als befreiender Tabubruch gefeiert. Ich würde eher von einem Normenverfall sprechen.

WamS: Wo ist da der Unterschied?

Frei: Es wird so getan, als wäre man in der Bundesrepublik bisher daran gehindert worden, sich offen und kritisch zu äußern - was ein absoluter Unfug ist. Selbst der Antisemitismus war in der deutschen Gesellschaft - leider - nie verschwunden, also kann man auch nicht von Tabubruch sprechen.

WamS: Sie sagen Normenverfall. Wann wird die Bundesrepublik ganz ohne diese Normen auskommen müssen?

Frei: Vielleicht ist die Tatsache, dass sich Möllemann zwei Wochen lang so äußern konnte, ohne sich dafür Sanktionen einzuhandeln - vielleicht ist das schon ein Indiz dafür, dass sich die politische Kultur der Bundesrepublik zu lösen beginnt von ihrer festen normativen Begründung in der Erfahrung des Nationalsozialismus. Ich will das nicht hoffen, aber wissen werden wir das erst in ein paar Jahren.

WamS: Aber schon jetzt wurde heftig spekuliert, wie viel Prozent Wählerstimmen mit Möllemanns Auftritten zu holen sein könnten.

Frei: Es gibt in Deutschland einen mehr oder weniger festen Bodensatz von Antisemiten, aber die haben natürlich auch noch andere politische Interessen. Wenn eine demokratische Partei nun deren Antisemitismus im Wahlkampf bedient, dann ist das eine unerhörte Veränderung der politischen Kultur der Bundesrepublik. Beim Stimmenfang auf das antisemitische Potenzial zurückzugreifen - das hat sich bisher noch keine der staatstragenden Parteien getraut.

Das Gespräch führte Andreas Fasel.

Das Buch "Vergangenheitspolitik" von Norbert Frei ist erschienen bei C. H. Beck und dtv.

Das Deutsche Programm der FDP

Beim FDP-Bundesparteitag im November 1952 versuchte der rechte Parteiflügel unter Führung des nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Friedrich Middelhauve das nationalistische "Deutsche Programm" gegen das "Liberale Manifest" durchzusetzen - ohne Erfolg. Entstanden war das Machwerk im Büro des FDP-Landtagsabgeordneten Ernst Achenbach, der ehemalige SS-Größen beschäftigte.

 

 


05.06.02

Rückblick: Der Sechstagekrieg 1967

Elf Jahre nach der Suezkrise begann der ägyptische Diktator Nasser wieder einen Krieg gegen Israel, der als Sechstagekrieg in die Geschichte eingehen sollte. Die arabischen Länder konnten die Niederlage von 1948 nicht verwinden und rüsteten mit russischer Hilfe enorm auf. Ägypten, Jordanien, Irak und Syrien fühlten sich stark genug, das Volk Israel zu überfallen. Ende Mai 1967 erklärten diese Länder die totale Mobilmachung. Alle diplomatischen Bemühungen Israels in Europa und Amerika blieben erfolglos. Die Menschen in den USA, in Frankreich und in Deutschland gingen aber auf die Straße und demonstrierten für Israel. In Israel bildete sich eine Einheitsregierung. Am 5. Juni 1967, um 7.55 Uhr, begann dieser Krieg; er endete am 10. Juni 1967 um 14.30 Uhr mit der Eroberung von Kuneitra auf den Golanhöhen.

In diesen sechs Tagen eroberte Israel die gesamte Sinai-Halbinsel, Judäa und Samaria, den Gazastreifen und die Golanhöhen zurück. Am 7. Juni kam auch die große Wende für Jerusalem: In nur 55 Stunden eroberten die israelischen Fallschirmjäger die biblische Altstadt von Jerusalem zurück. Um die arabischen Moscheen und die christlichen Kirchen zu schonen, verzichteten die israelischen Truppen auf den Einsatz von schweren Waffen. Dadurch verloren sie jedoch im Nahkampf in den engen Gassen Jerusalems 183 ihrer besten jungen Soldaten. Aber das Ziel war erreicht: Nach fast 2000 Jahren gehörte dem Volk Israel nun wieder die gesamte, ungeteilte Hauptstadt Jerusalem mit dem Tempelberg und der Klagemauer. Der Kommandant der voranstürmenden und siegreichen Einheit meldete dem Brigadekommandanten: »Har Ha'Bayith B'Yadenu! - Der Tempelberg ist in unseren Händen!« Auch Ministerpräsident Levi Eshkol, Verteidigungsminister Moshe Dayan und Generalstabschef Yitzchak Rabin trafen an der Klagemauer ein. Seit dem Tode von König Salomo vor 3000 Jahren gab es nun wieder ein geeintes Reich Israel mit der Hauptstadt Jerusalem. Angesichts dieses Wunders blies Oberrabbiner Shlomo Goren das Schofarhorn und sprach die prophetischen Worte aus: »Wir sind in das messianische Zeitalter eingetreten!

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Die Klagemauer ist unser, wir werden sie nie aufgeben.« Und Professor Joshua Prawer von der Hebräischen Universität ergänzte: »Fast 2000 Jahre sollte dieses Volk auf seine Erlösung warten, um nun mit lauschenden Ohren die nahenden Schritte des Messias zu vernehmen!« Obwohl Israel 800 gefallene Soldaten und 2600 Verwundete zu beklagen hatte, schenkte Gott seinem Volk wiederum einen gewaltigen Sieg. Das ganze Land der Bibel von Dan bis Beer Sheva, vom Mittelmeer bis zum Jordan, einschließlich Jerusalem und den Golanhöhen, gab Gott seinem Volk zurück.

 

 

05.06.02


Antisemitismus in Russland

Tatiana Sapunova, eine 27 Jahre alte Russin, die von 
einer Explosion verletzt wurde, als sie an einer Straße vor 
Moskau ein anti-jüdisches Schild entfernen wollte, ist am 
Dienstag in Israel zur plastischen Chirurgie eingetroffen. 
Wie MA’ARIV berichtet, kommt die jüdische Gemeinschaft in 
Russland für alle notwendigen Behandlungskosten auf.

Sapunova fuhr auf der Kiev Autobahn außerhalb Moskaus, als 
die das Schild mit der Aufschrift „Tod den Juden“ erblickte. Sie 
hielt an, um den Schildpfosten aus dem Boden zu ziehen. Dabei 
löste sie eine Explosion aus, die ihr schwere Verbrennungen 
zufügte.

Die Israelische Botschaft in Moskau informierte Israel über 
Mängel in russischen Krankenhäusern und in Zusammenarbeit 
mit der Jüdischen Gemeinde Moskau wurde entschieden, 
Sapunova die Behandlung in Israel zu ermöglichen.

Der Vorfall nährte die Angst vor rassistischer Gewalt in 
Moskau, nachdem russische Skinheads mit einem „Krieg 
gegen Ausländer“ drohten. Einen Tag nach der Explosion, wurde 
ein jüdischer Junge in Moskau von Skinheads zusammen- 
geschlagen.

   

03.06.02

"Fall Möllemann"

Zum Anhören der Interviews ist jeweils der Realplayer erforderlich:

Henryk M. Broder: "Ein Kasper möchte Kanzler werden und scheut vor nichts zurück"
Heiner Geißler: "Politischer Schwachsinn"
Salomon Korn: "Es geht nur um Stimmenfang, egal was es moralisch kostet"

03.06.02

"Eine historische Bewusstlosigkeit"

In einem Interview mit der Welt am Sonntag attestiert der Historiker Norbert Frei der FDP bzw. dem NRW-Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann "eine historische Bewusstlosigkeit" und vermisst nötige Sensibilität zum Thema "Antisemitismus". Lesen Sie das interessante Interview im nachfolgenden Link:

Eine historische Bewusstlosigkeit

28.05.02

Und wieder weht der Wind von Auschwitz

Haaretz brachte gestern den Leserbrief von 60 Holocaustüberlebenden, die sich gegen die antisemitische Welle in Europa aussprechen

"Wir, eine Gruppe von Überlebenden des schrecklichen Holocaust, protestieren hiermit gegen die antijüdische und anti-israelische Welle des Hasses, die sich immer stärker in Europa und den islamischen Staaten ausbreitet.
1948 haben die Überlebenden den Staat Israel gegründet, auf dem Boden, von welchen wir vor 2000 Jahren gewaltsam vertrieben wurden.
Wir haben einen beispielhaften Staat gegründet, die einzige Demokratie im Nahen Osten, aber unsere arabischen Nachbarn haben sich nicht mit seiner Existenz abgefunden und uns in Kriegen und mit Terror bekämpft. Wir haben schwere Verluste hinnehmen müssen, unsere Feinde jedoch mit Hilfe Gottes bezwungen.
1993 unterzeichnete die israelische Regierung den Oslo-Vertrag. Der Vertrag sieht vor, dass die Palästinenser die Möglichkeit erhalten, die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) unter Führung des Terroristen Jasser Arafat zu gründen. Israel gab der PA Waffen und wirtschaftliche Hilfe. Große Teile unserer historischen Heimat wurden an Arafat übergeben.
Wie es auch der damalige Ministerpräsident, Itzhak Rabin, sagte, diese Maßnahmen beinhalteten viel Hoffnung und auch viele Gefahren. Sehr schnell stellte es sich heraus, dass jedes Stück Land, das an Arafat übergeben wurde, zu einem Stützpunkt für Terror gegen Israel wurde. Jüdische Zivilisten werden in Einkaufszentren, in Bussen, in Restaurants etc. ermordet und die Welt, vor Allem die EU und die UNO, unterstützen den Terror und sprechen Israel das Recht ab, seine Bürger zu schützen. Vor uns steht wieder das alte und bekannte Prinzip aus der Nazizeit: "Wer Juden tötet, ist immer im Recht."

Wir fordern, die Hasswelle gegen die Juden und den Staat Israel zu stoppen, und unser Recht auf unsere historische Heimat anzuerkennen. Wir rufen jeden vernünftigen Menschen mit Gewissen auf: Laßt den Hass gegen Juden nicht sein Unwesen treiben!

Quelle/ (c): Nahostfocus, Haaretz

27.05.02

Virtuelle Rundreise durch Israel  

Vom Online-Auftritt des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros aus können Sie eine Rundreise durch Israel antreten. Die bekanntesten Sights sind jetzt auch im Netz in 360° Perspektive zu sehen. Sie wählen Reiseziele und die Route und los geht’s... 

goisrael

21.05.02

CFI- Schavuoth-Konferenz in Jerusalem: Solidarität mit den Siedlern

Kurz vor dem jüdischen Schavuoth-Fest organisierte die Jerusalemer karitative Organisation "Christian Friends of Israel" eine Solidaritätsfahrt mit Besuchen von Bewohnern der jüdischen Ortschaften von Judäa und Samaria (die Begriffe "Siedler" und "Siedlungen" werden hier vermieden, da sie negativ belastet sind). Mit dabei im gepanzerten Bus waren zehn Deutsche, ein Team von "Christliche Freunde Israels - deutscher Zweig". Am ersten Tag sprach die Mutter von einem der zwei israelischen Jugendlichen zu uns, die in einer Höhle nahe Tekoa brutal niedergemetzelt worden waren. Die Nachricht ging damals um die Welt. Und doch war es sehr berührend, ein Gesicht zu dieser Nachricht zu sehen, ein persönliches Schicksal hinter einer Nachricht kennenzulernen. Die Mutter erzählte uns, sie habe sich mit ihrem Mann entschieden, keinen Hass und keine Bitterkeit zu dulden. Statt dessen gründete sie eine Hilfsorganisation, die Angehörigen von Terror-Opfern hilft. Sie erzählte auch, wie sehr ihr ihre Nachbarn geholfen hätten, als sie die ersten Tage nach der Tragödie nichts essen konnte.
Am zweiten Tag besuchten wir eine Familie mit 4 Kindern, die zusammen mit einer anderen Familie einen "Außenposten" einer Ortschaft in Judäa gegründet hat. Bewundernswert war der Glaube dieser Pioniere, die sich mit ihrem Land verbunden fühlen. Obwohl ihnen alle Schafe (70 Stück) gestohlen wurden, und die israelische Regierung sie nicht zurückholen konnte, da sie sofort ins "Gebiet A" gebracht wurden (alleinige palästinensische Kontrolle), und es einmal eine dreiviertel Stunde dauerte, bis ein Krankenwagen den aufgrund einer allergischen Reaktion unter Lebensgefahr stehenden Familienvater abholen konnte, sagen sie: "wir bleiben hier".
  Hemdat im Jordantal  Die sog. "Siedlungen" - das sind in Wirklichkeit Ortschaften und Städte mit z.T. 16 000 Einwohnern. Diese zu evakuieren, nur um Judäa und Samaria "judenrein" zu machen, ist eine wahrhaft verrückte Idee. Sie sind völkerrechtlich einwandfrei erbaut worden. Wenn man diese Ortschaften besucht, sieht man, dass sie auf wüstem und leeren Niemandsland erbaut wurden, und nicht, wie allgemein gelogen wird, das Land von den Arabern weggenommen wurde. In den wenigen Fällen, wo tatsächlich ein früherer arabischer Besitzanspruch nachgewiesen wurde, wurden diese Ortschaften inzwischen wieder aufgelöst. Israel ist eben ein demokratischer Rechtsstaat, der einzige im Nahen Osten. Die Annektion von Judäa und Samaria durch Jordanien 1948 wurde nur von England und Pakistan anerkannt. Inzwischen hat Jordanien alle Besitzansprüche aufgegeben. Die sog. Westbank nennt die Bibel "Berge Israels". Über sie heisst es in Hesekiel 36,1-2.8: "Weissage über die Berge Israels: "Weil der Feind über euch sagt: 'Haha' und: 'Die ewigen Höhen, sie sind uns zum Besitz geworden!' darum weissage und sprich: 'Ihr aber Berge Israels, ihr werdet für mein Volk Israel eure Zweige treiben und eure Frucht tragen'." (Weitere Infos über Unterstützung von "Siedlern": http://www.cfoic.com/ ) (Foto: auf dem Hügel die Ortschaft Hemdat im Jordantal, Foto cfoic.com)
   An beiden Tagen dieser Tour regnete es - äußerst ungewöhnlich für den Monat Mai in Israel! Viele sehen darin ein Gnadenzeichen Gottes in dieser so schwierigen Zeit, in der alles auf Israel schimpft.
Ein paar Tage später besuchten wir das Holocaust-Überlebenden- Erholungsheim der Marienschwestern in Jerusalem. Eine Schwester erzählte uns, Gott habe eine messianische Jüdin im Raum Haifa ihrer Bitterkeit gegenüber den Arabern überführt. Daraufhin hat diese Frau vor christlichen und moslemischen Arabern Buße getan über ihre Bitterkeit. Bei einer solchen Gelegenheit war eine junge Araberin, die ein Selbstmordattentat geplant hatte. Berührt von dieser Buße sah sie von ihrem Vorhaben ab.
Es gib viel Trauriges: die wenigen Touristen, die Sicherheits- beamten vor jedem Restaurant etc. Aber es gab auch sehr viel Ermutigendes: Ein brasilianischer Volontär, der in einer christlichen Touristeneinrichtung arbeitet, sagte mir, es kämen zur Zeit wenig Gruppen. Aber deutsche Gruppen würden weiterhin kommen, vor allem solche, die Israel ihre Solidarität zeigen wollen! Was mich persönlich sehr berührt hat waren die Vielzahl positiver Artikel über Christen in israelischen Tageszeitungen in den letzten Wochen!
Zurück auf dem Frankfurter Flughafen erwartete unser El-Al-Flugzeug zwei Panzer des Bundesgrenzschutzes und drei Polizeiautos. Auch bei der Gepäckausgabe standen zwei Polizisten. Die Flugzeuge von Saudi Arabien Airlines und Tunis Air, die uns entgegenfuhren, waren völlig ungeschützt. Zurück in der Realität! Wir leben in einer verkehrten Welt, war mein erster Gedanke. Jüdische Einrichtungen in Deutschland werden rund um die Uhr mit großem Aufwand bewacht. Ich kenne jedoch keine einzige palästinensische Einrichtung, die auch nur den geringsten Schutz bräuchte. In Judäa und Samaria sind jüdische Ortschaften hochgradig mit Stacheldraht etc. abgesichert, die arabischen Dörfer liegen völlig frei. Wer muss sich hier eigentlich vor wem fürchten? Wer ist hier eigentlich der Aggressor? Aber die Juden müssen mal wieder wie üblich als die Schuldigen herhalten. Dabei will Israel einzig und allein, dass seine Bewohner einigermassen in Frieden und Sicherheit leben können - das Recht jeden Staates, Israel wird es nicht zuerkannt. Verkehrte Welt!
Wie immer war es völlig ungefährlich, als Tourist in Israel zu sein. Fliegen Sie gerade jetzt nach Israel! Bis Mitte Juni gibt es ein Sonderangebot von El Al: Flug und 4 Hotel-Übernachtungen 500 EUR, buchbar in jedem Reisebüro. Die Menschen in Israel brauchen gerade jetzt unseren Zuspruch, unsere Ermutigung, unseren Besuch!

© Christliche Freunde Israels, http://www.cfri.de/

20.05.02

Anklage gegen die EU

Eine israelische Familie, die Opfer des Terrors geworden ist, hat heute in Tel Aviv Klage gegen die Europäische Union eingereicht. Die Familie Blumberg verlor durch eine palästinensische Heckenschützenattacke die Mutter von 5 Kindern Techiya Blumberg; der Vater Steven und die 14 Jahre alte Tochter Tziporah wurden schwer verletzt und ist heute an den Rollstuhl gefesselt. Massive seelischen Schäden sind bis zum heutigen Tag traurige Realität. 

Nunmehr hat die Familie die EU auf Schadenersatz in Höhe von 100 Millionen Shekel verklagt. Begründung: Obwohl die EU gewußt hätte, daß die gezahlten Gelder der EU z.T. an Terrorgruppen weitergeleitet worden seien, habe man die Palästinensische Autonomiebehörde finanziell massiv unterstützt - US-$ 10 Mio. pro Monat. Die Kläger wollen beiweisen, daß von diesen Geldern Unterstützung an die Force 17 und Tanzim geflossen sind.

Quelle: Arutz 

18.05.02

"The Jews took no one's land"

Der arabisch-amerikanische Gründer der Firma WorldNetDaily.com Josef Farah nimmt bei Arutz 7 zu der Behauptung Stellung, Juden hätten bei ihrer Rückkehr nach Israel den arabischen Familien Land weggenommen Stellung. Auszüge hiervon:
Als Mark Twain im 19.Jahrhundert das Heilige Land besuchte, war er sehr enttäuscht. Das Land war fast menschenleer und weitgehend Wüste. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts kamen Juden aus der ganzen Welt zurück in das verheißene Land, das Moses und Joshua erobert hatten.
Ein Reiseführer für Palästina und Syrien (erschienen 1906) schildert, daß sogar während der ottomanischen Herrschaft die moslemische Bevölkerung in Jerusalem minimal war. Das Buch beziffert die Bevölkerung Jerusalems mit 60.000 Einwohnern. 7.000 davon seien moslemischen, 13.000 christlichen und 40.000 jüdischen Glaubens gewesen. 
Nachdem die Juden in das Land zurückgekommen waren und das Land urbar gemacht hatten, die Wüste zurückgedrängt hatten und Sümpfe trockengelegt hatten kamen Araber in das Land. Sie suchten Arbeit, Wohlstand und Freiheit.  
Das Land wurde per UN-Beschluß in einen jüdischen und einen arabischen Teil aufgeteilt; die Juden akzeptierten diese Zuteilung dankbar. Die Araber wiesen diesen Beschluß zurück und erklärten dem neu gegründeten jüdischen Staat den Krieg. Hunderttausende von Arabern verloren durch diesen Krieg ihre Heimat - nicht durch eine israelische Aggression.
Es gibt viele Beispiele in der Vergangenheit, die zeigen, daß Juden und Araber in Frieden leben können. Tragischerweise haben die Menschen damals beschlossen, ihr Zuhause zu verlassen. 

Quelle/ (c): Arutz 7

 

 

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