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Live aus Israel - aktuelle Nachrichten hören (bitte Logo anklicken)

 

Jerusalem Post Radio

29.08.03

Gegen das Vergessen: KZ-Gedenkstätte in Dachau

Link:

Soll die Gedenkstätte Dachau verschwinden?

29.08.03

Israels Antwort auf palästinensische Terroranschläge

Link:

Israel setzt die Jagd unvermindert fort

29.08.03

Bush und Israel

Link:

Bush an der Wegscheide

Ergänzender Link zum Thema "USA":

Was sind die Neokonservativen?

28.08.03

Kassam-Rakete trifft Ashqelon 

 Palästinenser haben am Donnerstag mindestens vier Kassam-Raketen aus Beit Hanun/Gaza auf Israel abgeschossen. Davon landete eine im Industriegebiet im Süden der Stadt Ashqelon. Dies ist das erste mal, dass palästinensische Raketen so weit nördlich ins Landesinnere Israels hineinreichen. Eine Rakete landete in der Nähe der Bierbrauerei Carlsberg. Verletzte wurden nicht gemeldet. Über den Einschlagort der anderen drei Raketen ist noch nichts bekannt. Unter Berufung auf Angaben der Agentur AFP berichtete der israelische Rundfunk, die palästinensische Polizei hätte das Feuer auf den Wagen der Mitglieder des Hamas eröffnet, die die Raketen zündeten. Die Terroristen konnten jedoch entkommen. In Nablus im Westjordanland haben israelische Einheiten bei Einsätzen ein illegales Lager für Waffen und Sprengstoffe entdeckt, das sich in einem Wohnhaus verbarg. Es ist die dritte Bombenfabrik, die seit Beginn der Operation vor sechs Tagen von israelischen Soldaten aufgespürt wurde. In dem Lager wurden nach Armeeangaben automatische Waffen, mehrere Kilogramm Sprengstoff, Düngemittel (zur Herstellung von Bomben), chemische Substanzen, sowie Metallstücke und Schrauben gefunden. Die Sprengstoffe und Waffen wurden aus dem Lager gebracht und von der Armee kontrolliert gesprengt. (Ha’aretz)

28.08.03

PA friert Konten von Wohltätigkeitsorganisationen ein 

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat zahlreiche Konten von islamischen Wohltätigkeitsvereinen im Gazastreifen einfrieren lassen. Die Organisationen werden verdächtigt, Terrorgruppen finanziell zu unterstützen. Offenbar handelt es sich um mehr als 36 Konten. Die Maßnahme wurde am Donnerstag bekannt, als Hunderte Palästinenser Schecks einlösen wollten, die sie von den Wohltätigkeitsorganisationen erhalten hatten. Die Banken verweigerten die Auszahlungen. Auch den Vorsitzenden der Organisationen wurde der Zugriff auf die Konten verweigert. Seitens der PA liegt noch keine Stellungnahme vor. Die Maßnahme könnte jedoch Teil einer Kampagne gegen die radikalen Palästinensergruppen sein, heißt es in dem Bericht weiter. Unterdessen haben britische Behörden am Mittwoch alle Konten der palästinensischen Organisation "Interpal - Palestinian Relief and Development Fund" einfrieren lassen. Der Verein wird verdächtigt, die radikalislamische Terrorgruppe Hamas zu unterstützen, teilten britische Beamte mit. Untersuchungen zu dem Fall wurden eingeleitet. (Ha’aretz) Mehr dazu: Die Finanzquellen der Hamas-Organisation auf der Seite www.israel.de (Israel und der Nahe Osten/ Terror gegen Israel)

(c) Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit 

26.08.03

Evangelischer Pfarrer bewundert palästinensische Selbstmordattentäter

Link:

Freibrief für einen Sympathisanten

26.08.03

Abbas zu Hudna-Gesprächen im Gazastreifen 

Stunden vor dem fehlgeschlagenen israelischen Luftschlag traf der palästinensische Premierminister Mahmoud Abbas in Gaza ein, um mit Vertretern der islamischen Terrorgruppen, u.a. Hamas und Islamischer Dschihad, über eine neue Waffenstillstandsvereinbarung (arabisch Hudna) zu beraten. Während Ismail Hanije, Bürochef des geistlichen Leiters der Hamas-Bewegung, Scheich Achmed Jassin, erklärte, man werde Abbas treffen, um eine Strategie zu entwickeln, welche die (eigenen) Leute unter den gegebenen Umständen schützen solle, lehnt der militärische Flügel der Hamas jegliche Hudna-Vereinbarungen ab. Israelische Vertreter haben wiederholt erklärt, an einem sog. Waffenstillstand unter den bisherigen Bedingungen nicht interessiert zu sein. Während der letzten von den Palästinensern einseitig erklärten „Waffenruhe“ wurden 27 Israelis ermordet und Hunderte verletzt. Unterdessen kritisierte die US-Regierung die Ernennung von Jibril Rajoub zum nationalen Sicherheitsberater von Palästinenserführer Jassir Arafat. Nach Einschätzung der Amerikaner unterminiert Rajoubs Einsetzung Bemühungen der PA, gegen die Terrorinfrastruktur vorzugehen und insbesondere alle palästinensische Sicherheitsdienste unter die Kontrolle von Premierminister Abbas zu bringen. Bisher haben sich nur drei der zwölf Sicherheitsdienste der neuen PA-Regierung untergeordnet, während die restlichen Arafat die Treue schwören. Rajoub war früher Leiter des palästinensischen Geheimdienstes in Judäa und Samaria. Es wird erwartet, dass er dem palästinensischen Sicherheitsminister Mohammed Dahlan und Abbas weitere Steine in den Weg legen wird. 

26.08.03

Zionismus durch Bobfahren – Israels erstes Bobteam auf dem Weg nach Olympia 

Aaron Zeff (34) und Dr. John Frank (41) aus San-Francisco wollen es wissen: Die Hürden israelischer Einwanderungsbürokratie und selbst ein gebrochenes Rückgrat konnten die beiden Juden aus Kalifornien nicht davon abhalten, ihren Traum zu verfolgen – Israel bei den nächsten olympischen Spielen (2004) zu vertreten, als erstes Bobteam des Landes. Die Faszination am Bobfahren fand ihren Anfang vor dem Fernseher. Die olympische Disziplin ließ beide einfach nicht mehr los. Bei einem gemeinsamen Skiurlaub im kanadischen Calgary vor ein paar Jahren überredete Zeff seinen Kumpel, einen Abstecher zu einer Bobbahn zu unternehmen. Dort trafen sie auf den aus Neuseeland stammenden Trainer Ross Dominikovich, der auf einen Blick das Potential der beiden erkannte. Zeff, der früher F-4-Kampfflugzeug der amerikanischen Luftwaffe flog, verfügt über die erforderlichen Reflexe und die psychische Stärke, einen Bobschlitten mit mehr als 140km pro Stunde über die Eisbahn zu manövrieren. Frank, ein ehemaliger Rugby-Star und plastischer Chirurg, der mehr als 110kg auf die Waage bringt, hat die nötige Antriebskraft und gibt einen exzellenten Bremser ab. Nach viel Überredungskunst und Schreibarbeit erhielten beide neben ihre amerikanischen auch die israelische Staatsbürgerschaft sowie grünes Licht der zuständigen israelischen Stellen, letzten Winter mit dem Training in Kanada zu beginnen. Zeffs Rückgratbruch auf der Eisbahn, der in wenigen Monaten verheilt sein wird, konnte die beiden ebenso entmutigen wie die notorischen Vergleiche mit dem berühmten aber erfolglosen Bobteam aus Jamaika. Von letzterem distanzieren sich Zeff und Frank allerdings klar und deutlich: Weder wollen sich die ehrgeizigen Sportler Rasta-Frisuren wachsen lassen noch als beliebte Verlierer enden. „Sie kamen zu den olympischen Spielen und machten eine Bruchlandung. Wir wollen wirklich konkurrenzfähig sein – und ich denke wir sind es auch“, so Frank. Das Ergebnis des Alberta Cups in diesem Februar gibt den beiden Recht: Zeff und Frank setzten sich in einem Durchlauf gegen Olympiateams aus Armenien, Brasilien und Kanada durch, im zweiten Durchlauf belegten sie den zweiten Platz. 

(c)/ Quelle: ICEJ

26.08.03

Aussenminister Silvan Shalom: "Arafat ist Friedenshindernis" (Focus 35/03)

Shalom: „...Erinnern Sie sich an den schrecklichen Discotheken-Anschlag in Tel Aviv? Wir bekamen Anrufe von Führern aus aller Welt, dass wir nicht reagieren sollten, da Arafat sein Volk aufrufe, dem Terror abzuschwören. Ich bin zu dem Schluss gelangt, dass es keine Hoffnung auf Frieden mit den Palästinensern gibt, solange Arafat an der Macht ist. Er ist ein Friedenshindernis.“ FOCUS: „Wie will Israel die Road Map noch retten?“ Shalom: „Sollen die Palästinenser erst einmal damit anfangen, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Nehmen wir an, sie sperren zwei Hamas-Führer ein. Dann wird jeder applaudieren. Das ist doch Unsinn. Wir brauchen eine 100-prozentige Anstrengung. Trainingscamps, Laboratorien müssen geschlossen, Raketen konfisziert werden...“ Ganzes FOCUS-Interview mit dem Außenminister: www.israel.de 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

25.08.03

Gefangenenaustausch: Deutscher Vermittler trifft Tannenbaum

Der Geheimdienstkoordinator der deutschen Bundesregierung Ernst Uhrlau vermittelt bei Austausch-Verhandlungen zwischen der shiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon und dem Staat Israel. Ein Gefangenenaustausch steht nach Worten des israelischen Außenministers offenbar kurz bevor. Vor einigen Tagen traf Uhrlau den israelischen Staatsbürger Oberst d. Res. Elhanan Tannenbaum, der von der Hisbollah seit dem 15. Oktober 2000 im Libanon festgehalten wird. Uhrlau sagte, Tannenbaum befinde sich in einem den Umständen entsprechenden Zustand. Der Besuch war Teil der Abmachungen zwischen Israel und der Hisbollah. Am Montag übergab Israel an der israelisch-libanesischen Grenze zwei Leichen von Hisbollah-Kämpfern an das Rote Kreuz. Die beiden Männer wurden auf einem israelischen Friedhof für feindliche Soldaten exhumiert und am Dienstag in südlibanesischen Dörfern beigesetzt. Sicherheitsquellen nannten die Übergabe der Leichen eine „vertrauensbildende Maßnahme“, von der man sich nicht nur Informationen über Tannenbaum verspreche. Auch von drei weiteren von der Hisbollah entführten Soldaten hofft Israel auf Lebenszeichen. Die Hisbollah hofft im Gegenzug auf die Rückkehr von 16 libanesischen Gefangenen, die sich in israelischen Gefängnissen befinden, unter ihnen die Islamisten Sheich Abd al Karim Obeid und Mustafa Diani. Israel hatte die beiden 1994 entführt, um Informationen über das Schicksal des seit dem 16. Oktober 1986 im Libanon verschollenen israelischen Piloten Ron Arad zu erzwingen. (Ha’aretz)

25.08.03

Informations- und Begegnungsreise des Keren Hayesod

Vom 15. bis 22. September 2003 veranstaltet der Keren Hayesod (Vereinigte Israel Aktion) eine Informations- und Begegnungsreise nach Israel. Die Reise gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, die Erfolge der vielfältigen Tätigkeiten des Keren Hayesod direkt vor Ort zu sehen und zu erleben. Insbesondere während der schwierigen letzten drei Jahre, in denen Israel sich in einer Wirtschafts- und Sicherheits-Krise befindet, sind durch die Unterstützung von Keren Hayesod viele Hilfsprojekte in Israel ermöglicht worden, z.B. durch Geldspenden für die Stiftung für Terror-Opfer und Ausrüstungen für Rettungsdienste wie ZAKA, die grundlegende Such- und Rettungsaufgaben durchführen. Die Reiseteilnehmer haben Gelegenheit, die von Keren Hayesod unterstützten Projekte kennen zu lernen und mit Betroffenen zu sprechen. Des Weiteren stehen Treffen mit israelischen Abgeordneten und Armeeangehörigen auf dem Programm. Die Reise bietet eine gute Möglichkeit, Land und Leute in der gegenwärtigen Situation hautnah zu erleben. Nähere Informationen: Keren Hayesod, Querstr. 4, 60322 Frankfurt, Tel: +49 (69) 6109380, kh.ffm@keren-hayesod.de 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

22.08.03

 „Arafat trägt die Verantwortung" - von Ze'ev Schiff, Ha'aretz, 22. August 2003 

„Im Anschluss an die gestrige gezielte Tötung des ranghohen Hamasführers Ismail Abu Shanab können wir eine Eskalation von militärischen Aktivitäten erwarten, bei der Israel und die Hamas Schläge austauschen werden. Und die Person, die den größten Einfluss darauf hat, wie lang diese Periode dauern wird, ist nicht der palästinensische Premierminister Mahmud Abbas, sondern der PA-Vorsitzende Yasser Arafat. Dieser hatte am Mittwoch noch vor Israels Schlag gegen Abu Shanab die Bitte zurückgewiesen, die Kontrolle über zwei wichtige PA-Sicherheitsdienste an Abbas und seinen Sicherheitschef Mohammed Dahlan zu übergeben. Arafat vertagte auch die Besprechung über einen Plan, der ihm von Abbas und Dahlan zum Vorgehen gegen den Hamas und den Islamischen Jihad infolge des Selbstmordanschlages am Dienstag in Jerusalem, vorgelegt worden war (...). Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Hamas, der gestern ein Ende der Feuerpause verkündete, nun versuchen wird, an unterschiedlichen Fronten gegen Israel zu kämpfen. Absurd ist, dass der Anschlag in Jerusalem, der 20 Menschen tötete, und ein weiteres Selbstmordattentat der letzten Woche, das weniger Opfer forderte, vom Hamas als Teil der Feuerpause angesehen werden. Während der Wochen des Waffenstillstandes, in denen weder die Israelischen Verteidigungskräfte noch die Sicherheitsdienste der PA gegen den Hamas vorgingen, hat diese Organisation ihre Stärke und ihre Fähigkeiten wieder aufgebaut. Nun wird sie zweifellos versuchen, Kassam-Raketen und Mörsergranaten auf israelische Städte zu schießen, Bomben an Straßenrändern zu zünden, Hinterhalte auf den Straßen im Gazastreifen zu legen und israelische Siedlungen anzugreifen. Natürlich wird sie auch versuchen, mehr Selbstmordanschläge durchzuführen. Und sie wird versuchen, den Islamischen Jihad und Fatah-Zellen dazu zu bewegen, sich derlei Aktionen anzuschließen. Die Erklärung, die gestern von Dahlans Sprecher abgegeben wurde und in der gesagt wurde, dass Dahlan vorgehabt hätte, gegen den Hamas vorzugehen, diesen Plan jedoch wegen der Ermordung Abu Shanabs aufgegeben hätte, wurde in Israel mit Verachtung aufgenommen. Warum hat Dahlan nicht früher gehandelt? Warum hat er wiederholt gesagt, er habe nicht die Absicht, gegen die terroristische Infrastruktur vorzugehen? Dahlans Organisation tat während der eineinhalb Tage, die dem Attentat in Jerusalem folgten, absolut nichts. Dies hat die Israelische Verteidigungskräfte dazu bewegt, zu handeln. Der palästinensische Sicherheitsplan, der angeblich jetzt erst „eingefroren" wurde, befand sich tatsächlich schon seit langem im Gefrierfach, obwohl Israel Dahlan wiederholt gewarnt hatte, dass sein Nichtstun möglicherweise im Desaster enden werde. Letzte Woche bewies der präventive Sicherheitsdienst der PA, dass er handeln kann, wenn er will. Nachdem ein mit einem Sprengstoff versehenes Fahrrad neben das Büro des Sicherheitsdienstes gestellt worden war, verhaftete dieser sofort die dafür verantwortlichen Mitglieder des Islamischen Jihad. Zwei der Verhafteten wurden bei einem Feuergefecht, das während dieser Verhaftungsoperation stattfand, verwundet. Als die USA und Israel nach dem Anschlag vom Dienstag Abbas und Dahlan dazu gedrängt hatten, gegen die terroristische Infrastruktur vorzugehen, baten die beiden erst einmal um Zeit, um das Kabinett der PA einzuberufen. Dann sagten sie, sie müssten den Plan dem Vorstand der PLO vorlegen, welcher von Arafat angeführt wird. Doch Arafat genehmigte den Plan nicht und sagte stattdessen, man müsse ihn erneut erörtern. All dies geschah vor der gezielten Tötung von Abu Shanab. Während dieses Treffens wurde Arafat auch gebeten, die Kontrolle von zwei wichtigen Sicherheitsorganisationen zu übergeben. Es handelte sich hierbei um den Nationalen Sicherheitsdienst und um den Allgemeinen Geheimdienst, über die Arafat immer noch die Kontrolle hat, obwohl der Reformplan der PA gefordert hatte, alle Sicherheitsdienste unter Abbas‘ Kontrolle zu stellen. Arafat hatte erwidert, dass er diese Forderung erst eingehend bedenken müsse. Wie gewöhnlich weigerte er sich nicht gänzlich. Doch er gab auch nicht die Zustimmung. Es ist unmöglich vorherzusehen, wie lange die Periode der Eskalation, in die wir nun eintreten werden, dauern wird. Die Amerikaner werden sicher versuchen, sie abzukürzen, sowohl durch diplomatische Aktivitäten als auch durch die Ausübung von Druck. Israel hat Washington darüber informiert, dass es sich weiterhin dem diplomatischen Prozess verpflichtet fühlt. Doch es sieht keine Möglichkeit eines Erfolgs dieses Prozesses, wenn nicht gegen die terroristische Infrastruktur vorgegangen wird. (...)“ 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

22.08.03

Opfer des Terroranschlags vom Dienstag identifiziert 

Bis Donnerstag war die Identifikation fast aller 20 Todesopfer des verheerenden Selbstmordattentats vom Dienstag abgeschlossen. Unter ihnen befanden sich sowohl Israelis als auch Amerikaner, oft mehrere Mitglieder derselben Familie. Goldie Taubenfeld (43) eine orthodoxe Jüdin aus den USA und 13fache Mutter verlor zusammen mit ihrem jüngsten Sohn, dem fünfmonatigen Schmuel ihr Leben. Ehemann Moische, Lehrer an einer religiösen Schule (Jeschiwa) verbrachte den Abend des Attentats damit, verzweifelt von Krankenhaus zu Krankenhaus zu rennen, bis er vom Tod seiner Ehefrau erfuhr. Schmuels Tod wurde am Mittwochnachmittag bestätigt. Seine 15jährige Schwester Barscheva erlitt Verletzungen, ihr Zustand ist stabil. Drei weitere Amerikaner starben durch die Hand des Selbstmordattentäters, die dreijährige Tehilla Nathanson, deren Mutter Chani verletzt wurde, Mordechai Reinitz (47) und sein Sohn Jitzhak (9), die letzteren verfügten sowohl über die amerikanische als auch die israelische Staatsbürgerschaft. Auch Familie Zargari aus Jerusalem bezahlte einen furchtbaren Preis für ihren Besuch an der Westmauer: die Bombe tötete den kleinen Schmuel (11 Monate alt), die Eltern Nava und Ja’akov sowie ihre beiden Töchter landeten verletzt im Krankenhaus. Einer ihrer drei Söhne wurde leicht verletzt, der zweite entkam dem Anschlag ohne einen Kratzer, der dritte war nicht mit an die Klagemauer gekommen. Nur der älteste Sohn (14) war auf der Beerdigung von Schmuel am Mittwochnachmittag anwesend. Mutter Nava erfuhr vom Tod ihres Jüngsten erst am selben Nachmittag. Lilach Kardi (22), im achten Monat schwanger und Mutter eines einjährigen Babys, betete jeden Tag an der Westmauer. Nach dem Tod ihrer Eltern vor sechs Jahren kümmerte sie sich um ihren jüngeren Bruder (14). Er war auf ihrer Beerdigung in Netanjah anwesend. Hava Nehama Rechnitzers Leben endete kurz vor einem der wichtigsten Ereignisse in ihrem jungen Leben – in drei Monaten wäre die 19jährige vor den Traualtar getreten. Abraham Bar Or (12) und Elischeva Meschulam (16) wurden ebenfalls am Mittwoch in Jerusalem beerdigt. Einige der verletzten Krankenhauspatienten sind noch nicht alt genug zum Sprechen, andere suchten verzweifelt nach vermissten Familienmitgliedern. Ein einmonatiges Baby, das ins Hadassa-Krankenhaus eingeliefert worden war und nur anhand seines Gewichtes identifiziert werden konnte, wurde später mit seiner Mutter wiedervereint. Sie selbst befand sich verletzt in einem anderen Hospital und verbrachte Stunden furchtbarer Ungewissheit, bevor sie erfuhr, dass ihre fünf Kinder „nur“ verwundet worden waren. Am Donnerstag lagen noch 33 Opfer im Krankenhaus, neun von ihnen in ernstem Zustand. Wie durch ein Wunder überlebte ein dreimonatiges Baby, das unter blutverschmierten verkohlten Leichen begraben war, den Anschlag. Durch sein Weinen wurde ein Rettungssanitäter aufmerksam. „Aus diesem furchtbaren Inferno blutiger, verbrannter Leichen hob ich ein Baby auf, lebendig und unverletzt“, erinnerte sich Meschi Sahav, Direktor von Zaka, der Organisation, die Opfer von Terroranschlägen identifiziert.

22.08.03

Prozess gegen Bruce Balfour im Libanon beginnt 

Der Prozess gegen Bruce Balfour, einen kanadischen Geistlichen, der an einem Aufforstungsprojekt der Zedernwäldern im Libanon arbeitete, begann am Mittwoch vor einem Militärgericht im Libanon. Balfour ist der Spionage für Israel angeklagt. „Mein Mandant ist unschuldig“, so George Assaf, Balfours Verteidiger. „Es handelt sich nicht um ernstzunehmende Vorwürfe“. Balfour war am 10. Juli bei seiner Ankunft am Beiruter Flughafen verhaftet worden, nachdem Flughafenbeamte einen israelischen Stempel in seinem Pass festgestellt hatten. Libanesisches Recht verbietet jedem Besucher Israels die Einreise in den Libanon. Reynald Doiron, ein Sprecher des kanadischen Außenministeriums, erklärte, die libanesischen Behörden hätten Balfour für drei Wochen ohne Einleitung eines förmlichen Verfahrens festgehalten und Kanada nicht über seine Verhaftung informiert. Dies stelle eine Verletzung internationalen Rechts dar. Berichten zufolge muss Balfour, sollte er für schuldig befunden werden, mit allem rechnen: Das Strafmaß rangiert von der Zahlung einer Geldstrafe bis zur Exekution. 

22.08.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

22. August 1942: Janus Korczak, Autor, Arzt, Lehrer und Direktor des jüdischen Waisenhauses in Warschau stirbt im Konzentrationslager Treblinka. Trotz der Hilfsangebote polnischer Freunde, aus dem Warschauer Ghetto zu fliehen, bleibt er bei seinen Waisenkindern und geht mit ihnen nach Treblinka, wo er zusammen mit 200 Kindern und Mitarbeitern von den Nazis ermordet wird. 

(c)/ quelle: ICEJ

22.08.03

Demokratie

Lesenswerter Artikel über die einzige Demokratie im Nahen Osten; mehr  dazu im nachfolgenden Link.

Link:

Demokratie ist kein Luxus

22.08.03

Nach dem Jerusalem-Massaker

Link:

Kommentar: Düstere Alternativen

Die zerbombte Hoffnung

21.08.03

Abbas stellt Arafat Ultimatum; Peres: Wir müssen mit Härte vorgehen

Der palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas hat Palästinenserchef Yasser Arafat ein Ultimatum gestellt. Sollte Arafat ihn beim Vorgehen gegen den Hamas und den Islamischen Jihad nicht unterstützen, würden er, Sicherheitsminister Mohammed Dahlan und das gesamte Kabinett von ihren Ämtern zurücktreten. Beobachter werfen Yasser Arafat vor, die Friedenspolitik der Regierung Abbas zu unterminieren. Erst am Mittwoch hatte der israelische Oppositionsführer MdK Shimon Peres (Avoda) die palästinensische Autonomiebehörde scharf angegriffen. „Die Versuche der Palästinenser, durch Verhandlungen zu Ergebnissen zu kommen sind gescheitert, sowohl zu Zeiten Arafats als auch jetzt. Wir müssen mit Härte vorgehen, denn der Hamas und der Islamische Jihad verstehen keine andere Sprache.“ (Ma’ariv) (2) 

21.08.03

Der Tempelberg ist wieder für alle Besucher geöffnet

Der Tempelberg ist seit Mittwochmorgen wieder für Nicht-Moslems geöffnet. Wäre es nach der moslemischen Aufsichtsbehörde (Waqf) gegangen, dann wäre es schon vor einigen Wochen zu einer Einigung mit der israelischen Polizei gekommen - doch dies wurde von PLO-Chef Yasser Arafat abgelehnt. Bereits vor etwa zwei Wochen traf sich eine Delegation des Waqf in der Muqata, dem Hauptquartier Arafats in Ramallah, mit dem Palästinenserchef selbst. Die Gesandten versuchten, dem PLO-Chef zu erklären, dass Israel in dieser Angelegenheit großen Druck auf den Waqf ausübe. Doch gerade diese Argumentation gefiel Arafat nicht. Der PLO-Chef begann zu toben, spuckte seine Gesprächspartner an und warf sie schließlich aus der Muqata hinaus. „Ich, und nicht Sharon, werde derjenige sein, der über die Öffnung des Tempelberges entscheidet", schrie er sie an. (Ma’ariv)

21.08.03

In Memoriam

Zwei Tage nach dem Selbstmordattentat auf einen Bus in Jerusalem konnte die Identifikation aller 20 Opfer abgeschossen werden. Unter den Toten sind fünf amerikanische Staatsbürger. Wegen der schweren Verletzungen mussten die Helfer des Rettungsdienstes ZAKA DNA-Tests einsetzen, sagte Zelig Feiner, der an der Identifizierung der Toten im Institut für Forensische Medizin in Abu Kabir in Tel Aviv beteiligt war. Die Namen der identifizierten Opfer: Shmuel Zargari, 11 Monate, Jerusalem Avraham Bar On, 12 Jahre, Jerusalem Menachem Liebel, 24 Jahre, Jerusalem Liba Schwartz, 54 Jahre, Jerusalem Miriam Eisenstan, 20 Jahre, Bnei Brak Elisheva Meshulami, 16 Jahre, Bnei Brak Mordechai Reinitz, 49 Jahre, aus Netanya, mit Sohn Isaschar, 9 Jahre ,Netanya Benjamin Bergman, 15 Jahre, Jerusalem Goldie Taubenfeld, 43 Jahre, New York, mit Sohn Shmuel, 5 Monate, New York Jakob Binder, 50 Jahre, Jerusalem Rabbi Eliezer Weisfish, 42 Jahre, Jerusalem Lilach Kardi, 22 Jahre, Netanya Zippora Dushinky, 50 Jahre Hava Rechnitzer, 19 Jahre, Bnei Brak Hanoch Segal, 65 Jahre, Bnei Brak Shmuel Volner, 50 Jahre Tehila Nathanson, 3 Jahre Der Name des zwanzigsten Opfers, ein Gastarbeiter aus Thailand, wurde noch nicht veröffentlicht. Bei dem Attentat wurden mehr als 140 Menschen verletzt, 19 befanden sich am Mittwochabend noch in Jerusalemer Krankenhäusern. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

21.08.03

Im Jahre 749: Schlimmstes Erdbeben in der Geschichte des Nahen Ostens

Link:

Schlimmstes Erdbeben im Nahen Osten

20.08.03

Kommentar zum palästinensischen Terroranschlag

Wiedereinmal ist unser Traum vom Frieden durch einen Selbstmordattentäter zertrümmert worden. Diesmal traf es Gläubige, die von ihren Abendgebeten an der Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt kamen. Sicher haben sie geweint: Die herodianischen Steinquader der tausend Jahre alten Klagemauer. Der Anschlag traf die Unschuldigen: Frauen und Kinder, Orthodoxe, die keine Zionisten sind. Ich kann es nicht verstehen, wie sich jemand in einen Bus setzen kann, zwischen lachende Kinder, um sich dann mit ihnen in die Luft zu sprengen. Nur jemand, der durch endlose Hetze zu unendlichem Hass erzogen wurde, kann so etwas tun. Die palästinensische Führung muss sich entscheiden: Für die Gewalt und Hetze der Terrororganisationen oder für den Frieden mit Israel. Israel hat hart daran gearbeitet, einen wahren Frieden im Nahen Osten zu erreichen. Es ist an der Zeit, dass auch die Palästinenser damit anfangen. Wahrer Friede heißt: Nicht nur Worte, sondern auch Taten. Wahrer Friede heißt, Terroristen zu verhaften und sie nicht wieder frei zu lassen, um weitere Menschen zu ermorden. Der Friedensprozess im Nahen Osten ist kein Monopoly Spiel, wo man würfelt und dann die Entlassungskarte aus dem Gefängnis zieht. Wir reden hier über das Leben von unschuldigen Kindern. Um ihretwillen können wir uns mit den Terroristen auf keine Spielereien einlassen. Es ist Zeit, dass die Palästinenser die Terroristen in Ketten legen, anstatt mit Israel um ihre Freilassung aus israelischen Gefängnissen zu feilschen. 

20.08.03

Palästinensische Gewalt und Terror seit der Erklärung der "Hudna" am 29. Juni 2003

Seit der Erklärung einer auf drei Monate befristeten Waffenruhe durch palästinensische Terrororganisationen am 29. Juni 2003 wurden 180 Terroranschläge auf israelische Ziele ausgeführt, davon 120 Überfälle mit Schusswaffen. Dabei wurden sechs Menschen getötet und 28 Zivilisten verletzt (ohne die Opfer des Attentats am Dienstag). Hundert Anschläge ereigneten sich in Gaza, 78 im Westjordanland. 40 Anschläge konnten verhindert werden.

© Botschaft des Staates Israel, 2003

20.08.03

20 Tote, darunter 5 Kinder bei Busattentat in Jerusalem 

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter sprengte sich Dienstagabend gegen 21.15 Uhr in Jerusalem in einem Linienbus in die Luft – mindestens 20 Menschen wurden durch die Explosion getötet und 120 verletzt, darunter 40 Kinder. Ein Zweijähriger starb im Krankenhaus. Einer der Toten ist amerikanischer Staatsbürger. Der Bus war auf dem Weg von der Westmauer zum ultraorthodoxen Stadteil Mea Schearim und vollbesetzt mit jüdischen Betern, die nach Hause zurückkehrten. Der Attentäter, der sich Berichten zufolge als orthodoxer Jude verkleidet hatte, detonierte die mit Kugellagern gefüllte 5kg-Bombe, als der Bus auf Hauptstraße Nr.1 in Höhe der Schmuel Hanavi Straße unterwegs war, in dieser Gegend treffen der arabische Osten und jüdische Westen der Stadt aufeinander. Neben dem Gelenkbus Nr. 2, der durch die Bombe zerrissen wurde, war auch ein Bus, der hinter der Nr.2 fuhr, betroffen. Geschockte Überlebende, einschließlich weinender Kinder mit blutverschmierten Gesichtern, wurden vom Ort des Attentats weggeführt. Viele der verletzten Kinder erlitten Verbrennungen, da nach der Explosion Feuer im Bus ausbrach. Ein einmonatiges Baby, dessen Identität bisher nicht festgestellt werden konnte, wird im Hadassah Ein Kerem Krankenhaus behandelt, ein weiteres Kind kämpft mit schweren Verletzungen um sein Leben. Sowohl die radikalislamische Terrororganisation Hamas als auch Islamischer Dschihad bekannten sich zu dem Anschlag, der von Avi Zohar, dem Direktor der medizinischen Hilfsdienste in Israel, als massivste Busexplosion in den letzten drei Jahren bezeichnet wurde. Hamas veröffentlichte das Abschiedsvideo des Attentäters, bei dem es sich um das 29jährige Hamas-Mitglied Raed Abdel-Hamed Mesk handelt, einen islamischen Prediger aus Hebron. Mesk beschuldigte in dem Video Israel, den einseitig verkündeten Waffenstillstand palästinensischer Terrorgruppen verletzt zu haben. Mesk ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von zwei und drei Jahren. In einem Telefonanruf bei der Nachrichtenagentur „Associated Press“ erklärte ein Vertreter des Islamischer Dschihad hingegen, es habe sich um einen Racheakt für den Tod des hochrangigen Dschihad-Kommandeurs Mohammed Sider gehandelt. Sider, der laut israelischer Sicherheitsexperten Bombenanschläge auf Israelis plante, war bei einem Verhaftungsversuch in Hebron, dem er sich gewaltsam widersetzte, von israelischen Soldaten getötet worden. Die israelische Regierung brach nach dem Attentat alle diplomatischen Gespräche mit den Palästinensern ab, ebenso wie die letzte Woche vereinbarte Übertragung von vier weiteren Städten in Judäa und Samaria auf die Palästinensische Autonomiebehörde (PA). Über die umstrittenen Gebiete (Judäa, Samaria und Gaza) wurde eine Ausgangssperre verhängt. Der palästinensische Premierminister Mahmoud Abbas, der sich zum Zeitpunkt des Anschlages auf einem Treffen mit Vertretern des Islamischen Dschihads befand, verurteilte das Attentat. „Ich möchte meine umfassende Verurteilung dieses furchtbaren Aktes erklären, der nicht den Interessen des palästinensischen Volkes dient“, so Abbas. Nach Angaben der PA beschloss Abbas am heutigen Mittwochmorgen, alle Beziehungen zur Hamas und zum Islamischen Dschihad abzubrechen. „ Die PA wird bald Sicherheitsmaßnahmen gegen Mitglieder der Hamas und des Islamischen Dschihads ergreifen“, so ein PA-Vertreter. Ebenfalls am Mittwochmorgen traf Israels Premierminister Ariel Scharon mit Sicherheitsexperten zusammen, um über Israels Reaktion auf den verheerenden Anschlag zu beraten.

(c)/ Quelle: ICEJ

Ergänzender Link:

Terror in Jerusalem: Schwerster Anschlag seit 3 Jahren

19.08.03

Die Konsequenzen des Wassermangels in Israel

Link:

Beunruhigende Neuigkeiten

19.08.03

US-Senator: Der Sicherheitszaun zur Westbank ist ein Muss

US-Senator John McCain hat sich am Sonntag bei einem gemeinsamen Treffen mit Außenminister Silvan Shalom für den Bau des Sicherheitszauns zur West Bank ausgesprochen. Der Zaun sei eine notwendige Maßnahme zur Reduzierung des Terrors gegen Israel. Als Argument führte er die gescheiterten Oslo-Abkommen an: „Es ist ziemlich klar: Die Oslo-Abkommen scheiterten, weil sie auf der Annahme beruhten, Palästinenser und Israelis könnten in Frieden miteinander leben. Der Zaun ist jetzt der Versuch, ob Israelis und Palästinenser getrennt von einander in Frieden leben können, und sei es nur für eine vorübergehende Zeit.“ McCain ist Leiter einer parteiübergreifenden Delegation von US-Senatoren, die sich zur Zeit im Nahen Osten aufhalten. Die Delegation wird sich in den kommenden Tagen auch mit Ministerpräsident Ariel Sharon, dem palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas und dem Vorsitzenden der Arbeitspartei Shimon Peres zusammenkommen. (The Jerusalem Post)

19.08.03

Seltene Geburt in Naharyah

Im Krankenhaus von Naharyah ist ein Baby mit Zähnen zur Welt gekommen. Nachdem das Ärzteteam der Geburtenstation im Laufe der Routineuntersuchung die seltene Erscheinung entdeckten, wurde das Kleinkind zur weiteren Beobachtung in die Abteilung für Frühgeborene überwiesen. Da die Wurzeln der Milchzähne zu schwach waren, um die Zähne zu halten, bestand die Gefahr, dass sie sich lösen und in die Atemwege gelangen könnten. Um das Neugeborene vor dem Ersticken zu bewahren, mussten nach einigen Stunden die Zähne gezogen wurden, erklärte der leitende Arzt Dr. Salman Weintraub. (Ma’ariv) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

18.08.03

Antisemitismus mit ruhigem Gewissen 

Robert S. Wistrich - aus dem Hebräischen von Edna Brocke 

Auf dem Höhepunkt unterschiedlicher Gespräche und Debatten fand ich mich in der Wiener Hofburg einer Zuhörerschaft von etwa 400 Delegierten der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) gegenüber und trug ihnen etwas über Antisemitismus in unseren Tagen vor. Die OSZE, die mitten im Kalten Krieg entstand, ist eine führende internationale Organisation, die meines Wissens sich noch nie mit dem ältesten unter den Vorurteilen – der Feindschaft gegen Juden – beschäftigt hat. Wie ihr Name andeutet, beschäftigt sich die Organisation mit Fragen von Sicherheit, die all ihren Mitgliedern gemein sind, obwohl in ihren Aufgaben die Überwachung der Menschenrechte auch enthalten ist. Doch wurden Menschenrechte und Antisemitismus – trotz des klaren Zusammenhangs der beiden – nicht in der politischen Arena der letzten Jahrzehnten in Verbindung gebracht. Die Einladung an mich, in dieser Frage als Experte vor diesem ehrwürdigen Kreis zu sprechen, erfolgte auf Grund des erheblichen Druckes, den das US-amerikanische auswärtige Amt ausgeübt hatte. Die USA entsandte ihrerseits auch eine hochrangige Delegation, mit dem ehemaligen Oberbürgermeister von New York, Rudolf Giuliani, an der Spitze. Es waren die Amerikaner, mit starker Unterstützung durch Vertreter jüdischer Organisationen, die mit besonderem Nachdruck darauf bestanden haben, dass Antisemitismus als eine einzigartige Form von Vorurteil anerkannt wird, gegen die die europäischen Staaten in viel entschiedenerer Weise vorgehen sollten. Die Europäer demonstrierten sehr deutlich eine viel laschere Haltung in dieser Frage und bevorzugten es, dieses Thema unter dem ganz allgemeinen Dach von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung abzuhandeln. In den Worten des niederländischen Vorsitzenden war ein unverstellter Wunsch zu hören, mit den Dingen, die Juden betreffen, abzuschließen, um sich Themen widmen zu können, die politisch korrekt sind, wie Benachteiligung aus rassistischen Gründen und Islamophobie. Dies, so scheint es mir, war die Haltung der meisten west- und mitteleuropäischen Staaten. Die auffallende Ausnahme war die Bundesrepublik Deutschland, die für das nächste Jahr eine Folgekonferenz in Berlin vorschlug. Wenige Meter vom Ort, an dem wir versammelt waren, am Heldenplatz, hatten vor 65 Jahren hundert Tausende Österreicher Adolf Hitler zugejubelt. Im Schicksalsjahr 1938, bevor die Finsternis der Schoah die europäischen Juden überschattete, erlebten sie in Deutschland und in Österreich Erniedrigung und Grausamkeit. Auf der OSZE-Konferenz waren einige Anspielungen an jene Tage vernehmbar, die einem die Ruhe raubten. Neben den amerikanischen und den deutschen Vertretern waren es jene aus Russland, Ukraine, dem Balkan und Osteuropa, die die ernsthafteste Haltung gegenüber dem Antisemitismus zeigten und ihm entschieden den Kampf ansagten. Auch hier war mehr als nur ein Hinweis wahrnehmbar, dass das “neue Europa” (d.h. Polen, Ungarn, Slowakei u.a.) der amerikanischen und der jüdischen Position weit näher steht als der etablierte mainstream des “alten Europa”. Die Konferenz stellt gleichwohl einen Durchbruch dar hinsichtlich des Erkennens des einzigartigen Charakters des Antisemitismus und auch hinsichtlich der Wahrnehmung, dass er ernsthaft wiederkehrt. So begriff man auf der Konferenz auch die Forderung nach staatlichem Eingreifen und nach einer Politik von Null-Toleranz gegenüber ihren gewalttätigen Erscheinungsformen. Gleichwohl gibt es wesentliche Fehler in der Weise, wie die Europäer die Probleme des modernen Antisemitismus wahrnehmen. Einige davon sollen hier aufgezählt werden: 

1. Es ist eine dringende Pflicht, sich mit dem muslimischen Antisemitismus zu befassen, einer besonders aggressiven Sorte von Antisemitismus mit mörderischem Potential, die sich bereits im gesamten arabisch sprechenden Nahen Osten ausgebreitet hat. In ihrem Ausmaß sowie in ihrer extremen Haltung ist sie nur mit Nazi-Deutschland vergleichbar. Die Schulbücher in der arabischen Welt sind mit diesem Gift vollgesogen, ein Gift, das durch die regelmäßigen Predigten in den Moscheen die Sinne noch stärker anheizt. Diese Krankheit hat bereits einen Teil der muslimischen Jugend in Frankreich, Holland, Belgien, Großbritannien, Deutschland, Schweden und anderen europäischen Staaten erreicht. Dieser Wiederkehr-Effekt brachte nahöstlichen Extremismus und neuen, gewalttätigen Antisemitismus direkt ins Herz Europas. Gleichwohl haben die Europäer bislang weder eine pädagogische noch eine politische Strategie angedacht, um dieser bedrohlichen Gefahr zu begegnen, die die Existenz der jüdischen Gemeinden auf diesem Kontinent gefährdet. Stattdessen – aus Furcht als islamophob abgestempelt zu werden – wird dieses Problem unter den Teppich gekehrt oder die Verantwortung für seine Entstehung dem Staat Israel zugeschoben, was die antisemitischen Positionen nur noch verschärft. 

2. Kein effektiver Kampf gegen Antisemitismus kann ohne die Medien geführt werden. Aber gerade der mainstream der Medien in der EU ist von bösartiger Desinformation geprägt. Die israelische Armee (und folglich auch “die Juden” ganz allgemein) wird dargestellt als jemand, der kaltblütig palästinensische Kinder umbringt. Und eine Gruppe von einflussreichen jüdischen Intriganten in den USA wird beschuldigt, den Krieg im Irak geplant sowie sich der amerikanischen Außenpolitik bemächtigt zu haben. Die antiamerikanischen Gefühle in Westeuropa nähren sich aus tieferen Schichten eines verdrängten Antisemitismus. Dies gilt auf dem linken politischen Flügel noch mehr als auf dem rechten. Darüber hinaus: Es ist viel schwieriger, diese “neuen Judophoben” zu bekämpfen, weil sie sich selbst fast nie als Antisemiten bezeichnen – ganz im Gegensatz zu ihren geistigen Vorfahren vor 60 Jahren. Im Grunde werden sie sehr zornig, sobald man darauf verweist, dass sie gegen Juden sind. Ihr zentrales Argument liegt in der Beschreibung des Staates Israel als einen teuflischen Staat und folglich in der Auflösung dessen, was sie als “zionistisches Gebilde” bezeichnen, also in der Reinigung der Welt vom einzigen jüdischen Staat. Es liegt auf der Hand, dass viele Europäer sich weigern zu erkennen, dass diese Tatsache Antisemitismus ist. Schließlich würde ein solches Eingeständnis sie einer ihnen sehr beliebten Sportart berauben. 

3. Pädagogisch können wir uns mit diesem sich erneuernden Antisemitismus nur dann auseinandersetzen, wenn wir uns mit seiner sich wandelnden Dynamik beschäftigen und vor allem, wenn wir ihren intellektuellen Schein entlarven. Es handelt sich nicht um einen ethnischen, nationalistischen, rassistischen Antisemitismus wie er in Europa des 19. Jahrhunderts Wurzeln geschlagen hat. Es scheint aber, dass die Delegierten der OSZE in Wien allein die Verfolgung von Juden im Stil der Nationalsozialisten zu bekämpfen bereit sind und sich vollkommen der Tatsache verschließen, dass der Antisemitismus des beginnenden 21. Jahrhunderts sich mit dem gesegneten und strahlenden Glanz der “Menschenrechte” umhüllt. Folglich handelt es sich um einen Antisemitismus mit ruhigem Gewissen. Mehr noch: Viele der Wortführer der Menschenrechte betrachten sich selbst als Menschen, die an der Kampffront gegen Rassismus, gegen Faschismus und gegen weitere Vorurteile dieser Art stehen. Sie verstehen sich selbst als revolutionäre Vorkämpfer im Dienst einer neuen Religion – der Religion der Menschlichkeit. Bereits in Durban(*) bei der UNO-Konferenz gegen Rassismus (im Herbst 2001) waren wir Zeugen eines beschämenden Anblicks und sahen, wie ein durchaus würdiges Ziel (wie Kampf gegen Rassismus) instrumentalisiert werden kann und zu einer hässlichen Hassorgie gegen den Staat Israel und gegen das jüdische Volk umfunktionieren wird. (*) Die große, von der UN organisierte Versammlung in Durban in Südafrika im Herbst 2001 drohte fast durchgehend zu einem antisemitischen “Tribunal” zu werden 

4. Die Delegierten in Wien waren sich vermutlich dem Phänomen der Leugnung der Schoah bewusst. Gleichwohl beachten sie nicht das Ausmaß der perversen Verkehrung der Schoah als Propagandamittel gegen den jüdischen Staat und gegen das jüdische Volk. Zahllose europäische Intellektuelle, Künstler, Religionsfürsten, Journalisten und Karikaturisten stellen heute das nationalsozialistische Hakenkreuz neben den Davidstern. Der Gedanke, dass Juden – die ehemaligen Opfer – ihrerseits zu Henkern geworden seien, ist eine der größten Lügen unserer Zeit. Und Millionen Europäer akzeptieren sie, ohne sie zu hinterfragen. Im Hinblick auf den jüdischen Staat sind es nur eine Handvoll, die zwischen legitimer Kritik und Verleumdung unterscheiden. 

5. Die Bekämpfung des Antisemitismus ist komplizierter geworden durch die “antizionistische” Umdeutung und die böswilligen Absichten vieler Meinungsführer in ganz Europa – sei es in den Medien oder in den Kirchen, sei es in der akademischen Welt oder unter führenden Politikern und dies im Besonderen im linksliberalen Spektrum. Es scheint eine Bereitschaft vorzuherrschen, automatisch zu unterstellen, dass der Staat Israel an den meisten Problemen des Nahen Ostens schuld sei, einschließlich des islamischen Extremismus und der Seuche des Terrors. Diese Umdeutung ist so klar und sichtbar, dass sie formale Bekundungen gegen Rassismus oder gegen Antisemitismus zu leeren Worthülsen werden lässt. Heute ist der Hitlergruß eben nicht länger ein zentrales Kriterium zum Erkennen von Antisemitismus, auch wenn es vielen in Europa so erscheint. Hingegen scheinen in ihren Augen makellose linke anti-rassistische Positionen und der Kampf gegen den amerikanischen Imperialismus wie gegen den israelischen “Nazismus” ein glaubwürdiges Kriterium für Gegnerschaft auch gegen Antisemitismus zu sein. Auch pazifistische Positionen scheinen ihnen auszureichen um einen Glauben an “jüdische konspirative Gruppen” und an eine jüdische Verschwörung, die hinter dem anglo-amerikanischen. Überfall auf Saddam Hussein stand, zu pflegen. Dieser, so aufgemachten Rechnung zur Folge ist Jack Straw nichts anderes als ein “Mischling zweiten Grades”, wie es die Nürnberger Rassegesetze von 1935 formulierten. 

6. Man kann Antisemitismus dort nicht bekämpfen, wo eine hartnäckige Leugnung des Phänomens selbst vorherrscht, wie es in Frankreich, bis vor etwa einem Jahr, der Fall war. Ich erinnere mich noch an den erschütternden Auftritt des Präsidenten der Republik der öffentlich verkündet, dass es “in Frankreich keinen Antisemitismus gäbe”, während Shimon Peres (damals Israels Außenminister) neben ihm stand und zustimmend nickte. Dies geschah vor den jüngsten Wahlen zur Präsidentschaft in Frankreich zu einer Zeit, da dort Synagogen, jüdische Kulturzentren und Kindergärten in Flammen aufgingen, in einer Zeit, da jüdische Schüler und jüdische Bürger in einem Ausmaß angegriffen wurden, wie es seit 1945 nirgendwo geschah. Die rassistisch begründeten Übergriffe auf französische Juden sind seit September 2000 um das drei bis vierfache angewachsen, verglichen mit Angriffen gegen die muslimische Gemeinschaft dort, die zehn Mal größer ist als die jüdische. Dies ist eine besorgniserregende Statistik. Die überwiegende Zahl der Übergriffe auf Juden in den letzten drei Jahren wurde von Moslems aus Nordafrika verübt, während Angriffe von Juden auf Franzosen oder auf Araber überhaupt nicht vorkamen. Diese grundlegende Tatsache wird in den französischen und europäischen Medien verdrängt, die den Versuch unternehmen, die unwahre Gleichung von Antisemitismus und Islamophobie zu behaupten. 

7. Der Antisemitismus wechselt seine Erscheinungsformen unaufhörlich und passt sich dem jeweiligen Zeitgeist an, wie ein erschreckend listiger Virus, der immer dann, wenn er als bekämpft und überwunden deklariert wird, umso heftiger angreift. Alle Taktiken und Sprüche, die gegen den Nazismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eingesetzt worden sind, haben nicht gegriffen. Es sind Mantras, die an das Ende ihres Weges gekommen sind. Fast ist zu fürchten, dass sie genau jenes Übel nähren, das sie zu bekämpfen vorgeben – den Antisemitismus. Die “Nazifizierung” des Staates Israel und des jüdischen Volkes ist eine moderne Form der Ritualmordlegenden, die ausdrücklich antisemitische Gefühle weckt. Und dennoch vertreten sie weiterhin manche unter jenen, die sich selbst für die Vorreiter des antirassistischen Kampfes halten. Um heute – pädagogisch, rechtlich und politisch - erfolgreich gegen Antisemitismus vorzugehen, muss man diese sich verändernden Charakteristika wachsam beobachten. Es gilt, mehr als nur Lippenbekenntnisse über Pluralismus, Toleranz und Multikulturalität zu fordern, bei aller Bedeutung, die diesen Werten dort zukommt, wo es Diskriminierung gegen Minderheiten gibt. Dies ist nicht länger die zentrale Frage. Es ist viel wichtiger der beschämenden internationalen Inszenierung ein Ende zu bereiten, die eine Delegitimation des jüdischen Staates und seine Verteufelung anstrebt, um ihn aufzulösen oder gar zu zerstören. 

Im Hinblick auf Antisemitismus und auf Menschenrechte ist der erste und wichtigste Schritt, die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. 

(c)/ Quelle: Juedisches-Medienforum/Schweiz

18.08.03

Übertragung von 4 Städten auf PA aufgeschoben 

Die Übertragung der Sicherheitskontrolle über vier Städte auf die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) wurde von den Israelis aufgeschoben: Wie am Montag bekannt wurde, werden Jericho und Tulkarem erst dann unter PA-Kontrolle gestellt werden, wenn beide Seiten sich auf einen Überprüfungsmechanismus hinsichtlich der Tätigkeiten palästinensischer Terroristen einigen können. Ende letzter Woche hatte sich die israelische Regierung grundsätzlich zur Übertragung von Jericho und Kalkilja frühestens diese Woche und zum Transfer Tulkarems und Ramallahs in der nächsten Woche bereit erklärt. Gespräche zwischen israelischen und palästinensischen Sicherheitsexperten scheiterten Sonntagabend an der Vereinbarung konkreter Bedingungen für die Übertragung. Israel verlangt eine eindeutige Garantie in Form eines Sicherheitsplans vom palästinensischen Sicherheitsminister Muhammed Dahlan, dass die von Israel gesuchten Palästinenser ihre terroristischen Aktivitäten nicht wieder aufnehmen werden, wenn die israelischen Streitkräfte (IDF) ihre Verfolgung in den Städten, die auf die PA übertragen werden, beenden. Die Palästinenser fordern den Abbau israelischer Straßensperren um die zu übertragenden Städte, dieses Thema wird nun in israelischen Regierungskreisen diskutiert. Nach IDF-Angaben sollen die Gespräche in den nächsten Tagen fortgesetzt werden, man sei optimistisch, dass bald eine Vereinbarung erzielt werden könne. „Wir werden keinerlei Zugeständnisse bezüglich unserer Sicherheit machen“, betonte der israelische Verteidigungsminister Scha’ul Mofaz auf einer Pressekonferenz am Sonntag, während Palästinenserführer Jassir Arafat den geplanten Abzug als „Zeitverschwendung“ bezeichnete. Vertreter des Verteidigungsministeriums erklärten unterdessen, Arafat könne in den Gazastreifen reisen, um der Familie seiner Schwester einen Beileidsbesuch abzustatten. Jousra al-Kudwa war im Alter von 77 Jahren letzte Woche in Kairo verstorben und am Donnerstag im Gazastreifen beigesetzt worden. Arafat, der keine Erlaubnis bei den Israelis beantragt hatte, um an der Beerdigung seiner Schwester teilzunehmen, hatte von der Reise abgesehen. Er fürchtete, von den Israelis nicht wieder in sein Hauptquartier in Ramallah gelassen zu werden. 

18.08.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

18. August 1846: Der „Jüdische Eid“, ursprünglich durch Charlemagne eingeführt, wird in Österreich abgeschafft. Bis dahin war ein Jude, der vor Gericht gegen einen Christen unter Eid aussagte, gezwungen, auf dem Fell eines toten Tieres zu stehen oder von Dornen umgeben die Flüche des Korach oder des Naaman auf sich herab zu wünschen, sollte er nicht die Wahrheit sagen. In Rumänien wurde diese Regelung erst im 20. Jahrhundert abgeschafft. 

(c)/ Quelle: ICEJ

18.08.03

Deutsche Vermittlung: Gefangenenaustausch in Sicht 

Unter deutscher Vermittlung könnte es bald zu einem Gefangenenaustausch zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz kommen. Das sagte der Führer der radikalislamischen Terrororganisation Sheikh Hassan Nasrallah am Montag der saudischen Zeitung al-Watan. Nasrallah betonte, er werde den Bemühungen eine faire Chance geben. Ein Zeitrahmen für die Verhandlungen werde nicht aufgestellt. Allerdings drohte Nasrallah, sollten die Verhandlungen scheitern, werde seine Organisation die Entführung weiterer Israelis fortsetzen, um von Israel den Gefangenenaustausch zu erzwingen. Nach Angaben der Hisbollah befinden sich vier Israelis in der Hand der Terror-Miliz, darunter der Geschäftsmann Elhanan Tennenbaum. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

18.08.03

"I have a dream"

Am 28. August 1963 marschierte eine Viertel Million Menschen in den USA nach Washington um unter der Führung des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King für Freiheit und soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Juden und Schwarze hatten bereits Jahre zuvor ein Bündnis für mehr soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung geschlossen. Was ist davon übrig geblieben? Mehr dazu im nachfolgenden Link.

Link:

Sie hatten eine Traum

15.08.03

PA beschlagnahmt 3 Mio Dollar aus Iran

Der palästinensische Sicherheitsapparat unter Sicherheitsminister Mohammed Dahlan hat kürzlich 3 Millionen Dollar beschlagnahmt, die der Iran an den Islamischen Dschihad in den Gebieten gesandt hat. Das Geld, das indirekt über arabische Staaten einging, ist von der PA konfisziert und dann an Wohltätigkeitsorganisationen verteilt worden. In den 7 Wochen seit der Übereinkunft über der Waffenruhe, Hudna, hat die PA Schritte unternommen, die Hetze gegen Israel zu vermindern und Kontrolle über die verschiedenen Finanzmittel zu erhalten. Dennoch ist diese Kontrolle nicht vollständig und der PA Vorsitzende Yassir Arafat und seine Sicherheitsbehörden verfügen über eigene Finanzmittel. Israelische Quellen teilen mit, dass die palästinensische Führung dies schon als Kampf gegen den Terrorismus bezeichnet. Mahmoud Abbas und Dahlan hätten jedoch noch keine tatsächlichen Aktionen gegen Terrororganisationen unternommen. Selbst der „90-Tage-Plan“ zu Sicherheitsaspekten, den Dahlan den USA präsentierte, sei noch kaum umgesetzt, ausser einiger organisatorischer Schritte. (Quelle Haaretz) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

15.08.03

Israel entlässt weitere 73 Gefangene 

73 palästinensische Gefangene, unter ihnen eine Frau, wurden Freitagmorgen an fünf Kontrollpunkten in Judäa und Samaria und im Gazastreifen freigelassen. Die Entlassung, die eine Geste des guten Willens gegenüber den Palästinensern darstellt, sollte zunächst Dienstag stattfinden, wurde aber infolge der beiden Selbstmordattentate in Rosch Ha’ajin und Ariel am Dienstagmorgen vorübergehend gestoppt. Israel hat kürzlich 334 palästinensische Häftlinge auf freien Fuß gesetzt, einschließlich Mitglieder der Terrorgruppen Islamischer Dschihad und Hamas. Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde haben sich wiederholt darüber beschwert, dass die Zahl der Entlassenen unzureichend sei. Der israelische Generalstaatsanwalt Eljakim Rubinstein warnte unterdessen, es sei gefährlich, palästinensische Häftlinge frei zu lassen. Es sei sehr schwierig, sie von der Beteiligung an Terrorakten abzuhalten, zumal auf dem Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde ein „rechtlicher Dschungel“ vorherrsche. 

15.08.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

16.August 1929: Obwohl er von der Zionistischen Exekutive davor gewarnt worden war, dass die Araber in Jerusalem Angriffe auf die jüdische Bevölkerung planten, weigerte sich Hochkommissar Sir John Chanelor, seinen Urlaub abzubrechen. Er erklärte stattdessen, die Beziehungen zwischen beiden Seiten verbesserten sich. Nach den Freitagsgebeten am Tag nach dem „Neunten des Monats Av“ (Tischa B’Av) griffen 2000 Araber an der Klagemauer betende Juden an. Ein jüdischer Jugendlicher wurde niedergestochen. Die britische Regierung weigerte sich, den Angriff zu verurteilen, was die Araber weiterhin im Glauben ließ, dass die Briten ihre Attacken gut hießen. 

(c)/ Quelle: ICEJ

14.08.03

PA-Minister: Terrorgruppen werden nicht entwaffnet, Shimon Peres warnt

Der palästinensische Kulturminister Ziad Abu Amer betonte am Mittwoch, dass die PA keine Pläne habe, die lokalen Milizen zu entwaffnen oder ihre Mitglieder zu verhaften: „Wir haben keinen inneren Konflikt mit der Opposition“, zitierte ihn die Jerusalem Post. Dr. Ahmed Subuh, Vizeminister für Information sagte ausdrücklich, dass es nie Warnungen des palästinensischen Premierministers Mahmoud Abbas gegenüber dem Hamas oder dem Islamischen Dschihad davor gegeben hätte, die Hudna zu verletzen. Der Vorsitzende der Opposition, Shimon Peres, hat laut der Tageszeitung Yediot Aharonot die PA davor gewarnt, dass, sollte sie die bewaffneten Organisationen und Banden nicht unter Kontrolle bringen, es keine Zukunft für das palästinensische Volk und es auch keinen palästinensischen Staat geben werde. Vom Sprecher der IDF wurde gemeldet, dass als Teil des fortlaufenden Kampfes gegen den Terror und seine Infrastrukturen die IDF die Häuser der Terroristen zerstört haben, die die Anschläge von Sonntag ausführten. Heute früh hat sich beim Verhaftungsversuch der Islamische Dschihad-Führer in Hebron, Mohammed Sider, in einem Haus verbarrikadiert und mit Granaten auf die Soldaten geschossen. Im darauffolgenden Gefecht ist das Gebäude explodiert, in dem vermutlich eine grössere Menge Munition und Sprengstoff gelagert wurde. Sider war einer der meistgesuchten palästinensischen Terroristen, der für den Hinterhalt-Angriff in Hebron im November 2002 verantwortlich ist, bei dem 12 Israelis getötet wurden. Vermutlich steht er auch hinter dem Angriff auf die Siedlung Otniel in der West Bank, bei dem im Dezember 2002  4 Jeshivastudenten getötet wurden. Die IDF versuchte bereits mehrere Male, Sider zu verhaften. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

14.08.03

Der Irak, das "böse" Amerika, das europäische Zögern und die deutsche linke Bewegung

Link:

Der Moralismus des Zynikers

14.08.03

Antisemitismus

Bericht über eine Konferenz in Jerusalem zur Abstimmung über ein gemeinsames Vorgehen gegen den Antisemitismus.

Link:

Der Antisemitismus ist unser Problem

13.08.03

Nach den neuen palästinensischen Terroranschlägen: Interview mit Mordechay Lewy (Gesandter der Botschaft des Staates Israel in Deutschland)

Link:

Interview lesen

13.08.03

Nach den neuen palästinensischen Terroranschlägen: Interview mit Avi Primor (ehem. Botschafter des Staates Israel in Deutschland)

Link:

Interview lesen

Interview hören

13.08.03

Erklärung der EU zu Hizbullah Angriffe auf Israel

Link:

Erklärung (auf Englisch)

13.08.03

Anschläge auf Israelis seit Beginn der "Hudna"

Obwohl die beiden gestrigen Selbstmordanschläge nicht die ersten israelischen Opfer seit dem Beginn der Waffenruhe vom 29. Juni 2003 forderten, bezeichneten israelische Sicherheitsquellen die Anschläge von Ariel und Rosh Ha’ayin als ernsthafte Verletzungen der „Hudna“. Seit Beginn der Waffenruhe wurden 5 Israelis getötet und 19 verletzt. In dieser Statistik sind die Anschläge von gestern nicht enthalten. Zudem fanden insgesamt 206 terroristische Übergriffe in diesem Zeitraum auf israelische Ziele statt. Obwohl ein signifikanter Rückgang der Terrorwarnungen seit dem Beginn der „Hudna“ verzeichnet werden konnte, stieg die Zahl der immanenten Warnungen auf über 20 in den letzten Tagen an. Die israelischen Sicherheitskräfte haben seit dem 29. Juni 2003 40 Terroranschläge verhindert und 80 Extremisten festgenommen. Die Terroranschläge vom Dienstag unterstreichen noch einmal die israelische Überzeugung, dass eine Waffenruhe nicht nachhaltig wirken kann, wenn nicht gleichzeitig die Infrastruktur der Terrororganisationen aufgelöst wird. Die Form des bisher praktizierten Waffenstillstands fördert nicht den notwendigen Strategiewechsel auf palästinensischer Seite, der deutlich macht, dass durch Gewalt keine politischen Zugeständnisse erreicht werden können. Dieser ist jedoch die Voraussetzung, um ernsthafte politische Verhandlungen beginnen zu können. Seit dem Beginn der „Hudna“ hat Israel verschiedene vertrauensbildende Maßnahmen implementiert, die den palästinensischen Ministerpräsidenten politisch stützen sollen. So zog sich die israelische Armee aus dem Norden des Gazastreifens sowie aus Betlehem zurück und transferierte die Sicherheitsverantwortung in diesen Gebieten an die PA. Zudem wurden in verschiedenen Gegenden des Westjordanlands und des Gazastreifens Checkpoints und Strassensperren abgebaut sowie vermehrt Arbeitsgenehmigungen für Israel an palästinensische Arbeiter verteilt. Israel betrachtet die „Hudna“ als „Tickende Zeitbombe“ und fordert deshalb von der Palästinensischen Autonomiebehörde folgende Maßnahmen umgehend einzuleiten: * Auflösung der palästinensischen Terrorinfrastruktur sowie Implementierung von weiteren Reformen im palästinensischen Sicherheitsapparat. * Aufrichtige Prävention von Terroranschlägen sowie Verhaftung von Terrorzellen und Selbstmordattentätern auf dem Weg zur Ausführung von Anschlägen. * Konfiszierung von illegalen Waffen sowie deren Zerstörung durch eine dritte Partei. Das Ende aller Versuche Waffen in das Westjordanland und den Gazastreifen zu schmuggeln. * Beendigung aller aufhetzenden Propaganda in den Medien, im Bildungssystem, in den Moscheen und anderen sozialen Einrichtungen. (Quelle Israelisches Aussenministerium) 

13.08.03

Zwei aktuelle Reiseangebote nach Israel

KKL-Reise mit Schwerpunkt „Vogelbeobachtung“ vom 2.11. – 11.11.2003 Israel und im besonderen das Hula-Tal im Norden des Landes haben als Rast- und Überwinterungsplatz eine unermessliche Bedeutung für die internationale Vogelwelt. Während in den übrigen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens Zugvögel noch immer bejagt werden, rasten auf ihrer sogenannten Ostroute über 390 verschiedene Vogelarten im Hula-Feuchtgebiet. Einige grossschnäbelige Vögel überwintern sogar, darunter etwa 15 000 Kraniche. Mit eigens angelegten Erdnuss- und Getreidefeldern werden „Ablenkfütterungsplätze“ geschaffen, damit Ernteeinbussen in der Landwirtschaft vermieden werden. Neben Besuchen in verschiedenen Vogelbeobachtungszentren des ganzen Landes stehen auf dem Programm auch Besichtigungen von vielen bedeutenden Orten Israels, um neben der Vielfältigkeit der Vogelwelt die Besonderheiten und die Schönheit Israels zu erleben. Nähere Informationen erfahren Sie bei: Keren Kayemeth Leisrael (KKL) - Jüdischer Nationalfonds, Joachimstaler Str. 13, 10719 Berlin, Tel: +49 (30) 883 43 60, http://www.jnf-kkl.de, berlin@jnf-kkl.de 

Keren Hayesod Solidaritäts- und Begegnungsreise vom 15.9. - 22.9.2003 Die Informations- und Begegnungsreise gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, die Früchte der vielfältigen Tätigkeiten des Keren Hayesod - Vereinigte Israel Aktion - direkt vor Ort zu sehen und zu erleben. Insbesondere während der schwierigen letzten drei Jahre, in denen Israel sich in einer Wirtschafts- und Sicherheits-Krise befindet, sind durch die Unterstützung von Keren Hayesod viele gute Hilfsprojekte in Israel ermöglicht worden, z.B. durch Geldspenden für die Stiftung für Terror-Opfer und Ausrüstungen für Rettungsdienste wie ZAKA, die grundlegende Such- und Rettungsaufgaben durchführen. Die Reiseteilnehmer haben Gelegenheit, die von Keren Hayesod unterstützten Projekte kennen zu lernen und mit Betroffenen zu sprechen. Des Weiteren stehen Treffen mit israelischen Abgeordneten und Armeeangehörigen auf dem Programm. Die Reise bietet eine gute Möglichkeit, Land und Leute in der gegenwärtigen Situation hautnah zu erleben. Nähere Informationen erfahren Sie bei: Keren Hayesod, Kurfürstendamm 196, 10707 Berlin, Tel: +49 (30) 887 1933, http://www.keren-hayesod.de, kh.berlin@keren-hayesod.de 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

12.08.03

Zwei Israelis bei Selbstmordattentaten in Rosch Ha’ajin und Petach Tikva getötet 

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter sprengte sich Dienstagmorgen in der Nähe eines Supermarktes in einem Einkaufszentrum in Rosch Ha'ajin östlich von Petach Tikva in die Luft. Der Attentäter riss einen Israeli mit in den Tod und verwundete zehn weitere. Eine Stunde später detonierte ein weiterer Terrorist seinen Sprengstoffgürtel an einer Bushaltestelle am Ortseingang von Ariel in Samaria, nachdem er die Aufmerksamkeit israelischer Soldaten erregt hatte. Ein Israeli wurde, zusätzlich zum Attentäter getötet, zwei weitere erlitten schwere Verletzungen. Vor den Attentaten waren die israelischen Sicherheitskräfte aufgrund von mehr als 20 Terrorwarnungen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Nach Angaben von Israel Radio gab es Minuten vor dem ersten Attentat eine spezifische Warnung für Rosh Ha'ajin, auf die Sicherheitskräfte jedoch nicht mehr schnell genug reagieren konnten. Die Polizei startete eine großangelegte Suchaktion nach dem Fahrer und weiteren Komplizen der Attentäter, über Kfar Saba wurde eine „Sicherheitsausgangssperre“ verhängt, aufgrund spezifischer Warnungen vor einem Attentat in der Stadt. Radio Israel berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass derselbe Fahrer möglicherweise beide Terroristen an ihre Bestimmungsorte gefahren hätte. Die Männer gehören nicht derselben Terrororganisation an, stammen aber beide aus Nablus. Bisher gab es keine Bekennerschreiben. Die radikal-islamische Hamas hatte angedroht, den Tod von vier Mitgliedern zu rächen, die letzten Freitag bei Zusammenstössen mit Soldaten der israelischen Armee (IDF) in Nablus getötet worden waren. Israelische Regierungsvertreter erklärten, man gehe davon aus, dass die palästinensischen Terrororganisationen ihren zeitweiligen Waffenstillstand (arabisch Hudna) offiziell beendet hätten, der Ende Juni einseitig ausgerufen worden war. Sie führten laut Radio Israel weiter aus, es gebe keine Alternative zur vollständigen Entwaffnung der Terrorgruppen, die in der Roadmap von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verlangt werde. „Dies ist das Ergebnis der Passivität seitens der PA. Sie haben die Terrororganisationen nicht zerschlagen“, so Avi Pazner, Sprecher der israelischen Regierung. Als Reaktion auf die beiden Attentate sagte der israelische Premierminister Ariel Scharon die für heute geplanten Entlassung von 69 palästinensischen Gefangenen ab.

(c)/ Quelle: ICEJ

12.08.03

Diplomatische Offensive zur Zügelung der Hizbullah

Am Montag verstärkte Israel den diplomatischen Druck auf Syrien, während die Hizbullah erstmalig nach 3 Tagen keine Fliegerabwehr-Granaten abfeuerte. Aussenminister Silvan Shalom sprach während seines Schweiz-Aufenthaltes telefonisch mit US - Aussenminister Colin Powell und betonte, dass Israel keine Zurückhaltung üben könne, wenn die Hizbullah weiterhin israelische Gemeinden im Norden des Landes beschiessen würde. Er bat Powell, dies Syrien klar zu machen. Obwohl seit dem Beschuss der Stadt Schlomi am Sonntag weder Powell noch Präsident Bush oder Sicherheitsberaterin Rice mit Syrien im Gespräch waren, sagte ein offizieller US - Vertreter, es gäbe dennoch viele Wege, diese Nachricht zu übermitteln. Aussenminister Shalom führte auch ein Gespräch mit dem deutschen Aussenminister Joschka Fischer und dem spanischen Aussenministerin Ana Palacio, die beide zusagten, dem syrischen Aussenminister Farouk Shara klar zu machen, dass die Hizbullah zurückgehalten werden müsse. Ein solches Gespräch habe der französische Aussenminister Dominique de Villepin bereits mit dem syrischen Präsidenten Bashar Assad geführt, liess Villepin Shalom in einer Nachricht wissen. Frankreich hat bisher nicht zugestimmt, die Hizbullah auf die EU-Liste der Terrororganisationen zu setzen. Shalom jedoch forderte Europa bei einer Pressekonferenz in Bern im Anschluss an sein Treffen mit dem Schweizer Aussenminister Micheline Calmy – Rey zu diesem Schritt auf, da dies für den Friedensprozess und die Verhinderung einer weiteren Eskalation in der betroffenen Gegend wichtig sei. Während die Ruhe von Montag trotz der angespannten Lage an der Nordgrenze begrüsst wurde, sei es noch zu früh, um zu sagen, inwiefern der diplomatische Druck Früchte tragen würde, so ein offizieller Vertreter des Premierminister-Büros. 
Gemeinsam mit UN - Generalsekretär Kofi Annan hat Israel erneut eine Klage gegen den Beschuss durch die Hizbullah eingereicht. Die Kritik richtet sich gegen Syrien, dessen Repräsentant als derzeitiger Präsident des Sicherheitsrates fungiert. Die Beschwerde formuliert die verdrehte Realität, die dadurch geschaffen worden sei, dass das Land, das in seiner Rolle im Sicherheitsrat für Frieden und Sicherheit zuständig ist, dasjenige ist, das gegen Israel Gewalt ausübe. Derzeit bestehe aber noch keine Anfrage im Rat, ein Treffen zu diesem Thema anzuberaumen, sagten israelische Vertreter gegenüber „Kol Israel“. Währenddessen hat Libanon zusammen mit den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates eine Beschwerde gegen Israels Luftwaffe eingereicht, die den libanesischen Luftraum durch Überflüge verletzen würde. Die USA riefen Israel, Syrien und Libanon zu zurückhaltenden Reaktionen auf die Hizbullah – Angriffe vom Wochenende auf, bei denen am Sonntag ein israelischer Jugendlicher getötet wurde.

© Botschaft des Staates Israel, 2003

12.08.03

Gegen den Terror der Selbstmordattentäter - eine Petition

Eine Petition die Selbstmordattentate gegen Zivilisten als Kriegsverbrechen zu brandmarken finden sie im nachfolgenden Link.

Link:

Petition

11.08.03

Israelischer Teenager durch Hisb’Allah-Angriff getötet 

Der 16jährige Haviv Dadon wurde am Sonntag in der westgaliläischen Stadt Schlomi durch Flugabwehrraketen der Hisb’Allah-Terrororganisation getötet, die aus dem Südlibanon auf israelisches Territorium abgefeuert wurden. Fünf weitere Personen, darunter eine Mutter und ihr acht Monate altes Baby, wurden verletzt. Nach israelischen Angaben befanden sich zur Zeit des Hisb’ Allah-Angriffs keine israelischen Kampfflugzeuge über libanesischem Luftraum. Die israelische Luftwaffe zerstörte nach dem Angriff die Flugabwehrbatterie im Südlibanon, von der die Raketen abgefeuert worden waren. Der israelische Premierminister Ariel Scharon kündigte eine „vorsichtige militärische Antwort“ auf den unprovozierten Beschuss israelischen Territoriums an, der am Freitagmorgen nach sechsmonatiger Ruhepause an Israels Nordgrenze begonnen und sich am Samstag und Sonntag, trotz israelischer Proteste bei den Vereinten Nationen, fortgesetzt hatte. Diplomatische Bemühungen, die durch den Iran und Syrien unterstützte Terrorgruppe mit Sitz im Südlibanon zu neutralisieren, hätten aber Vorrang vor militärischen Operationen, so Scharon. Syrien, die Schutzmacht der Hisb’ Allah, die faktisch den Südlibanon kontrolliert, wurde von Israel schärfstens verwarnt. In Sicherheitsberatungen gab Scharon am Sonntag der israelischen Armee grünes Licht, jeden Ort anzugreifen, von dem aus Israel beschossen würde. Nach Berichten der israelischen Tageszeitung „Maariv“ hatte Scharon weiteres militärisches Vorgehen gegen den Libanon abgelehnt, um die Situation an der Nordgrenze nicht eskalieren zu lassen. Der libanesische Rundfunk berichtete am Montagmorgen, israelische Kampfflugzeuge hätten Beirut überflogen – die Überschallknalls der Kampfjets dienten offenbar als Warnung an die Hisb’Allah, dass man sich weitere Aggressionen nicht gefallen lassen werde. 

11.08.03

Hintergrund: Der Konflikt an Israels Nordgrenze 

Nach Ende des dreijährigen Libanon-Krieges 1985, in dessen Verlauf es Israel gelungen war, die PLO aus dem Libanon zu vertreiben, verblieb eine 1000 Mann starke israelische Einheit in einer 12km tiefen Sicherheitszone im Südlibanon, um zusammen mit der südlibanesischen christlichen Armee nordisraelische Dörfer vor Terrorangriffen aus dem Libanon zu schützen. Trotz der Vertreibung der PLO, die Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre den Norden Israels mit Raketenfeuer belegt und wiederholt massive Anschläge in Israel verübt hatte, war die Terrorbedrohung nicht vorbei: Sowohl die Hisb’ Allah, die sich während des Libanon-Krieges formierte, als auch die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und andere Gruppen operierten weiter von libanesischem Boden aus, geduldet und unterstützt von Syrien. In den folgenden Jahren kam es daher immer wieder zu Raketenangriffen auf Nordisrael und Attacken auf IDF-Soldaten, Tendenz steigend. Mehr und mehr Soldaten verloren ihr Leben durch präzise Schläge der Hisb’Allah, zuletzt mit ferngelenkter hochentwickelter Waffentechnik, so dass Israel schließlich am 24. Mai 2000 vollständig aus dem Südlibanon abzog. Überflüge des libanesischen Grenzgebietes behielt die israelische Luftwaffe aus Sicherheitsgründen allerdings bei, um Aktivitäten der Hisb’Allah an ihren zahlreichen Raketenstellungen im Südlibanon beobachten zu können. Nach Einschätzung israelischer Militärexperten „inspirierte“ der israelische Abzug aus dem Südlibanon Jassir Arafat dazu, das Angebot der Barak-Regierung zur Rückgabe von 97% Judäas und Samarias im Juli desselben Jahres abzulehnen und den Konflikt auf seine Weise „zu lösen“ – durch den Start einer eigenen Terrorkampagne, der zweiten Intifada, im September 2000. 

(c)/ Quelle: ICEJ

11.08.03

Kein Palästinensischer Staat, wenn PA nicht Verpflichtung nachkommt

Während der wöchentlichen Regierungssitzung teilte gestern Ministerpräsident Scharon seinem Kabinett in Jerusalem mit, dass Israel keiner Gründung eines palästinensischen Staates zustimmen wird, solange die Palästinensische Autonomiebehörde nicht seinen Verpflichtungen entsprechend der „Road Map“ nachkommt. Ministerpräsident Scharons Bemerkungen folgten einem Bericht von Generalstabschef Moshe Ya’alon, welcher die Regierung über die Sicherheitssituation im Westjordanland und Gaza informierte. Laut General Ya’alon verüben palästinensische Gruppen durchschnittlich vier Terrorangriffe pro Tag. Dieses beinhalte Schießereien, das Abfeuern von Raketen sowie das Aufstellen von Sprengfallen an Straßenrändern. Laut offiziellen Quellen beantwortete Ya’alon nicht die Frage, ob die Palästinenser die Infrastruktur der Terrorgruppen bekämpfen, so wie es die erste Stufe der „Road Map“ fordert. Ya’alon fügte hinzu, dass der Waffenstillstand, Hudna, eine interne palästinensische Angelegenheit sei, in welcher Israel keine Partei darstellt und dass die Palästinensische Autonomiebehörde die Terrorstrukturen, entsprechend der „Road Map“, bekämpfen muss, ob mit oder ohne Waffenstillstand. Ya’alon erklärte, dass die palästinensische Gesellschaft von der „Hudna“ ebenso profitiere wie die israelische und dass Anzeichen vorhanden sind, dass die Mehrheit der Palästinenser für eine Verlängerung der Waffenruhe ist. Nach seiner Meinung ist der Terrororganisation Hamas die Meinung der „Straße“ sehr wichtig und stimmte deshalb in erster Linie dem zeitlich limitierten Waffenstillstand zu. Durch die relative Ruhe können zur Zeit 22.000 Palästinenser in Israel arbeiten und ungefähr 800 Lastkraftwagen passieren täglich den Karni – Grenzübergang. Dieses weckt das Verlangen nach mehr Ruhe innerhalb der palästinensischen Gesellschaft, was das tägliche Leben in Westjordanland und Gaza erleichtert. Einschränkend fügte er hinzu, dass der Waffenstillstand nicht nur das Leben einfacher Palästinenser verbessert hat, sondern den Terrorgruppen Raum verschafft, um sich neu zu gruppieren und die Produktion von Waffen voranzutreiben. Die Razzia in Nablus am Freitag, bei der ein israelischer Soldat und zwei Mitglieder der Hamas getötet worden sind, verhinderte den Bau und die Produktion von Kassamraketen, die bisher nur im Gazastreifen hergestellt wurden. Offizielle Quellen in der Regierung berichten zudem, dass Generalstabschef Ya’alon bemerkte, dass die islamischen Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad weitestgehend die Waffenruhe befolgen und dass die meisten Terrorübergriffe von „rebellischen“ Fatahgruppen ausgeführt wurden. Er sagte, dass die Palästinensische Autonomiebehörde Schritte unternommen hat, um dem Terror Einhalt zu gebieten. Dieser Sachverhalt ist durch politischen Druck aus Washington erreicht worden, stellt aber keine strategische Entscheidung zur Bekämpfung der Terrorstrukturen in Westjordanland und Gaza von Seiten der Palästinensischen Autonomiebehörde dar. (Quelle Jerusalem Post) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

07.08.03

Einwanderungen nach Deutschland

Im Jahre 2002 wanderten rund 19.000 Juden aus den GUS-Republiken nach Deutschland ein - rund 1.000 weniger, nämlich 18.000, machten Alija nach Israel. 

Link:

Deutschland für GUS-Juden attraktiver als Israel

07.08.03

Quelle aus dem israelischen Generalstab: Abbas sollte Freilassung von Gefangenen politisch für sich nutzen

Ein Offizier des Generalstabs der israelischen Armee äußerte gegenüber der israelischen Tageszeitung Haaretz, dass der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde, Yasser Arafat, und der PA Minister für Sicherheit, Mohammed Dahlan, alles tun, um die vertrauensbildende Maßnahme der Freilassung hunderter palästinensischer Gefangener zu marginalisieren. Der Offizier kommentierte das Verhalten mit den Worten, dass „... sich die Vorgänge immer wiederholen. Was den Palästinensern schon gegeben wurde, wird als selbstverständlich wahrgenommen und sie (PA) fordern umgehend weitergehende Gesten und Zugeständnisse.“ Er fügte hinzu, dass der palästinensische Ministerpräsident Mahmoud Abbas bedauerlicher Weise einen Fehler macht, wenn er die Freilassung von Gefangenen, den Rückzug der israelischen Armee aus dem Norden des Gazastreifens, die Reiseerleichterungen in Gaza und Westjordanland nicht als seine politischen Leistungen der palästinensischen Öffentlichkeit weitergibt. Der Offizier interpretiert diese Zurückhaltung von Abbas in seinen öffentlichen Aussagen als Vorsicht gegenüber dem Vorsitzenden der Autonomiebehörde Yasser Arafat, da Abbas fürchtet, dass Arafat ihn als amerikanischen und israelischen Kollaborateur darstellen könnte. Die Freilassung der Gefangenen wird von israelischer Seite als Maßnahme des Guten Willens verstanden, die Palästinensische Autonomiebehörde bezeichnet die Maßnahme als inadäquat. Andy Perlman, Berater von Ministerpräsident Scharon, hofft, dass die vertrauensbildende Maßnahme helfen wird, den Friedensprozess voranzubringen. Yasser Abed Rabbo, Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde, wies die Maßnahme mit den Worten zurück, dass „...dies wertlos und bedeutungslos sei. Es ist ein theatralischer Schritt, um Washington zufrieden zu stellen.“ Die ursprüngliche Zahl der Freigelassenen wurde gestern um fünf Personen auf 334 Gefangene reduziert, da auf Anfrage des israelischen Justizministeriums und einiger Verbände israelischer Terroropfer weitere Klärung in deren Fällen bestand. Die Anfrage beinhaltete den Gefangenen Rami Barghouti, der verdächtigt wird, „palästinensische Kollaborateure“ gefoltert zu haben. Bevor die Gefangenen freigelassen wurden mussten sie ein Dokument unterzeichnen, welches ihnen zukünftig jegliche illegale Aktivität gegen israelische Ziele verbietet. Nur wenige Stunden später verkündete das Mitglied des Islamischen Dschihad, Hamad al-Smairi, in Gaza, dass er sich gegenüber dem gegebenen Versprechen nicht verpflichtet fühlt. Wörtlich sagte er: „Ich bin ein Soldat des Islamischen Dschihad, ich werde tun und sein was immer der Islamische Dschihad von mir fordert.“ (Quelle Haaretz) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

07.08.03

Iran verstärkt Unterstützung palästinensischer Terroristen 

Israel geht davon aus, dass der Iran hinter den meisten der 178 Terroranschlägen steckt, die seit der Ausrufung des temporären palästinensischen Waffenstillstands (arabisch Hudna) Ende Juni verübt wurden. Nach Informationen israelischer Sicherheitskreise verstärkt der Iran seinen indirekten Angriff aus Israel zur Zeit weiter durch direkte Anweisungen und Finanzen an palästinensische Terrorgruppen. Die Mehrheit der Anschläge wurde durch die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden verübt, die zur Fatah-Bewegung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gehören. Anweisungen und Gelder kamen aber sowohl aus dem Iran als auch von der syrisch-iranisch unterstützen Hisb’Allah-Terrororganisation im Südlibanon. Die Israelis beobachten besorgt, dass die Terrorgruppen die relative und vorübergehende Ruhe dazu ausnutzen, sich nach einem Jahr intensiver israelischer Anti-Terror-Maßnahmen zu reorganisieren und wieder zu bewaffnen. „Der Iran sieht Israel als Besatzer heiligen islamischen Landes an, als Gesandten des Westens, dessen Ziel die Zerstörung des Islam ist“, so ein israelischer Sicherheitsexperte. „Die Terrorgruppen, die sich an die Hudna halten, sind eifrig damit beschäftigt, den ‚Tag nach der Hudna’ vorzubereiten“, warnte er. Auch der Umstand, dass der Iran voraussichtlich 2005 über eigene Atomwaffen verfügen wird und kürzlich eine Mittelstreckenrakete entwickelt hat, die israelisches Territorium erreichen kann, hindert die Israelis daran, sich in Sicherheit zu wiegen. 

05.08.03

Kanadischer Geistlicher wegen Israelbesuch im Libanon vor Gericht 

Bruce Balfour, ein evangelischer kanadischer Geistlicher, der seit einem Monat im Libanon im Gefängnis sitzt, wird sich am 11. August vor einem libanesischen Gericht dafür verantworten müssen, mit Israel kollaboriert zu haben. Informationen über Balfours Festnahme am Beiruter Flughafen am 10. Juli drangen erst ca. 10 Tage später an die Öffentlichkeit, nachdem ein Informant die kanadische Botschaft alarmiert hatte. Balfour wurde offensichtlich für das „Verbrechen“ inhaftiert, in der Vergangenheit Israel besucht zu haben. In einer Nachricht an seinen Botschafter beklagte Balfour, 100mal versucht zu haben, Kontakt aufzunehmen, was immer wieder gescheitert sei. „Ich wurde verhaftet, weil eine Computereintragung ergab, dass ich einmal in Israel war, was der Wahrheit entspricht. Bitte erklären Sie mir, worin dabei das Verbrechen liegt“, so Balfour. Balfour arbeitet als Direktor einer christlichen Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die durch den Bürgerkrieg schwer beschädigten alten Zedern-Wälder im Libanon wieder aufzuforsten. Zuvor arbeitete er für die humanitäre Hilfsorganisation „Lebanon Aid“ während des Bürgerkrieges. Während das Projekt bei Universitäten und anderen Gruppen des Landes auf Unterstützung gestoßen ist, erfuhr es von der Hisb’Allah-Terrormiliz, die faktisch den Süden des Landes kontrolliert, heftigen Widerstand.

(c)/ Quelle: ICEJ

05.08.03

Sicherheitskabinett berät über Szenarien eines "Mega Anschlages"

Am heutigen Mittwoch Vormittag versammelte Ministerpräsident Scharon sein Sicherheitskabinett in Jerusalem, um verschiedene Szenarien eines terroristischen „Mega-Anschlages“ zu diskutieren. Der Ministerpräsident wurde von der Anti-Terror-Einheit des Ministerpräsidentenbüros informiert. Laut den anwesenden Anti-Terror Experten besteht die größte Gefahr in der Entführung eines zivilen Verkehrsflugzeugs, welches in ein israelisches Ziel gestürzt werden soll. Zudem wurde Ariel Scharon in Kenntnis gesetzt, dass die Gefahr der Sprengung eines in einem israelischen Hafen geankerten Schiffes besteht. Scharon antwortete daraufhin, dass Israel mit einem nie da gewesenen moralischen und operationalen Dilemma konfrontiert würde, im Fall, dass ein entführtes Passagierflugzeug auf Israel zufliegen würde. In einer der wenigen Anti - Terroroperationen der israelischen Armee in der Stadt Jericho, Westjordanland, wurden am Mittwochmorgen 14 Palästinenser festgenommen. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht weist daraufhin, dass Militante in der Stadt Anschläge planen sowie Waffen und Munition herstellen. (Quelle Haaretz) 

05.08.03

Tisha B'av - der neunte Av

Am heutigen Mittwochabend mit dem Sonnenuntergang beginnt der Fastentag des neunten des jüdischen Monats Av, der das jüdische Volk an die Zerstörung des ersten Tempels (im Jahr -586 entsprechend dem gregorianischen Kalender) sowie des zweiten Tempels (im Jahr 70 des gregorianischen Kalenders) erinnert sowie den Anfang des zweitausendjährigen Exil markiert, an dessen Höhepunkt in der Vernichtung der Juden Europas die Shoa stand. Traditionell werden an diesem Tag keine Lederschuhe getragen, es wird nicht gegrüßt (es ist eine Art Bekundung der Freude) und die persönliche Wäsche soll auf die morgendliche Erfrischung reduziert sein. Eine der eindrucksvollsten Zusammenkünfte des TISHA B’AV findet an der Klagemauer in Jerusalem statt, wo der Platz vor der Mauer voller Menschen ist, die in Trauer vereint sind. In der Synagoge werden die Wörter des Propheten Jeremiah in der Meguilat EIcha gelesen ebenso wie Kinot, Klagelieder, die an andere schreckliche Ereignisse erinnern, die an diesem Gedenktag passiert sind. Hier können sie einen kleinen Auszug an Geschehnissen in der jüdischen Geschichte finden, die laut dem hebräischen Kalender an Tisha B’av stattgefunden haben: 26. 7. 1306 Die Juden wurden durch Philippe le Bel aus Frankreich vertrieben. 11.8.1492 der letzte Jude verlässt offiziell Spanien, drei Monate nachdem König Ferdinand und Isabelle von Spanien das Edikt zur Vertreibung der Juden aus Spanien erlassen hatten. 6.8.1555 Die jüdische Bevölkerung Roms wird gezwungen, in einem isolierten Viertel, Ghetto, zu leben. 1.8.1941 Die Juden von Byalostok werden gezwungen in einem Ghetto zu leben. 23.7.1942 Die ersten Transporte von Juden aus dem Warschauer Ghetto erreichen das Vernichtungslager Sobibor, wo sie anschließend durch eine nie voher dagewesene industrialisierte Tötungsweise ermordet wurden. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

05.08.03

Gedanken zur roadmap

Link:

Das Rezept für eine neue Katastrophe

05.08.03

Freundschaft hilft tiefe Wunden heilen

Terror-Opfer aus Israel besuchen eine Woche lang die Stadt Altensteig Zu einem Empfang hatte Bürgermeister Jürgen Grossmann am 31. Juli eine israelische Reisegruppe eingeladen. Der Besuch in Altensteig soll ihnen helfen, mit ihrem Schicksal fertig zu werden: Denn sie alle sind Terror-Opfer. Begeistert über die Fotos der Altstadt blicken die Augen der Besucher auf die Leinwand. Sie lassen sich fesseln, an manchen Stellen des Vortrags lachen sie sogar. Dann lassen sich die Augen von schönen Dingen ablenken. Doch diese Augen haben allesamt vor wenigen Monaten anderes gesehen, haben miterlebt, was die meisten von uns nur aus den Abendnachrichten kennen: Bombenterror, Selbstmordanschläge und alltägliche Gewalt in Israel. Rachel Tevet und ihr Ehemann Aviskay, Leiter der israelischen Besuchergruppe und seit fast 20 Jahren Betreuer von Terroropfern, berichteten über einige dieser Schicksalsschläge: Attentate während des Militärdienstes haben zwei der anwesenden jungen Frauen über Nacht zu Witwen gemacht. Ein weiterer Besucher verlor bei einem Anschlag ein Auge und ein Bein, eine andere Teilnehmerin der Reise wurde während eines Selbstmordattentats auf einen Bus schwer verletzt. »Ihr Leben wird nie wieder das selbe wie früher sein. Die Last des Schicksals ist noch schwer, der seelische Schmerz der noch frischen Wunden kann nicht geheilt werden. Er kann aber liebevoll gepflegt werden. Dabei unterstützen uns diese Einladungen. Für uns sind sie echte Hilfsangebote, die uns das gute Gefühl geben, dass in dieser schwierigen Zeit jemand zu uns steht«, sagt Rachel Tevet. »Dennoch begleiten uns auch in Altensteig die Gedanken, dass jemand, den man geliebt hat, diese Tage nicht mit uns verbringen kann«. Die Idee, Terroropfer aus Israel nach Altensteig einzuladen, hatte die Vorstandsschaft des JMS im November des vergangenen Jahres bei einem »Israelabend«, bei dem ein Film über Terroropfer gezeigt wurde. Das kleine, beinlose Mädchen, das ihren grössten Traum, Tänzerin zu werden, nicht mehr verwirklichen konnte, bewegte die Zuschauer so sehr, dass der Entschluss schnell gefasst war. »Beziehungen, die über historische Hintergründe und Kirchen hinausgehen und Freundschaften entwickeln, so lautet unser Ziel«, sagte Grossmann. Das Lied »Schalom« (Frieden), das dann im Ratsaal erklang, konnte es nicht besser ausdrücken. (Schwarzwälder Bote, 01.08.2003) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

05.08.03

Solidaritätsreise nach Israel

Der Zentralrat der Juden in Deutschland in Israel.

Link:

Ein Bild aus erster Hand

05.08.03

Linktipp zum Thema Antisemitismus

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Die Verbrechen der Juden

04.08.03

Interview mit Shimon Stein

Link:

Interview lesen

04.08.03

Freilassung von 443 Palästinensischen Gefangenen am Mittwoch

Der Ausschuss zur Freilassung palästinensischer Gefangener stimmte der Entlassung von 443 Häftlingen für Mittwoch zu. Die Liste der Gefangenen, die am Mittwoch freigelassen werden sollen, kann auf der Internetseite des „Israelischen Gefängnisservice“ nachgelesen werden (http://www.ips.gov.il/). Trotz der Entscheidung des Ausschusses, keine Gefangenen mit Blut an den Händen freizulassen, werden am Mittwoch auch Inhaftierte aus der Haft entlassen, die für Schussangriffe, das Legen von Bomben sowie das Werfen von Granaten verurteilt worden sind. Justizminister Yosef Lapid äußerte sich vor dem Ausschuss, dass man die Kriterien zur Freilassung von Gefangenen ausweiten sollte, gegen die aktuell Gerichtsverfahren eingeleitet worden sind, um den palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmoud Abbas zu stärken. Generalstaatsanwalt Elyakim Rubinstein lehnte dies aber ab, da der Ausschuss nicht die Kompetenz zur Erweiterung der Kriterien besitzt. Ministerpräsident Sharon unterstützt währenddessen die Ansicht des Direktors des israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet, Avi Dichter, während einer Sitzung des Ausschuss für die Gefangenenfreilassung, dass keine weiteren Gefangenen freigelassen werden, solange die Palästinensische Autonomiebehörde nicht den Kampf gegen den palästinensischen Terror aufnimmt. „Zuerst müssen palästinensische Aktionen folgen, dann können wir weiter sehen wie wir Ihnen im Austausch helfen können“. (Quelle Haaretz) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

04.08.03

Mord an zum Christentum übergetretenen Moslem als Warnung an Palästinenser 

Nach einer Pressemitteilung des Barnabas Fund vom 29. Juli wurde die Leiche eines zum Christentum übergetretenen ehemaligen Moslem seiner Familie zurück gebracht – zerstückelt in vier Teile von islamischen Extremisten. Der Mann hatte Familie und Freunde zehn Tage zuvor verlassen und sich in eine Bergregion des palästinensisch verwalteten Gebietes aufgemacht. Mit sich führte er christliche Kassetten, Videos und eine Bibel. Nachdem seine Familie zehn Tage lang nichts von ihm gehört hatte, wurde ihnen die zerstückelte Leiche als Warnung für übertretungswillige Palästinenser gebracht. Der Mann hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Örtliche palästinensische Christen, die zum Christentum übergetretene Moslems unterstützen, berichteten, dass islamische Milizen in der PA vorsätzlich konvertierte ehemalige Moslems attackierten. Insbesondere die Terrororganisation Hamas erhält nach ihren Angaben dafür finanzielle Unterstützung aus dem Iran.

04.08.03

Anti-israelisches Sommer-Märtyrerlager geschlossen 

Letzten Donnerstag schloss die israelische Polizei ein arabisches Kindersommerlager in Galiläa, nachdem aufgrund einer Fernsehreportage bekannt geworden war, dass die teilnehmenden Kinder im Grundschulalter über die „heroischen Aktivitäten“ palästinensischer Selbstmordattentäter und Terroristenführer unterrichtet wurden. Ziel des Lagers war es, so die Reportage, die Kinder von der „Propaganda des zionistischen Bildungssystems“ zu befreien. Zwei Organisatoren wurden festgenommen und das Sommerlager ausgesetzt. Teilnehmerin Saama Vakim zeigte ihre Halskette, die ein Pendant der Karte Israels mit eingravierter palästinensischer Flagge darstellte. Auch das „Intifada-Pendant“ des Schmuckstücks wurde vor die laufende Kamera gehalten – darauf war ein palästinensischer Steine werfender Junge zu sehen. Das Mädchen erklärte, die Juden hätten kein Recht, hier zu leben und sollten „dahin zurück kehren, wo sie herkommen, nach Polen und Russland“. 

04.08.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

4. August 1944: Anne Frank wird zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester verhaftet. Die 15jährige Anne wird nach Bergen-Belsen geschickt, wo sie im März 1945, kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Alliierten, stirbt. 

(c)/ Quelle: ICEJ

03.08.03

Veranstaltungshinweis

Einladung zu einer Gedenkstunde der Trauer Donnerstag, 7. August, 18:00 Uhr   am Gedenkstein der zerstörten Nürnberger Hauptsynagoge, Hans-Sachs-Platz

In Nürnberg wurde am 10. August 1938 die Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz von den Nazis zerstört. Auf einer Großkundgebung in Anwesenheit von Tausenden Nürnbergern wurde die schändliche Zerstörung verkündet und sofort durchgeführt. Die Synagoge war 1874 eingeweiht worden.
Juden in der ganzen Welt gedenken am 9. Aw, dieser Tag fiel 1938 auf den 10. August nach jüdischem Kalender, der Zerstörung des 1. und 2. Tempels in Jerusalem. An diesem Tag wird in jüdischen Gemeinden gefastet.
Der Antisemitismus manifestiert sich immer offener. Die Hemmschwelle für antisemitische Gewalttaten ist allgemein deutlich gesunken. Besonders hervorgerufen durch den geistigen Schaden, den vor allem einseitige Berichterstattungen über die Geschehnisse im Nahen Osten anrichten.
Der Antisemitismus verbindet sich heute mit einseitigen Vorwürfen gegen Israel und versucht, NS-Parolen wieder zu beleben. Antijudaismus und Antiisraelismus in Europa haben wieder ihr Haupt erhoben und das terroristische Töten von Juden in Israel wird hingenommen. Landesbischof Johannes Friedrich knüpft einen eigenen Staat der Palästinenser an die Bedingung, dass von ihnen keine Bedrohung für den Staat Israel mehr ausgehen dürfe. Bayers Innenminister Günter Beckstein: „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt. Es bedeutet, dass wir gut miteinander zusammenleben."
Angesichts des zunehmenden Antisemitismus in Europa und der Auseinandersetzungen um Israels Existenz mit seiner Hauptstadt Jerusalem solidarisieren wir uns mit den jüdischen Mitbürgern unserer Stadt und laden zu obigem Gedenken ein.
Veranstalter: Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes", Postfach, 90249 Nürnberg

03:08:03

Interview 

Interview mit Avi Primor, ehemaliger Botschafter des Staates Israel in Deutschland.

Link:

Interview hören

03.08.03

Interessanter Leserbriefwechsel

Thema: Syriens Rolle im Nahostkonflikt bzw. die Beschimpfungen der USA durch den syrischen Aussenminister.

Link:

Briefwechsel

03.08.03

Wacht die EU endlich auf?

Der Rat der EU, der 45 Länder repräsentiert, die sich zusammen getan haben, um die Werte der Demokratie, des Rechtsstaates und der Menschenrechte zu verteidigen, hat am 25. Juni mit einer Resolution bezüglich der palästinensischen Flüchtlinge für die erste Überraschung gesorgt. 

Link:

Lauter Überraschungen

01.08.03

Vorerst keine Tempelberg-Besuche für Nichtmoslems mehr 

Am Mittwoch unterband die israelische Polizei abrupt weitere Besuch von Juden und Christen auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Heiligsten Stätte des Judentums. Als Grund wurde angegeben, man befürchte palästinensische Ausschreitungen. Wann die eingeschränkten Besuche kleiner Gruppen von Nichtmoslems wieder aufgenommen würden, blieb unklar. Informationen über geplante Ausschreitungen bei den moslemischen Freitagsgebeten in der letzten Woche hatten zu einem kurzzeitigen Bann von Männern unter 40 Jahren geführt. Seit der Wiedereröffnung der Stätte für Nichtmoslems im Juni war die Kritik von Seiten der moslemischen Verwaltungsbehörde des Tempelberges, des Wakf, immer weiter angeheizt worden. Insbesondere Palästinenserführer Jassir Arafat hatte öffentlichkeitswirksam gefordert, Besuch von Juden auf dem Tempelberg nicht zuzulassen. Im letzten Monat hatten mehr als 400 jüdische und christliche Besucher unter Polizeieskorte das Areal erkundet, den Felsendom und die Al-Aksa-Moschee aber nicht betreten. Die Wiedereröffnung der Stätte war ein Versuch, den Status-quo, der seit dem Sechstagekrieg 1967 über drei Jahrzehnte bis September 2000 angehalten hatte, wieder her zu stellen. 

01.08.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

1. August 1919: General Denikin, Kommandant der weißrussischen Armee, versucht, unterstützt von den Vereinigten Staaten, die Bolschewiken zu stürzen. Ihm gelingt es kurzfristig, sowohl Petlura als auch die Bolschewiken zu stoppen. Wie Petlura identifiziert er die Juden mit dem Kommunismus und fährt fort, seine eigene Judenverfolgung durchzuführen. Seine Truppen führen über 213 Pogrome durch, bei denen über 5000 Juden ermordet werden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

01.08.03

Taten erwartet, nicht nur Worte

Eine Umfrage unter den amerikanischen Bürgern zeigt, was die Amerikaner erwarten: Taten der Palästinenser gegen den Terrorismus und nicht nur Worte. Mehr dazu im nachfolgenden Link.

Link:

Taten erwartet, nicht nur Worte

01.08.03

Keine Einigung zwischen Mofaz und Dahlan

Verteidigungsminister Shaul Mofaz und der palästinensische Regierungsbeauftragte für Staatssicherheits-Angelegenheiten Mohammed Dahlan sind am Mittwochabend in Neve Ilan bei Jerusalem zusammengekommen, um über einen weiteren Abzug israelischer Truppen aus zwei palästinensischen Städten des Westjordanlands zu beraten. Die Gespräche blieben jedoch ohne Erfolg. Mofaz hatte Dahlan den Rückzug der israelischen Armee aus Qalqiliya und Jericho vorgeschlagen. Dahlan bestand jedoch auf einen Abzug der Truppen aus Ramallah. Beide Seiten denken jetzt über einen Kompromiss nach. Möglicherweise wird Israel drei Städte räumen, während die palästinensische Regierung vorerst auf die Kontrolle über Ramallah verzichtet. In dem vierstündigen Gespräch forderte Mofaz die Palästinenser zudem auf, die "Infrastruktur des Terrorismus zu zerstören, illegale Waffen zu beschlagnahmen und Terroristen zu verhaften". Dahlan lehnte dies jedoch ab. Solange die Waffenruhe intakt sei, werde die PA nicht gegen palästinensische Terrorgruppen vorgehen, hieß es zur Begründung. "Es gibt keine Krise, aber wir konnten noch keine Vereinbarungen erzielen", hieß es aus palästinensischen Sicherheitskreisen nach dem Treffen. Die beiden Politiker vereinbarten, sich in Kürze erneut zu treffen. (Ha’aretz)

01.08.03

Gedenkveranstaltung der Hebräischen Universität

Ein Jahr nach dem Bombenanschlag auf die Cafeteria des Frank Sinatra International Student Center der Hebräischen Universität in Jerusalem haben Universitätsangehörige und Gäste in einer feierlichen Gedenkveranstaltung am Donnerstag der neun Todesopfer des 31. Juli 2002 gedacht. Nahezu 90 Menschen wurden durch die gewaltige Explosion verletzt. Unter den Toten befanden sich fünf US-Bürger. In seiner Ansprache lobte der Vertreter der amerikanischen Botschaft in Tel Aviv Richard LeBaron, die Hebräische Universität als einen Ort, an dem Menschen egal welchen Glaubens und ungeachtet ihrer Herkunft zusammen lehren und forschen. Gleichzeitig dürfe man aber nicht vergessen, dass die Gefahr des Terrors noch nicht gebannt sei, wenn es auch gerade einen Hoffnungsschimmer für einen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis gebe. Dem Terroranschlag vor einem Jahr fiel auch der 29-jährige Kadett des israelischen Außenministeriums David Diego Ladowski zum Opfer. David hatte an diesem Tag seine Magisterarbeit abgeben wollen. Mitte August 2002 sollte er seine erste Stelle in Lima antreten. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

30.07.03

Sharon in Washington: Außenposten gehen, Sicherheitszaun bleibt 

US-Präsident George W. Bush forderte Premierminister Ariel Scharon am Dienstag in Washington auf, die Konsequenzen israelischen Handelns zu bedenken, entschärfte jedoch seine Kritik am Sicherheitszaun, nachdem Scharon auf dessen Weiterbau bestanden hatte. Scharon informierte Bush zudem, dass 22 „unzulässige“ Siedlungsaußenposten in den umstrittenen Gebieten Judäa und Samaria abgebaut worden seien und kündigte die Beseitigung weiterer an. Bush seinerseits betonte die Wichtigkeit der Zerschlagung der Terrorinfrastruktur durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), eine Aussage, die Mitglieder von Scharons Delegation besonders erfreute. Es hatte Befürchtungen gegeben, dass Bush nicht ausreichend deutlich hervorheben würde, dass er von dem palästinensischen Premierminister Mahmoud Abbas konkrete Schritte gegen Hamas und Islamischer Dschihad erwarte. Bush bestätigte erneut Amerikas unerschütterliches Bekenntnis „zur Sicherheit Israels als jüdischer Staat“ . Israelische Vertreter interpretierten dies als amerikanische Ablehnung eines Rückkehrrechts für palästinensische Flüchtlinge nach Israel. 

30.07.03

Domino-Transplantation rettet zwei arabischen Kindern das Leben 

Eine in Petach Tikva durchgeführte sog. Domino-Transplantation hat zwei arabischen Kindern das Leben gerettet. Bei einer solchen Transplantation wird das gesunde Organ eines Spenders einem Empfänger eingepflanzt, dessen Organe werden wiederum einem weiteren Patienten implantiert. Am späten Montagabend erhielt die 13jährigen Khouter Zuabi aus einem Dorf in Galiläa Herz und Lungen eines kürzlich verunglückten 11jährigen palästinensischen Jungen. Jabarin Rim aus Umm el-Fahm wurde dann seinerseits das gesunde Herz von Khouter eingepflanzt. Die operierenden Ärzte hatten beschlossen, Khouter, die eine neue Lunge benötigte, auch ein neues Herz zu implantieren, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Die Familie des 11jährigen Spenders von Herz und Lunge Kaher Oodah, der vor kurzem tödlich verunglückt war, hatte sich nach Besprechung mit dem Mufti von Jerusalem zur Freigabe der Organe entschlossen. Die Koordinatorin der Transplantation, Tamar Aschkenasi betonte, dass Kahers Familie nicht wusste und wissen konnte, dass die Organe ihres Jungen arabischen Kindern implantiert würden. Es war die erste Domino-Transplantation an Kindern in Israel. Ein Teil der Operation wurde im Schneider-Kinderkrankenhaus von Petach Tikva ausgeführt. Es ist das erste israelische Krankenhaus, das in einem umfangreichen Artikel des offiziellen Vatikan-Magazins CNEWA der katholischen Nahost-Wohlfahrtsorganisation lobend erwähnt wurde. Der ungewöhnliche Artikel der Juli-August-Ausgabe lobte das Krankenhaus, das als „Brücke des Friedens“ diene, für seine medizinische Hilfe, die oft arabischen Kindern zugute kommt. 

(c)/ quelle: ICEJ

30.07.03

"Israel erwägt Abbau des Sicherheitszaunes, wenn sich die Terrorstrukturen auflösen"

Israel erwägt, den Sicherheitszaun zwischen Israel und dem Westjordanland abzubauen, wenn sich die Terrorstrukturen in den palästinensischen Gebieten auflösen werden. Das sagte ein hochrangiges Mitglied der israelischen Regierungsdelegation am Dienstag in Washington. „Es kann sein, dass wir eine solche Entscheidung treffen werden, obwohl es nicht richtig wäre, heute zu sagen, was wir morgen tun werden“, hieß es aus Regierungskreisen. „Wenn sich alles geklärt hat, Ruhe und Frieden in unserem Land eingekehrt ist, es keine Gefahr mehr durch Terroristen geben wird und der Strom derer, die illegal nach Israel eindringen, abbrechen wird, dann werden sicher viele Dinge passieren. Der Zaun war noch nie das, wonach ich mein Leben lang gestrebt habe und ich bin kein Fan davon“, fügte die Quelle hinzu. Zur gleichen Zeit werde der Zaun unter großem Druck weitergebaut, aber mit der Bemühung, sicherstellen zu können, dass das Leben der palästinensischen Bevölkerung dadurch nicht beeinträchtigt wird. Der israelische Botschafter in Washington Dany Ayalon sagte in einem Interview mit dem israelischen Armeesender Galei Zahal, obwohl die Amerikaner sich nie mit der Idee des Zaunes angefreundet hätten, gäbe es keine Meinungsverschiedenheiten zwischen Israel und den Vereinigten Staaten über die Notwendigkeit des Zaunes. (Walla!) 

30.07.03

Tourismus nimmt zu

Der Tourismus in Israel nimmt zu. Die Zahl der Touristen, die von April bis Juni 2003 nach Israel einreisten, lag um 38,9% höher als im ersten Vierteljahr. Die Zahl der Hotelübernachtungen in Israel stieg um 21,1%. Der Aufschwung begann im April mit dem Sturz des Saddam-Regimes im Irak. Allein aus Frankfurt am Main wurde eine Steigerung der Flugreservierungen um 103% gemeldet, London folgt mit 85% und Mailand mit einem Anstieg um 80%. Im Tourismusministerium rechnet man zum Jahresende mit 1,2 Mio. Gästen in Israel, das wären 400.000 mehr als im Vorjahr. Die meisten Besucher konnte Israel zur Jahrtausendwende begrüßen: Im Jahr 2000 wurden 2,7 Mio. Reisende in Israel gezählt. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

30.07.03

Interview mit Shimon Stein

Der Botschafter des Staates Israel im Interview über die aktuelle USA-Reise des israelischen Premierministers Ariel Scharon und die Forderung daß die Palästinenser umgehend ihre Terrorstrukturen auflösen müssen.

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29.07.03

Interview mit David Wilkerson

Der amerikanische Evangelist über den Irakkrieg, den Islam, Georg W. Bush und Israel.

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29.07.03

Österreichische Aussenministerin zu Besuch in Jerusalem

Israel und Österreich wollen ihre bilateralen Beziehungen erneuern. Anlässlich des Besuches der österreichischen Außenministerin Benita Ferrero-Waldner sagte Außenminister Silvan Shalom am Dienstag in Jerusalem: „Die Erinnerungen an die Vergangenheit ist das Fundament für Israels Beziehungen mit der gesamten Welt im Allgemeinen und mit Europa im Besonderen. Wenn wir uns der Lehren aus der Vergangenheit erinnern und sie uns zu Herzen nehmen, können wir an einer Brücke für freundschaftliche Beziehungen in der Gegenwart und in der Zukunft bauen und gemeinsam solche tragischen und schrecklichen Ereignisse verhindern. Im Jahr 2000 hat Israel angekündigt, seinen Botschafter aus Wien abzuberufen und beschränkte die Beziehungen zwischen beiden Staaten auf einige Bereiche. Zur selben Zeit setzte auch die EU eine Reihe von Protestmaßnahmen gegen Österreich durch, - ein bisher einzigartiges Vorgehen gegen einen EU-Mitgliedsstaat. Diese Krise unterbrach eine allmähliche Annäherung zwischen Israel und Österreich, die mit einer Rede des früheren Bundeskanzlers Franz Vranitzky im Juli 1991 begonnen hatte, in der er Österreich aufgerufen hatte, sich mit seiner Nazi-Vergangenheit auseinander zu setzen. Während der vergangenen drei und halb Jahre hat Israel die Entwicklungen in Österreich weiter verfolgt. Während dieser Zeit hat Österreich wichtige Schritte zur Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit und zur Anerkennung seiner Verantwortung gegenüber Opfern des Holocausts eingeleitet. Abkommen und Gesetze bezüglich der Entschädigung von Opfern des Nationalsozialismus wurden unterzeichnet. Außerdem hat die österreichische Bundesregierung unter der Führung Bundeskanzlers Schüssel ihre ernsthafte Verpflichtung zum Ausdruck gebracht, die Lehren des Holocausts und der Vergangenheit an die jüngeren Generationen weiter zu geben. Während ihres Besuches im Mai 2002 im Todeslager von Auschwitz sagte die Außenministerin Ferrero-Waldner: ‚In tiefer Trauer stehe ich an dem Ort, der die dunkelste Epoche der europäischen Geschichte und das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte bedeutet: Die Abschlachtung des Jüdischen Volkes durch das Nazi-Regime und seiner Mittäter.’ Die Worte von Außenministerin Ferrero-Waldner drückten die Verantwortung Österreichs für die Ereignisse der Vergangenheit aus, sowie die Verpflichtung, Antisemitismus zu jeder Zeit und an jedem Ort zu bekämpfen. Die österreichische Außenministerin fügte hinzu, dass keiner, der Auschwitz nicht besuchte, die Bedeutung des israelischen Staates als Heimstätte und Wiege des jüdischen Volkes verstehen könne. Während unseres heutigen Gesprächs war ich erfreut zu hören, dass Frau Dr. Ferrero-Waldner eindeutig wiederholte, dass Österreich seine Verantwortung, die aus der tragischen Vergangenheit des 20. Jahrhunderts und der entsetzlichen Verbrechen des Nationalsozialismus erwächst, akzeptiert. (...)“ 

29.07.03

"Schwarze Hebräer" dürfen unbefristet in Israel bleiben

Israel hat der Gemeinde der so genannten „schwarzen Hebräer" unbefristet Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen verliehen. Einige der Mitglieder dieser aus den USA stammenden Gemeinde leben seit 1969 in Israel und gehören zu den ungewöhnlichsten Einwanderergruppen. Bei den „schwarzen Hebräern" handelt es sich um etwa 2.000 schwarze US-amerikanische Christen, die teilweise schon 1969 mit dem ehemaligen Busfahrer Ben Ami Carter aus den USA in die südliche Negev-Wüste bei Dimona zogen. Die Gemeindemitglieder glauben, Nachfahren eines der 10 verlorenen israelitischen Stämme zu sein. Die „schwarzen Hebräer" praktizieren Polygamie, und essen weder Fleisch noch Milchprodukte, Eier oder Zucker. Mit der unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung können die Mitglieder der Gemeinde nun in der israelischen Armee dienen und in Zukunft auch die israelische Staatsbürgerschaft beantragen. Bisher lebten die „schwarzen Hebräer" mit befristeten Genehmigungen im Lande. (Ha’aretz) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

27.07.03

Scharon zu Gesprächen in Washington 

Am Sonntag traf der israelische Premierminister Ariel Scharon in Washington ein. Heute stehen Treffen mit Leitern der jüdischen Gemeinschaft in den USA auf dem Programm, Dienstag wird er mit Präsident George W. Bush Fortschritte bei der Umsetzung der Roadmap diskutieren. Im Gepäck hatte Scharon weitere Zugeständnisse an die Palästinenser: Israel plant, in der kommenden Woche 540 palästinensische Gefangene freizulassen, davon 210 Mitglieder der Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad, 210 Fatah-Terroristen und 120 Palästinenser, die wegen krimineller Machenschaften hinter Gittern sitzen. Weiterhin wurden am Montag 18.000 Bewohnern des Gazastreifens Arbeitserlaubnisse für den Rest Israels erteilt, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Zahlen der letzten drei Jahre. Auch palästinensische Bewohner Judäas und Samarias erhielten Arbeitserlaubnisse, mehrere Straßensperren in dem genannten Gebiet wurden abgebaut. Zwei weitere Städte sollen demnächst unter Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gestellt werden. Widerstreitenden Angaben gibt es darüber, ob der Verlauf des Sicherheitszaunes entlang der sog. Grünen Linie ein Hauptthema der Gespräche zwischen Scharon und Bush sein wird. Nach einem Treffen mit Scharons palästinensischem Amtskollegen Mahmoud Abbas am Freitag im Weißen Haus hatte Bush den Zaun als „ein Problem“ bezeichnet. Er wird z.Z. errichtet, um das Eindringen palästinensischer Terroristen aus Judäa und Samaria zu verhindern. Israel sieht ihn, genau wie den Zaun um den Gazastreifen, als reine Sicherheitsmaßnahme an, während die Palästinenser ihn als „Vorwand für Landdiebstahl“ durch die Israelis bezeichnen. . 

27.07.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

28.Juli 1849: Die erste Nationalversammlung Ungarns unter Leitung des Revolutionsführers Kossuth garantiert den Juden in Anerkennung ihrer Loyalität. vollständige politische und bürgerliche Rechte. 

(c)/ Quelle: ICEJ

27.07.03

Israel kündigt weitere vertrauensbildende Massnahmen an

Ministerpräsident Ariel Sharon ist am Sonntag zu seinem Besuch in Washington eingetroffen. Kurz vor der Reise hat die Regierung der Freilassung von 540 Palästinensern zugestimmt, darunter Mitglieder der radikalislamischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Jihad. Im Westjordanland riss die israelische Armee zahlreiche Straßensperren bei Ramallah und Hebron ab. Mit 14 zu neun Stimmen bestätigte das Kabinett am Sonntag den Vorschlag Sharons, in Israel inhaftierte Palästinenser zu entlassen, die den radikal-islamischen Gruppen Hamas und Islamischer Jihad angehören. Demnach sollen in der kommenden Woche mindestens 210 Mitglieder dieser Organisationen, 210 Aktivisten der Fatah-Partei von Yasser Arafat sowie 120 weitere Palästinenser freigelassen werden. Außerdem erteilte die israelische Armee Tausenden Palästinensern im Gazastreifen und im Westjordanland Arbeitsgenehmigungen für Israel. Im Gazastreifen wurde 5.000 Palästinensern zusätzlich die Einreise nach Israel genehmigt. Weiter will die israelische Regierung in Kürze einbehaltene palästinensische Steuergelder von mehr als € 14 Mio. an die Autonomiebehörde überweisen. Im Verteidigungsministerium laufen derweil Beratungen über die Räumung von zwei weiteren Autonomiestädten. Welche Städte das sein sollen, ist noch nicht bekannt. In der Nacht räumte die israelische Armee einen jüdischen Siedlungs-Außenposten in der Nähe von Hebron. Zwei Siedler, die sich der Räumung widersetzten, wurden nach Angaben der Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) festgenommen. (Ha’aretz) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

27.07.03

Armer Saddam

Die Bilder aus den Kundgebungen den Friedensbewegung vom Frühjahr diesen Jahres sind noch in Erinnerung: Da wurde nicht gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein demonstriert und sein brutales, unmenschliches Verhalten gegen die irakische Bevölkerung demonstriert; nein Georg Bush und die USA wurden auf die Anklagebank gesetzt. Ein ergänzender Link zu dem Thema.

Link:

Was haben sie dir angetan, Saddam?
 

26.07.03

Linktipps

Irak: Die neue Nachdenklichkeit im Orient

Iran: Der Iran muß sich ändern

Europa: Europa und Amerika

25.07.03

Shalom: Sicherheitszaun unterstützt den Friedensprozess 

Bei seinen Gesprächen in Washington hat der palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas Israel vorgeworfen, die Friedensbemühungen von US-Präsident George Bush zu untergraben. Dies zeige sich unter anderem im Bau des Sicherheitszauns zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten. In Live-Interviews mit Qol Israel und dem israelischen Armeesender hat Außenminister Silvan Shalom nach seiner Rückkehr aus Washington am 24. Juli seine Eindrücke der Gespräche in den USA geschildert. Bezüglich des Sicherheitszauns sagte Shalom am Donnerstag: „Ich glaube, dass es in bezug auf den Sicherheitszaun tatsächlich zu einem Missverständnis zwischen uns und den Amerikanern gekommen ist. Meiner Ansicht nach ist die Ursache dafür eine nicht vorhandene Vertrautheit mit den Fakten. In den letzten Wochen haben die Palästinenser dieses Thema, ebenso wie die Frage der Freilassung von Gefangenen zum Kern einer großangelegten Kampagne gemacht. Sie haben den Eindruck erweckt, dass es genau die Existenz des Zaunes sei, die den Friedensprozess unterminiere – wohingegen wir glauben, dass das Gegenteil der Fall ist. Gestern habe ich meinen amerikanischen Kollegen erklärt, dass diese Punkte dazu da sind, den Friedensprozess zu unterstützen, da sie dazu dienen, Gruppen extremistischer Terroristen daran zu hindern, den Friedensprozess zu gefährden oder gänzlich zu torpedieren, indem sie groß angelegte Terrorangriffe gegen Israelis ausführen. Das gesamte Bemühen, diesen Zaun zu errichten, ist darauf ausgerichtet, eben diese Möglichkeit auszuschließen. Dasselbe geschieht in Gaza, wo es schon seit einiger Zeit einen Zaun gibt. Sie (die Palästinenser) versuchen die Situation als Menschenrechtsverletzung und als Behinderung für die Bauern darzustellen. Dies ist keine genaue Beschreibung der Lage. Wir haben die Situation klargestellt und werden weitere Informationen zur Verfügung stellen, wie die palästinensischen Bauern ihre Arbeit nach Fertigstellung des Zaunes weiterführen können. Ebenfalls wird es Informationen geben über die Tore und Durchgänge im Zaun, die es einer noch größeren Anzahl von Arbeitern ermöglichen, den Zaun zu passieren, nachdem sie die notwendigen Kontrollen passiert haben. Wir sollten aber klarstellen, dass diese Angelegenheit im Moment nicht das Hauptproblem des Friedensprozesses ist. Wir konzentrieren uns auf andere Dinge, z. B. darauf, sicherzustellen, dass die Palästinenser ihre Verpflichtungen tatsächlich erfüllen.“ (Armeeradio, 24.07.03) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

25.07.03 

Abbas trifft Bush in Washington 

Am heutigen Freitag trifft der palästinensische Premierminister Mahmoud Abbas mit US-Präsident George W. Bush zu Gesprächen in Washington zusammen. Bei den Gesprächen wird es voraussichtlich um die Terrorbekämpfung durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und die Entlassung palästinensischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen gehen. Im Vorfeld des Besuches erklärte der israelischen Außenminister Silvan Schalom, Abbas habe die Notwendigkeit der Zerschlagung von Terrorgruppen „bisher noch nicht verinnerlicht“. Nach palästinensischen Angaben wird Abbas versuchen, Präsident Bush davon zu überzeugen, dass die Vereinbarung des zeitweiligen Waffenstillstandes durch die palästinensischen Terrorgruppen (arab. Hudna) ausreichend sei, um den Erfordernissen der Roadmap gerecht zu werden. Diese verlangt eine Zerstörung der Terrorinfrastruktur. Die PA verlangt zudem von Israel, anfänglich ca. 450 palästinensische Gefangene frei zu lassen, die wegen Verbrechen vor den Oslo-Verträgen Langzeitstrafen abbüssten. Auch Mitglieder islamischer Terrorgruppen „ohne Blut an den Händen“ stehen auf der Wunschliste der PA. Auf einem Treffen der zuständigen israelischen Ministerausschusses wurde am Mittwoch entschieden, 530 Gefängnisinsassen auf freien Fuß zu setzen. Die Freilassung von Mitgliedern der Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad soll aber von einer weiteren Regierungsabstimmung abhängig gemacht werden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

25.07.03

Die Zweifel wachsen

Die Weigerung der palästinensischen Regierung, gegen Terrororganisationen in den Palästinensergebieten vorzugehen, wird von einigen ranghohen Vertretern der israelischen Armee und des Geheimdienstes immer kritischer betrachtet. Sicherheitsbeamte haben Ministerpräsident Ariel Sharon empfohlen, sobald wie möglich seiner Verpflichtung nachzukommen und einige hundert palästinensische Gefangene freizulassen. Doch weitere Freilassungen von Gefangenen und Gesten des guten Willens soll er solange vermeiden, bis die Palästinenser bewiesen haben, dass sie es mit ihren Absichten ernst meinen. Die Hudna – die dreimonatige einseitige palästinensische Feuerpause - werde sorgfältig beobachtet, sagte ein Beamter, und die Anzahl der gewalttätigen Angriffe ging drastisch zurück. Doch halten sich die Palästinenser nicht an andere gemeinsame Abmachungen. „Es wurde eine problematische Realität geschaffen“, sagte die Stelle. „Die israelische Öffentlichkeit ist glücklich über die Gespräche und das Ende der Gewalt, während sich die Terrorgruppen tatsächlich auf eine Erneuerung der Angriffe vorbereiten. Und die PA (Palästinensische Autonomiebehörde) unternimmt nichts gegen sie. Wenn die Terroristen in einigen Wochen beschließen, dass die Feuerpause ein Ende hat, werden wir vor vollendeten Tatsachen stehen." Angaben zufolge liefert Israel der PA häufig Informationen über Terrorpläne, doch palästinensische Sicherheitsdienste haken diese als „Warnungsgeschwätz" ab, oder sie verhaften die Leute höchstens für ein oder zwei Tage. Obwohl die Zusammenarbeit in Sicherheitsangelegenheiten mit Israel verstärkt wurde, gebe es von Seiten der PA keine Anzeichen für die Absicht, Terrorgruppen zu entwaffnen oder Schlüsselfiguren zu verhaften. Ein ranghoher Beamter sagte, der Abbau der Straßensperren entlang der Nord-Süd-Achse im Gazastreifen werde von Terrorgruppen für deren Vorbereitungen von neuen Gewalttaten ausgenützt. Sie trainieren den Einsatz von Raketen, die Herstellung von Bomben und den Infanteriekampf. Sie bringen gesuchte Männer von einem Ende des Gazastreifens zum anderen, damit diese ihr Know-how austauschen können. Erst diese Woche schossen Mitglieder des Hamas zwei Raketen ab, offensichtlich um deren Reichweite zu testen. Sie versuchen, die derzeitige Reichweite von 8 km auf 12 bis 13 km zu erhöhen. (Ha’aretz) 

Externer Link:

Hamas stockt sein Raketenarsenal auf

25.07.03

Israelisch-palästinensisches Energie-Projekt

Der israelische Infrastrukturminister Yosef Paritzky hat erste Maßnahmen zum Bau eines gemeinsamen israelisch-palästinensischen Elektrizitätswerks an der Karni-Kreuzung im Grenzgebiet zwischen Israel und Gaza eingeleitet. Das Elektrizitätswerk soll Israel und die Palästinenser gleichermaßen mit Strom versorgen. Die Finanzierung soll mit Hilfe europäischer Einrichtungen unterstützt werden. „Wir werden alles daran setzen, um den Friedensprozess voranzutreiben“, sagte Paritzky, „wenn Menschen gemeinsame Projekte teilen, werden sie auch zusammen in Frieden leben.“ Bereits in zwei bis drei Jahren soll die Energiegewinnung aus natürlichen Erdgasressourcen vor der Mittelmeerküste Israels und des Gazastreifens möglich sein. Ein entsprechendes Abkommen wollen beide Seiten Ende Oktober unterzeichnen. EU-Kommissar Loyola de Palacio, der zwischen Israelis und Palästinensern vermittelte, nannte die Initiative am Mittwoch einen „wichtigen Schritt für den Frieden“. Das Projekt sol bei einer Konferenz im November in Brüssel vorgestellt werden. An der Konferenz sollen auch Vertreter der Nachbarländer Ägypten, der Türkei, Jordaniens, des Libanon und Syriens teilnehmen. (Ha’aretz)

© Botschaft des Staates Israel, 2003

25.07.03

"Ethnische Säuberungen"

Nichts anders als "Ethnische Säuberungen" war die Vertreibung  von Bürgern jüdischen Glaubens der zum Exodus aus den arabischen Staaten im Jahre 1948 führte. Mehr dazu im nachfolgenden Link.

Link:

Es gibt 2 Flüchtlingsprobleme

Ergänzender Link:

Respekt für die Juden der arabischen Nationen


25.07.03

Israelische Terroropfer

Das tragische Schicksal der israelischen Terroropfer wird im nachfolgenden Link beschrieben.

Link:

Schicksale, die keine Schlagzeilen machen

Als Kriegsverbrechen gegen israelische Zivilisten qualifiziert die französische Menschenrechtsorganisation "Medecins du Monte" (Ärzte der Welt) die palästinensischen Terroranschläge. Mehr dazu im nachfolgenden Link.

Link:

"Medecins du Monte" über israelische Terroropfer

23.07.03

Israels Gratwanderung zwischen Sicherheit und Rechte des Einzelnen 

„Ich habe Israel Ende Juni zusammen mit den Oberstaatsanwälten von Utah, Montana, North Dakota und Nebraska besucht. Mit dem Besuch verfolgten wir die Absicht, uns aus erster Hand darüber zu informieren, welchen Herausforderungen sich Israel bei seiner Inneren Sicherheit stellen muss und wie das Rechtssystem in Israel mit Konflikten zwischen Sicherheitsanliegen einerseits und wichtigen, demokratischen Rechten und Werten andererseits umgeht. Wir haben Ministerpräsident Sharon, den Obersten Richter Barak und Oberstaatsanwalt Rubinstein getroffen sowie viele andere mehr. Außerdem sind wir zum Golan gereist, um zusammen mit der Armee an der Grenze zu Syrien und zum Libanon entlang zu fahren. Was ich gesehen habe, sind Beispiele für die Bemühungen, die Rechte des Einzelnen zu wahren und gleichzeitig die Sicherheit für die Gemeinschaft zu garantieren. (...)“ Ken Salazar ist Oberstaatsanwalt in den Vereinigten Staaten. Der Artikel erschien am 14. Juli in der amerikanischen Zeitung Colorado Daily. 

23.07.03 

Türkei und Israel schliessen Wasserabkommen

Die Türkei und Israel haben nach fast fünf Jahren Verhandlungen ein Abkommen über den Import von türkischem Wasser nach Israel geschlossen. Das bestätigten offizielle Stellen beider Seiten am Dienstag. Der türkische Energieminister Hilmi Güler wird Mitte August zur Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags in Jerusalem erwartet. Mit dem Vertrag verpflichtet sich Israel, in den kommenden 20 Jahren jährlichen 50 Millionen Kubikmetern Wasser zu kaufen. Über den Preis pro Kubikmeter Wasser sowie dessen Transport nach Israel soll bisher aber noch keine Einigkeit erreicht worden sein. Nach Angaben eines türkischen Vertreters wird der Bau zweier Spezialtanker in Erwägung gezogen, um das kostbare Gut vom Manavgat an der türkischen Südküste in die israelischen Häfen zu liefern. Bereits Ende 2004 könnten Israelis türkisches Wasser trinken, hieß es. Der türkische Botschafter in Israel Feridun Sinirlioglu sagte, „das Wasserabkommen zeigt der Welt und der Region, dass die israelisch-türkische Kooperation auf Vertrauen und konkreten Projekten gründet." Israel, das wie viele Länder in der Region unter chronischem Wassermangel leidet, hat bereits mehrere Projekte zur alternativen Wassergewinnung gestartet. So zum Beispiel Meerwasser-Entsalzungsanlagen. Das Abkommen mit der Türkei wird von Experten deshalb eher als strategisch-politische Entscheidung gewertet. Beide Staaten haben in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftlich und militärische Zusammenarbeit ausgebaut. (The Jerusalem Post) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

22.07.03

Israel und Europa - Partner für den Frieden, von Silvan Shalom, Frankfurter Allgemeine Zeitung (19.07.03)

„Nach knapp drei Jahren unerbittlicher palästinensischer Gewalt kehrt die Hoffnung in den Nahen Osten zurück. Der Terrorismus ist in der Defensive, die moderaten Kräfte erleben einen erneuten Aufschwung gegenüber den Kräften der Tyrannei. Um einen wahrhaften und dauerhaften Frieden zu erreichen, betrachtet Israel Europa als seinen natürlichen Partner. Israel und Europa teilen ein gemeinsames kulturelles Erbe, die gleichen demokratischen Werte und gemeinsame Interessen. Unser einmütiger Wunsch, Israels Existenz zu sichern und den Nahen Osten in eine Region des Wohlstands und der Stabilität zu verwandeln, ist tiefgreifender und dauerhafter als alle politischen Differenzen. Ich werde mich am Montag mit meinen europäischen Amtskollegen treffen, um diese gemeinsamen Bestrebungen voranzutreiben. Europa kann und muss ein aufrichtiger Partner in den von den USA geführten Friedensbemühungen sein. Europa kann viel zum Frieden beitragen und auch davon profitieren. Wie soll dieses Potential ausgeschöpft werden? (...)“ 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

22.07.03

Interview mit Shimon Stein

Link:

Deutschland muß im Irak beteiligt werden

20.07.03

Linktipp

Im Juli 1943 wurde Hamburg in Schutt und Asche gelegt. 

Link:

Erstickende Trauer

20.07.03

Israel-Flagge

Die Pace-Fahne ist okay, die Israel-Flagge hingegen ist "judenfreundliche Ideologie", findet eine Hausverwaltung. ein Mieter in Berlin (Prenzlauer Berg) muß ausziehen, weil er Solidarität mit Israel zeigt. Mehr dazu in den nachfolgenden Links.

Link:

Flagge zeigen in Berlin

Streit um Israel-Flagge am Balkon - Mieter ziehen aus

19.07.03

Nur jeder zehnte Flüchtling will nach Israel zurück

Link:

Nur jeder zehnte Flüchtling will nach Israel zurück

18.07.03

Linktipp zum Thema "Irak"

Unsere Regierung war gegen die US-Intervention im Irak. Man sagte alle möglichen Katastrophen mit arabischen Staaten voraus. Man sagte das Ende eines möglichen Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern voraus. Nichts davon hat sich als richtig herausgestellt. 

Im Interview mit Paul Wolfowitz nimmt dieser zur Situation im Irak Stellung.

Link:

Wir werden als Befreier betrachtet

18.07.03

Jüdisch-christlicher Dialog

Der jüdisch-christliche Dialog aus jüdischer Sicht.

Link:

Dialog auf allen Ebenen

18.07.03

Treffen zwischen Bush, Abbas, Sharon erwartet

Ministerpräsident Ariel Sharon wird sich am 29. Juli mit US-Präsident George Bush in Washington treffen, um über die weitere Umsetzung des Nahostfriedensplans zu beraten. Vier Tage zuvor, am 25. Juli, wird der palästinensische Ministerpräsident zu Gesprächen mit dem Bush in Washington erwartet. Sharons Reise war ursprünglich für September geplant. Für Abbas wird der Besuch der erste eines palästinensischen Führers seit dem Amtsantritt Bushs in Washington sein. Bush lehnt Palästinenserchef Yasser Arafat wegen seiner Unterstützung des Terrors als Gesprächspartner ab. Die radikalislamischen Terrorgruppen Hamas und Islamischer Jihad kritisierten den geplanten Besuch des palästinensischen Ministerpräsidenten in den Vereinigten Staaten. Mahmud Abbas hätte die Einladung nicht annehmen dürfen, solange Arafat von Israel in Ramallah festgehalten werde, erklärten die beiden Organisationen am Donnerstag. Die Al Aqsa Märtyrer Brigaden, der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung Yasser Arafats, riefen Arafat dazu auf, die Regierung Mahmud Abbas’ aufzulösen. Sharon und Abbas werden sich am Sonntag in Jerusalem treffen. Unterdessen hat ein palästinensischer Regierungssprecher davon gesprochen, die befristete Waffenruhe („Hudna“) zu verlängern. Der israelische Regierungsberater Dore Gold nannte die Waffenpause eine „innerpalästinensische Angelegenheit“. Eine Verlängerung ändere nichts an der israelischen Forderung, dass Terroristen entwaffnet werden müssen. „Israel folgt der Roadmap. Der entscheidende erste Schritt, den die Palästinensische Autonomiebehörde machen muss, ist die Auflösung der Terrorinfrastruktur“, so Gold am Donnerstag. (The Jerusalem Post) 

18.07.03

Gedenken an Terroranschlag in Argentinien (18. Juli 1994)

In einem Schreiben gedachte der israelische Außenminister am Freitag des Selbstmordattentats auf das Jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires, Argentinien, am 18. Juli 1994, vor genau neun Jahren. Infolge des Angriffs wurden 85 argentinische Zivilisten getötet und 230 verletzt, darunter Juden und Nicht-Juden. Der Attentäter hatte sich in dem Kulturzentrum (AMIA) mit mehreren 100 kg Sprengstoff in die Luft gesprengt. Dabei wurde das Gebäude vollkommen zerstört. Nach Ermittlungen des argentinischen Geheimdienstes wurde der Anschlag vom iranischen Geheimdienst und der Hisbollah durchgeführt. Die prinzipielle Entscheidung wurde unter der Leitung des Geistigen Oberhauptes des Irans, Ayatollah Ali Khamenei und des Staatspräsidenten Rafsanjani u.a., im August 1993 getroffen. Der iranische Auswärtige Dienst organisierte die diplomatische Deckung der Operation. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

18.07.03

Strafe muß sein, Grausamkeit nicht

Zum Thema: "Das mediale Schmierentheater" über die Friedman-Debatte im Fernsehen.

Link:

Strafe muß sein, Grausamkeit nicht

Ergänzender Link:

Ende einer Dienstfahrt

18.07.03

Wer erschoss Mohammed al-Dura?

Die Bilder des Palästinenserjungen, der in den Armen seines Vaters stirbt, gingen um die Welt. Für die Muslime wurden sie zum Symbol des Kampfes gegen die jüdischen Unterdrücker. Eine akribische Recherche zeigt :Die tödlichen Schüsse wurden nicht von den Israelis abgefeuert.

Link:

Wer erschoss Mohammed al Dura?

18.07.03

IDF fordern von USA Kriterien zur Umsetzung der roadmap

Nach Schätzungen der israelischen Armee befinden sich noch ca. 50.000 illegale Waffen in palästinensischen Gebieten, die unter palästinensischer Sicherheitskontrolle stehen. Der Bericht der Israelischen Verteidigungskräfte IDF wurde nach Angaben der Tageszeitung Ha’aretz dem US-Sondergesandten John Wolf übergeben. Wolf ist mit der Überwachung der Umsetzung des Nahostfriedensplans betraut. Weiterhin bestehen noch 24 Waffenwerkstätten, 20 Waffenschmugglerringe und zwischen vier und 13 Tunnels, die die Büros palästinensischer Terrorgruppen in Rafah/Gaza und Ägypten miteinander verbinden. Am meisten Sorgen bereitet den Beobachtern die wachsende Produktion der „schweren“ Waffen, wie Landminen, Mörsergranaten und Kassam-Raketen, deren zukünftige Reichweite auf 13 km geschätzt wird. Außerdem wird von paramilitärischen Trainingscamps in Gaza berichtet. Unterstützend wirkt dabei die Aufhebung der Straßensperren der israelischen Armee im Gazastreifen, einer Maßnahme, die Israel im Zuge der Roadmap umgesetzt hat. Die IDF haben die amerikanischen Beobachter jetzt dazu aufgerufen, Kriterien zu benennen, nach denen die Einhaltung der Roadmap systematisch gemessen werden kann. (Ha’aretz) In der Roadmap hat sich die palästinensische Regierung dazu verpflichtet, palästinensische Terrororganisationen zu entwaffnen. Bereits im Interimabkommen von September 1995 erklärte die palästinensische Führung: „Alle illegalen Waffen werden von der palästinensischen Polizei konfisziert.“ (Anhang I, Art. II c). Und im Wye-River-Memorandum von Oktober 1998 verpflichtete sich die palästinensische Seite, „rigoros und fortdauernd ein systematisches Programm zur Einziehung und entsprechenden Handhabung all dieser illegalen Posten [Handfeuerwaffen, Munition oder sonstige Waffen]“ zu erstellen und zu implementieren (Art. III, A,2). Seit Beginn der Gewaltwelle im September 2000 sind bis heute 823 Menschen dem palästinensischen Terror zum Opfer gefallen. Nach einem Bericht der Jerusalem Post kommen mehr als die Hälfte der Finanzen des Hamas aus Saudi Arabien. Trotz des internationalen Appells, die Unterstützung der Palästinensergruppen aus dem Ausland zu unterbinden, sind die Finanzhilfen aber angestiegen, sagte der früherer israelischer Botschafter bei den Vereinten Nationen Dore Gold am Dienstag. (The Jerusalem Post)

© Botschaft des Staates Israel, 2003

17.07.03

Zentralrat der Juden zu Besuch in Israel

Link:

Mit vorsichtiger Hoffnung

17.07.03

Netanyahu und der Zorn der Strasse

Die Umsetzung der von der Knesset abgesegneten Wirtschaftsreform stsst auf wachsenden Widerstand von der Straße. Finanzminister Netanyahu, geistiger Vater der Reform, gerät unter Zugzwang.

Link:

Netanyahu und der Zorn der Straße

17.07.03

Dritter palästinensischer Anschlag seit Beginn der Waffenruhe 

Trotz der Ende Juni für drei Monate ausgerufenen Waffenruhe (arabisch "Hudna") verübte ein 23-jähriger Palästinenser, der nach eigenen Angaben Miglied der "Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden" ist, am Dienstag einen Anschlag an der Strandpromenade in Tel Aviv. Dabei wurde der 24jährige Amir Simhon durch das 30 cm lange Messer des Angreifers getötet, zwei weitere Personen wurden verletzt; die Freundin von Amir blieb aufgrund dessen Einsatz unversehrt. Zuvor hatte der Angreifer versucht mit den Worten "Allahu Akbar" in ein Strandcafe einzudringen, konnte aber von dem dortigen Wachmann gehindert werden. Später wurde er durch einen Schuss ins Bein gestoppt und verhaftet. Die "Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden" distanzierten sich von der Tat. 

Am Mittwoch wurde ein seit Freitag vermisster Taxifahrer von israelischen Sicherheitskräften unverletzt in einem verlassenen Gebäude bei Ramallah gefunden. Zwei Palästinenser, die sich vor dem Haus als Wachen positioniert hatten, wurden verhaftet. Der israelische Taxifahrer war am Freitag auf dem Weg von Lod nach Jerusalem von drei palästinensischen Mitfahrern mit einem Messer bedroht und entführt worden. Die Kidnapper forderten als Austausch für die Geisel die Freilassung von 200 palästinensischen Gefangenen. Nach bisherigen Annahmen gehören sie keiner Terrorgruppe an. 

17.07.03

Kurznachrichten

Tannenbaum lebt: Der im Herbst 2000 entführte und in den Libanon verschleppte israelische Geschäftsmann Elchanan Tannenbaum "lebt, ist jedoch nicht in guter Verfassung", so die Äußerung eines israelischen Regierungsvertreters am Dienstag. Man nimmt an, dass sich Tannenbaum in den Händen der im Südlibanon agierenden Terrororganisation "Hisbollah" befindet. 
Alija aus den USA: Vergangene Woche wurden weitere 330 jüdische Neueinwanderer aus Nordamerika in Israel begrüßt. Derzeit leben etwa 5,3 Millionen Juden in den Vereinigten Staaten, etwa 2.000 amerikanische Juden wanderten im vergangenen Jahr nach Israel aus.

(c)/ ICEJ

17.07.03

Interview mit Friedbert Pflüger

Der außenpolitische Sprecher der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion zum Thema der beschädigten deutsch-amerikanischen Beziehungen und zur Situation im Irak.

Link:

Interview lesen

Interview hören

16.07.03

Ariel Sharon will neue Beziehungen zu Europa aufbauen

Ariel Sharon will „neue Beziehungen“ zu Europa aufbauen. Das kündigte der Ministerpräsident bei seinem ersten Besuch in Westeuropa seit 13 Monaten am Mittwoch in Norwegen an. Hunderte norwegischer Demonstranten riefen Sharon Slogans wie „Ariel, fahr zur Hölle“ zu. Gemeinsam mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Kjell Magne Bondevik der norwegischen Christlichen Volkspartei besuchte Ariel Sharon die Fjorde bei Molde, der Geburtsstadt des norwegischen Regierungschefs. Bei seinem Aufenthalt zuvor in London hatte Sharon der EU eine „unausgeglichene“ pro-palästinensische Sichtweise auf die 33 Monate dauernde Intifada vorgeworfen. „Ich glaube an den Frieden. Ich bin dem Frieden verpflichtet“, sagte Sharon, und Norwegen werde bei zukünftigen Friedensgesprächen eine Rolle spielen. 1993 war eine Regierung der norwegischen Arbeiterpartei Gastgeberin der israelisch-palästinensischen Gespräche, die zu den historischen Oslo-Abkommen führten, - Vereinbarungen, denen Sharon von Anfang an widersprochen hatte. (Ha’aretz) 

16.07.03

Das Jewish Music Research Center ist online

Die Hebräische Universität Jerusalem hat ihr Online-Archiv des Jewish Music Research Centers neu eingerichtet. Auf der Seite (http://www.jewish-music.huji.ac.il/index.asp) können traditionelle jüdische Melodien und israelische Lieder heruntergeladen werden. Eine erweiterte Suchfunktion bietet die Möglichkeit, Aufnahmen nach den vier Kategorien Musikalische Tradition, Ursprungsland, Thema und Komponist zu suchen. 

Link:

Jewish Music Research Center

© Botschaft des Staates Israel, 2003

15.07.03

Interview mit Israels Aussenminister Silvan Schalom

Anti-Israelismus in der UNO muß bekämpft werden.

Link:

Europa hat eine wichtige Rolle im Friedensprozeß

15.07.03

Interview mit Schimon Stein

Israels Botschafter in Deutschland, Schimon Stein über den Friedensprozess in Nahost und den Einfluß der EU.

Link:

Es reicht nicht, wenn die Palästinenser nur eine Waffenpause zementieren

EU sollte sich von Arafat distanzieren

14.07.03

Treffen zwischen Shalom und Berlusconi - herzlicher Empfang im Vatikan

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat mit 25 europäischen Botschaftern in Rom die Idee eines EU-Beitritts Israels diskutiert. Dies teilte Berlusconi am Freitag Außenminister Silvan Shalom anlässlich seines Italienbesuches in Rom mit. Keiner der Botschafter der 15 EU-Staaten und 10 Beitrittskandidaten habe der Idee widersprochen, sagte Berlusconi am Freitag. Italien hat am 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Trotz seiner geographischen Lage „am anderen Ende des Mittelmeers" sei Israel ein kulturell und wirtschaftlich westeuropäisches und demokratisches Land, sagte Berlusconi am Freitag. Berlusconi bot gleichzeitig an, eine Nahost-Friedenskonferenz in Sizilien abzuhalten. Bei seinem Besuch in Rom erhielt Außenminister Shalom am Samstag überraschend eine Einladung zu Gesprächen in den Vatikan. Dort überbrachte der Regierungschef des Heiligen Stuhles Bischof Angelo Sudano die Botschaft des Papstes Johannes Paul II, die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten seien ein „Moment der Gnade“. Endlich beginne man, Licht am Ende des Tunnels zu sehen: „Auf Euren Schultern und den Schultern der PA ruht eine historische Verantwortung“, hieß es. Während des herzlichen Treffens dankte der Bischof der israelischen Regierung auch für ihren Einsatz im Streit zwischen Muslimen und Christen in Nazareth. Dort hatte Israel die Fundamente einer Moschee beseitigen lassen, die direkt vor der Verkündigungskirche im Herzen der Stadt hätte entstehen sollen. Ebenso dankte der Bischof der israelischen Regierung für ihre rücksichtsvolle Haltung gegenüber der katholischen Minderheit in Israel. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

12.07.03

Treffen zwischen Arafat und Larsen in Ramallah

Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Yasser Arafat hat am Donnerstag Ministerpräsident Mahmud Abbas beschuldigt, „die Interessen des palästinensischen Volkes zu verraten". Der Ausbruch, dessen Heftigkeit sogar lange Weggefährten Arafats überraschte, geschah nach palästinensischen Berichten während eines Treffens zwischen dem Vorsitzenden und dem UN-Gesandten Terje Larsen. „Abu Mazen (Mahmud Abbas) verrät die Interessen des palästinensischen Volkes", sagte Arafat gemäß dieser Quelle. „Er benimmt sich wie ein Anfänger, der nicht weiß, was er tut. Wie kann er es wagen, neben der israelischen Flagge und neben Sharon zu stehen und freundlich zu diesem Mann zu sein, dessen Geschichte in aller Welt bekannt ist?" Diplomatische Quellen berichteten, Larsen habe in seiner Erwiderung auf diesen Ausbruch betont, wie wichtig die Unterstützung des Prozesses sei, den Abbas begonnen hat und dass er eine Feuerpause und die Wiederaufnahme der diplomatischen Gespräche beinhaltet. (Ha’aretz) 

12.07.03

Seminar zur Vernetzung der dt.-israel. Freiwilligenarbeit

Das Koordinationszentrum für den Deutsch-Israelischen Jugendaustausch ConAct in Wittenberg veranstaltet vom 10. - 12. September 2003 ein Seminar zur Vernetzung der deutsch-israelischen Freiwilligenarbeit. Die Freiwilligenarbeit junger Deutscher in Israel ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Jugendkontakte zwischen Deutschland und Israel. In den letzten drei Jahren hat die politische Situation in Nahost auch die Rahmenbedingungen für Freiwillige erschwert. In Gesprächen mit Entsende-Organisationen und Einsatzstellen in Israel wurde der Wunsch nach einer Vernetzung der verschiedenen Organisationen, auch unabhängig von den aktuellen Schwierigkeiten, geäußert. Diesen hat ConAct aufgegriffen und lädt alle Multiplikatoren und Multiplikatorinnen im Kontext der Freiwilligenarbeit in Israel herzlich ein. Veranstaltungsort ist Lutherstadt Wittenberg. (http://www.conact-org.de/de/index2.html) 

Link:

Conact

© Botschaft des Staates Israel, 2003

12.07.03

Linktipp

Zum Thema: Deutschland-USA-Irakkrieg

Bündnispflege

Müde macht friedlich

Zum Thema: Die UNO als "Friedensbremse"

Müde macht friedlich

11.07.03

Der inszenierte Terrorismus

Verschwörungstheoretiker haben Konjunktur. Sie agieren nicht mehr am Rande der Gesellschaft sondern mittendrin. Ein Bericht zum Thema von Henryk M. Broder im nachfolgenden Link.

Link:

Der inszenierte Terrorismus

11.07.03 

"Mein Baum im Land der Bibel" - Malwettbewerb

13. Juli 2003, 14.00 Uhr, Carl-Orff-Saal, Gasteig, festliche Abschlussveranstaltung des Malwettbewerbs „Mein Baum im Land der Bibel“ 11. Juli 2003, 14.00 Uhr Eröffnung der Bilderausstellung, Gasteig, Räumlichkeiten vor Carl-Orff-Saal, Ausstellungszeitraum 11.7. – 18.7.2003 

Der Schulwettbewerb „Mein Baum im Land der Bibel“ wurde im Januar diesen Jahres von dem Jüdischen Nationalfonds e.V. ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Monika Hohlmeier. Er richtet sich an alle bayerische Schulen. Schülerinnen und Schüler wurden aufgefordert ein Bild und einen kleinen Text über ihren Baum im Land der Bibel anzufertigen. Über 300 Bilder der Schulen sind eingegangen und am Freitag, 11.7.2003, 14.00 Uhr wird die Ausstellung aller eingesendeten Bilder im Gasteig, Räumlichkeiten vor Carl-Orff-Saal eröffnet. Ausstellungszeitraum vom 11.7. – 18.7.2003. Die feierliche Preisübergabe der Sieger der fünf Altersgruppen findet am Sonntag, 13. Juli 2003, 14.00 Uhr im Carl-Orff-Saal, Gasteig statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Uschi Dämmrich von Luttiz.  
Persönlichkeiten des Kultusministeriums sowie des Jüdischen Nationalfonds e.V. werden anwesend sein. Erwartet werden ca. 600 – 800 Gäste. Die Stadt München hat die Saalmiete für den Carl-Orff-Saal übernommen. Der Jüdische Nationalfonds e.V. – Keren Kayemeth LeIsrael besteht seit 100 Jahren und hat sich die Begrünung der Wüste zur Aufgabe gemacht. Bis heute konnten schon mehr als 220 Millionen Bäume gepflanzt werden. Zahlreiche Länder, Städte und Kommunen haben sich bereits an dem Projekt „Wald der deutschen Länder“ in Israel beteiligt.   
Sitzplatzreservierung Bestellungen per Faxrückantwort Tel.: 089-5 50 38 81 oder e-mail:

muenchen@jnf-kkl.de 

10.07.03

Außenminister Silvan Shalom ist nach Italien gereist

Außenminister Silvan Shalom ist am Donnerstag in Italien eingetroffen. Der Besuch steht im Zeichen der italienischen EU-Ratspräsidentschaft seit 1. Juli. Während seines Aufenthaltes wird Außenminister Shalom Ministerpräsident Silvio Berlusconi, den italienischen Außenminister Franco Frattini, den Senatspräsidenten Marcello Pera, den Präsidenten des italienischen Präsidenten Pier Ferdinando Casini, den Oppositionsführer Francesco Rutelli und den Vorsitzenden der italienischen jüdischen Gemeinde treffen. Zentrales Thema der Gespräche wird die aktuelle Situation im Nahen Osten und das Verhältnis zwischen Israel und der Europäischen Union während des kommenden Halbjahres sein. Israel und Italien sind durch ein enges freundschaftliches Verhältnis verbunden, das in der Zusammenarbeit in vielen verschiedenen Vereichen zum Ausdruck kommt. 

10.07.03 

Wir haben nicht gewonnen - oder vielleicht doch? Kommentar von Amnon Rubinstein, Ha'aretz 10. Juli 2003

„Nein, wir haben den Terrorkrieg, den die Palästinenser uns erklärt haben, nicht gewonnen. Sie haben sich nicht ergeben und wir feiern nicht unseren Sieg über sie. Im Gegenteil: die Ängste bezüglich eines erneuten Ausbruchs des Terrors sind genauso groß wie die Chancen klein sind, den Konflikt tatsächlich zu beenden. Doch es gibt eine zeitweilige Unterbrechung, und Israel wusste bisher immer, wie es während solcher Pausen an Stärke gewinnen konnte. Nein, wir haben nicht gewonnen. Doch Yasser Arafat hat verloren. Bevor er den Krieg begann, war er als internationaler Führer anerkannt. Inzwischen führt er die Opposition an gegen die Vereinbarungen, die er einst unterschrieben hatte. Zugeben, auf der palästinensischen Straße wird er angebetet. Doch die arabische Welt ist voll von Diktatoren, die ihr Volk arm machen. Nein, wir haben nicht gewonnen. Doch Arafats zweifacher Plan scheiterte: er wollte unseren Geist brechen, um uns einen Südlibanon-artigen Rückzug aufzuerlegen, und er wollte den Konflikt zur internationalen Sache machen und ausländische Truppen an unsere Grenzen entsenden. Arafat hat in seinem Krieg keine Unterstützung von den arabischen Staaten bekommen. Jordanien und Ägypten haben zwar ihre Botschafter aus Israel abgezogen, doch sie kamen Arafat nicht zu Hilfe. Israels Bild wurde in der öffentlichen europäischen Meinung beschädigt, doch die Europäer schlugen nicht vor, Truppen hierher zu entsenden. In den Vereinigten Staaten ist Arafat irrelevant. Und Russland hilft ihm auch nicht. Nein, wir haben nicht gewonnen. Doch die israelische Gesellschaft bewies – zum Erstaunen von vielen - eine außerordentliche Standhaftigkeit. Israels Errungenschaft in diesem Krieg ist einzigartig. In einer Situation, in dem die Israelis einem wahllosem Terror gegen Zivilisten und einem unerträglich schwerem Armeedienst in den Territorien gegenüberstehen, genehmigte der Staat seinen Bürgern, das Land zu verlassen. Selbst alteingesessene Demokratien verboten ihren Bürgern während eines Krieges, das Land zu verlassen oder ihr Guthaben außerhalb des Landes zu deponieren. In Israel können sowohl Zivilisten wie Reservisten der Gefahr für den Preis eines Flugtickets entkommen. Trotzdem flohen die Leute nicht und Aufrufe an Reservisten wurden nicht behindert. Kein anderer Staat hat dieses Phänomen jemals erlebt: zu Hause ist die Hölle los, doch niemand benutzt die weit geöffnete Tür. (...) Darüber hinaus ist zu sagen: Obwohl Gewalt und Terror normalerweise zu einem rechten Radikalismus führen, fand in Israel das Gegenteil statt. In Belgien, Österreich, Frankreich und Holland wurden rechte Parteien wegen ihres "Neins" zu moslemischen Immigranten stärker, obwohl diese Staaten nicht unter dem Terror zu leiden haben. Inmitten von Terrorakten und antisemitischer Hetze seitens der Araber schaffte es die Herut-Partei von Michael Kleiner und Baruch Marzel in Israel jedoch nicht, bei der letzten Wahl die 1,5%-Hürde zu überwinden. Und die Partei "Nationale Union", die einen großen Erfolg erwartet hatte, verlor einen Sitz. (...) Aus diesem Grund kann man sagen, dass wir doch gewonnen haben. Denn während eines drei Jahre anhaltenden Alptraums zeigten wir sowohl Durchhaltevermögen als auch politische Mäßigung.“ 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

09.07.03

Mahmud Abbas hält an seinem Amt als Ministerpräsident fest

Mahmud Abbas will an seinem Amt als palästinensischer Ministerpräsident festhalten. Das hat er am Nachmittag dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon mitgeteilt. Außerdem sicherte er seine Unterstützung für den internationalen Friedensplan („Road Map“) zu und verpflichtete sich, sich für die Einhaltung der palästinensischen Waffenpause einzusetzen. Die Nachricht erreichte Sharon in einem Gespräch mit dem amerikanischen Nahostgesandten über die Freilassung palästinensischer Gefangener. Sharon forderte Abbas auf, so schnell wie möglich weitere Palästinenser aus israelischen Gefängnissen zu entlassen. In Gaza traf am Nachmittag eine Delegation des stellvertretenden ägyptischen Geheimdienstchefs Mustafa Al Buhairi ein, um in der Krise der palästinensischen Führung zu verhandeln und die palästinensische Waffenpause („Hudna“) zu stärken. Abbas war am Dienstagabend von seinem Posten im Zentralkomitee der Fatahbewegung zurückgetreten. Außerdem drohte er mit dem Rücktritt vom Amt des Regierungschefs. Zuvor hatte Abbas ein für Mittwoch anberaumtes Treffen mit Ministerpräsident Sharon abgesagt. (Ma’ariv)

Link:

Wird er gegangen oder bleibt er?

09.07.03

Feierlicher Empfang für 330 Neueinwanderer in Tel Aviv

Ministerpräsident Ariel Sharon hat am Morgen an einer Empfangsveranstaltung für 330 nordamerikanische Neueinwanderer am Ben-Gurion Flughafen bei Tel Aviv teilgenommen. Die Immigranten kamen über Nacht mit einem Charterflugzeug der israelischen Fluggesellschaft El Al aus New York in ihre Heimat Israel. Bei der Feier waren auch Finanzminister Benymain Netanyahu, die Ministerin für Integration von Neueinwanderern Tzippi Livne und der Vorsitzende der Jewish Agency Sallai Meridor anwesend. Insgesamt werden in diesem Monat 700 Neueinwanderer in Israel erwartet. Im vergangenen Jahr kamen allein aus Nordamerika rund 2.040 Juden. Nach Angaben der Jewish Agency for Israel soll die Zahl in diesem Jahr um mehr als 20% ansteigen. 30% haben vor, in den palästinensischen Gebieten zu siedeln, 70% lassen sich in Israel nieder, sagte Michael Landsberg vom Nordamerika-Zweig der weltweit tätigen Organisation. Für die Bewältigung des organisatorischen und bürokratischen Aufwands konnten die Einwanderer aus den USA die Hilfe der vor zwei Jahren gegründeten privaten Organisation Nefesh B’Nefesh (Jewish Souls United) in Anspruch nehmen. Die Vereinigung unterstützt in diesem Jahr den Umzug von rund 940 Amerikanern nach Israel und stellt Darlehen in Höhe von $ US 7.000 bis $ US 18.000 aus. Die Starthilfe muss nicht zurückgezahlt werden, wenn die Immigranten länger als drei Jahre in Israel bleiben. Auf viele der Immigranten warten bereits Familienangehörige in Israel. „Wir sind Juden, und ich fühle mich hier zuhause“, sagt die 27jährige Amerikanerin Tali Berman, die von ihrer Familie und ihrer Großmutter in Israel erwartet wird. Die junge Mutter möchte in Israel mit autistischen Kindern arbeiten. Ob sie sich um die Gewalt im Nahen Osten Sorgen mache? „Nein“, sagt Tali, „jetzt, wo sich die Situation zu bessern scheint, ist es um so mehr an der Zeit, das Existenzrecht des jüdischen Staates in Anspruch zu nehmen.“ (Ha’aretz)

© Botschaft des Staates Israel, 2003

08.07.03

Palästinenser entfernen Hetz-Graffitis in Gaza 

Kommunale Arbeiter in Gaza-Stadt haben am Montag begonnen, antiisraelische Graffitis mit weißer Farbe zu übertünchen. Die Maßnahmen sind Teil eines Stadtverschönerungsprojektes, das mit der Erklärung der Waffenpause palästinensischer Terrorgruppen am 29. Juni begann. Zu den Slogans gehören Statements wie „Das Blut der Märtyrer ist nicht umsonst – Hamas“ und „Die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden trauern um ihre heldenhaften Märtyrer“. Über die Aktion freuten sich nicht nur viele Einwohner, sondern auch die Ladenbesitzer der Stadt: Es sei besser, die Wände weiß und sauber zu halten, so der Verkäufer Munir al-Yazje. „Es ist die aktuelle Situation, die es der Stadtverwaltung jetzt erlaubt, das Projekt ‚Sauberes und schönes Gaza’ durchzuführen“, sagt Osama al-Aloul, ein Verantwortlicher, der die Aktion betreut. Andere Bewohner von Gaza äußern sich skeptischer: Die Graffitis würden bald wieder erscheinen, um den Aufstand, der vor fast drei Jahren begann, zu vergegenwärtigen. (Ha’aretz) 

08.07.03

Jordanien und Ägypten möchten wieder Botschafter nach Israel entsenden

Der jordanische Außenminister Ma’asher hat persönlich und auf eigene Initiative mit seinem ägyptischen Amtskollegen Maher in Kairo telefoniert, um über ein gemeinsames Vorgehen bei der Entsendung der ägyptischen und jordanischen Botschafter nach Israel zu sprechen. (Middle East Press Agency Simsat, 03.07.) Ägypten hat Israel durch geheime Kanäle mitteilen lassen, dass es beabsichtige, in Kürze wieder seinen Botschafter nach Tel Aviv zu entsenden. Die Rückkehr sei das Resultat des Abkommens über eine Waffenpause, sowie des Rückzugs der israelischen Armee aus Gaza und Bethlehem und des wiederbelebten Friedensprozesses. (Ma’ariv) Jordanien und Ägypten sind die beiden einzigen arabischen Staaten, die einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen und diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Unter dem Druck anderer arabischer Staaten haben die beiden Regierungen im September 2000 ihre Botschafter aus Israel abberufen.

© Botschaft des Staates Israel, 2003

08.07.03

Friedman

Link:

Viel Lärm um wenig

Friedmans Erklärung im Wortlaut

"Ich habe Fehler gemacht"

Erklärung Michel Friedman

Unterschiede

"Eine menschliche Tragödie"

Das Bedauern überwiegt

07.07.03

Peres kritisiert Scharon – von rechts 

Schimon Peres, Vorsitzender der Arbeiterpartei und Architekt der Oslo-Verträge, beschuldigte überraschend Premierminister Scharon, gegenüber den Palästinensern zu viele Zugeständnisse zu machen. Auf einem Parteitreffen am Sonntag erklärte „Friedenstaube“ Peres: „Die Likud-Partei hat in allem nachgegeben, ohne überhaupt in Verhandlungen einzutreten – nachdem sie erklärt hatte, dass sie nicht unter Feuer verhandeln würde“, so Peres. „Sie waren in der Vergangenheit gegen einen Palästinenserstaat und haben jetzt einem solchen zugestimmt, damals waren sie gegen einen Siedlungsstopp, jetzt stimmten sie zu, sie wollten Groß-Israel und nun unterstützen sie ein Ende der Besatzung.“ Viele Parteifreunde hatten von Peres erwartet, er werde Scharons Diplomatie begrüßen, das Gegenteil war jedoch der Fall- gleichzeitig stellte Peres klar, nicht an einer Regierungsbeteiligung interessiert zu sein, sondern in der Opposition verbleiben zu wollen. „Die Likud-Partei, die jede internationale Einmischung ablehnte, hat uns in eine Situation gebracht, in der alle Verhandlungen von ausländischen Vermittlern geführt werden – diese haben Israel die Roadmap unverändert präsentiert, ohne Änderungen zuzulassen.“ Regierungen unter der Arbeiterpartei hätten demgegenüber immer direkte Verhandlungen geführt und wären damit viel weiter gekommen, so Peres. 

07.07.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

04. Juli 1976: 256 Geiseln eines Air-France-Fluges werden von palästinensischen Terroristen und ugandischen Soldaten in Entebbe, Uganda nach Entführung des Flugzeuges festgehalten. Die Mitglieder der Volksfront zur Befreiung Palästinas verlangen die Freilassung palästinensischer Terroristen aus israelischen Gefängnissen. 105 jüdische und israelische Passagieren werden von den übrigen getrennt. Die Terroristen drohen am Abend des 04. Juli an, mit der Ermordung der Geiseln zu beginnen. In einem genialen Militärstreich legen israelische Sondereinheiten die 3200 km nach Uganda per Flugzeug in einer Geheimmission zurück, landen in Entebbe und befreien die Geiseln. Die Terroristen werden getötet. Die israelische Operation wird angeführt von Oberstleutnant Jonathan Netanjahu, dem Bruder des jetzigen Finanzministers Benjamin Netanjahu. Jonathan Netanjahu wird bei der Befreiung der Geiseln durch einen Schuss in den Rücken getötet. Die Vereinten Nationen verurteilen Israel für die Verletzung der ugandischen Souveränität.

(c)/ Quelle: ICEJ

06.07.03

"Die Intervention im Irak war gerechtfertigt"

Weshalb die Amerikaner und Briten mit ihrer Intervention gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein und sein Regime richtig gehandelt haben beschreibt der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der UN-Sonderkommission im Irak Unscom Rolf Ekeus im nachfolgenden Link.

Link:

"Die Intervention im Irak war gerechtfertigt"

04.07.03

Antisemitismus, Deutsche Medien und der Nahostkonflikt

Seit einiger Zeit steht die Berichterstattung von deutschen Medien über den Nahostkonflikt in der Diskussion. Antiisraelische Voreingenommenheit sei, so einer der Vorwürfe, häufig zu erleben. Wie ist - berechtigte oder auch überzogene - Israelkritik gegenüber antisemitischen Positionen abzugrenzen? Welche Rolle spielen Medien und Politik bei der Vermittlung von Bildern und Bewertungen im arabisch-israelischen Konflikt? Welchen Stellenwert haben bei der Wahrnehmung der Gefahren- und Konfliktlage antisemitische Vorurteile? Zu dieser Diskussion haben das Moses-Mendelssohn-Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien an der Universität Potsdam, das Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V., das Kulturforum der Sozialdemokratie und die Bürgerinitiative Honestly Concerned am 26. Juni 2003 in das Paul-Löbe-Haus in Berlin eingeladen. Auf dem Podium diskutierten Prof. Gert Weißkirchen, MdB (SPD), Sybille Pfeiffer, MdB (CDU), Claudia Roth, MdB (Bündnis90/Die Grünen), Markus Lönig, MdB (FDP), Rabbi Andrew Baker, AJC, Prof. Dr. Bassam Tibi, Universität Göttingen und St. Gallen, Rabbiner Dr. Andreas Nachama, Moses-Mendelssohn-Zentrum Potsdam, Sacha Stawski, Honestly-Concerned.org, Ulrich W. Sahm, ntv-Korrespondent in Jerusalem und Eldad Beck, Deutschlandkorrespondent von Yedioth Ahronoth, Tel Aviv. Es moderierte Staatssekretär a.D. Klaus Faber, Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

Ergänzender Link:

Propaganda mit Ministerstatistiken und Vergeltung

Artikel von Ulrich W. Sahm

Antisemitismus ist das Problem der Nicht-Juden

Menschenwürde orientiert sich nicht an der Religion

04.07.03

Buchtipp

Rolf Behrens "Raketen gegen Steinewerfer" - Das Bild Israels im "Spiegel". 176 Seiten, 19,90 EUR, ISBN 3-8258-6723-4 LIT Verlag

Bezugsquelle:

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Link zum Buch:

Raketen gegen Steinewerfer

Aug' um Aug, Wahn um Wahn

Ein weiteres Beispiel zur Berichterstattung des "Spiegels" im nachfolgenden Link.

Link:

"Spiegel-Online": Antisemitische Berichterstattung über Moschee-Abriss

Leserbriefe an die Redaktion des "Spiegel-Online" unter der nachfolgenden e-mail:

spiegel_online@spiegel.de

04.07.03

Jüdische Flüchtlinge

Jahrzehntelang wurde das Problem der jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Staaten totgeschwiegen. Das soll sich jetzt, vor dem Hintergrund des Nahost-Friedensprozesses, drastisch ändern.

Link:

Heimatlosland

Der vergessene Exodus

Die vergessenen Flüchtlinge

Es gibt 2 Flüchtlingsprobleme

04.07.03

Lebensmitteldiebstahl in Supermärkten nimmt zu 

Verstärkter Hunger unter Armen und Arbeitslosen in Israel hat Lebensmitteldiebstähle in den Supermärkten des Landes merklich ansteigen lassen. Auch sog. Testtheken, an denen Einkäufern neue Produkte vorgestellt werden, würden hemmungslos leergeräumt, berichtete die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. „Wir verlieren 3% unseres Gesamtumsatzes aufgrund Lebensmitteldiebstahls“ erklärte der Manager einer großen Supermarktkette. „Dieses Phänomen hat sich mit der Zeit verschlimmert, insbesondere in den letzten zwei Jahren.“ Nahum Ido, Sprecher des israelischen Sozialministeriums, sieht in Kürzungen der Sozialversicherungsleistungen, die diese Woche in Kraft traten, einen Hauptgrund für die abnehmende „Lebensmittelsicherheit“. Kindergeldleistungen, die ab nächsten Monat wegfielen, würden die Situation weiter verschlimmern. Suppenküchen, wie z.B. „Meir Panim“ an Jerusalems Zentralem Busbahnhof, verzeichnen ebenfalls einen Anstieg von Bedürftigen. „Leute, die uns früher unterstützten, kommen jetzt selbst zu uns und fragen peinlich berührt, ob sie etwas zu essen bekommen könnten“, berichtet Mosche Levkovits, Direktor der Wohltätigkeitsorganisation. Am Donnerstag erhielten 3000 Menschen in der Suppenküche eine warme Mahlzeit. „Wir hatten eine Frau hier, die uns erzählte, ihr Kind habe vor Hunger geweint, daher habe sie keine andere Wahl gehabt, als in einem Supermarkt zu stehlen. Wir haben ihr geholfen und hoffen, dass diese Phänomen bald ausgemerzt werden wird“, so Levkovits. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage in Israel infolge der Intifada hat die israelische Regierung umfangreiche Haushaltskürzungen verabschieden müssen, die sich gerade im Sozialbereich jetzt schmerzlich bemerkbar machen. 

04.07.03

Kamelreflektoren für mehr Sicherheit auf Israels Straßen 

Israel hat begonnen, Kamele mit speziellen Reflektoren auszustatten, um tödliche Kollisionen zwischen den „Wüstenschiffen“ und Autos zu verhindern. Polizisten kleben phosphoreszierende Streifen auf die Kamele, die als Warnreflektoren für Autofahrer dienen sollen. Eine solche Maßnahme wurde nötig, da es insbesondere in der Negev-Wüste zu einer vermehrten Anzahl von Unfällen gekommen ist, die sowohl für Autoinsassen als auch Kamele tödlich endeten. In den letzten zwei Jahren starben zehn Autofahrer im Dimona-Bezirk aufgrund solcher Kollisionen, 50 wurden schwer verletzt. Am Dienstag erhielten nun die ersten 40 Kamele im Negev die Reflektoren, 1000 weitere Tiere sollen im Laufe der nächsten Monate verkehrssicher gemacht werden. 

(c)/ Quelle: ICEJ

04.07.03

"Hudna" (Waffenruhe) 

Link:

"Hudna" - was heißt das?

Das gefährliche Spiel mit dem Waffenstillstand

Keine Rede von echtem Friedenswillen

Was ist "Hudna"?

Die Hudna Dahlans

03.07.03

Tel Aviv-Jaffa wird Weltkulturerbe der Unesco

Die Stadt Tel Aviv-Jaffa ist am Donnerstag zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden. Die Auszeichnung erhielt die Stadt aufgrund ihres Reichtums an den Gebäuden der Bauhaus-Architektur der 30er Jahre („International Style“). Zu der Gestaltung der Stadt hatte entscheidend der schottische Stadtplaner Sir Patrick Geddes in den 20er Jahren beigetragen. 1925 entwarf Geddes das Konzept einer Gartenstadt für die junge Metropole, die in Kürze von 25.000 auf 100.000 Einwohner anwachsen sollte. Das Komitee der UNESCO bildeten Spezialisten aus dem Libanon, Ägypten, Großbritannien und Russland. (Ha’aretz) 

Link:

Bauhaus-Architektur ausgezeichnet

04.07.03

Heute vor 99 Jahren starb Theodor Herzl

Heute vor 99 Jahren ist Theodor Herzl, der Begründer der Zionistischen Bewegung, im Alter von 44 Jahren in Österreich gestorben. 1860 in Budapest geboren, war der Jurist später als Korrespondent der Wiener „Neuen Freien Presse“ in Paris tätig. Unter dem Eindruck der Dreyfus-Affäre gelangte Herzl zu der Auffassung, dass sich die Juden als Nation konstituieren und einen Staat, den „Judenstaat“ (Veröffentlichung von 1896), gründen müssen. 1897 berief er den 1. Zionistenkongress nach Basel ein und wurde zum Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation gewählt. Herzl führte zahlreiche Verhandlungen, u.a. mit dem türkischen Sultan Abdül Hamid II. und dem deutschen Kaiser Wilhelm II. (1898 in Jerusalem), mit dem Ziel eine „Heimstätte des jüdischen Volkes“ in Palästina zu gründen. Palästina war bis zum Einzug britischer Truppen 1917 über 500 Jahre hinweg Teil des Osmanischen Reiches gewesen (seit 1517). Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich die Lage der Juden im Land langsam gebessert. Jerusalem war so überfüllt, dass der erste jüdische Vorort außerhalb der Stadtmauern entstand (1860), ihm folgten sieben weitere – der Beginn der heutigen Neustadt. 1880 war die Mehrheit der Stadtbevölkerung jüdisch und die Jahrhunderte lang auf Liturgie und Literatur beschränkte hebräische Sprache begann, neu zu leben. „Altneuland“ (1902) ist Herzls utopischer Roman, der unter seinen zahlreichen literarischen Werken den künftigen jüdischen Staat beschreibt. 1949 wurde der Leichnam Theodor Herzls auf die Gedächtnisstätte auf dem Herzl-Berg in Jerusalem umgebettet. 

© Botschaft des Staates Israel, 2003 

02.07.03

Friedman

Interessanter Link zur scheinheiligen Debatte in unserem Land um Michel Friedman

Link:

Ein Skandal wird gemacht

Fall Friedman: Ermittlungen gegen "Zeit"-Herausgeber

Friedman

02.07.03

Berlusconi: EU wird Roadmap unterstützen Italiens Premierminister 

Silvio Berlusconi erklärte anlässlich der Übernahme der rotierenden EU-Präsidentschaft durch Italien, die EU werde die Roadmap unterstützen. Gleichzeitig werde er vorschlagen, eine internationale Nahost-Konferenz in Sizilien abzuhalten. Berlusconi hatte letzten Montag Schlagzeilen gemacht, als er es ablehnte, auf seiner Israel-Visite Palästinenservertreter zu treffen. Er legte gegenüber Europaparlamentariern dar, die EU müsse eine vertrauensbildendere Beziehung zu Israel entwickeln, während die palästinensische Wirtschaft der Unterstützung bedürfe. Unterdessen forderte die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien ihre Regierung dazu auf, alle Aktivitäten der Terrorgruppen Hamas und Hisb’Allah im Lande zu unterbinden. Während die militärischen Flügel der Gruppen aufgrund britischer Antiterrorgesetze verboten sind, gilt dies nicht für ihre politischen Flügel, die weiter frei operieren können. In einem Brief an den Innenminister hieß es, die beiden Organisationen machten selbst keinen signifikanten Unterschied zwischen ihren militärischen und politischen Flügeln. Die USA haben die Hamas als ganzes schon lange als ausländische Terrororganisation eingestuft. Am letzten Wochenende hatte es die EU abgelehnt, den politischen Flügel der Hamas auf die Liste der Terrororganisationen zu setzen, da er legitime Wohlfahrtseinrichtungen wie Schulen und Kliniken betreibe. „Man kann nicht sagen, dass die gesamte Hamas eine Terrororganisation ist, das ist ganz sicher nicht unsere Position“, so EU-Kommissonssprecher Reijo Kemppinen. 

02.07.03

Tempelberg für Juden und Christen wiedereröffnet 

Am Montag wurde bekannt, dass am Eingang zum Tempelberg stationierte israelische Polizisten kleine Gruppen von Christen und Juden in den letzten Wochen koordiniert und ermutigt hatten, das religiös bedeutende Areal zu besichtigen. Ca. 20 Gruppen mit jeweils 20 Teilnehmern wurde es erlaubt die Stätte zu besichtigen, an der die beiden jüdischen Tempel standen. Die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom wurden von ihnen jedoch nicht betreten. Die Polizei sprach vom „Beginn eines Prozesses“, die Heiligen Stätten wieder für nicht-moslemisch Besucher zu öffnen, die entsprechende Entscheidung war von Premierminister Ariel Scharon, dem Minister für Innere Sicherheit Tzachi Hanegbi und Israels höchstem Polizeigeneral Schlomo Aharonischky getroffen worden. Seit Ausbruch der Intifada im September 2000 war der Zugang Nichtmoslems aus Sicherheitsgründen verwehrt worden. Nach Berichten vom Dienstag war die islamische Verwaltung des Tempelberges, der Wakf nicht in die Wiedereröffnung involviert. Wakf-Vertreter hatten ihre Missbilligung hinsichtlich der Besuche erklärt, jedoch nichts unternommen, um sie zu unterbinden oder öffentlich zu protestieren. Während des letzten Jahres gab es ständige geheime Kontakte zwischen der Jerusalemer Polizei und dem Wakf über die Wiedereröffnung der Heiligen Stätte. Vertreter der moslemischen Organisation, die für die Instandhaltung des Tempelberges verantwortlich ist, hatten den Standpunkt vertreten, nur bei einem großen Touristenaufgebot und einer Änderung der politischen Lage könnte man dem Zugang für Nichtmoslems zustimmen. Israelische Sicherheitsexperten, einschließlich der Leiter von Polizei und Geheimdienst waren sich seit längerem einig, dass Israel einen gefährlichen Präzedenzfall setze, die Stätte so lange geschlossen zu halten. Seit der Widervereinigung Jerusalems 1967 waren die letzten 33 Monate der aktuellen Intifada die längste Periode, in der Juden und Christen den Tempelberg nicht besuchen konnten.

(c)/ Quelle: ICEJ

02.07.03

Neue Generation, alte Missverständnisse: Was Shimon Stein über Deutsche denkt

 „Manche in diesem Land reagieren genervt angesichts der Tatsache, dass es in einem Gespräch mit einem Juden immer wieder Momente geben kann, in denen einem der Gegenüber plötzlich einen Spiegel vor das Gesicht hält. Und man sich fast zwangsläufig überlegt: Wer bin ich? Wer war ich? Wer sind wir? Und vielleicht auch: Kommt irgendwann der Tag, an dem wir euren oft unerbittlichen Blick aushalten?“ Was Botschafter Shimon Stein 60 Jahre nach dem Holocaust über Deutsche denkt. Von Stephan Lebert, Der Tagesspiegel (29.06.03) . 

Link:

Shimon Stein

© Botschaft des Staates Israel, 2003

02.07.03

"Disabled Israelis"

Disabled Israelis steht für ehemalige Angehörige der IDF, die Opfer eines Attentats oder Terroranschlages geworden sind. 20 Jugendliche Kriegsverletzte aus Israel kamen in diesen Tagen nach Deutschland. Mehr dazu unter nachfolgendem Bericht.

Link:

Auszeit vom Terror

Ergänzender Link:

Disraelis

01.07.03

Erzwingt den Frieden!

Wer den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern lösen will, muss das Labyrinth aus Hass, Angst und Rachsucht zerschlagen. Und vor allem den Terror. Warum die "Roadmap" zum Scheitern verurteilt ist. Der Niederländer Leon de Winter dazu im nachfolgenden, sehr empfehlenswerten Link.

Link:

Erzwingt den Frieden

30.06.03

Israel bricht Beziehungen zur BBC ab 

Die israelischen Behörden haben alle Beziehungen zum britischen Fernsehsender BBC abgebrochen und werden scharfe Sanktionen gegen seine Korrespondenten verhängen. Grund sei die Dämonisierung Israels in der BBC-Berichterstattung, die an Antisemitismus grenze, so Daniel Seaman, Direktor des Pressebüros der israelischen Regierung. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war die weltweite Satellitenausstrahlung des Dokumentarfilmes „Israels Geheimwaffe“ am Samstag, der vorgab, die angeblichen nuklearen, biologischen und chemischen Waffen des Landes zu enthüllen und behauptete, das IDF setzte Nervengas gegen die Palästinenser ein. Israels Demokratie wurde mit dem Regime des früheren irakischen Diktators Saddam Hussein verglichen. „Wir haben entschieden, dass wir einen Strich unter die Angelegenheit ziehen mussten, statt uns nur über die beständige Art und Weise zu beschweren, in der BBC-Programme versuchen, uns in dieselbe Reihe mit totalitären Staaten der sog. Achse des Bösen wie Irak und Iran zu stellen“, erklärte Seaman. Nach Berichten der „Times“ in London wird Israel in Zukunft keine Sprecher für BBC-Interviews zur Verfügung stellen und BBC-Journalisten Presseausweise verweigern. Auch beim Passieren von Straßensperren in den umstrittenen Gebieten (Judäa, Samaria und Gaza) wird es keine Unterstützung mehr von israelischer Seite geben, Visabeschränkungen, bisher gegen keine andere Nachrichtenagentur verhängt, werden die Arbeit der Journalisten weiter erschweren. Gideon Meier, ein hoher Beamter des israelischen Außenministeriums erklärte, bei einer kürzlichen Londonvisite sei er von Mitglieder der jüdischen Gemeinde informiert worden, dass einen Grund für den wachsenden Antisemitismus in Großbritannien die BBC darstelle. Die BBC sei nicht die einzige Sendegruppe, die kritisch über Israel berichte, so Meir weiter. Während Israel jedoch mit anderen Medienkonzernen wie CNN oder Sky News in beständigem Dialog stehe, gebe es keine solche Kommunikation mit der BBC. 

30.06.03

Solana: Es gibt keinen Antisemitismus in Europa

Der außenpolitische Vertreter der EU Javier Solana ist der Auffassung, es gebe keinen Antisemitismus in Europa. Seine Aussage vor dem Ausschuss für internationale Beziehungen des US-Repräsentantenhauses in Washington stieß am Freitag auf Kritik und Unverständnis. Eine Woche zuvor hatte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die erste Konferenz in ihrer Geschichte über Antisemitismus abgehalten. Delegierte aus 55 Ländern hatten in Wien dem Wiederanstieg anti-jüdischer Tendenzen gemeinsam den Kampf angesagt. „Solana setzt die Vogel-Strauß-Taktik vieler Politiker und Intellektueller in Europa fort, die durch die Ableugnung eines Wiederanstiegs des Antisemitismus auf ihrem Boden versuchen, ihrer Verantwortung zu entgehen“, kommentierte Avi Beker, Generaldirektor des Jüdischen Weltkongresses. 

(c)/ quelle: ICEJ

Nachhilfeunterricht für Solana und Co unter nachfolgendem Link:

Link:

Der alte neue Hass

30.06.03

Die Palästinensische Führung muß sich entscheiden

Obwohl palästinensische Terrororganisationen am Wochenende eine Waffenpause („Hudna“) verkündet haben, ist die Zahl der akuten Terrorwarnungen in Israel nicht zurückgegangen. In dem selben Maße setzen die Palästinenser die antiisraelische Hetze in den Medien und Moscheen fort. Abkommen palästinensischer Terrorgruppen über eine Waffenpause sind interne Vereinbarungen. Sie wurden nicht mit Israel verhandelt. Israel kann die Umsetzung der ersten Phase der „Road Map“ von Seiten der Palästinenser nur auf der Basis der ersten Stufe der „Road Map“ selbst messen. Sie schreibt die Zerschlagung der terroristischen Infrastruktur vor. Zu den Maßnahmen, die im Rahmen dieser ersten Stufe des „Fahrplans“ von den Palästinensern erbracht werden müssen, gehören folgende fünf Punkte: 1. Terrorgruppen müssen aufgelöst werden 2. Terroranschläge müssen verhindert werden 3. Illegale Waffen müssen konfisziert und vernichtet werden 4. Terroristen müssen vor Gericht gestellt werden 5. Die Hetze gegen Israel und Juden in den Medien, den Moscheen und Schulen müssen eingestellt werden. Erst wenn die Palästinenser dieser Pflicht nachgehen, werden die Konfliktparteien weiterkommen. Die „Road Map“ des Nahost-Quartetts ist gemäß ihrer eigenen Definition ein „ergebnisorientierter Fahrplan“. Das heißt: Sobald die Terrorinfrastruktur zerschlagen und deren Bedrohung für die israelische Bevölkerung nicht mehr existiert, wird der Weg für ein weiteres Vorankommen im Friedensprozess geebnet sein. Aus diesem Grund ist die Zerschlagung der palästinensischen Terrorapparate die grundsätzliche Voraussetzung für den Frieden. Die palästinensische Führung muss sich deshalb entscheiden: Zwischen Vereinbarungen mit dem Hamas und anderen Terrororganisationen. Oder einem Friedensabkommen mit Israel. Dies ist die grundsätzliche Entscheidung, die die Palästinensische Autonomiebehörde fällen muss. Mit dieser Weichenstellung bestimmt die palästinensische Führung über Erfolg oder Misserfolg des Friedensprozesses. Es ist unmöglich, einen Friedensprozess zu führen, wenn gleichzeitig die palästinensischen Terrororganisationen erhalten bleiben. Dies ist die Lektion, die Israel durch bittere Erfahrungen mit den Palästinensern lernen musste. Drei Wochen sind seit dem Gipfeltreffen von Aqaba vergangen. Israel ist allen seinen Verpflichtungen, die es bis heute erfüllen musste, nachgekommen: Gefangene wurden befreit. Illegale Sieldungsaußenposten wurden geräumt. Israel hat auch Maßnahmen eingeleitet, die zur Verbesserung der palästinensischen Wirtschaft beitragen sollen. (Mitteilung aus Jerusalem) 

30.06.03

Warum die "roadmap" zum Scheitern verurteilt ist 

DIE ZEIT, 27/2003) „Wer den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern lösen will, muss das Labyrinth aus Hass, Angst und Rachsucht zerschlagen. Und vor allem den Terror. (...) Wie schon die Verträge von Oslo setzt der Plan (“Road Map”) eine rationale Grundhaltung der betroffenen Parteien voraus und verirrt sich somit im nahöstlichen Labyrinth von undurchsichtigem Finassieren, Paranoia, Hass und Angst, von Ressentiment und Rachsucht, von Rassismus und Antisemitismus, von Komplott-Theorien und mit Geistern und Teufeln besetzten Fantasiewelten. In der "Road Map" wird so getan, als gäbe es dieses Labyrinth nicht, und deshalb kann sie nicht funktionieren. Damit soll nicht gesagt sein, dass sich ein Friedensplan den besonderen Eigenheiten der Region anzupassen hätte, im Gegenteil: Es führt zu nichts, wenn man allen Nuancen Beachtung schenkt. Doch jeder Friedensplan sollte das vorhandene Labyrinth berücksichtigen, um es dann aufzuheben. Das Labyrinth muss zerschlagen werden.“ Warum die „Road Map“ zum Scheitern verurteilt ist: Leon de Winter in DIE ZEIT 

Link:

Warum die roadmap zum Scheitern verurteilt ist

© Botschaft des Staates Israel, 2003

30.06.03

Linktipp

Wie der Antisemitismus global wurde

Link:

Der alte neue Hass

27.06.03

Weitere Israelvorträge

"Israel aktuell" - Wunder Gottes mitten in der Intifada
Sprecher: Doron Schneider (ICEJ)

Sonntag, 6.7.03 19.30 H Rosenheim, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Am Innzipfel 12
Montag, 7.7.03   20.00 H Braunau/ Österreich, Freie-Christengemeinde, Laabstraße 36
Dienstag, 8. 7.03 19.30 H Wien/ Österreich, Vienna-Christian Center, Bezirk - Rennweg 74

27.06.03

König Abdullah von Jordanien ist von Sharons Friedenswillen überzeugt

König Abdullah von Jordanien hat erklärt, dass Ministerpräsident Sharon wirklich an einem annehmbaren Frieden interessiert sei. Als wichtigen Schritt bezeichnete der König die Stellungnahme Sharons betreffend der israelischen „Besatzung“ (Alhayat 24.06.). Er verwies wiederholt auf die persönliche und tiefe Verpflichtung von Präsident Bush, die Road Map voranzutreiben und seine Bereitschaft, auf Israel Druck auszuüben. In diesem Zusammenhang teilte er mit, dass er beim Gipfel in Aqaba Bush erklärt habe, dass Sharon „teilweise recht schwierig“ sei, worauf Bush geantwortet habe, dass er stärker und in der Lage sei, das Problem zu beenden. Er betonte, dass die jüdische Lobby eigentlich kein Druckmittel gegen Bush darstelle. Abu Masen könne eine „Hudna“ (Waffenpause nach moslem. Tradition) mit dem Hamas erreichen, zuvor müsse aber Israel ernsthafte Schritte unternehmen. Er nehme an, dass die Führung des Hamas in ihrem Innern unter massivem Druck steht, zu einem Abkommen mit der Palästinenserbehörde zu kommen. Dies stehe im Gegensatz zur äußeren Führung, die ein Interesse am Fortdauern des Jihad pflegt. Jordanien spiele keine Rolle im inner-palästinensischen Dialog, obwohl es Unterstützung gäbe. (Simsat, 24.06.03) 

27.06.03

Nasrallah: Israel hat kein Recht zu existieren

Der Generalsekretär der Hisbollah Hassan Nasrallah hat wiederholt erklärt, dass seine Organisation das Existenzrecht des Staates Israel nicht anerkenne, sondern nur einen einzigen Staat, der sich vom Mittelmeer bis zum Jordan erstrecke und in dem Moslems, Christen und Juden leben werden und dessen Charakter von der Mehrheit der in diesem Staat lebenden Menschen bestimmt werde. In einem Interview mit einer brasilianischen Zeitung (22.06.) behauptete Nasrallah, der Grund für das Bestehen der Hisbollah sei die Verteidigung des Libanon. Selbst wenn Israel die „Sheba Farmen“ aufgäbe, bestünden noch immer einige Probleme, um welche sich die Hisbollah zu kümmern habe, z.B. die libanesischen Gefangenen in Israel, die palästinensischen Flüchtlinge, „die tagtäglichen israelischen Ausschreitungen“, die politische Unabhängigkeit des Libanon und die Auseinandersetzungen um die Quellen des Wazani-Flusses. Nasrallah betonte den politischen und gesellschaftlichen Beitrag der Organisation und machte deutlich, dass die Errichtung einer islamischen Republik in einem Staat wie dem Libanon nicht durchführbar sei (SIBF, 22.06.). Die Hisbollah lehnt die Vorstellung einer syrisch-libanesischen Road Map (ergänzende Road Map zu derjenigen mit den Palästinensern) ab und betrachtet den bewaffneten Kampf als einziges Mittel. So auch George Nagam, ein Fraktionsmitglied der Hisbollah im libanesischen Parlament, der eben diese Idee einer syrisch-libanesischen Road Map zur Lösung des Konflikts mit Israel ablehnt, - einer Idee, die von der Regierung in Beirut befürwortet wird. Nagam sagte, dass Widerstand der einzige Weg sei, um „alle Rechte und besetzten Landstriche zurückzuerlangen“ (Radio Nur, 24.06.). 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

27.06.03

Erziehungsministerin will Aussetzung der Roadmap 

Die israelische Ministerin für Erziehung, Kultur und Sport, Limor Livnat plant beim Kabinettstreffen in der nächsten Woche vorzuschlagen, die Umsetzung des Nahostfriedensplanes, der sog. Roadmap auszusetzen, bis die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) mit der Erfüllung ihrer Verpflichtungen beginnt. Nach Livnats Vorschlag sollte Israel weder Siedlungstätigkeit einfrieren, Außenposten abbauen noch palästinensische Gefangene entlassen und Geld an die PA überweisen, bis die PA ihrerseits mit effektiver Terrorismusbekämpfung anfinge. Israel hatte in den vergangenen Wochen seinerseits mit der Umsetzung ihrer Roadmap-Verpflichtungen begonnen. „30 Israelis haben seit dem Gipfel von Akaba ihr Leben verloren und die (anti-israelische) Hetze hat immer noch nicht aufgehört, die Palästinenser haben nichts unternommen, um Terrororganisationen zu zerschlagen und illegale Waffen einzusammeln“, so Livnat in ihrem Vorschlag. Sie betonte, dass Fortschritt bei der Umsetzung der Roadmap von der beiderseitigen Erfüllung der jeweiligen Verpflichtungen abhingen. Aufgrund dieser Bedingungen hätte Israel schon längst die Umsetzung der Friedensinitiative stoppen sollen, da sich sonst der Mechanismus des Oslo-Friedensprozesses wiederholen würde, erklärte Livnat. Damals hatte Israel sich an die getroffenen Abmachungen gehalten, während die Palästinenser mit Terroranschlägen und anti-israelischer Hetze fortfuhren. Am morgigen Samstag wird US-Sicherheisberaterin Condolezza Rice in der Region erwartet, um die Umsetzung der Roadmap voran zu bringen. 

27.06.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

27. Juni 1096: Massaker an Juden finden in Xanten und Eller statt, in Xanten bereits das zweite Mal in einem Monat. 50 Juden sterben. In Eller werden fünf Leiter der jüdischen Gemeinde von der Gemeinde dazu bestimmt, alle Mitglieder und danach sich selbst zu töten, um nicht in die Hände der Kreuzfahrer zu fallen. Von 300 Gemeindemitgliedern überleben vier, schwer verwundet. 

(c)/ Quelle: ICEJ

26.06.03

Attentat in Baka-Al-Garbiyeh

Ein palästinensischer Teenager hat am Donnerstagmorgen einen Angestellten der israelischen Kommunikationsgesellschaft Bezeq erschossen. Der Anschlag ereignete sich in der israelisch-arabischen Stadt Baka-al Garbiyeh in der Nähe der nordisraelischen Stadt Hadera, wenige Kilometer vom Westjordanland entfernt. Der Junge wurde von der israelischen Polizei festgenommen. Die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, der militante Flügel von Yasser Arafats Fatah-Bewegung, bekannte sich zu dem Anschlag. In der selben Gegend erschossen am Donnerstag Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Selbstmordattentäter. Zwei Kassamraketen trafen die israelische Stadt Sderot. (Ha’aretz) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

26.06.03

Hintergrund: Waffenstillstand auf Arabisch – Bedeutung einer „Hudna“ 

In den Nachrichten der letzten Tage war zu lesen, dass die „Hamas “-Terrororganisation einem dreimonatigen Waffenstillstand, auf Arabisch „Hudna“ genannt, zugestimmt hätte. Das arabisch/islamische Konzept einer „Hudna“ basiert auf alten Stammesbräuchen, deren Bedeutung im Westen weitgehend unbekannt sind. Die Zurückhaltung israelischer Vertreter, eine „Hudna“ zu akzeptieren, hat sehr viel damit zu tun, dass ihnen die Ursprünge und Bedeutung einer solchen Waffenruhe in der Kultur des Nahen Ostens bekannt sind. Zudem haben die Israelis im gescheiterten Oslo-Friedensprozess diesbezüglich bittere Erfahrungen machen müssen. 
1. Verbindlichkeit einer „Hudna“ 
Nach islamischer Lehre und Tradition ist es Moslems erlaubt, eine „Hudna“, d.h. einen vorläufigen Waffenstillstand mit einem nicht-moslemischen Feind einzugehen. Sie haben das Recht, diese „Hudna“ jederzeit zu brechen, wenn sie ausreichend Kräfte gesammelt haben, um die Feindseligkeiten wieder aufzunehmen. Genau aus diesem Grunde argumentierten israelische Politiker und Sicherheitsexperten in der Vergangenheit, eine „Hudna“ würde nur den radikal-islamischen Terrorgruppen Zeit geben, ihre militärischen Flügel aufzurüsten und zu reorganisieren, um dann nach Belieben wieder losschlagen zu können. Auch wenn Israel aufgrund ausländischen Drucks einer „Hudna“ als erstem Schritt zur Umsetzung des Friedensplanes zustimmen sollte, ziehen es die israelischen Politiker aus verständlichen Gründen vor, sich auf den expliziten Text der „Roadmap“ zu berufen. Die „Roadmap“ verlangt von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ausdrücklich, „sichtbare Bemühungen zu unternehmen, um Terroristen zu verhaften, ihnen Einhalt zu gebieten und (ihre Strukturen) zu zerschlagen“. Da der palästinensische Premierminister Mahmoud Abbas bei einem entsprechenden Vorgehen einen innerpalästinensischen Bürgerkrieg mit „Hamas “, „Islamischer Dschihad“ und den „Fatah“-Milizen riskieren würde, bemühte er sich um die Vereinbarung einer „Hudna“ – eine solche erfüllt jedoch eindeutig nicht die Anforderungen der „Roadmap“ und ist für Israels Sicherheit aus oben genannten Gründen sehr gefährlich. 
2. Oslo-Friedensverträge als „Hudna“ 
Als der ehemalige israelische Premierminister Jitzhak Rabin und Palästinenserführer Jassir Arafat am 13. September 1993 die Oslo-Verträge unterzeichneten, wurde dies als historischer Durchbruch für Frieden im Nahen Osten weltweit gepriesen und gefeiert. Israel erkannte die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO als Verhandlungspartner für eine endgültige Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes an, während Arafat versprach, Terror und Gewalt zu beenden und nur friedliche Mittel zur Konfliktbewältigung zu wählen. In einem Interview mit den Jordanischen Medien versicherte Arafat jedoch am Tag nach dem Vertragsabschluß gegenüber den Palästinensern und der arabischen Welt, dass es sich bei Oslo nur um eine „Hudna“ handelte, die jederzeit gebrochen werden könnte. Nach diesem Interview verwendete er ständig die Bezeichnung „Hudna“ auf Arabisch in bezug auf die genannten Verträge, während er auf Englisch vom „Frieden der Mutigen“ (peace of the brave) sprach. In Arafats heimlich aufgenommener Rede in einer Moschee in Johannesburg 1994 und bei anderen Gelegenheiten betonte der Palästinenserführer immer wieder, die Oslo-Verträge seien nur als „Hudna“ einzustufen. Zur Stützung seiner Position berief er sich auf das Vorgehen des Propheten Mohammed, der 628 n.Chr. den al-Hudajbijah-Waffenstillstand mit den ungläubigen Stämmen der Kuraisch in Medina abgeschlossen hatte. Zu dieser Zeit war Mohammed nicht stark genug, um diese Stämme zu besiegen. Der Waffenstillstand sollte vereinbarungsgemäß knapp zehn Jahr dauern. Schon nach zwei Jahren war seine Armee jedoch beträchtlich angewachsen, woraufhin er die Vereinbarung brach, die Kuraisch abschlachtete und schließlich Mekka und sein lukratives geistliches Zentrum einnahm. Dieses Ereignis in der Frühphase des Islam bildet den unter Moslems weit bekannten Präzendensfall für die Erlaubnis, Verträge mit Ungläubigen zu brechen, sobald es opportun erscheint. 
3. Friedensbereitschaft = Schwäche 
Gleichzeitig wird die Bereitschaft eines Feindes zum Friedensschluss aus arabischer Sicht als Schwäche gewertet, die ausgenutzt werden darf. Nach nahöstlicher Tradition, die auf vorislamische Zeit zurückgeht, ist die Bitte um eine „Hudna“ der erste Schritt zu einer Versöhnung im Rahmen von Stammesfehden, die auf dem Konzept der Blutrache beruhen. Um die Spirale von Gewalt und Gegengewalt zu brechen, wendet sich eine Familie an die andere und bittet um eine „Hudna“, vergleichbar mit dem Ansinnen um einen Waffenstillstand nach westlichem Verständnis. Mit der Bitte um ein Ende der Gewalt gibt der Bittsteller aber gleichzeitig zu, dass er für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich ist. In Kenntnis dieses Verständnisses in der arabischen Tradition hat der israelische Premierminister Ariel Scharon in den vergangenen Jahren zweimal israelische Politiker davon abgehalten, zum palästinensischen Parlament in Ramallah zu sprechen, um die eigene Friedensbereitschaft und den Wunsch nach einem Waffenstillstand auszudrücken. Scharon wusste, dass die Palästinenser dies als Israels Eingeständnis auffassen würden, die aktuelle Intifada begonnen zu haben. 
4. Mantra von Gewalt und Gegengewalt im Nahen Osten 
Die meisten Medienvertreter, die über den Nahost-Konflikt berichten, wiederholen gebetsmühlenartig, dass Israelis und Palästinenser in einer Spirale von Gewalt und Gegengewalt gefangen seien. Sie vertreten die Auffassung, dass beide Seiten jeweils den letzten Gewaltakt mit Racheakten vergelten würden, vergleichbar den o.g. Stammesfehden, was zur nächsten Attacke führen würde, und so weiter. Dies stellt in ungerechtfertigter Weise palästinensische Selbstmordattentate, die sich vorsätzlich gegen Zivilisten richten, und gezielte israelische Militärschläge gegen „tickende Zeitbomben“ zur Verhinderung weiteren Blutbades moralisch auf die selbe Stufe. Es scheint zugegebenermaßen einen „Mechanismus“ der Gewalt zu geben, jedoch handelt es sich bei der bewaffneten Intifada nicht um ein Spirale der Blutrache. Israel spielt nicht nach den Regeln der arabisch-moslemischen Welt, sondern handelt nach westlichen Prinzipien wie der Bindung an internationale Verträge, der Selbstverteidigung, der Gerechtigkeit und des Friedens. 

(c)/ Quelle: ICEJ

Ergänzender Link:

Israel bezeichnet Waffenruhe als "Falle"

Keine Rede von echtem Friedenswillen

Das gefährliche Spiel mit dem Waffenstillstand

"Hudna" - was heißt das?

26.06.03

Guter Weblink aus Österreich zum Thema Antisemitismus

Antisemitismus

Ergänzender Link zum Thema:

Der neue Kampf gegen Antisemitismus

Der alte neue Hass

25.06.03

PA: Angeblich Ächtung der Hamas von EU verlangt 

Der palästinensische Premierminister Mahmoud Abbas wies am Dienstag Berichte zurück, denen zufolge die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) von der EU die Ächtung der „Hamas“ als Terrororganisation verlangt habe. Radio Israel hatte berichtet, die PA-Anfrage an die EU sei erfolgt, um die Finanzierung der „Hamas“ durch EU-Gelder abzustellen. Bisher steht nur der militärische Arm der „Hamas“, „Izz al-Din al-Kassam“ auf der EU-Liste der Terrororganisationen, nicht ihr politischer Flügel. Die PA habe so ihre aus dem Nahost-Friedensplan resultierende Verpflichtung erfüllen wollen, den Terror gegen Israel zu stoppen, so der Bericht. EU-Vertreter erklärten auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) am letzten Wochenende angesichts der US-amerikanischen Führungsrolle unterdessen, Europa werde bei der Durchführung des Nahost-Friedensplanes, der sog. Roadmap nicht die zweite Geige spielen. Ein amerikanischer Vertreter, Senator Joseph Biden kommentierte, die USA würden eine stärkeren europäischen Einfluss im Friedensprozess begrüßen. „Euch vertrauen die Palästinenser mehr, uns die Israelis“, so Biden. „Zusammen bilden wir ein Höllenteam.“ 

Externer Linktipp:

Terrorfinanzierung mit Spendenquittung

25.06.03

Rückblick in die jüdische Geschichte 

25.06.1221: Obwohl der Erzbischof von Canterbury anti-jüdische Ausschreitungen in Erfurt verboten hatte, setzten diese sich weiter fort. Eine Gruppe religiöser „Pilger“ griff auf dem Weg ins Heilige Land das jüdische Viertel der Stadt an und brannten zwei Synagogen nieder. 26 Juden wurden getötet, andere warfen sich selbst ins Feuer, um der Zwangsbekehrung zu entgehen.

(c)/ Quelle: ICEJ

25.06.03

Weitere Vorträge mit Dr. Jürgen Bühler (ICEJ)

Ein zusammenwachsendes Europa und weltweite politische Umwälzungen setzten Israel immer mehr unter Druck. Nach dem Irakkrieg werden höhere Forderungen an Israel gestellt. Gleichzeitig sind die globalen Entwicklungen eine neue Herausforderung für die Christenheit. Um dies aus biblischer Sicht besser einordnen zu können, möchten wir Sie herzlich zu weiteren Vorträgen mit dem Vorsitzenden des Deutschen Zweiges der ICEJ, Dr. Jürgen Bühler aus Jerusalem einladen. Er wird über Israel, die Gemeinde und die Endzeit sprechen. Sonntag, 29. Juni 2003, 10.00 Uhr 73760 Ostfildern-Nellingen, „Prisma“-Gemeinde, Esslinger Str.19 Kontakt: Peter Schmid, Tel.: 0170/3823935 Sonntag, 29. Juni 2003, 19.30 Uhr 72764 Reutlingen, „Treffpunkt Leben“, Silberburgstr.6 Kontakt: Helmut Vollkommer, Tel.: 07121/57476 Dienstag, 01. Juli 2003, 20.00 Uhr 71282 Hemmingen, „Leuchtfeuer“, Heimerdinger Str.9 Kontakt: Emma und Ruben Arroyo, Tel.: 0179/6711442 Mittwoch, 02. Juli 2003, 20.00 Uhr 71679 Asperg, „Arche“, Im Ried 7, Kontakt: Martin Schneider, Tel.: 07150/915459 Freitag, 04. Juli 2003, 19.00 Uhr 71254 Heimerdingen, „CVJM“-Heimerdingen, außerhalb des Ortes, Waldrand Kontakt: Heiner Arnold, Tel.: 07152/53220 Samstag, 05. Juli 2003, 14.00 + 16.00 + 19.30 Uhr 67316 Carlsberg, „Treffpunkt Leben“, Unterer Kurweg 27 Kontakt: Steffen Bertram, Tel.: 06356/5654 Sonntag, 06. Juli 2003, 10.00 Uhr 70825 Korntal, „Treffpunkt Leben“ Ditzingen, Stadthalle Korntal, Martin-Luther-Str.32 Kontakt: Micha Siebeneich, Tel.: 0175/6406514 

25.06.03

Leon Uris gestorben

Bereits am Samstag verstarb der Autor des legendären Geschichtsromans "Exodus" Leon Uris. 

Bücher von Leon Uris können Sie über unsere Shopping-Adresse beziehen:

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Ergänzender Link zu Leon Uris:

Leon Uris

Der große Fabulierer

25.06.03

Linktipp

Die Terrorspirale

25.06.03

Alter und neuer Antisemitismus - wichtige Flash Animation zum Thema

Eine Welt ohne Juden war das Ziel des klassischen Antisemitismus; eine Welt ohne jüdischen Staat ist das Ziel des neuen Antisemitismus. Die nachfolgende Flash-Präsentation bringt's auf den Punkt.

Link:

Conceptwizard

25.06.03

Shimon Peres ist gegen "Hudna" mit Hamas

Shimon Peres hat sich gegen eine „Hudna“ mit dem Hamas ausgesprochen. Es gäbe „keinen größeren Quatsch“ als sich auf eine nur vorübergehende Waffenpause mit dem Hamas einzulassen, sagte der frühere Außenminister und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres am Dienstag bei einer Außen- und Sicherheitskonferenz in Jerusalem. „Was wird in zwei Monaten passieren, wenn sie wieder mit dem Terror anfangen?“ Peres sagte auch, dass die Palästinenser im internationalen Bereich schwere Rückschläge erlitten hätten. Außerdem wachse bei ihnen zur Zeit die Befürchtung, dass die finanzielle Unterstützung, die sie aus Europa erhalten, ein Ende haben könnte. Peres ist seit vergangener Woche Vorsitzender der Arbeiterpartei (Avoda). (http://news.nana.co.il)  

25.06.03

40.000 Demonstrieren für Israel in Frankreich

40.000 Menschen sind am Sonntag in Frankreich auf die Straße gegangen, um für die Unterstützung des Staates Israel zu demonstrieren. Zu den Teilnehmern gehörten der israelische Finanzminister Benjamin Netanjahu und der französische Innenminister Nicolas Sarkozy. Netanjahu sagte, wenn die palästinensische Regierung wirklich Frieden wolle, müsse sie den Terror bekämpfen und auf den Rückkehrwunsch der Palästinenser verzichten. Sarkozy sagte, jeder gewaltsame Übergriff auf einen französischen Juden sei ein Schandfleck für die französische Trikolore. (The Jerusalem Post)

© Botschaft des Staates Israel, 2003

Ergänzender, externer Link zum Thema "Frankreich"::

No kiss and Make up

Ergänzender Text zum Thema "Frankreich"

EU verlangt von Frankreich Ächtung der Hamas 

Frankreich befindet sich unter erhöhtem Druck seiner EU-Kollegen, den politischen Flügel der Hamas-Terrororganisation auf die Liste der geächteten Terror-Gruppen zu setzen, berichteten europäische Diplomaten am Donnerstag. Bisher ist die Ächtung des politischen Flügels durch die EU insgesamt am Veto Frankreichs gescheitert. Die USA haben die Hamas als ganzes schon lange als „ausländische Terrororganisation“ eingestuft, und US-Präsident Bush bezeichnete die radikal-islamische Gruppe als größtes Hindernis zur Umsetzung des Nahost-Friedensplanes, der Roadmap. Bush forderte auf einem EU-Gipfel am Mittwoch die Europäer auf, sich dieser Sichtweise anzuschließen. Frankreich hat sich dem bisher wiedersetzt, da es den politischen Flügel der Hamas als wichtigen Faktor im Friedensprozess ansieht.

(c)/ quelle: ICEJ

23.06.03

Powell sieht Fortschritte bei Gesprächen zwischen Israelis und Palästinensern

Der amerikanische Außenminister Colin Powell hat anlässlich der Sondersitzung des Weltwirtschaftsgipfels in Jordanien am Wochenende die Fortschritte der Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern gelobt. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) habe viel für eine Waffenpause von Seiten der Palästinenserorganisationen investiert, auch wenn ein Einlenken des Hamas und der Al-Aqsa-Brigaden bisher erfolglos blieb, so Powell. Auch die amerikanische Regierung werde nicht von ihrem Druck auf die Terrororganisationen ablassen. Die beiden US-Sonderbeauftragten John Wolf und William Burns werden in den kommenden Tagen die Gespräche begleiten. Unterdessen wurde der israelische Vorwurf lauter, Yasser Arafat und der Hamas würden dem Scheitern des palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas und seines Ministers für Innere Sicherheit Mohammed Dahlan zuarbeiten. Arafat und Hamas würden versuchen, die Umsetzung der ersten Stufe des Nahost-Friedensplans („Road Map“), die die Zerschlagung der terroristischen Infrastruktur in den Palästinensergebieten vorsieht, zu verhindern. Nach Ansicht des Sonderbeauftragten der israelischen Regierung für die Palästinensergebiete General Amos Gilad handelt es sich bei der „Hudna“ (Feuerpause) nur um eine vorübergehende Waffenruhe, die der Hamas zur Reorganisierung seiner Kräfte nutzen wird. Israel dürfe sich auf eine solche Vereinbarung zwischen dem Hamas und der PA deshalb nicht einlassen. Gegenüber dem israelischen Rundfunk rechtfertigte General Gilad den gezielten Angriff auf Abdallah Kawasme (Hamas) in Hebron am Sonntag, da Männer wie Kawasme jeden Friedensprozess zu zerstören versuchen. Sein Tod trage nur zum Frieden bei, so Gilad. Der palästinensische Sicherheitsminister Mohammed Dahlan antwortete darauf, wenn Israel an einer Waffenpause kein Interesse zeige, sei die Interpretation Gilads nichts anderes als ein Aufruf an den Hamas, seine Attentate fortzusetzen. Die PA sei bereit, die Verantwortung für die Sicherheit in den Palästinensergebieten zu übernehmen, wenn sich Israel vollständig aus den Gebieten des Gazastreifens zurückziehe. Nach seinen Worten hat Israel zwar ein Interesse an der Übergabe von Gebieten an die PA, gleichzeitig wolle Israel aber mit Panzern in Teilen der Gebiete bleiben. Zur Stunde führen Dahlan und Gilad weitere Gespräche zur Umsetzung des Friedensplans am Grenzpunkt Eres/Gaza. (Ma’ariv) 

© Botschaft des Staates Israel, 2003

23.06.03

Linktipp

"Das jüngste Blutvergießen wurde nicht durch Frustration über den Friedensprozess ausgelöst, sondern durch die Entschlossenheit der terroristischen Hamas, den Schwung, der vom Besuch des US-Präsidenten Georg W. Bush im Nahen Osten ausging, zu bremsen." So beschreibt der frühere US-Aussenminister Henry Kissinger die Situation im Nahen Osten. Mehr dazu im nachfolgenden Link.

Link:

Road Map kann ihr Ziel nicht erreichen

23.06.03

Israel weist „Hudna“-Plan zurück 

Israels politischer Koordinator für die umstrittenen Gebiete, Amos Gilad erklärte am Montag, ein nur zeitweiliger Waffenstillstand palästinensischer Terrorgruppen, auf arabisch „Hudna“ genannt, sei nicht genug. Eine solche Vereinbarung würde der „Hamas“-Terrororganisation nur Zeit geben, sich zu neu zu organisieren statt weitere Anschläge zu verhindern. Der palästinensische Sicherheitschef Muhammed Dahlan erwiderte, die Zurückweisung einer „Hudna“ stelle eine Einladung an die „Hamas“ zu weiteren Terrorattacken dar. Die Diskussion kam auf, als sich am Montag eine Einigung zwischen der „Hamas“ und anderen Terrorgruppen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) abzuzeichnen schien. „Es scheint, dass Hamas sehr, sehr bald eine positive Antwort auf die Frage eines Waffenstillstandes geben wird, so dass es eine entsprechende Kairoer Erklärung geben kann“, so Bassam Abu Scharif, Berater von Palästinenserführer Jassir Arafat. Die Waffenstillstandsgespräche finden unter ägyptischer Vermittlung statt. Israel verlangt eine vollständige Entwaffnung der Terrorgruppen, die der palästinensische Premierminister Mahmud Abbas auf dem Gipfeltreffen von Akaba versprochen hatte. Gilad kommentierte, Israel sei bereit, den Palästinensern drei oder vier Wochen mehr zu geben, um eine bessere Vereinbarung zustande zu bringen. Man werde einen „Hamas“-Deal akzeptieren, der die Terrorbedrohung Israels vollständig aufhebe.

23.06.03

In Kürze 

Bundespräsident Johannes Rau erklärte bei seinem sonntäglichen Staatsbesuch in Israel, Vergleiche zwischen dem Holocaust und Israelis Aktivitäten in den umstrittenen Gebieten seien untragbar. Rau traf Samstagnachmittag mit seinem israelischen Amtskollegen Katsav in Jerusalem zusammen. Letzte Woche hatten zwei Mitglieder des britischen Parlaments zusammen mit einer christlichen Hilfsorganisation die Region bereist und den Gazastreifen mit dem Warschauer Ghetto verglichen, „abgesehen von der Abwesenheit von Gaskammern“. 

Donnerstagabend wurde Schimon Peres zum neuen Vorsitzenden der Arbeiterpartei gewählt, er erhielt knapp 50% der Stimmen des Zentralkomitees der Partei. Peres wird diesen Posten allerdings nur übergangsweise bekleiden, im nächsten Jahr stehen Neuwahlen an. Die jetzigen Wahlen waren durch den Rücktritt des bisherigen Parteivorsitzenden Amram Mitzna notwendig geworden. 

Die neu gewählte islamische Opposition im jordanischen Parlament schwor am Donnerstag, alles zu tun, um die Beziehungen des Landes mit Israel und den „amerikanischen Druck“ auf Jordanien zu beenden. Bei den Wahlen am Dienstag letzter Woche gewann die Islamische Aktionsfront 17 Sitze im jordanischen Unterhaus und stellt damit die größte Oppositionsgruppe dar. Mindestens sechs weitere unabhängige Parlamentarier, die zu einem der Stämme im Königreich gehören, unterstützen Berichten zufolge die Aktionsfront. Die Unabhängigen machen die größte Gruppe in dem 110 Sitze starken Parlament aus. Die Aktionsfront und ihre Unterstützer haben allerdings wenig Chancen, die moderate, pro-westliche Politik von König Abdullah zu ändern. 

(c)/ Quelle: ICEJ

21.06.03

Linktipp

Das Europa von heute - Gleichgültigkeit gegenüber Israels Opfern, Mitleid mit palästinensischen Opfern.

Link:

Der europäische Wahnsinn muß gestoppt werden

21.06.03

Veranstaltungshinweis der ICEJ/ Internationale Christliche Botschaft Jerusalem

In den folgenden Wochen können Sie den Deutschen ICEJ-Direktor Dr. Jürgen Bühler und Doron Schneider bei diesen Veranstaltungen live erleben: 
Dr. Jürgen Bühler: 
So, 22. Juni 2003, 9.30 Uhr Josua-Gemeinde Singen, Freiheitsstr. 55, 78224 Singen Thema: "Neue Herausforderungen für Israel und die Gemeinde" Kontakt: Pastor Weißer, Tel: 07731-909043 
So, 22.Juni 2003, 14.00 – 17.00 Uhr Stadtcasino Basel, Steinenberg 14 „Grosse Solidaritätskundgebung für Israel“, veranstaltet vom Missionswerk Mitternachtsruf, CH-8330 Pfäffikon  
Fr, 27. Juni 2003 und Sa, 28. Juni 2003, jeweils 19.30 Uhr Christliche Gemeinde Arche, Keltergasse 5, 2. Stock, 89073 Ulm „Israel aktuell“ und „Israel und die Gemeinde in der endzeitlichen Herausforderung" Kontakt: Tel. 0731-23906 
Doron Schneider, begleitet von Christian Stephan: 
Di, 1. Juli 2003, 19.30 Uhr 06526 Sangerhausen, Evangelisches Gemeindehaus, Riestädter Str. 28 „Israel aktuell - Wunder Gottes inmitten der Intifada“ (Thema aller weiteren Vorträge) Kontakt: Pastor J. Müller, Tel: 03464-570334 
Mi, 2. Juli 2003, 20.00 Uhr 06110 Halle, Evangeliumsgemeinde in der Georgenkirche, Glauchaer Str. 77 Kontakt: Pastor Henry Marten, Tel: 0345- 2908000 
Do, 3. Juli 2003,19.30 Uhr 38855 Wernigerode, Gemeindezentrum ARCHE, Freiheit 59 Kontakt: Pastor H.-J. Kindlein, Tel: 03943-607502 Fr, 4. Juli 2003,19.30 Uhr 39218 Schönebeck/Elbe, CVJM-Parkhotel - Stadtteil Salzelmen, Immermannstr. 12 Kontakt: Uwe Zech, Tel: 03928-66530 (Büro) 
Sa, 5. Juli 2003, 19.30 Uhr 31535 Neustadt am Rübenberge, Gemeinde der Christen "Ecclesia", Nienburgerstr. 25; Kontakt: Werner Otto, Tel: 05032-65198

(c)/ Quelle: ICEJ

21.06.03

Linktipp

Armut und Arbeitslosigkeit in Israel haben nicht nur die Unterschicht angegriffen. Auch breite Teile der Mittel- und Oberschicht sehen sich mit Hunger, Depression und Obdachlosigkeit konfrontiert.

Link:

Lähmende Hilflosigkeit

21.06.03

Gegen die Vorverurteilungen von Michel Friedman

Endlich ein Skandal um einen Juden. Ein Mann wird zum Freiwild einer Nation. Friedman schweigt, Deutschland wird redselig.

Wollt ihr den totalen Friedman?

Zypries nimmt Friedman in Schutz

Friedman-Anwalt erhebt schwere Vorwürfe

Rückendeckung für Friedman vom Zentralrat der Juden

Die Staatsanwaltschaft hat im Fall Friedman korrekt ermittelt

Ein Skandal wird gemacht

Der Stellvertreter

Friedman-Vermerk landete bei einem Pizzabäcker

21.06.03

Wider den Israel-Boykott

Link:

Kauft nicht bei Israeli!

21.06.03

Veranstaltungshinweis/ Reisetipp

Vom 11.-17. Oktober finden die diesjährigen Feiern der ICEJ zum Laubhüttenfest in Jerusalem statt, unter dem Thema: „Der Heilige Berg Gottes “ (Psalm 48,2). Kommen auch Sie hinauf nach Jerusalem, um mit dem jüdischen Volk Sukkot zu feiern, den Gott Israels anzubeten und Ihrer Liebe zu seinem Volk Ausdruck zu verleihen! Eine abwechslungsreiche Woche mit Seminaren, Workshops, der Teilnahme am alljährlichen Jerusalem-Marsch und einem Fest in der Wüste erwarten Sie. Sowohl der Deutsche als auch der Schweizer Zweig der ICEJ bieten attraktive Gruppenreisen mit Verlängerungs- und Besichtigungsmöglichkeiten im Heiligen Land an. Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr auch ein besonderes Programm für Junge Erwachsene (18-30 Jahre), „Grafted“ (Römer 11,17). Neben der Teilnahme am ICEJ-Laubhüttenfest mit speziellen Seminaren für Junge Erwachsene beinhaltet es eine spannende Entdeckungsreise durch das Land der Bibel, inklusive Kamel- und Jeeptouren in der Wüste. Weitere Informationen erhalten Sie beim Deutschen Zweig unter info@icej.de  

21.06.03

Interview

Die Palästinenser wollen 2 Staaten: Einen für sich und nebenbei noch Israel. Interview mit Hendrik Broder.

Link:

Interview hören

 

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